Cash Truck

Ein Mann, den seine Kollegen nur H nennen, hat sich in Los Angeles erfolgreich bei der auf Geldtransporte spezialisierten Firma Fortico Security beworben. Gleich bei seinem ersten Einsatz wird der “Cash Truck“ überfallen, doch H erledigt die Angreifer mit einer fast schon unheimlichen Perfektion. Nach und nach wird klar, warum sich der wortkarge Einzelgänger ausgerechnet die Tätigkeit bei Fortico Security ausgesucht hat…

Cash Truck

Nach seiner mehr als seltsamen Version der Legende von King Arthur und der nicht besonders inspirierten Realfilm-Version des Disney-Animationsfilms Aladdin mit Will Smith, versuchte Guy Ritchie (Sherlock Holmes) zu seinen Gangsterfilm-Wurzeln zurückzukehren. Dies gelang ihm mit The Gentlemen, trotz Traumbesetzung (Matthew McConaughey, Colin Farrell und Hugh Grant) nur bedingt.

Cash Truck

Sehr viel überzeugender geriet seine Zusammenarbeit mit Transporter Jason Statham, mit dem er bereits seine britischen Frühwerke Bube, Dame, König, grAS (1998), Snatch – Schweine und Diamanten (2000) und Revolver (2005) drehte.

Cash Truck

Statham ist die Idealbesetzung für den großen Schweiger, der im richtigen Moment immer eine Überraschung parat hat. Auf der Grundlage des Drehbuchs eines französischen Films von 2004 gelang Guy Ritchie eine souverän auf mehreren Zeitebenen spielender Thriller mit knalliger Action und einem alle Erwartungen erfüllenden Finale.

Cash Truck

Die Blu-ray von Studiocanal enthält neben dem 119-minütigen Hauptfilm noch die  deutschsprachigen Kurzdokus „Guy Ritchie“ (1:25 min), „Der Cast“(1:35 min) und “Making of Cash Truck“ (4:36 min), sowie den deutscher Trailer (2:31 min)

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Fawlty Towers

Parallel zu seiner Tätigkeit bei Monty Python schrieb sich John Cleese 1975 auch noch die Rolle des trottelig-pompösen Hotelbesitzers Basil Fawlty auf den langen Leib.

Fawlty Towers

Als Co-Autorin und Darstellerin des Zimmermädchens Polly war seine damalige Gattin Connie Booth mit von der Partie. Den bedauernswerten spanischen Kellner Manuel (Mr. Fawlty gibt vor spanisch zu können) spielt der deutschstämmige Andrew Sachs und als genervte (und nervige) Mrs. Fawlty vervollständigt Prunella Scales das Quartett.

Fawlty Towers

Von Fawlty Towers entstanden insgesamt nur 12 Episoden, doch diese haben es in sich. So versucht der durchgeknallte Basil beim Bedienen seiner deutschen Gäste unter dem Motto Don’t mention the war! nicht über den Zweiten Weltkrieg zu sprechen. Dabei verhaspelt sich immer wieder, gibt seinen Gästen dafpr die Schuld (You invaded Poland!) und variiert schließlich sogar seinen berühmten “Silly Walk“ zum Stechschritt.

Fawlty Towers

Speziell diese Szenen sind natürlich nicht wirklich zu synchronisieren, doch insgesamt ist die deutsche Bearbeitung von SAT.1 besser als ihr Ruf. Richtig genießen sollte man die Serie jedoch im Original. Dies ist zum Glück dank zahlreicher DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen möglich. Auf alle Fälle ist Fawlty Towers ein einzigartiges Vergnügen.

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True Grit

Den einzigen Oscar während seiner langen Karriere erhielt John Wayne 1969 für seine Darstellung des versoffenen Marshalls Reuben J. „Rooster“ Cogburn in True Grit. Wenn die selbe – auf einem Roman von Charles Portis basierende – Geschichte von den Coen Brüdern mit Jeff Bridges verfilmt wird, ist alles Mögliche zu erwarten (inklusive einer Ku-Klux-Klan-Tanzeinlage), aber ganz gewiss kein knallharter “klassischer“ Western. Doch genau das ist True Grit tatsächlich geworden.

True Grit

Wie einst in ihrem (vor True Grit!) wohl besten Film Fargo verzichten die Coens ganz auf surreale Mätzchen und konzentrieren sich auf eine bleihaltige Geschichte. Die eigentliche Hauptrolle spielt dabei nicht Jeff Bridges (auch wenn er als schießwütiger Saufbold mit rauer Stimme alle Register zieht) oder der als prahlerischer Texas Ranger LaBoeuf auftretende Matt Damon, sondern die 14-jährige Hailee Steinfeld (Hawkeye).

True Grit

Sie verkörpert eine gewisse Mattie Ross, deren Vater vom Banditen Torn Chaney erschossen wurde und die alles dransetzt, damit dieser seine gerechte Strafe erhält. Mattie heuert nicht nur Rooster Cogburn an, sondern lässt es sich nicht nehmen diesem bei der Banditenjagd zu begleiten. Hailee Steinfeld spielt diese Rolle nicht als altkluges nerviges Kind, sondern als ernsthafter zu allem entschlossener Racheengel, der sich nicht von seinem Vorhaben abbringen lässt. Sie ist der eigentliche Star des Filmes!

True Grit

1975 war John Wayne noch einmal als Rooster Cogburn zu sehen. in Mit Dynamit und frommen Sprüchen agierte er an der Seite von Katherine Hepburn. Die Rechnung, dass daraus eine Wildwest-Neuauflage von African Queen werden könnte, ging nicht ganz auf. Dennoch wäre ein von den Coens in Szene gesetztes Mit Dynamit und frommen Sprüchen-Remake mit Jeff Bridges und vielleicht Sigourney Weaver oder Meryl Streep eine Überlegung wert.

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Angela Merkel. Portraits 1991–2021

Einmal mehr überrascht der Taschen Verlag mit dem richtigen Buch zum richtigen Zeitpunkt. Kurz bevor Angela Merkel sich zu ihrem Abschied als Bundeskanzlerin beim Großen Zapfenstreich der Bundeswehr auf eigenen Wusch Nina Hagens Du hast den Farbfilm vergessen anhören wird, erscheint ein Buch, das die Karriere der Politikerin auf ungewöhnliche Art dokumentiert.

Angela Merkel. Portraits 1991–2021

Seit die 37-jährige Merkel zur Bundesministerin für Frauen und Jugend wurde hat sie sich alljährlich von der Fotografin Herlinde Koelbl ablichten lassen. Dabei entstanden nicht nur Kopf- und Körperportäts vor neutralem weißen Hintergrund, sondern Koebl – die ähnliche Langzeitprojekte auch mit weiteren Politikern wie Joschka Fischer, Monika Hohlmeier oder Gerhard Schröder durchführte – nutze die jeweilige Gelegenheit auch für Gespräche mit Merkel.

Angela Merkel. Portraits 1991–2021Dabei sprach die frischgebackene Ministerin über ersten Erfahrungen und fragte sich: “Wer wird mich noch so freundlich grüßen, wenn ich morgen nicht mehr Ministerin bin?“ Diese erstaunlich aussagekräftigen Interviews konnte Koelbl leider nur bis 1998 führen.

Angela Merkel. Portraits 1991–2021

Erst acht Jahre später, als Merkel bereits ein Jahr Kanzlerin war, ging es zumindest mit den Porträtfotos weiter. Das letzte Foto des Buches stammt von 2021 und zeigt Koelbl mit verschränkten Armen neben Merkel mit Rauten-Geste.

Angela Merkel. Portraits 1991–2021

Taschens im Format 30 x 30 cm veröffentlichter Bildband enthält neben Herlinde Koelbls schwarzweißen meist quadratischen Porträtfotos, die mit markanten Zitaten garniert wurden, auch alle ihre Interviews in deutscher und englischer Sprache, sowie Essays und eine Chronik. Der Veröffentlichungstermin ist auch gut gewählt, weil dadurch dieser 2700 Gramm schwere gehaltvolle Prachtband  unter so manchen Weihnachtsbaum gelegt werden kann.

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OSS 117 – Liebesgrüße aus Afrika

Anfang der 80er-Jahre hat der französische Geheimdienst kaum noch Aufgaben für seinen Top-Agenten Hubert Bonisseur de La Bath alias OSS 117. Dabei könnte er viel zu tun haben, denn auch durch, dass François Mitterrand als Staatspräsident kandidiert, strebt der Kommunismus die Weltherrschaft an.

OSS 117 - Liebesgrüße aus Afrika

Doch als sein smarter Nachfolger OSS 1001 verschwunden ist, wird der legendäre Agent aktiviert und nach Afrika geschickt. Die für seine Mission nötigen Informationen verschafft sich OSS 117 durch die Lektüre von Hergés Tim im Kongo. Besten vorbereitet stürzt er sich mit voller Wucht mitten hinein in das von ihm verursachte Chaos…

OSS 117 - Liebesgrüße aus Afrika

Es ist eine große Freude den begnadeten Jean Dujardin (Cool Waves, Mein ziemlich kleiner Freund, Lucky Luke – Der einsame Cowboy) nach OSS 117 – Der Spion, der sich liebte und OSS 117 – Er selbst ist sich genug erneut als ebenso furchtlose wie selbstherrlichen Meisteragenten sehen zu dürfen. Das mehr als doppelbodige Drehbuch stammt wieder von Jean-François Halin, während der Regisseur Michel Hazanavicius, mit dem Dujardin seinen Erfolgsfilm The Artist drehte, durch Nicolas Bedos (Die schönste Zeit unseres Lebens) ersetzt wurde,

OSS 117 - Liebesgrüße aus Afrika

Der Humor funktioniert auch diesmal wieder auf sehr vielen Ebenen. Es wird z. B. ausgiebig gezeigt, wie OSS 117 nach einem erfolgreichen Außeneinsatz, der genau wie in den James-Bond-Filmen vor dem Musikvideo des Vorspanns gezeigt wird, stolz durch lange Büroflure schreitet und fast allen Sekretärinnen einen Klapps auf den Hintern verpasst. Als eine der Damen “Happy to see you!“ zu ihm sagt, entgegnet der Top-Agent: “Mee too!“

OSS 117 - Liebesgrüße aus Afrika

Jean Dujardin, der seinen ersten OSS-Film 15 Jahre zuvor drehte, geht erstaunlich entspannt damit um, mit knapp 50 Jahren nicht mehr der Jüngste zu sein. In schreiend komischen Sequenzen muss er als stolzer Gockel damit fertig werden, dass eine Dame, bei der er sexuell keinen bleibenden Eindruck hinterließ, von seinem jüngeren Kollegen OSS 1001 (Pierre Niney) sehr viel besser bedient wurde.

OSS 117 - Liebesgrüße aus Afrika

Auch politisch bringt Jean-François Halin wieder einiges zum Ausdruck, ohne dabei belehrend zu sein. So wird etwa demonstriert, dass Rassismus nicht durch aufgesetzte Überfreundlichkeit überwunden werden kann. Das Ende der Komödie ist diesmal (Vorsicht Spoiler!) sehr viel böser als bei den vorherigen Filmen ausgefallen, istr dadurch aber auch sehr realitätsnah. Kongenial eingedeutscht wurde OSS 117 wieder von Oliver Kalkofe (Der WiXXer, Mattscheibe).

OSS 117 - Liebesgrüße aus Afrika

Die Blu-ray von Koch Films enthält neben dem 116-minütigen Hauptfilm noch diese Extras: Interview mit Jean Dujardin (18:50 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Interview mit Drehbuchautor Jean-François Halin (19:28 min), Deutscher und französischer Trailer (je 1:59 min) und drei deutsche Teaser (0:45 min, 1:13 min, 1:04 min)  

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Cool Waves

Der 30-jährige Brice Agostini ist immer gut drauf und allgemein beliebt im sonnigen Nizza. Als “Brice de Nice“ veranstaltet er regelmäßig luxuriös ausgestattete Partys in einer Luxus-Villa. Dort lebt er „mit seinen Eltern zusammen mit seinem Vater“. Brice lässt es sich gutgehen und zitiert ständig aus seinem Lieblingsfilm Gefährliche Brandung.

Cool Waves

Brice hält sich für einen begnadeten Surfer. Doch leider gibt es keine haushohen Wellen am Mittelmeer. Das sorglose Leben gerät aus den Fugen als sein schwerreicher Vater verhaftet wird und Brice schlagartig ohne Geld und Freunde dasteht. Erschwerend kommt hinzu, dass bei einem Surfwettbewerb in Biarritz auch noch feststellen muss, dass er überhaupt kein Talent zum Wellenreiten hat…

Cool Waves

In letzter Zeit fanden französische Komödien ohne Arthouse-Touch hierzulande kaum noch ihr Publikum. Daher traute auch kein deutscher Verleiher der gallischen Erfolgskomödie Brice de Nice über den Weg, die in der Grande Nation satte 4 Millionen Kinobesucher erreichte. Mit Brice 3 gab es elf Jahre später sogar eine direkte Fortsetzung!

Cool Waves

In unseren Kinos hätte das Werk durchaus Chancen gehabt, denn der Humor ist zwar oft etwas platt aber mindestens so universell und entwaffnend wie in den Frühwerken von Jim Carrey oder Adam Sandler. Der sympathische Jean Dujardin trägt nicht nur im wirklichen Leben einen fast so lustigen Namen wie “Brice de Nice“, sondern hat auch noch wirklich gute Fratzen im Angebot. Der Darsteller startete danach durch mit den OSS 117-Filmen und seiner Oscar-prämierten Hauptrolle in The Artist.

Cool Waves

Unter dem Titel Cool Waves erlebt der Film seine Premiere auf DVD. Die deutsche Synchronisation ist zum Glück sehr solide, bleibt bei der Sache und bemüht sich nicht darum (wie seinerzeit bei der französischen Erfolgskomödie Die Zeitritter) noch einen drauf zu setzen. Insgesamt kann Cool Waves somit allen Freunden von rustikalen Komödien im Stil der (frühen) Farrelly-Brothers durchaus ans Herz gelegt werden.

Cool Waves

Extras der schon lange vergriffenen und hoch gehandelten DVD von Ascot Elite: Vier Making Ofs (ein Beitrag ist doppelt insgesamt 17:09 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln), Deutscher Trailer (1:22 min), 2 französische Teaser (0:37 min + 0:36 min), Bildergalerie (1:45 min)

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OSS 117 – Er selbst ist sich genug

1967: In Rio soll der ebenso furchtlose wie selbstherrliche französische Top-Agent Hubert Bonisseur de La Bath alias OSS 117 eine Liste mit den Namen ehemaliger Nazi-Kollaborateure auftreiben. Dabei bekommt er es mit  Professor von Zimmel zu tun. Da der Mossad ebenfalls noch ein Hühnchen mit dem untergetauchten Nazi zu rupfen hat, ermittelt OSS 117 gemeinsam mit der attraktiven israelischen Agentin Dolorès Koulechov (Louise Monot).

OSS 117 - Er selbst ist sich genug

Jean Dujardin (Cool Waves, Mein ziemlich kleiner Freund, Lucky Luke – Der einsame Cowboy) überzeugte bereits 2006 in der ebenso stylischen wie subversiven Agentenfilm-Parodie OSS 117 – Der Spion, der sich liebte, die wie ein Film aus den 60er-Jahren wirkte, sich zugleich aber auch über den damaligen Zeitgeist lustig machte. Dujardin wurde als Nachfolger von Jean-Paul Belmondo gefeiert. Da einer der schönsten Filme von Belmondo zweifelsohne Philippe de Brocas Abenteuer in Rio ist, lag es nahe die OSS 117-Fortsetzung in Rio de Janeiro und Brasilia spielen zu lassen.

OSS 117 - Er selbst ist sich genug

Regisseur Michel Hazanavicius, der danach mit Dujadin auch The Artist drehte, schrieb das Drehbuch wieder gemeinsam mit Jean-François Halin. Sie versetzte die Handlung zwölf Jahre in die Zukunft ins Jahr 1967, um sich auch über Hippies und Blumenkinder lustig machen zu können. Die Inszenierung macht ausgiebig Gebrauch von der Split-Screen-Technik, auch dort wo es völlig unnötig ist. Beim Finale hingegen bedient der Film sich optisch und musikalisch bei Alfred Hitchcocks Klassiker Vertigo.

OSS 117 - Er selbst ist sich genug

Zuvor feuert der von Dujardin zwar sehr charmant aber zugleich auch als selbstsüchtiger Macho-Dümmling verkörperte Super-Agent allerlei politisch absolut unkorrekte Sprüche gegen seine israelischen Partner ab. Nach Meinung von OSS 117 taugen diese nicht als Spione, da ja sofort zu erkennen ist, dass es sich um Juden handelt…

OSS 117 - Er selbst ist sich genug

Bereits im ersten Teil war festzustellen, dass sich OSS 177 mit nationalen bzw. außerfranzösischen Details überhaupt nicht auskennt. Daher fragt er diesmal – wieder kongenial eingedeutscht von Oliver Kalkofe (Der WiXXer, Mattscheibe): “Wie hießen noch die Chinesen, die mit den Nazis verbündet waren? Ach ja richtig, Japaner!

OSS 117 - Er selbst ist sich genug

Extras der DVD von Koch Films: Audiokommentar von Regisseur Michel Hazanavicius und Hauptdarsteller Jean Dujardin (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln),  Making Of (24:21 min), Entfallende Szenen (7:42 min), Verpatzte Szenen (11:07 min), Bericht von der Premiere (11:07 min), Drei französische Teaser (je 1 min), Deutscher Trailer (0:59 min), Französischer Trailer (2:11 min)

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The Artist

Wie perfekt er den Stil alter Filme nachahmen kann, hatte Michel Hazanavicius bereits mit zwei Komödien über den hinreißend chauvinistisch von Jean Dujardin verkörperten französischen Superagenten OSS 117 bewiesen. Doch mit The Artist trieb er es 2011 noch toller und dreht einen schwarzweißen Stummfilm im 4:3-Format über die Kindertage des Tonfilms.

The Artist

Auch Dujardin ist wieder dabei und brilliert als Kinostar George Valentin, dessen Karriere im Hollywood der späten 20er-Jahre abrupt endet, weil er stur am Stummfilm festhält. Die attraktive Peppy Miller hingegen wird zum Superstar des Tonfilms und versucht Valentin zu helfen. Peppy wird verkörpert von Hazanavicius’ Lebensgefährtin Bérénice Bejo, die auch bereits in OSS 117 – Der Spion, der sich liebte die weibliche Hauptrolle spielte.

The Artist

Die Grundstory von The Artist wurde eindeutig von Singing in the Rain inspiriert, doch im Gegensatz zum durchgehend sympathisch von Gene Kelly verkörperten Don Lockwood darf Jean Dujardin als ebenfalls an Douglas Fairbanks erinnernder Stummfilm-Superstar herrlich eitel und selbstsüchtig auftreten, auch um für den nötigen Hochmut vor dem großen Fall zu sorgen.

The Artist

Während die OSS 117-Filme ausschließlich gute Laune verbreiten, geizen Dujardin und Hazanavicius diesmal nicht mit tragischen Momenten, etwa wenn George Valentin seine ganzen Besitztümer versteigern lassen muss und sich dem Trunke hingibt. The Artist entstand vor Ort in Hollywood und wirkt durch seine wunderschöne Schwarzweiß-Fotographie schon jetzt wie der  Kinoklassiker, der er zweifelsohne einmal sein wird.

The Artist

Doch Hazanavicius dienten nicht nur Filme der 20er- und 30erJahre als Inspirationsquelle. Auch Citizen Kane oder Sunset Boulevard werden zitiert. Wenn gegen Ende etwas zu ausgiebig Bernard Herrmanns Soundtrack aus Hitchcocks Vertigo (den Hazanavicius auch im Finale von OSS 117 – Er selbst ist sich genug zitierte) recycelt wird, dann wäre dies gar nicht nötig. The Artist strotzt nur so vor originellen Ideen und hat völlig zu Recht fünf der zehn in Aussicht gestellten Oscars erhalten.

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OSS 117 – Der Spion, der sich liebte

Ägypten 1955: Kairo ist ein Schmelztiegel, in dem Geheimagenten aus aller Welt unterwegs sind. Jeder spioniert jeden aus, jeder sabotiert jeden: Franzosen, Engländer, Sowjets, Ex-Nazis, islamische Extremisten, sowie die Familie des gestürzten Königs Farouk. Um wieder Ordnung in das Chaos zu bringen und eine geheime Mission zu erfüllen, entsendet der französische Präsident seinen besten Mann: Hubert Bonisseur de La Bath alias OSS 117.

OSS 117 – Der Spion, der sich liebte

In mehr als 200 Romanen verrichtete der von Jean Bruce erfundene  Top-Agent aus Louisiana seine Missionen im Dienste der Grande Nation. Der Erfolg setzte sich auch im Kino fort, hier wurde OSS 117 u. a. von Ivan Desny, Kerwin Mathews (Sindbads siebente Reise) und John Garvin (Psycho) gespielt. Die 2006 entstandene Verfilmung sieht durch ihre ausgeblichenen Farben so aus, als wäre sie in den 60er-Jahren entstanden.

OSS 117 – Der Spion, der sich liebte

Regisseur Michel Hazanavicius und Drehbuchautor Jean-François Halin machten aus OSS 117 einen  arroganten Franzosen Vor liebevoll rekonstruierten Kulissen machte sich der Film über den damaligen Zeitgeist lustig. Für die Hauptrolle konnte der begnadete Jean Dujardin (Cool Waves, Mein ziemlich kleiner Freund, Lucky Luke – Der einsame Cowboy) gewonnen werden, der genauso aussieht, wie eine Sean-Connery-Karikatur des MAD-Zeichners Mort Drucker. Hazanavicius drehte fünf Jahre später mit Dujardin den mit 5 Oscars ausgezeichneten schwarzweißen Stummfilm The Artist.

OSS 117 – Der Spion, der sich liebte

Jean Dujardin spielt den Agenten als Egomanen, der alle Nichtfranzosen für minderbemittelte Wilde hält. Für den Film spricht aber auch die Unberechenbarkeit, mit der Hazanavicius und Halin ihre Geschichte erzählen. Inmitten der intrigenreichen Story findet Dujardin als OSS 117 auch noch Zeit für eine ausgelassene Gesangsdarbietung, bei der er ein orientalisches Saiteninstrument spielt und von sich selbst berauscht seine Mission völlig vergisst.

OSS 117 – Der Spion, der sich liebte

In Frankreich erreichte OSS 117: Le Caire nid d’espions über zwei Millionen Kinobesucher und zog mit OSS 117 – Er selbst ist sich genug und OSS 117 – Liebesgrüße aus Afrika zwei Fortsetzungen nach sich. Bei uns lief der Film mit großem Erfolg auf dem Fantasy Filmfest, kam aber leider nicht ins Kino. Bei der DVD-Veröffentlichung kam Oliver Kalkofe (Der WiXXer, Mattscheibe) als Sprecher von OSS 117 und als Synchronbuch-Autor zum Einsatz. Er ging sehr respektvoll mit dem Original um und auch in der deutschen Fassung ist der Humor meist subtil. subversiv und überraschend.

OSS 117 – Der Spion, der sich liebte

Extras der DVD von Koch Films: Audiokommentar mit Regisseur und Hauptdarsteller (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Dokumentation über die Dreharbeiten „Keine Ferien für OSS 117“ (67:07 min), Making Of (19:07 min), Entfallende Szenen (16:52 min), Verpatzte Szenen (11:57 min), Promoreel (2:56 min), Gaumont Wochenschau: Weltnachrichten (4:17 min),  Featurette über die Synchronarbeiten (10:50 min), Französischer und deutscher Trailer (je 1:57 min), Drei Teaser (0:37 min + 0:57 min + 0:37 min)

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A Nightmare on Elmstreet (2010)

1984 gelang Wes Craven (Scream) mit A Nightmare on Elmstreet (deutscher Titel Nightmare – Mörderische Träume) der ganz große Wurf. Er versorgte das durch zahllose Halloween– und Friday the 13.– Plagiate in Misskredit geratene Horror-Genre wieder mit frischem Blut.

Jackie Earle Haley

Der Erfolg des Films lag gar nicht so sehr am danach zur Pop-Ikone gewordenen Buhmann Freddy Krueger, dessen äußere Erscheinung unerheblich für die Story war und der eher durch Zufall mit dem charismatischen Robert Englund besetzt wurde. Sehr viel faszinierender war die Grundidee des Films, dass Träume tödlich sein können. Die konsequente und sehr phantasievolle Umsetzung des Stoffes pflasterten den Weg zu einer sieben Teile (plus des Crossovers Freddy vs. Jason) umfassenden Horrorfilm-Reihe, die 2010 auch noch um ein Remake ergänzt wird.

Jackie Earle Haley

Die Idee Jackie Earle Haley, der für seine Darstellung eines Kinderschänders in Little Children eine Oscar-Nominierung erhielt und als Rorschach in der Comicverfilmung Watchmen brillierte, als Freddy Krueger einzusetzen, scheint ein cleverer Schachzug zu sein. Doch da Produzent Michael Bay den zuvor nur als Videoclip-Regisseur tätig gewesenen Samuel Bayer ein äußerst werkgetreues Remake in Szene setzten ließ, hat Haley recht wenig zu tun. Auch sein etwas an einen Schlangenkopf erinnerndes Freddy Krueger – Make Up ist keine wirkliche Innovation.

Jackie Earle Haley

Wie schon im Originalfilm liegt das Hauptaugenmerk auf den Teenagern der Elmstreet, die ganz böse darunter leiden müssen, dass ihre besorgten Eltern einst den gemeingefährlichen Kinderquäler Freddy Krueger zur Strecke brachten. Jetzt verfolgt sie dessen Geist in den Träumen und kann sie töten solange sie schlafen.

Jackie Earle Haley

Die Teenie-Darsteller – vor allem das recht sensibel agierende “Final-Couple“ Rooney Mara (Verblendung) und Kyle Gallner – machen ihre Sache auch ganz gut. Doch insgesamt beweist das 35 Millionen Dollar teure und dem Thema keinerlei neue Idee abtrotzende Remake nur was für einen perfekten Film Wes Craven Anno 84 mit einem Budget von nur knapp 2 Millionen Dollar drehte.

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