Batman: The World

Große Beachtung fand bereits  einige Monate vor dem Erscheinen dieser Anthologie die Meldung, dass einer der darin enthaltenen Batman-Comics von einem deutschen Team stammt. Thomas von Kummant und Benjamin von Eckartsberg sind hierzulande wahrscheinlich die “internationalsten“ Comickünstler, denn ihre Serien Chronik der Unsterblichen und Gung Ho erlebten ihre Premieren in Frankreich.

Batman: The World
Thomas von Kummant

Ihr Batman-Comic A Better Tomorrow trägt den Untertitel Rauhnacht. Dieses um den Jahreswechsel herum von als Hexen und gehörnten Perchen verkleideten Alpenbewohnern gefeierte Brauchtum bildet den Hintergrund einer auch von Ökologie handelnden Geschichte. Ein reicher Umweltsünder hat sich ausgerechnet in einem verschneiten Naturschutzgebiet niedergelassen. Er bekommt es nicht nur mit radikalen Klimaschützern, sondern auch noch mit dem Joker zu tun…

Batman: The World
Thomas von Kummant

Auf nur zwölf Seiten gelingt von Kummant und von Eckartsberg atmosphärisch und inhaltlich ein großartiges Minidrama, in dessen Finale natürlich auch noch Batman auftaucht. Panini feiert diese Episode mit zwei gebundenen und auf 666 bzw. 999 limitierten Sonderausgaben der Anthologie, für die Von Kummant exklusive Cover gestaltet hat.

Batman: The World
Lee Bermejo

Die Softcover-Ausgabe von Batman: The World ziert jedoch ein Titelbild vom US-Zeichner Lee Bermejo. Dieser eröffnet den internationalen Anthologie-Reigen mit der von seinem Landsmann Brian Azzarello geschriebenen Story Global City, die eher optisch als inhaltlich überzeugt. Einmal mehr wird hier versucht, möglichst viele opulent in Szene gesetzte Key Moments aus der Mytholgie des Dunklen Ritters in eine Story zu quetschen.

Batman: The World
Paco Roca

Unter den dann folgende 13 Stories ist so manche Perle zu finden. Der Spanier Paco Roca (Rückkehr nach Eden, Der Winter des Zeichners) etwa versucht in Wegen Urlaubs geschlossen herauszufinden, wie lange es Bruce Wayne unkostümiert in angenehmer mediterraner Umgebung aushält.

Batman: The World
Natalia Zaidova

Interessant sind auch die Beiträge aus Polen, Tschechien und Russland, die sich mehr oder weniger deutlich mit den politischen Veränderungen in den jeweiligen Ländern beschäftigen. Ziemlich unverblümt hingegen prangern Carlos Estefan und Pedro Mauro im Gewand der Batman-Story Wo sind die Helden?, die tödliche Mischung aus Kriminalität in ihrem Heimatland Brasilien an.

Batman: The World
Junggi Kim

Zum Abschluss enthält der Band mit Beiträgen aus Südkorea, China und Japan noch eine optisch sehr vielfältige Asien-Trilogie. Zwar ist Okadaya Yuichis schwarzweißer, anscheinend im japanischen Mittelalter spielender Manga Batman Unchained schon ansprechend skurril, doch der vielleicht interessanteste Comic des gesamten Buchs stammt aus dem Reich der Mitte.

Batman: The World
Qiu Kun

In Batman und Panda Girl entfesseln die Autoren Xu Xiaodong und Lu Xiaotong sowie der Zeichner Qiu Kun auf nur zehn Seiten einen ziemlichen Wahnsinn. Mit optischer Wucht wird hier nicht nur eine chinesische Robin-Variante mit Micky-Maus-Ohren vorgestellt und Appetit auf höllisch scharfen Feuertopf gemacht, sondern in die Story floss auch noch eine etwas seltsame Art von Kapitalismus-Kritik ein.

Batman: The World

Es ist ausgerechnet die böse US-Firma des gerade in China weilenden Bruce Wayne, die das Viertel gentrifizieren will, in dem sich das Restaurant des Opas der kleinen Kiki alias Panda Girl befindet. Doch Bruce Wayne schlüpft in die „Terrakotta-Krieger-Variante“ des Batman-Kostüms und prügelt die für ihn arbeitenden Spekulanten windelweich. Schöne neue globale Welt!

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Paco Roca: Rückkehr nach Eden

Fünf Jahre nachdem Paco Roca in La Casa die Trauer über seinen verstorbenen Vater zu einem Comic verarbeitete, folgt – ebenfalls im Querformat – eine Art Fortsetzung. Im Zentrum von Rückkehr nach Eden steht jetzt das Leben von Rocas Mutter Antonia. Als Aufhänger fungiert ein 1946 am Strand von Valencia entstandenes Familienfoto, dessen Bedeutung Paco Roca durch einen bemerkenswerten Satz unterstreicht: “Bis zu ihrem zwanzigsten Geburtstag wurde Antonia nur dreimal fotografiert.“

Paco Roca: Rückkehr nach Eden

Das Titelbild des Comics zeigt das Zustandekommen jenes Fotos aus der Sicht von Antonia, noch ist der Hocker frei, auf den sie gleich Platz nehmen wird. Das Foto, das sie als junges Mädchen zeigt, wird Antonia ihr Leben lang begleiten. Für sie ist es “wie ein Stück Bernstein, das eine prähistorische Mücke in sich barg, ein wertvolles Überbleibsel der Vergangenheit.“ Daher ist es nicht verwunderlich, dass Antonia als alte Frau schwer frustriert war, als das Foto für eine Weile abhandengekommen war.

Paco Roca: Rückkehr nach Eden

Interessant verschachtelt stellt Roca die auf dem Bild zu sehenden Familienmitglieder vor. Ihr Schicksal ist eng verknüpft mit der in der Nachkriegszeit weiterhin herrschenden Franco-Diktatur, deren Auswirkungen auf die spanische Gesellschaft Roca bereits in Der Winter des Zeichners schilderte. Doch der Comic spielt 1957 als Spanien nicht mehr unter großer Hungersnot litt.

Paco Roca: Rückkehr nach Eden

Rückkehr nach Eden ist das bisher vielschichtigste Werk von Paco Roca. Der Comic versucht am Anfang auf tiefschwarzen Seiten zu vermitteln, dass Antonias Leben “im Vergleich zum Kosmos kaum mehr als ein flüchtiges Aufblitzen in der Zeit“ ist. Später wird auch noch auf drei sepiagetönten Seiten die biblische Schöpfungsgeschichte erzählt.

Paco Roca: Rückkehr nach Eden

Das Resultat ist eine ebenso perfekt wie unaufgeregt nach allen Möglichkeiten der Comickunst in Szene gesetzte Erzählung voller Ideen und Lebensweisheiten.

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Die Eiserne Hand

Ein Stück Jugend holten sich Steffen Volkmer vom Panini Verlag, der Übersetzer Peter Menningen und der Comic-Kenner Joachim Guhde alias Jo84 mit der Veröffentlichung dieses Bandes zurück. In ihren Vorworten erzählen alle drei vom bleibenden Eindruck, den das von 1975 bis 1978 erschienene Magazin Kobra bei ihnen hinterlassen hat. Enthalten waren Comics aus britischer Produktion, die oft etwas wilder und unberechenbarer geraten sind, als die Erlebnisse der US-Superhelden oder die doch recht braven Abenteuer-Geschichten aus Frankobelgien.

Die Eiserne Hand

In Kobra beeindruckte auf den ersten Blick die plastisch kolorierte Grafik von Don Lawrence bei der epischen Science-Fiction-Serie Das Reich Trigan. Doch auch die in jeder der 167 Ausgaben von Kobra vertretene Serie Die Eiserne Hand konnte trotz oder gerade wegen ihrer seltsamen Konzeption beeindrucken.

Die Eiserne Hand

Der Wissenschaftler Louis Crandell hat bei einem Laborunfall seine rechte Hand verloren und trägt seitdem eine stählerne Prothese. Doch damit nicht genug, denn nach einem Experiment mit Elektrizität und “neuartigen Strahlen“ wird Crandell unsichtbar, nur seine “eiserne Hand“ ist noch zu sehen.

Die Eiserne Hand

Dieser Zustand hält zwar nicht ewig an, kann jedoch durch gelegentliche Elektroschock-Behandlungen wiederhergestellt werden. Crandell entwickelt eine beträchtliche kriminelle Energie. Er begeht allerlei mehr oder weniger spektakuläre Straftaten, bis er sich neu orientiert und dem britischen Geheimdienst bei der Verbrechensbekämpfung hilft.

Die Eiserne Hand

Mehr als ein Jahrzehnt bevor Die Eiserne Hand in Kobra erschienen ist, debütierte die Serie unter dem Titel The Steel Claw mit zwei Seiten pro Woche im britischen Abenteuer-Comic-Magazin Valiant. Die Geschichten schrieb der schottische Autor Tom Tully. Das Artwork stammt vom Spanier Jesús Blasco, der auch den hierzu recht populären Funny-Western Tom Berry zeichnete. Die beeindruckende schwarzweiße Grafik und das nostalgische Flair kommen in dieser liebevoll editierten großformatigen Panini-Hardcover-Ausgabe sehr gut zur Geltung.

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Lucky Luke – Neue Gesamtausgabe 2

Der zweite Band der neuen Gesamtausgabe startet mit Geschichten wie Die Rückkehr von Revolver Joe, Round-Up, Der große Kampf oder Großputz in Red City (auch bekannt als Lucky Luke gegen Pat Poker), die Anfang der 50er-Jahre im Magazin Spirou erschienen sind und einen Umfang von höchstens 20 Seiten haben.

Lucky Luke – Neue Gesamtausgabe 2

Etwas epischer fiel Die Gesetzlosen (Hors-la-loi) aus, denn hier setzte Morris erstmals die Daltons als Gegenspieler von Lucky Luke ein. Die schurkischen Orgelpfeifen trugen allerdings mit Bob, Grat, Bill und Emmett die historisch korrekten Vornamen, der tatsächlich im Wilden Westen als Banditen aktiven Daltons.

Lucky Luke – Neue Gesamtausgabe 2

Zwar präsentierte Morris hier bereits einige der später zum Markenzeichen der Daltons gewordenen Gag. So sind diese quasi gleichgroß, wenn sie hintereinander eine Treppe heraufgehen. Der Ausgang des Comics ist jedoch weniger komisch, denn am Ende sind die Daltons tot.

Lucky Luke – Neue Gesamtausgabe 2

In der ursprünglichen Fassung des Comics ist sogar zu sehen, wie eine Kugel den Schädel vom kleinsten Dalton Bob durchlöchert. Lucky Luke scheint zwar nicht der Schütze gewesen zu sein, dennoch bat der Spirou-Verleger Morris darum, die Szene abzumildern. Der Zeichner entsprach dem Wunsch und Bob Dalton wird in der neuen Version von Lucky Luke in ein Fass gesperrt.

Lucky Luke – Neue Gesamtausgabe 2

Im Nachhinein ärgerte sich Morris darüber, dass er vom Tod der Daltons erzählt hatte, denn zahlreiche Leserbriefe belegten die Beliebtheit der Charaktere. Die letzte Geschichte im zweiten Band der neuen Gesamtausgabe trägt den Titel Die Rückkehr der Daltons. Doch das ist nicht ganz korrekt, denn Lucky Luke verkleidet sich in dieser 10-seitigen Story von 1952 zusammen mit drei Freunden als das Banditen-Quartett, um einen aufschneiderischen Sheriff, der behauptet er hätte die Daltons verhaftet, das Fürchten zu lehren.

Lucky Luke – Neue Gesamtausgabe 2

Es sollte noch fünf Jahre dauern, bis die uns bekannten Daltons als Joe, Jack, William und Averell in der Geschichte Vetternwirtschaft (Les Cousins Dalton) debütierten. Die geniale Idee fortan die völlig unfähigen Cousins der Daltons in Lucky Luke auftreten zu lassen, stammt von René Goscinny, der ab 1955 Morris die Last des Textens abgenommen hatte.

Lucky Luke – Neue Gesamtausgabe 2

Auch dieser Band der Gesamtausgabe besticht wieder durch großartiges Bonusmaterial. So wird eingangs auf 50 Seiten sehr faktenreich beschrieben, wie sich Morris Anfang der 50er-Jahre in New York niederließ. Dort schloss er Freundschaft mit Harvey Kurtzman, Jack Davies, Will Elder und John Severin, die für EC Kriegscomics zeichneten, aber auch das MAD Magazine aus der Taufe hoben. Zugleich lernte Morris auch noch einen gewissen René Goscinny kennen…

Lucky Luke – Neue Gesamtausgabe 2

Auch der Anhang ist sehr interessant. Volker Hamann (Reddition) widmet sich hier jenen Jahren, in denen Lucky Luke gemeinsam mit Fix und Foxi oder Lupo die Titelbilder der von Rolf Kauka produzierten Comics zierte. Zum Abdruck kommen hier recht gelungene Zeichnungen des Lonesome Cowboys, die aus der Feder von Florian Julino oder Walter Neugebauer stammen. In diesem Zusammenhang sei auch der Ausstellungskatalog Fix & Foxi – Die Entdeckung von Spirou, Lucky Luke und den Schlümpfen empfohlen.

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Comic Café am 25.07.2021

Hier einige Impressionen von meinem Comic Café, das am Sonntag den 25. Juli 2021 im Münchner Werkstattkino stattfand.

Zu Gast: Tracht Man-Zeichner CHRIS KLOIBER!

Chris Kloiber lebt und arbeitet in Bamberg. Er ist der Chef und der umtriebigste Zeichner und Autor bei Plem Plem Productions.

Comic Café am 25.07.2021

Er hat so unterschiedliche Titel geschaffen wie The Changer, Dopey & Horst, Sanchez, Into the Mirror, Shark Farmer. Die Hälfte davon nicht nur als Autor, sondern auch als Zeichner, Kolorist und Letterer.

Trachtman

Der größte Erfolg von Chris ist TRACHT MAN, der bayerische Superheld. Dieser trägt natürlich eine Lederhose, hat eine Knödel-Kanone und lebt in einem Luftschiff namens Oktoberfestung. Tracht Man kämpft u. a. gegen den riesengroßen Saupreiss, der eine Pickelhaupe auf dem Kopf hat, und tritt auch an, um das Oktoberfest zu retten.

Comic Café am 25.07.2021

Chris Kloiber gelang es prominente Comic-Künstler dazu zu bewegen alternative Titelbilder für seine Tracht-Man-Hefte zu zeichnen. Eine echte Augenweide sind die Variant-Cover von  Romano Molenaar (Storm, X-Men) und von Batman-Legende Neal Adams (Superman vs. Muhammad Ali). Mittlerweile gibt es sogar bereits eine Action-Figur von Tracht Man!

COMICS LESEN!

Fester Bestandteil des Programms ist die Expertenrunde “Comics lesen!“ die sich als Prüfstand für Neuerscheinungen versteht.

Comic Café am 25.07.2021

Regelmäßig und kontrovers diskutiert Gastgeber Heiner Lünstedt in lockerer Runde über aktuelle Comics. Diesmal waren Michael Khambekar, Rainer Schneider und Igor Barkan zu Gast.

Diese Comics stand zur Debatte:

Vier Jahre nach Der Mann, der LUCKY LUKE erschoss, erscheint mit WANTED eine weitere Hommage von Matthieu Bonhomme (Der Marquis von Anaon, Texas Cowboys) auf den Mann, der schneller als sein Schatten schießt.

Wanted: Eine Lucky-Luke-Hommage von Matthieu Bonhomme

Hier die Wertung:

Comic Café am 25.07.2021

In der Trilogie Das Schicksal der Winczlav erzählen Jean Van Hamme und Philippe Berthet die Vorgeschichte von LARGO WINCH.

Das Schicksal der Winczlav

Hier die Wertung:

Comic Café am 25.07.2021

60 Jahre Marvel Comics Universe

Bis zum 30. September 2021 feiert das Comicfestival München im Amerikahaus mit einer umfassenden Präsentation von 190 Originalzeichnungen, das neues Superhelden-Zeitalter, das 1961 mit dem Erscheinen von Fantastic Four # 1. begann.

Wir zeigten einen Film, in dem Kurator Michael Kompa die Highlights der Ausstellung präsentiert.

Trickfilmklassiker

Matthias Schäfer präsentierte wieder ausgewählte und besonders lustige Trickfilm-Klassiker.

Comic Café am 25.07.2021

Der nächsten Termin ist der 19. September 2021.

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Star Trek: Enterprise

Lange bevor Käpt’n Kirk mit seinem Raumschiff Enterprise das All unsicher machte, war bereits Jonathan Archer (Scott Bakula) mit einem ebenso benannten Gefährt dorthin unterwegs, wo noch nie ein Mensch zuvor war. Archers Schiff ist jedoch relativ beengt und erinnert eher an ein U-Boot und weniger an einen Luxusraumer wie die Voyager.

Star Trek: Enterprise

Erschwerend für die Mission kommt noch der unterschwellige Konflikt mit den Vulkaniern hinzu. Die spitzohrigen Außerirdischen halten seit ihrem ersten Kontakt die Erdbevölkerung für minderwertig und stehen menschlichen Raummissionen mehr als skeptisch gegenüber stehen. Entsprechend frostig ist auch (zunächst) das Verhältnis zur Vulkanierin T’Pol (Jolene Blalock), die als Berater- und Beobachterin mit an Bord der Enterprise ist und die menschlichen Ausdünstungen nur dank Einnahme eines Geruchsblockers aushält.

Star Trek: Enterprise

Es ist schon erschreckend, wie intolerant gerade die bekennenden Fans des  Toleranz predigenden Star-Trek-Universums sind. Schon die Tatsache, dass die 2001 gestartete neue Serie im Vorspann keine triumphale Orchestermusik, sondern einen Popsong einsetzte, führte zu heftigen “Trekkie“-Protesten. Auch dass einige weniger schmeichelhafte Eigenschaften der ach so edlen Vulkanier thematisiert wurden, stieß trotz der sehr vielschichtig charakterisierten T’Pol auf wenig Gegenliebe.

Star Trek: Enterprise

Dabei hat Enterprise den besten Pilotfilm, die besten Tricks und den besten Look aller Star-Trek:-Serien. Inhaltlich wurde eine Rückbesinnung auf die etwas unbeschwerteren Missionen unter Kirk angestrebt. Ein hemdsärmeliger Captain mit Baseballkäppi, der seinen Hund mit auf eine Landemission nimmt, ist zunächst zwar etwas ungewohnt, gleichzeitig aber auch eine angenehme frische Brise im Star-Trek-Universum. Recht gut kommt auch, dass hier alle Mann noch wirklich am Raumschiff herumbasteln und kein allmächtiger Bordcomputer alles regelt.

Star Trek: Enterprise

Auch die Konzentration auf die drei Hauptcharaktere Archer, T’Pol und dem Chefingenieur Commander Charles „Trip“ Tucker III (Connor Trinneer) steht in allerbester Star-Trek-Classic-Tradition. Doch auch die BesatzungsmitgliederHoshi Sato (Linda Park), Malcolm Reed (Malcolm Reed), Dr. Phlox (John Billingsley) und Travis Mayweather (Anthony Montgomery) durchaus ihre Ecken und Kanten haben.

Star Trek: Enterprise

Die zweite Staffel von Star Trek: Enterprise bescherte dem geneigten Zuschauer wieder 26 höchst unterschiedliche Episoden. So ist neben einigen Ereignissen aus Archers Zeit als Testpilot auch zu erfahren, dass die Vulkanier bereits 1950 die Erde besucht hatten und der Absturz des Borg-Schiffs im achten Kinofilm einige fatale Auswirkungen hatte. Die Staffel mündet schließlich in eine rasante Abschlussfolge, die zugleich ein Pilotfilm für den weiteren Verlauf ist: Eine mächtige Waffe hat halb Florida zerstört und es ist zu befürchten, dass eine noch gewaltigere Bedrohung bevorsteht…

Star Trek: Enterprise

Daher bricht Captain Archer mit der Enterprise zum Start der dritten Staffel wieder dorthin auf, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Diesmal hat er allerdings militärische Begleitung durch die MACO s (Military Assault Command Operation Soldiers) an Bord, als er in die geheimnisvolle Ausdehnung aufbricht, um sich den bedrohlichen Xindi, einem Zusammenschluss zahlreicher Rassen, zu stellen.

Star Trek: Enterprise

Im Verlauf der dritten Staffel entwickelt sich ein wahrhaft galaktisches Abenteuer. Episoden ohne ausgesprochenen Fortsetzungscharakter (wie eine originelle Wildwest-Story oder eine etwas formelhafte Zeitreise in unsere Gegenwart) sind diesmal eher die Ausnahme. Star Wars und Alien standen Pate und die Spezialeffekte können sich wahrhaft sehen lassen. Etwas bedenklich wird es, wenn Archer zu Folter und Diebstahl greift um ans Ziel zu gelangen, auch wenn er zuvor und danach zu philosophiert .

Star Trek: Enterprise

Neben den beträchtlichen Schauwerten werden aber auch intimere Momente geboten, etwa wenn sich Bordingenieur Trip und die mit ihren Gefühlen hadernde Vulkanierin T´Pol langsam aber sicher näher kommen. Zwischendrin bedauert es Archer gelegentlich, dass er diesmal nicht in wissenschaftlicher sondern in militärischer Mission unterwegs ist. Dies ist in der Tat etwas bedauerlich, denn bei allen Qualitäten fehlt diese frische und angenehm naive Aufbruchsstimmung mit derEnterprise anfangs das Star-Trek-Universum belebte.

Star Trek: Enterprise

Die vierte (und leider letzte) Staffel beginnt mit der Auflösung eines Cliffhangers, der eine USA zeigt, die 1944 von den Nazis besetzt wurde. Nach dieser zwar spektakulären (mit Hakenkreuzfahnen am Weißen Haus) aber auch etwas idiotischen Doppelfolge kehrt die heldenhafte Crew endlich auf die Erde des 22. Jahrhunderts zurück. Die Episode Home erzählt wie Captain Archer nicht zur Ruhe kommt, sondern fast daran zerbricht, dass er während seiner Mission gegen die Xindi gefoltert hat.

Star Trek: Enterprise

Home ist eine der interessantesten Star-Trek-Episoden überhaupt und erinnert an die Next Generation-Folge Familienbegegnung in der Captain Picard sich nur sehr langsam von der Assimilierung durch die Borgs erholt. Home erzählt aber auch noch von fremdenfeindlichen Erdbewohnern und wie der Bordingenieur Trip seine vulkanische Kollegin T´Pol auf ihren Heimatplaneten begleitet und mit ansehen muss, wie diese heiratet, obwohl er schwer in sie verliebt ist. Doch hier ist noch lange nicht das letzte Wort gesprochen und der Kampf der Geschlechter (und Rassen) geht weiter.

Star Trek: Enterprise

Die restliche Staffel besteht wieder nur recht selten aus Einzelepisoden, sondern erzählt längere zusammenhängende (manchmal etwas arg breitgetretene) Geschichten und bietet interessante Gaststar-Auftritte. So ist Brent Spiner alias Data als rücksichtsloser Wissenschaftler Dr. Arik Soong zu sehen und Robocop Peter Weller spielt einen alienhassenden radikalen Politiker. Die allerletzte Episode trägt den passenden Titel These Are The Voyages… und präsentiert Counselor Deanna Troi (Marina Sirtis) und Commander Riker (Jonathan Frakes) als Gaststars, die Archers letzter Mission auf dem Holodeck beiwohnen.

Star Trek: Enterprise

Tragisch ist, dass Paramount der Serie schon nach vier Staffeln den Stecker rauszog, obwohl doch auch dank der Zweitverwertung von TV-Serien auf DVD und Blu-ray rote Zahlen eigentlich ausgeschlossen sind.  Doch mit 98 Episoden in vier Jahren brachte es Enterprise auf eine längere Laufzeit als die klassische Star-Trek-Serie mit Kirk und Spock.

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Pixar: Luca

Nachdem der vorherige Pixar-Film Soul nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch voll überzeugen konnte, ist Luca auf den ersten Blick eine Enttäuschung. Das Design der Seeungeheuer-Familie, die in den Untiefen vor der italienischen Riviera-Küste lebt, ist äußerst sparsam ausgefallen und lässt an eine Animationsserie für Vorschulkinder denken. Die trübe Unterwasserwelt, in der der kleine Luca mit seinen Eltern und der Oma lebt, hat nur wenig von der schillernden Pracht der Korallenwelt aus Findet Nemo. Zudem ist die Idee, dass sich das Fischwesen Luca in einen Jungen verwandelt, sobald es das Wasser verlässt, nur bedingt originell.

Pixar: Luca

Doch sobald die Handlung an Land spielt, gewinnt der Animationsfilm deutlich an Attraktivität, da der in Genua aufgewachsene Illustrator und Regisseur Enrico Casarosa das Küstenörtchen Portorosso mit verspielten Detailreichtum ausgestattet hat. Die eng beieinanderstehenden Häuschen sind in leuchtenden Farben bemalt, überall ist Wäsche zum Trocknen aufgehängt und an den Wänden wurde Werbung zu Filmen aus den 50er-Jahren wie La Strada oder Ein Herz und eine Krone plakatiert. Schrullig-sympathische Menschen bevölkern die Gassen. Dazu passend erklingt auf dem Soundtrack Italo-Pop von Rita Pavone oder Gianni Morandi.

Pixar: Luca

Die daraus resultierende charmante Urlaubsstimmung tut auch der Geschichte gut. Erzählt wird davon, wie sich Luca  mit seinem unter den Menschen lebenden Artgenossen Alberto und der kleinen Giulia anfreundet. Da die Bevölkerung von Portorosso panische Angst vor Seeungeheuern hat, muss Luca aufpassen, dass er nicht nass wird, da sich dann sofort Schuppen auf seiner Haut bilden. Dennoch nimmt er an der örtlichen Triathlon-Variante mit den Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Spaghetti-Essen teil, denn der erste Preis ist eine Vespa…

Pixar: Luca
©2021 Disney/Pixar

„Luca“ erlebte seine Premiere am 18. Juni 2021 auf Disney+ und drei Monate später folgte die Heimkino-Veröffentlichung. Während die DVD ganz ohne Bonusmaterial auskommt, bietet die Blu-ray allerlei interessantes Bonusmaterial, das es ermöglicht am Kreativprozess teilzunehmen. Der Bericht „Unsere italienische Inspiration“ (14:21 min wie alle Extras, wahlweise mit deutschen Untertiteln) zeigt, wie Enrico Casarosa dem Pixar-Team seine italienische Heimat zeigt. Hinzu kommen die Features “Seeungeheuer im Verborgenen“ (12:23 min) und „Beste Freunde“ (7:15 min), sowie der US-Trailer (1:28 min). Die Krönung sind die „Zusätzlichen Szenen“ (30:30 min), Hier wurden in Form von zumeist schlichten aber beeindruckenden Skizzen originelle aber verworfene Handlungsvarianten visualisiert.

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Martin Cruz Smith: Die Spur des Bären – Ein Arkadi-Renko-Roman

Zum bereits neunten Mal spielt Arkadi Renko die Hauptrolle in einem Thriller von Martin Cruz Smith. Dieser ließ den moralisch gefestigten Moskauer Ermittler erstmals vor 40 Jahren in seinem Roman Gorki Park auftreten. Als das Buch zwei Jahre später verfilmt wurde, waren die Kritiken zwar gut, doch der Erfolg im Kino hielt sich in Grenzen.

Martin Cruz Smith: Die Spur des Bären – Ein Arkadi-Renko-Roman

Dank der guten Besetzung mit William Hurt als Arkadi Renko wurde der Film durch Video-Veröffentlichungen und TV-Ausstrahlungen zu einem kleinen Klassiker. Dies motivierte Martin Cruz Smith dazu weitere Arkadi-Renko-Thriller zu schreiben. Der US-Autor ließ Renko in Polar Star auf hoher See ermitteln, schickte ihn in Das Labyrinth nach München und Berlin. Auch auf Kuba (Nacht in Havanna) und in Tschernobyl (Treue Genossen) gab es knifflige Fälle zu lösen. In der Moskauer Metro jagte Renko Stalins Geist und  mit Die goldene Meile gelang Cruz Smih ein spannender Trip quer durch die gefährlich schillernde russische Hauptstadt.

Martin Cruz Smith: Die Spur des Bären – Ein Arkadi-Renko-Roman

Zuletzt beschrieb Cruz Smith in Tatjana, wie sich Renko beim Abhören von Tonbandaufnahmen in eine erfolgreiche Enthüllungsjournalistin verliebt, obwohl diese angeblich Selbstmord begangen hatte. Doch Tatjana Petrowna überlebt den Roman und steht auch im Zentrum des nächsten Buchs Die Spur des Bären. Die engagierte Reporterin ist am Anfang des Romans jedoch nahezu spurlos nach Sibirien verschwunden.

Martin Cruz Smith: Tatjana - Ein Arkadi-Renko-Roman

Doch zum Glück schickt der intrigante Staatsanwalt Surin seinen ungeliebten aber sehr erfolgreichen Ermittler Renko auf eine scheinbar harmlose Mission in Richtung Osten. Der Umschlag des Romans lässt sich ausklappen und die Innenseite zeigt auf einer Landkarte von Russland, wie weit Irkutsk von Moskau entfernt ist. Auf dem Flug in die sibirische Beinahe-Metropole lernt Renko den Mongolen Rintschin Bolot kennen, der sich ihm als “Faktotum“ anbietet.

Martin Cruz Smith: Die Spur des Bären – Ein Arkadi-Renko-Roman

Arkadi tut gut daran, die Dienste des vielfältig begabten Mannes anzunehmen. Bolot ist auch als Schamane tätig und in einer Notlage macht er Renko mit dem sogenannten “Sibirischen Dilemma“ (der Originaltitel des Romans lautet: The Siberian Dilemma) vertraut, das auf Glauben beruht, es wäre immer besser etwas zu unternehmen, anstatt untätig zu sein. Das zugehörige Dilemma-Gleichnis erzählt von einem einsamen Mann, der im Eismeer in fünf Minuten an Unterkühlung sterben wird, es aber dennoch verlässt, obwohl er dann in spätestens einer Minute erfroren ist…

Martin Cruz Smith: Die Spur des Bären – Ein Arkadi-Renko-Roman

Die Originalausgabe des Romans ist bereits 2019 erschienen, dennoch hat die Geschichte vom ebenso charismatischen wie undurchsichtigen Oligarchen Mikhail Kuznetsov, dessen politischen Ambitionen für Putin eine Gefahr darstellen, nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Auf nur 270 Seiten gelang Cruz Smith wieder ein mitreißendes Buch, dessen glaubhafte Beschreibung von Land und Leuten fast noch spannend als die Thriller-Handlung ist.

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What a Man

Der junge Frankfurter Lehrer Alex (Matthias Schweighöfer) wird von seiner Freundin Carolin aufs Übelste betrogen und dann auch noch verlassen. Da ihm dies nicht zum ersten Mal passiert ist, beginnt er eine Reise zu sich selbst. Er zieht zu seiner wunderbar chaotischen (bisher platonischen) Freundin Nele (Sibel Kekilli), die zwar weiß wie man Pandas rettet, in Sachen Beziehungen aber ähnlich schlecht sortiert wie Alex ist. Kann das gut gehen?

What a Man

Matthias Schweighöfer hat zweifelsohne so einiges von Til Schweiger gelernt. Nachdem er in dessen Solotrips Keinohrhasen und Zweiohrküken den lustigen Sidekick spielte, riskierte er 2011 eine One-Man-Show. What a Man entstand fast im Alleingang, denn Schweighöfer ist hier nicht nur Hauptdarsteller sondern auch Drehbuchautor, Produzent und Regisseur. Da ist es sicherlich ganz praktisch, dass der von ihm verkörperte Beziehungschaot Alex eine Figur ist, die er sie schon häufiger gespielt hatte (und vielleicht auch im wirklichen Leben ist).

What a Man

Vielleicht am erfreulichsten an What a Man ist, dass Sibel Kekilli, die nach ihren wirklich großen Durchbruch in Fatih Akins Gegen die Wand auf Problemfilme wie Der letzte Zug festgelegt war, hier auch einmal in einer romantischen Komödie glänzen kann und sehr sympathisch rüberkommt. Ganz bei seinem großen Vorbild Til Schweiger kann Schweighöfer nicht mithalten, aber 1,8 Millionen Kinobesucher sind auch nicht von Pappe und eine solide Basis für einen ebenso großen Erfolg auf dem Heimkinomarkt.

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Captain Berlin – Supersammelband 2

Mit Captain Berlin gegen Captain Bootleg liegt bei Weissblech Comics bereits das elfte Comicheft von Jörg Buttgereits “einzig wahren deutschen Superheld“ vor. Da die Ausgaben 5 und 6 nicht mehr lieferbar sind, war es an der Zeit einen weiteren Supersammelband zu veröffentlichen. Kaufanreiz ist bereits Fufu Frauenwahls tolles plastisch koloriertes Cover.

Captain Berlin - Supersammelband 2

Geboten wird die komplette 80er-Jahre-Tetralogie, die mit Captain Berlin in Nord-Korea startet. Die erste ein komplettes Heft füllende Geschichte der Serie beginnt 1985 und erzählt davon, wie Regisseur Rainer W. Herzog und seine Hauptdarstellerin Hildegard Helm im Auftrag des nordkoreanische Diktator Kim Jong-il entführt werden. Captain Berlin und nimmt sofort die Verfolgung auf…

Jörg Buttgereits CAPTAIN BERLIN 4: In Nord-Korea

Heft 6 Genosse Berlin greift an! ist die direkte Fortsetzung und handelt davon, wie der Captain gleich nach seiner Rückkehr aus Nord-Korea mit einem im Auftrag von Erich Honecker geschaffenen ostdeutschen Superheld konfrontiert wird. Doch “trotz intensiver Psycho-Rotlichtbestrahlung ist Atze Frösinger (alias Genosse Berlin) den Verlockungen des Wsrens schnell erlegen“. Anstatt gegen Captain Berlin zu kämpfen, verprasst er sein Begrüßungsgeld bei Beate Uhse…

Captain Berlin - Supersammelband 2

Unter dem Motto „“Ein Zombie hing am Fernsehturm“ wird in Heft 7 die in den 80er-Jahren vorherrschende Theorie, dass der Konsum von Videocassetten mit Horrorfilmen unschuldige Jugendliche in blutrünstige Bestien verwandelt. Im Kampfe gegen den “horriblen VHS-Mann geht Captain Berlin der Sache auf den Grund…

Captain Berlin - Supersammelband 2

Ausgabe 8 Das Bilderheft des Todes handelt davon, das Captain Berlin sich auf die Suchen nach einem geheimnisvollen Comicheft macht. Dieses ist 1944 erschienen und trägt den Titel “Hitler schlägt Captain Berlin“. Dabei handelt es sich um ein von Goebbels produziertes Heft, das als Reaktion auf den originalen Comic entstanden ist, in dem Captain Berlin den Führer besiegt…

Captain Berlin - Supersammelband 2

Die von Steff Murschetz gezeichnete Geschichte Auf der Spur der East-Side-Zombies bildet den Abschluss. Die Story wurde zuvor bereits in U-Comix 195 und danach in Captain Berlin # 7 veröffentlicht. Da der Comic 1989 kurz nach dem Mauerfall spielt und der Supersammelband  (halbwegs) chronologisch geordnet ist, dient sie als das durchaus große Finale.

Captain Berlin - Supersammelband 2

Abgerundet wird der Supersammelband durch ein sehr hilfreiches Vorwort von Jörg Buttgereit und interessante Infos “Aus dem Papierkorb der Captain-Berlin-Redaktion“, die sich auf die Entstehung der Titelbilder beziehen. Es darf sich auf den nächsten Sammelband gefreut werden, auch weil er laut Verlagsinfo “ideal für Originalheftschoner“ ist.

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