Neil Gaiman: Marvel 1602

Anno 1602 ist Königin Elisabeth besorgt angesichts des selbst für englische Verhältnisse kaum noch auszuhaltenden Wetters, der Himmel hat sich blutrot verfärbt. Sie ruft zwei Berater zu sich: Ihren obersten Agenten Sir Nicholas Fury und den Magier Stephen Strange, die beide versuchen den seltsamen Phänomenen auf die Spur zu kommen.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Als weitere Helfer fungieren u. a. ein blinder Barde ohne Furcht, Carlos Javier und die hochbegabten Insassen seiner Erziehungsanstalt, eine vierköpfige Reisegruppe die in der neuen Welt durch einen Schiffsbruch ungeahnten Veränderungen ausgesetzt ist sowie ein gewisser Peter Parquagh, der partout nicht von einer seltsamen Spinne gebissen werden will.

Neil Gaiman: Marvel 1602

Der britische Kultautor Neil Gaiman („Sandman„) holt 2003 bei seiner Frühgeschichte des Marvel-Universums sehr weit aus. Eingebettet in eine spannende Geschichte bietet er faszinierende Urversionen von vertrauten Superhelden wie Spider-Man oder den X-Men. Doch es gelingt ihm tatsächlich den Bogen so zu spannen, dass die Geschichte tatsächlich ins heutige Marvel-Universum eingebettet ist und nicht etwa in den Bereich “Elseworld“ gehört.

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Adäquate Unterstützung fand er im Zeichner Andy Kubert („Wolverine Origin„)  und auch die an alte Holzschnitte erinnernden Titelbilder von Scott McKowen sind eine Klasse für sich. Panini veröffentlichte die in den USA aus 8 Heften bestehende Miniserie zunächst in zwei Sammelbänden und danach als Gesamtausgabe.

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Ein besonderes Schmankerl ist dabei eine nicht in allen Ausgaben enthaltene Seite. Hier sind Zeichner und Autor zu sehen und Kubert meint zu Gaiman: “Ich hoffe nur, Du weißt was Du tust.“

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Dieser Eindruck kann mitten in der schon einige Marvel-Grundkenntnisse voraussetzenden Lektüre schon einmal entstehen. Doch insgesamt und dank zahlreicher Überraschung am Ende der Geschichte gilt bei “1602“ keinesfalls “Denn sie wissen nicht was sie tun“.

Neil Gaiman: Marvel 1602

2005 erschien unter dem Titel “1602 – Die neue Welt“ eine Fortsetzung an der weder Gaiman noch Kubert beteiligt waren.


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