Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin

In den Siebziger und Achtziger Jahren entstanden zahlreiche Film-Parodien auf klassische Detektivgeschichten. Das schönste Beispiel hierfür ist wohl „Eine Leiche zum Dessert“, ein Film in dem prominente Darsteller wie Peter Falk, Elsa Lanchester, David Niven oder Maggie Smith als geringfügig umbenannte Detektive wie Sam Diamond, Miss Marbles oder Dick und Dora Charleston zu sehen waren. Peter Selles spielte hier den chinesischen Meisterdetektiv Sidney Wang, der gemeinsam mit seinem Sohn ermittelte. Hier handelte es sich unverkennbar um Charlie Chan, der 1981 schließlich seine eigene Parodie bekam.

Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin

Earl Derr Biggers schrieb von 1925 – 1932 sechs Kriminalromane über den in Hawaii beheimatete Detektiv chinesischer Abstammung. Film-Versionen gab es sehr viel mehr. Alleine der aus Schweden (!) stammende Warner Oland spielte in sechzehn Filmen Charlie Chan (und in vier Filmen den diabolischen Dr. Fu Manchu, den übrigens Peter Sellers in seinem letzten Film verkörperte). Auch Peter Ustinov ist nicht chinesischer Abstammung, sondern hat russische, armenische, polnische, deutsche, jüdische und äthiopische Wurzeln. Der sich selbst als Weltbürger betrachtende Ustinov drehte drei Kino- und drei TV-Filme als Agatha Christies Meister-Detektiv Hercule Poirot. Auch als Charlie Chan machte er eine gute Figur.

Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin

Der zugehörige Film hat mir seinerzeit im Kino viel Spaß gemacht und daher bin ich froh, dass „Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin“ endlich auf DVD und sogar auf Blu-ray vorliegt. Manche Gags mögen aus heutiger Sicht etwas albern wirken, doch einige ziemlich geniale Momente sind mir unvergesslich geblieben. So etwa der Hund, der in einem dramatischen Moment seine Geburtstagskerze ausbläst und Ustinovs Ausspruch, dass ein Detektiv, wenn er sich verkleidet, sich nicht unbedingt als Detektiv verkleiden muss.

Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin

Die Besetzung ist großartig. Michelle Pfeiffer war hier in einer ihrer ersten Kinorollen zu sehen, Angie Dickinson spielte die Drachenkönigin, der „liebe Onkel Bill“ Brian Keith war der zu Wutanfällen neigende Polizeichef von San Francisco und Richard Hatch aus „Kampfstern Galactica“ ein tollpatschiger sympathischer „Enkel Nummer Eins.“

Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin

Da auch die klassischen Charlie-Chan-Filme mit Warner Oland bei Koch Media erscheinen, wurde dort auch diese Komödie veröffentlich und noch mit dem Film „Charlie Chan in London“ von 1934 als Bonus garniert.

Charlie Chan und der Fluch der Drachenkönigin

Extras: Bonusfilm „Charlie Chan in London“ (76:10 min) von 1934 mit Warner Oland, US-Trailer (2:28 min), Bildergalerie mit 76 Fotos und Plakaten

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