ASH: Austrian Superheroes

Da wäre etwa „Lady Heumarkt“, ein schönes Beispiel für die abwegigen Charaktereigenschaften der „Austrian Superheroes“, oder der „Bürokrat“, der tatsächlich ein autistischer Pedant ist, von seinen Superkräften mal abgesehen. Der „Rathausmann“ wiederum ist Metall gewordene Utopie aus Gesetz und Ordnung, stapft stupide durch die Straßen und eiert durch die Lüfte.

ASH: Austrian Superheroes

Angeführt werden sie und andere österreichische Superhelden von „Captain Austria Jr.“, einem Studenten, der in die Fußstapfen seines Vaters tritt und die Superheldengruppe der „Wiener Wächter“ neu zusammenruft.

ASH: Austrian Superheroes

Die vierteilige Kurzserie „ASH – Die Rückkehr der Helden“, erschien letztes Jahr im Wiener Eigenverlag, finanziert durch Crowdfunding, und nun als Tradepaperback bei Cross Cult. Demnächst soll bereits die zweite Welle anlaufen. Neben der Haupthandlung sind Nebenstränge und Origins eingebaut und von unterschiedlichen österreichischen Zeichnern umgesetzt – durchaus in verschiedenen Stilen.

ASH: Austrian Superheroes

Die amerikanische Superheldenwirklichkeit wird keineswegs karikiert, sondern gar nicht beachtet. Lediglich der Glaube an übermenschliche Fähigkeiten und notgedrungen die Einhaltung gewisser Soap-Elemente eint das neue Werk mit seinen transatlantischen Vorbildern. Ansonsten raubt und plündert Autor Harald Havas reichlich aus dem österreichischen Milieu und webt ein amüsantes Netz. Sympathisch!

Rainer Schneider

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