Asterix: Der große Graben – Ultimative Edition

Auf dem Backcover des Asterix-Bandes der “Bild-Comic-Bibliothek“ wird behauptet Albert Uderzos erstes Soloalbum “Der große Graben“ um ein durch Zwistigkeiten geteiltes Dorf wäre eine “Parodie auf die Mauer, die Deutschland trennte“. Doch vielmehr handelt es sich um eine “Romeo und Julia“-Variante mit einem halbwegs realistisch gezeichneten Liebespaar, das äußerlich an die Turteltauben Falbala und Tragicomix aus “Asterix als Legionär“ denken lässt.

Asterix Der große Graben

Die 1980 erstmals erschienene Geschichte um ein zerstrittenes gallisches Nachbardorf ist keine schlechte Ausgangssituation für ein Asterix-Album, doch Uderzo wiederholt bekannte Situationen und seine Gags wollen nur selten wirklich zünden. Während Goscinny in seinen Geschichten nur sehr vorsichtig übernatürliche Kräfte einsetzte, übertreibt es Uderzo im Finale von “Der große Graben“ – wie später noch sehr viel stärker in “Obelix auf Kreuzfahrt“ – durch einen starken Einsatz von Fantasy-Elementen.

Asterix: Der große Graben - Ultimative Edition

Mit “Der große Graben“ liegen innerhalb der “Ultimativen Asterix Edition“ nun (abgesehen vom jüngsten und schlimmsten Werk “Gallien in Gefahr“) alle von Uderzo getexteten Alben vor, während noch achtzehn der sehr viel bedeutenderen vom großen René Goscinny geschriebenen Geschichte auf eine “ultimative“ Veröffentlichung warten. Wobei diese Ausgabe – bei aller Freude an der schöneren Neukolorierung und den großformatigen Bildern – leider nur noch bedingt ultimativ ist. Die Umschlaginnenseite ziert mit dem Sean-Connery-Druiden Nullnullsix ein Motiv aus “Die Odyssee“ und das Bonusmaterial besteht lediglich aus einer Weltkarte mit klitzekleinen Abbildungen der internationalen fast immer gleich aussehenden Covern von “Der große Graben“.

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