Alle Beiträge von Heiner Lünstedt

Immortal

New York im Jahre 2095: Die nun noch unübersichtlichere Stadt wird von synthetischen Menschen und Mutanten bevölkert. Plötzlich erscheint über dem Central Park eine riesige schwebende Pyramide. Darin befindet sich der altägyptische, vogelköpfige Gott Horus.

Immortal

Dieser wurde von den anderen Göttern ausgestoßen und hat nur noch sieben Tage bis er seine Unsterblichkeit verliert. Mit Hilfe des Dissidenten Alexander Nikopol macht er sich in der riesigen Metropole auf die Suche der blauhaarigen Jill, die eine eigenartige Transformation durchläuft…

Immortal

Der in Jugoslawien geborene Enki Bilal arbeitet in einer beeindruckenden direkt kolorierten Zeichentechnik und erregte mit seinen Comics in Frankreich viel Aufsehen. Die von Bilal inszenierten Spielfilme Bunker Palace Hotel (1989) und Tykho Moon (1996) leiden jedoch daran, dass Bilal mangels Budgets seine im Comic beeindruckenden Visionen nur sehr unvollkommen visualisieren konnte. Mit Immortal adaptierte er 2004 für ein Budget von immerhin 20 Millionen Dollar seine Comic-Trilogie um Alexander Nikopol.

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Dem aus einem zwanzigjährigen Kälteschlaf erwachten Nikopol gab Bilal im Comic das Gesicht des Schauspielers Bruno Ganz (Der Untergang) und im Kino war Thomas Kretschmann in dieser Rolle zu sehen. Die Handlung wurde von Paris nach New York verlegt.  Inhaltlich entsteht der Eindruck eines unausgereiften Filmwerkes, das eher in einigen Details als insgesamt gelungen ist.

Immortal

Die sich alles andere als gradlinig entwickelnde und reichlich unübersichtliche Handlung kann noch als durchaus werkgetreu gegenüber Bilals Comics durchgehen. Schwerer wiegt jedoch der scheinbar unkontrollierte Einsatz von Trickeffekten von sehr unterschiedlicher Qualität. Zahlreiche menschenähnliche Figuren wurden eher hölzern am Computer erzeugt und wirken neben den Darstellern aus Fleisch und Blut nicht sonderlich glaubhaft.

Immortal

Bilal, der mit der Qualität der Spezialeffekte nicht voll zufrieden war, meinte im Gespräch mit der Highlightzone: „Mir wurde zunächst vorgeschlagen den ganzen Film computeranimiert zu realisieren. Das habe ich dann abgelehnt und wollte auch echte Schauspieler im Film haben. Horus musste natürlich synthetisch bzw. virtuell sein. Nikopol und Jill mussten für mich jedoch richtige Menschen sein und ich habe noch die Wissenschaftlerin Elma hinzugefügt um den humanen Aspekt noch weiter zu betonen. Ich ging dann das Risiko ein, weitere virtuelle oder synthetische Charaktere hinzuzufügen. Der Film spielt in einer Welt in der Genmanipulationen und künstliche Körperteile etwas ganz natürliches geworden sind, dies wollte ich durch die Computeranimation der Figuren unterstreichen. Stellen Sie sich vor Sie kennen Michael Jackson nicht und ich hätte ihn in dem Film untergebracht. In dem Falle hätten Sie mir diesen auch nicht geglaubt, denn sein Gesicht kann ja eigentlich unmöglich echt sein. Diesen Gedanken wollte ich auch darstellen, etwa in der Figur des Senator Allgood, der in seiner Künstlichkeit schon an Michael Jackson heranreicht.

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Bilal: Alexander Nikopol

Groß-Paris im Jahre 2023: Über dem Stadt- Moloch erscheint eine riesige schwebende Pyramide. Darin befindet sich der altägyptische vogelköpfige Gott Horus. Dieser wurde von den anderen Göttern ausgestoßen und verbündet sich mit dem Dissidenten Alexander Nikopol, der nach 20 Jahren Kälteschlaf auf die Erde zurückgekehrt ist…

Bilal: Alexander Nikopol

1981 trat der in Jugoslawien geborene in einer beeindruckenden direkt kolorierten Zeichentechnik arbeitende Comic-Zeichner Enki Bilal erstmals auch als Autor in Erscheinung. Zuvor hatte er einige bemerkenswerte Alben nach Texten von Pierre Christin (Valerian und Veronique) gestaltete, die zum Zyklus Legenden der Gegenwart gehören.

Bilal: Alexander Nikopol

Bilals Soloalbum Die Geschäfte der Unsterblichen ist der Auftakt einer Trilogie um Alexander Nikopol, die in Die Frau der Zukunft und Äquatorkälte ihre Fortsetzung fand. Bilal gab Nikopol das Gesicht des Schauspielers Bruno Ganz (Der Untergang) und auch ansonsten fühlte sich er sich dem Kino durchaus verbunden.

Bilal: Alexander Nikopol

Daher verwundete es nicht, dass er seine Comic-Reihe 2004 unter dem Titel Immortal verfilmte. Doch gegen die prachtvollen Bilder des Comics verblassen die Szenen des für immerhin mehr als 20 Millionen Dollar realisierten Films.

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Von Gir zu Moebius – Der Smaragdsee

Jean Giraud starb im März 2012, doch sein unglaublich vielfältiges Comic-Universum lebt in zahlreichen opulenten Neuausgaben weiter. Während Egmond gerade seinen Western-Klassiker Blueberry in einer Collector’s Edition neu auflegte, feierte der Splitter Verlag in einem Prachtband jene abgefahrenen Comics, die Giraud im Magazin Metal Hurlant unter dem Pseudonym Moebius veröffentlichte.

Von Gir zu Moebius – Der Smaragdsee

Doch wie wurde der Jean Giraud, der sich eine Meisterschaft im Zeichnen von galoppierenden Pferden und Prärielandschaften angeeignet hatte, zum ebenso souveränen Schöpfer von ebenso fernen wie fremden Welten, deren volle Bedeutung sich nur ihm selbst zu erschließen schien? Ein interessant zusammengestellter Band des Splitter Verlags versucht zu dokumentieren, wie Giraud zu Moebius wurde.

Von Gir zu Moebius – Der Smaragdsee

Im Vorwort beschreibt Girauds Lehrmeistes Joseph Gillian alias Jijé (Jerry Spring) dieses Phänomen recht plastisch: “Ich für meinen Teil hätte noch eine gewisse ästhetischhermetisch-philosophisch-esoterische Orientierung zu bedauern, die an zeichnerischer Kraft – fast hätte ich gesagt, an Virilität – einzubüßen scheint, was sie möglicherweise an Intellektualität gewinnt… Kann ich mir jedenfalls denken. Aber ich bin nur ein altmodischer Knacker, und wie Giraud spontan (aber niemals grundlos) sagte: »Sie (er siezte mich, der Lump!) sind zu normal, um es zu verstehen.«

Von Gir zu Moebius – Der Smaragdsee

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Jay & Silent Bob Reboot

Im Comic-Laden Brodie’s Secret Stash erfahren Jay und Silent Bob, dass aus der Superhelden-Serie Bluntman & Chronic ein Multi-Millionen-Film gemacht werden soll. Für diesen Comic waren sie die Vorbilder, gingen aber leer aus. Daher machen sie sich von Leonardo, New Jersey nach Hollywood, Kalifornien auf, um den Film zu verhindern…

Jay and Silent Bob Reboot

Das gab es doch schon mal? Das ist richtig, Kevin Smith setzte Jay und Silent Bob erstmals 1994 in seinem Independent-Erfolg Clerks ein. Auch in seinen darauffolgenden Filmen Mallrats, Chasing Amy und Dogma waren Smith als Silent Bob und sein Kumpel Jason Mewes als Jay dabei. 2001 bekamen sie mit Jay und Silent Bob schlagen zurück sogar ihren eigenen Film, in dem siezum Chronic Con aufbrachen, um einen Film mit Bluntman & Chronic zu verhindern.

Jay and Silent Bob Reboot

Knapp zwei Jahrzehnte wiederholt sich die Geschichte, doch Smith präsentiert jetzt kein Sequel und auch kein Remake, sondern ein Reboot. Wer mehr über die feinen Unterschiede erfahren möchte, dem sei dieser Film empfohlen. Auch wer in seiner Jugend Spaß am abgefahrenen Humor von Kevin Smith hatte, wird sich freuen, dass dieser nach seinen ziemlich verunglückten Horror-Experimenten Red State, Tusk und Yoga Hosers zu seinem View Askewniverse also den New-Jersey-Filmen zurückgekehrt ist.

Jay and Silent Bob Reboot

Für Neueinsteiger eignet sich diese Ansammlung von Insider-Späßen eher weniger, zumal Kevin Smith und Jason Mewes einiges von ihrem früheren “Stan & Ollie Charme“ eingebüßt haben. Doch nach einer Weile gewinnt das Reboot an Fahrt, gerade dadurch, dass vor allem Jay im Laufe der Jahrzehnte gereift ist. Er reagiert erstaunlich erwachen, als er erfährt, dass er eine fast volljährige Tochter hat.

Jay and Silent Bob Reboot

Dies wird zu einem doppelbödigen Spaß verarbeitet, denn Jays Tochter trägt den bescheuerten Star-Wars-Vornamen Millennium (und auch noch den Nachnamen Faulken) und wird zu allem Überfluss auch noch gespielt von Kevin Smiths Tochter, die mit dem Vornamen Harley Quinn gesegnet ist. Da darf natürlich Jason Mewes‘ leibliche Tochter Logan Lee nicht fehlen, die kurz als Amy die Tochter des wieder von Ben Affleck und Joey Lauren Adams gespielten Pärchens aus Chasing Amy zu sehen ist.

Jay and Silent Bob Reboot

Wer Spaß an solchen Späßchen, sowie den zahllosen teilweise wirklich hochkarätigen Gastauftritten (erwähnt seien nur Chris Hemsworth und Stan Lee) und Kevin Smiths unverwüstlichen Klassikern aus dem letzten Jahrtausend hat, der sitzt hier garantiert im richtigen Film. Die Party geht dann im Bonusmaterial weiter, wenn die zahllosen Gaststars über ihre Erfahrungen beim Dreh plaudern.

Jay and Silent Bob Reboot

Die Blu-ray von Universal enthält neben dem 105-minütigen Film noch diese Extras: Interviews mit sehr vielen Mitwirkenden (58:54 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln ), „Jay und Silent Bob Haar Reel“ (1:38 min), Pannen und verpatzte Szenen (0:57 min)

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The Green Hornet

The Green Hornet ist ein 1936 für das US-Radio erfundener maskierter Rächer. Erzählt wird vom Zeitungsverleger Britt Reid, der nachts zusammen mit seinem asiatischen Assistenten Kato (Bruce Lee spielte diese undankbare Rolle in einer kurzlebigen TV-Serie in den 60er-Jahren) gegen das Böse kämpft.

The Green Hornet

Seth Rogen ist ein talentierter Comedian, desen Nerd-Charme maßgeblich zum Erfolg von Filmen wie Beim ersten Mal oder Zack and Miri Make a Porno beitrug. Michel Gondry hingegen ist ein eigenwilliger Filmemacher, der in seinen kleinen Meisterwerken Vergiss mein nicht!, Science of Sleep und Abgedreht vor allem durch seine visuelle Poetik bezauberte.

The Green Hornet

Wenn Michel Gondry 2011 mit Seth Rogen in der Hauptrolle The Green Hornet verfilmt, kann das gut gehen? Das hätte es schon (man denke an Michael Keaton als Batman unter der Regie von Tim Burton), ist es aber nicht. Seth Rogen ist in der Hauptrolle (und wohl noch zusätzlich gehandicapt durch laue Sprüche in der deutschen Synchronisation) unerträglich albern und wird mühelos (Rache für Bruce Lee!) vom charismatischen Sänger Jay Chou als Sidekick Kato an die Wand gespielt.

The Green Hornet

Die Rolle von Cameron Diaz scheint nur zu existieren, damit sich Rogen darüber amüsieren kann, dass sie nicht mehr ganz jung ist, während Christoph Waltz (Inglourious Basterds) nach einem starken ersten Auftritt auch nur noch für Albernheiten zuständig ist.

The Green Hornet

The Green Hornet ist ein Film in dem die (wenigen) guten Momente viel zu kurz und die (zahllosen) schlechten Szenen viel zu lang sind. Nur ganz selten ist zu spüren, dass Michel Gondry eigentlich jemand ist, der originelle visuelle Einfälle hat. So läuft Gondry gegen Ende bei einer (natürlich viel zu kurzen) phantasievoll in Szene gesetzten Rückblende zu alter Hochform auf und setzt bei einer Split Screen Szene das 3D-Verfahren recht originell ein.

The Green Hornet

Doch insgesamt wirkt The Green Hornet wie ein in den 70er Jahren entstandener lustlos in Szene gesetzter Pilotfilm zu einer TV-Serie, deren markante Titelmelodie erst im Nachspann zu hören ist und die kein Mensch sehen möchte.

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Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben

Zum Glück hat es diesmal keine 12 Jahre gedauert, bis Bruce Willis als John McClane nach Stirb langsam 4.0 ein weiteres Mal für alles andere als Ruhe und Ordnung sorgt. Als zu erfahren war, dass der Film hauptsächlich in Osteuropa gedreht wurde, wobei Budapest als Double für Moskau fungierte, war zu befürchten, dass es sich um einen billigen Schnellschuss handelt, ähnlich wie die Videotheken-Ware die Bruce Willis’ Action-Mitbewerber Jean-Claude Van Damme, Chuck Norris oder Steven Segal in den letzten Jahren verbrochen haben.

Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben

Als dann auch noch zu erfahren war, dass unser Feinripp-Held diesmal an der Seite seines mittlerweile ausgewachsenen Sohnes John „Jack“ McClane Jr. in den Kampf zieht, drängte sich der Verdacht auf, dass recht bald eine Wachablösung bei Die Hard ansteht. Doch in beiden Fällen kann Entwarnung gegeben werden. Die Action in Russland ist nicht minder dynamisch als bei McClanes Einsätzen in Los Angeles, New York oder Washington. Der Australier Jai Courtney (Terminator Genisys) ist als McClane Jr. zwar nicht unsympathisch, verblasst allerdings ziemlich hinter dem wieder voll in seiner Rolle aufgehenden Bruce Willis. Dennoch sind die Vater-Sohn-Dialoge willkommene lustige Ruhepausen zwischen Ballereien und Hubschrauber-Abstürzen.

Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben

Ein würdiger Nachfolger für Alan Rickman alias Hans Gruber ist diesmal ein “echter“ Deutscher. Ausgerechnet der immer wieder als weichgespülter Gutmensch eingesetzte Sebastian Koch (Das Leben der Anderen) legt einen derart charismatischen Machtmenschen hin, dass Christoph Waltz in Hollywood in Zukunft nicht mehr die einzige Wahl für Schurken mit dem gewissen Etwas sein dürfte. Wie zu hören war, möchte Bruce Willis noch mindestens einen weiteren “Stirb langsam„-Film drehen und das ist gut so!

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Stirb langsam 4.0

Elf Jahre nach seinem letzten Einsatz war Bruce Willis 2007 ein viertes Mal als John McClane zu sehen. Während John McTiernan, der Teil 1 und 3 inszenierte, diesmal als Produzent fungierte, führt Len Wiseman Regie, der es bereits in den beiden Underworld-Filmen ordentlich krachen ließ. Glücklicherweise ist der Experte für gotisch anmutenden Horror auch bekennender Die Hard-Fan und er liefert jene durch eine bodenständige Hauptfigur geerdete Action, die den ganz besonderen Reiz der Filmreihe ausmacht.

Stirb langsam 4.0

Der Originaltitel des Films lautet übersetzt “Leb frei oder stirb langsam“ und ließ befürchten, dass John McClane diesmal haufenweise ausländische Terroristen zu bekämpfen hätte. Doch die Story ist (sicher auch im Hinblick auf ein auf US-Hurra-Patriotismus nicht immer begeistert reagierendes internationales Kinopublikum) deutlich raffinierter.

Stirb langsam 4.0

Der Schurke im Film ist ein Abfallprodukt der konkurrierenden US-Behörden und Geheimdienste, die miteinander darum wetteiferten das Land nach dem 11. September sicher und kontrollierbar zu machen. Thomas Gabriel (Timothy Olyphant) war dabei einigen Bürokraten gegenüber zu nassforsch und wurde gefeuert. Das Computergenie weiß nun ganz genau welche Knöpfe er drücken muss um Verkehrswege, Stromversorgung und Geldfluss des Landes lahm zu legen.

Stirb langsam 4.0

Dieser alles durch Computer regelnde Gabriel ist in der Tat ein 4.0-Update des von Alan Rickman verkörperten Hans Gruber, der in Stirb Langsam lediglich ein Hochhaus in seine Gewalt brachte und nicht das halbe Land. Ein Typ wie Gabriel ist natürlich der optimale Gegenspieler für den eher technikfeindlichen John McClane, der seinen Gegnern lieber “Yippie-Ya-Yeah“-mäßig in den Allerwertesten tritt. Sicherheitshalber hat McClane diesmal aber auch einen lichtscheuen Computer-Nerd Matt Farrell (Justin Long) sowie dessen bei seiner Mutter wohnenden Guru Warlock (Kevin Smith alias Silent Bob) an seiner Seite.

Stirb langsam 4.0

Der 52-jährige glatzköpfige Bruce Willis ist immer noch absolut glaubhaft als verletzlicher Actionheld und seine Präsenz verhindert, dass die teilweise unglaubliche Materialschlacht, wie es sie in dieser Größenordnung und Perfektion seit James Camerons “True Lies“ nicht mehr auf der Leinwand zu sehen gab, lediglich zu einer Leistungsschau der Stuntmen und Tricktechniker verkommt.

Stirb langsam 4.0

Zum Glück hat es dannach keine 12 Jahre gedauert, bis Bruce Willis als John McClane in Stirb langsam 5 – Ein guter Tag zum Sterben ein weiteres Mal für alles andere als Ruhe und Ordnung sorgt.

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Kevin Smith: Tough Sh*t

Ob es sinnvoll ist dieses Buch unter dem Label Heyne Hardcore neben Jack Ketchums Evil realistischen Schauerromanen oder Titel wie XXX – 30 Porno-Stars im Porträt zu veröffentlich sei einmal dahingestellt. Kevin Smiths Tough Sh*t ist keine Brachial-Prosa, sondern in erster Linie die Autobiographie eines Filmmachers aus New Jersey, der als Regisseur alles erreicht hat und dann Hollywood den Stinkefinger zeigt um sein eigenes Ding durchzuziehen.

Kevin Smith: Tough Sh*t

Es ist hochinteressant zu lesen, wie unabgehoben und bescheiden Smith über seine mehr als beachtliche Filmkarriere urteilt. Nachdem er 1994 für weniger als 30.000 Dollar den Indie-Hit Clerks – Die Ladenhüter drehte, ging es zügig weiter. Der Misserfolg seiner Universal-Produktion Mallrats inspirierte ihn dazu die sehr viel mainstreamigeren (aber auch deutlich bessere) Lovestory Chasing Amy zu drehen. Später sollte er sich dafür hassen, weil er diesen Film in erster Linie gedreht zu haben um sich vor den Kritiker zu rechtfertigen.

Kevin Smith: Tough Sh*t

Der religionskritische und starbesetzte Film Dogma wurde zu Smiths größtem Erfolg, danach folgte der etwas alberne Klamotte Jay und Silent Bob schlagen zurück, während die sehr nette romantische Komödie Jersey Girl in erster Linie dadurch scheiterte, dass 2004 fast jeder Ben Affleck und Jennifer Lopez hasste.

Kevin Smith: Tough Sh*t

Die Dreharbeiten zur Fortsetzung Clerks II waren für Kevin Smith die letzten glücklichen Tage als Filmemacher. Danach floppte Zack and Mira make a Porno durch eine unglückliche prüde Werbekampagne, während die Dreharbeiten zu Cop Out traumatisch verliefen. Smith hatte sich darauf gefreut mit Bruce Willis zusammenzuarbeiten, den er seit dessen Auftritt in der TV-Serie Das Modell und der Schnüffler bewundert.

Kevin Smith: Tough Sh*t

Doch der coole Held der Stirb langsam-Filme war beim Dreh zu Cop Out ein völliger Stinkstiefel. Dennoch brachte Smith den Film über die Runden und unterschritt sogar das eingeplante Budget. Das hätte ihn zum Auftragsregisseur bei Warner Brothers qualifiziert, doch er ging völlig andere Wege.

Kevin Smith: Tough Sh*t
Als nächstes inszenierte und produzierte er den für ihn völlig untypischen Horror- und Actionfilm Red State, der längst nicht so spannend ist, wie Kevin Smiths Vermarktungsstrategie. Er entschied sich den Film nicht an einen Verleih zu verkaufen, sondern tingelte höchstpersönlich durch die USA und trat im Anschluss des Filmes noch als Stand-Up-Comedian auf. Dadurch sowie durch den Verkauf der TV- und DVD-Rechte schrieb er schnell schwarze Zahlen. Smith fühlt sich mittlerweile bei Bühnenauftritten z. B. gemeinsam mit seinem Kumpel Jason Mewes alias Jay sehr viel wohler als am Filmset.

Kevin Smith: Tough Sh*t

Tough Sh*t ist garantiert kein Ladenhüter, denn Kevin Smith bringt seine Lebenserfahrungen erfrischend locker an den Leser. Er ermutigt diesen dazu seinen eigenen Weg zu gehen und sich nicht von Rückschlägen aus der Bahn werfen zu lassen, denn “wenn ein Fettsack wie ich das kann, schafft ihr es auch!“

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Kevin Smith: Red State

Die Aussicht auf heißen Sex lockt drei Teenager mitten aufs Land. Doch in Cooper’s Dell erwartet sie die Hölle: Hinterhältig werden sie betäubt. Als sie wieder erwachen, befinden sie sich in den Händen eines erzreaktionären Bibelkults, der an ihnen mit unfassbarer Brutalität ein Exempel statuieren will. Doch damit nicht genug: Während ihrer Folter wird das Lager von der Polizei umstellt und die Staatskräfte sind ebenso blutrünstig wie die religiösen Fanatiker…

Kevin Smith: Red State

Zum ersten Mal verkneift sich Kevin Smith (Dogma, Jay & Silent Bob schlagen zurück, Zack and Miri Make a Porno) der Meister des gehobenen Blödsinns, jegliche Ironie und versuchte sich an einem knallharten Horror- und Action-Reißer, der von tatsächlichen Ereignissen beeinflusst wurde. Doch für das Spannungskino fehlt Smith leider das handwerkliche Rüstzeug. Nicht besser wird Red State dadurch, dass der Film noch eine sehr naive Botschaft hat, die wohl lauten soll: “Religion und Staatsgewalt sind gemein und gefährlich.“

Kevin Smith: Red State

Die Besetzung des für 4 Millionen Dollar gedrehten Filmes ist jedoch nicht uninteressant. Der eigentlich immer zuverlässige John Goodman macht das Beste aus seiner unausgegorenen Rolle als mal hochmoralischer und mal rücksichtsloser Regierungs-Agent. Oscar-Preisträgerin Melissa Leo (The Fighter) ist glaubhaft als religiöse Fanatikerin.

Kevin Smith: Red State

Michael Parks (Grindhouse) ist als Sektenführer so gefährlich charismatisch, dass Kevin Smith ihm anscheinend verfiel und endlos lange Predigten mit ihm drehte. Wie Kevin Smith verkünund das Eishockey-Drama Hit Somebody mit Seann William Scott (American Pie) folgen. Doch es kam völlig anders

Kevin Smith: Red State

Sehr viel spannender als “Red State“ ist Kevin Smiths Vermarktungsstrategie. Er entschied sich den Film nicht an einen Verleih zu verkaufen, sondern tingelte höchstpersönlich durch die USA und trat und trat nach den Filmvorführungen als Stand-Up-Comedian auf. Dadurch sowie durch den Verkauf der TV- und DVD-Rechte schrieb der Film sehr schnell schwarze Zahlen.

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Kevin Smith: Cop Out

Anscheinend hat es während der Zusammenarbeit bei Stirb Langsam 4.0 – hier spielte Kevin Smith (Dogma, Clerks 2, Zack and Miri Make a Porno) einen nerdigen Computer-Guru – gezündet, denn mit Cop Out inszeniert der schwergewichtige Independent-Filmemacher eine mainstreamige Krimi-Komödie mit dem Immer-Noch-Superstar Bruce Willis.

Kevin Smith: Cop Out

Wenn man Kevin Smiths Autobiographie Tough Sh*t glaubt waren die Dreharbeiten dann jedoch ein Alptraum, denn Willis war beim Dreh zu Cop Out ein völliger Stinkstiefel.

Kevin Smith: Cop Out

Thematisch fast passend zum Comic-Geek Kevin Smith steht eine Baseball-Trading-Card im Zentrum des in Brooklyn angesiedelten Geschehens. Diese möchte der gerade mal wieder suspendierte und nicht sonderlich ehrgeizige Cop Jimmy Monroe (Willis) verkaufen um – anstelle des neuen Ehemanns (schmieriger Gastauftritt von Smiths Stammschauspieler Jason Lee) seiner Exfrau – die Hochzeit seiner Tochter finanzieren zu können. Doch gerade als Jimmy die Card zum Verkauf anbietet, wird der Laden vom durchgeknallten Kleinkriminellen (Seann William Scott in American Pie-Höchstform) überfallen und dabei die Karte gestohlen. Als Jimmy versucht seinen Besitz zurückzubekommen, gerät er mitten in einen sehr viel größeren Kriminalfall.

Kevin Smith: Cop Out
Doch all diese Dinge erlebt Jimmy nicht alleine, sondern er hat auch noch seinen nervigen Partner Paul (Tracy Morgan aus 30 Rock) am Hals. Sonderlich glaubhaft wirkt es nicht, dass der coole Jimmy und der alberne aufgedrehte nervige Paul es bereits neun Jahre zusammen ausgehalten haben. Auch die Krimihandlung ist arg konstruiert, während Harold Faltermeyer einfach seinen Beverly Hills Cop-Soundtrack recycelte.

Kevin Smith: Cop Out

Das Resultat ist ein etwas antiquiert wirkendes aber durchaus sympathisches Buddy-Movie mit gelegentlichen komödiantischen Glanzlichtern, die allerdings weniger vom eigentlich dafür zuständigen Tracy Morgan, sondern meist von Seann William Scott kommen.

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