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The Walking Dead – Staffel 1

Polizist Rick Grimes erwacht aus dem Koma und erkennt die Welt nicht wieder: Das abgelegene Krankenhaus, in dem er sich befindet, liegt in Trümmern, das Umland ist verwüstet – und überall lauern blutrünstige Zombies darauf, die Lebenden zu zerfleischen! In einem Lager am Stadtrand von Atlanta kämpft eine kleine Gruppe Überlebender um die verbliebene Existenz der Menschheit und wird dabei immer wieder von den Untoten in die Enge getrieben…

The Walking Dead - Staffel 1

Der Comicautor Robert Kirkman verwandelte bereits Spider-Man und Wolverine in Marvel Zombies. Dem Horror-Fan waren im Kino die Zombie-Filme immer viel zu kurz. Daher schuf er mit der Serie The Walking Dead ein Untoten-Epos irgendwo zwischen Stephen Kings Weltuntergangs-Fantasie The Stand und einem Western, in dem die Siedler immer wieder von Indianern angegriffen werden. Mittlerweile liegen bereits knapp 200 Comichefte der Fortsetzungsserie vor und ein Ende (oder gar ein Happy End) ist noch lange nicht in Sicht. Daher ist es durchaus konsequent aus The Walking Dead eine TV-Serie und keinen Kinofilm zu machen.

The Walking Dead - Staffel 1

Da jedoch der Regisseur Frank Darabont (Die Verurteilten, Der Nebel) die Serie betreut und den Pilotfilm inszeniert, hat “The Walking Dead“ etwas von einem nicht enden wollenden Film und es geht zudem nicht gerade zimperlich zu. Für die europäische DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung wurden die sechs Episoden der ersten Staffel zunächst um insgesamt 30 Sekunden gekürzt (wofür der deutsche Anbieter nichts kann), während der Pilotfilm hingegen Frank Darabonts 20 Minuten längerer Director´s Cut war. Mittlerweile wurde die erste Staffel auch ungekürzt veröffentlicht.

The Walking Dead - Staffel 1

Bonusmaterial zur ersten Staffel: Making Of The Walking Dead (29:53 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), Hinter den Kulissen von Folgen 1-6 (29:55 min), eine Vorschau mit Robert Kirkman (4:40 min), Zombie Make-Up Tipps (6:29 min), Gesprächsrunde mit den Produzenten (11:04 min), Zombieschule (2:52 min), Am Set mit Robert Kirkman (2:59 min), Bicycle Girl (4:53 min), Am Set mit Andrew Lincoln (3:37 min), Ein Treffen mit Steven Yeun (3:43 min), in Dales Wohnmobil (3:17 min)

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Jijé: Bernadette von Lourdes

Mit gleich 16 sehr schön aufgemachten gebundenen Comicalben geht die Canisi Edition an den Start. Dabei handelt es sich um Comics, die “der neuen Generation den katholischen Glauben näher bringen“ sollen und daher die “ideale Geschenk“ für “Firmlinge und Erstkommunikanten“ sowie “für Ministranten“ sind. Zu den Alben – darunter gleich vier Alben, die sich mit Päpsten der Neuzeit beschäftigen – gibt es Lehrmaterial & Arbeitsblätter für den Schuluntericht, diese können auf www.canisi-edition.com herunterladen werden. Doch auch für Comic-Freunde sind zumindest drei der Titel sehr interessant, denn diese stammen vom Altmeister Jijé (Jerry Spring), der den frankobelgischen Comic maßgeblich prägte.

Jijé: Bernadette von Lourdes

Neben Jijés Comic-Biographien zu Charles de Foucauld und Don Bosco erscheint in der Canisi Edition auch dessen Nacherzählung der Lebensgeschichte der Heiligen “Bernadette von Lourdes“. Dies passt thematisch recht gut, denn der Grundstein für den Schweizer Verlag wurde in Medjugorje gelegt, einem Städtchen in Bosnien-Herzegowina, das zum Pilgerort wurde, nachdem es dort bei einigen Jugendlichen zu Marienerscheinungen gekommen sein soll. Auch die 14-jährige Bernadette Soubirous behauptete, dass ihr 1858 oberhalb einer Grotte in der Nähe von Lourdes mehrmals eine weißgekleidete Dame erschienen sein soll.

Jijé: Bernadette von Lourdes

Zehn Jahre nach Hal Foster (Prinz Eisenherz) adaptierte Jijé das Leben von Bernadette Soubirous in Comicform. Die Geschichte erschien 1958 mit einer Seite pro Woche im Mädchenmagazin Liné wurde dort aber nicht komplett veröffentlicht. Erst 1979 wurde in Belgien eine vom Atelier Vitorio Leonardo neu kolorierte Gesamtausgabe veröffentlicht, die die Canisi Edition übernahm. Wer mehr dazu wissen möchte, dem sei Gerhard Försters Artikel zu Jijés Canisi-Comics in der Sprechblase # 226 ans Herz gelegt.

Jijé: Bernadette von Lourdes

Joseph Gillain alias Jijé war ein religiöser Mensch und bringt dies auch in seinen drei bei der Canisi Edition erschienenen Comicgeschichten zum Ausdruck. Im Nachwort zum Comicalben Gringos Locos, das sich ziemlich frei erfunden mit einer USA-Reise beschäftigt, die Jijé 1948 gemeinsam mit Morris (Lucky Luke) und André Franquin (Gaston) unternahm, schreibt Laurent Gillain, dass sein Vater “glaubte was er glaubte“ und ihn für “frömmlerisch zu halten hieße, ihn schlecht zu kennen. Seine Art war es, sich hinter einem Kirchenpfeiler das Lachen zu verkneifen.“

Jijé: Bernadette von Lourdes

Daher ist Jijés Bernadette von Lourdes auch kein religiöser Erbauungs-Comic. Ganz im Gegensatz zum nach dem Roman von Franz Werfel entstandenen Kinofilm Das Lied von Bernadette von 1948 zeigt Jijé nicht in kitschigen Bildern wie einem jungen Mädchen die Heilige Jungfrau erscheint, sondern überlässt es dem Leser selbst zu beurteilen ob da was war oder nicht. Für den gut erzählten Comic spricht auch, dass Jijé sehr einfühlsam von einem Leben in Armut in einer ungerecht geordneten Welt erzählt. Daher ist es sehr zu begrüßen, dass dieser Comic endlich in einer vorbildlich aufgemachten Edition erschienen ist.

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Richard Corben: Schatten auf dem Grab

Der ehemalige Undergroundzeichner Richard Corben feierte große Erfolge im Superhelden Genre. Er illustrierte mit Banner, Luke Cage und The Punisher – Das Ende Geschichten von angesagten Autoren wie Garth Ennis (Preacher) oder Brian Azarello (Batman: Dark Knight III) und beeindruckte auch als Hellboy-Zeichner. Corben war auch der einzige US-Amerikaner, der gemeinsam mit genialen französischen Zeichnern wie Moebius, Druilet und Caza beim Start des bahnbrechenden bewusstseinserweiternden Magazin Métal Hurlant dabei war.

Richard Corben: Schatten auf dem Grab

Doch da Corben in den 50er Jahren mit dem EC-Comics groß geworden ist, kehrte er immer wieder zum Horror-Genre zurück. Ab 1970 arbeitete er für die Warren-Magazine Creepy und Eerie. 2005 setzte er die Grusel-Geschichte Bigfoot von Rob Zombie und Steve Niles (30 Days of Night) kraftvoll in Szene. Kurz darauf folgten mit Haunt of Horror beeindruckende schwarzweiße Adaptionen der Werke von Edgar Allen Poe und H. P. Lovecraft.

Richard Corben: Schatten auf dem Grab

Doch damit nicht genug, für Dark Horse schuf Richard Corben die Reihe Shadows on the Grave. Ab 2016 erschienen acht schwarzweiße Hefte, die bei uns der All Verlag gebündelt in einer schönen Hardcover-Edition herausbrachte. Corben erzählt hier zumeist kurze Horror-Stories die in der Tradition der EC-Comics stehen und oft in den 50er Jahren in ländlichen Gegenden der USA angesiedelt sind. Ausnahme ist die fast schon epische Fantasy-Erzählung Denaeus, die Motive der griechischen Mythologie verarbeitet und an Corbens Klassiker Den erinnert.

Richard Corben: Schatten auf dem Grab

Mit der Augenklappe tragenden Mag the Hag gibt es auch eine modrige “Moderatorin“, die an ECs Trio Creept Keeper, Vault Keeper and Old Witch denken lässt. Bei den Geschichten fand Corben Unterstützung bei seinen alten Kumpels Jan Strnad und Mike Shields, während seine Tochter Beth bei der für grausige Stimmung sorgenden Grauton-Kolorierung half.

Richard Corben: Schatten auf dem Grab

Insgesamt sind es weniger die Geschichten – es entsteht immer mehr der Eindruck im Bereich Horror und Fantasy ist es kaum noch möglich zu überraschen – , sondern Corbens perfekt dazu passendes, unverkennbares Artwork, das dieses Buch zu einem Fest für Genre-Freunde macht.

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Reinhard Kleist: Berlinoir

Eigentlich müsste der regierende Vampir von Berlinoir die Menschen hassen, zumal diese auch noch dafür verantwortlich sind, dass sein Gesicht bei einem Attentat grausam entstellt wurde. Doch Madocles ist nachsichtig: “Sie sind alle so entsetzlich sterblich. Gönnt ihnen ihre kurze kindische Zeit.“ Die ihm unterstellte Generalin Radra sieht dies keinesfalls so und beschließt die Herrschaft über Südberlinoir zu übernehmen. Fortan unterteilt eine Mauer die Stadt in einen kulturell-schillernden Norden und einen industriell-grauen Süden.

Reinhard Kleist: Berlinoir

Berlinoir ist zweifelsohne eine vampirische Hommage an Fritz Langs Film M – eine Stadt sucht einen Mörder, doch Autor Tobias O. Meissner hat sich auch unverkennbar von der jüngeren Geschichte inspirieren lassen. Doch zum Glück ist die Geschichte nicht nur eine politische Parabel, sondern bietet neben allerlei Anspielungen auf Klassiker des deutschen Filmexpressionismus auch noch – quasi als Blade meets Nosferatu – eine äußerst solide konstruierte Schauermär mit einen Helden, der selbst zum Vampir werden muss, um seine scheinbar übermächtigen Gegner zu bezwingen.

Reinhard Kleist: Berlinoir

Berlinoir erschien ab 2003 nach Texten des sehr produktiven Fantasy-Autors Tobias O. Meissner (Die Dämonen) als dreiteilige Hardcover-Serie bei der Edition 52. Im ersten Band Scherbenmund suchte der Zeichner Reinhard Kleist (Castro, Der Boxer, Der Traum von Olympia) Comics noch einen passenden Zeichen- und Farbstil, fand diesen spätestens in der Mitte von Band 2 Mord und inszeniert mit Narbenstadt sehr souverän ein höllisches Finale.

Reinhard Kleist: Berlinoir

Carlsen veröffentlicht eine geringfügig kleinformatigere Gesamtausgabe von Berlinoir. Der Comic wurde hierfür nicht nur neu gelettert, sondern Kleist hat vor allem den ersten Band Scherbenmund noch ausgiebig überarbeitet und um einige komplett neu gezeichnete Seiten ergänzt. Dadurch wirkt Berlinoir wie aus einem Guss und sei allen Freunden von Horror, Mystery und atmosphärischen Comics ans Herz gelegt.

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Richard Corben: Edgar Allan Poe – Geschichten des Grauens

Horror und Fantasy sind die Grundpfeiler der mittlerweile mehr als vier Jahrzehnte andauernden Comic-Karriere des Zeichners Richard Corben (Den, Luke Cage, Banner). Bereits 1974 in Creepy # 67 interpretierte Corben in seinem unverkennbaren immer etwas klobigen aber zugleich auch sehr plastischen Zeichenstil erstmals mit The Raven ein Werk von Edgar Allan Poe, zwei weitere sollten folgen. Er setzte hier auch seine aufregende Farbtechnik ein. Dieser Band enthält eine neue – diesmal schwarzweiße – The Raven– Adaption von Corben.

Richard Corben: Edgar Allan Poe - Geschichten des Grauens

Pünktlich zum 200. Geburtstag des 1809 in Boston geborenen Autors kehrt Corben mit Welt des Schreckens in Poes Welt zurück. Für drei US-Heften namens Haunt of Horror adaptierte er zehn Gedichte und Geschichten Poes – darunter Klassiker wie Der Rabe und Das verräterische Herz -, die im Stile der legendären EC-Comics von einem Knochenmann namens Deadgar anmoderiert werden. Die Adaption der Poe-Texte besorgte wie schon zu Creepy-Zeiten wieder Rich Magopoulos.

Richard Corben: Edgar Allan Poe - Geschichten des Grauens

Leider ist nicht jeder der in Schwarzweiß gestalten Comics so schön plastisch in Grautönen “koloriert“ wie die Eröffnungsstory The Raven. Es stellt sich die Frage, ob es wirklich Sinn macht einige von Poes Geschichten in unserer Gegenwart anzusiedeln (so spielt z. B. die Adaption des Gedichtes Israfel im Rap-Milieu). Doch da der Panini Verlag in seinem schön aufgemachten Hardcover-Sammelband auch gleich die literarischen Vorlagen in den mustergültigen Übersetzungen von Hans Wollschläger und Arno Schmidt mitliefert, kann dies jeder Leser für sich selbst entscheiden.

Richard Corben: Edgar Allan Poe - Geschichten des Grauens

Bei Splitter liegt mittlerweile der überformatige 356-seitige Band Creepy präsentiert Richard Corben – Gesamtausgabe vor. Dieser enthält teilweise in restaurierter Form alle 40 Geschichten sowie die Titelbilder die Corben von 1970 bis 1978 für CREEPY und EERIE anfertigte.

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The Punisher – Das Ende

In einer gar nicht so weit entfernten Zukunft bekommt der Direktor eines Hochsicherheitsgefängnisses die Anweisung alle seine Gefangenen zu töten. Doch Frank Castle (alias The Punisher) gelingt es dank eines totalen Stromausfalls zu entkommen. Die plötzliche Freiheit ist jedoch nicht wirklich ein Fortschritt, denn der Himmel brennt und die USA ist durch einen Atomkrieg völlig zerstört. Doch auch für die in unterirdischen Bunkern verkrochene Elite gibt es keine Rettung, dafür sorgt schon der Punisher.

The Punisher - Das Ende

Statt seinem zuverlässigen Kumpel Steve Dillon, mit dem er sei Welcome Back, Frank Marvel-Comicgeschichte geschrieben hat, stand dem Autor Garth Ennis (Preacher) diesmal die Zeichnerlegende Richard Corben (Den) zur Seiten. Dessen zur Abwechslung einmal nicht plastisch (wie etwa in Hulk – Banner) sondern eher flächig kolorierten Zeichnungen sorgen für die nötige apokalyptische Atmosphäre. Ennis setzt beim Punisher neuerdings weniger auf grimmigen Humor. Er erzählt einmal mehr vom kompromisslos brutalen Punisher, der jedoch auf seine gradlinige Art sehr viel weniger gefährlich ist als die meisten Inhaber von Machtpositionen.

The Punisher - Das Ende

Die US-Ausgabe von The Punisher – The End erschien 2004 als Heft innerhalb des Marvel-Erwachsenen-Labels “Max“ zum Preis von immerhin 4,50 Dollar. Bei Panini durfte es noch ein bisschen mehr sein. Zum doppelt so hohen Preis erschien 2005 eine Hardcover-Edition im Überformat, Hardcover. Außerdem ist die Story in Band 10 von Paninis The Punisher – Garth Ennis Collection enthalten.

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Rob Zombie & Richard Corben: Bigfoot

Da haben sich die Richtigen gefunden! Rob Zombie bewies mit seinen Filmen Haus der 1000 Leichen und The Devils´s Rejects sowie seinem Remake von John Carpenters Halloween, dass er sich bestens im Horrorgenre auskennt. Ähnlich verhält es sich mit dem Autor Steve Niles, dessen Vampir-Comic (30 Days of Night) nicht nur immer wieder fortgesetzt, sondern auch erfolgreich verfilmt wurde.

Rob Zombie & Richard Corben: Bigfoot

Comic-Freunden muss Richard Corben (Den, Cage, Banner) nicht mehr vorgestellt werden, denn dieser ist in seinem unverwechselbaren meist etwas klobigen und gerne auch leicht violett kolorierten Stil seit mehr als vier Jahrzehnten erfolgreich tätig. Zu diesem namhaften Trio passt eine Schreckgestalt, die ebenfalls über einen “Household Name“ verfügt. Der angeblich immer wieder in den Bergen der USA und von Kanada gesichtete und 1967 auf einem zweifelhaften 16-mm-Film aufgenommene, stark behaarte Bigfoot alias Sasquatch inspirierte schon einige Kinofilme sowie eine TV-Serie.

Rob Zombie & Richard Corben: Bigfoot

Doch im Gegensatz etwa zu Bigfoot und die Hendersons geht es bei Zombie, Niles und Corben kein bisschen gemütlich zu. In der vierteiligen IDW-Miniserie Bigfoot wird sich nicht lange damit aufgehalten glaubhafte Charaktere aufzubauen – wozu auch, denn die Protagonisten überleben meist ohnehin nur wenige Seiten – sondern es wird gesplattert was das Zeug hält. Da dies oftmals in großformatigen Panels geschieht, ist es nicht weiter störend, dass diese Hardcover-Gesamtausgabe etwas kleinformatiger als die US-Hefte ist.

Rob Zombie & Richard Corben: Bigfoot

Wie immer bei Cross Cult gibt es noch hochinteressantes Bonusmaterial wie eine Covergalerie, Hintergrundinfos zum Bigfoot-Mythos und ein Interview mit Richard Corben, der ziemlich überrascht von Zombies und Niles´ “Non-Stop-Blut und Horror“-Story war.

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Dark Days

Da im kleinen Kaff Barrow in Alaska 30 Tage hintereinander die Sonne nicht mehr aufgeht, wurde es zu einem Paradies für Vampire. Sheriff Olemaun gelang es schließlich die blutige Krise zu meistern. Er stirbt dabei allerdings den Heldentod. Seine Frau Stella setzt alles daran ihn zu rächen. Sie schreibt ein Buch über die Ereignisse und versucht auf einer Promotiontour in Los Angeles Verbündete zu finden und die Menschheit aufzurütteln. Doch der Verlag hintergeht sie und veröffentlicht ihr Werk als Roman und nicht als Tatsachenbericht …

Dark Days

Mit 30 Days of Night gelang Steve Niles ein großer Erfolg, der von Sam Raimi (Spider-Man) verfilmt wurde. Der Fortsetzung Dark Days fehlt zwar die originelle und bedrohliche Ausgangssituation mit den 30 durchgehenden Nächten in Alaska. Doch zum Glück ist Ben Templesmith wieder mit an Bord und dieser sorgt mit seinem bewährten direkt in meist modrigen Farben koloriertem Artwork für die richtige Gruselatmosphäre.

Dark Days

Trotz des eigentlich ja eher mit einem Postkartenhimmel gesegneten Schauplatzes Los Angeles ist die kalifornische Sonne nur einmal ganz kurz in einem klitzekleinen Eckpanel zu sehen. Ansonsten herrschen dunkle Tage.

Dark Days

Bei Cross Cult erscheint eine voluminöse Hardcover-Gesamtausgabe, die auch die beiden Fortsetzungen Dark Days und Rückkehr nach Barrow enthält, sowie eine Galerie und einen interessanten Bericht über Steve Niles. Weitere Bände werden folgen und es ist schön, dass diese einflussreiche Horrorserie endlich in einer optimalen Edition vorliegt.

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Bilder vom Comic Café vom 01.07.2018

Hier einige Impressionen von meinem Comic Café, das am Sonntag den 1. Juli 2018 im Münchner Werkstattkino stattfand.

Zu Gast: Frank Schmolke

Bilder vom Comic Café vom 01.07.2018

Der in München geborene Künstler ist seit 1999 professioneller Illustrator und Comicbuchautor. Er veröffentlicht regelmäßig für unterschiedliche Verlage.

Bilder vom Comic Café vom 01.07.2018

Er hat die Münchner Comic-Magazine Tentakel und Comicaze mitbegründet. Als Zeichner war er an Bully Herbigs Lissy und der wilde Kaiser beteiligt. 2013 veröffentlichte die Edition Moderne seinen Comic Trabanten.

Frank Schmolke: Trabanten

2017 gewann er den Finalisten-Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung für seine im nächsten Jahr erscheinende Graphic Novel Nachts im Paradies.

COMIC CAFÉ

Im Comic Café unterhielten wir uns mit Frank Schmolke über seine bisherigen und künftigen Projekte.

COMICS LESEN!

Fester Bestandteil des Programms ist die Expertenrunde “Comics lesen!“ die sich als Prüfstand für Neuerscheinungen versteht. Regelmäßig und kontrovers diskutiert Gastgeber Heiner Lünstedt in lockerer Runde über aktuelle Comics. Diesmal waren der Comiczeichner Rolf Boyke (alias boy), Rainer Schneider (Comicaze) und Igor Barkan (Zombiac) zu Gast.

Bilder vom Comic Café vom 01.07.2018

Diese Comics stehen zur Debatte:

Kristina Gehrmann päsentiert bei Carlsen eine zeitlos-aktuelle Adaption von Upton Sinclairs Sozialdrama DER DSCHUNGEL.

Kristina Gehrmann: Der Dschungel

Hier die Wertung der Expertenrunde:

Bilder vom Comic Café vom 01.07.2018

Walter Moers gelang gemeinsam mit dem Illustrator Florian Biege eine prachtvolle Comic-Version von DIE STADT DER TRÄUMENDEN BÜCHER.

Die Stadt der Träumenden Bücher

Hier die Wertung der Expertenrunde:

Bilder vom Comic Café vom 01.07.2018

COMIC-HAUPTSTADT BRÜSSEL

Brüssel ist zweifelsohne die europäische Comic-Metropole.

COMIC-HAUPTSTADT BRÜSSEL

Überall in der  Stadt sind Fassaden zu finden, die mit Comic-Figuren bemalt wurden. Das städtische in einem ehemaligen Jugendstil-Kaufhaus gelegene Comic-Museum Centre Belge de la Bande Dessinée ist immer wieder einen Besuch wert. Auch das Musée Hergé mit vielen Tim und Struppi Originalzeichnungen ist nicht weit entfernt.

COMIC-HAUPTSTADT BRÜSSEL

Wir zeigten Impressionen aus der belgischen Hauptstadt, die belegen wie omnipräsent dort die Comics sind. Dies gilt auch für das Eisenbahn-Museum Train World, das der Comic-Künstler Francois Schuiten (Brüsel) gestaltet hat.

COMIC-HAUPTSTADT BRÜSSEL

In der Kleinstadt Marcinelle formierten sich nach dem Zweiten Weltkrieg Comic-Künstler wie André Franquin (Gaston), Morris (Lucky Luke) oder Peyo (Die Schlümpfe) zu einer Art Gegenbewegung zum allmächtigen Hergé (Tim und Struppi). Bei einer Exkursion begaben wir uns auf eine Spurensuche nach der sogenannten École Marcinelle.

Trickfilme!

Bilder vom Comic Café vom 01.07.2018

Matthias Schäfer hat wieder ausgewählte und besonders lustige Trickfilm-Klassiker vorstellen und sachkundig kommentiert.

Danach fand wie immer ein gemütliches Beisammensein im Fraunhofer statt.

COMIC CAFÉ

Hier Rolf Boykes Eindruck von der Veranstaltung :

Rolf Boyke

Die nächste 2018er Termine sind der 22. Juli, der 23. September  und der 28. Oktober.

GAST AM 22. JULI IST DER MAD-ZEICHNER I. ASTALOS!

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Chew – Bulle mit Biss

Tony Chu ist gertenschlank aber nicht unbedingt glücklich darüber. Der Polizist ernährt sich fast ausschließlich von Roter Bete, denn dies ist das einzige Nahrungsmittel bei dem seine übersteigerten Geschmackssinne nicht ausrasten. Chu ist ein sogenannter Cibopath und jeder Bissen den er zu sich nimmt, erzählt ihm seine Vorgeschichte und die ist oftmals ganz schön übel. Durch diese Fähigkeit qualifiziert sich Chu für einen Job als Spezialagent beim FDA (Food and Drug Administration).

Chew - Bulle mit Biss

Die Serie Chew spielt in einer USA in der es illegal ist Hühnerfleisch zu essen, nachdem Millionen von Menschen an der Vogelgrippe gestorben sind. Dies führt dazu, dass es Geflügelgerichte nur noch in Flüsterkneipen gibt. Vor diesem Hintergrund erlebt Tony Chu seine teilweise ganz schön abgefahrenen Abenteuer, die sich der Autor, Letterer, Comicredakteur und Nicht-Vegetarier John Layman (Marvel Zombies vs. Army of Darkness) ausgedacht hat.

Chew - Bulle mit Biss

In Szene gesetzt wird die vielfach preisgekrönte Serie von Rob Guillory in einem recht eigenwilligen ziemlich abgedrehten Stil. Meisterlich illustriert dieser im ersten Chew-Heft auf einer Doppelseite die zahlreichen Geschmackseindrücke, die auf Tony Chu beim Genuss einer illegalen Hühnersuppe einströmen und ihn auch darüber informieren, dass der Koch ein Massenmörder ist.

Chew - Bulle mit Biss

Dieser sehr schön aufgemachte Sammelband von Cross Cult enthält die ersten fünf Ausgaben von Chew sowie ein Interview mit John Layman. Zwar sind manche der Kriminalfälle, die Tony Chu lösen muss, eher albern als spannend, doch meistens gelingt die Balance aus Gags & Crime. Ich bin auf alle Fälle gespannt, wie es weitergeht mit Tony und seiner Idealfrau, der Restaurantkritikerin Amelia Mintz. Während diese ihre Leserschaft mit bissig geschriebenen Reportagen oftmals zum Kotzen bringt, bekommt Chu durch ihre Texte jene Genussgefühle, die ihm sein Gaumen verwehrt.

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