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Peyo: Benni Bärenstark

Nachdem bereits “Die Schlümpfe“ sowie “Johann und Pfiffikus“ bei Splitter / toonfish in einer mustergültig aufgemachten Hardcover-Edition erschienen, hat hier auch die dritte Erfolgsserie des belgischen Comiczeichners Pierre Culliford alias Peyo ihre verlegerische Heimat gefunden. Benni Bärenstark (im Original Benoît Brisefer) ist eigentlich ein ganz normaler Schuljunge, doch er verfügt über Superkräfte, wenn er nicht gerade Schnupfen hat…

Peyo: Benni Bärenstark

Schon durch sein rot-gelb-blaues Erscheinungsbild erinnert Benni an den DC-Heroen Superman. Genau wie dieser engagiert er sich in seinem ersten Abenteuer auch sehr stark sozial. Die 64-seitige Comicgeschichte “Die roten Taxis“ erschien 1960 als Fortsetzungsserie im französischen Magazin Spirou und zehn Jahre später bei uns in Fix & Foxi (dort hieß die Hauptfigur Der kleine Winni).

Peyo: Benni Bärenstark

In dieser ebenso spannenden wie amüsanten Story steht Benni dem Oldtimer-Taxifahrer Herrn Piepke gegen übermächtige Konkurrenten mit voller Kraft bei. Doch der Konzern der “roten Taxis“ will nicht nur mit rüden Methoden das Individualverkehrsmittel-Monopol im Städtchen Freudenberg übernehmen, sondern verfolgt darüber hinaus noch weitere äußerst kriminelle Absichten. Die Abenteuer vom kleinen Benni, dem niemand glaubt, dass er Superkräfte hat, haben nichts von ihrem Charme verloren.

Peyo: Benni Bärenstark

Wie schon bei “Die Schlümpfe“ veröffentlicht Splitter / toonfish abwechselnd klassische und neue Abenteuer mit Benni Bärenstark. Parallel zu “Die roten Taxis“ erscheint auch das 13. bisher bei uns noch nicht veröffentlichte Album “John-John“ aus dem Jahre 2004, das Benni in einer behutsam modernisierten Umgebung agieren lässt.


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Uwe Neitzel: Bauarbeiter Jim und sein Freund Hundi

Bauarbeiter Jim freut sich immer wieder, wenn er gemeinsam mit seinem Hund Hundi auf einer neuen Baustelle herumwühlen und Tee aus seiner Thermoskanne trinken darf. Doch der Job ist durchaus abwechslungsreich, denn seine Tätigkeit bringt Jim an die seltsamsten Orte, wie etwa Skipisten, Spukschlösser oder einsame Inseln.

Uwe Neitzel: Bauarbeiter Jim und sein Freund Hundi

Uwe Neitzel erzählte in der “STUZ“, der Studentenzeitung des Rhein-Main-Gebietes, die teilweise ziemlich abgefahrenen Abenteuer vom Bauarbeiter Jim. Die Hauptfigur ist wenig mehr als eine fleischfarbene Kugel mit Bauhelm und vier Strichen die Gliedmaßen darstellen sollen. Ähnlich simpel sind auch die anderen Figuren wie Hundi gestrickt.

Uwe Neitzel: Bauarbeiter Jim und sein Freund Hundi

Doch Neitzel hat innerhalb seines einfachen Stils zeichnerisch gewaltige Fortschritte gemacht. Während die letzten Seiten des “Bauarbeiter Jim“-Albums recht simpel gestrickte Onepager älteren Datums enthalten, wird zur Eröffnung in einem deutlich ausgereiften Zeichenstil das gewaltige Epos über die Herkunft von Jims magischer Thermoskanne erzählt. An Neitels Werken hat der Leser lange zu knabbern. Das liegt allerdings auch daran, dass er seine Geschichte sowohl durch Sprechblasen sowie sicherheits- (oder spaßes-) halber zusätzlich noch mit eigentlich überflüssigen erläuternden Texten erzählt. Außerdem möchte Neitzel durch heimtückisch gespiegelte Letteringlettern den “Betrachter zum langsamen Lesen zwingen.“


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Batwoman: Das Klagelied der Fledermaus

Wenn es um starke Frauen im DC-Universum geht, ist der Autor Greg Rucka („Gotham Central„) immer die erste Wahl für die Editoren, ihn die Geschichten der Heldinnen schreiben zu lassen. So auch geschehen bei der neuen Batwoman! Und das er der richtige dafür ist, das stellt er hier wieder einmal unter Beweis!

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Ihren ersten Auftritt hatte die neue Protagonistin innerhalb der Maxiserie “52“ in der siebten Woche. Nun wird es Zeit, ihre Herkunft und Origin mal genauer darzustellen. Für “52“ (aus den Jahren 2006/07) war er zusammen mit Geoff Johns, Grant Morrison und Mark Waid das Autorenteam.

Batwoman: Das Klagelied der Fledermaus

Und nun in Detective Comics erfahren wir die tragische Herkunftsgeschichte der Heldin, wir erfahren, dass sie einer der reichsten Familien von Gotham City entstammt und dass sie und ihre eineiige Zwillingsschwester Beth bei einem Restaurantbesuch an deren zwölften Geburtstag zusammen mit ihrer Mutter gekidnappt werden. Ihr Vater Colonel Jake Kane ist bei der Army und bei einem Befreiungsversuch werden die Mutter und Beth, so scheint es, beide getötet. Kate strebt eine Karriere in der Army an, aber aufgrund ihrer sexuellen Orientierung – sie ist homosexuell – wird da nichts draus.

Batwoman: Das Klagelied der Fledermaus

Durch eine Begegnung mit Batman inspiriert, beginnt Kate eine Ausbildung zum Kampf gegen das Verbrechen. Ihr Mentor und größter Unterstützer dabei wird ihr eigener Vater Jake. Nach den Ereignissen von FINAL CRISIS und BATTLE FOR THE COWL beginnt eine Geheimorganisation – die Religion des Bösen – in Gotham City wieder zu erstarken. Batwoman scheint sehr viel über diese Organisation zu wissen und es scheint auch so, dass persönliche Gründe sie antreiben, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

Batwoman: Das Klagelied der Fledermaus

Aufgrund ihrer vielen Zeit – vornehmlich nachts – die sie mit dem Fall verbringt, geht auch ihre Beziehung mit Renee Montoya in die Brüche. Wir erleben einen kurzen Flirt mit Maggie Sawyer und lernen Bette Kane kennen; sie ist – ohne dass es ihre Cousine Kathy wüsste – als Flamebird ebenfalls als kostümierte Vigilantin unterwegs.

Batwoman: Das Klagelied der Fledermaus

Die neue Führerin der Religion – sie nennt sich Alice – entführt Colonel Kane und plant ganz Gotham City zu zerstören. Bei der finalen Konfrontation mit Alice stellt diese sich am Ende als die tot geglaubte Schwester Beth heraus.

Batwoman: Das Klagelied der Fledermaus

Rucka lässt hier einige von ihm geschaffene Charaktere (z. Bsp. Kyle Abbot) wieder auftreten, die er vor zehn Jahren ebenfalls in Detective Comics erschaffen hatte. Es macht unheimlich viel Spaß, den spannenden Geschichten und interessanten Handlungen von Rucka zu folgen. Die extrem vielseitigen Zeichnungen von J. H. Williams III passen gut und für verschiedene Zeitlinien benutzt er verschiedene Stile.

Norbert Elbers


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Joe Madureira: Battle Chasers

Neben Humberto Ramos („Crimson“) und J. Scott Campbell („Danger Girl“) ist Joe Madureira der dritte Zeichner-Superstar beim Comic-Labels Cliffhanger. Den begeisterten Rollenspieler faszinierte schon immer Fantasy im Stile von „Dungeons & Dragons“. Doch zunächst war er als Zeichner dazu verdonnert sich mit Superhelden wie den X-Men auseinandersetzen zu müssen.

Joe Madureira: Battle Chasers

Von 1998 bis 2001 verwirklichte er seinen Traum und schuf für Cliffhanger eine eigene Fantasy-Serie namens „Battle Chasers“. Hauptfigur ist die junge Gully, die (ähnlich wie die Heldin in „Witchblade“) in den Besitz von magischen Handschuhen gelangt. Gemeinsam mit dem Zauberer Knolan, dem Schwertkämpfer Garrison und dem Blechgiganten Calibretto macht sie sich auf die Suche nach ihrem verschollenen Vater.

Joe Madureira: Battle Chasers

Die etwas konfus konstruierte Geschichte macht nicht immer allzu viel Sinn. Doch Madureiras Artwork lässt den Leser bzw. Betrachter dies locker verschmerzen, vor allem immer dann wenn die atemberaubende Banditin Red Monika auftaucht.

Joe Madureira: Battle Chasers

Nachdem bei uns zunächst Hans-Jürgen Janetzki bei  Splitter eine Heftausgabe der Serie herausbrachte, landete „Battle Chasers“ beim Dino Verlag, wo in zwei Sammelbänden alle neun US-Hefte (sowie auch das Cover der nicht erschienenen zehnten Ausgabe) veröffentlicht wurden. Cross Cult präsentiert in einer auf 1.500 Exemplaren limitierten sehr schönen Hardcoverausgabe nicht nur die komplette Serie, sondern auch noch einiges an Bonusmaterialien.

Joe Madureira: Battle Chasers

Enthalten ist neben einem Druck u. a. eine Sketch- und Cover-Gallerie mit Bleistiftseiten zum zehnten und leider nie vollendeten letzten Heft. Es wäre schön, wenn Cross Cult ähnlich liebevoll aufgemachte Gesamtausgaben zu den anderen Cliffhanger-Serien nachlegen würde.


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Batmans Sohn

Im September 2006 übernahm Grant Morrison die monatliche US-Serie Batman mit der Nummer #655. Direkt im ersten Heft der vierteiligen Story wird ein neuer Charakter eingeführt: Damian Wayne – ein leiblicher Sohn Bruce Waynes aus einer Beziehung mit Talia al Ghul, der Tochter von Ra’s al Ghul. Wie Ra’s al Ghul (geschaffen von Denny O’Neil) für eine komplett neue Ära des Meisterdetektiven stand, so sollte wohl auch sein Enkel eine neue Ära einläuten?

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Morrison zündet ein Feuerwerk an Ideen: Seine Geschichten sind von langer Hand geplant, er stellt seine unzähligen Figuren sorgfältig auf, um sie bei gegebenem Anlass ins Geschehen eingreifen zu lassen. Er zieht hier alle Register seines Könnens – man merkt, dass er sich in der Historie der Figur Batman bestens auskennt und es ihm sichtlich Spaß macht, mit ihr zu arbeiten. Er verquickt Altbekanntes (und damit bei Langzeitlesern sehr Beliebtes) mit neuen Interpretationen und Wendungen – wie eben zum Beispiel die Liaison von Talia und Bruce und dem sich daraus ergebenden Nachwuchs, der nun als 10-jähriger erstmals seinen leiblichen Vater trifft. (Das Baby erblickte 1987 in “Batman: Son of the Demon“ das Licht der Welt; dt. bei Hethke und Panini)

Und dieser Spross verfügt nicht nur über außergewöhnliche kämpferische Fähigkeiten, sondern auch über Moralvorstellungen, die beide Resultat seiner bisherigen Erziehung durch die besten Kämpfer von Ra’s al Ghuls Mordliga sind. Und das bietet reichlich Konfliktstoff – mit Batman, Alfred und natürlich auch mit Robin, dessen Platz er sofort einnehmen will. Ein Zweikampf auf Leben und Tod zwischen beiden lässt den Neuen als Sieger hervorgehen; Tim überlebt gerade noch schwer verletzt. Auch sonst ist Damian in der Wahl seiner Mittel nicht zimperlich: Ein, bei alten Fans sehr beliebter Charakter – The Spook (der Spuk aus den guten alten Ehapa-Zeiten!) – wird mal eben einen Kopf kürzer gemacht!

Keine Idee ist Morrison zu abstrus um nicht abgefeuert zu werden – er spielt mit den ihm anvertrauten Figuren, setzt sie neu zusammen, und lässt sie so erfrischend anders erscheinen. Kreativ kombiniert er Bewährtes und schafft Neues: So zum Beispiel verwandelt er Ra’s al Ghuls Ninjakämpfer mit Kirk Langstroms Man-Bat-Serum in eine schier unbesiegbare fliegende Armee von Flügel- und Schwert schwingenden Soldaten. Die Dialoge zwischen Vater und Sohn sind spitz, witzig und voller Sticheleien und versteckter Hinweise.

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Auch wird mehrmals in der Story auf den Versuch in der Isolationskammer eingegangen – eine grandiose Geschichte von Bill Finger aus dem Jahre 1963 “Robin Dies at Dawn“ (US-Batman #156), die erstmals in Deutschland in der Reihe “Klassiker der Comic-Literatur“ von der Frankfurter Allgemeinen erschienen war. Für den wissenschaftlichen Versuch mit der Isolationskammer damals war ein gewisser Dr. Simon Hurt verantwortlich. Wir erfahren von einem geheimen Projekt bei der Polizei von Gotham City aus alten Tagen, bei dem Polizisten durch diverse Manipulationen als Ersatz-Batmen herausgebildet werden sollten – ein Projekt, das aber ordentlich daneben ging.

Morrison lässt uns in US-BATMAN #666 – wie könnte es bei dieser Zahl auch anders sein!? – einen Blick in eine teuflische Zukunft tun: Hier ist Damian der Batman von Gotham City und alte Geschichten (begonnen hier in diesen Seiten!) finden in dieser (möglichen?) Zukunft ihr Ende…

Die Zeichnungen von Andy Kubert sind atemberaubend! Sein klarer und realistischer Strich eignet sich sehr gut zum Flair und Erzählfluss der Geschichten. Sie sind voller Anspielungen und machen Spaß beim Betrachten. Wer die Geschichten noch nicht aus der monatlichen Batman-Serie kennt, sollte sich dieses Buch unbedingt zulegen – wer sie schon kennt, der sollte nicht die Möglichkeit verpassen, zusammenhängend alle Hefte noch einmal zu genießen!

Norbert Elbers


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Batman & Robin 2: Terminus: Der schwarze Spiegel

Nach dem sensationell guten Einstand im ersten Band erzählt uns der Autor Tomasi nun weiter Geschichten aus dem Hause Wayne. Sehr, sehr geschickt erzählt er eine Familiensaga von Batman (Bruce Wayne) und seinen vier Robins: Damian Wayne (aktueller Robin und sein einziger leiblicher Sohn), Dick Grayson (sein erster Robin, Adoptivsohn und jetzt wieder Nightwing), Tim Drake (sein dritter Robin, Adoptivsohn und jetzt Red Robin) und Jason Todd (zweiter Robin, gestorben und wieder auferstanden, das „schwarze Schaf“ in der Familie, aber jetzt nach dem großen DC-Relaunch wieder als Red Hood zur Familie gehörend)!

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Ist es schon schwer genug eine düstere Story mit Batman und einem Wunderknaben abzuliefern, so vollbringt Tomasi spielend das Kunststück eine fesselnde Handlung mit gleich vier Robins abzuliefern. Ein Kartell von Superschurken um den mysteriösen Terminus will ganz Gotham auslöschen. Batman und Robin sind zur Stelle, aber gegen die Übermacht brauchen sie Hilfe ….. von drei ehemaligen Robins! Immer wieder wird die Interaktion zwischen den verschiedenen Robins pointiert und scharfsinnig dargestellt. Die Dialoge sind durchdacht, messerscharf und punktgenau. Die vier Wunderknaben werden so präzise charakterisiert, dass es viel Spaß macht, der rasanten Story zu folgen.

Was auffällt ist, dass – wenn es für einen Tony Stark mühelos möglich ist Kampfanzüge für Iron Man herzustellen – es wohl für einen Bruce Wayne mit Wayne Enterprises erst recht möglich sein sollte, für jede Gelegenheit und jeden Anlass die passende Rüstung aus dem Hut zu zaubern.

In “US- Batman and Robin” #0 wird noch einmal die Origin von Damian Wayne/alGhul nacherzählt: Wie er in einer künstlichen Gebärmutter ausgetragen wurde und sein ganzes kurzes Leben lang von den besten Killern und Kämpfern der Mordliga seines Großvaters Ra’s al Ghul ausgebildet wurde. Töten und Morden gehörte zu seiner Erziehung und die Story endet genau in der Szene mit demselben Satz aus US-Batman #655 (vom September 2006), in der er seinem leiblichen Vater zum ersten Mal begegnet.

In der zweiten Geschichte aus “US- Batman” #0 erleben wir einen Rückblick in die Zeit fünf Jahre vor der augenblicklichen Timeline. Es werden Szenen vierer Jugendlicher angerissen, die vom Auftreten des Batman schwer beeindruckt sind und geprägt werden für ihr späteres Leben – die vier heißen: Dick, Tim, Jason und Barbara.

Insgesamt: Sehr gute Unterhaltung und durch die vielen Origins bestens geeignet auch für Neueinsteiger!

Norbert Elbers


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Batman & Dracula: Roter Regen Batman: Blutsturm  Batman: Blutroter Nebel

In Elseworld-Geschichten ist alles möglich. Jede noch so komplizierte und abwegige Konstellation ist hier vorstellbar. Jeder Charakter kann in jeden beliebigen Kontext gestellt werden. Also die besten Voraussetzungen um spannende Geschichten zu konstruieren und zu erzählen. Dass so was natürlich auch die Gefahr birgt, am Ziel vorbeizuschießen und völlig abstruse und unglaubwürdige Ergebnisse hervorbringen kann, scheint auch klar. Elseworld ist also eine richtige Herausforderung.

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Dieser Herausforderung stellen sich Doug Moench als Autor und Kelley Jones als Zeichner und das nicht nur einmal, sondern gleich in einer Trilogie. Die Charaktere, die hier zusammentreffen sollen, sind der dunkle Mitternachtsdetektiv Batman und Bram Stokers literarische Vorlage zu Dracula, jener blutrünstige Graf also, der seine Opfer aussaugt und so neue Vampire erzeugt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Spannend ist gleich der erste der drei Bände „Batman: Red Rain“, der als einziger aus dieser Reihe bei uns zuvor bereits bei Carlsen als Batman-Album 13 erschienen ist. Er lässt den Leser eintauchen in eine Stadt voller Vampire. Die Stadt ist Gotham City und in dieser treibt ein Serienmörder sein Unwesen. Die Opfer sind der Abschaum der Gesellschaft – wohl deshalb, weil deren Verschwinden nicht so schnell auffällt. Den Opfern ist gemeinsam, dass sie zerfetzte Kehlen haben. Und vom Täter fehlt jede Spur. Starke Zutaten also für gruselige und spannende Unterhaltung, die nicht nur über alle drei Bände gehalten werden kann, sondern sogar noch weiter im Verlauf der Handlung gesteigert werden kann.

Der „Batmanholic“ Doug Moench versteht es wie kaum ein anderer, das Wesen Batmans zu ergründen. Batmans Wesen ist Angst und Schrecken in die Herzen der Verbrecher und Bösen zu schlagen – seit seinem ersten Auftritt in US-Detective Comics #27 im Jahr 1939. Er ist eine Kreatur der Finsternis und er spricht die primitiven Emotionen – kraftvoll erotisch, charismatisch – an, denen sich kaum einer entziehen kann. Gotham City ist ein Platz ein düsterer, verdreckter Alptraumsumpf – der perfekte Ort also, um Batman und Dracula aufeinandertreffen zu lassen.

Im ersten Band lernt Batman eine mysteriöse Frau kennen und es stellt sich heraus, dass sie selbst ein Vampir ist, aber ein guter. Sie bittet Batman um Hilfe im Kampf gegen die bösen Vampire. Für Batman bleibt diese Bekanntschaft nicht ohne Folgen: Auch er verändert sich immer mehr und lernt Seiten von sich kennen, die ihm vorher fremd waren an denen er dann aber Gefallen findet. Beide treten dann an im Kampfe gegen Dracula.

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Was wäre, wenn in diesem Kampf Mensch gegen Vampir auch noch Batmans übelste Widersacher mitmischen würden? Dieser Frage geht der zweite Band „Blutsturm“ nach. Die Veränderungen, die im zweiten Teil begonnen hatten, gehen für Batman weiter und die Qualen nehmen immer mehr zu. Das Blut ist Ekstase und der unendliche Durst nicht stillbar und so wird der „gute Vampir Batman“ am Ende selbst Opfer dieses Verlangens. Eine schwere Aufgabe steht Alfred und Commissioner Gordon bevor.

In einer Stadt ohne Batman kann sich das Böse ohne jeden Wiederstand ausbreiten. Hilfe scheint nicht in Sicht. Doch der gute alte Alfred erweckt tief in unten in der Bathöhle seinen ehemaligen Herrn aus seiner Gruft. Völlig enthemmt und der Last der frühen Schwure entbunden, kann Batman unter dem Gesindel aufräumen, bis keiner mehr am Leben ist. Wer schon sich gerne einen guten Splatter-Film anschaut, oder liebevoll im örtlichen Schlachthof aushilft, der wird hier einiges wiedererkennen und besonders im dritten Band „Blutroter Nebel“ voll auf seine Kosten kommen. Alle bekannten Gesichter aus Batman Rogue-Gallery (Riddler, Two-Face, Pinguin, Scarecrow, Amygdala, Poison Ivy, Killer Croc, Black Mask, Mr. Zsasz,…) haben hier ihren Auftritt, wenn auch ihren letzten. Nun hat die Sünde sein Herz geschwärzt und das Böse seine Seele verzehrt. Auf ihn wartet das unbekannte Schicksal des Nichts.

Kelley Jones ist ein Meister der Darstellung. Seine übersteigerten Bilder sind in der Lage, das Grauen perfekt darzustellen und eine Atmosphäre einzufangen, in die der Betrachter sehr gerne eintaucht und nur sehr schwer sich ihrer wieder entziehen kann.

Nie wirkte Batman menschlicher und so ist das Ende alles andere als vorhersagbar.

Norbert Elbers


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Hier geht´s zur BUCH-Besprechung von „Batman – Die Welt des dunklen Ritters“
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Time Masters: Auf der Suche nach Batman

Batman ist verloren in dem Zeitenstrom. Das wissen Rip Hunter und Booster Gold. Er ist nicht tot – wie es so viele glauben nach den Ereignissen von FINAL CRISIS. Darkseid tötete nicht Batman, sondern schleuderte ihn mit Hilfe seiner Omega-Strahlen zurück in die Steinzeit.

Time Masters: Auf der Suche nach Batman

Und da ist er jetzt – ohne jede Erinnerung! Und Darkseid weiß, dass Batman – Bruce Wayne – der reine Kämpfer ist. Egal in welche Falle man ihn steckt – er kommt wieder raus. Also wird er merken, dass er nicht hierhin gehört und er versuchen wird seinen Weg zurück zu finden. Aber was bedeutet das für die Zeit? Natürlich nichts Gutes! Zumal Bruce durch die Omega-Strahlen derart aufgeladen ist, dass er bei jedem Zeitensprung nach vorne mehr und mehr “Omega-Energie“ aufnimmt und an dem Zeitpunkt, wenn er den letzten Sprung zu seiner Zeit zurück gemacht haben wird, das ganze Universum zerstören würde. Heilige gemeine Falle, Batman! Wie da raus kommen?

Time Masters: Auf der Suche nach Batman

Im letzten möglichen Moment des Universums – der letzten möglichen Nanosekunde bevor alles aufhört zu sein – da leben die Linear Men; eine Gruppe von mehreren Personen mit unterschiedlichen Fähigkeiten. Sie Leben in einer Festung genannt Vanishing Point. Ihre Aufgabe ist es, über den gleichmäßigen Ablauf der Zeit zu wachen und Zeitparadoxien zu verhindern, bzw. zu korrigieren. Einer von ihnen ist Rip Hun. Aber wenn mehrere Personen eine so wichtige Aufgabe haben wie das Beschützen der Zeit selbst, dann kann es schon mal Meinungsverschiedenheiten geben. Und so hat Rip kurzerhand seine Mitstreiter in eine Zelle im Vanishing Point eingeschlossen.

Time Masters: Auf der Suche nach Batman

Aber da ist dann noch eine Gruppe von Superbösewichten – die “Zeitenstehler“ (Black Beetle, Despero, Per Degaton und Ultra-Humanite) – welche ihre eigenen Vorteile sehen im Manipulieren der Zeit. Sie befreien zwei der Linear Men (Matthew Ryder und Liri Lee) und die Ereignisse nehmen ihren Lauf…

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Die vorliegenden Geschichten beinhalten nicht so viel Batman, wie es vielleicht der Titel vermuten ließe. Die vier Freunde (Booster Gold, Rip Hunter, Green Lantern und Superman), die Batman durch den Zeitenstrom hinterher hecheln, haben zwar einige Momente, wo es Berührungspunkte zu den parallel laufenden Ereignissen von DC Premium 73 -Batman – Die Rückkehr von Bruce Wayne gibt, aber erleben doch bei ihrer Reise ihre eigenen Abenteuer.

Norbert Elbers


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Batman – Der dunkle Ritter schlägt zurück

Im Jahre 1986 eroberte eine 4-teilige Miniserie die Comic-Welt im Sturm und revolutionierte für immer die Art und Weise, wie Menschen das Medium Comic betrachteten und betrachten. Für viele ist es der Comic schlechthin: THE DARK KNIGHT RETURNS. Und nun, fünfzehn Jahre später, gibt es von diesem Meisterwerk eine Fortsetzung vom selben Autor und Zeichner: Frank Miller und für die Farbgebung ist wieder seine Frau Lynn Varley verantwortlich ist. Von vielen Fans wurde dieser Comic sehnsüchtig erwartet, aber auch kritisch gesehen. Kann es von solch einem Werk überhaupt eine Fortsetzung geben? Die Erwartungen sind sehr sehr hoch.

Aber nun ist es soweit.

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Die Fortsetzung spielt drei Jahre später nach den Ereignissen aus „Die Rückkehr des Dunklen Ritters“. Alles ist ruhig und die Welt scheint perfekt. An der Oberfläche sieht es zumindest so aus. Brave New World!

Where are our heroes?

Die Superhelden von einst sind nun Gefangene und durch Druck zu Marionetten verkommen: Sie trauen sich nichts mehr – kein Widerstand aus Angst um gefangene Geiseln, die jederzeit gegen sie ausgespielt werden können. Beraubt ihrer Fähigkeiten und Kräfte, nackt und bloßgestellt, eingeschlossen und weggeschlossen. Aus Angst um seine Frau Iris ließ sich wohl Barry Allen fangen und aus Angst um die Flaschenstadt Kandor – in der auch seine Cousine Kara gefangen gehalten wird – ist der einst mächtigste Superheld der Erde – Superman – nur noch ein Befehlsempfänger der Obrigkeit.

Aber wer ist diese Obrigkeit, die alle Fäden in der Hand hält? Was ist die Wirklichkeit und wer suggeriert sie?

Der Präsident der Vereinigten Staaten ist nur noch eine Computersimulation und die Nachrichten im Fernsehen werden von nackten Frauen vorgetragen. Die Welt ist nur noch eine einzige Lüge. Geglaubt wird, was geglaubt werden darf.

Es scheint nur noch einen einzigen freien Mann zu geben.

This wasn’t the deal!

Und so ist es für ihn Zeit aufzustehen und anzugehen gegen die falsche Obrigkeit. Nicht länger kann er mehr die Situation ertragen. Nur dieser eine wagt es und er hat gut ausgebildete Verbündete: An erster Stelle Catgirl (Caroline Keene Kelly – im ersten Band noch als Robin unterwegs). Ihr zur Seite stehen die Batboys.

Ihre Aufgabe: Die Befreiung der Helden. Als erstes Atom – Ray Palmer.

Er ist auf atomare Größe geschrumpft und in einer Petrischale gefangen. Nackt muss er gegen riesige Monster kämpfen aber er gibt nicht auf. Doch „Gott hat Erbarmen“ und schickt Hilfe in Form von Catgirl. Sie gibt ihm das Gerät wieder mit dem Auslöser für das Zwergsternfragment aus dem er seine Kräfte bezieht und sofort kann er wieder seine Größe kontrollieren und sich selbst befreien.

Just like in old times? …………… No, it’s a whole new ballgame!

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Spätestens nach der Befreiung von Barry Allen ist allen klar, wer dahinter stecken muss und so bekommt Superman den Befehl ihn zu stoppen. Er dringt in seine Höhle ein – aber der Hausherr ist gut vorbereitet: Eine Computersimulation des Tyrannosaurus Rex lenkt ihn ab und Green Arrow schießt seine Trickpfeile mit Kryptonit-Napalm auf ich ab. Geschwächt und außer Gefecht gesetzt steckt er noch eine ordentliche Tracht Prügel ein.

Ein starkes Stück Comic, der von Heldentum und Mut erzählt, von Altruismus, wie ihn nur wenige kennen.

Nur ein Einziger steht auf und bietet die Stirn: Schon zu lange hat er sich das alles angeschaut und nun ist es Zeit zu handeln. Er tut, was getan werden muss – es ist sicherlich keine leichte oder schöne Aufgabe, aber am Ende wird er siegen.

Die Wege der Befreiung werden großartig in Szene gesetzt. Allein die Befreiungsszene in der Atom aus seiner Gefangenschaft in der Petrischale erlöst wird und die anschließende Flucht, ist sechzehn starke Seiten lang.

Exemplarisch und sehr detailliert wird die Situation beschrieben, in der sich die Helden befinden.

Die Leserschaft ist ganz klar jene, die mit der pre-Crisis comicmäßig sozialisiert wurde. Kara Zor-El ist Supergirl und Flash ist Barry Allen. Die Flaschenstadt Kandor existiert in ihrer ursprünglichen Version.

Ein Comic, der genial und Szene gesetzt ist, der Spaß macht und der auch sehr glaubwürdig eine Story erzählt. Humor kommt dabei nicht zu kurz: Auf der Flucht versteckt Catgirl Atom im Mund und schluckt ihn versehentlich runter – das war nicht professionell. Die Kommentare sind witzig und pointiert: „Das ist typisch für ihn – er schickt ein Kind!“

Ein Comic, der mit ein wenig Hintergrundwissen richtig Laune macht – aber auch ohne sehr gut auskommt. Was wäre die Höhle ohne den bekannten Tyrannosaurus Rex? Jetzt nicht mehr ausgestopft, sondern computersimuliert.

Miller schöpft wieder aus seiner ganzen Erfahrung und es fällt auch nicht schwer Anleihen aus seinen anderen Werken zu entdecken: Wonder Woman sieht wie eine Kriegerin aus „300“ aus. Die Situation erinnert an „Sin City“.

Doch trotz aller Leichtigkeit und rasanter Inszenierung ist die Botschaft hier ganz klar: Töten wird auf keinen Fall geduldet – unter keinen Umständen. Bei der Befreiung von Barry Allen wird von den Batboys ein Wächter erschossen. Die Strafe und Maßregelung folgt auf den Fuß.

Frank Miller hat hier wieder ein Werk abgeliefert, das Maßstäbe setzt. Er ist und bleibt ein Glücksfall für das Medium Comic. Frank Miller hat einmal beschrieben, wie er als kleiner Junge in einem Comic mit dem Dunklen Ritter versunken ist und bis heute nicht mehr so ganz aufgetaucht ist. Das nimmt man ihm wieder einmal ein Stück mehr ab!

Seine Geschichten regen zum Nachdenken und Handeln an: Wie sieht unsere Realität aus und wo sind da Missstände, gegen die man angehen müsste. Wer hat den Mut?

Noch stehen zwei Bände aus. Ein sehr viel versprechender Anfang ist gemacht – ich freue mich schon drauf. Viele Fragen müssen noch geklärt werden. Wie kam es dazu? Wer genau außer Lex Luthor und Brainiac sind die Hintermänner? Was alles ist in den drei Jahren vorgefallen? Und vor allem: Wie wird die Situation am Ende des dritten Teiles sein? Wie wird es weitergehen?

Und in mir kommt die Vermutung auf, dass dies erst der Startschuss zu einer ongoing Serie sein kann. Es würde sicherlich sehr gut in die augenblickliche Strömung passen, dass immer mehr versucht wird, gezielt Erwachsene (mature readers) anzusprechen. Und was würde sich da besser eignen, als ein von Frank Miller konzipierter und gemachter Batman?

Norbert Elbers


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DC-Crossover: Batman/Tarzan

So langsam gingen dem Dino Verlag ja die Crossovers aus, doch zum Glück brachte Disney einen Tarzan-Trickfilm in die Kinos. Dark Horse veröffentlichte nicht nur die (gelungene) Comic-Adaption zum Film, sondern unternahm auch ansonsten alles Mögliche um Edgar Rice Burroughs Urwaldmenschen auch im Medium Comic wieder etwas populärer zu machen.

DC-Crossover: Batman/Tarzan

Ein gutes Mittel ist da natürlich ein Crossover. So gab es neben einer Begegnung von Tarzan mit „Carson von der Venus“ (stammt genau wie „John Carter vom Mars“ ebenfalls von Burroughs) auch ein vierteiligen Zusammentreffen mit dem Crossover-Veteran Batman, das Dino in zwei Heften herausbringt.

DC-Crossover: Batman/Tarzan

Der Reiz dieses Comics besteht darin zu sehen wie ein Zusammentreffen dieser beiden scheinbar total verschiedenen Helden überhaupt möglich ist. Recht hilfreich ist es dabei, dass Ron Marz die Geschichte in den dreißiger Jahren spielen läßt, denn zumindest Tarzan und manchmal auch Batman wirken in unserer gegenwärtigen Alltagsumgebung oft etwas unpassend.

DC-Crossover: Batman/Tarzan

Bruce Wayne und Lord Greystoke treffen sich zunächst bei einer Museumseröffnung im Zivil und später dann natürlich in voller (oder bei Tarzan etwas weniger voller) Montur beim Kräftemessen über den Dächern von Gotham City. Auch optisch gibt es nichts zu meckern: Igor Kordeys Zeichnungen erinnern nicht selten an Enki Bilal, während Chris Chuckrys oft etwas violette Farbgebung anscheinend von Richard Corben beeinflusst wurde.

DC-Crossover: Batman/Tarzan

Zur deutschen Ausgabe bleibt noch anzumerken, dass das von Dino gewählte rötliche Dave Dorman-Cover von Heft 2 dem sehr viel schöneren grünlichen Titelbild des ersten US-Heftes, dass dankenswerterweise auch im Dino-Heft veröffentlicht wurde, deutlich unterlegen ist. Außerdem wurde die erste Seite des Comics durch ein pralles Impressum ziemlich entstellt, während die eigentlichen Credits auf Seite 6 immerhin halbwegs dezent eingefügt wurden.


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