Carl Barks – Calgary Eye Opener

Carl Barks bedarf wahrscheinlich keiner großen Vorstellung. 1942 kündigte der Zeichner bei Walt Disney, weil seine Stirnhöhlen die Klimaanlage in der Animationsabteilung in Burbank nicht vertragen haben. Er hatte im Studio zunächst als Zwischenphasen-Zeichner gearbeitet und anschließend schrieb er Gags für die Zeichentrickfilme. Dabei entwickelte er eine Vorliebe für Donald Duck.

Calgary Eye-Opener
Das Buch mit Schutzumschlag

Als der 41-jährige Barks die Disney-Studios verlassen hatte, zog er auf eine 100 km östlich von Los Angeles gelegene Farm. Dort versuchte er sich als Hühnerzüchter und als selbständiger Zeichner. Der Held seiner ersten noch in Teamwork entstandenen Comic-Geschichte war Pluto. Comic-Geschichte schrieb er danach mit seinen im Alleingang realisierten Stories über Donald und Onkel Dagobert, die aktuell von Egmont als Lustiges Taschenbuch Classic! in einer preiswerten chronologischen Ausgabe veröffentlich werden.

Carl Barks - Calgary Eye Opener
Das Buch ohne Schutzumschlag

Obwohl auch das Frühwerk von Barks interessant ist, wurde es in Biografien über ihn meist nur am Rande erwähnt. Dabei hat Barks seine Anstellung bei Disney der Routine zu verdanken, die sich der Autodidakt sieben Jahre lang durch seine Cartoons und Illustrationen – darunter auch Zeichnungen von Enten! – für den Calgary Eye-Opener erarbeitet hatte. Seiner Bewerbung an Disney legte er 1935 sogar einige seiner Arbeiten für das Witzblatt bei.

Carl Barks - Calgary Eye Opener

Jetzt präsentiert ein großformatiger gebundener Bildband jene nicht immer ganz stubenreinen Herrenwitze, die Barks für den Eye-Opener zeichnete. Das Buch ist so aufgemacht, dass es – wenn der ziemlich hässliche pink-orangfarbene Schutzumschlag entfernt wird – genau wie der 2012 ebenfalls mit blauem Buchrücken erschienene Band mit den Ölgemälden des Disney-Zeichners, perfekt neben die 30-bändige Carl Barks Collection passt.

Eye-Opener

Die Aufmachung mit Fadenheftung, Leinenrücken und Goldprägung ist beeindruckend. Inhaltlich sieht es allerdings nicht ganz so gut aus. Für die deutsche Ausgabe wurden nur die Begleittexte des Herausgebers Geoffrey Blum übersetzt. Alles andere – auch viele sehr umfangreichere Texte aus dem Eye-Opener – wurden im englischen Original belassen. Bei Egmont sah sich niemand in der Lage sah, „den Witz der Entstehungszeit (…) auf dem Weg einer wortgetreuen Übersetzung“ einzufangen.

Eye-Opener
Alle Abbildungen © Egmont Serieforlaget AS

Ob die 90 Euro für den  auf 999 Exemplare limitierten Band gut angelegt sind, muss jeder selbst entscheiden.

Carl Barks - Calgary Eye Opener

Weitere Infos zum Buch gibt es in meinem Artikel in der neuen Comixene, die am 28. August erscheint.

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