Archiv der Kategorie: Buch

Lesenswerte Bücher

Stephen King: Mr. Mercedes

Mit „Christine“ und „Der Buick“ – Stephen Kings anderen „Autobüchern – hat „Mr. Mercedes“ wenig gemeinsam, denn übersinnliche Elemente wie fluchbeladene Alltagsgegenstände sucht der Leser diesmal vergebens. King bemüht sich sein Buch fest in der Realität zu verankern. Dies zeigt sich bereits im ersten Kapitel, in dem King mit viel Einfühlungsvermögen einige Frühaufsteher beschreibt, die hoffen bei einer städtischen Jobbörse endlich wieder einen Job zu finden. Mitten hinein in diesen traurigen Haufen von Arbeitssuchenden fährt am Ende des Kapitels „Mr. Mercedes“ mit seinem Benz. Nachdem der Psychopath etliche Menschen überfahren hat, kann er dank deutscher Wertarbeit unerkannt in seiner gestohlenen wuchtigen Nobelkarosse entkommen.

Stephen King: Mr. Mercedes
Hardcover-Cover

 

Die Hauptfigur des Buches ist der pensionierte Polizist Bill Hodges, dem es während seiner aktiven Zeit nicht gelang „Mr. Mercedes“ zu schnappen. Er wird jedoch vom Killer beobachtet und durch einen anonymen Brief provoziert. Eigentlich beabsichtigte Brady Hartsfield alias „Mr. Mercedes“ den immer depressiver werdenden Hodges durch Psycho-Tricks, wie manipulative Mails, in den Selbstmord zu treiben. Dies war ihm zuvor bereits bei der Besitzerin des Todes-Mercedes gelungen, die sich Vorwürfe machte, weil Hartsfield so einfach an die Schlüssel ihrer Wagens gekommen war. Doch bei Hodges erreicht „Mr. Mercedes“ genau das Gegenteil, denn dieser setzt alles dran um den Killer zu schnappen. Doch auch Hartsfield hat sich noch lange nicht zur Ruhe gesetzt.

Stephen King: Mr. Mercedes
Softcover-Cover

„Mr. Mercedes“ zeigt, dass Stephen King keine Fantasy- oder Horror-Gimmicks braucht um ein spannendes und mitreißendes Buch zu schreiben. Auch der Alltag und insbesondere das Internet bieten genügend Abgründe. Das Buch fesselt über die volle Länge von 600 Seiten. Einmal mehr gelangen King interessante Charaktere sowohl im guten wie auch im bösen, sowie diesmal sogar ein an Spannung kaum zu überbietendes Finale

Bereits ein Jahr nach “Mr. Mercedes“ erschien mit “Finderlohn“ eine Art Fortsetzung und das Buch “Mind Control“ vollendet schließlich die Trilogie um Bill Hodges.

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Michelangelo – Das vollständige Werk

2007 erschien beim Taschen Verlag der gewaltige über 700-seitige Bildband „Michelangelo – Das Gesamtwerk“ zu dem ein Kritiker vom Londoner Sunday Express Magazine anmerkte: „Falls ein Besuch in der Sixtinischen Kapelle gerade nicht ansteht, ist dieses prächtige Buch ein vollwertiger Ersatz.“ Die riesige Schwarte kostete seinerzeit 150 Euro und ist mittlerweile – wie viele Bücher aus dem Hause Taschen – vergriffen und wird hoch gehandelt.

Michelangelo - Das vollständige Werk

Doch wie ebenfalls bei Taschen üblich, liegt jetzt eine etwas kleinformatigere sehr viel preiswertere aber immer noch gebundene Ausgabe vor, die ebenfalls eine Reise nach Rom ersetzten könnte. Im Buch wird Michelangelo auch als Bildhauer sowie als „Architekt in Florenz und Rom“ unter besonderer Berücksichtigung der Kuppel des Petersdoms gewürdigt. Als umfangreiche Anhänge sind noch Kataloge mit Abbildungen aller Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen und Architekturen enthalten.

Michelangelo - Das vollständige Werk

Das Kernstücke des Prachtbandes ist natürlich Michelangelos von 1505 bis 1512 realisierte „Sixtinische Decke“ mit der legendären „Erschaffung Adams“ im Zentrum. Hierzu enthält das Buch sehr viele Fotos, Skizzen, Ausschnittsvergrößerungen sowie Klapptafeln mit der kompletten Decke und einzelnen Highlights und das Goethe-Zitat „… ohne die Sixtinische Kapelle gesehen zu haben, kann man sich keinen anschauenden Begriff machen, was ein Mensch vermag“. All dies könnte vielleicht doch noch dazu verleiten die Koffer nach Rom zu packen.

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Olivia Vieweg: Bin ich blöd, oder was? – Klassenfahrt des Grauens

Die 1987 in Jena geborene Olivia Vieweg überzeugte bereits mit ihren Comic-Alben. Bei „Huck Finn„, ihrem Beitrag zu Suhrkamps Comicreihe, handelt es um eine in die ostdeutsche Gegenwart verlegte Neuinterpretation von Mark Twains Klassiker. „Antoinette kehrt zurück“ hingegen ist das erfreuliche Resultat eines von den Egmont Verlagsgesellschaften ausgeschriebenen Wettbewerbs und beschäftigt sich vor dem Hintergrund einer spannenden Geschichte mit Mystery-Touch mit dem Thema „Mobbing“. Auch ihr Comic „Schwere See, mein Herz“ ist sehr empfehlenswert.

Olivia Vieweg: Bin ich blöd, oder was? - Klassenfahrt des Grauens
Bei ebenfalls den ebenfalls zur den Egmont Verlagsgesellschaften gehörenden Schneiderbüchern erscheint jetzt ein Buch für Kinder und Jugendliche von Olivia Vieweg, das ebenfalls überzeugt. Hauptfigur ist die 15-jährige Mari, die das Mauerblümchen in der Eliteklasse ihrer Schule aber auch in ihrer von Genies bevölkerten Familie ist. Einziger Lichtblick ist ihre wunderschöne immer fröhliche Freundin Stella, die dank ihres Talents sich in der Schule durchzumogeln den Spitznamen „Spicka“ trägt.

Olivia Vieweg: Bin ich blöd, oder was? - Klassenfahrt des Grauens

Das Buch „Bin ich blöd, oder was?“ schildert die Erlebnisse von Mari und Spicka auf einer „Klassenfahrt des Grauens“, bei der fast alles schief läuft. Wir bekommen Einblick in Maris intimes Tagebuch. Hier hält sie ihre meist sehr komischen Gedanken fest und nicht nur wenn einmal eine Seite frei geblieben ist, platziert sie dort witzige Zeichnungen mit Comic-Elementen. Überhaupt wäre das Buch ohne auf allen Seiten eingefügten Zeichnungen nur halb so lesenswert und daher sei es auch alles Comic-Freunden wärmsten empfohlen.

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Alien – Das Archiv: Der ultimative Guide zu den klassischen Filmen

Gleichzeitig mit der Veröffentlichung von Archie Goodwins und Walter Simonsons gelungener Comic-Adaption von Ridley Scotts ALIEN erscheint bei Cross Cult ein opulenter Bildband als “Guide zu den klassischen Filmen“.

Alien - Das Archiv: Der ultimative Guide zu den klassischen Filmen

Das Buch lässt kaum Wünsche offen. Bei mir wären diese Wünsche gewesen, noch etwas mehr darüber zu erfahren, inwieweit der 2014 verstorbene Schweizer Künstler H. R. Giger, dem das Buch gewidmet ist, tatsächlich an der Realisierung von Scotts Film beteiligt war und warum vermieden wurde ihn an den drei Fortsetzungen maßgeblich mitarbeiten zu lassen. Im sehr empfehlenswerten Buch “HR Giger Filmdesign“ ist zu lesen, dass es 1986 dem Regisseur von “Poltergeist II“ erfolgreich gelungen war, zu verhindern, dass Giger davon erfuhr, dass James Cameron die Fortsetzung “Aliens“ drehte. Stattdessen hat der Schweizer Künstler sein Talent in die misslungene “Poltergeist“-Fortsetzung eingebracht.

Alien - Das Archiv: Der ultimative Guide zu den klassischen Filmen

Das Buch “HR Giger Filmdesign“ enthält zahlreiche leider nicht verwendete Giger-Entwürfe zu David Finchers “Alien 3“, die eigentlich auch in “Alien – Das Archiv“ abgebildet sein müssten. Stattdessen wurden dort etliche (sicher auch interessante) Entwürfe des ursprünglich für “Alien 3“ vorgesehenen neuseeländischen Regisseurs Vincent Ward (“Der Navigator“) abgedruckt. Dieser wollte den Film auf einem nur aus klösterlichen Holzbauten bestehenden Planeten ansiedeln, war aber anscheinend auf dem Holzweg. Ward wurde ausgetauscht und David Fincher lieferte mit “Alien 3“ sein ziemlich verstörendes Spielfilm-Debüt ab.

Alien - Das Archiv: Der ultimative Guide zu den klassischen Filmen

“Alien – Das Archiv“ überzeugt durch eine abwechslungsreiche Zusammenstellung von Fotos und Entwurfszeichnungen aus allen vier Filmen. Darunter befinden sich Bilder vom Comiczeichner Jean Giraud alias Moebius, der die Raumanzüge für den ersten Film entwarf, sowie von den futuristischen Designern Chris Foss, Ron Cobb und Syd Mead. Doch auch die durchaus kritischen Texte sind interessant. Anscheinende wurde ausgiebig mit Sigourney Weaver kommuniziert, die sich im Falle eines guten Drehbuchs durchaus vorstellen könnte, ein fünftes (und letztes) Mal die Rolle der Ellen Ripley zu spielen. Auch die Texte und Bilder zu den drei „Alien“-Fortsetzungen haben mir so gut gefallen, dass ich mir die Filme gleich wieder im Heimkino ansehen musste.

RODDENBERRYS IDEE – Die Star Trek – Originalserie im Wandel der Zeit

Spät kommt es, aber es kommt, möchte man fast sagen. Vor langer, langer Zeit gab es sehr viele Bücher zum Thema Star Trek. Viele davon waren reich und bunt bebildert, manche hatten sogar fundierte Texte vorzuweisen. Doch nur wenige Sekundärwerke bemühten sich auch noch darum die Fan-Perspektive zu verlassen und halbwegs kritisch mit dem von Gene Roddenberry umzugehen, ein Buch in dieser Qualität hat es im deutschen Sprachraum allerdings noch nicht gegeben.

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Ein erster Blick lässt vermuten, dass Jan Schlieckers großformatiges 480-seitiges, kaum bebildertes aber dafür recht klein und zweispaltig gedrucktes Buch sich mit dem kompletten Star Trek Universum beschäftigt. Doch der Untertitel zu “Roddenberrys Idee“ lautet “Die Star Trek – Originalserie im Wandel der Zeit“. Daher befasst sich Schliecker recht kompakt mit der schon häufig erzählten Entstehungsgeschichte von “Raumschiff Enterprise“, sehr ausführlich und auch kritisch widmet er sich dann den 79 Episoden der ersten Star Trek Serie, die zwischen 1966 und 1969 entstanden sind. Dabei geht er sowohl auf die Inhalte und die Produktionsgeschichte ein. Interessant sind auch die Infos, die er zur deutschen Synchronisation zusammengetragen hat.

RODDENBERRYS IDEE - Die Star Trek – Originalserie im Wandel der Zeit
© Paramount Pictures. Alle Rechte vorbehalten

Auf den letzten 100 Seiten des Buches beschäftigt sich Jan Schlieckers dann mit den Star Trek Kinofilmen, wobei er sich ausschließlich für jene Filme interessiert, die auf der klassischen Serie und nicht auf dem Nachfolger The Next Generation basieren. Wenig Gnade finden hier – und das ist mein einziger Kritikpunkt an dem Buch – die beiden letzten Filme von J. J. Abrahms denen Schliecker genau wie viele eingefleischte Trekker auf eine fast schon etwas intolerante Art wenig bis gar nichts abgewinnen kann. Dennoch dokumentiert er sehr ausführlich und faktenreich auch die Entstehungsgeschichte dieser beiden Filme, die recht frisch (aber auch recht frei) die klassische Serie neu interpretierten. Selbst wer schon zahlreiche Bücher zum Thema Star Trek verschlungen haben dürfte und sich sämtliches DVD-Bonusmaterial zu Gemüte geführt hat, wird an diesem Buch seine helle Freude haben.

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Jack Ketchum: Lebendig

Sein 1998 in den USA erschienenes Buch „Right to Life“ wurde mit dem Titel „Lebendig„, den die sechszehn Jahre später veröffentlichte deutschen Erstausgabe trägt, nur recht unzureichend präsentiert. Einmal mehr packt Jack Ketchum („Evil„, „Jagdtrip„) ein heißes Eisen an. Die in den USA besonders heftig – gelegentlich auch gewalttätig – geführte Debatte um das Thema Abtreibung ist der Hintergrund für eine weiteren Blick von Ketchum in menschliche Abgründe.

Jack Ketchum: Lebendig

Die geschiedene Sara, die ihren Sohn bei einem Unglück verloren hat, ist schwanger von ihrem verheirateten Liebhaber Greg. Auch weil dieser nicht daran denkt seine Familie zu verlassen, entscheidet sie sich dazu ihre Tochter abtreiben zu lassen. Auf dem Weg zur Klinik mit Angst davor, sich den Weg durch eine Horde fanatischer Abtreibungs-Gegner bahnen zu müssen, wird Sara entführt und in eine sarggroße Kiste gesperrt…

Jack Ketchum: Lebendig

Wie von Ketchum nicht anders zu erwarten, ist auch „Lebendig“ ein äußerst spannend erzähltes Buch, mit interessant charakterisierten glaubhaften Hauptfiguren. Doch auf den nur knapp 180 nicht eben eng bedruckten Seiten des Romans, kann sich die interessante Geschichte nicht voll entfalten. Nach einer sorgfältig aufgebauten Ausgangssituation, mündet die Geschichte – bevor sie allzu unbequem wird (wovor Ketchum sonst nicht zurückschreckt) – sehr schnell in ein nur bedingt überraschendes Finale. Zur Andickung des Buches sind neben einem ausführlichen Werkverzeichnis noch zwei mehr („Tapferes Mädchen“) oder weniger („Rückkehr“) gelungene Kurzgeschichten enthalten, die ebenfalls belegen, dass Ketchum zum Erreichen seiner vollen erzählerischen Kunstfertigkeit einen gewissen Buchumfang von geschätzt mindestens 200 Seiten benötigt.

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Tiki Pop – America imagines its own Polynesian Paradise

Den Stadtarchäologen Sven A. Kirsten hat es schon immer fasziniert, dass in den Fünfziger Jahren zahlreiche biedere US-Bürger daheim (zumindest innenarchitektonisch) den Wilden raushängen ließen. Exotisch wirkende Fetische galten als modern und auf primitiv getrimmte Möbelstücke brachten einen Hauch von Südsee in die gute Stube oder in damals angesagte Cocktail-Bars.

Tiki Pop - America imagines its own Polynesian Paradise

Kirsten hat dies als “Tiki Style“ bezeichnete Phänomen bereits 2003 zu einem ansprechend gestalteten gleichnamigen Buch verarbeitet, von dem es innerhalb der ICONS-Reihe des Taschen Verlags auch eine abgespeckte Version gibt. Mit dem mittlerweile bereits vergriffenen Band “Tiki Modern“ legte Kirsten 2007 noch einmal kräftig nach und präsentiert in einem wuchtigen Bildband u. a. eine beeindruckende Ansammlung von schaurig-schönen Einrichtungsensembles z. B. in Form von Lamas.

Tiki Pop - America imagines its own Polynesian Paradise

Doch damit noch nicht genug, jetzt folgt mit “Tiki Pop“ ein noch prallerer 370-seitiger Band, der zugleich auch der Katalog für eine im Pariser Musée du quai Branly gezeigte Ausstellung ist. Daher liegt das Buch auch in einer zweisprachigen Edition in Englisch und Französisch vor. Doch selbst wer beide Sprachen nicht versteht, dürfte seine Freude an der extravaganten Bebilderung haben. Wir werden unter anderen auch darüber informiert, dass es seinerzeit auch Tiki-Vergnügungsparks gab.

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Walt Disney in seinem “Enchanted Tiki Room“

Ein gar nicht so schwacher Abglanz davon ist eine im klassischen Disneyland in Kalifornien immer noch bestens funktionierende Attraktion, die daraus resultierte, dass Walt Disney auch gerne Tiki-Bars aufsuchte. Der “Enchanted Tiki Room“ präsentiert zur eigens dazu komponierten Musik von den Sherman-Brothers (“Mary Poppins“) Exotik pur mit sprechenden künstlichen Vögeln und singenden Götzen.

Tiki Pop - America imagines its own Polynesian Paradise

Sven A. Kirsten belegt in seinem reich bebilderten Buch “Tiki Pop“ mit Filmplakaten, Comicbook-Titelbildern, Werbeanzeigen oder LP-Covern, dass sich die Tiki-Kultur durch alle Bereiche der Unterhaltungskultur zog. Das letzte Kapitel “The Tiki Revival“ weckt Hoffnung, dass diese faszinierende Fake-Exotik doch noch nicht völlig verschwunden ist.

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JAMES BOND: MAN LEBT NUR ZWEIMAL

Der 1964 erschienene elfte (nicht mitgerechnet wurde die Kurzgeschichtensammlung “In tödlicher Mission“) James- Bond-Roman “Man lebt nur zweimal“ erzählt eine sehr viel interessantere und auch spannendere Geschichte als der drei Jahre später entstandene gleichnamige 007-Kinofilm. In Ian Flemings Buch geht es nicht um eine gewaltige Raketenbasis, die in einem erloschenen japanischen Vulkan versteckt wurde, um russische und US-Raumschiffe zu kapern.

JAMES BOND: MAN LEBT NUR ZWEIMAL

Das Buch ist eine direkte Fortsetzung des ein Jahr zuvor erschienenen Romans “Im Geheimdienst ihrer Majestät“ in dem James Bond heiratete und schon kurz durch den schurkischen Ernst Stavro Blofeld zum Witwer gemacht wurde. Dieser heimtückische Mordanschlag hat James Bond in ein tiefes Trauma gestürzt, was dazu geführt hat, dass er zwei Missionen vermasselte. Dennoch denkt sein Vorgesetzter M nicht daran ihn in den Ruhestand zu versetzen, sondern er schickt 007 auf eine Mission, die zu einer Art Selbstfindungstrip wird.

JAMES BOND: MAN LEBT NUR ZWEIMAL
Erstausgabe von 1964

James Bond soll versuchen vom japanischen Geheimdienst-Chef Tiger Tanaka Informationen über eine sowjetische Entschlüsselungsmaschine zu erhalten, was nicht eben einfach ist, da er sich dabei in US-amerikanisches Einflussgebiet begibt. Tanaka fordert von Bond einen Gegengefallen und beauftragt diesen damit einen mysteriösen Schweizer Biologen zu töten, der in einer alten Festungsanlage an der Küste einen Garten voller tödlicher Gewächse betreibt, der zu einer beliebten Anlaufstelle für zahlreiche japanische Selbstmörder geworden ist. Eifrige 007-Leser dürften schnell erraten haben, bei wem es sich um diesen geheimnisvollen Guntram Shatterhand, der in der deutschen Erstausgabe noch Guntram Martell hieß, in Wirklichkeit handelt.

JAMES BOND: MAN LEBT NUR ZWEIMALDiese etwas haarsträubende Rahmenhandlung inklusive eines hochdramatischen Finales macht jedoch nicht den Hauptreiz des Buches aus. Sehr viel spannender sind jene Kapitel in denen Fleming 007 gemeinsam mit Tiger Tanaka auf eine gemächliche Reise durch Japan schickt. Dabei sollen ihm die Eigenarten dieser eigenartigen Gesellschaft nahegebracht werden, denn für seine Mission wird James Bond in einen taubstummen Japaner verwandelt. Zuletzt geht er dafür auch noch bei einer attraktiven Perlenfischerin in die Lehre. Dass diese Dame mit dem hübschen Namen Kissy Suzuki zuvor eine Hollywood-Karriere abgebrochen hat, da nur der Brite David Niven in der US-Traumfabrik freundlich zu ihr war, wirkt in Flemings abenteuerlichen aber die Realität nicht völlig verleugnenden Gebräu keineswegs befremdlich.

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THE GODFATHER FAMILY ALBUM

Als Anfang der Siebziger Jahre – basierend auf einem Bestseller von Mario Puzo – der Mafia-Familienfilm “Der Pate“ entstehen sollte, war Francis Ford Coppola, der zuvor erst zwei Filme inszeniert hatte, nicht gerade die erste Wahl. Dennoch gelang es ihm nicht nur den Regie-Job zu bekommen, sondern gegen den Widerstand des Studios auch noch den in Hollywood verhassten Marlon Brando sowie den unbekannten Al Pacino für die Titelrollen durchzuboxen. Der Erfolg der ebenso meisterlich in Szene gesetzten wie exzellent gespielten Mischung aus Soap and Crime war so gewaltig, dass eine (gleichwertige!) Fortsetzung und ein schwächerer dritter Teil nicht ausblieben.

The Godfather Family Album

Der Taschen Verlag veröffentlichte 2008 in zwei sehr aufwändigen Editionen, die mit 1.250,- und 2.500 Euro zu Buche schlugen, ein Familienalbum, das zahlreiche von Steve Schapiro während der Dreharbeiten aufgenommenen Setfotos enthält. Die ebenfalls sehr interessant zusammengestellten Textbeiträgen enthalten als Highlight Mario Puzos launige Schilderung über die Entstehung des Romanes und seiner anschließenden Zeit in Hollywood inklusive einer Schimpfkanonade von Frank Sinatra, der sich – wohl nicht grundlos – in Buch und Film als nicht sonderlich vorteilhaft porträtiert wiedererkannte.

Ähnlich wie schon beim Prachtband “Billy Wilder´s: Some Like It Hot” liegt nun auch eine zwar etwas kleinere aber dafür auch deutlich günstigere Volksausgabe des Familienalbums vor. Das ist ein Angebot, das man nicht ablehnen sollte!

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Lexikon des internationalen Films – Filmjahr 2013

Aus den von 1951 bis 1989 erscheinenden „Handbücher der katholischen Filmkritik“ ging das „Lexikon des internationalen Films“ hervor. Dieses erschien erstmals 1987 in zehn Bänden beim Rowohlt Verlag und 1995 folgte eine komplett überarbeitete Neuauflage, der jährlich ein Ergänzungsband folgte. Basis der Besprechungen sind die im „film-dienst“ veröffentlichten Langkritiken, die sich (wie im damaligen Vorwort vermerkt) um eine „differenzierte Bewertung aus christlicher Werthaltung“ bemühen.

Lexikon des internationalen Films - Filmjahr 2013

In die Erstauflage des Lexikons wurde noch so manche etwas harsche Abkanzelung eines zum Zeitpunkt der Besprechung freizügig wirkenden Filmes übernommen und auch sehr eindeutige Empfehlungen ausgesprochen wurden. Die zweite Neuauflage die bei Zweitausendeins erschien hingegen bemüht sich um eine stärkere Neutralität und kann auch von Atheisten problemlos und sogar mit Gewinn benutzt werden. Die Kritiken fallen zwar insgesamt etwas knapper aus als z. B. im Heyne-Filmjahrbuch. Doch dafür ist auch wirklich zu jedem Film eine Wertung und nicht nur eine Inhaltsangabe enthalten.

Lexikon des internationalen Films - Filmjahr 2013

Mit diesem Ergänzungsband kümmert sich zum zwölften Mal der Schüren Verlag um die Fortführung des Lexikons. Etwas willkürlich ausgewählt und auch überflüssig erscheinen die vielen mit aufgenommenen Fernsehfilme. Nicht sonderlich geschickt ist es die englischsprachige Titel die mit “The“ beginnen unter “T“ einzuordnen.

Lexikon des internationalen Films - Filmjahr 2013

Sehr stark wird weiterhin das Medium DVD bzw. Blu-ray berücksichtigt. Bei vielen Filmen wird auch das Bonusmaterial der Heimkino-Veröffentlichung aufgelistet und bewertet. Dies ist naturgemäß etwas schwierig, da noch längst nicht alle der besprochenen Filme auf DVD oder Blu-ray vorliegen. Eine sinnvolle Ergänzung ist daher ein Anhang, der ausführlich auf „herausragende DVD und Blu-ray Editionen“ eingeht. Zusätzlichen werden auch noch „die besten Kinofilme des Jahres 2013“ gewürdigt, wobei sich über Geschmack natürlich streiten läßt (ist „Ich einfach unverbesserlich 2 “ wirklich ein empfehlenswerter Film und Disneys „Die Eiskönigin“ nicht?). Eine “Art Jahreschronik“ spießt Highlights des Kinojahres 2013 auf, während sich die einleitenden Texte diesmal sehr vielschichtig mit den Thema “Animationsfilm“ beschäftigen. Aufbau und Zusammenstellung überzeugen einmal mehr und das “Lexikon des internationalen Films“ ist somit auch diesmal wieder das beste – aber mittlerweile leider auch einzige – deutschsprachige Filmjahrbuch.

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