Archiv der Kategorie: Buch

Lesenswerte Bücher

WAYNE OF GOTHAM

Wer schon immer etwas mehr über die Hintergründe der Person Bruce Wayne erfahren wollte und dabei nicht nur auf Comics fokussiert ist, wird am Batman-Roman “Wayne of Gotham“ von Tracy Hickman seine Freude haben.

Wayne of Gotham

In diesem für Batman-Jünger vermutlich etwas Action-armen Werk bekommen zunächst Bruce Wayne und alle weiteren Einwohner Gothams eine Einladung zu einer geheimnisvollen Veranstaltung. Zur selben Zeit werden sowohl Verbündete des dunklen Ritters wie Commissioner Gordon als auch Gegenspieler wie der Joker oder Harley Quinn so manipuliert, dass sie Batman geheimnisvolle Botschaften überbringen die mit der Vergangenheit seiner Eltern in Verbindung stehen.

Zwischenzeitlich tauchen seltsame Dokumente auf, die andeuten, dass Bruce’ ermordeter Vater in bizarre Machenschaften verstrickt gewesen sein könnte, die sein damaliger Butler Jarvis Pennyworth gedeckt hat. Diese auf zwei Zeitebenen (50er Jahre und Gegenwart) stattfindende Geschichte bietet sogar einen besonders interessanten Schluss, der einen neuen Blickwinkel auf die Ermordung der Waynes wirft und vielleicht auch in die „New52“ Einzug halten könnte.

Zusammengefasst handelt es sich hierbei natürlich um extrem leichte Kost, die einen aber durchgängig unterhält und insbesondere Fans des DC-Aushängeschilds ans Herz gelegt werden kann.

Was den Autor anbelangt, kennt man Tracy Hickman vor allem durch die „Dragonlance“-Reihe, die für Rollenspieler Kult zu sein scheint. Generell ist er eher im Gefilde populärer Brett- und PC-Games zu verorten. „Wayne of Gotham“ ist diesbezüglich sein erster Roman über eine Comic-Figur. Nach dem offenen Schluss seines „Erstlings“ zu urteilen wird es nicht sein letzter Ausflug in Batmans Stadt gewesen sein.

Igor Barkan

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Lex Barker – Unsterblicher Old Shatterhand: Bilder seines Lebens

Der Franzose Pierre Brice war einst ein beeindruckender Apachen-Häuptling der in hauptsächlich mit westdeutschen Geldern produzierten Euro-Western über die jugoslawische Prärie galoppierte. Später dann hat er einiges seiner Winnetou-Würde eingebüßt, etwa als er 1998 im albernen ZDF-Zweiteiler „Winnetous Rückkehr“ Karl Mays legendären Indianer unsynchronisiert mit französischer Zunge sprechen ließ. Heute ist er in erster Linie dafür bekannt, zu den wenigen Menschen zu gehören, die nicht über Bullys “Der Schuh des Manitu“ lachen konnten.

LEX BARKER - UNSTERBLICHER OLD SHATTERHAND

Lex Barker hingegen wird für immer Old Shatterhand bleiben, auch wenn er zuvor bereits Tarzan war oder in Fellinis “La Dolce Vita“ auftrat. Der US-Amerikaner kam durch die westdeutschen Karl-May-Filme zu jenem Ruhm und den damit verbundenen Gagen von denen er in Hollywood nur träumen konnte. Nachdem die Karl-May-Reihe 1968 mit “Winnetou und Shatterhand im Tal des Todes“ beendet war, stagnierte auch die Karriere von Lex Barker.

LEX BARKER - UNSTERBLICHER OLD SHATTERHAND

Als dieser dann kurz nach seinem 54. Geburtstag am 11. Mai 1973 mitten in New York an einem Herzinfarkt starb, war dies für Michael Petzel ein ähnlicher Moment wie etwa die Ermordung Kennedys, also ein Ereignis bei dem man sich sein Leben lang noch genau daran erinnert, wo man war als es sich zutrug. Petzel hat schon einige beachtliche nicht nur für absolute Fans interessante Sachbücher über die Karl-May-Filme geschrieben, wie etwa “Karl-May-Stars“, “Das große Karl-May-Lexikon“ oder „50 Jahre Winnetou-Film“.

LEX BARKER - UNSTERBLICHER OLD SHATTERHAND

Pretzels “Lex Barker – Unsterblicher Old Shatterhand“ orientiert sich von der Aufmachung her an jenen breitformatigen textarmen Film-Bildbücher, die es den Fans lange vor der Erfindung des Video-Recorders erlaubte, daheim in den farbprächtigen Welten der Winnetou-Filme zu schwelgen. Der Karl May Verlag hatte bereits einige seinerzeit nicht erschienene Film-Bildbücher etwa zu “Winnetou und das Halbblut Apanatschi“ oder zu “Old Shatterhand“ aber auch zu „Der Schatz im Silbersee“ nachgelegt. Zu dieser Reihe passt auch Petzels prägnant geschriebener, sinnvoll gegliederter und mit viel exklusiven Fotos versehene Bildband zu Lex Barker.

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Die Tunisreise 1914: Paul Klee, August Macke, Louis Moilliet

“Studienreise nach Tunesien“ so überschrieb Paul Klee jenen Teil seiner Tagebücher der später so legendär gewordenen Reise, die er mit seinen Malerfreunden August Macke und Louis Moilliet im April 1914 unternommen hat. Sie verbrachten dort zwei sorglose Wochen, in der sie aber auch sehr intensiv zeichneten und aquarellierten. Gleich nach der Anreise, über Marseille und der überwundenen Seekrankheit von Klee, stellten sie fest, dass sie dort gut arbeiten konnten.

Die Tunisreise 1914: Paul Klee, August Macke, Louis Moilliet

„Den Kopf voll von den nächtlichen Eindrücken… Kunst – Natur – Ich… Man hat hier tausende Motive“ schrieb Klee. Später: „Die Farbe hat mich, ich brauche nicht mehr danach zu haschen.. Ich bin Maler.“ Anlässlich des 100. Jubiläums dieses Ereignisses ist jetzt in dem Paul-Klee-Zentrum in Bern eine sehr wichtige und großartige Ausstellung zu bewundern, die auf der Reise entstandene oder von ihr inspirierte Werke wieder vereint zeigen kann.

Die Tunisreise 1914: Paul Klee, August Macke, Louis Moilliet

Die dazu gehörige Publikation ist bei dem Verlag Hatje Cantz erschienen. Liebevoll sind die Aquarelle, Ölbilder und Zeichnungen abgebildet und dokumentiert. Ergänzt durch die Tagebuchseiten von Klee und Postkarten an Familie und Freunden. Das Fotoalbum von Macke zeigt uns die Maler und deren Motive. So das man ihren künstlerischen Weg gut nach verfolgen kann. Sorglos war diese Reise im April 1914, denn schon im August sollte der Erste Weltkrieg ausbrechen und schon im September fiel Macke in der Champagne. So gehören Mackes hier beschriebene Arbeiten heute zu seinem „Spätwerk“. Sie lassen erahnen, gerade im Vergleich mit Klee, wie er sich wohl hätte weiter entwickeln können.

Jason Schramm

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