Archiv der Kategorie: COMIC

Die neusten Comicalben auf dem Markt!

Batman: Der Kult

Ganz auf einer Stufe mit Frank Millers kurz zuvor entstandenen Batman-Meisterwerken The Dark Knight Returns und Year One, Arkham Asylum steht dieser Comic nicht. Doch dem ansonsten auch als Zeichner tätigen Jim Starlin und dem vor allen für seine gruseligen Bilder im Magazin Creepy oder der DC-Serie Swamp Thing bekannten Bernie Wrightson gelang 1988 ebenfalls ein einflussreicher Batman-Comic.

In ihrer vierteiligen Miniserie The Cult erzählen Starlin und Wrightson auf über 200 Seiten davon, wie es dem angeblich schon seit mehreren Jahrhunderten auf Erden wandelnden Diakon Blackfire gelingt Gothams Obdachlosen um sich zu scharen und dazu zu bringen kleine Gauner zu ermorden. Als sich Batman in die städtische Kanalisation begibt, um den Spuk zu beenden hat das katastrophale Folgen für den Dunklen Ritter.

Durch Drogen und Folter gelingt es Blackfire den Fledermausmann zu brechen und zu einem Teil seiner Gefolgschaft zu machen. Diese tritt an, um in Gotham scheinbar für Recht und Ordnung zu sorgen. Doch der Diakon will Chaos entfesseln, um die Ordnungskräfte zu destabilisieren und die Stadt unter seine Kontrolle zu bringen. Als Batman versucht dies zu verhindern, überschreitet er die Grenzen seiner körperlichen und geistigen Belastungsbarkeit…

Starlin erzählt seine hochspannende Geschichte geschickt verschachtelt, während Wrightson diese mit großartiger morbider Grafik und ungewöhnlichem Seitenlayout in Szene setzt. Nicht unerwähnt bleiben soll auch die gelegentlich ganz schön grelle Farbgebung von Bill Wray, die dazu beiträgt, dass The Cult zu einem außergewöhnlichen Werk wurde, das Comics wie Batman: Knightfall und Filme wie The Dark Knight Rises maßgeblich beeinflusste.

Nachdem Batman: Der Kult 1989 beim Hethke Verlag in vier Softcover-Alben erschienen ist, hat Panini den Klassiker in einer gebundenen DeLuxe Edition im Format 19 x 28 cm in neuer Übersetzung herausgebracht.

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Die ultimative Spider-Man-Comic-Kollektion

Im sogenannten Golden Age (1938 – 1955) des Superhelden-Comics wurden nur ein oder zwei Seiten benötigt um die Entstehungsgeschichte von Superman oder Batman zu erzählen. Als Marvel sein Silver Age (1956 – 1972) einläutete verwendete der Verlag nur unwesentlich mehr Raum darauf, um zu erklären, wie die Fantastischen Vier durch einen Raketenabsturz ihre Superkräfte erhielten.

Doch im August 1962 erzählten Stan Lee und Steve Ditko in Amazing Fantasy 15 schon etwas ausführlicher, wie der junge Peter Parker von einer radioaktiven Spinne gebissen wurde und erfuhr, dass die so erlangte Macht auch große Verantwortung mit sich bringt. Erst nach sechs Comicseiten ist erstmals das rotblaue Spinnenkostüm zu bewundern. Doch ein absolutes Novum stellte das im Oktober 2000 erschienene erste Heft der Serie Ultimate Spider-Man dar. Obwohl es mit 46 Comicseiten doppelt so dick wie die meisten US-Hefte war, konnte diesmal das Spider-Man-Kostüm nur auf dem Cover bewundert werden.

Im Innenteil lassen sich der neue US-Starautor Brian Michael Bendis und der Zeichner Mark Bagley (Spider-Man: Die Geschichte eines Lebens) sehr viel Zeit um Peter Parkers Alltag zu schildern. Der hochintelligente Schüler wird als Bücherwurm verlacht. Trost und Liebe findet er jedoch bei Onkel Ben und Tante May, sowie bei seiner Mitschülerin Mary Jane, die er in der klassischen Spider-Man-Serie erst sehr viel später kennenlernen sollte.

Erst am Ende des ersten Ultimate Spider-Man-Hefts erkennt Peter Parker, dass er Superkräfte besitzt und klebt an der Decke. Ein Kostüm hingegen ist noch lange nicht in Sicht. Dadurch, dass jeder Leser bereits weiß, dass Parker noch tolle Dinge im Spinnen-Outfit erleben wird, kann sich Bendis natürlich sehr viel mehr Zeit mit Peter Parkers Geschichte lassen und diese sensibler vertiefen als dies Stan Lee 1962 beim erstmaligen Vorstellen eines neuen Helden möglich war.

Die Serie schlug in den USA wie eine Bombe ein. Das erste Heft war sofort ausverkauft und wird mittlerweile hoch gehandelt. Marvel ließ dann anschließend Die Ultimativen X-Men, Die ultimativen Fantastischen Vier und dann auch noch The Avengers als Die Ultimativen auf die Leserschaft los. Bendis und Bagley schufen in 18 Jahren 111 Heften mit ihrem Ultimate Spider-Man.

Diese Serie veröffentliche bei Panini zunächst in 19 Sammelbänden. Ab September 2022 startete Die ultimative Spider-Man-Comic-Kollektion. Im Zweiwochentakt erscheinen 35 Hardcover-Bände mit einem durchgehenden Panorama-Buchrücken, der “mächtig Schwung ins Bücherregal“ bringen soll.

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Post Americana

Dieser dystopische Comic macht Hoffnung für die nahe Zukunft, denn hierin geht unsere halbwegs zivilisierte Welt erst am Ende des 23. Jahrhunderts durch von tektonische Verschiebungen und Erdbeben unter.

Doch so manche Komponente der Geschichte wecken Zweifel daran, ob der Autor und Zeichner Steve Skroce wirklich exakt recherchiert hat oder seine Informationen einfach nur aus Werken der Trivialkultur wie Mad Max, The Walking Dead oder dem Texas Chainsaw Massacre bezogen hat.

Andererseits hat Steve Skroce bereits Großes geleistet. Er arbeitete mit den Geschwistern Wachowski bei der Matrix-Trilogie und weiteren Filmen zusammen. Als Zeichner einer von Brian K. Vaughn (Y – The Last Man) geschriebenen Miniserie absolvierte er ein perfektes Training für Post Americana. Vaughan erzählt in We Stand on Guard davon, dass im Jahre 2112 sich das Klima so verändert, dass dadurch die Wasservorräte der USA zur Neige gehen und daher versucht wird, Kanada zu besetzen.

Auch in seiner Eigenproduktion Post Americana traut der Kanadier Skroce den Bewohnern der USA nicht über den Weg. Er erzählt von einer gewaltigen Bunkeranlage namens The Bubble, in der im Falle einer Katastrophe die hellsten Köpfe des Landes daran arbeiten sollen, die alte Ordnung wiederherzustellen. Doch stattdessen verbarrikadiert sich dort der Geldadel und feiert weiter Partys. Im apokalyptischen Ödland formiert sich Widerstand, der von der jungen Carolyn angeführt wird, die Spezial-Prothesen an Armen und Beinen trägt.

Trotz markanter Auftritte von Kannibalen und Mutanten setzt Steve Skroce nicht nur auf Splatter, sondern lässt auch geisteskranke Superhelden auftreten. Seine Geschichte steht immer wieder kurz davor völlig durchzuknallen und seine Bilder quellen über vor lauter ganz schön kranker Details.

Variantcover von Geof Darrow

Passend dazu stammt eines der Variant-Cover zu Pax Americana von Skroces großem Vorbild Geof Darrow (Hard Boiled). Post Americana ist zwar nicht der große ökologische Weckruf, aber immerhin ein ganz schön subversiver Katastrophen-Comic.

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Karl der Kleine: Printenherz

Nachdem sich Karl der Kleine in seinem letzten Abenteuer mit globalen Problemen auseinandersetzte und in der Klimahölle landete, steht im Zentrum seines neusten Comics wieder die Kaiserstadt Aachen. Dies ist die Wahlheimat des aus Hamburg stammenden Zeichners Alfred Neuwald alias Neufred (Die Weltenbummler, Stups der kleine Schwertwal) und in Aachen erfreut sich sein kleiner Karl großer Beliebtheit.

Das Album Printenherz wurde nach Karls Lieblingsnahrungsmittel benannt und im Zentrum der Geschichte steht ein Aachener Stadtoriginal. Der schlaksige Lennet Kann war ein Lebenskünstler, der sich durch diverse Festivitäten und Begräbnisse schnorrte. Dabei war er so einfallsreich und liebenswert, dass ihm kaum jemand böse sein konnte und er noch heute im Aachener Karneval weiterlebt.

Damit eine Begegnung zwischen Karl der Kleine, der im heutigen Aachen ansässig ist, und dem 1916 verstorbenen Lennet Kann möglich ist, hat sich Neufred ein besonders originelles Szenario ausgedacht. Auf dem Altstadtflohmarkt findet Karl ein Comicheft, in dem sein bester Kumpel als Superheld auftritt. Als er dem freundlichen Wassergott Granus das Druckerzeugnis zeigt, ist dieser entsetzt.

Die blaubärtige Gottheit, die bereits seit Jahrtausenden in Kleidern herumläuft, möchte jetzt endlich ihre weibliche Seite ausleben und fortan Grannini genannt werden. Da passen Auftritte als männlicher Superheld nicht mehr ins neue Gesamtbild. Durch eine Zeitreise soll verhindert werden, dass Ludwig Mies van der Rohe die Erfolgsserie mit Granus zeichnet. Dies macht durchaus Sinn, denn der Mann könnte ja schließlich auch als Architekt arbeiten…

Einmal mehr gelang Neufred ein kurzweilig erzähltes Abenteuer, das er wieder sehr sorgfältig recherchiert hat. Daher ist es zwar verwunderlich, doch historisch im Rahmen des Möglichen, wenn Indianer durch Aachen galoppieren, denn Buffalo Bill präsentierte dort 1891 seine Wild West Show.             

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Robin 2 – Der Lazarusdämon

Im Juni 1971 führte das legändere Trio Julius Schwartz (Redakteur), Dennis O’Neil (Autor) und Neal Adams (Zeichnungen) in US-Batman #232 den unsterblichen Ökokriminellen Ra’s al Ghul ein. Bereits einen Monat zuvor in US-Detective Comics #411 debütierte dessen Tochter Talia. Seitdem sind sie fester Bestandteil des Batman-Universums. Aus der Beziehung des Dunklen Ritters und der mörderischen Talia entstand deren leiblicher Sohn Damian, der mittlerweile als Robin tätig ist.

In Turnier der Killer, dem ersten Band einer Robin-Serie wurden die besten Kämpfer der Welt auf Lazarus-Island zu einem Turnier auf Leben und Tod eingeladen. Dem Sieger wurde Unsterblichkeit versprochen. Das Turnier schreitet fort und in der Zwischenzeit kommt Robin hinter das Geheimnis der mysteriösen „Mother Soul“, die die Herrscherin auf Lazarus-Island ist. Im Finale des Turniers schließlich stehen sich Robin und Connor Hawke, der leibliche Sohn von Oliver Queen, gegenüber. Auf fünfzehn epischen Seiten – die wirklich actionreich und dynamisch gestaltet sind – schlagen die Protagonisten aufeinander ein, bis der Sieger feststeht. Aber ob es wirklich ein Segen war, zu gewinnen? Denn die Lazarus-Grube hat noch manche mystischen Geheimnisse und ihr entspringt wahrhaft ein Dämon.

Der Autor Joshua Williamson greift tief in die Trickkiste und entlockt der Origin von Ra’s al Ghul noch viele spannende Aspekte, die auch direkte Auswirkungen auf seinen Enkel Damian haben. Viele Aspekte, die Grant Morrison in seinem Batman-Run von 2006 bis 2011 dem Batman-Mythos hinzugefügt hatte, greift Williamson auf und vertieft sie. Es sei verraten, dass Mother Soul die Mutter von Ra’s als Ghul ist und die Familiengeschichte der al Ghuls noch viele Geheimnisse parat hält.

Norbert Elbers

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Lewis Trondheim: Herr Hase – Beim Teutates!

Das Erstaunlichste an diesem Comic ist, dass er überhaupt erscheinen konnte. Noch 1993 trieben die deutschen Anwälte von Albert Uderzo einen Verleger in den Ruin, der es gewagt hatte durch Alben, deren Helden Alcolix oder Isterix hießen, einen Erfolgsserie mit ähnlichem Titel zu parodieren.

Lewis Trondheim (Donjon, A.L.I.E.E.N., Texas Cowboys, Mickey’s Craziest Adventures) hingegen zeichnet die Bewohner des kleinen gallischen Dorfes nicht nur in seinem unverwechselbaren reduzierten Stil, sondern lässt diese sogar unter ihren Klarnamen Obelix, Majestix oder Miraculix auftreten. Trondheim spricht im Impressum des Comics Goscinny und Uderzo seine „aufrichtige Bewunderung“ aus. Für alle, die die Abenteuer von Asterix weiterführen, empfindet Trondheim ebenfalls Sympathie, aber auch Mitgefühl.

Als zusätzliche Absicherung hat sowohl L’Association in Frankreich als auch der deutsche Reprodukt Verlag auf das Cover noch einen Sticker mit der Aufschrift „Dies ist kein Asterix-Album!“ geklebt. All dies scheint geholfen zu haben, denn der Band konnte erscheinen, ohne dass jemandem der Himmel auf den Kopf gefallen ist.

Trondheim verpasst Obelix zwar eine etwas gewöhnungsbedürftige Kartoffelnase und seine Kämpfe gegen die Römer enden erstaunlich blutig. Doch es handelt sich um keine boshafte Rundumverarsche und Trondheims erzählerischer Ansatz hätte wohl auch René Goscinny gefallen. Die Geschichte handelt davon, dass im Dörfchen plötzlich jemand erscheint, der sich als keltischer Gott Teutates ausgibt und den Galliern im Kampf gegen die Römer beistehen will…

Beim Teutates! ist zugleich auch ein weiteres der zahlreichen seit 1995 erscheinenden haarsträubenden Abenteuern von Trondheims tierischem Helden Herrn Hase. Dieser befindet sich diesmal durch nur sehr unzureichend erklärte Umstände – jemand hat eine Maschine erfunden, mit der man in Bücher reisen kann –  plötzlich im Körper von Asterix.

Die daraus resultierenden Verwicklungen sind mindestens so komisch, wie fast alle Asterix-Alben, die nach dem Tode von Goscinny erschienen sind.  

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Paper Girls

Ähnlich wie Stranger Things versucht auch diese Serie den Geist von 80er-Jahre- Filmen wie Goonies oder Stand by Me neu zu beschwören. Dabei setzt das komplett aus Männern bestehende Kreativteam vom Autor Brian K. Vaughan (Y – The Last Man, Ex Machina, Saga) jedoch auf eine komplett weibliche Gruppe von jugendlichen Helden.

Der Auftakt der Comicreihe hat durchaus Bodenhaftung und erzählt aus einer Zeit, als in den USA das Austragen von Zeitungen noch fast ausschließlich Knabensache war. 1988 trifft das Paper-Girl-Trio Mac, KJ und Tiffany auf die ebenfalls zwölfjährige Erin Tieng alias „die Neue“, die in ebenfalls per Bonanzarad den Cleveland Preserver austrägt.

Noch bevor sich die vier Mädchen richtig kennengelernt haben, werden sie hineingezogen in ein turbulentes Abenteuer, bei dem es kreuz und quer durch Raum und Zeit geht. Dabei treffen die nicht um dumme Sprüche und clevere Tricks verlegenden Girls auf ihre erwachsenen Alter Egos, was noch erschreckender ist, als die Begegnungen mit Steinzeitmenschen oder riesigen Kampfrobotern…

Ab 2015 erzählte Vaughan seine Geschichte vier Jahre lang äußerst souverän in dreißig US-Comicheften. Bestens unterstützt wurde er dabei durch die sehr lebendige Bildinszenierung von Cliff Chiang (Catwoman: Lonely City) und die knalligen Farben von Matt Wilson.

Pointiert tauchen im Comic immer wieder Doppelseiten mit überraschenden Motiven auf, die eine ähnliche Wirkung haben, wie die Spezialeffekte in den Filmen von Steven Spielberg. Zwischendrin gibt es aber auch sensible Momente, die so richtig zu Herzen gehen…

Die Serie wurde bei uns zunächst in sechs Bänden bei Cross Cult veröffentlicht. Jetzt folgt wahlweise als Hard- oder Softcover eine Gesamtausgabe von Paper Girls, deren 800 Seiten im Nullkommanix durchgelesen sind.

Mittlerweile gibt es auch eine Serie auf Amazon Prime, bei der die vier Paper Girls zwar recht werkgetreu gecastet wurden, doch die Optik leider nicht einmal ansatzweise beim Comic mithalten kann.

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Batman: KnightsEnd DeLuxe

Ein dritter fetter Band von Panini belegt, dass die Batman-Saga Knightfall, in der der ebenso muskulöse wie hinterhältige Bane dem dunklen Ritter das Genick bricht, nach der in zwölf US-Comicheften veröffentlichten Storyline KnightsEnd noch lange zum Abschluss kam. Der 900-seitige Hardcoverband im Überformat enthält noch weitere Stories, die 1994 innerhalb diverser DC-Serien zum Abdruck kamen.

KnightsEnd erzählt davon, wie der gelähmte Bruce Wayne durch große Herausforderungen wieder zu Kräften kommt und zurück ins Batman-Kostüm schlüpft. Gemeinsam mit Dick Grayson alias Nightwing und Tim Drake alias Robin tritt er gegen den Racheengel Azrael an. Dieser hatte als neuer Batman dank einer Hightech-Rüstung zwar Bane bezwungen, doch auch danach blieb er eine amoklaufende Killermaschine.

Cover von Mike Mignola

Die auf KnightsEnd folgende Story Prodigal zieht sich wieder durch zwölf DC-Hefte und hier geht es dsarum, dass Bruce Wayne noch etwas Ruhe braucht und daher Dick Grayson für eine Weile sein Kostüm anvertraut. Der bereits als Nightwing flügge gewordene Nachfolger freut sich zwar über Batmans Vertrauen, fragt sich aber auch, warum zuvor nicht er, sondern der Psychopath Azrael zum Einsatz kam.

Das Beste in diesem Band kommt dann zum Schluss, denn das erste Heft aus der nächsten Story Troika über ein mörderisches Russen-Trio, zeichnete Kelley Jones, dessen markante Titelbilder einen großen Anteil am Erfolg der Knightfall-Comics hatten. Der spitzohrigr Batman und die morbide bedrohliche Atmosphäre in seinen Zeichnungen wecken Bedauern darüber, dass Kelley Jones nicht mehr Hefte zur Saga beigesteuert hat.

Interessant ist auch das 54-seitige Nightwing-Heft Alfred Returns, das in England spielt und vom Briten Alan Grant getextet wurde. Hier sind intime Details aus der Vergangenheit von Batmans Butler Alfred Pennyworth zu erfahren, der einst ein großer Shakespeare-Darsteller war und in London seine Julia wiedertrifft…

Es folgt ein weiterer krönender Abschluss der Knightfall-Saga, die 1992 mit dem Sonderheft The Vengeance of Bane begann. Die Fortsetzung dieser Story stammt wieder vom Autor Chuck Dixon und vom Zeichner Graham Nolan. Der zweite Teil spart zwar ebenfalls nicht mit Brutalitäten, beschert Bane aber auch ein konsequent erzähltes Happy End und ist ein großartiger Abschluss dieses Batman-Meilensteins.

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Der Kaiser: Maximilian I

Auf dem Cover dieses Buches ist ein Porträt von Maximilian dem Ersten zu sehen, der von 1508 bis zu seinem Tode im Jahre 1519 römisch-deutscher Kaiser war und auch “der letzte Ritter“ genannt wurde.


Doch wie bei bahoe books nicht anders zu erwarten, handelt es sich bei dem Comic keineswegs um eine Jubelbiografie. Der verlegerische Schwerpunkt des Verlagskollektivs aus Wien liegt – mit Publikationen wie Die Kinder der Résistance oder Ein Sack voller Murmeln – bei “der aufständischen und revolutionären Geschichte der europäischen Arbeiterbewegung“.

Giulio Camagni bei der Recherche

Sehr gut zu dieser Thematik passt Giulio Camagnis Der Kaiser, denn Maximilian I ist nur einer der zahlreichen Charaktere, von denen der Comic handelt. In Nebenrollen tauchen auch Albrecht Dürer und Martin Luther auf. Camagni erzählt aber auch von der jungen Magd Lena.

Diese versucht sich in einer Welt voller Armut und Gewalt durchzuschlagen. Sie verliebt sich in den Knecht Sepp und ist nicht eben begeistert, als dieser – ohne Rücksicht auf die schwangere Lena – mit den Tiroler Landsknechten in den Krieg zieht…


Der auch bei der italienischen Kultserie Dylan Dog aktive Camagni unterbricht seine mit großartigen Aquarellseiten in Szene gesetzte Comichandlung immer wieder durch Sequenzen, in denen er sich selbst bei der Recherce zeigt oder auf spärlich illustrierte Prosaseiten Hintergrundinfos liefert. Camagni schildert etwa so exakt wie möglich, was es seinerzeit bedeutete in den Krieg zu ziehen. Diese Sachtexte verlängern nicht nur das Lesevergnügen, sondern vertiefen auch Camagnis sorgfältig recherchierte Geschichte.

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Romy Schneider: Alle Filme neu angeschaut und gezeichnet von Mahler

58 Filme hat Romy Schneider von 1953 (Wenn der weiße Flieder wieder blüht) bis 1982 (Die Spaziergängerin von Sans-Souci) gedreht. Nicolas Mahler hat sie sich alle angesehen und dazu pointierte Texte und markante Karikaturen angefertigt.

Der Wiener Zeichner mit dem reduzierten Strich verblüffte zuvor durch skurrile Comics wie Flaschko, der Mann in der Heizdecke, Kunsttheorie versus Frau Goldgruber und die Superhelden-Verarsche Engelmann. Besonders leicht von der Hand gehen ihm lässig hingehauene Literatur-Adaptionen wie Alte Meister oder Alice in Sussex. Auch Marcel Proust und James Joyce waren nicht vor ihm sicher.

Nachdem er zuvor Thomas Bernhard mit einer “unkorrekten Biografie“ geehrt hatte, widmet sich Mahler jetzt einer weiteren österreichischen Ikone. Zu jedem von Romy Schneiders Filme fertigte er stilvolle neue Plakate an. Hierzur zeichnete er markante Karikaturen der Schauspielerin in ihren ikonischen Kostümen, wobei Mahler auch den Look der Werke parodiert. Seine Bilder verzichten selbstverständlich auf Farben, wenn der zugehörige Film in Schwarzweiß gedreht wurde.

Wer sich Mahlers 58 Variationen zu Romy nacheinander anschaut, sieht – quasi als Comic – zunächst ein junges Mädchen, das zu einer herausfordernd lächelnden Frau wird, deren Gesichtszügen aber immer müder wirken. Als Zugabe liefert Mahler noch kleine Bildchen zu den jeweils wichtigsten (Neben-) Darstellern der Filme, wie natürlich Karlheinz Böhm aus Sissi, Alain Delon und Romys Mutter Magda, aber auch Audrey Hepburn, Hans Albers, Jean-Paul Belmondo, Jack Lemmon, Peter Sellers und Klaus Kinski werden karikiert.

Nicht zu verachten sind aber auch Mahlers pointierte Kurzinfos zu den Filminhalten, die eine perfekte Ergänzung zu seinen Bildern sind. Es ist dem Buch anzumerken, dass er sich sehr intensiv mit der Materie beschäftigt hat. In Monpti von 1957 entdeckte Mahler sogar eine realistische Dialogzeile, die ihm erstaunlich bekannt vorkam: “Hier haben Sie mal ihre Zeichnungen zurück. Wir haben keinen Bedarf.“

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