Archiv der Kategorie: COMIC

Die neusten Comicalben auf dem Markt!

Bilder vom Comic Café vom 10.02.2019

Hier einige Impressionen von meinem Comic Café, das am Sonntag den 10. Februar 2019 im Münchner Werkstattkino stattfand.

Bilder vom Comic Café vom 10.02.2019

Angoulême und Disneyland Paris

Auf dem Weg zur 46. Ausgabe des größten europäischen Comic-Festivals im französischen Angoulême schaute ich im Disneyland Paris vorbei.

COMIC CAFÉ

Dort gibt es mittlerweile zwei Freizeitparks, die auch im Winter zahllose Attraktionen präsentieren. Geboten werden u. a. Johnny Depp in Piraten der Karibik, eine Reise durchs aktuelle Star-Wars-Universum sowie eine Leistungsshow französischer Stuntmen und auch die Marvel-Superhelden sind im Anmarsch.

COMIC CAFÉ

Auch auf dem Comicfestival in Angoulême blieben kaum Wünsche offen.

COMIC CAFÉ

Es gab beeindruckende Ausstellungen zu Milo Manara und zum Festival-Präsidenten Richard Corben.

COMIC CAFÉ

Doch auch der 80. Geburtstag von Batman wurde mehr als gebührend gefeiert!

Zu Gast: ANDI PAPELITZKY

Bilder vom Comic Café vom 10.02.2019

Geboren und aufgewachsen bei München, entdeckte Andi im Kommunikationsdesign-Studium seine Leidenschaft für Illustration und Animation. 2011 entstand als Abschlussarbeit der Stop-Motion Animationsfilm Basement Blues.

ANDY PAPELITZKY

Als großer Comic-Fan und Film-Junkie zeichnet er außerdem neben der Arbeit als Grafikdesigner und Illustrator Independent-Comics, CD-Artworks und allerlei anderen Kram.

ANDY PAPELITZKY

2014 erschien der erste Comic Band Der Punch – ein 140-seitiger Hörspielcomic für das gleichnamige Album der Band apRon. 2017 erschien der Bildband/Comic Auf dem Ponyhof, der abermals als Begleitwerk zur gleichnamigen apRon-Platte diente.

ANDY PAPELITZKY

Sein neustes Projekt ist die Sci-Fi-Comic-Serie Bountilus, die vom Weltraumkapitän Nihil und seinen treuen Lieutenant Quattro handelt. Bei ihren Abenteuern an Bord des Weltraumtaxis Bountilus stolpern sie von einem Abenteuer ins nächste, erkunden fremde Welten, treffen auf skurrile Gestalten und lassen sich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen.

ANDY PAPELITZKY

Im Comic Café erzählte Andi, was der neuste Stand bei diesem galaktischen Projekt ist und wohin die Reise der Bountilus geht.

COMICS LESEN!

Fester Bestandteil des Programms ist die Expertenrunde “Comics lesen!“ die sich als Prüfstand für Neuerscheinungen versteht.

Bilder vom Comic Café vom 10.02.2019

Regelmäßig und kontrovers diskutiere ich in lockerer Runde über aktuelle Comics. Diesmal waren Rainer Schneider (Comicaze), Michael Khambekar und der Comic-Zeichner Rolf Boyke zu Gast.

Diese Comics standen zur Debatte:

Timo Wuerz‘ BLACK METAL von 2001 liegt bei Popcom als prachtvolle Neuausgabe vor und hat nicht von seiner Wucht verloren.

BLACK METAL

Hier die Wertung:

Bilder vom Comic Café vom 10.02.2019

Mit DOPPEL 7 erzählen Szenarist Yann und Comiczeichner André Juillard bei Salleck eine ebenso spannende wie dramatische Geschichte vor dem Hintergrund des Spanischen Bürgerkriegs.

Doppel 7

Hier die Wertung:

Bilder vom Comic Café vom 10.02.2019

Trickfilmklassiker – TWEETY & SYLVESTER!

Matthias Schäfer hat ausgewählte und besonders lustige Trickfilm-Klassiker mit dem Kanarievogel TWEETY und dem schwarzen Kater SYLVESTER vorgestellt.

Bilder vom Comic Café vom 10.02.2019

Er erzählte auch die Geschichte hinter den seit 1942 bestehenden Konflikten zwischen Katz und Maus erzählen.

COMIC CAFÉ
COPYRIGHT: Warner Bros

Danach fand wie immer ein gemütliches Beisammensein im Fraunhofer statt.

Bilder vom Comic Café vom 18.11.2018

Die nächste Termine ist der 31. März 2019

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Lake of Fire

One-Shots haben es oft schwer: Sie gehen in der Menge der Serien und Graphic-Novels unter. So ähnlich ging und geht es auch Lake of Fire. Zu Unrecht.

Lake of Fire

Im Jahr 1220 in den französischen Pyrenäen, mitten im Albigenser-Kreuzzug. Die beiden jungen Edelmänner Theobald von Champagne und Hugh von Blois geraten durch ihren ungestümen Tatendrang in die Häretiker-Kriege. Sie werden mit einer bunten Truppe in das Dorf Montaillou geschickt. Zu dieser Patrouille gehört u.a. der fanatische Inquisitor Bruder Arnaud.

Lake of Fire

Als sie in dem Dorf ankommen, finden sie es leer vor. Die wenigen übriggebliebenen Bewohner haben sich im Burgfried verschanzt. Sie erzählen von teuflischen Kreaturen, die die Hälfte der Bewohner attackiert und verschleppt oder umgebracht hat. Aus einer Sequenz zu Anfang des Buches weiß man, dass ein Raumschiff in der Nähe des Dorfes abgestürzt ist.

Lake of Fire

Die Vermutung, dass es nun nur um Ritter gegen Außerirdische geht, trifft den Kern nicht. Es geht um menschliches Verhalten in Krisenzeiten und das nicht aus unserer heutigen Sicht, sondern eben wie es wohl vor knapp 900 Jahren gewesen sein könnte. Es entsteht eine vielschichtige Geschichte mit starken Frauen-Charakteren (die Chatelaine von Moncaillou oder die Perfecta Bernadette, eine zum engsten Kreis der katharischen Kirche gehörende junge Frau), spannenden Gefechten (hervorragend in Szene gesetzt von Matt Smith) und eben dank des akribisch recherchierten Texts von Nathan Fairbairn historischen Gegebenheiten des Albigenser-Krieges.

Lake of Fire

Der Kanadier Nathan Fairbairn, der sich seit Jahren in der Comcszene einen Namen als Kolorist gemacht hat (z.B. Batman: Incorporated, Scott Pilgrim, Wonder Woman: Earth One und erst seit kurzem Die!Die!Die! von Robert Kirkman) legt mit Lake of Fire seine erste Comic-Story als Texter vor. Der US-amerikanische Zeichner Matt Smith hat einen sehr europäischen, an die „Ligne Claire“ angelehnten Stil., der sehr gut zu der durchaus blutigen Story passt. Sein Hauptwerk vor Lake of Fire war der Band Barbarian Lord,  der viele Elemente der nordischen Sagen enthält, einem Bereich, der Matt sehr interessiert. Leider gibt es Barbarian Lord nicht auf Deutsch.

Lake of Fire

Cross Cult hatte die gute Idee, die französische Version als Vorlage zu benutzen, die 5 Seiten mehr umfasst als die amerikanische Ausgabe. Wie immer bei Cross Cult ist diese Gesamtausgabe im Format allerdings eine Spur kleiner als die US-Ausgabe von Image. Als Bonus gibt es alle Cover der 4 Hefte umfassenden Image Mini-Serie sowie die Variant-Cover von Zeichnern wie Bryan Lee O’Malley (Scott Pilgrim), Yannick Paquette (Wonder Woman: Earth One), Jean-Paul Leon u.a. sowie einige vorbereitende Charakterskizzen von Matt Smith.

Gerd Ruprecht

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Captain Marvel Anthologie

Paninis Anthologie-Reihe mit Hardcover-Büchern zu DC-Superhelden ist bereits auf 10 Bände angewachsen. Rechtzeitig zum Kinostart von Captain Marvel wird auch die Marvel-Anthologie gestartet. Gerade bei der sehr wechselhaften Comic-Vorgeschichte von Captain Marvel, der mal Alien, mal Männchen und mal Weibchen war, kann eine sachkundig kommentierte Zusammenstellung von wichtigen Comic-Geschichten für Durchblick sorgen.

Captain Marvel Anthologie

Captain Marvel betrat 1967 die Bühne der Marvel Comics. Ein zum Volke der Kree gehörender Außerirdischer namens Mar-Vell sollte das irdische Raumprogramm sabotieren, doch stattdessen wurde er zum Beschützer der Menschheit. Die Figur starb zwar 1982 in einem überformatigen Comicheft, wurde danach aber weiter am Leben gehalten.

Captain Marvel Anthologie

Damit konnte verhindert werden, dass ein Superheld der 1940 als Captain Marvel ins Rennen geschickt wurde, unter diesen Namen bei DC seine Heldentaten verbringt (dort ist dieser jetzt als Shazam! demnächst auch im Kino tätig). Nach allerlei chaotischen Entwicklungen ist bei Marvel mittlerweile eine gewisse Carol Danvers in das Kostüm von Captain Marvel geschlüpft.

Captain Marvel Anthologie

Bereits beim ersten Auftritt von Mar-Vell war Danvers als Nasa-Sicherheitschefin dabei, anschließend war sie Ms. Marvel (in deren Kostüm mittlerweile die junge Muslima Kamala Khan steckt) und zugleich als Journalistin unter dem berüchtigten Herausgeben J. J. Jameson eine Kollegin von Peter Parker. Auch als Binary und Warbird kämpfte Carol Danvers an der Seite von zahlreichen Marvel-Superhelden.

Captain Marvel Anthologie

Die Captain Marvel Anthologie ist eine spannende Zeitreise durch sechs Jahrzehnte Comicgeschichte und in ähnlicher Aufmachung liegt auch bereits ein dickes Buch zu Iron Man vor.

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Mike Kunkel: Shazam!

Unter dem Label Mein erster Comic hat Panini bereits 8 Hardcover-Bände herausgebracht, die junge Leser an das Medium heranführen sollen. Dabei handelt es sich meistens um in großen klaren Bildern erzählte Tie-Ins zu Film-Reihen wie Star Wars und TV-Serie wie The Batman oder Justice League.

Mike Kunkel: Shazam!

Der vorliegende Band hingegen dürfte auch für etwas reifere Comic-Freunde von Interesse sein. 2007 gelang Bone-Schöpfer Jeff Smith 2007 eine tolle Revitalisierung des auf seltsamen Umwegen bei DC gelandeten einstigen Superman-Konkurrenten Captain Marvel alias Shazam! alias The Big Red Cheese. Diese vierteilige Miniserie ist leider immer noch nicht bei uns erschienen. Doch jetzt erlebt immerhin eine direkt danach entstandene und nicht minder originelle Neuinterpretation des ungewöhnlichen Superhelden ihre deutsche Premiere.

Mike Kunkel: Shazam!

Als Zeichner fungiert Mike Kunkel, dessen liebenswerte Serie Herobear and the Kid zweimal mit dem Eisner Award als bester Comic für junge Leser ausgezeichnet wurde. Auch Billy Batson and the Magic of Shazam! richtet sich eindeutig an Leser, die im Alter jenes kleinen Jungen sind, der sich in einem mächtigen Helden verwandelt, sobald er Wort Shazam sagt. Die sechs Buchstaben dieses Wortes stehen für sechs Helden der Antike: Die Weisheit von Salomons, die Stärke von Herkules, die Ausdauer von Atlas, die Kraft von Zeus, der Mut von Achilles und die Geschwindigkeit von Merkur.

Mike Kunkel: Shazam!

Billy Batson muss sich in den vier ersten Heften, die in diesem Band enthalten sind, nicht nur mit dem Schurken Black Adam, sondern auch mit seiner ebenfalls mit Superkräften ausgestatteten kleinen Schwester Mary und seinen Lehrern herumärgern.

Mike Kunkel: Shazam!

Mike Kunkel hat seinen Comic teilweise bewusst kindlich mit Buntstiften in Szene gesetzt. Sein liebenswerter Humor seine ungebremste Phantasie dürften jedoch alle Altersklassen erfreuen.

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Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Captain Marvel wurde 1940 vom Autor Bill Parker und dem Zeichner C. C. Beck für den Verlag Fawcett geschaffen. Die Origin erzählt, wie der ägyptische Zauberer Shazam dem jungen Radio-Reporter Billy Batson die Fähigkeit gibt sich in Captain Marvel zu verwandeln. Batson muss dazu das Wort Shazam aussprechen.

Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Die sechs Buchstaben dieses Wortes stehen für sechs Helden der Antike: Die Weisheit von Salomons, die Stärke von Herkules, die Ausdauer von Atlas. Die Kraft von Zeus, der Mut von Achilles und die Geschwindigkeit von Merkur. Die Hefte mit den oft sehr humorvollen Abenteuern von Captain Marvel, den seine Fans Big Red Cheese nannten, waren teilweise erfolgreicher als die Superman Comics. Dies führte dazu, dass der Superman-Verlag DC eine Plagiatsklage einreichte und Captain Marvel nach einem langwierigen Prozess 1953 schließlich von der Bildfläche verschwand.

Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Ausgerechnet DC belebte Captain Marvel 1972 wieder, musste für die Heftserie allerdings zum Titel Shazam! greifen, da der konkurrierende Verlag Marvel mittlerweile einen eigenen Captain hatte.  Laut Stan Lee – der für die DC-Reihe Just Imagine einen eigenen Captain Marvel kreierte, wäre es „schrecklich, wenn jemand anders als Marvel Comics die Rechte an dem Namen halten würde.“

Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Für die Zeichnungen der DC-Serie Shazam! konnte zunächst sogar wieder C. C. Beck, der Schöpfer der Urversion gewonnen werden. Innerhalb der Geschichten kam es auch zum Treffen mit dem einstigen Rivalen Superman.

Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Beck zog sich jedoch zurück, als Änderungen an seiner Figur, die den DC-Chefs als zu kindisch und zu freundlich erschien, gefordert wurden. Die neue Serie war nicht allzu erfolgreich und wäre ohne die ab 1974 laufende TV-Serie schon recht bald am Ende gewesen.

Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Für die vierteilige Miniserie Shazam! – The Monster Society of Evil konnte 2007 Jeff Smith gewonnen werden, nachdem dieser seine Erfolgsserie Bone beendet hatte. Billy Batson ist hier ein kleiner Junge, der als obdachloses Waisenkind auf der Straße lebt. Durch einen seltsamen Zug, der nachts auf den U-Bahn-Gleisen fährt, landet Billy bei einem Zauberer.

Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Dieser ermöglich es, dass sich Billy – nachdem er das Wort Shazam! ausgesprochen hat – in den mächtigen Captain Marvel verwandelt. Billy und der Captain sind allerdings zwei Personen, die sich im selben Körper befinden. Im Laufe der Geschichte muss sich Billy mit Riesenrobotern, Trenchcoat tragenden Krokodilen und einem tückischen Regierungsbeamten auseinandersetzen. Er findet aber auch seine verschollene Schwester Mary wieder, die ebenfalls Superkräfte erlangt.

Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Smiths Geschichte ist keine herkömmliche Superhelden-Kost sondern eher dem Fantasy-Genre zuzurechnen. Genau wie bei Bone erzählt er die Erlebnisse von Billy ebenso spannend wie humorvoll und auch das knuffige Design der sympathischen Figuren kann wieder voll überzeugen.

Jeff Smith: Shazam! und die Monster Society

Eine ähnlich schöne Shazam!-Version für Jung und Alt gelang Mike Kunkel.

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Shazam – Just Imagine

1940, ein Jahr nach Superman, debütierte ein gewisser Captain Thunder, der schon bald in Captain Marvel umbenannt werden musste. Eigentlich war er ein simpler Rundfunkreporter namens Billy Batson. Doch vom ägyptischen Hexenmeister Shazam (der Name wurde zusammengesetzt aus Salomon, Herkules, Atlas, Zeus, Achilles und Merkur) erhielt er übernatürliche Kräfte. Immer wenn Batson Shazam! ausruft, verwandelt er sich in einen rotbekleideten Superhelden mit einem gelben Blitz auf der Brust.

Shazam - Just Imagine

Trotz seines Namens ist Captain Marvel jedoch keineswegs beim Superhelden-Verlag Marvel beheimatet, sondern landete in den siebziger Jahren beim Konkurrenten DC. Für diesen Verlag hat der legendäre Marvel-Verleger Stan Lee eine 13-teilige Reihe namens Just Imagine ins Leben gerufen für die er 2001 DC-Superhelden wie Batman oder Superman mit recht zwiespältigen Resultaten auf seine Art neu schaffen durfte.

Shazam - Just Imagine

Dabei hat sich Lee auch an Captain Marvel versucht, hat seine Kreation allerdings Shazam! genannt und eigentlich aus der Figur wenig mehr als einen roten Hulk gemacht, der diesmal nicht durch eine Atombombe sondern durch den Zauberer Merlin zu einem (diesmal) roten und flugtauglichen Ungetüm wird.

Shazam - Just Imagine

Fairerweise muss jedoch gesagt werden, dass Stan Lees Version von Captain Marvel aus der Just Imagine-Reihe deutlich herausragt. Dies liegt zu einem kleineren Teil an Lees diesmal deutlich weniger wirreren Erzählweise und zu einem Großteil an den beeindruckend realistisch ausgeführten Zeichnungen von Gary Frank (Batman: Erde Eins). Mittlerweile hat auch Jeff Smith (Bone) mit Shazam! und die Monster Society eine eigene Version von Captain Marvel vorgelegt.

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Batman: Der weiße Ritter

Unter dem neuen Black Label erscheinen bei DC abgeschlossene Geschichten, die sich eher an erwachsene Leser richten und keine Rücksicht auf die in den Comic-Heften verankerten “Realitäten“ nehmen. Dazu gehören auch Neuausgaben von Klassikern wie The Dark Knight Returns oder Killing Joke. Mit ihrem neuen Comic Batman: sorgten Brian Azzarello und Lee Bermejo in diesem Zusammenhang für einen echten Aufreger.

Das Duo hatte bereits mit Comics wie Batman: Joker finstere Geschichten in ebensolchen Bildern erzählt. Um bei ihren mit dem Black Label versehenen Comic Batman: Damned für zusätzliche Aufmerksamkeit zu sorgen, gab es eine Erstausgabe, in der sich auf zwei Panels im Halbdunklen der Penis des Caped Crusaders abzeichnete. Doch ansonsten passiert im Auftakt der bei Panini in drei großformatigen (nicht exhibitionistischen) Ausgaben verlegten Geschichte eher weniger. Bruce Waynes Vater hatte eine Affäre, Batman trifft auf John Constantine und der Joker ist anscheinend tot.

Batman: Der weiße Ritter

Sehr viel spektakulärer ist der Black-Label-Titel Batman: Der weiße Ritter, den Sean Murphy (American Vampire, Chrononauts) gezeichnet und geschrieben hat. Hier ist der Joker nach der Einnahme von Medikamenten plötzlich sehr vernünftig. Als ungeschminkter Jack Napier (so lautet der bürgerliche Name des Clownprince in Tim Burtons ersten Batman-Film) hat er als einziger in Gotham City den Durchblick. Während Batman bei seinen mit brachialen Mitteln geführten Kämpfen gegen durchgeknallte Kriminelle ganze Stadtteile verwüstet, verdienen sich danach Spekulanten mit den Aufräumarbeiten eine goldene Nase.

Batman: Der weiße Ritter

Dieser sozialkritische Aspekt tritt im weiteren Verlauf der Handlung immer stärker in den Hintergrund. Stattdessen ist Sean Murphy bemüht, möglichst viele Bestandteile des Batman-Mythos im neuen Lichte erstrahlen zu lassen. So findet er eine plausible Erklärung dafür, warum Jokers Gespielin Harley Quinn plötzlich nicht mehr ihr Harlekin-Kostüm trägt, sondern im Girlie-Look herumläuft. Für die alte Harley ist dies ein “Rückschritt für den Feminismus“ und sie entmachtet ihre Nachfolgerin (erst einmal).

Batman: Der weiße Ritter

Im wirklich großen Finale sind dann gleichzeitig nahezu alle Batmobile im Einsatz, die jemals im Comic, im TV oder im Kino zu sehen waren. Zugleich stellt hier Sean Murphy aber auch die berechtigte Frage, warum Batman alle seine selbst entwickelten, hochgerüsteten Hilfsmittel zur Verbrechensbekämpfung nur für seinen egoistisch motivierten Rachefeldzug einsetzt, anstatt seine Erfindungen der Allgemeinheit, bzw. dem auf verlorenen Posten kämpfenden Gotham Police Department zur Verfügung zu stellen.

Batman: Der weiße Ritter

Trotz seiner geistreichen Kritik an einigen verkrusteten Teilaspekten der Serie ist dieser wohl beste Batman-Comic der letzten Jahre dennoch keine Demontage des Dunklen Ritters. Jederzeit ist Murphy anzumerken, dass ihm die Figuren des Batman-Universums einiges bedeuten und wie sehr er es genießt, diese im Takt seines Erzählrhythmus tanzen zu lassen.

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Rip Kirby

In den 30er Jahren feierte Alex Raymond große Erfolge mit der schillernden Space-Opera Flash Gordon. Als er 1945 aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkehrte, wollte er weitermachen mit den galaktischen Abenteuern, doch als Zeichner fungierte jetzt Austin Briggs. Da Raymond nicht eingezogen wurde, sondern freiwillig zu den Waffen geeilt war, hatte er keinen Anspruch darauf, seinen alten Job wieder zu bekommen.

Rip Kirby

Doch sein Arbeitgeber King Feature schlug ihm vor, einen neuen Strip zu kreieren und – falls der Erfolg ausblieb –zu Flash Gordon zurückzukehren, nachdem Austin Briggs‘ Vertrag abgelaufen war. Doch letzteres war nicht nötig, denn Rip Kirby entwickelte sich zu einem großen Erfolg und Alex Raymond blieb der Serie treu, bis er 1956 nach einem Autounfall verstarb. Das Krimi-Genre war Raymond nicht fremd, denn er hatte bereits 1934 die von Dashiell Hammett (Der Malteser Falke) geschriebenen Comic-Serie Secret Agent X-9 in Szene gesetzt.

Rip Kirby

Rip Kirby ist im Gegensatz zu Dashiell Hammetts Sam Spade kein hartgesottener Ermittler, der oft mit einem Bein im Knast steht, sondern ein eleganter Detektiv, den seine Intelligenz davon abhält, sich ausschließlich auf ein Leben als Playboys zu konzentrieren. Im Gegensatz zu Flash Gordon wurde bei Rip Kirby auf Farbe verzichtet und seine Serie erschien ab 1948 in den Zeitungen täglich in Form von Strips, die aus drei bis vier Bildern bestanden. Dennoch lassen sich die spannenden Geschichten problemlos in einem Stück lesen, wie die prächtige Gesamtausgabe von Bocola belegt.

Rip Kirby

Da für die deutschen Ausgabedank teilweise andere Bildvorlagen verwendet wurden, kommt das erzählerische und zeichnerische Meisterwerk  noch besser zur Geltung als in der US-Veröffentlichung von IDW!

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Alex Raymond: Flash Gordon

Am 7. Januar 1934 erschien die erste Comic-Folge von Flash Gordon in den US-Zeitungen. Alex Raymond schickte hierin seinen blonden Helden gemeinsam mit dem Wissenschaftlers Dr. Hans Zarkov und seiner Zufallsbekanntschaft Dale Arden ins All. Bereits auf der ersten Seite hob die Rakete ab. Bereits auf Seite 2, die am nächsten Sonntag veröffentlicht wurde, landete das Trio auf dem Planeten Mongo und Flash Gordon wurde dort von einer riesigen Echse attackiert.

Alex Raymond: Flash Gordon

Im Laufe der nächsten Monate wurden die einzelnen Panels – aber auch der Detailreichtum der Zeichnungen – immer größer.  Die neue deutsche Edition von Hannibal Kult präsentiert Flash Gordon zwar im selben Format, wie 1995 die lange vergriffene 6-bändige Ausgabe des Carlsen Verlags, die auf glänzenden Seiten gedruckt wurde. Für die Neuausgabe wurden Raymonds Zeichnungen restauriert und das jetzt verwendete matte Papier vermittelt einen besseren Eindruck davon, wie beeindruckend der Comic einst inmitten der Zeitungs-Bleiwüsten gewirkt haben muss.

Alex Raymond: Flash Gordon

Dass Flash Gordon im Gegensatz zu anderen Serien wie Hal Fosters Prinz Eisenherz oder Burne Hogarths Tarzan in dieser Gesamtausgabe nicht im Hochkant- Format zum Abdruck kam, lag daran, dass der Comic sich die Sonntagsseiten mit der ebenfalls von Raymond gezeichneten Serie Jungle Jim teilen musste. Zeitgleich arbeitete Raymond auch noch an der von Dashiell Hammett (Der Malteser Falke) geschriebenen Krimiserie Secret Agent X-9. Dieses Genre beackerte er nach dem Zweiten Weltkrieg mit Rip Kirby weiter.

Alex Raymond: Flash Gordon

Als Zugabe enthält der erste Band der Gesamtausgabe noch zwei interessante Vorworte, in einem davon weist der Zeichner Alex Ross (Marvels, Kindom Come) darauf hin, wie groß der Einfluss von Alex Raymond auf die Ende der 30er Jahre entstandenen Superhelden-Comics war. Man denke nur an die sehr ähnlichen Kostüme und an die Herkunftsgeschichte von Superman auf dem Planeten Krypton.

Alex Raymond: Flash Gordon

Es bleibt zu hoffen, dass recht bald der zweite Band dieser schönen Edition erscheint und zeigt, wie rasant sich Alex Raymond zu einem begnadeten Zeichner entwickelte. Wie kein anderer vereinte er in Flash Gordon zeichnerischen Realismus mit ungebremster Phantasie!

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Asterix -Das Geheimnis des Zaubertranks

Zum 40-jährigen Jubiläum des Zeichentrickfilms Asterix erobert Rom ist bereits ein Bilderbuch erschienen. Diese Adaption war bisher der einzige Asterix-Film, der nicht auf einer Comic-Vorlage basiert. Doch auch für der neuste – diesmal am Computer animierte – Film Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks erzählt eine komplett neue Geschichte.

Asterix -Das Geheimnis des Zaubertranks

Hierzu hat Egmont ein Album im “Asterix-Format“ veröffentlicht, das jedoch kein Comic, sondern ein Bilderbuch ist. Mir hat der Kinofilm nicht besonders gut gefallen, doch die sich oft über eine Doppelseite ziehende Bebilderung von Fabrice Tarrin (Violetta) ist prachtvoll. Es drängt sich die Frage, ob dieser Künstler, der bereits 2007 die Spirou-Geschichte Die Gruft derer von Rummelsdorf zeichnete, bei Asterix nicht vielleicht ein noch besserer Uderzo-Nachfolger als Didier Conrad wäre.

Asterix -Das Geheimnis des Zaubertranks

Sehr viel weniger als die Bilder überzeugt jedoch die Geschichte, die auch nicht besser dadurch wurde, dass Olivier Gay bei der Adaption des Drehbuchs von Louis Clichy und Alexandre Astier so manche Abkürzung ging. Dadurch bleibt z. B. unklar, warum Obelix plötzlich in Hypnose-Schlaf fällt, oder wieso der Fischhändler Verleihnix beim großen Schlussbankett in der Luft schwebt.

Asterix -Das Geheimnis des Zaubertranks

Angesichts von Tarrins sich stark an Albert Uderzo orientierenden Zeichnungen wird jedoch noch deutlicher als beim Anschauen des computeranimierten Films, dass viele Bestandteile der Geschichte einfach nicht zur Welt von Asterix passen. So wirkt es seltsam, dass Miraculix mit Wildschweinen sprechen kann und diese einsetzt um mit seinen Druiden-Kollegen zu kommunizieren. Das größenwahnsinnige Bombast-Finale in dem der Bösewicht “gegen einen Meteoriten“ knallt, weckt unangenehme Erinnerungen an den Asterix-Tiefpunkt Gallien in Gefahr.

Asterix -Das Geheimnis des Zaubertranks

Doch beinharte Asterix-Fans kommen um diese Publikation nicht herum und haben garantiert schon sehr viel schlimmeres im Regal stehen, wie z. B. das Souvenir-Programm zu Asterix on Ice!

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