Archiv der Kategorie: COMIC

Die neusten Comicalben auf dem Markt!

Olivia Vieweg: Endzeit

Die 1987 in Jena geborene Olivia Vieweg dürfte Comicfreunden durch ihre Alben “Huck Finn“, “Antoinette kehrt zurück“ und „Schwere See, mein Herz“ bereits ein Begriff sein. Ihre Vielseitigkeit unterstreicht das mit Comicelementen spielende für Kinder und Jugendliche konzipierte Schneiderbuch „Bin ich blöd, oder was?: Klassenfahrt des Grauens„.

Olivia Vieweg: Endzeit

Nicht übersehen werden sollte auf keinen Fall Olivia Viewegs 80-seitiger Zombie-Comic „Endzeit“, der nicht nur durch die weiblichen Hauptfiguren und den moderaten Umfang eine angenehme Alternative zur US-Endlosserie „The Walking Dead“ ist. In einem lockeren unverwechselbaren Zeichenstil erzählt Vieweg aus einer Welt, die seit drei Jahren von Zombies beherrscht wird. Vivi und Eva versuchen als einzige Passagiere mit einem automatisch ohne Lokführer fahrenden DB-Nahverkehrszug von Weimar nach Jena zu reisen. Es kommt zu einem Halt auf freier Strecke und die jungen Frauen versuchen sich zu Fuß durchzuschlagen. Dabei haben sie schreckliche aber auch seltsame Erlebnissen, etwa wenn sie auf zwei Giraffen treffen, die durch die menschenleere Landschaft traben. Bei der Lektüre von “Endzeit“ drängt sich die Frage auf, warum eigentlich keine deutschen Zombie-Filme gedreht werden.

Olivia Vieweg: Endzeit
Ebenfalls bei Schwarzer Turm liegt außerdem im selben A5-Albumformat Olivia Viewegs Sketchbook „Hingeschlunzt“ vor. Hier präsentiert sie autobiografische Comics und Illus. Äußerst amüsant sind hier unter anderen die Episoden in denen sie sich sehr ironisch mit ihrer Leidenschaft für Star Trek und speziell für „Pille“ McCoy auseinandersetzt.

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The Star Wars – Die Urfassung

Mit diesem Comic geht eine Ära zu Ende. 1977 erschien der erste „Star Wars“-Comic bei Marvel . Es war eine Adaption jenes Filmes, der heute den Titel „Episode IV – Eine neue Hoffnung“ trägt. Der Comic wurde von Howard Chaykin gezeichnet als der Film noch gar nicht im Kino lief. Marvel veröffentlichte bis 1986 mehr als 100 Star Wars Comics. Ab 1991 übernahm der Verlag Dark Horse und machte insgesamt einen sehr guten Job. Trotzdem landen durch den Disney-Marvel-Lucasfilm-Deal die Rechte für Star Wars Comics ab 2015 (siehe auch „Das Erwachen der Macht„) wieder bei Marvel.

The Star Wars - Die Urfassung

„The Star Wars“ ist eine der letzten Dark Horse Veröffentlichungen und hier konnte der Verlag noch einmal zeigen, mit welchem Ideenreichtum und in welcher Qualität dort Comics zur demnächst wieder auf die große Leinwand zurückkehrenden Space Opera verlegt wurden. Auf der Basis der ersten Drehbuchentwürfe und der zugehörigen Entwurfszeichnungen wird gezeigt wie der Film eventuell ausgesehen hätte, wenn George Lucas 1974 gleich nach dem Ende der Dreharbeiten von „American Graffiti“ grünes Licht zur Realisierung bekommen hätte. Ein möglicher Titel des damaligen Films wäre „Adventures oft the Starkiller, Episode I: The Star Wars“ gewesen.

The Star Wars - Die Urfassung

Im Zentrum der Geschichte gestanden hätte dann möglicherweise Annakin Starkiller, dessen Vater Kane ein Jedi-Bendu-Ritter ist, von dem nur noch der Kopf und der rechte Arm organisch sind. Der Cyborg bittet seinen alten Kumpel, den legendären General Luke Skywalker, Annakin als Padawanschüler in seine Dienste zu nehmen. Der grauhaarige bärtige Luke hat in dieser Star-Wars-Version eine erstaunliche Ähnlichkeit mit George Lucas, während Darth Vader ein zwar finsterer aber unmaskierter Schurke und Han Solo ein grünhäutiges Monstrum ist.

The Star Wars - Die Urfassung

In „Das Kino des George Lucas“ schreibt Marcus Hearn, dass die Star Wars Urfassung ein „verwirrendes Durcheinander von Charakteren und Technik“ war. Diesen Eindruck vermittelt der Comic durchaus. Doch die ausgereiften und plastisch kolorierten Zeichnungen des Dark Horse Teams sowie das generelle Bemühen darum, etwas Vertrautes anders, aber „ohne den Wiedererkennungseffekt vollständig zu verlieren“, darzustellen, trägt interessante Früchte. Auch durch das umfangreiche Bonusmaterial, mit Variant-Covern und Entwurfszeichnungen, ist dieser schön aufgemachten Hardcover-Band ein Must-have für jeden Star Wars Fan.

The Star Wars - Die Urfassung

Im Rahmen von Paninis Reihe Star Wars Comic-Kollektion ist eine etwas preiswertere gebundene Ausgabe erschienen, die allerdings auch kleinformatiger ist und über weniger Bonusmaterial verfügt.

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Kick-Ass 3

Nach 8 Jahren und 28 Comicheften findet eine der erfolgreichsten Superhelden-Serien der Neuzeit ihr Ende. Nachdem Autor Mark Millar und Zeichner John Romita Jr. zuvor bereits bei Marvels „Wolverine – Staatsfeind“ zusammengearbeitet hatten, begannen sie 2006 eine eigene Serie zu konzipieren. Die Grundidee zu „Kick-Ass„, um einen Jungen, der sich zunächst ziemlich vergeblich als Superheld versucht, ist recht simpel. Umso erstaunlicher ist es, was Millar und Romita schließlich daraus machten.

Kick-Ass 3
Softcover-Cover

Der Comic-Fan Dave Lizewski bestellt sich bei ebay einen enganliegenden grünen Tauchanzug und versucht sich in New York als Kämpfer für das Gute. Das geht zunächst ganz schön schief und Dave landet nach seinem ersten Einsatz schwer verletzt im Krankenhaus. Doch er gibt nicht auf und als Kick-Ass wird er schließlich durch ein Video auf YouTube zum Volkshelden. Dies ruft allerlei Nachahmer, aber auch den Schurken Red Mist, auf den Plan. Schon sehr viel länger im Rächer-Business unterwegs ist allerdings die von ihrem Vater trainierte Mindy McCready alias Hit-Girl, der Millar und Romita sogar eine eigene Mini-Serie spendierten. Diese ist zeitlich zwischen „Kick-Ass 1“ und „Kick-Ass 2“ angesiedelt.

Kick-Ass 3

In „Kick-Ass 3“ schließlich heißt es Abschied nehmen von Dave Lizewski und Mindy McCready. Panini veröffentlichte die aus acht Heften bestehende Miniserie zunächst in Form von zwei Sammelbänden, wobei der zweite Band die letzten drei etwas umfangreicheren Ausgaben 6 bis 8 enthält. Anschließend folgte dann eine Gesamtausgabe von „Kick-Ass 3„, die es auch als Hardcover-Edition gibt.

Kick-Ass 3

Kick-Ass und Hit-Girl treten zum letzten Gefecht an, wobei sich das kleine Mädchen mal wieder sehr viel mehr zumutet als ihr fast schon erwachsener Kumpel Dave. Dieser hinterfragt mitten im Kampfgetümmel unter dem Motto „Ich habe meine Kindheit damit vergeudet“ sogar seine naive Liebe zu Superhelden-Geschichten. Doch Millar beendet seine Erfolgsserie ebenso knalliges wie zufriedenstellend, während ein Epilog weitere Comics zumindest mit Hit Girl nicht gänzlich unwahrscheinlich erscheinen lässt.

Kick-Ass 3
Hardcover-Cover

Genau wie „Wanted„, „Kingsmen – The Secret Agent“ oder „Jupiter’s Legacy“ erscheint „Kick-Ass“ unter dem Label „Millarworld“. Dennoch ist auch hier die Leistung des Zeichners ebenso wichtig wie die Ideen des Autor. Wohl noch nie sahen die (nicht nur im Superhelden-Genre) ohnehin schon unvergleichlichen Zeichnungen von John Romita Jr. so toll aus, wie bei „Kick-Ass“ und „Hit Girl„, was aber auch am Inker Tom Palmer sowie an den Koloristen Dean White und Michael Kellener liegt. Abschließend sei noch angemerkt, dass der Comic „Kick-Ass“ sehr viel besser ist als die beiden Kinofilme!

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Mawil: Wir können ja Freunde bleiben

Es ist schon eine ungewöhnliche biertrinkende Männerrunde die Markus Witzel alias Mawil („Strandsafari, „Die Band„) hier beschreibt. Abwechselnd werden sich Erlebnisse mit Mädchen und Frauen erzählt. Dieses Comicalbum enthält jene vier Geschichten, die ein gewisser Markus in dieser Runde zum Besten gibt. Doch wie sonst oft im Zusammenhang mit Alkohol sind es keine bunt ausgeschmückten Stories über die tollsten Eroberungen.

Mawil: Wir können ja Freunde bleiben

Markus erzählt vielmehr von einem Mädchen mit dem er gemeinsam Erstkommunion feierte. In sie war er total verschossen und kam sich neben ihr jedoch total minderwertig vor. Passiert ist dann gar nichts und das ist auch der Grundtenor der drei folgenden Geschichten. Dabei geht es um ein Mädchen, dem Markus wild herzklopfend Blumen bringt und die ihm gegenüber den frustrierenden titelgebenden Satz mit dem „Freunde bleiben“ äußert. Erzählt wird außerdem noch von einer Zeltplatzbekanntschaft, die abrupt endet als der unerfahrene Markus nur kuscheln will und von einer wilden Spanierin („Sie hatte eine Stimme wie Tom Waits … Echt!“), die ebenfalls nur Freund bleiben wollte.

Mawil: Wir können ja Freunde bleiben

 

Dieser als Diplomarbeit entstandene Comic wirkt wie eine authentisch wiedergegebene Lebensbeichte zum Thema „Erste Liebe“. Statt Weinerlichkeit unter dem Motto „Alles Schlampen“ kommt hier Melancholie auf, die auch durch das immer wieder einfließende Zeitkolorit („Am schlimmsten war diese Erstkommunion! Ich werde nie wieder einen braunen Samtanzug tragen!“) unterstützt wird. Ebenso einzigartig wie die Erzählweise ist Mawils Zeichenstil. Ihm gelingen weibliche Figuren, die keinem (Comic-) Schönheitsideal gehorchen und trotzdem unglaublich begehrenswert aussehen.

Mawil: Wir können ja Freunde bleiben

Parallel zu Mawils neustem Erfolgscomic „Kinderland“ erscheint in einem etwas kleineren Format die bereits fünfte (!) Neuauflage dieses wunderschönen bittersüßen Comicalbums.

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Franquin: Spirou & Fantasio Gesamtausgabe, Band 1: Die Anfänge eines Zeichners

Lange hat es gedauert, doch jetzt ist es endlich soweit. Nachdem Carlsen zuvor bereits seine Einzelbände mit interessanten Sekundärtexten versehen hatte, erscheint auch bei uns eine gebundene Gesamtausgabe der franko-belgischen Traditionsserie „Spirou & Fantasio“.

Franquin: Spirou & Fantasio Gesamtausgabe, Band 1: Die Anfänge eines Zeichners

Die deutsche Edition folgt der 2006 bei Dupuis in Frankreich gestarteten l’intégrale und beginnt nicht mit den ersten Geschichten vom Spirou-Schöpfer Rob-Vel alias Robert Velter aus dem Jahre 1938 und auch nicht mit den von Jijé alias Joseph Gillain gezeichneten Seiten. Den Auftakt der Gesamtausgabe bildet die Geschichte „Der Tank“, die André Franquin („Gaston„) 1946 kurz nach und noch unter dem Eindruck vom Ende der deutschen Besetzung Belgiens zeichnetet.

Franquin: Spirou & Fantasio Gesamtausgabe, Band 1: Die Anfänge eines Zeichners
Franquins erstes Spirou-Panel

Diese 12-seitige Story erschien 1947 im Sonderband Spirou-Almanach und Franquin qualifizierte sich dadurch als regulärer Zeichner der Serie. Als dieser seinen Mentor und Lehrer Jijé im vierten Bild der vierten Seite des Comics „Spirou und das Fertighaus“ ablöste, war Franquin sehr bemüht darum einen Stilbruch zu vermeiden. Daher war noch nicht abzusehen, wie stark der talentierte junge Mann die Serie einmal prägen sollte. Die weiteren in diesem Band enthaltenen Geschichten veröffentlichte Carlsen bereits in den Alben „Onkel Ottos Testament“, „Spirou und die Roboter“, „Spirou bei den Pygmäen“ sowie „Spirou im Wilden Westen“. Doch erst jetzt liegen wirklich alle Spirou-Seiten chronologisch gebündelt vor, die Franquin zwischen 1946 und 1950 zeichnete, bevor er der Serie mit dem Album „Der Zauberer von Rummelsdorf“ zu seiner eigenen Schöpfung machte.

Franquin: Spirou & Fantasio Gesamtausgabe, Band 1: Die Anfänge eines Zeichners
Franquin zeichnete die Comics in diesem Album teilweise während seines Trips durch Mexiko und die USA, den er mit Jijé und Morris unternahm (siehe hierzu auch den Comic „Gringos Locos“ von Schwartz & Yann). Abgerundet wird der erste Band der Gesamtausgabe durch interessante biographische Texte. Für die deutsche Ausgabe wurden diese noch durch einen kurzen Artikel von Volker Hamann ergänzt, der über den „frühen Franquin in Deutschland“ u. a. in Comic-Magazinen wie „Der heitere Fridolin“ informiert. Zu weiteren Vertiefung des Themas Franquin und Spirou seien die „Reddition“ # 37, der Zack-Dossier Band „Spirou und seine Autoren“ sowie das schon lange vergriffene „Große André Franquin Buch“ von Numa Sadoul empfohlen.

Franquin: Spirou & Fantasio Gesamtausgabe

Abschließend sei noch angemerkt, dass es sehr erfreulich ist, dass Carlsen auch das Frühwerk Franquins herausbringt, anstatt gleich auf Nummer Sicher zu gehen und die Gesamtausgabe mit Band 2 „Von Rummelsdorf zum Marsupilami“ zu starten.

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Asterix bei den Belgiern – Ultimative Edition

Das 24. Asterix-Album erschien 1979 in Frankreich und auch in Deutschland, hier erstmals direkt als Album, ohne Vorabdruck im mittlerweile eingestellten Heft MV Comics. Der am 5. November 1977 verstorbene René Goscinny konnte die Vollendung seiner letzten Asterix-Geschichte nicht mehr erleben. Auch ansonsten stand die Entstehungsgeschichte von „Asterix bei den Belgiern“ unter keinem guten Stern, denn der um seinen Freund Goscinny trauernde Uderzo wurde vom damaligen Verleger Dargaud per Gerichtsurteil gezwungen, das Album zu vollenden. Das von Uderzo danach im Alleingang realisierte Asterix-Album „Der große Graben“ erschien dann bei der neu gegründeten Les Editions Albert René.

Asterix bei den Belgiern

Dem Comic sind die negativen Begleitumstände jedoch nicht anzumerken. Der Aufhänger der Geschichte ist einmal mehr wieder äußerst originell. Julius Cäsar hat in seinem Buch über den gallischen Krieg die Belgier bzw. das Volk der Bellovaker als besonders tapfer bezeichnet. Im Comic nun lässt Goscinny den römischen Feldherren behaupten, dass „von allen gallischen Stämmen, die Belgier am tapfersten sind“. Das ist natürlich ein prima Vorwand um sich über das von allerlei Eifersüchteleien geprägte Verhältnis zwischen Franzosen und Belgiern lustig zu machen.

Asterix, Obelix und ihr Häuptling Majestix, der beweisen möchte, dass „er der mächtigste Gallierstamm ist“, brechen nach Belgien auf und fordern die dortigen Stämme zu einem Wettstreit heraus. Wer am meisten Römerlager zerstört hat gewonnen und Cäsar soll als Schiedsrichter fungieren. Dies artet natürlich in haufenweise Prügeleien aus, doch die Geschichte funktioniert nicht nur im Groben. Es gibt allerlei Spötteleien über die belgische Küche, sowie über die Konflikte zwischen Flamen und Wallonen. Ein Gedicht von Vicor Hugo über die Schlacht von Waterloo wird zitiert und ein Gemälde von Pieter Brueghel dem Älteren auf einer ganzen Seite nachgestellt. Die vielen Anspielungen erschließen sich dem deutschen Leser nur bedingt, doch die Übersetzerin Gudrun Penndorf macht auch hier wieder einen wahnsinnig guten Job.

Mit „Asterix bei den Belgiern“ liegen jetzt endlich alle wichtigen klassischen Asterix-Alben in der optimalen Form der großformatigen „Ultimativen Edition“ vor und das durchgehende Buchrückenmotiv mit dem gallischen Dorf ist komplett. Wenn es noch etwas dauert bis als „Ultimativen Edition“ auch noch „Das goldene Buch“ und „Gallien in Gefahr“ folgen, läßt sich dies gut verkraften.

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Robert Crumb: Mister Nostalgia

Dies ist, nach „Nausea“ und „Immer Ärger mit den Frauen„, der dritte Band, den Reprodukt von der thematisch gegliederten Robert-Crumb-Werkausgabe der französischen Édition Cornélius übernimmt. Obwohl Crumb seine ersten Erfolge in den Sechziger Jahren im Umfeld der Gegenkultur feierte, war er schon damals wenig an den gerade angesagten Strömungen interessiert. So gestaltete Crumb zwar das Cover für die Janis Joblin Platte „Cheap Thrills“ (genau genommen waren seine Comic-Motive zunächst für das Backcover vorgesehen), doch die Musik der Sängerin mochte er nicht sonderlich.

Robert Crumb: Mister Nostalgia

Stärker noch als für Comics interessiert Robert Crumb sich für die Musik der 20er und 30er Jahre sowie für alte Schellack-Platten. Die in diesen Band zum Abdruck kommenden Comics und Zeichnungen von Robert Crumb tragen dieser Vorliebe Rechnung. Sein sehr kontrastreich gezeichneter biographischer Comic über den Blues-Sänger Charley Patton gehört zu seinen kunstvollsten Arbeiten. Auch ansonsten zeigen die in diesem Buch enthaltenen Comics und Illustrationen, dass Crumb sehr viel mehr ist, als jemand, der seine sexuellen Vorlieben zur Schau stellt.

Robert Crumb: Mister NostalgiaEbenfalls enthalten ist der arg pessimistische, aber leider auch recht realistische Comic „Eine kurze Geschichte Amerikas„, der auf nur fünf Seiten zeigt, wie eine einst blühende Landschaft durch menschliche Behausungen im Laufe der Jahrhunderte immer hässlicher wird. Dies bring Robert Crumbs „Früher war vieles besser“-Philosophie, der dieser schön zusammengestellte Band gewidmet ist, sehr gut auf den Punkt.

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Skydoll

Noa ist eigentlich nur eine Puppe, die alle 33 Stunden aufgezogen werden muss und in einer Astro-Waschanlage arbeitet (dort aber wohl nicht nur reinigt). Doch ihr Schicksal steht im Zusammenhang mit der verschwundenen Päpstin Agape. Deren Schwester Ludowicka herrscht alleine und durch fingierte Wunder über den Planeten Papathea. Gemeinsam mit den Botschaftern Roy und Jahu reist Noa auf die Wasserwelt Aqua um mehr über ihre Vergangenheit und ihre Berufung zu erfahren.

Skydoll

Das ist schon ziemlich abgefahrenes Zeug was Alessandro Barbucci und Barbara Canepa (“Monster Allergy“, “W. I. T. C. H.“) hier zu Papier gebracht haben. Bei der Lektüre entsteht der Eindruck Walt Disney hätte die “Incal“-Serie von Moebius und Jodorowsky im Stile eines japanischen Animes verfilmt, allerdings ohne dabei sonderlich auf eine Jugendfreigabe zu achten. In liebevoll ausgestalteten Bildern wird eine wild ausufernde (aber noch nachvollziehbare) Geschichte voller religiöser Anspielungen erzählt und unaufdringlich mit sanfter Erotik abgeschmeckt.

Skydoll

Nachdem Carlsen die ersten drei Skydoll-Alben und den sehr empfehlenswerten mittlerweile vergriffenen Werkstattband „Doll´s Factory“ im Softcoverformat herausbrachte, hat sich Splitter der Reihe angenommen. Hier erscheint “Skydoll“ in einer schönen Hardcover-Edition. Die Serie ist wie ein Trip und wenn die Alben der Serie ausgelesen sind, entstehen schon beinahe Entzugserscheinungen.

Skydoll

Etwas Linderung bietet die ebenfalls bei Splitter erschienenen zwei Bände der Storysammlung „Skydoll Collection„. Vom vierten „Skydoll“-Band  „Sudra“ hat Splitter für besonders ungeduldige Comicfreunde zunächst eine limitierte schwarzweiße Edition herausgebracht.

Skydoll

Die reguläre Ausgabe von “Sudra” erfreut in zweierlei Hinsicht. Zum einen ist die Comic-Erzählung diesmal etwas länger und zum anderen gibt es noch einen schön aufgemachten 9-seitigen Anhang. Dieser enthält Skizzen, aber auch Antworten. Bei einer Facebook-Aktion konnten Alessandro Barbucci und Barbara Canepa direkt befragt werden.

Skydoll

Einige der interessantesten Antworten kamen im Comic-Album zum Abdruck. So schreibt Barbucci, dass er als zunächst toleranter Atheist im Hinblick auf Religion im Laufe seiner Arbeit an “Skydoll“ “viel härter“ geworden sei und dieser mittlerweile “keinerlei positiven Aspekt mehr abgewinnen kann“. Barbara Canepa bietet einen Blick in die Zukunft und verrät, dass die Hauptgeschichte im fünften – wieder etwas umfangreicheren – Album zum Abschluss kommt, “Skydoll“ damit aber noch nicht unbedingt beendet ist.

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Marine Blandin: Eine nautische Fabel

Auf dem Grundstück eines „Friedhofs der Kuscheltiere“ ein großes Erlebnis-Schwimmbad zu errichten, ist keine gute Idee. Dass dann ständig eine alte Dame ins Schwimmbad kommt, die für ihr totes Karnickel eine Möhre ins gechlorte Becken wirft, ist danach noch das kleinste Problem. Sehr viel schlimmer ist es, dass in dem verfluchten „Nautiland“ niemand in den letzten Jahren den den Ausgang gefunden hat und dass daher das Badevergnügen kein Ende nimmt.

Marine Blandin: Eine nautische Fabel

„Eine nautische Fabel“ ist nach Bastien Vivès‘ „Der Geschmack von Chlor“ ein weiterer Comic über das Faszinosum Hallenbad. Das Comicdebüt der 1980 in Paris geborenen Marine Blandin (nomen est omen?) kam 2013 beim Festival International de la Bande Dessinée d’Angoulème in der Auswahl der vielversprechendsten Neuerscheinungen.

Marine Blandin: Eine nautische Fabel
Marine Blandin erzählt die Geschichte in erster Linie durch ihre ungewöhnlichen Bilder und legt es auch gar nicht darauf an für alles oder für überhaupt irgendetwas eine Erklärung zu finden. Ihre blau gekachelte von seltsam vertrauten Gestalten wie überforderten Bademeistern, alten Damen mit Badekappen oder Wasserballett-Ratten bevölkerte Badewelt atmet den Geist der besten Filme von Terry Gilliam, beflügelt die eigene Phantasie und ist erfrischend wie ein Sprung ins kühle Nass.

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David Lapham: Batman – Stadt der Sünde

Gotham City war schon immer ein hässlicher Ort. Aber so prägnant, bedrohlich und wahrhaft vorstellbar beschrieben wie von David Lapham war diese Stadt noch nie dargestellt worden. Lapham steht für Horror- und Kriminalgeschichten von allererster Güte. Sein Meisterwerk „Stray Bullets“ erschien ab März 1995 (bis März 2014) bei El Capitan Books und gewann ein Jahr später den Eisner Award in der Kategorie „Best Writer/Artist“.

David Lapham: Batman – Stadt der Sünde

Gotham City ist ein Ungeheuer, dass unzählige Monster gebiert und ebenso viele Unschuldige verschlingt. Mittendrin versucht das Dynamische Duo aus Dunklem Ritter und dem Wunderknappen Robin wenigstens einige Wenige zu retten in diesem schier ausweglosen immerwährenden Kampf. Bei ihren Streifzügen durch diese Stadt begegnen ihnen unvorstellbares Leid, abgrundtiefe Verbrechen und menschliche Abgründe. Auf der Suche nach dem Dealer einer 14-jährigen Drogentoten muss Batman erkennen, dass es akutere und brennendere Fälle gibt. Was anfangs aussah wie ein gewöhnlicher Hausbrand entpuppt sich als die Spitze eines Eisberges um Menschenhandel und Korruption, in den nicht nur der Besitzer der Iceberg Lounge, der Pinguin, verwickelt ist, sondern auch die allerhöchsten Kreise in Gotham City.

David Lapham: Batman – Stadt der Sünde

Der Autor versteht es bestens, auch andere klassische Batman-Gegner wie Mr. Freeze und Killer Croc einzubauen und ihnen wichtige Schlüsselrollen zukommen zu lassen. Nebenbei werden auch neue Figuren kreiert. Die von Lapham meisterhaft komponierten und bitterbös modellierten Gedankengänge gehen mit den Bildern von Bachs eine einzigartige Symbiose ein. Der Horror ist wieder zurück in Batmans Welt! Die 12-telige Story (plus Prolog) erscheint endlich zusammengefasst in einem Band. Auch fast zehn Jahre nach ihrem ersten Erscheinen ist die Geschichte immer noch atemberaubend zu lesen. In der monatlichen Batman-Heft-Serie (von 2005 bei Panini) war sie schon einmal über die Hefte 9 bis 21 verteilt veröffentlich worden – aber in einem Rutsch gelesen entfaltet dieses Epos all seine Wucht und es fällt leicht, ganz in diesen Moloch einzutauchen und dort zu verschwinden…

Norbert Elbers

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