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Die Kunst von Hergé

An Sekundär-Materialien zu Hergé und seinen “Tim und Struppi“-Comics herrscht ganz gewiss kein Mangel. Das Leben von Georges Remi wurde unter dem Titel “Die Abenteuer von Hergé“ auch in Comicform nacherzählt und unter dem Titel “Auf den Spuren von Tim und Struppi“ erschien ein umfangreicher Bildband sowie eine fünfteilige arte-TV-Dokumentation. Doch Philippe Goddins dreibändige Reihe “Die Kunst von Hergé“ bietet einen anderen Blick auf den Künstler und sein ebenso umfangreiches wie vielfältiges Werk.

Die Kunst von Hergé

Der erste Band handelt den Zeitraum von 1907 – 1937 ab und dabei werden natürlich auch die in diesem Zeitraum entstandenen Comics, von “Tim im Lande der Sowjets“ über “Der blaue Lotus“ bis hin zum “Arumbaya-Fetisch“, gewürdigt. Doch Goddins Buch zeigt darüberhinaus noch chronologisch zusammengestellt eine Fülle von teilweise bisher unveröffentlichten Zeichnungen, angefangen mit einem Buntstift-Bild des vierjährigen Hergés aus dem Jahre 1911. Beim Blättern im Buch wird sofort klar, dass Georges Remi ein ebenso manischer wie talentierter Zeichner war. Bereits mit 15 Jahren erschienen erste Zeichnungen von ihm in Zeitschriften. Auch während er an den ersten “Tim und Struppi“-Geschichten arbeitete, war Hergé ein vielbeschäftigter (aber auch vielseitiger) Illustrator, Gebrauchsgraphiker und Künstler, der es auch ohne seine Comics zu Wohlstand gebracht hätte.

Die Kunst von Hergé

Das Hauptaugenmerk beim Buch liegt zweifelsohne auf den Künstler Hergé, wobei es dem Text zuweilen etwas an Distanz mangelt. Wenn Goddin zu “Tim im Lande der Sowjets“ schreibt: “Der Ton war geschaffen, er würde sich nicht mehr ändern“, dann war dies zum Glück nicht der Fall, denn die Geschichte war alles andere als “gut dokumentiert“. Dennoch ist in Goddins knappen Texten auch einiges über den Menschen Georges Remi zu erfahren. So verewigte dieser seine unglücklich endende Jugendliebe zu Marie-Louise Van Cutsem, indem er “Milou“ (so heißt der Hund Struppi im Original) nach ihr benannte. Auch das sich über einen langen Zeitraum hinziehende Werben Hergés um seine erste Ehefrau Germaine wird dokumentiert, zumal es sich in einigen sehr stimmungsvollen Porträts niederschlug. Es ist zu hoffen, dass die weiteren Bände recht bald erscheinen, denn “Die Kunst von Hergé“ ist die optimale Begleitlektüre beim Lesen von “Tim und Struppi“.

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Auf den Spuren von Tim & Struppi

Auf dem Cover des Buches überlappt sich eine Zeichnung aus “Tim in Amerika“ mit dem von Hergé dafür als Vorlage verwendeten Foto. Der englische Journalist Michael Farr hatte Zugang zum Archiv des Schöpfers von “Tim und Struppi“ und belegt in Wort und Bild wie sorgfältig dessen Comics mit Fakten unterlegt wurden. Chronologisch widmet sich Farr jedem einzelnen Album von “Tim im Lande der Sowjets“ bis hin zum unvollendet gebliebenen “Tim und die Alpha-Kunst“.

Auf den Spuren von Tim & Struppi

Wir sehen nicht nur die realen Vorbilder für Professor Bienleins Haifisch-U-Boot oder für die extravaganten Kostüme der Opern-Diva Bianca Castafiore, sondern erfahren auch dass Hergé seinen Kapitän Haddock einmal versehentlich “Klysopumpe“ (Anal-Dusche) fluchen ließ und sich an unzuverlässigen Handwerkern oder aufdringlichen Musikorchestern (die ihm unangemeldet daheim auflauerten und auf “seinen Helden Spirou“ anstießen) rächte indem er sie ganz einfach in seine Geschichten einbaute.

Für das Buch spricht auch, dass Farr dabei nicht unkritisch mit Hergés (Spät-)Werk umgeht. Der Autor findet jedoch auch sehr gute Argumente um den immer auf der Seite der Unterdrückten stehenden Comic-Schöpfer, der jedoch ohne Zweifel während der Zeit der deutschen Besetzung von Belgien am produktivsten war, vom Verdacht der Kollaboration mit den Nationalsozialisten freizusprechen.

Auf den Spuren von Tim & Struppi

Unter dem Titel “Auf den Spuren von Tim und Struppi“ ist auch eine TV-Dokumentation entstanden. Der deutsch-französische TV-Sender Arte hat sich schon einige Male mit den Werken von Hergé auseinandergesetzt, so gab es z. B. in den Neunziger Jahren einen sehr gehaltvollen fünfstündigen Themenabend zu “Tim und Struppi“. Doch erstaunlicherweise konnte für die fünfteilige Serie “Auf den Spuren von Tim und Struppi“ ein besonders neuer origineller Ansatz gefunden werden, der es ermöglicht die Comicgeschichten “vor Ort“ nachzuerzählen und zugleich Hintergrundinformationen zu vermitteln.

Auf den Spuren von Tim & Struppi

Die Serie beschäftigt sich mit Comicbänden in denen Tim durch die Weltgeschichte reist. In „Die Zigarren des Pharaos“ ist er in Ägypten und Indien unterwegs, in „Der blaue Lotos“ erlebt er Abenteuer in China, in „Die Krabbe mit den goldenen Scheren“ geht es nach Marokko, in „Der Sonnentempel“ nach Peru und im möglicherweise besten Band der Serie „Tim in Tibet“ nach Nepal.

Auf den Spuren von Tim & Struppi

Im Gegensatz zu Hergé haben die Macher der Serie die in den Comics dargestellten Örtlichkeiten tatsächlich aufgesucht. Vor Ort wurden die Zeichnungen aus den Comicgeschichten den Bildern der realen Landschaften gegenübergestellt. Dabei fällt auf wie gut es Hergé am Zeichentisch in Belgien gelungen ist  die Atmosphäre von fremden Ländern und Kulturen einzufangen. Abgerundet wird diese faszinierende Dokumentationsreihe durch historische Filmaufnahmen und Informationen über die Entstehung der Comicgeschichten.

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Die Abenteuer von Hergé

Unterteilt in sechszehn Kapitel versucht sich dieses Album an einer Comicbiographie des „Tim und Struppi„-Schöpfers Georges Rémi alias Hergé.

Die Abenteuer von Hergé

Die Autoren rütteln dabei nicht allzu sehr an der Legende des ehemaligen Pfadfinders, denn dazu sind sie selbst viel zu sehr beeinflusst und beeindruckt von den klassischen Abenteuern des pfiffigen Reporters und vor den zahlreichen farbigen Nebenfiguren wie Käpt´n Haddock oder Professor Bienlein. Daher kann dieser Comic bei uns, im Gegensatz zu Frankreich und Belgien, auch problemlos in Hergés Hausverlag Carlsen erscheinen.

Die Abenteuer von Hergé

Bei aller Mäßigung werden aber doch ein paar düstere Punkte in Hergés Vergangenheit angesprochen. Sehr dezent wird mit seinen Frauengeschichten umgegangen und recht amüsant ist Hergés Neid über den großen Erfolg der „Asterix“-Comics. Etwas weniger harmlos ist die Tatsache, dass Hergé nach dem Zweiten Weltkrieg zwar als Kollaborateur verhaftet und angeklagt wurde, weil er während der Besetzungszeit in Belgien für von Deutschen kontrollierte Zeitungen zeichnete. Dank seiner großen Popularität kam er jedoch, im Gegensatz zu Zeitgenossen, die für ähnliche Delikte standrechtlich erschossen wurden, recht schnell wieder frei.

Die Abenteuer von Hergé
Cover der ersten Carlsen Ausgabe

Mittlerweile liegt bereits eine zweite überarbeitete Neuausgabe vor, die im Hardcover-Format veröffentlicht wurde. Nachdem die erste Neuauflage um zwei sehr interessante Kapitel (die in den Jahren 1928 und 1953 angesiedelt sind) ergänzt wurde, gibt es jetzt noch zwei zusätzliche Seiten, die sich mit dem Verhandlungen zwischen Hergé und Steven Spielberg um die Verfilmung beschäftigen.

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Marc Lizano und Ulf K.: Neue Geschichten von Vater und Sohn

1934 startete die “Berliner Illustrirte Zeitung“ (kein Schreibfehler) die Serie “Vater und Sohn“, die zwar ohne Texte auskam, aber durch ihre meist in sechs Panels erzählten Geschichten durchaus als Comic bezeichnet werden kann.

Marc Lizano und Ulf K.: Neue Geschichten von Vater und Sohn

Der in Plauen aufgewachsene Zeichner Erich Ohser signierte die Geschichten mit dem Pseudonym e.o.plauen, da er in der Weimarer Republik Karikaturen gegen die Nazis angefertigt hatte. Ohser stellte die Serie 1937 ein, weil er Angst davor hatte, dass seine Figuren kommerzialisiert werden (was er auch in einem Comic verarbeitete) bzw. von den Nazis noch stärker für Propaganda-Zwecke genutzt wurden.

Marc Lizano und Ulf K.: Neue Geschichten von Vater und Sohn

Der von einem Nachbarn wegen antinationalsozialistischer Äußerungen denunzierte Ohser, beging im Gefängnis Selbstmord, bevor im Volksgerichtshof des Blutrichters Freisler abgeurteilt werden konnte. Seine Serie “Vater und Sohn“ lebte jedoch in der Nachkriegszeit weiter. Viele Lehrer ließen ihre Schüler die Erlebnisse der zweiköpfigen Kleinfamilie in Aufsatzform nacherzählen und 2003 wurden “Vater und Sohn“ auf einer Briefmarke der Bundespost verewigt. Nachdem Ohser insgesamt 192 Comics mit seinen beliebten Figuren zeichnete, wird die Serie nach 77 Jahren fortgeführt.

Marc Lizano und Ulf K.: Neue Geschichten von Vater und Sohn

Gemeinsam mit seinem französischen Kollegen Marc Lizano (“Das versteckte Kind“) hat sich der Zeichner Ulf K. („Geschichten vom Herrn Keuner„) neue Geschichten ausgedacht und diese dann zu Papier gebracht. Die Figuren hat Ulf K. gut erkennbar neu interpretiert. Nachdem Ohser das Duo 1937 in Richtung Mond entschwinden ließ, steigen sie in den “Neuen Geschichten von Vater und Sohn“ vom Erdtrabanten wieder auf unsere Welt herab.

Marc Lizano und Ulf K.: Neue Geschichten von Vater und Sohn

Die Schmuckfarbe Rot ist nicht die einzige Neuerung, denn Vater und Sohn sind zweifelsohne in unserer Gegenwart angekommen. TV und Computer sind ihnen nicht fremd. Während bei Ohser ein einziges Mal eine Mutter im Comic mitspielte, weilt diese bei Lizano und Ulf K. nicht mehr unter den Lebenden, was in zwei Geschichten einfühlsam thematisiert wird.

Marc Lizano und Ulf K.: Neue Geschichten von Vater und Sohn

Panini hat diese gelungene Neuinterpretation in einem schönen Hardcover-Band herausgebracht, der Appetit auf Fortsetzungen (vielleicht auch von anderen Zeichnern) macht.

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Jeff Smith: Rasl

Noch bevor er 2004 seine auf 1.300 Seiten angewachsene knuffige Fantasy-Serie Bone abgeschlossen hatte, schuf Jeff Smith mit Shazam! – The Monster Society of Evil eine durchaus eigene Version des Superhelden Captain Marvel. Ab 2008 startete Smith dann seine neue Serie Rasl, die zunächst in 15 schwarzweißen Comicheften veröffentlicht wurde.

Jeff Smith: Rasl

2015 hatte Tokyopop ein Unterlabel namens Popcom ins Leben gerufen. Hier liegt eine schöne farbige Bone-Hardcover-Ausgaben in neun Einzelbänden oder wahlweise auch als Complete Box vor. Ebenfalls zum günstigen Preis erscheint im selben Format eine gebundene 472-seitige Gesamtausgabe von Rasl, die genau wie Bone von Steve Hamaker sehr einfühlsam koloriert wurde.

Jeff Smith: Rasl

Rasl ist der (Anti-) Held der Serie und warum er diesen Namen trägt ist am Ende der Geschichte zu erfahren. Er ist eine ehemaliger militärischer Ingenieur, der die verlorenen Tagebücher des mysteriösen Nikola Tesla aufspürt hat. Die schillernde Biographie des vor allem im Bereich der Elektrotechnik tätigen Erfinders Tesla lässt Smith genauso in seine Geschichte mit einfließen, wie das geheimnisvolle “Philadelphia-Experiment“, durch das während des Zweiten Weltkriegs angeblich ein US-Kriegsschiff verschwunden und wieder aufgetaucht sein soll. Im Zentrum der Erzählung steht jedoch Rasl, der durch Teslas Technik immer wieder zu Dimensionssprüngen in parallele Universen aufbricht, dort als Kunstdieb betätigt, aber auch versucht das Leben einer Freundin zu retten.

Jeff Smith: Rasl

Ob die verschachtelte Erzählung voller kultureller Anspielungen  anspruchsvoll ist und sich erst nach mehrmaliger Lektüre voll erschließt oder einfach nur wirres Zeug, muss der Leser selbst entscheiden.

Jeff Smith: Rasl

Smiths genau wie bei Bone im leicht niedlichen Bereich angesiedeltes Figuren-Design, sowie seine Kunst äußerst spannend mit Bildern und oftmals ohne viele Worte zu erzählen, können auch hier beeindrucken.

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Jeff Smith: Bone

Der reiche und durchtriebene Phoncible Bone wird gemeinsam mit seinen Vettern dem gradlinigen Fone Bone und dem etwas einfältigen Smiley Bone aus dem Heimatort Boneville vertrieben. Die knuffigen weißen Gestalten mit den großen Nasen landen in einer Fantasywelt, die von Drachen, sprechenden Tieren und Menschen bevölkert wird. Fone Bone verliebt sich in die schöne Thorn, wobei diese noch eine zentrale Rolle im Kampf gegen dunkle Mächte spielen wird.

Jeff Smith: Bone

1991 startete Jeff Smith seine Serie “Bone“ und trotz des Verzichts auf Farbe konnte er mit seiner Mischung aus J. R. R. Tolkien und Carl Barks sofort punkten. Die Hauptfiguren waren mehr als sympathisch und Smiths ausdrucksstarke klare Zeichnungen lassen den Leser sofort eintauchen in eine Welt voller Magie und Humor. Wobei allerdings angemerkt werden muss, dass wirklich lustige Einlagen wie Fone Bones sofort einschläfernden Lesungen aus “Moby Dick“ oder seine grausig gereimten Liebesbriefe an Thorn im weiteren Verlauf der Serie durch epischen Fantasy-Elemente leider zunehmend verdrängt werden.

Jeff Smith: Bone
Nach 55 Heften hat Smith “Bone“ schließlich zu einem Ende gebracht. Auch bei uns liegt die Serie komplett vor. Carlsen veröffentlichte sie zunächst in Sammelbänden, die meist drei US-Hefte umfassen. Bei „Tokyopop“ erschienen ab 2006 gleich drei Gesamtausgaben, eine broschierte schwarzweiße Edition in sechs Bänden, eine 1.300-seitige Gesamtausgabe und eine von Steve Hamaker wunderschön kolorierte Hardcover-Edition in neun Bänden. Diese war recht bald ausverkauft und 2015 hat “Tokyopop“ ein Unterlabel namens “Popcom“ gegründet. Jeff Smith: BoneHier liegen die farbigen „Bone“-Hardcover-Ausgaben wieder einzeln oder wahlweise auch als Complete Box vor. “Popcom“ hat außerdem noch eine sehr schöne Gesamtausgabe von Jeff Smiths Serie „Rasl“ veröffentlicht.

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Johann und Pfiffikus Bd. 2: Hexerei und Zaubersprüche

Die chronologisch geordnete Gesamtausgabe von Johann und Pfiffikus geht in die zweite Runde und noch immer sind keine Schlümpfe in Sicht. Erst in “Die Schlümpfe und die Zauberflöte“, der neunten langen Geschichte mit dem ungleichen dynamischen Duo aus dem Mittelalter, debütieren die blauen Wichte. Doch auch zuvor gibt es allerlei zu erleben, unter anderem ist es spannend zu beobachten, wie sich Pierre Culliford alias Peyo sehr schnell zu einem begnadeten Geschichtenerzähler und einem Zeichner mit einem simplen aber trotzdem unverwechselbaren Stil entwickelte.

Johann und Pfiffikus Bd. 2: Hexerei und Zaubersprüche

Im Gegensatz zu den ebenfalls bei Splitter/Toonfish erscheinenden Alben mit den Schlümpfen enthält die fünfbändige Johann und Pfiffikus Gesamtausgabe auch reichlich Bonusmaterial mit Skizzen, Vorzeichnungen und Texten. Sehr interessant ist etwa ein Zitat von André Franquin (“Gaston“), der an Peyo vor allem bewunderte, wie sorgfaltig dieser seine Geschichten plante: “Peyo war ein enger Freund, er brachte mich dazu, über die Notwendigkeit eines soliden Handlungsaufbaus nachzudenken, so wie in realistischen Comics, mit den Gags als Zugabe!“

Johann und Pfiffikus Bd. 2: Hexerei und Zaubersprüche
Der Band enthält nicht nur die Alben “Der Stein der Weisen“ sowie die beiden zusammenhängenden Geschichten „Der Schwur der Wikinger“ und „Die Quelle der Götter“, sondern auch noch fünf bei uns selten bis gar nicht erschienene Short Stories aus “Risque-Tout“, einem kurzlebigen Comicmagazin im Zeitungsformat. Außerdem gibt es noch eine interessante Übersicht über die chaotische deutsche Veröffentlichungspolitik von “Johann und Pfiffikus“, die als “Prinz Edelhart und Kukuruz“ in den Comic von Rolf Kauka erschienen und danach in zwei unterschiedlich (aber nie korrekt) durchnummerierten Album Editionen bei Carlsen verlegt wurden. Schön, dass jetzt endlich eine vorbildlich editierte Gesamtausgabe vorliegt!

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Johann und Pfiffikus Bd. 1: Der Page des Königs

Sein Name wird in erster Linie mit den Schlümpfen in Verbindung gebracht. Doch die blauen Wichte waren keineswegs die Lieblingsfiguren des belgischen Comiczeichners Pierre Culliford alias Peyo. Sehr viel stärker am Herzen langen ihm die mittelalterlichen Abenteuer des ritterlichen Johann und seines schalkhaften Begleiters Pfiffikus. Ohne diese beiden Charaktere hätte es keine Schlümpfe gegeben, denn diese tauchten 1958 als Nebenfiguren im neunten Album der Serie auf. Nach und nach stahlen sie Johann und Pfiffikus die Show und Peyo widmete sich schweren Herzens künftig fast ausschließlich den Schlümpfen.

Johann und Pfiffikus Bd. 1: Der Page des Königs

Da das Splitter-Label Toonfish gerade dabei ist eine mustergültige Gesamtausgabe der Schlumpf-Comicalben zu veröffentlichen, lag der Gedanke nahe hier auch alle dreizehn von Peyo konzipierten Geschichten mit Johann und Pfiffikus zu verlegen. Im Gegensatz zur Schlumpf-Ausgabe wird hierbei nicht auf Bonusmaterial verzichtet. Die Gesamtausgabe enthält interessante Texte (hier wird auch auf die deutsche Kauka-Veröffentlichung als “Prinz Edelhart und Kukuruz“ eingegangen), Skizzen sowie einige neu gezeichnete Seiten mit denen Peyo ähnlich wie einst Hergé bei einigen Geschichten von „Tim und Struppi“ seine Frühwerke in einem ausgereifteren Zeichenstil neu herausbringen wollte.

Johann und Pfiffikus Bd. 1: Der Page des Königs
Der erste von fünf Bänden enthält neben einigen frühen Johann-Short-Stories mit “Böselbergs Racheschwur“, “Der Herr von Burg Eckstein“ und “Der Kobold aus dem Felsenwald“ die ersten drei albenlangen Geschichten der Serie. Spätestens mit dem dritten Band, in dem erstmals der kleine unberechenbare Pfiffikus auftaucht, hatte Peyo seinen Stil gefunden. Wie kaum einem anderen Comicschöpfer gelangen ihm unvergessliche ebenso spannende wie lustige Abenteuergeschichten. Schade, dass es nur so wenige davon gibt. Schön, dass sie jetzt in einer vorbildlich editierten Gesamtausgabe vorliegen!

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Flix: Schöne Töchter

Seit 2006 veröffentlicht die Berliner Zeitung Der Tagesspiegel regelmäßig am Sonntag farbige Comic-Seiten. Von Anfang an war Marwil dabei, dessen Zeitungs-Comics gebündelt bei Reprodukt unter dem Titel The Singles Collection als Hardcover-Buch im LP-Format erschienen sind. Bei Carlsen liegt im selben Format ein Buch mit Tagesspiegel-Comics von Flix (Spirou in Berlin) vor.

Flix: Schöne Töchter

Dessen seit 2010 im Monatstakt unter dem Titel Schöne Töchter veröffentlichten Geschichten erhielten bereits 2012 auf dem Comic Salon in Erlangen den Max-und-Moritz-Preis als “Bester Comicstrip“. Dies geschah nicht ohne Grund, auch wenn es sich genau genommen nicht um Comicstrips handelt, sondern um Sonntagsseiten in allerbester US-Tradition.

Flix: Schöne Töchter
© Der-Flix.de

Während Comicstrips auf drei oder vier meist schwarzweißen Panels einen Gag (oder auch eine spannende Geschichte) erzählen, zeigen die sehr viel großzügiger dimensionierten Sonntagsseiten in den farbigen Comic-Beilagen der US-Zeitungen wozu das Medium in der Lage ist. Ohne starres Layout war hier immer wieder Raum für erzählerische oder gestalterische Experimente. In dieser Tradition steht auch Flix mit Schöne Töchter. Die pfiffig in Szene gesetzten Geschichten haben ständig wechselnde meist weibliche Hauptfiguren. Fast immer gelingt Flix eine originelle Pointe, gelegentlich gibt es aber sogar ein rührendes Happy End und eine originelle gestalterische Idee.

Flix: Schöne Töchter

© Der-Flix.de

Meisterlich in Szene setzt Flix beispielsweise, die sich gleichzeitig abspielenden Geschichten von zwei Frauen, die mit unterschiedlicher Absicht eine Rolltreppe herunter fahren. Fast alle in diesem Buch enthaltende Schöne Töchter-Seiten (von denen auf der Webseite von Flix noch mehr zu finden sind) haben über die Story hinaus noch eine originelle gestalterische Idee und laden zum längeren Betrachten ein. Mittlerweile hat Flix seine Arbeit an Schöne Töchter erst einmal eingestellt: “Den Platz im Tagesspiegel wird mein Kollege Marvin Clifford (Schisslaweng) übernehmen. Ich bin gespannt, was er aus der Fläche zaubert.“ In diesem Zusammenhang bleibt zu hoffen, dass auch die Tagesspiegel-Seiten von Arne Bellstorf (Baby’s in Black), Tim Dinter und Olivia Vieweg (Huck Finn) in ähnlich schönen Editionen veröffentlich werden.

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Batman ’66 – Band 3

Der eine Pop-Art Künstler Mel Ramos (*1935) zeichnete ab ca. 1961 Batman-Bilder und der andere große Pop-Art Künstler Andy Warhol (*1928 – 1987) drehte seinen unautorisierten Fan-Film “Batman Dracula“ im Jahr 1964. Dies ist der Anfang dessen, was heute unter “Campy-Batman“ verstanden wird.

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Softcover-Cover

Und endlich am 12. Januar 1966 erblickte dieser Batman auch im Fernsehen das Licht der Welt. Beziehungsweise die Welt erblickte ihn: “Batman“. Die Serie rief eine der größten Modeerscheinungen ins Leben, die die Welt je kennengelernt hatte. Bis heute fragt man sich: Warum? Die Antwort darauf scheint sowohl einfach als auch schwierig. Gut, die Serie war anders als die bis dahin bekannten Serien. Sie sprach darüber hinaus sowohl Kinder an, die den bunten maskierten Helden Batman aus den Comics kannten, als auch die Erwachsenen durch ihren starken Humor und die bekannten Stars. Ein Programm also, das sich Eltern mit ihren Kindern gemeinsam anschauen und daran zusammen Spaß haben konnten.

Die Serie “Batman“ mit Adam West und Burt Ward umfasst 120 Episoden mit einer Dauer von jeweils 25 Minuten. Sie hat heute Kultstatus und wird auch oft (berechtigt oder nicht) als Parodie auf Batman bezeichnet. 1966 wurde ein abendfüllender Spielfilm mit dem Titel “Batman hält die Welt in Atem“ mit der Originalbesetzung der Serie gedreht.

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Hardcover-Cover

Heute – fast 50 Jahre später – ist dieser Batman für viele immer noch der Inbegriff von Batman schlechthin. Er hat eine ganze Generation geprägt und ist auch heute noch im Bewusstsein vieler Menschen fest verankert. Diese Popularität macht sich die neu gestartete Comic-Serie “Batman ‘66“ zu Eigen und versucht an alte Glanzzeiten anzuknüpfen.

Batman ’66 - Band 3

In insgesamt neun (in manchen der sieben Hefte sind zwei Storys) kleinen und überaus unterhaltsamen Geschichten geben sich die guten alten Figuren ein Stelldichein: Es gibt ein Wiedersehen mit dem Bücherwurm, König Tut, der Königin der Diamanten Marsha, Minstrel, dem Joker, Riddler, Pinguin, Egghead, False Face, Clock King und vielen anderen mehr. Auch Commissioner Gordon, der unvergessliche Chief Miles O’Hara, Tante Harriet und natürlich Alfred sind mit von der Partie. Wieder zaubert Jeff Parker (mit dem dieser Band auch ein Interview enthält) die schrillsten und aberwitzigsten Ideen hervor und belebt das Flair der guten alten Batman-TV-Serie aus den 1960er Jahren zu neuem Leben.

Batman ’66 - Band 3
US-Cover von Alex Ross

Besonders drei Geschichten sind eine nähere Betrachtung wert. In Heft #13 liefert der neue Schreiber Gabriel Soria eine ziemlich clevere Story ab: Hier startet die neue TV-Serie „The Dark Knight Detective“ und ganz Gotham City verfällt in eine Batmania. Der Ton der Serie ist “grim ‘n gritty“ und präsentiert einen völlig neuen Batman! Auch rein äußerlich ähnelt er mehr dem Spirit mit (Anzug und Schlips und) Batmaske, als dem, der ’66-Realität. Und auch der Produzent der TV-Serie – Fred Fillips – hat starke Ähnlichkeiten mit Frank Miller.

Jeff Parker zeigt uns in Heft #14 dass ein Bat-Roboter – auch wenn er noch so gut programmiert ist – keinen Batman aus Fleisch und Blut ersetzen kann. Das hat dieser Batman erkannt – scheinbar anders, als zum Beispiel der Batman aus Kingdom Come oder vergleichbaren Geschichten.

BATMAN ‘66: THE LOST EPISODE

Den Höhepunkt schließlich liefert die “Lost Episode“ – gemeint ist die Geschichte mit Two-Face von keinem geringeren als Harlan Ellison. Diese Geschichte war schon für die ’66-TV-Serie vorgesehen (und Clint Eastwood wurde als Harvey Dent in Erwägung gezogen), aber wurde nie umgesetzt. Nun endlich ist auch Two-Face in den 60-er Jahren angekommen. Für Neuleser und Nostalgiker ist diese Serie eine wahre Fundgrube an unvergesslichen Bat-Gimmicks und ikonischen Dialogen. Die Welt ist wieder verrückt nach dem Pop-Art-Batman.

Norbert Elbers

DC Premium 91: Batman ’66 (Band 3); enthält: Batman ’66, #12 bis #17 und Batman 66: The Lost Episode #1 (August 2014 bis Januar 2015); Text: Jeff Parker, Art Baltazar; Franco, Gabe Soria, Harlan Ellison, Len Wein; Zeichnungen: Dario Brizuela, Ted Naifeh, Dean Haspiel, Paul Rivoche, Craig Rousseau, Wilfredo Torres, José Luis Garcia-Lopez; Tusche: Dario Brizuela, Ted Naifeh, Dean Haspiel, Paul Rivoche, Craig Rousseau, Wilfredo Torres, Joe Prado; Farben: Tony Aviña, Allen Passalaqua, Paul Rivoche, Alex Sinclair; aus dem Amerikanischen von Alexander Rösch; Prestige; Softcover: € 16,99; limitierter (333 Exemplare) Hardcover: € 29,-; 180 Seiten; farbig; Panini/DC Comics; Cover: Jose Luis Garcia-Lopez (SC), Laura Allred, Michael D. ‚Mike‘ Allred (HC)

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