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Octopussy

Um die wahren Hintergründe einer gigantischen Juwelenschieberei aufzuspüren, ist James Bond der geheimnisvollen Octopussy auf den Fersen. Sie ahnt nicht, dass sie von einem Wahnsinnigen hinters Licht geführt wird. Der russische General Orlov benutzt ihren Zirkus vorgeblich, mit ihm den geraubten Kreml-Schatz durch Europa zu schmuggeln. Tatsächlich dient er ihm nur als trojanisches Pferd für einen atomaren Sprengkörper, der auf dem Gelände der US-Airforce in Feldberg detonieren soll.

Octopussy
© United Artists / Twentieth Century Fox

Während Sean Connery bereits für ein konkurrierendes Bond-Projekt unterschrieben hatte, pokerte Roger Moore so geschickt um seine Gage, dass sogar schon Probeaufnahmen mit Josh Brolin als neuer 007 gedreht wurden. (Bei diesem stand ihm Maud Adams zur Seite und einige Ausschnitte von den Probeaufnahmen sind übrigens auf dieser DVD enthalten.)

Octopussy
© United Artists / Twentieth Century Fox

Letztendlich war es wohl das locker auf einer Kurzgeschichte von Ian Fleming basierende recht märchenhafte und verspielte Drehbuch, das Roger Moore schließlich zur Serie zurückkehren ließ.

Octopussy

Die größere Aufmerksamkeit in Presseberichten erhielt seinerzeit zweifelsohne Sean Connerys gelungenes und sehr selbstironisches Bond-Comeback Sag niemals nie, das sich dann jedoch nur als eine Neuverfilmung von Feuerball entpuppte. In den Kinos hingegen wollten deutlich mehr Zuschauer den „offiziellen“ Bond-Film sehen und daher war Roger Moore auch noch bereit in Im Angesicht des Todes als 007 zu agieren.

Octopussy

Ein farbenprächtiger Schauplatz wie Indien, eine Hauptdarstellerin wie Maud Adams, mit der sich Moore schon bei Der Mann mit dem goldenen Colt bestens verstand, und ein Finale, bei dem Moore unter einer Clownsmaske sogar ungewohnt emotional agieren musste, machten Octopussy zu einem meist etwas verkannten Highlight innerhalb der Serie. Der Film wäre ein wirklich gelungener James-Bond-Abschied für Roger Moore gewesen.

Octopussy

Extras der DVD-Edition: Audio-Kommentar von Regisseur John Glen, einigen Darstellern (Roger Moore ist nicht dabei) und sonstigen Beteiligten, wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Audiokommentar von Roger Moore; „Inside Octopussy“, ein umfassender 33-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes. Bemerkenswerterweise wird in diesem Bericht konkret auf den Konkurrenzbond „Sag niemals nie“ eingegangen und sogar ein kurzer Ausschnitt gezeigt; Ein 21-minütiges Portrait des Bond-Designers Peter Lamont; Bericht „James Bond in Indien“ (28:14 min); Diverse Screentests von James Brolin, teilweise von ihm selbst anmoderiert (4:15 min + 1:40 min + 1:33 min); Amateuraufnahmen vom Dreh von Statist Ken Burns (6:40 min); Peter Lamont auf Motivsuche in Berlin (4:32 min); Berichte über die Stunts: Jeep-Crash (3:47 min), Flugzeug-Absturz (3:24 min) und Luftkampf (4:31 min); Animierte Storyboard-Szenen („Taxi-Verfolgung“ 3:33 min und „Bond rettet Octopussy“ 3:21 min); Musikvideo „All Time High“ von Rita Coolidge (2:38 min, 2,35 : 1, nicht anamorph, Dolby 2.0); „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Trailer zum Kinostart (3:24 min, 1,85 : 1, anamorph, Dolby 2.0); 3 Kurztrailer (je 0:30 min, 1,85 : 1, nicht anamorph, Dolby 2.0); 8-seitiges farbiges Booklet

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In tödlicher Mission

Roger Moores kostspieliger Ausflug in den Weltraum in Moonraker blieb nicht nur finanziell etwas hinter den Erwartungen zurück, sondern der Film war in seiner Gigantik auch nicht mehr zu toppen, es sei denn die Bond-Filmserie hätte künftig den Planet Erde komplett verlassen. Daher besannen sich die Macher zurück zu den Wurzeln der Serie und auf Ian Flemings Romane, von denen sie zuletzt immer weniger Gebrauch gemacht hatten. Ins Drehbuch flossen Elemente aus zwei von Flemings Kurzgeschichten ein.

In tödlicher Mission
© United Artists / Twentieth Century Fox

In tödlicher Mission erzählt eine eher schlichte aber dafür überraschend emotionale Rachegeschichte um die schöne Melina Havelock (ein ungewöhnliches Bond-Girl: Carole Bouquet), deren Eltern von Gangstern umgebracht wurden, die in den Besitz des universellen Raketen-Steuergeräts A. T. A. C. gelangen wollen. In diesem Zusammenhang recht passend ist auch das Grab von Tracy Bond (Diana Rigg spielte sie in Im Geheimdienst Ihrer Majestät), das am Anfang des Filmes kurz zu sehen ist.

In tödlicher Mission
© United Artists / Twentieth Century Fox

Für In tödlicher Mission wurde der Rocky-Komponist Bill Conti verpflichtet und Sheena Easton, war als erster Interpret eines 007-Titelsongs auch auf der Leinwand zu sehen. Der Film entstand auf Korfu, den Bahamas und in den Dolomiten, wo Willy Bogner nach Im Geheimdienst Ihrer Majestät und Der Spion der mich liebte zum dritten Mal für aufregende Ski-Verfolgungsjagden sorgte.

In tödlicher Mission

Bemerkenswert ist auch noch, dass Roger Moore als Bond hier oftmals um einiges kaltblütiger agiert als in seinen ansonsten eher etwas leichtfüßigen Auftritten als 007. Insgesamt ein gelungener Beitrag zur Serie, der immer dann etwas an Geschlossenheit verliert, wenn es, wie etwa in der Schlussszene mit Maggie Thatcher, zu humorig wird.

In tödlicher Mission

Extras der DVD-Edition: Audio-Kommentar von John Glen und Darstellern (Roger Moore ist nicht dabei), wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; Audio-Kommentar von Michael Wilson und Crew; Audiokommentar von Roger Moore; „Inside For Your Eyes Only“, ein umfassender 29-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes; Aufnahmen vom Dreh mit Kommentar von Michael G. Wilson: Griechenland (5:54 min), Cortina (4:18 min) und die Reise der Neptun (3:27 min); Zwei verlängerte Szenen mit Kommentar von John Glen: Eishockey (1:58 min) und Melina ist eifersüchtig auf Bond (1:00 min); Tod von Loque: Kommentar von John Glen (1:05 min), zwei verschiedene Aufnahmewinkel (0:40 min) und Weitwinkel (0:40 min); Animierte Storyboard-Szenen (Das Schlittenrennen 1:10 min, Wiedererlangen des ATAC 1:42 min); Galerie mit 161 thematisch geordneten Fotos und Plakaten aus aller Welt; Musikvideo Sheena Easton „For Your Eyes Only“ (2:38 min, 2,35 : 1, nicht anamorph, Dolby 2.0), kein Musikvideo im eigentlichen Sinne, sondern der Vorspann von Maurice Binder ohne die Titel; „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; 4 englische Kinotrailer (3:33 min, 3:40 min und 3:40 min, jeweils 1,85 : 1, anamorph, Dolby 2.0 und 2:00 min, 1,85 : 1, nicht anamorph, Dolby 2.0); 2 Radio-Spots (0:27 min und 0:35 min, Stereo 2.0);8-seitiges farbiges Booklet

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Der bewegte Mann

Nach einem erneuten Seitensprung wird Axel Feldheim (Til Schweiger) von seiner Freundin Doro (Katja Riemann) aus der gemeinsamen Wohnung verbannt. Die erfolglose Suche nach einer vorläufigen Bleibe führt ihn geradewegs vor die Haustür der beiden Schwulen Walter alias Waltraut (Rufus Beck) und Norbert Brommer (Joachim Król). Die Beiden sind Feuer und Flamme und machen dem strammen Hetero den Hof. Dies weckt bei der mittlerweile schwangeren Doro den Verdacht, ihr Axel wäre zum anderen Ufer übergelaufen…

Der bewegte Mann

Mit über 6 Millionen Zuschauern erreichte der deutsche Kinofilm Der bewegte Mann 1994 Regionen, die ansonsten nur US- (und Bully-) Filmen vorbehalten waren. Regisseur Sönke Wortmann (Das Wunder von Bern) schrieb sein Drehbuch nach Ralf Königs Comics Der bewegte Mann und Pretty Baby. König war vom Erfolgsfilm alles andere als begeistert und meinte später: „Mir war das alles zu zahm und auf Mainstream aus, und ich habe mich von Anfang an nicht genug dagegen gewehrt.

Der bewegte Mann

Der Film setzt etwas andere Akzente als die Comic-Geschichte. Während bei König die schwulen Charaktere die Sympathieträger sind und sich über die Heteros lustig machen, ist dies im Kinofilm eher anders herum. Tatsache ist jedoch, dass alle guten Gags und Einfälle des Films nicht von Wortmann stammen, sondern auch in Königs Comic zu finden sind. Die nachfolgenden meist etwas werkgetreueren, aber sehr viel weniger professionell realisierten Ralf-König-Verfilmungen Kondom des Grauens, Wie die Karnickel! und Lysistrata konnten nicht einmal ansatzweise an den kommerziellen Erfolg von Der bewegte Mann anknüpfen.

Der bewegte Mann

Dennoch sollte es mehr als ein Vierteljahrhundert dauern, bis der Film endlich in einer Edition vorliegt, die seiner (kommerziellen) Bedeutung gerecht wird. Zuvor gab es nur eine DVD in mittelprächtiger Bildqualität ohne Extras. Die Blu-ray ist 4K-abgetastet und bisher nur als nicht ganz preiswerte Mediabook-Edition erhältlich. Hierfür wurde mit Sönke Wortmann, der seinen Film lange nicht mehr gesehen hat, ein immer wieder von langen Sprechpausen unterbrochener Audiokommentar aufgenommen. Wortmann ist hörbar begeistert von seiner damaligen Arbeit. Hinzu kommt noch etwas filmbezogenes Bonusmaterial, während Ralf König lediglich – aber immerhin – im Text des beiliegenden Booklets ausführlich und kenntnisreich von Marcel Scharrenbroich gewürdigt wird.

Der bewegte Mann

Das Mediabook von Turbine Medien enthält eine Blu-ray mit dem 94-minütigen Hauptfilm, wahlweise mit deutscher, englischer, französischer und spanischer Tonspur, sowie einen Audiokommentar von Sönke Wortmann. Dazu kommen noch diese Extras: Hinter den Kulissen des Audiokommentars (7:08 min), Sechs komma Sechs – Interview mit Sönke Wortmann (14:36 min), Der bewegte Walter – Interview mit Rufus Beck (22:43 min), Kinotrailer (2:41 min), sowie ein 24-seitiges Booklet

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Walt Disney: Die Hexe und der Zauberer

1963 brachte Walt Disney seinen 19. abendfüllenden Animationsfilm ins Kino. Bei uns hieß das Werk zunächst Merlin und Mim, der Originaltitel lautet The Sword in the Stone. Als Vorlage diente ein Buch von T. H. White, das hierzulande als Der König auf Camelot erschienen ist.

Walt Disney: Die Hexe und der Zauberer

Bill Peet, der zuvor bereits das Drehbuch zu 101 Dalmatiner geschrieben hatte, war jedoch nur an dem ersten Teil des Buchs interessiert, das sich mit der Jugend des späteren der Tafelrunde vorstehenden König Arthur beschäftigt hatte. Erzählt wird von Arthurs Lehrjahren beim Zauberer Merlin, die darin gipfelten, dass der Junge das Schwert von Uther Pendragon aus einem Stein zieht und zum König von England wird.

Walt Disney: Die Hexe und der Zauberer

Aus der Vorlage machte Peet eine nur sehr schleppend voranschreitende Geschichte voller – für sich betrachtet recht amüsanter – Gags und Songs der Sherman-Brothers. Tricktechnisch wurde der Film im selben lässig hingehauenen Animations-Stil in Szene gesetzt, wie zuvor schon 101 Dalmatiner. Zur in der Gegenwart angesiedelten Hunde-Story passten das modern wirkende Design und die detailarmen Hintergrund-Bilder recht gut.

Walt Disney: Die Hexe und der Zauberer

Die Hexe und der Zauberer büßte durch den Look und die Konzentration auf Gags den märchenhaften Fantasy-Zauber ein, der in T. H. Whites Vorlage vorhanden war. Finanziell blieb der Film weit hinter den Erwartungen zurück, woraufhin Bill Peets schon fast fertigen Entwürfe zu Das Dschungelbuch, dem nächsten Zeichentrickfilm, von Disney verworfen wurden. Peet verließ daraufhin das Studio und konzentrierte sich auf Kinderbücher.

Walt Disney: Die Hexe und der Zauberer

Insgesamt ist der Film nicht mehr (aber auch nicht weniger) als ein überlanger oft sehr komischer Cartoon. Der Höhepunkt ist ein Duell der Zauberer, bei dem Merlin gegen die Hexe Mim antreten muss und beide sich in verschiedene Tiere verwandeln. Zumindest in Sachen Charisma ist Merlin (dem Bill Peeet die Nase von Walt Disney verpaßte) seiner pummligen Kollegin, die anschließend im Comic als Madam Mim Karriere machte, hoffnungslos unterlegen.

Walt Disney: Die Hexe und der Zauberer

Bonusmaterial der Blu-ray: Alternativer Anfang: Floh trifft auf Merlin (4:02 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln); Magische Musik: Die Sherman-Brüder (8:00 min); Walt Disney zaubert in „All About Magic“(7:19 min); Cartoons „Knight for a Day“ mit Goofy (7:06 min) und „Brave Little Taylor“ mit Mickey Mouse (9:01 min)

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Perfetti Sconosciuti

Angesichts einer anstehenden Mondfinsternis treffen sich sieben Freunde zu einem gemeinsamen Abendessen und stellen fest, dass jeder von ihnen durch seine Handy-Kommunikation eine Art geheimes zweites Leben führt. Kurzerhand lassen sie sich auf ein Spiel ein: Jeder muss alles, was an diesem Abend über sein Smartphone rein- oder rausgeht, egal ob Nachricht oder Foto, mit allen Anwesenden teilen…

Perfetti Sconosciuti

Diese Geschichte dürfte so manchem bekannt vorkommen, denn Bora Dagtekin (Fack ju Göthe-Trilogie, Türkisch für Anfänger) erzählte sie 2019 in seinem u. a. mit  Karoline Herfurth, Elyas M’Barek und Jella Haase sehr prominent besetzten Kinoerfolg Das perfekte Geheimnis. Wer den Film – angesichts des intelligent geschriebenen und perfekt getimten Drehbuchs – für erstaunlich “undeutsch“ empfand,  lag nicht völlig verkehrt.

Perfetti Sconosciuti

Die nahezu 1:1-kopierte Vorlage war Perfetti Sconosciuti (“Perfekte Unbekannte“) von 2016. Zu diesem italienischen Film gibt es bereits 13 internationale Remakes, und eine US-Version steht auch noch an. Mit sicherem zeitlichem Abstand zur Heimkino-Veröffentlichung von Das perfekte Geheimnis erscheint beim selben Anbieter erstmals auch eine Deutsch synchronisierte Version von Perfetti Sconosciuti.

Perfetti Sconosciuti

Das Original von Regisseur und Drehbuchautor Paolo Genovese bleibt in Sachen Tempo und opulenter Ausstattung etwas hinter der deutschen Variante zurück. Doch stärker noch als Dagtekin zeigt sich Genovese an den gar nicht so wenigen tragischen Komponenten seiner Geschichte interessiert und platziert nach einem nachdenklichen Moment nicht gleich den nächsten Schenkelklopfer.

Perfetti Sconosciuti

Die DVD von Constantin Film enthält neben dem 93-minütigen Hauptfilm noch ein Making Of (5:42 min, wahlweise mit deutschen Untertiteln), sowie den deutschen und den italienischen Trailer (je 2:00 min)

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Bestien lauern vor Caracas

Lost Continent war 1968 das bisher kostspieligste Werk der für die Frankenstein und Dracula-Filme bekannten britischen Hammer Film Productions. In Anbetracht des finanziellen Risikos ist das Resultat erstaunlich experimentierfreudig geraten. Das beginnt bereits mit dem psychedelischen Titelsong der Jazz-Formation The Peddlers. Passend dazu gibt es mitten in der Handlung einen Bruch, der an den Richtungswechsel erinnert, den Robert Rodriguez knapp 30 Jahre später mitten in From Dusk Till Dawn vollziehen sollte.

Bestien lauern vor Caracas

Lost Continent basiert sehr lose auf dem Roman Uncharted Seas des britischen Autors Dennis Wheatley, der auch die literarischen Vorlagen für zwei weitere Hammer-Filme lieferte. Während The Devil Rides Out zum Lieblingsfilm des Hauptdarstellers Christoper Lee wurde, stellte Hammer nach To the Devil…a Daughter (Titelrolle: Nastassja Kinski) 1976 die Produktion von Horror-Filmen ein.

Bestien lauern vor Caracas

Lost Continent beginnt auf einem Frachter, der einige schillernde Passagiere an Bord hat, die sich aus den unterschiedlichen Gründen auf der Flucht befinden. Hier gibt es interessante Darsteller und reichlich Konflikte. Doch die Corita transportiert als Schmuggelware auch noch etliche Fässer mit Phosphor, die explodieren, sobald sie mit Wasser in Berührung kommen. Als die Mannschaft dies mitbekommt, meutert sie und verlässt das Schiff mit einem Rettungsboot.

Bestien lauern vor Caracas

All dies wurde von Michael Carreras, der für Hammer auch als Produzent und Studioieiter tätig war, sehr spannend und kompetent in Szene gesetzt. Doch da Hammer zuvor – dank der Attraktivität von Raquel Welch und der Dinosaurier-Tricks von Ray Harryhausen – große Erfolge mit Eine Million Jahre vor unserer Zeit feierte, wurde versucht, auch Lost Continent zu einem exotischen Monster-Spektakel zu machen.

Bestien lauern vor Caracas

Daher landen Captain Lansen (Eric Porter) und seine Passagiere nach der Hälfte der Spielzeit in zwar ruhigen, aber dennoch sehr gefährlichen Gewässern. Hier gibt es Schiffe aus fast allen vergangenen Epochen, seltsame giftige Seetank-Gewächse und skurriles, nicht eben kleines Getier.

Bestien lauern vor Caracas

Sogar etliche Bewohner beherbergt die feuchte  Gegend, darunter Konquistadoren und Nachfahren der spanischen Inquisition. Diese bevölkern eine auf Grund gelaufene Galeone und werden von einem Jungen, den sie El Supremo nennen, kommandiert. Doch dieser ist nur die Marionette eines geheimnisvollen Kuttenmanns.

Bestien lauern vor Caracas

Passend zu dieser seltsamen Szenerie laufen die spanischen Soldaten mit Hilfe von Schneeschuhen und an ihren Schultern befestigten, mit Gast gefüllten Ballons, über das sumpfige Gewässer, als sie die äußert attraktive Sara (Dana Gillespie) verfolgen. Die junge Frau kann sich auf die Corita retten, was das Schlussgefecht mit Phosphor-Explosionen und Kämpfen gegen die Sumpf-Monster einläutet.

Bestien lauern vor Caracas
Bemerkenswert ist, dass die Kreaturen des Films,  irgendwo zwischen Riesenskorpion und Lovecraft-Tentakelwesen, von Hammer in voller Größe gebaut wurden. Das fröhlich zappelnde Getier sollte sich kein Freund des phantastischen Films entgehen lassen.

Bestien lauern vor Caracas

Bemerkenswert ist, neben dem durchgeknallten deutschen Titel Bestien lauern vor Caracas, auch noch, dass sich “unsere“ Hildegard Knef aus nicht weiter bekannten Gründen in diesen Film verirrt hat.  Ihre ernsthafte Darstellung, einer durch ein tragisches Schicksal von ihrem Sohn getrennten Mutter, rundet das schräge Resultat noch zusätzlich ab. Bestien lauern vor Caracas

Die DVD der Hammer-Edition enthält den Film in der 93-minütigen deutsch synchronisierten Fassung, sowie diese Extras: Interview mit Stuntman Eddie Powell (50:09, wahlweise mit deutschen Untertiteln), Bildergalerie (8:50 min), Englischer Kinotrainer (2:39 min), Zwei TV-Spots (0:58 min + 0:21 min), Deutscher Werberatschlag (2:22 min). Erwähnenswert ist auch noch das farbige Faltblatt mit einem sehr informativen Text von Uwe Huber.

Bestien lauern vor Caracas

In den USA ist eine interessante Blu-ray erschienen, die den Film in einer Länge von 97 Minuten präsentiert und diese Extras enthält: Audiokommentar des Filmexperten Richard Klemensen; World Of Hammer Episode “Lands Before Time” eine von Oliver Reed kommentierte Zusammenstellung von Filmausschnitten (24:50), The Men Who Made Hammer: Michael Carreras (22:17 min), Uncharted Seas: Kim Newman On The Lost Continent (21:06 min), Dana Gillespie erzählt (17:36 min), Komponist Howard Blake erzählt (6:31 min), Darsteller Norman Eshley (4:57 min), Trickexperte John Richardson erzählt (3:40 min), Trailer (2:48 min) und schwarzweißer TV-Spot

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Walt Disney: Aristocats

Vielleicht wirkte Aristocats bereits 1970, als der Zeichentrickfilm erstmals in die Kinos kam, etwas altmodisch. Da konnte daran liegen, dass die Geschichte im Paris des Jahres 1910 beginnt, vielleicht auch daran, dass vertraute Elemente aus Susi und Strolch und 101 Dalmatiner Verwendung fanden. Ganz sicher lag es daran, dass die Firma Disney, nach dem der Firmengründer und Übervater 1966 gestorben war, wenig Interesse an Experimenten hatte.

Walt Disney: Aristocats

So ist die Geschichte über Duchesse, eine alleinerziehende Katzendame in Not, auf alle Fälle eine souveräne Zurschaustellung dessen, was sich Walt Disneys Trickfilm-Studio in den vergangenen vier Jahrzehnten an tricktechnischer Finesse erarbeitet hat.

Walt Disney: Aristocats

Beteiligt waren begnadete Animatoren wie Milt Kahl, Ollie Johnston oder Frank Thomas, zu denen auch Wolfgang Reitherman gehört, der 1909 in München geborene Regisseur des Films. Durch ihre Kunst wird glaubhaft, dass Katzen nicht nur untereinander reden können, sondern auch mit Mäusen, Enten oder Pferden.

Walt Disney: Aristocats

Hinzu kommt ein Soundtrack, der alles andere als Katzenmusik ist. Songs wie Katzen brauchen furchtbar viel Musik, die beschwingte Nummer Thomas O’Malley oder der im Original von Maurice Chevalier und bei uns von Paul Kuhn interpretierte Titelsong Aristocats der Sherman-Brothers wurden zu Evergreens.

Walt Disney: Aristocats

Tricktechnisch sind manche Disney-Frühwerke zwar sehr viel virtuoser, doch so sympathisch, fröhlich, entspannt und tierisch-menschlich wie dieses Katzen-Abenteuer ist kaum eins davon.

Walt Disney: Aristocats

Bonusmaterial der Blu-ray: Der verlorengegangene Anfang mit Richard Sherman (9:31 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln) ; Musikvideo „Oui Oui Marie“ (1:53 min), Zusätzlicher Song „She Never Felt Alone“ interpretiert von Richard Sherman (7:56 min); Bericht über die Sherman-Brothers (4:24 min), “Die Geschichte der Katzen“ mit Walt Disney von 1956 (12:51 min), Cartoon „Bath Day“ mit Minnie und Figaro, der Katze aus „Pinocchio„, alle Songs zum Direktanwählen. 

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Superman: Man of Tomorrow

Der 38. Beitrag zur Reihe der DC Universe Animated Original Movies basiert auf keiner Comic-Vorlage, sondern vermengt allerlei Versatzstücke des Superman-Mythos. Als roter Faden dienen Clark Kents erste Versuche als Reporter und Superheld Fuß zu fassen. Dabei bekommt er es natürlich mit Lois Lane und Lex Luthor zu tun. Letzterer führt riskante Experimente durch, die schief gehen und einen seiner Angestellten – den Hausmeister Rudy Jones – in einen gefährlichen Parasiten verwandeln.

Superman: Man of Tomorrow

Äußerlich erinnert der Parasit an Supermans schlimmsten Gegner Doomsday und verfügt über ein gewaltiges Zerstörungspotential, das er gnadenlos einsetzt. Superman hingegen muss sich erst langsam an seine Kräfte und speziellen Fähigkeiten, sowie das Kostüm gewöhnen. Ihm zur Seite steht der geheimnisvolle Martian Manhunter, während Lex Luthor am Rande der Katastrophe sein eigenes Süppchen kocht.

Superman: Man of Tomorrow

Wie ein Fremdkörper wirkt der plötzlich aus heiterem Himmel auf der Erde auftauchende galaktische Kopfgeldjäger Lobo, der zusätzliche Turbulenzen verursacht. Diese soll wohl für etwas Humor innerhalb der teilweise ganz schön finsteren Geschichte (die FSK-Freigabe ab 12 ist etwas niedrig angesetzt) sorgen. Die Krawall-Action wird jedoch immer wieder durch sensible Momente aufgebrochen. So wird sehr einfühlsam geschildert, wie sich Superman und Martian Manhunter als Außerirdische auf der Erde  sehr einsam fühlen.

Superman: Man of Tomorrow

Das Resultat ist etwas uneinheitlich geraten, dennoch ist diese sorgfältig animierte Zeichentrick-Produktion sehenswerter als die meisten DC-Realverfilmungen. Auch das Bonusmaterial, mit sehr gut zusammengestellten Dokus über Lobo und dem Martian Manhunter, ist als DC-Nachhilfeunterricht wieder eine sinnvolle Ergänzung zum Hauptfilm.

Superman: Man of Tomorrow

Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 86-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentationen “Lobo – Natural Force of Chaos“ (10:23 min) und “Martian Manhunter – Lost and Found“ (8:47 min), den thematisch passenden Zweiteiler “The Main Man“ (gemeint ist Lobo) aus der Superman-Animationsserie, sowie eine Vorschau auf „Batman: Soul of the Dragon“, den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum (11:56 min). Leider gibt es diesmal keinem Kurzfilm aus der Reihe DC Showcase.

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Blood Work

Genau wie 10 Jahren zuvor in Wolfgang Petersens In the Line of Fire ist Clint Eastwood 2002 wieder als Profi zu sehen, der in die Jahre gekommen ist und sich noch einmal beweisen muss, dass er es noch draufhat. Diesmal spielt er den pensionierten FBI-Profiler Terry McCaleb. der von der Schwester eines Opfers beauftragt wird den berüchtigten „Code-Killer“ zu fangen. Bei der Jagd auf diesen Mörder erlitt er zwei Jahre zuvor einen Herzinfarkt und war gezwungen sich in den Ruhestand zu begeben.

Blood Work

Trotz dieser eigentlich hochdramatischen Geschichte setzt der Regisseur Clint Eastwood den Film (und damit auch den Darsteller Eastwood) sehr entspannt in Szene. Turbulente Action oder brutale Gewalt sind dabei absolute Mangelware. Doch gerade dank seiner schnörkellosen Gradlinigkeit nimmt der Film seine Geschichte und Figuren sehr viel ernster als die meisten zeitgleich entstandenen schnellgeschnittenen Hochglanz-Thriller.

Blood Work

Dabei ist Mc Caleb meilenweit entfernt vom einsamen Wolf Dirty Harry Calahan. Er wohnt auf einem alten Boot, sucht die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und findet in seinem ulkigen Nachbarn Buddy (Jeff Daniels in einer ungewohnten Rolle) einen allerdings etwas nervigen Partner. Unaufhaltsam arbeitet dieses ungleiche Duo auf ein wirklich überraschendes Finale hin.

Blood Work

Extras der DVD:  “Making Blood Work“, eine 18-minütige recht interessante Dokumentation über die Dreharbeiten, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Interviews mit Clint Eastwood, Wanda De Jesús und Paul Rodriguez auf Englisch und Spanisch mit englischen, deutschen und spanischen Untertiteln (14:21 min); Zwei US-Kinotrailer (0:54 min + 1:33 min, 1 : 2,35, anamorph, Stereo 2.0); Zwei Texttafeln mit Angaben zu Cast & Crew

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Die fast vergessene Welt

Eigentlich klingt die Kombination Will Ferrell und Dinosaurier recht verlockend. Ferrell (Die Eisprinzen, Buddy – Der Weihnachtself, Eurovision Song Contest) ist ganz sicher nicht der erfolgreichste US-Komiker, doch gewiss der Unberechenbarste.

Die fast vergessene Welt

Dinosaurier müssen – obwohl ausgestorben – nicht weiter vorgestellt werden (“Sie kennen uns aus Filmen wie Jurassic Park und King Kong“). Für Die fast vergessene Welt spricht auch noch, dass Brad Silberling inszenierte, der u. a. mit Casper und Lemony Snicket bewies, dass er ein Händchen für Effektfilme hat.

Die fast vergessene Welt

Der 2009 entstandene Film basiert auf der TV-Serie Land of the Lost, die in den USA von 1974 bis 1976 lief und bei uns erst ab 1990 als Im Land der Saurier gezeigt wurde. Hier gerät ein gewisser Rick Marshall bei einem Schlauchboot-Ausflug gemeinsam mit seinen Kindern Holly und Will nach einem Erdbeben in eine seltsame Welt, bevölkert von Sauriern, Urzeitmenschen und humanoiden Echsenwesen, den sogenannten Sleestaks.

Die fast vergessene Welt

Das Kino-Remake machte aus Rick Marshall (Ferrell) einen erfolglosen Wissenschaftler, der gemeinsam mit der ihn bewundernden Forschungs-Assistentin Holly (Anna Friel aus Pushing Daisies) und dem eine Jahrmarktsattraktion betreibenden Hinterwäldler Will (Danny McBride) – ebenfalls per Schlauchboot – in das Land der Verlorenen gelangt.

Die fast vergessene Welt

Was dort abgeht ist leider eher albern und zäh als amüsant und spannend. Will Ferrell dreht nur am Anfang und Ende des Filmes (bei TV-Interviews mit Matt Lauer als  genervten Moderator) richtig auf, liefert ansonsten nur (häufig etwas fäkale) Albernheiten. Die phantasievolle Ausstattung (irgendwo zwischen Hightech und TV-Trash), Michael Giacchinos Soundtrack (Banjo und Theremin) und der sympathische T-Rex Grumpy sorgen dafür, dass man den Film nur fast völlig vergesssen kann.

Die fast vergessene Welt

Die Blu-ray von justbridge entertainment  steckt in einem schönen Steelbook und enthält neben dem 102-minütigen Hauptfilm noch dieses Bonusmaterial: Audiokommentar von Regisseur Brad Silberling (wie alle Extras ohne deutsche Untertitel), Unveröffentlichte Szenen (20:18 min), Werbespots für  den Devil´s Canyon Gift Shop (6:49 min), Dr. Marschalls Food Diary (5:49 min, wahlweise mit Audiokommentar von Brad Silberling), Portrait of Danny McBride, a Hollywood Superstar (11:12 min)

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