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Karl May Shatterhand Box

Der erste Karl May-Western „Der Schatz im Silbersee“ entwickelte sich zu einem gewaltigen Kassenknüller und begründete die erfolgreiche Winnetou-Filmserie. Dies wurmte den Produzenten Arthur Brauner ein wenig, denn eigentlich war Horst Wendland, der Produzent dieser Filme, ja ein ehemaliger Lehrling und Mitarbeiter von ihm. Daher beschloß Brauner sich an den Erfolg dieser Reihe zu hängen, genau wie er es zuvor schon bei Wendlands Edgar Wallace-Filmen mit „Der Fluch der gelben Schlange“ getan hatte.

Karl May Shatterhand Box

Brauner sicherte sich den Titel „Old Shatterhand“, konnte Lex Barkers für die Titelrolle verpflichten und steckte schon wenige Tage nach dem Start von „Der Schatz im Silbersee“ mitten in den Vorbereitungen für einen eigenen Karl May-Western. Nachdem Wendland den Film nicht mehr bremsen konnte ließ er zur Schadensbegrenzung zu, dass weitere Darsteller und die Kostüme seiner Erfolgsserie übernommen werden durften. Brauner wiederum konzentrierte sich anschließend daraufhin Karl May-Abenteuer wie „Der Schut“, die nicht im Wilden Westen spielen zu verfilmen, doch 1968 war er es, der die Reihe mit „Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten“ beendete.

Karl May Shatterhand Box

Old Shatterhand“ kam 1964 als dritter Karl May-Western in die Kinos und war ein voller Erfolg. Mit Produktionskosten von 5 Millionen Mark handelte es sich um den mit Abstand aufwendigsten Film der Reihe. Zwar vermissten viele May-Fans Motive aus den Romanen ihres Lieblingsautors, doch gerade die Tatsache, dass der Film einen „realistischeren“ Look als die anderen „Winnetou„-Filme hat und es deutlich härter zur Sache geht, sprechen für den Film. Auch der gelungene Soundtrack von Riz Ortolani hebt sich deutlich von Martin Böttchers romantischer Musik ab und liefert den passenden Hintergrund für eine Tanzszene bei der Rast eines Wagen-Trecks, die mehr als deutlich an die Western von John Ford erinnert.

Karl May Shatterhand Box

Mittlerweile liegt „Old Shatterhand“ gemeinsam mit „Winnetou und Old Shatterhand im Tal der Toten“ in einer „Shatterhand-Box“ auch auf Blu-ray vor. Hierfür wurde auf den Dolby 5.1 Remix, die deutschen Untertitel und so manches Extra wie die Trailer zu “Old Shatterhand“ verzichtet. Doch die gute Bildqualität – “Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten“ wurde zuvor auf DVD nicht in voller Breite und auch nicht anamorph präsentiert – sowie die interessante neu Doku sprechen für diese Neuauflage.

Karl May Shatterhand Box

Extras der Shatterhand-Blu-ray-Box: Ein neu produziertes interessantes Making Of (17:41 min); Wochenschaubericht über Daliah Lavi (2:24 min); Trailer zu „Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten“ (4:05 min) in sehr mäßiger Bildqualität

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HOUSE OF CARDS – Das britische Original

Fast ein Vierteljahrhundert bevor Kevin Spacey in der US-Serie “House of Cards“ als demokratischer Kongressabgeordneter Francis “Frank“ Underwood sein intrigantes Unwesen trieb, entstand bereits eine gleichnamige britische Serie, die auf der selben Romanvorlage basiert. Michael Dobbs war Berater, Redenschreiber und Stabschef von Margret Thatcher. Seine Erfahrungen verarbeitete er zum Polit-Thriller “House of Cards“, der so erfolgreich war, dass er die Fortsetzungen “To Play the King“ und “The Final Cut“ nach sich zog.

HOUSE OF CARDS - Das britische Original

Ähnlich verlief es mit der vierteiligen BBC-Mini-Serie “House of Cards“ in der 1990 Ian Richardson in der Rolle des nicht mehr ganz jungen konservativen britischen Politikers Francis Ewan Urquhart brilliert. Dieser gilt bei seinen Parteikollegen als blass und ambitionslos, spielt sie jedoch so geschickt und rücksichtslos gegeneinander aus, dass er schließlich Premierminister wird. Richardson spricht immer wieder den Zuschauer direkt an (“Gleich beginnt die Fragestunde der Opposition, das ist fast so als wenn man von einem Hamster überfallen wird.“) und macht diesen dadurch zum Komplizen. Abgerundet wird dieses interessante Konzept noch durch immer wieder zwischen die Handlung geschnittene Aufnahmen von Ratten, die vor markanten Gebäuden in London herumrennen.

HOUSE OF CARDS - Das britische Original

Die BBC verfilmte nach dem Erfolg von “House of Cards“ auch die beiden weiteren Bücher von Michael Dobbs, die zugehörigen Miniserien sind ebenfalls bei Ascot Elite erschienen. 1993 folgte “To Play the King“ (“Um Kopf und Krone“), hier bekommt es der zynische Premier Urquhart mit dem idealistischen König (Michael Kitchen) zu tun, kaum verschlüsselt ist hier zweifelsohne Prinz Charles gemeint. Dessen tatsächlich selbstlosen Bestrebungen Großbritannien besser und menschlicher zu machen, hat der Polit-Profi Urquhart (zunächst) nur wenig entgegen zu setzen. In Sachen Dramatik und messerscharfer Dialoge kann diese vierteilige Miniserie locker bei der ersten Staffel mithalten.

HOUSE OF CARDS - Das britische Original1995 schließlich entstand unter dem Titel “The Final Cut“ (“Das letzte Kapitel“) der wieder vierteilige Abschluss von BBCs Trilogie. “House of Cards“. Am Anfang der Geschichte wohnt der amtierende Premierminister Francis Urquhart dem Begräbnis von Maggie Thatcher bei. Er heuchelt Trauer, träumt jedoch davon länger im Amt als zu bleiben als die “Eiserne Lady“, die Großbritannien 11 Jahre regierte. Doch ganz so leicht wie sonst,fällt es Urquhart diesmal nicht, sein politisches Umfeld durch Intrigen zu kontrollieren. Einen mächtigen Gegner hat er im Außenminister Tom Makepeace, der von dem aus “Jäger des verlorenen Schatzes“ bekannten Paul Freeman dargestellt wird. Auch Diane Fletcher als Urquharts Gattin Elizabeth spielt diesmal eine deutlich aktiviere Rolle und erinnert in ihrer Durchtriebenheit an Robin Wright die in der US-Version von “House of Cards“ ihrem manipulativen Ehemann in nichts nachsteht.

Dank des Erfolges dieser US-Variante mit Kevin Spacey kommen wir auch endlich in den Genuss des Originals. Die 2 DVDs oder die eine Blu-ray der einzelnen Staffeln stecken in schönen Pappschubern, das FSK-Zeichen ist auf der Umverpackung, (Voll-) Bild- und Tonqualität sind voll in Ordnung, Bonusmaterial gibt es leider keins. Mittlerweile liegt auch eine Gesamtedition der BBC-Serie auf 6 DVDs oder 3 Blu-rays vor.

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Thor – The Dark Kingdom

Kenneth Branaghs “Thor“ war nicht gerade der Hammer unter den Marvel-Superhelden-Filmen. “Captain America“ und vor allem die Iron Man Filme mit Robert Downey jr. gerieten um einiges unterhaltsamer. Auch unter den sich erfolgreich auf der Leinwand versammelnden “Avengers“ wirkte der von Chris Hemsworth verkörperte nordische Gott mit seinem Hammer und der wallenden blonden Mähne etwas albern. Nicht ganz zu Unrecht musste er sich von Downey jr. alias Iron Man die Frage gefallen lassen, ob hier vielleicht von ihm “Shakespeare im Park“ gespielt werde.

Thor – The Dark Kingdom

Von daher waren die Erwartungen entsprechend niedrig bei “Thor – The Dark Kingdom“ (keine Ahnung, warum hier der Originaltitel “Thor – The Dark World“ geändert wurde). Doch oh Wunder, das Ding geht ab wie eine Rakete und wirkt so als wenn in Branaghs “Thor“ einige bei der Zubereitung etwas übel riechende Ingredienzien angerührt wurden, die zwei Jahre später dann überraschenderweise doch noch ein äußerst schmackhaftes Festmahl ergeben haben. Fast alle Darsteller des ersten Filmes sind wieder versammelt. Einzige und nicht wirklich bedeutende Ausnahme ist der jetzt von Zachary Levi verkörperte an Robin Hood erinnernde Thor-Kumpel Fandral, den zuvor Joshua Dallas gespielt hatte.

Thor – The Dark Kingdom

Mit einer fast schon unglaublichen Leichtigkeit mixt der TV-Veteran Alan Taylor – er inszenierte Episoden zu Erfolgsserien wie “Sex and the City“, “Mad Man“ oder “Game of Thrones“ – schwülstige Heroic Fantasy mit Romantic Comedy. Das rasant in Szene gesetzte Resultat ist niemals albern, oftmals sehr komisch (etwa wenn Thor seinen Hammer in der Londoner Bude seiner Flamme Jane an der Garderobe aufhängt), manchmal sogar richtig dramatisch (hierfür ist hauptsächlich Rene Russo als Thors Mutter Frigga zuständig) und insgesamt unglaublich unterhaltsam.

Thor – The Dark Kingdom

Schon nach kurzer Zeit ist es bei soviel Spaß völlig egal worum es eigentlich geht, anscheinend stehen hier – bedroht durch Dunkelelfen – mindestens neun Welten kurz vor dem Untergang. Chris Hemsworth, der zuvor auch schon in Ron Howards Rennfahrer-Drama „Rush“ völlig unerwartet plötzlich schauspielerische Qualitäten zeigte, ist ein überzeugender Leading Man.

Thor – The Dark Kingdom

Natalie Portman fühlt sich sichtlich wohl an Hemsworths Seite, während ihre Kollegin Kat Dennings als leicht nerdige Assistentin Darcy die besten Momente des ganzen Filmes hat. Halt stopp, das stimmt nicht ganz, denn der absolute Knaller in einen an Höhepunkten nicht eben armen Film ist Stellan Skarsgårds („River„) gänzlich unbekleideter Amoklauf durch die Ruinen von Stonehenge.

Thor – The Dark Kingdom

Im Heimkino geht der Spaß dann noch weiter, vor allem auf Blu-ray. Hier gibt es als Extras einen wahlweise deutsch untertitelten Audiokommentar mit Regisseur Alan Taylor, Produzent Kevin Feige und Loki-Darsteller Tom Hiddleston. Außerdem noch „Hinter den Kulissen“-Berichte (insgesamt 31:39 min), zusätzliche und erweiterte Szenen (7:49 min, wahlweise mit Regie-Kommentar) Pannen vom Set (3:30 min), Bericht über den Soundtrack von Brian Tyler (5:21) und eine Vorschau auf „The Return of the first Avenger“ (3:35 min).

mandarin Thor – The Dark Kingdom

Der Höhepunkt des Bonusmaterials ist jedoch zweifelsohne ein eigens für die Blu-ray von “Thor – The Dark Kingdom“ produzierter knapp 14-minütiger Kurzfilm aus der Reihe MARVEL ONE-SHOT. Im Zentrum von “All Hail the King“ steht Trevor Slattery alias “Der Mandarin“, so lautet auch der deutsche Titel des leider für die Blu-ray-Veröffentlichung nicht synchronisierten Kurzfilms. Ben Kingsley übernahm hier wieder die Rolle des Schauspielers, der in “Iron Man 3“ den Auftrag bekam einen Super-Schurken zu spielen und sorgt auch im Kurzfilm für einige Lacher. Am Ende des Filmchens gibt es noch ein paar überraschende Wendungen sowie einen lustigen Gastauftritt. Es ist großartig, dass Marvel/Disney so tolle Goodies für die Fans produziert!

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Manchmal kommen Sie wieder

Viel zu spät erkennt Jim Norman, daß die Rückkehr in seine Heimatstadt eine zweite Tragödie herausfordert. Vor mehr als 20 Jahren mußte er mit ansehen, wie sein Bruder von Halbstarken in einem Tunnel erstochen wurde. Die Flucht der Mörder konnte er vereiteln und ein heranbrausender Zug zermalmte sie. Jetzt muß er als Lehrer hilflos miterleben, wie drei seiner Schüler auf mysteriöse Weise sterben. Ihre Plätze in der Klasse nehmen die eigentlich schon seit 20 Jahre toten Halbstarken ein. Diese Mörder von einst haben noch eine Rechnung offen…

Manchmal kommen sie wieder

Die Vorlage für diesen Film stammt aus Stephen Kings Kurzgeschichten-Sammlung “Nachtschicht“ und eigentlich sollte die Story bereits 1985 ein Teil des Episoden-Films “Katzenauge“ werden. Doch Produzent Dino De Laurentiis fand, dass die Geschichte genügend Potential für einen eigenen Film hat. Dieser entstand 1991 und lief in den USA im Fernsehen, während er bei uns sogar im Kino gezeigt wurde. „Manchmal kommen Sie wieder“ war immerhin so erfolgreich, dass 1996 und 1998 zwei direkt für den Videomarkt produzierte Fortsetzungen entstanden, wobei letztere die Geschichte auf eine US-Militärbasis in der Antarktis verlegte.

Manchmal kommen Sie wieder

Wie dem auch sei, der erste Film von 1991 ist ein solider kleiner Grusler, der eine spannende Geschichte sehr solide und mit guten Darstellern erzählt. Während Brooke Adams aus David Cronenbergs “Dead Zone“ bereits “Stephen King Erfahrung“ mitbrachte, war Tim Matheson aus Filmen wie “Ich glaub mich tritt ein Pferd“, Steven Spielbergs “1941“ und natürlich dem Klassiker “Das turbogeile Gummiboot“ eher als Komödiant bekannt.

Manchmal kommen Sie wieder

Koch Media präsentiert “Manchmal kommen Sie wieder“ stylisch in einer schwarzen Blu-ray-Hülle und wahlweise im Format 16:9 oder 1:2,35. Bonusmaterial: Galerie mit 23 Bildern, Deutscher Trailer (2:20 min), US-Trailer (2:29 min), Wendecover

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Der große Bluff

Mit “Der große Bluff“ präsentiert Koch Medias “Edition Western Legenden“ in der Tat einen Klassiker des Genres. Dieser im selben Jahr wie John Fords Western-Meilenstein “Stagecoach“ entstandene Film war aber auch wichtig für die weitere Karriere von zwei der größten Hollywood-Stars.

Der große Bluff

Marlene Dietrich, die zuvor meist aufgestylt mit Schlafzimmerblick durch schwülstige Melodramen stolzierte, spielt hier die gut geerdete Rolle einer moralisch nicht ganz einwandfreien Saloon-Sängerin. Zur Taktik des Neustarts von Marlenes Image gehörte vielleicht auch, dass die deutsche Diva hier den französisch anmutenden Namen “Frenchy“ trägt. Mit viel Ironie und sich ihrer Wirkung auf das männliche Publikum voll bewusst, schmettert La Dietrich zukünftige Evergreens wie „You’ve Got That Look“ oder „See What the Boys in the Back Room Will Have“. Die Jungs im Publikum haben dabei ganz sicher ihren Spaß, Mischa Auer (“Casablanca“) in der Rolle des Trottel vom Dienst reagiert auf Marlenes erotische Gesangs-Performance fast so wuschig wie Tex Averys Zeichentrick-Wölfe in den klassischen MGM-Cartoons.

Der große Bluff

Das zweite große Plus des Films ist James Steward in einer seiner besten frühen Rollen, der als scheinbar harmloser Bürger Thomas Jefferson Destry Jr. ins verruchte Örtchen Bottleneck kommt. Nicht einmal eine Knarre hat dieser Sohn einer Western-Legende dabei, er scheint es eher darauf angelegt zu haben seine Gegner durch Geschichten die immer mit “Ich kannte mal einen Mann, der…“ beginnen, zu Tode zu langweilen. Doch wenn es hart auf hart kommt, ist auch Destry hart!

Der große Bluff

Koch Media hat sich bei der Blu-ray-Edition von “Der große Bluff“ besonders viel Mühe gegeben. Noch nie sah der Film so gestochen scharf aus, neben der Originalfassung sind auch noch gleich drei verschiedene deutsche Synchronisationen von 1947, 1987 und 2006 enthalten. Die Buchhülle ist auch sehr hübsch geworden und der leidige FSK-Aufkleber lässt sich problemlos rückstandsfrei entfernen.

Der große Bluff

Bonusmaterial: Eine live aufgenommene Radiohörspielfassung von “Der große Bluff“ aus dem Jahre 1945 in der James Steward wieder als Thomas Jefferson Destry Jr. zu hören ist und Joan Blondell die Rolle von Marlene Dietrich sprach (54:17, ohne deutsche Untertitel), Galerie mit Fotos, Plakaten und Werbematerial (12:23 min),Booklet mit einem Text von Hank Schraudolph

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The Return of the First Avenger

Der erste große Kinofilm mit dem Marvel-Superhelden Captain America (zuvor entstanden ein Serial und eine sympathische Billigproduktion) ließ sich angenehm viel Zeit damit zu erzählen wie der mutige aber wehrdienst-untaugliche Hänfling Steve Rogers mittels eines Serums zum Super-Soldaten des Zweiten Weltkriegs wird. Erst am Ende des Filmes wird kurz angedeutet, wie der Captain nach einer heldenhaften Mission im dann doch nicht so ewigen Eis und schließlich in unserer Gegenwart landet,

Captain America 2 - The Return of the First Avenger

Joss Whedons Superhelden-Ensemble-Spektakel “Avengers“ blieb wenig Zeit für Einzelschicksale, doch jetzt bietet ein weiterer Solo-Film die Möglichkeit zu zeigen, wie sich der Captain in unserer Welt zurechtgefunden hat. Anfangs sieht es so aus als wenn er sich halbwegs akklimatisiert hat und vor allem zu anderen Soldaten einen guten Zugang gefunden hat. Doch mit den politischen Verhältnissen in den aktuellen USA. insbesondere mit dem Zwang alles zu überwachen und aus der Ferne zerstören zu können, mag sich der Supersoldat nicht wirklich anfreunden.

Captain America 2 - The Return of the First Avenger

Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang Nick Fury der Boss des übermächtigen US-Geheimdienstes S.H.I.E.L.D., der anfangs als Kontrollfreak im Maoisten-Outfit rüberkommt, dann jedoch feststellen muss, dass er alles andere als der Herr im eigenen Haust ist. Hier kann Samuel L. Jackson, der den Nick Fury bereits in einigen Superhelden-Filmen verkörpert hat, erstmals das volle Potential dieser faszinierenden irgendwo zwischen Gut und Böse angesiedelten Marvel-Figur ausspielen.

Captain America 2 - The Return of the First Avenger

Einen optimalen Gegenpart findet Jacksons Fury in dem von Robert Redford verkörperten Polit-Profi Alexander Pierce. Redfords Verpflichtung adelt nicht nur den Comic-Film, sondern steht auch im Zusammenhang damit, dass er in den Siebziger Jahren Polit-Thriller wie “Die drei Tage des Condors“ und “Die Unbestechlichen“ drehte. In dieser Tradition sieht sich auch der neue Captain America Film, was dem Werke nicht schlecht zu Gesicht steht. Bei aller spektakulärer Action, die es zuhauf gibt, hält der Film – genau wie die Marvel-Comics in den 60er und 70er Jahren – der US-Gesellschaft einen Spiegel vor das nicht immer strahlend schöne Gesicht.

Captain America 2 - The Return of the First Avenger

Im Heimkino geht der Spaß dann noch weiter, vor allem auf Blu-ray. Hier gibt es als Extras einen wahlweise deutsch untertitelten Audiokommentar mit den Regisseuren Anthony Russo und Joe Russo sowie den Autoren Christopher Markus und Stephen McFeely. Außerdem noch „Hinter den Kulissen“-Berichte (insgesamt 14:27 min), zusätzliche und erweiterte Szenen (3:36 min, wahlweise mit Regie-Kommentar) Pannen vom Set (2:37 min). Leider wurde diesmal kein Kurzfilm aus der Reihe MARVEL ONE-SHOT für die Blu-ray produziert, dafür sind die Einblicke in Steve Rogers Notizbuch (2:26 min) recht witzig. Von diesem Büchlein in das der Captain Dinge einträgt, die er unbedingt noch checken möchte, gab es verschiedene Versionen für verschiedene Länder, so wurde in Deutschland noch “Currywurst“ und “Oktoberfest“ mit in die To-Do-Liste aufgenommen.

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Snowpiercer

Der koreanische Regisseur Bong Joon-ho dürfte international vor allem durch seinen Monsterfilm “The Host“ bekannt sein. Bereits 2006 während der Dreharbeiten entdeckte er in einem Comicladen in Seoul die 1983 gestartete schwarzweiße französischen Comicserie “La Transperceneige“, die bei uns mit einiger Verspätung unter dem Titel “Schneekreuzer“ als schön aufgemachte Gesamtausgabe bei Jacoby & Stuart erschienen ist.

Snowpiercer

Die Serie spielt in einem Hochgeschwindigkeits-Zug, der durch eine zur unbewohnbaren Eiswüste gewordene Erde braust. An Bord befinden sich die letzten Menschen, denen der Tod durch Erfrieren droht, wenn der Zug zum Stillstand kommt. Bong Joon-ho zeigte großes Interesse an dieser Ausgangssituation, jedoch nicht an dem Figuren-Ensemble des Comics. Gemeinsam mit dem US-Drehbuchautor Kelly Masterson dachte er sich eine völlig neue Geschichte aus.

Snowpiercer

Für den in den tschechischen Barrandov Studios entstandenen Film konnte eine interessante Besetzung verpflichtet werden. Die Hauptrolle übernahm der comicfilm-erfahrene Chris Evans (“Captain America“, “Fantastic Four“), ihm zur Seite stehen der koreanische Star “Mr. Vengeance“ Song Kang-ho sowie John Hurt und Jamie Bell. Tilda Swinton gibt Vollgas in einer Schurkenrolle, die an das von Lotte Lenya verkörperte Russen-Luder Rosa Kleb aus “Liebesgrüße aus Moskau“ denken lässt. Über allem thront Ed Harris als geheimnisvoller Lokführer Wilford.

Snowpiercer

Der Film braucht etwas bis er in Fahrt kommt, weshalb der US-Produzent Harvey Weinstein zunächst überlegte zur Schere zu greifen, dann jedoch den ungekürzten Film nur in die US-Kunstkinos brachte. Wenn “Snowpiercer“ nach den ersten etwas zähen 30 Minuten schließlich richtig in Schwung kommt, ist diese faszinierende Mischung aus frankobelgischer Comic-Fantasy und rasanter Eastern-Action kaum noch zu bremsen.

Snowpiercer

Bonusmaterial der Blu-ray: Making Of (15:09 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Kurzer Bericht von den Dreharbeiten (1:03 min); Sehr schöne Bildergalerie (2:36 min); Animated Clip mit einem Prolog zum Film (1:02 min); Zwei deutsche Trailer (je 1:50 min); Englischsprachiger Trailer (1:04 min); Wendecover

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Marvel Classics

Unter dem Titel “Marvel Classics“ veröffentlich Koch Media drei Comic-Verfilmungen, die aus einer Zeit stammen als die Superhelden aus dem “Haus der Ideen“ noch nicht die Vorlage für Big-Budget-Blockbuster sondern eher im Fernsehen beheimatet waren. In einem Pappschuber mit problemos abstecken in schmalen Plastikhüllen mit bedingt stilsicheren Comic-Covern drei recht spaßige Comic-Filme, wobei zwei davon Neuauflagen von bereits erschienenen DVDs sind.

MARVEL CLASSICS

DER UNGLAUBLICHE HULK (1977)

Während 1977 nahezu zeitgleich eine “Spider-Man“-TV-Serie nach nur 13 Episoden eingestellt wurde, gelang es dem Produzenten und Regisseur Kenneth Johnson (“V – Die Außerirdischen kommen“, “Alien Nation“) die Marvel-Comicfigur Hulk in den Mittelpunkt einer 82-teiligen Erfolgsserie zu stellen. Johnson, der 1997 auch einen Film mit dem DC-Superhelden Steel drehte, nahm einige Veränderungen bzw. Vereinfachungen an der Figur vor, wozu auch das Umtaufen von Hulks menschlichem Alter Ego Bruce Banner in David Banner gehörte. Wichtiger war jedoch noch, dass die TV-Serie nicht im von Superhelden bevölkerten Marvel-Universum spielte, sondern fest in der Realität verankert war (erst in einigen später entstandenen Hulk-Specials gab es Gastauftritte von Daredevil und Thor).

MARVEL CLASSICS Hulk

Die “Marvel Classics“ Edition enthält den Pilotfilm, der erzählt wie Dr. David Banner durch ein wissenschaftliches Experiment (im Comic war es eine Atombombe) radioaktiv verstrahlt wird. Dadurch verwandelt er sich immer wenn er wütend wird in ein grünes Monster. Die Rolle von David Banner übernahm der sympathische Bill Bixby (“Mein Onkel vom Mars“, „Der Magier„) und der Bodybuilder Lou Ferrigno bekam den Part des Hulks für den auch Arnold Schwarzenegger (zu klein) und Bond-Beisser Richard Kiel (nicht muskulös genug) in Erwägung gezogen wurden. Interessant ist dieser immer noch äußerst sehenswerte TV-Klassiker auch im Zusammenhang mit dem gleichnamigen Kinofilm mit Edward Norton, der sich nicht nur beim Vorspann an der Serie orientiert hat.

MARVEL CLASSICS Hulk

Die “Marvel Classics“-Box enthält eine DVD mit dem 91-minütigen Pilot-Film im Vollbild-Format in deutscher und englischer Sprachfassung (Dolby 2.0), wahlweise mit einem nicht deutsch untertitelten Audiokommentar von Regisseur und Produzent Kenneth Johnson, eine Einführung von Lou Ferrigno (3:53 min), eine alternative deutsche Synchronfassung, einen Trailer für die deutsche Kinoauswertung (2:34 min), eine Super-8-Fassung (31:53 min) sowie eine schön zusammengestellte Bildergalerie mit 80 Plakaten und Aushangfotos.

CAPTAIN AMERICA (1979)

Vor dem aufwändigen Kinofilm von 2011 gab es einige weitere Versuche Captain America ins Kino oder auf die Bildröhre zu bringen. So entstand bereits 1944 ein 15-teiliges “Captain America“-Serial, das dem Publikum in den US-Kinos stückchenweise vor dem jeweiligen Hauptfilm gezeigt wurde und bei uns auf DVD bei intergroove erschienen ist. 1990 sollte der 50. Geburtstag von Captain America mit einem halbwegs werkgetreuen Kinofilm von Albert Pyun gefeiert werden, der dann jedoch nur auf Video veröffentlicht wurde. Bei uns ist das zwar trashige aber gar nicht so schlechte Werk mittlerweile bei Ascot Elite auch auf Blu-ray erschienen.

MARVEL CLASSICS Captain America

Zwischen dem Serial und dem Möchtegern-Kinofilm wurde auch noch versucht Captain America zum Helden einer TV-Serie zu machen. 1979 entstand ein Pilotfilm mit dem nicht völlig unsympathischen Footballer Reb Brown in der Titelrolle. Der Film vereinfachte die Entstehungsgeschichte stark und verlegte sie komplett in die damalige Gegenwart. Die Figur ist hier wenig mehr als ein naher Verwandter des damals im TV populären Sechs-Millionen-Dollar-Mann, der auf einem schnittigen Motorrad durch die Gegend braust. Für Marvel-Fans ist es dennoch sehr erfreulich, dass dieser Film als deutsche DVD-Premiere der “Marvel Classics“-Box beiliegt. Im selben Jahr entstand unter dem Titel „Captain America II: Death Too Soon“ noch ein zweiter und letzter Marvel-Film mit Reb Brown in dem Christopher Lee in der Schurkenrolle als Terrorist zu sehen war.

MARVEL CLASSICS Captain America

Die „Marvel Classics“-Box enthält eine DVD mit dem 93-minütigen Film im Vollbild-Format in deutscher und englischer Sprachfassung (Dolby 2.0), sowie eine Galerie mit 28 Bildern.

HOWARD THE DUCK (1986)

Überraschenderweise war eine Ente die erste Marvel-Comicfigur, die im Mittelpunkt eines aufwändigen Film-Spektakels stand. 1986 produzierte George Lucas – der sich persönlich dafür einsetzte dass die Comicversion zu “Star Wars“ bei Marvel erschien – eine als Blockbuster geplante Verfilmung der Serie “Howard the Duck“.

MARVEL CLASSICS Howard the Duck

Der Film basiert auf einer eher Insidern bekannten Comicfigur, die seit 1973 sporadisch im Marvel-Universum herumkaspert. Erzählt wird wie Howard von seinem Enten-Planeten plötzlich per Energiestrahl auf die Erde geschickt wird. Er lernt dort Beverly Switzler (Lea Thompson aus „Zurück in die Zukunft“ spielte einige Jahre später auch die Mutter des Comic-Lausbuben „Dennis the Menace“) und ihre New-Wave-Frauenband kennen. Außerdem rettet er schließlich auch noch die Erde vor einer außerirdischen Bedrohung.

MARVEL CLASSICS Howard the Duck

Sein Budget von 37 Millionen Dollar spielte der Film nicht wieder ein, was auch nicht weiter verwunderte. Das Enten-Kostüm in dem ein Liliputaner steckte und die nicht allzu bewegliche Gesichtsmaske sind eher albern (genau wie viele der Gags), Spaß macht “Howard the Duck“ trotzdem. So gibt es neben einem hemmungslos herumkaspernden Tim Robbins und einen abgedreht bedrohlichen Jeffrey Jones im großen Finale noch ein richtig gutes Stop-Motion-Monster irgendwo zwischen Ray Harryhausen und Lovecraft.

MARVEL CLASSICS Howard the Duck

Die „Marvel Classics“-Box enthält eine DVD mit dem 106-minütigen Film im 16:9-Format in deutscher und englischer Sprachfassung (Dolby 2.0), zwei US-Kinotrailer (1:32 + 0:58 min) in mäßiger Bildqualität sowie eine kurze „Teaser-Duckumentary“ (1:48 min)in der auch George Lucas zu sehen ist.

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