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The Life and Death of Peter Sellers

Der extrem (ver-)wandlungsfähige Komiker und Schauspieler Peter Sellers ist auch seinen engsten Bekannten als Mensch immer ein Rätsel geblieben. Daran wird auch dieser Film nichts ändern.

The Life and Death of Peter Sellers

The Life and Death of Peter Sellers entstand als TV-Film in Co-Produktion zwischen BBC und HBO, Regie führte Stephen Hopkins (24, Der Geist und die Dunkelheit) und in der Hauptrolle brilliert Geoffrey Rush. Dieser bekam schon für die Filmbiographie Shine einen Oscar und für seine kaum vom Original zu unterscheidender Darstellung des Peter Sellers gab es einen Golden Globe.

The Life and Death of Peter Sellers

Ohne Rush wäre The Life and Death of Peter Sellers eine ziemliche Enttäuschung, trotz zahlreicher namhafter Nebendarsteller wie Emily Watson, Stanley Tucci, John Lithgow, Stephen Fry oder Charlize Theron. Den nicht uninteressanten Kunstgriff Sellers bzw. Rush zwischendrin immer mal wieder seine wichtigsten Weggenossen wie Stanley Kubrick oder Blake Edwards spielen zu lassen, setzt der Film nur zaghaft bis willkürlich ein.

The Life and Death of Peter Sellers

Doch wenn Rush etwas mehr Raum für seine Seller-Show gelassen wird, ist der Film großartig und gehört unbedingt ins Kino. Ein absolutes Kabinettstückchen ist Rushs Performance während des Fluges zu den Dreharbeiten von Der rosarote Panther. Wie er hier erstmals Sellers Inspektor Clouseau erfinden lässt und eine Stewardess zur Weißglut bringt, ist nicht nur schreiend komisch, sondern auch ziemlich nah an den Tatsachen.

The Life and Death of Peter Sellers

Auch die Hassliebe zum Regisseur Blake Edwards und der Druck den Sellers empfand als Stanley Kubrick vom ihm verlangte in Dr. Seltsam, oder wie ich lernte die Bombe zu lieben nicht nur drei sondern vier Rollen zu übernehmen sind verbürgt und werden nachvollziehbar umgesetzt. Ob Sellers jedoch wirklich versuchte 1967 in Casino Royale einen seriösen James Bond zu verkörpern darf bezweifelt werden.

The Life and Death of Peter Sellers

Bei allen Schwächen gelang auf alle Fälle eine bunte Revue, die Appetit auf Sellers-Filme macht.

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Hatari!

Eine internationale Truppe rund um den raubeinigen Sean Mercer (John Wayne) arbeitet im Tansania als Tierfänger. Als die Fotografin Dallas (Ela Martinelli) zu dem eingeschworenen Haufen stößt, ist es vorbei mit der alkoholseligen und nikotingetränkten Mischung aus täglicher Action und abendlichen Gelagen. Die junge Dame setzt alles dran, um Sean den Kopf zu verdrehen und betätigt sich zudem auch noch als Pflegemutter für drei Elefantenbabys.

Hatari!

Mit Hatari! konnte der vielseitig talentierte Howard Hawks (Leoparden küsst man nicht, Red River, Das Ding aus einer anderen Welt) 1962 auf dem Höhepunkt seine Karriere noch einmal alle Register ziehen. Turbulente Aufnahmen von vor Ort in Afrika gedrehten rasanten motorisierten Tierjagden (bei denen oftmals die Schauspieler in voller Action zu sehen sind) wechseln sich ab mit ruhigen oder humorvollen Momenten.

Hatari!

So wird etwa eine Rakete zum Fangen von Affen eingesetzt und sehr dramatisch geht es bei der Jagd nach dem Nashorn zu. Unvergesslich ist auch Henri Mancins Soundtrack mit Ohrwürmern, wie den Baby Elephant Walk. Zur internationalen Besetzung gehört Red Buttons (Elliot, das Schmunzelmonster), der Franzose Gérard Blain (Der amerikanische Freund) und Hardy Krüger, der sich nach den Dreharbeiten eine Farm in Afrika zulegte.

Hatari!

Am Ende dieses wahrhaft entspannten Unterhaltungsfilms fällt es dem Zuschauer – selbst nach 2 ½ Stunden – nicht eben leicht dieses sympathische afrikanische Paralleluniversum zu verlassen.

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Der Manchurian Kandidat

Im Golfkrieg wurde Raymond Shaw (Liev Schreiber) hoch dekoriert, weil er seine Kameraden gerettet hat. Doch Mayor Bennett Marco (Denzel Washington), der damals dabei war, hat seine Zweifel. Noch 10 Jahre später hat er üble Alpträume, in denen er und Shaw einer brutalen Gehirnwäsche unterzogen werden. Immer mehr Indizien deuten darauf hin, dass es sich tatsächlich so zugetragen hat. Möglicherweise ist Raymond Shaw, der mittlerweile für das Amt des US-Vizepräsidenten kandidiert, gar kein ehemaliger Kriegsheld, sondern die willenslose Marionette finsterer Mächte.

Der Manchurian Kandidat

Dieser Film ist das Remake von John Frankenheimers Botschafter der Angst. Der damalige Hauptdarsteller Frank Sinatra ließ 1962 den Film nach der Ermordung von John F. Kennedy aus dem Verleih nehmen. Bei uns war der spannende Thriller nur in einer gekürzten Version zu sehen. Frankenheimers Film entstand auf dem Höhepunkt des kalten Krieges, daher waren es chinesische Spezialisten, die die Gehirnwäsche an den US-Soldaten durchführten. In der Neuverfilmung steckt der international operierende Konzern Manchurian Global hinter der Verschwörung.

Der Manchurian Kandidat

Nachdem Jonathan Demme zuvor mit einem Remake der ebenfalls aus dem 60er-Jahren stammenden Thriller-Komödie Charade einen kapitalen Flop hinlegte, zeigt er sich 2004 wieder in ähnlicher Hochform wie bei seinem Oscar-prämierten Schocker Das Schweigen der Lämmer. Erneut setzt er weniger auf vordergründige Action-Szenen, sondern auf sehr viel subtilere Thrills. Aus der durchweg guten Besetzung ragt Meryl Streep in der kleinen aber wichtigen Rolle von Raymond Shaws ehrgeiziger Mutter heraus. Wenn diese machthungrige Senatorin ihr Lachen aus taktischen Gründen ein- und ausschaltet ist sie fast so gruselig wie Hannibal Lecter.

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The New Mutants

Nachdem Dark Phoenix wenig mehr als sein 200-Millionen-Dollar-Budget einspielte, schien die X-Men-Filmserie von 20th Century Fox ohnehin keine Zukunft zu haben. Da Disney das Studio übernommen hatte, war ohnehin geplant die Mutanten-Gruppe im Laufe der nächsten Jahre modifiziert im Marvel Cinematic Universe auftreten zu lassen. Doch ein kleiner Nachzügler war bereits seit 2017 in der Mache und kommt jetzt doch noch ins Kino, hauptsächlich weil dem Regisseur Josh Boone (Das Schicksal ist ein mieser Verräter) dies vertraglich zugesichert wurde.

The New Mutants

The New Mutants erzählt von fünf spezialbegabten Jugendlichen, die in einer mysteriösen abgelegenen Anstalt gefangen gehalten und psychiatrischen Experimenten ausgesetzt werden. Bei der Besetzung wurden mit Maisie Williams (Game of Thrones), Anya Taylor-Joy (Split, Glass), Charlie Heaton (Stranger Things), Blu Hunt (The Originals) und Henry Zaga (Teen Wolf) meist Darsteller aus angesagten Serien gecastet. Da diese durchaus über Talent und Charisma verfügen, hätte es gut gehen können.

The New Mutants

Es wurde jedoch nicht auf die bisherigen X-Men-Filme Bezug genommen und versucht alles anders zu machen. Der Look ist daher finster, Klamotten und Ausstattung schrammelig, Superkräfte sowie Spezialeffekte sind eher albern als beeindruckend. Das TV im Aufenthaltsraum zeigt Buffy the Vampire Slayer und im Regal stehen die zugehörigen DVD-Boxen, damit auch jedem klar wird, dass hier Horror angesagt ist.

The New Mutants

Das Resultat weckt ungute Erinnerungen an den missglückten Versuch von 2015 die Fantastic Four mit jungen Darstellern zu revitalisieren. Es würde mich wundern, wenn dieser Film – wie geplant – zum Auftakt einer Trilogie wird.

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Bruce Lee: Die Todeskralle schlägt wieder zu

Lange vor Jackie Chan versuchte sich der sonst eher für bierernste Martial-Arts stehende Bruce Lee in seinem letzten vollendeten Film an einer Karate-Komödie. Der „Humor“ am Anfang des Filmes, als Bruce Lee auf dem Flughafen von Rom ankommt, erschließt sich weder in der deutschen noch in der englischen Fassung. Leute, die in derselben Sprache sprechen wie er selbst, werden vom guten Bruce einfach nicht verstanden. Auch die dann folgende Stadtrundfahrt durch die italienische Hauptstadt wirkt ein wenig lahm und aufgesetzt.

Bruce Lee: Die Todeskralle schlägt wieder zuDoch nachdem diese erste etwas zähe halbe Stunde überstanden ist und Bruce ein China-Restaurant vor bösen Gangstern retten soll, geht es doch noch ganz gut ab. Es folgen immer wieder Kämpfe, die nicht nur beeindruckend choreographiert wurden, sondern auch viele kleine Gags enthalten. Recht lustig ist hierbei das die Filmmusik. Wenn diese nicht gerade bei Ennio Morricone geklaut wurde, erinnert  sie oft an das Pink Panther-Thema. Seltsamerweise hat Blake Edwards später in seinen Inspector-Clouseau-Filmen mit Peter Sellers einige Szenen aus Die Todeskralle schlägt wieder zu persifliert.

Bruce Lee: Die Todeskralle schlägt wieder zu
Erwähnenswert ist noch das Finale im Kolosseum. Hier trifft Bruce Lee auf Chuck Norris (Walker Texas Ranger), dem er zunächst einige Büschel Brusthaare ausreißt. Beide liefern sich dann einen Fight, der schnell vergessen lässt, dass alles nur im Studio vor einer Fototapete stattfand. Die Todeskralle schlägt wieder zu ist vielleicht nicht der beste Film mit Bruce Lee. So ist z. B. das ebenfalls 1973 entstandene Werk Der Mann mit der Todeskralle sehr viel opulenter und auch aufwendiger inszeniert. Doch der unterhaltsamste Bruce Lee-Film ist zweifelsohne Die Todeskralle schlägt wieder zu.

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Letters from Iwo Jima

Nachdem Clint Eastwood mit Flags of our Fathers einen verhalten kritischen und chaotisch strukturierten Film über US-Heldenpropaganda im Zweiten Weltkrieg drehte, wechselte er direkt im Anschluss an die Dreharbeiten die Fronten. Letters from Iwo Jima spielt am selben Kriegsschauplatz. Der Film schildert die blutige Schlacht um die Pazifikinsel Iwo Jima jedoch aus der Sicht der japanischen Soldaten, die vergeblich versuchen einen technisch weit überlegenen und oft unmenschlich operierenden Gegner aufzuhalten.

Letters from Iwo Jima

Hauptfiguren des sich an erst kürzlich aufgefundene Soldatenbriefe orientierenden Films sind der besonne Generalleutnant Tadamichi Kuribayashi (Ken Watanabe aus Batman Returns und Inception) und der Bäcker Saigo, der hofft zu überleben, um einmal seine neugeborene Tochter sehen zu können. Kuribayashi, der genau wie der ihm unterstellte Baron Nishi, ein Olympia-Sieger im Springreiten, die USA bereist hat und das Land bewundert, weiß dass er keine Chance gegen die Hightech-Armee hat. Er setzt aber trotzdem alles daran, es den US-Streitkräften so schwer wie möglich zu machen…

Letters from Iwo Jima

Eastwood stellt in kurzen (diesmal aber sinnvollen) Rückblenden die Hauptfiguren vor und lässt sich Zeit die Ruhe (und Angst) vor dem Sturm zu schildern. Die dann folgenden Kampfszenen wirken ähnlich drastisch wie in Der Soldat Ryan. Doch im Gegensatz zu seinem damals regieführenden Produzenten Steven Spielberg gelang Eastwood ein trotz seiner nicht gerade kurzen Laufzeit durchgehend bewegender Film über die Schrecken des Krieges.

Flags of our Fathers

Dieser schnitt an der Kinokasse sogar besser ab als Flags of our Fathers, obwohl die Farben so blass waren, dass es fast wie Schwarzweiß wirkte und nur die japanische Originalfassung mit Untertiteln gezeigt wurde. Auf DVD gab es zu Letters from Iwo Jima seltsamerweise eine deutsche Tonspur.

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Flags of our Fathers

Es ist eins der bekanntesten Fotos überhaupt und zeigt wie sechs US-Soldaten anscheinend unter großen Schwierigkeiten einen Mast mit einer Flagge aufrichten. Das Bild entstand im Februar 1945 auf dem Mount Suribachi, der auf der japanischen Pazifikinsel Iwo Jima lag und Schauplatz einer blutigen Schlacht war. Das Foto wurde in den USA sehr häufig abgedruckt (und diente später auch als Vorlage für ein National-Monument), um zu zeigen, dass die amerikanischen Streitkräfte langsam aber sicher dabei waren den Zweiten Weltkrieg zu gewinnen. Drei jener sechs US-Soldaten überlebten die Schlacht um Iwo Jima und tourten anschließend durch ihr Heimatland um für Kriegsanleihen zu werben.

Flags of our Fathers

Doch das vom Fotografen Joe Rosenthal aufgenommene Bild zeigt lediglich das zweite Hissen der US-Flagge, das unter relativ ungefährlichen und sicheren Bedingungen durchgeführt werden konnte. Ein hoher Militär wollte die zuerst gesetzte Fahne als Souvenir haben und befahl einen Austausch der Flagge. Somit hatten die drei durch die USA tingelnden Soldaten mehr oder weniger große Schwierigkeiten damit, sich als Helden feiern zu lassen und vor großem Publikum einen Pappmaché-Felsen zu stürmen. James Bradley, der Sohn eines der “Fahnenhisser“, schrieb einen Bestseller über seine Recherchen zur Vergangenheit seines Vaters.

Flags of our Fathers

Clint Eastwood verwandelte das Buch in einen verhalten kritischen Film, der in bleichen Bildern und durch eine auf vielen Zeitebenen spielende etwas wirr anmutende Erzählstruktur versucht sein Thema langsam einzukreisen. Flags of our Fathers soll zeigen, dass viele Menschen ein Bild vom Heldentum in sich herumtragen, dem sie unmöglich gerecht werden können. Doch diese Aussage erscheint etwas lauwarm. Sehr viel spannender ist es, wenn ganz nebenbei gezeigt wird, wie naive junge Männer für Propagandazwecke eingesetzt werden (und einer der drei Soldaten, der scheue Indianer Ira Hayes, dadurch in den Alkoholismus getrieben wurde).

Letters from Iwo Jima

Zum selben Thema drehte Eastwood gleich anschließend den Film Letters from Iwo Jima, der die selben Ereignisse aus japanischer Sicht schildert und sehr viel interessanter ausfallen ist.

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Hereafter – Das Leben danach

Clint Eastwood hatte sich nach dem grandiosen Gran Torino als Darsteller (erst einmal) verabschiedet und wollte fortan  als Regisseur nur noch Filme drehen, die ihm wichtig sind. Mit Invictus – Unbezwungen gelang ihm ein warmherziger Film über Nelson Mandelas Kampf gegen die Apartheid in Südafrika. Doch was reizte Eastwood 2010 daran, eine erschreckend konventionelle Spielberg-Produktion über die Konversationen mit Toten in Szene zu setzen?

Hereafter – Das Leben danach

Hereafter – Das Leben danach erzählt gleich drei Geschichten, die sich langsam aber sicher aufeinander zu bewegen. In San Francisco arbeitet George Lonneman (Matt Damon) als Lagerist, obwohl er einst viel Geld dadurch verdiente, dass er bei Berührung von Menschen mit deren verstorbenen Freunden und Verwandten Kontakt aufnehmen konnte. Doch diese Fähigkeit bescherte George kein Glück, denn es ist ihm unmöglich eine Beziehung zu führen.

Hereafter – Das Leben danach

Die erfolgreiche französische Journalistin Marie Lelay (Cécile de France) hat in Thailand zwar eine Tsunami-Katastrophe überlebt, doch die damit verbundene Nahtod-Erfahrung führte dazu, dass sie ihr Leben in Paris nicht mehr in den Griff bekam. In London muss der 12-jährige Marcus erleben, wie sein Zwillingsbruder Jason bei einem Unfall ums Leben kommt und er versucht danach alles Mögliche um mit ihm Kontakt aufzunehmen.

Hereafter – Das Leben danach

Verfasst hat diese Ansammlung von Klischees über das Leben nach dem Tode immerhin Peter Morgan, der Experte für anspruchsvolle Polit-Dramen wie Die Queen oder Frost/Nixon. Auch hier bleibt nach Sichtung des Filmes unklar, warum uns Morgan ein so vorhersehbares Fantasy-Mischmasch servierte und dieses auch noch erschreckend lahm enden ließ.

Hereafter – Das Leben danach

Als Regisseur versuchte Clint Eastwood zu retten, was zu retten ist. Die internationalen Schauplätze hat er in schönen Bildern eingefangen, der von ihm komponierte Soundtrack sorgt für die passende Stimmung und die Darsteller machen ernste Gesichter, wenn sie dumme Dinge sagen.

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Mystic River

Im Bostoner Arbeiterviertel East Buckingham werden die drei Kinder Jimmy Markum, Sean Devine und Dave Boyle von zwei angeblichen Polizisten wegen einer Bagatelle aufgegriffen. Dave wird „verhaftet“ und in ein Auto gezerrt. Anschließend wird er von den beiden Männern in einem Kellerraum mehrere Tage vergewaltigt.

Mystic River

25 Jahre später wird die 19-jährige Tochter von Jimmy (Sean Penn) brutal ermordet. Bei seinen Ermittlungen findet der jetzt für die Polizei arbeitende Sean (Kevin Bacon) zahlreiche Indizien, die andeuten, dass der psychisch immer noch unter den Folgen der Kinderschändung leidende Dave (Tim Robbins) den Mord begangen hat.

Mystic River

In diesem auch als spannender Thriller funktionierenden Film stellen sich die von Sean Penn und Kevin Bacon verkörperten Figuren immer wieder die Frage, wie ihr Leben verlaufen wäre, wenn sie anstelle von Dave in den Wagen gezerrt worden wären. Doch anstatt mit ihren Freund offen darüber zu reden, verbringen sie so wenig Zeit wie möglich miteinander und ihre Wege kreuzen sich erst wieder durch tragische Umstände.

Mystic River
In seinem zuvor entstandenen etwas konventionelleren (aber durchaus gelungenen) Film Blood Work, der ebenfalls nach einem Drehbuch von Brian Helgeland (Ritter aus Leidenschaft) entstand, spielte Clint Eastwood auch noch die Hauptrolle. Bei Mystic River begnügt er sich 2003 damit den Film mit viel Sinn für atmosphärische Details zu inszenieren. Das Resultat ist ganz sicher eins der gelungensten Werke im abwechslungsreichen Oeuvre Eastwoods.

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Million Dollar Baby

Frankie Dunns (Clint Eastwood) Leben dreht sich um den Boxring. Er hat Boxer trainiert und diesen eingehämmert auf ihre Deckung zu achten. Hinter seiner harten Schale verbirgt sich ein sehr weicher Kern, denn Dunn zögerte immer, wenn es darum ging seine Schützlinge gegen starke Gegner antreten zu lassen.

Million Dollar Baby

Daher verließen ihn viele später erfolgreiche Boxer und andere Manager haben Ruhm und Geld geerntet. Seit einiger Zeit trainiert schon eine gewisse Maggie Fitzgerald (Hilary Swank) in Dunns Trainingscenter. Sie ist mit mehr als 30 Jahren eigentlich schon zu alt für eine Box-Karriere, doch ihre Hartnäckigkeit beeindruckt Dunn…

Million Dollar Baby

Zunächst sieht es so aus wenn Clint Eastwood hier eine weibliche Rocky-Variante, ergänzt um ein von ihm selbst verkörpertes sentimentales Portrait eines langsam in Rente gehenden Box-Trainers, präsentieren will, doch der erste Eindruck täuscht. Trotzdem ist Million Dollar Baby nicht ohne Schwächen und ein leichter Rückschritt gegenüber Mystic River, der vorherigen Regiearbeit Eastwoods.

Million Dollar Baby

Einen eher aus dem Kino als aus dem Leben entnommenen Charakter wie den unnahbar wirkenden Frankie Dunn, der in Maggie langsam aber sicher einen Ersatz für die eigene entfremdete Tochter sieht, spielt Eastwood natürlich schon fast im Blindflug. Dies scheint ihm auch bewusst zu sein, daher schickt er Dunn als Variante zu seinen sonstigen ähnlichen Rollen täglich in die Kirche. Doch auch durch kurze theologische Diskussionen mit dem genervten Pfarrer wird Dunn nicht wirklich zu einer runderen Persönlichkeit.

Million Dollar Baby

Auch der seltsamerweise Oscar-prämierte Morgan Freeman als Maggies etwas weniger harter und etwas herzlicher zweiter Mentor ist eher klischeehaft. Doch das gleicht die völlig zu Recht mit einem Oscar ausgezeichnete Hilary Swank (Boys Don´t Cry) als Maggie locker aus, die voller Dynamik und Humor aber durchsetzt mit tragischen Zwischentönen die hartnäckige Maggie verkörpert.

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