Archiv der Kategorie: Film

Die besten Filme

Mamma Mia!

Auf der idyllischen griechischen Insel Kalokairi bereitete die etwas gluckenhafte alleinerziehende Mutter Donna (Meryl Streep) die Hochzeit ihrer Tochter Sophie (Amanda Seyfried) vor. Doch diese möchte endlich erfahren, wer eigentlich ihr Vater und daher lädt sie die drei dafür in Frage kommenden Herren (Pierce Brosnan, Colin Firth, Stellan Skarsgard) ohne Wissen ihrer Mutter zu den Feierlichkeiten ein.

Mamma Mia!

Das ist ein durchaus solides Grundgerüst für eine turbulente romantische Komödie, doch speziell in der ersten Hälfte des Filmes wird Turbulenz leider ziemlich häufig mit Hysterie verwechselt. Andauernd rennen Menschen wild kreischend aufeinander zu und brüllen sich zu, wie sehr sie sich freuen sich endlich wieder zu sehen. Vielleicht soll dieser „Kunstgriff“ dem Zuschauer helfen zu verstehen, dass jemand der so drauf ist auch jederzeit völlig grundlos mit dem Absingen von ABBA-Liedern beginnen kann.

Mamma Mia!

Dass es durchaus klappen kann, wenn versucht wird möglichst viele Songs einer Erfolgsband in eine Handlung zu quetschen, hat kürzlich die Beatles-Revue Across the Universe bewiesen. Doch da war die begnadete Julie Taymor (Frida) am Werk, die Geschmack und Rhythmus hat. Bei Mamma Mia! hingegen hüpft meistens – im Stile von deutschen 70er-Jahre Schlagerfilmen wie Musik, Musik, da wackelt die Penne – eine Laienspielschar völlig alleingelassen vom Choreografen durch hübsche Naturkulissen.

Mamma Mia!

Okay, wir wollen nicht nur gemein sein, denn am Film waren ja auch jene Menschen beteiligt, die dafür sorgten, dass das 1999 in London gestartete Bühnenmusical Mamma Mia! zu einem weltweiten Erfolg wurde. Durch bisher mehr als 30 Millionen Besucher ist die Show für Benny Andersson und Björn Ulvaeus mittlerweile sogar lukrativer als die immer noch sehr üppigen ABBA-Tantiemen. Will sagen, wenn soviel Fliegen bzw. Mücken zusammenkommen, muss ja wohl irgendwas dran sein.

Mamma Mia!

Dies ist auch so, denn wer die erste Hälfte des Filmes schadensfrei überstanden hat, bekommt doch noch ein paar hübsche Sachen zu sehen. So setzt Julie Walters ihre nicht vorhandene Gesangsstimme sehr gefällig in Szene und nachdem die nicht mehr ganz junge Christine Baranski einen Haufen sehr männlicher Teenies am Strand zu Does Your Mother Know um den Verstand getanzt hat, hätte ich daheim wohl auf die Repeat-Taste gedrückt.

Mamma Mia!

Auch das Finale vorm Altar ist auf seine rührende Art zwar routiniert, aber immerhin routiniert. Muriels Wedding bleibt weiterhin der definitive ABBA-Film, doch spätestens, wenn im Abspann die Hauptdarsteller entfesselt in Glitzerklamotten performen macht auch Mamma Mia! Bock auf Schweden-Rock.

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Fright Night

1985 gelang Tom Holland (Chucky die Mörderpuppe) mit Fright Night – Die rabenschwarze Nacht eine in allen Belangen sehr gut funktionierende Mischung aus Horror und Humor. Der zeitlos perfekte Film braucht nicht unbedingt ein Update, doch Colin Farrell als Vampir, Toni Collette in einer Neuauflage ihrer Mutterrolle aus The Sixth Sense und die gerne im Horror-Genre eingesetzte 3D-Technik wecken dennoch eine gewisse Neugierde, die nicht völlig unbefriedigt blieb.

Fright Night
Tom Holland verwendete seinerzeit sehr viel (Lustspiel-)Zeit darauf seinen jugendlichen Helden Charlie Brewster zu zeigen, wie er langsam feststellt, dass der neue Nachbar Jerry ein Vampir ist und wie er vergeblich versucht die Obrigkeit davon zu überzeugen. Der australische Regisseur Craig Gillespie (I, Tonya) ist eher am Rande an humorvollen Situationen interessiert und setzt stärker auf hübsch plastisch in Szene gesetzte Action-Szenen und Splatter-Effekte.

Fright Night
Ein Opfer dieser Entwicklung ist auch die Figur des Vampir-Experten Peter Vincent, den Roddy McDowall 1985 viel Selbstironie als abgetakelten Gastgeber einer TV-Trash-Horror-Sendung spielte. Im Update ist David Tennant (der 10. Doctor Who) ein prominenter Gothic-Magier mit gewaltiger Bühnenshow und tragischer Vergangenheit.

Fright Night

Sehr viel Kapital zieht der neue Fright Night aus seinem Schauplatz, einem isoliert mitten in der Wüste gelegenen Vorort-Kaff von Las Vegas, wo ohnehin viele Bewohner die Fenster abgedunkelt haben, um tagsüber zu schlafen, wenn auch nicht unbedingt in einem Sarg.

Fright Night

Ein weiteres Plus ist der auch ansonsten gerne als Rabauken-Macho auftretende Colin Farrell, der als Vampir Jerry angemessen bedrohlich ist. Insgesamt gelang ein eigenständiges Remake, das keine Horror-Komödie ist, sondern ein  witziger, aber auch recht spannender Vampir-Film.

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The Purge

Es ist schon erstaunlich, was dieser Jason Blum so alles produziert. Sein für nur 15.000 Dollar produzierte Horror-Thriller Paranormal Activity spielte über 200 Millionen Dollar ein. Doch Blumhouse Productions konzentrierte sich nicht nur auf Horror, sondern ermöglichte es J. K. Simmons in Whiplash die Rolle seines Lebens zu spielen und einen Oscar für seine Darstellung eines Musik-Lehrers (der zugegebenermaßen zu Horror-Methoden greift) zu erhalten. Ein interessante Blumhouse Production war auch der sehr eigenständige Thriller Get Out, der raffiniert mit rassistischen Vorurteilen spielt.

The Purge

Auch eine gesellschaftskritische Einfärbung hat die Erfolgsserie The Purge, die Jason Blum zusammen mit Michael Bay produzierte. Der erste Film entstand 2013 und hatte trotz namhafter Besetzung (Ethan Hawke und Lena Headey) ein moderates Budget von 3 Millionen Dollar. Der Film präsentierte als Dystopie eine etwas seltsame Zukunft, in der den USA-Bürgern durch die Regierungspartei NFFA (New Founding Fathers of America) einmal im Jahr die Möglichkeit geboten wird, ohne Angst vor Bestrafung, ihre Mitmenschen zu ermorden. Dadurch lässt sich nicht nur die blutrünstige Seele säubern, sondern auch – wenn etwa Obdachlose einfach abgeknallt werden – das ganze Land.

The Purge

Die in einem scheinbar sicheren Vorort spielende Film The Purge – Die Säuberung war ein ganz brauchbares Gleichnis darauf, wie sich die (US-) Oberschicht auf Kosten ihrer Mitmenschen ungeniert bereichert. Doch der Film war auch ein gut funktionierender hochspannender Thriller, der an das Frühwerk von John Carpenter denken ließ (daher verwundert es nicht, dass Blumhouse sich demnächst an einer weiteren Fortsetzung von Carpenters Halloween versuchen wird).

The Purge

The Purge spielte über 80 Millionen Dollar ein und ging in Serie. 2014 startete The Purge: Anarchy, der diesmal in einer Großstadt spielt. Der Film ist diesmal kein gesellschaftskritisches Kammerspiel, sondern ein rasanter Action-Thriller, dessen Kassenerfolg einen dritten (wieder etwas politischeren) Teil ermöglichte. Im Zentrum von The Purge: Election Year steht eine idealistische Präsidentschafts-Kandidatin, die die alljährliche Säuberung abschaffen will und von ihren politischen Gegnern bei der nächsten Purge, die kurz vor der Wahl stattfindet, gejagt wird.

The Purge

Aktuell steht mit The First Purge eine weitere Fortsetzung an, die von der ersten Säuberung erzählt. Diese wird auf der hermetisch abgeriegelten Insel Staten Island als gesellschaftspolitisches Experiment durchgeführt wird. Es bleibt spannend in welche Richtung sich die Filmreihe entwickelt.

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Hitch – Der Date Doktor

Alex Hitch Hitchens betreibt eine florierende Ich-AG. Er ist Flirt-Trainer (oder Date Doktor wie ihn der deutsche Kinotitel nennt) und bringt scheinbar hoffnungslose Fälle an die Frau ihrer Träume. Doch wie es so (im Kino) ist, hat Hitch selbst kein Glück beim anderen Geschlecht und seine Dates mit der überarbeiteten Zeitungskolumnistin Sara Melas (Eva Mendes) enden immer ziemlich katastrophal.

Hitch - Der Date Doktor

Will Smith wurde durch die Sitcom Der Prinz von Bel Air bekannt, doch im Kino hat er Komödien bisher gemieden. Er spielte Actionrollen, diese allerdings meist mit humoristischen Einschlag wie in Men in Black, Wild, Wild West oder Bad Boys. Nachdem er auch in Dramen wie Die Legende von Bagger Vance oder Ali überzeugte, ist Will Smith jetzt erstmals in einer romantischen Komödie zu sehen.

Hitch - Der Date Doktor

Am Anfang des Filmes gibt es eine kleine aber feine Szene, die deutlich macht, dass Hitch seinen Job nicht als Kuppler für eine Nacht sieht, sondern er will Menschen dauerhaft zusammenbringen. Hierfür scheint er alle Patentrezepte zu kennen, doch sein hoffnungslosester Fall Albert (Kevin James aus King of Queens) landet bei seiner Traumfrau gerade dadurch, dass er die Tipps von Hitch völlig ignoriert und ganz er selbst bleibt.

Hitch - Der Date Doktor

Insgesamt ist Hitch sicher nicht der ultimative Film über den Kampf der Geschlechter, doch etwas mehr als eine weitere plumpe Hollywood-Komödie gelang Andy Tennant (Sweet Home Alabama) schon. Dies liegt neben dem entspannt aufspielendem Smith vor allem an den sympathischen Nebenfiguren. Für den Film spricht auch, dass anstelle der meist nicht wirklich witzigen Aufnahmen von Patzern während der Dreharbeiten diesmal im Nachspann eine urkomische Tanznummer mit dem Ensemble zu sehen ist.

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Rubbeldiekatz

Mit Rubbeldiekatz kehrt Detlef Buck (Männerpension) nach Knallhart und Same Same But Different zurück zur Komödie. Er wildert fröhlich bei Billy Wilders Manche mögen’ s heiß. Beim mittelprächtig erfolgreichen Schauspieler Alexander Honk (Matthias Schweighöfer) sind es zwar keine ihn verfolgende Gangster, die ihn dazu zwingen Frauenfummel anzuziehen.

Rubbeldiekatz

Vielmehr ist es sein ehrgeiziger Bruder Jürgen (Detlef Buck himself dreht hier gut auf und castete sich selbst in dieser Nebenrolle, weil ja Sydney Pollack schließlich in Tootsie auch den Manager von Dustin Hoffman spielte), der ihn dazu bringt sich als “Darstellerin“ für eine in Babelsberg gedrehte Hollywood-Produktion zu bewerben. Natürlich bekommt Alexander die Rolle und genauso natürlich verliebt er sich in die Hauptdarstellerin Sarah Voss (Alexandra Maria Lara).

Rubbeldiekatz

Wenn das schon alles wäre, bliebe immerhin die Freude am auch hier prächtig aufspielenden Matthias Schweighöfer und an einigen nett gegen den Strich gebürsteten Buck-Momenten, wie etwa dem winterliche Grill-Fest, einem Jungesellinnen-Abschied auf der Reeperbahn oder dieser seltsame Vier-Mann-WG in der die Honks hausen.

Rubbeldiekatz

Doch das Salz in der Suppe ist die Idee, die nur bedingt originelle Geschichte vor dem Hintergrund der Produktion eines Hollywood-Filmes über Nazi-Deutschland (natürlich inklusive eines Hitler-Darstellers) zu erzählen. Bei so viel Munition dauert es dann doch ganz schön lange bis der sympathisch-turbulente Film kurz vor Ende doch noch zur klischeehaften romantischen Komödie wird.

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Der letzte schöne Herbsttag

Etwas völlig anderes als in seinem Überraschungserfolg Shoppen bietet Ralf Westhoff in seinem nächsten Film Der letzte schöne Herbsttag nicht wirklich. Doch das ist wohl auch ganz gut so, denn warum sollte jemand mit einem Händchen für halbwegs romantische Komödien einen Actionfilm drehen. Doch nachdem Shoppen ein Film mit einem riesigen Ensemble von paarungswütigen Münchner Speed-Datern war, hat Westhoff es diesmal einige Nummern kleiner.

Der letzte schöne Herbsttag

Anfangs scheint Der letzte schöne Herbsttag gar ein Zweipersonen-Stück zu sein. Alles dreht sich um das ungleiche Pärchen Claire (Julia Koschitz) und Leo (Felix Hellmann), die sich entweder gepflegt auf den Keks gehen oder in einer Interview-Situation über ihren Lebensabschnittsgefährten ablästern und sich Tapferkeitsmedaillen dafür verleihen wollen, dass sie es so lange in der Beziehung ausgehalten haben. Mitmenschen tauchen allenfalls unscharf (und unvollständig abgefilmt) im Hintergrund auf.

Der letzte schöne Herbsttag

Hätte Westhoff diese Zweipersonen-Struktur durchgehalten, wäre Der letzte schöne Herbsttag vielleicht ein kleines Meisterwerk geworden (die augenrollenden Darbietungen vom Rüdiger-Hoffmann-Parodisten Felix Hellmann aber wohl auch nicht unnerviger ausgefallen). Doch nach einer Weile wird es ziemlich konventionell und Claires eifersüchtige beste Freundin Ivonne sowie Leos von Beziehungsstorys genervter Kumpel Tobias spielen auch noch eine gewisse Rolle (wobei Westhoff sich bei dem Hauptdarsteller-Quartett komplett aus dem Shoppen-Ensemble bediente).

Der letzte schöne Herbsttag

Insgesamt ist Der letzte schöne Herbsttag eine lebensnahe, liebenswerte, romantische Komödie mit einer sehr guten Hauptdarstellerin, einem vielversprechenden Auftakt und einem etwas zu konventionellen Ende.

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Shoppen

Bei einem so genannten Speed-Dating treffen in München neun paarungs- bzw. bindungswillige Männer auf neun ähnlich motivierte Frauen. Jeder hat 5 Minuten Zeit um sein Gegenüber kennen zu lernen, danach wird ein Stühlchen weitergerückt und der nächste Smalltalk gestartet. Anschließend kreuzt jeder an, wen er gerne wieder sehen möchte und bei beidseitigem Interesse übermittelt die Agentur die Handy-Nummern.

Shoppen

Derartige Veranstaltungen gibt es nicht nur im Kinofilm Hitch – Der Date Doktor sondern auch im richtigen Leben. Ralf Westhoff (Der letzte schöne Herbsttag) machte in seinem ersten Spielfilm daraus ein saftiges Stück Kino. Er zeigt kurz wie sich die Kontrahenten bzw. Interessenten fürs Speed Dating herrichten und präparieren.

Shoppen

Anschließend gibt es knackige Dialoge was das Zeug hält. So stellen zwei durchaus aneinander interessierte Singles fest, dass sie unmöglich ihren potentiellen Nachkommen erzählen könnten, sie hätten sich bei einer derart peinlichen Veranstaltung kennen gelernt, da wäre es schon besser, dies wäre an der Käsetheke eines Supermarkts passiert.

Shoppen

Zum Abschluss von Shopping wird dann quer durch München gedatet was das Zeug hält. Dabei gerät ausgerechnet der vorsichtigste Single, ein Katzenbesitzer der per Klemmbrett alle Frauen nach einer sorgfältig ausgearbeiteten Liste befragte, an eine an ihm äußerst interessierte Dame, die allerdings unter Katzenallergie leidet. Doch auch die Romantik hat eine Chance und daher verabreden sich zwei Speed-Dater an der Käsetheke…

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Goodbye Christopher Robin

Hierzulande dürfte Winnie Puuh alias Pu der Bär hauptsächlich durch diverse Disney-Filme und TV-Serien bekannt geworden sein. Da demnächst mit Christopher Robin ein weiterer Disney-Film zum Thema ansteht, ist es nicht unpassend, wenn zuvor eine englische Produktion in die Kinos kommt, die die durchaus tragische Geschichte über die Entstehung des beliebtesten Kinderbuchs der Welt erzählt.

Goodbye Christopher Robin

Der erfolgreiche Punch-Humorist Alan Alexander Milne kehrte 1916 traumatisiert aus der Hölle des Ersten Weltkriegs zurück. Seine Ehefrau Dorothy brachte einige Jahre später ein Kind zur Welt. Sie litt sehr unter den Qualen der Geburt und noch stärker darunter, dass sie mit Christopher Robin einen Jungen das Leben schenkte. Sie hatte bereits eine komplette Ausstattung für ein Mädchen gekauft und zudem noch die nicht unbegründete Befürchtung, dass ihrem Sohn der Einsatz im nächsten Krieg drohe.

Goodbye Christopher Robin

Die Milnes erwarben ein Landhaus. Hier verlebten Vater und Sohn  eine glückliche Zeit. In den Wäldern der Umgebung dachten sie sich Geschichten aus, in deren Zentrum Christopher Robins Plüschtiere standen. Die daraus resultierenden Bücher mit Winnie-the-Pooh wurden zu einem großen Erfolg. Da Milnes in ihnen auch seinen Sohn Christopher Robin auftreten ließ, wurde dieser zu einer überall herumgereichten Berühmtheit, was nicht nur positive Auswirkungen hatte…

Goodbye Christopher Robin

Sehr sensible und mit vielen Zwischentönen setzt Simon Curtis (My Week with Marilyn) den Film in manchmal vielleicht etwas zu schönen Bildern in Szene. Er hat großes Glück mit seinen Hauptdarstellern, die nicht völlig unsympathisch wirken, obwohl sie ziemliche Rabeneltern spielen, die ihren Sohn lieber der Obhut einer Nanny (und später eines Internats) übergaben, als sich selbst mit ihm abzugeben.

Goodbye Christopher Robin

Brendan Gleesons Sohn Domhnall (Alles eine Frage der Zeit, Star Wars) gelingt es in kurzen Sequenzen glaubhaft einen unter Kriegstrauma leidenden Menschen zu verkörpern. Die Australierin Margot Robbie (Legend of Tarzan) macht aus der unberechenbar und  rücksichtslos agierenden Mutter Dorothy kein völliges Monster, obwohl sie das Zeug dazu gehabt hätte, wie ihre Verkörperung der Harley Quinn in Suicide Squad bewiesen hat.

Goodbye Christopher Robin

Wer diesen Film gesehen hat, dürfte künftig einen etwas anderen Zugang zu den manchmal etwas arg süßlichen Geschichten von A. A. Milne haben.

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Alles eine Frage der Zeit

10 Jahre nach seinem Regie-Debüt Tatsächlich… Liebe versucht sich Richard Curtis, der auch die Drehbücher zu den britischen Filmhits Vier Hochzeiten und ein Todesfall und Notting Hill verfasste, an einer neuen romantischen Komödie. Diesmal erzählt er jedoch nicht nur halbwegs realitätsnahe Geschichten von Menschen, die – inmitten eines großen Ensembles sympathischer Nebenfiguren und untermalt von Brit-Pop-Klassikern langsam – aber sicher zueinanderfinden.

Alles eine Frage der Zeit

Möglicherweise wurde Curtis inspiriert durch seine Erfahrung als Drehbuchautor der Science Fiction Serie Doctor Who, für deren 5. Staffel er einen schönen Zeitreise-Zweiteiler schrieb, der den Doctor mit Vincent Van Gogh konfrontierte. Genau wie der Held der langlebigen britischen TV-Serie kann auch die Hauptfigur von Alles eine Frage der Zeit durch die Zeit reisen. Tim Lake braucht hierzu jedoch keine blaue Polizei-Notruf-Bude, sondern muss sich nur in einen Schrank stellen und die Hände zu Fäusten ballen. Er kann auch nicht das ganze Universum bereisen, sondern nur Stationen seines Lebens noch einmal erleben und dabei versuchen vermeintliche Fehler auszubessern.

Alles eine Frage der Zeit

Tim wird von Brendan Gleesons Sohn Domhnall zwar sympathisch aber auch etwas blass verkörpert, wobei jedoch Laurence Oliviers Worte bedacht werden sollten: “Wenn jemand Romeo richtig gut spielen kann, ist er schon viel zu alt dafür.“ Tim Lake erfährt von seinem Vater (angenehm schräg wie fast immer: Bill Nighy) an seinem 21. Geburtstag, dass die Männer seiner Familie diese Fähigkeit zum Teitreisein haben. Daraufhin versucht Tim sein nicht vorhandenes Liebesleben in Gang zu bringen. Objekt von Tims Begierde ist die junge in London lebende US-Amerikanerin Mary, die von der viel beschäftigten Rachel McAdams (Sherlock Holmes) mit beträchtlichen Mut zum Alltagslook gespielt wird.

Alles eine Frage der Zeit

Wer bei der Grundidee des Films an … und täglich grüßt das Murmeltier denkt, liegt nicht völlig falsch. Sehr gelegentlich lässt Curtis seinen Tim – ähnlich wie den von Bill Murray gespielten TV-Wettermann Phil – eine Situation immer wieder neu erleben, wobei er versucht diese zu optimieren. Doch anstelle von Harold Ramis’ “Lebe den perfekten Tag und alles wird gut“-Philosophie versucht Richard Curtis zu vermitteln, dass so etwas wie Zeitreisen eigentlich völlig unnötig sind, denn Tim findet auch ohne diese sein Glück. Dies kommt auch sehr gut rüber, denn ohne das unausgereifte Zeitreise-Brimborium hätte Alles eine Frage der Zeit die Filmographie von Curtis um eine weitere richtig gute romantische Komödie bereichert.

Alles eine Frage der Zeit

Während die Blu-ray von Alles eine Frage der Zeit reichlich mit Extras wie Audiokommentar, Making-Of-Dokus und Musik-Videos gesegnet ist, gibt es auf der DVD keinerlei Bonusmaterial.

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My Week with Marilyn

1956 kam Marilyn Monroe nach England um dort die Komödie Der Prinz und die Tänzerin zu drehen. Ihr Co-Star und Regisseur war die britische Theaterlegende Lawrence Olivier. Die Dreharbeiten verliefen alles andere als harmonisch. Olivier, der selbst gerne ein Filmstar geworden wäre, neidete der Monroe ihren Ruhm und tyrannisierte die alles andere als selbstbewusste an ihren schauspielerischen Fähigkeiten zweifelnde junge Frau. Sie rächte sich durch Unpünktlichkeit und verschwand gar für einige Tage gemeinsam mit dem jungen dritten Regieassistenten Colin Clark…

My Week with Marilyn

Clark verarbeitete seine Erlebnisse während des Filmdrehs zunächst zum Buch The Prince, the Showgirl and me, schwieg sich hier jedoch über seine mit dem Filmstar verbrachten Tage aus. Erst Jahre später lieferte er in einem weiteren Buch My Week with Marilyn nach. Dieses diente einem bestens besetzten Film als Vorlage. Der genau wie dieser als Shakespeare-Interpret, Filmschauspieler und Regisseur gefeierte Kenneth Branagh ist als Lawrence Olivier die Idealbesetzung. Zwar ist die britisch-amerikanische Produktion nicht daran interessiert den legendären Mimen komplett zu demontieren, doch Branagh liefert – hart am Rande zur Karikatur – das Porträt eines eilen Selbstdarstellers, der es nicht verkraftet wenn einmal jemand anders im Rampenlicht steht.

My Week with Marilyn

Die hochtalentierte Michelle Williams, unvergesslich ihre ultrarealistische uneitle Darbietung in Blue Valentine will zunächst als Marilyn Monroe nicht so recht einleuchten. Doch schon nach kurzer Zeit gibt es keine Zweifel mehr: Die Williams, die es sich nicht nehmen ließ auch einige Monroe-Songs persönlich zu singen, IST die blondierte Kino-Ikone. Auch das übrige Ensemble ist großartig. Der sympathische Eddie Williams ist perfekt als naiver Colin Clark, Judi Dench überzeugt als spitzzüngige Charakterdarstellerin, Julia Ormond ist perfekt als alternde Vivien Leigh und Emma Watson schafft in einer kleinen aber wichtigen Nebenrolle mühelos den Absprung aus dem Harry-Potter-Universum.

My Week with Marilyn

My Week with Marilyn ist oftmals sehr komisch und gelegentlich auch ganz schön tragisch, kurzum ein richtig guter Film!

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