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Die besten Filme

Kingsman: The Secret Service

Um es gleich vorweg zu nehmen, diese vergnügliche Verfilmung des 007-Hommage  Comic von Mark Millar und Dave Gibbons hat wenig mehr als lediglich eine gute Idee der (aus)gezeichneten Vorlage verschenkt.

Kingsman: The Secret Service

Der von Samuel L. Jackson gespielte nerdige Superschurke Richmond Valentine will zwar auch im Kino die Welt zu zerstören, doch diesmal versucht er nicht gleichzeitig das Leben seiner Lieblings-Stars aus Science-Fiction-Filmen zu retten. Mark Hamill ist im Kinofilm dennoch dabei, doch leider spielt er nicht sich selbst sondern einen Wissenschaftler. Daher kommt sein Kino-Tod sehr viel weniger überraschend als das Ableben des Luke Skywalker Darstellers im grandiosen Auftakt des Comics .

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Doch ansonsten gelang es Kick-Ass Regisseur Matthew Vaughn, der auch Co-Autor bei der Comicserie war, im Kino fast immer noch einen drauf zu setzen. Recht geschickt hat Vaughn das Verhältnis des Schüler-Mentor-Duos bestehend aus dem Super-Agenten Harry Hart (Colin Firth) und Eggsy Unwin (Taron Egerton), dem Nachwuchs-Spion aus der Unterschicht, noch um eine gemeinsame tragische Vergangenheit bereichert. Natürlich ist im Kino auch das Finale deutlich knalliger ausgefallen als im Comic, auch wenn es manchmal mehr wie bei Austin Powers und weniger wie bei James Bond zugeht. Deutlich splattriger kommt hingegen eine schier endlose in langen durchgehenden Einstellungen in Szene gesetzte Kampfszene in einer spießigen US-Kirche rüber. Dieses grandiose Gemetzel inszenierte Vaughn ungeheuer unterhaltsam in einem Stil irgendwo zwischen Robert Rodriguez und Edgar Wright, während sich Colin Firth dabei bestens als Action-Held bewährt.

Kingsman: The Secret Service

Auch der übrige Cast ist großartig. Die vielleicht undankbarste Rolle hat wohl Michael Caine, doch dessen legendären Auftritte als als bebrillter britischer Agent Harry Palmer im britischen Kino der Sechziger Jahre haben ohne Zweifel viele der elegant-intelligenten Szenen mit Firth oder Egerton inspiriert. Eine Augenweide ist die algerische Tänzerin Sofia Boutella, trotz der mörderischen Metall-Unterschenkel, die sie als Killer-Mietze tragen muss. Die größte Überraschung dürfte jedoch der ansonsten auf Schurken abonnierte Mark Strong sein, der Merlin, eine Art Gegenstück zu James Bonds Q, unvergleichlich cool auf die Leinwand zaubert.

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Walt Disney: Valiant

Die Eiskönigin“ hat mittlerweile weltweit mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt und ist somit der erfolgreichste Animationsfilm aller Zeiten. Das Walt Disney Animations Studio hat jetzt wieder die Nase vorn und die Konkurrenz aus dem eigenen Hause – Pixars “Toy Story 3“ – an der Kinokasse überholt. Doch der Weg der Disney Studios zum Computeranimations-Erfolg war dornig und über so manchem Versuch in diesem Bereich wird der Mantel des Schweigens gelegt, nicht immer zu Recht.

Walt Disney: Valiant

„Die Eiskönigin“ wird offiziell als 53. “Walt Disney Animation Studios Film“ gelistet. In dieser Reihe tauchen zwar die relativ erfolgreichen computeranimierten Filme “Himmel und Huhn“ (2005), “Triff die Robinsons“ (2007) und “Bolt – Ein Hund für alle Fälle“ (2008) auf, es fehlen jedoch das peinliche “Madagascar“-Plagiat “Tierisch wild“ (2006), sowie der Total-Flop “Milo und Mars“ (2011), der lediglich 40 % seiner Produktionskosten von 150 Millionen Dollar wieder einspielte.

Walt Disney: Valiant

Ebenfalls nicht aufgeführt ist ein 2005 in Großbritannien entstandener Disney-Computeranimations-Film, der zwar nicht bei uns gezeigt wurde, sein moderates Budget von 35 Millionen Dollar jedoch trotzdem fast doppelt wieder einspielte.

Walt Disney: Valiant

“Valiant“ erzählt die Geschichte einiger Tauben, die maßgeblich dazu beitrugen, dass die Alliierten den Zweiten Weltkrieg gewannen. Der recht spaßig als Kriegskomödie in Szene gesetzte Film hat einen wahren Kern, denn in der Tat wird in Großbritannien ein Tapferkeitsorden namens Dickin Medal an Tiere im Kriegsdienst verliehen. Während des Zweiten Weltkriegs erhielten mehr als 20 Brieftauben diese Auszeichnung, Hunde hingegen brachten es auf sehr viel weniger Orden.

Walt Disney: Valiant
“Valiant“ ist eine charmante Ansammlung von Zweiter-Weltkriegs-Klischees und als Sprecher konnte allerlei britische Prominenz rekrutiert werden: Ewan McGregor in der Titelrolle als aufstrebende jugendliche Brieftaube sowie Ricky Gervais, John Cleese, John Hurt, Jim Broadbent, Hugh Laurie und Tim Curry als schurkischer deutscher Falke General von Talon. Vielleicht erbarmt sich Disney Germany eines Tages und spendiert diesem immer noch sehenswerten Animationsfilm eine deutsche Synchronisation und Heimkino-Veröffentlichung.

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