Archiv der Kategorie: Film

Die besten Filme

Allein gegen die Zeit

Im Februar 2010 lief auf dem KIKA eine 13-teilige Serie, die nicht ohne Grund mit dem US-Hit 24 mit Kiefer Sutherland verglichen wurde. Auch hier erzählt jede der – allerdings nur jeweils 25 Minuten langen – Episoden Ereignisse, die sich in einer Stunde abspielen. Im Zentrum des turbulenten Geschehens stehen fünf Schüler, die am Samstag in ihrem Berliner Gymnasium nachsitzen müssen und mit einem Großangriff auf ihre Lehranstalt konfrontiert werden.

Allein gegen die Zeit

Die Ganoven-Bande nimmt einen sich ebenfalls am Samstag in der Schule aufhaltenden Astronomie-Kurs als Geisel, um an ein geheimnisvolles Gerät heranzukommen, das einer der Lehrer entwickelt hat. Doch sie haben die Rechnung ohne die Nachsitzer Ben (Timon Wloka), Jonas (Timmi Trinks), Leo (Janina Fautz), Özzi (Ugur Ekeroglu) und Sophie (Ruby O. Fee) gemacht, denen es gelingt ein großangelegtes Komplott zu vereiteln.

Allein gegen die Zeit

Die Mischung aus Echtzeit-Action, Science-Fiction und Beziehungs-Drama kam so gut an, dass Ende 2011 eine zweite Staffel von “Allein gegen die Zeit“ folgte, die diesmal davon erzählt wie die fünf heldenhaften Schüler bei einem Camping-Trip mit einem weiteren Verbrechen konfrontiert werden. Doch damit nicht genug, denn in einem Kinofilm erleben Ben, Leo, Jonas, Özzi und Sophie ihr (bisher) größtes Abenteuer.

Allein gegen die Zeit

Die Ur-Besetzung der TV-Serie ist fast komplett wieder dabei, nur “Sophie“ Ruby O. Fee wurde gegen Stephanie Amarell ausgetauscht. Während Sophie heimlich in Özzi verknallt ist, kann sich Ihre Freundin Leo weiterhin nicht zwischen Ben und Jonas entscheiden. Gerade diese Herzschmerz-Komponenten trugen auch zum Reiz der TV-Serie dabei.

Allein gegen die Zeit

Das Geschehen beginnt diesmal mit einer Klassenfahrt nach Hildesheim, wo eine Sonnenfinsternis beobachtet werden soll. Bei der Besichtigung des Doms kommt es zu einer Explosion. Ein angebliches Sonderkommando der Polizei rückt an und plötzlich befinden sich die Schüler in der Gewalt einer seltsamen Sekte, die von einem Verwandten von Jonas geleitet wird. Diese planen zur Sonnenfinsternis einen wilden Hokuspokus, bei dem auch das sächsische Heiligtum “Irminsul“ eine wichtige Rolle spielt.

Allein gegen die Zeit

Die Story des Kinofilms macht ebenso munter wie unübersehbar Anleihen bei “Indiana Jones“ mit alten Mythen, die zum Nazi-Kult geworden sind. Das Resultat ist etwas was in Deutschland anscheinend fast nur im Bereich des Kinos (und Fernsehens) für Kinder und Jugendliche erreicht wird: Ein gut funktionierender Actionfilm, der durchgehend spannend und niemals peinlich ist!

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Wanted

Wesley Gibson wird er auf der Arbeit wie der letzte Dreck behandelt und sein Freund betrügt ihn nicht allzu heimlich mit seiner Freundin. Doch plötzlich ändert sich Wesleys Leben ganz radikal. Er erfährt, dass sein gerade verstorbener Vater der beste Killer aller Zeiten war. Dadurch verfügt Wesley über entsprechende Killerinstinkte und eine Geheim-Organisation namens “Die Bruderschaft“ übernimmt seine Ausbildung. Doch schon recht bald muss Wesley erfahren, dass es ihn nicht wirklich ausfüllt “rund um die Uhr böse zu sein“.

Wanted

Für diese Verfilmung wurde die Comic-Miniserie “Wanted“ von Mark Millar („Kick-Ass„, „Kingsman„) und J.G. Jones um alle Superhelden-Komponenten bereinigt. Das Resultat kann sich durchaus sehen lassen, was auch an der exquisiten Besetzung liegt. James McAvoy (“X-Men: Erste Entscheidung“) überzeugt sowohl als Schwächling wie auch als eiskalter Meisterkiller, Angelina Jolie wirkt sexy und gefährlich, Morgan Freeman ist ein angemessen zwielichtiger Mentor während Terence Stamp und Thomas Kretschmann ihre wichtigen Nebenrollen bestens ausfüllen.

Wanted

Etwas halbherzig wirken die Versuche des Drehbuchautoren-Trios den Anfang des Filmes ähnlich pointiert-gesellschaftskritisch zu gestalten, wie einst David Fincher seinen düsteren “Fight Club“. Da wirkt die von einem mystischen Webstuhl gesteuerte Bruderschaft schon sehr viel glaubhafter. Eine gute Wahl ist auch der russische Regisseur Timur Bekmambetov („Wächter der Nacht“, “Abraham Lincoln Vampirjäger“, “Ben Hur“), der hier beweist hier, dem es gelingt ein relativ gradliniges Drehbuch durch wuchtig-rohe Actionszenen zu veredeln.

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Snowden

Es ist schön, dass er immer noch zuverlässig (aber auch mit geballter kreativer Power) seinen Job verrichtet und einmal mehr seinem Heimatland den Spiegel vorhält. Drei Jahren nachdem Edward Snowden in Russland Asyl erhalten hat, steht er im Zentrum eines (großteils in München in Szene gesetzten) Spielfilms von Oliver Stone.

Snowden

Dieser setzt diesmal weniger auf die Kraft von bildgewaltigen (gelegendlich auch etwas plumpen)  Montagen, die den Zuschauer manipulieren sollen, sondern bringt den Menschen Edward Snowden ins Spiel. Dieser wird Joseph Gordon-Levitt (“The Dark Knight Rises“) als zwar etwas verklemmten, doch durchaus sympathischen, konservativ ausgerichteten Menschen gespielt. Nicht einmal Shailene Woodley, als seine eher progressiv ausgerichtete Freundin Lindsey, schafft es ihn dauerhaft davon abzuhalten seine beträchtlichen Talente in die Dienste von CIA und NSA zu stellen.

Snowden

Bei der Darstellung von Snowdens geheimdienstlichen Tätigkeiten zeigt sich einmal mehr Oliver Stones Talent in Sachen Casting und Schauspielerführung. Während der Brite Rhys Ifans (“Notting Hill“) als diabolisch-durchtriebener Vorgesetzter überzeugt, zeigt Nicolas Cage in einer kleinen, aber feinen Rolle als ausgebrannter CIA-Veteran, dass er mehr kann als seinen ehemals guten Namen für schlechte Filme zur Verfügung zu stellen.

Snowden

Joseph Gordon-Levitt gelingt es  gut die Wandlung eines zunächst fast ausschließlich an den technischen Aspekten seines zweifelhaften Jobs interessierten Mensch zum Skeptiker zu verkörpern. Sein Entschluss zum Whistleblower zu werden, wirkt glaubhaft, angesichts der Tatsache, dass sein Arbeitgeber mehr Menschen in den USA als sonstwo auf der Welt überwacht.

Snowden

Wenn am Ende des Films der echte Edward Snowden, mit dem sich Oliver Stone einige Male in Moskau getroffen hat, auf der Leinwand auftaucht und sich an die Zuschauer wendet, dann legt dies nahe, dass er mit Stones Film halbwegs zufrieden ist. Seine Landsleute hingegen ignorierten den Film genauso wie die Warnungen und das Schicksal von Edward Snowden.

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Bridget Jones‘ Baby

Lange bevor die zweite Fortsetzung des britischen Kinoerfolgs in die Kinos kommt, hat Helen Fielding mit  “Bridget Jones – Verrückt nach ihm“ bereits einen dritten Roman um ihre beständig gegen Übergewicht und Beziehungsfrust kämpfende Hauptfigur veröffentlicht. Im Buch ist der im Kino von Colin Firth so herrlich steif verkörperte Mr. Darcy gestorben, und Bridget ist weiterhin den Anmach-Versuchen des von Hugh Grant gespielten leichtlebigen Daniel Cleaver ausgesetzt.

Bridget Jones's Baby

Im Kino hingegen ist es genau umgekehrt, denn hier verstarb Daniel, da Hugh Grant kein großes Interesse daran hatte im dritten Bridget Jones Film mitzuwirken. Doch während sich die “literarische“ Bridget zudem noch mit einem sehr jungen Mann einlässt, hat Renée Zellweger als Kino-Bridget ganz andere Probleme. Nachdem die mittlerweile 43-Jährige eine Weile wieder ein frustrierter Single war, erlebt sie innerhalb von kürzester Zeit zu gleich zwei aufregende Nächte.

Bridget Jones's Baby

Auf einem Rock-Festival landet sie im Bett des Internet-Beziehungs-Gurus Jack Quant (Patrick Dempsey) und wenige Tage später kommt es zu einer Art Versöhnungssex mit Mr. Darcy. Kurz darauf muss Bridget feststellen, dass sie schwanger ist. Da sie von einer Untersuchung absieht, um das Baby nicht zu gefährden, bleibt bis zu dessen Geburt unklar, ob Jack oder Mr. Darcy der Vater ist. Dies führt erwartungsgemäß zu allerlei Verwicklungen, die – hauptsächlich weil Emma Thompson (die auch mit am Drehbuch schrieb) in der Rolle von Bridgets Ärztin zu sehen ist – eher wirklich amüsant als albern geraten sind.

Bridget Jones's Baby
Sarah Solemani und Renée Zellweger

Fast noch interessanter als der Plot um die Vaterschaft sind die immer wieder eingestreuten Einblicke um Bridgets Erlebnisse als Sendeleiterin bei einem immer mehr nur noch auf die Quoten schielenden TV-Sender. Während sie sich mit der jungen Moderatorin Miranda (attraktiv und sympathisch: Sarah Solemani) bestens versteht, kommt sie mit ihrer neuen Hipster-Vorgesetzten Alice (Kate O’Flynn liefert eine herrliche Karikatur ab) überhaupt nicht klar. Renee Zellweger hat hier großartige Momente als chaotische – aber auch um ein faires Miteinander kämpfende – Heldin des Alltags.

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Kate O’Flynn

Da auch noch fast alle der sympathischen Nebenfiguren der beiden ersten Filme wieder dabei sind und London die ideale Kulisse für eine mehr oder weniger romantische Komödie ist, darf sich auf eine dritte Fortsetzung gefreut werden, die sich auch durch einen  kleinen Gag am Ende andeutet.

Bridget Jones' Baby

Übrigens hat Helen Fielding nun auch noch einen weiteren Roman namens „Bridget Jones‘ Baby“ verfasst, der nach dem Filmstart erscheint.

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Ben Hur

“Ben Hur“ von William Wyler mit Charlton Heston in der Titelrolle wird wohl für immer ein Klassiker des Monumentalkinos bleiben. Doch natürlich ist es legitim, wenn sich knapp 60 Jahre später der auch in Hollywood tätige russische Regisseur Timur Bekmambetov („Wächter der Nacht“, “Wanted“, “Abraham Lincoln Vampirjäger“) an einer Neuauflage versucht. Er hat zwar eine ganze Menge richtig gemacht, doch seine 100 Millionen Dollar Produktionskosten wird der Film an den Kinokassen nicht wieder einspielen.

Ben Hur

Wyler brauchte 1959 knapp vier Stunden um von der problematischen Freundschaft zwischen dem Juden Ben Hur und dem Römer Messala zu erzählen. Wer den manchmal etwas zähflüssig, auch teilweise ganz schön schwülstig aus dem Leben Jesus, erzählenden Film absaß, wurde mit zwei unvergesslichen Kinosequenzen belohnt. In einer gewaltigen Seeschlacht gelang dem zum römischen Galeerensklaven verurteilten Ben Hur die Flucht und in einem rasanten Wagenrennen trat er gegen seinen ehemaligen Freund Messala an.

Ben Hur

Die neue Version von “Ben Hur“ wurde von allerlei Ballast befreit und dauert wenig mehr als 2 Stunden. Doch bei allen Schauwerten ist der Film dennoch mitreißend und menschlich anrührend erzählt. Die Schilderung der Zustände im von Römern besetzten und willkürlich regierten Jerusalem erscheinen leider zeitlos aktuell. In Sachen Seeschlacht kann Bekmambetov locker bei Wyler mithalten und setzt durch den Einsatz von subjektiven 3D-Kameraeinstellungen aus der Sicht von Ben Hur sogar noch einen drauf. Das Wagenrennen ist ebenso rasant wie in der Version von 1959.

Ben Hur
Regisseur Timur Bekmambetov mit seinen beiden Hauptdarstellern Jack Huston und Toby Kebbell.

In Sachen Passionsspiele hält sich der Film angenehm zurück und die Darstellung von Jesus ist frei von religiösen Pathos. Am meisten überrascht die Neuauflage vielleicht dadurch, dass die Motivationen des (in den anderen Verfilmungen fast ausschließlich als Schurken agierenden) Karriere-Legionärs Messala durchaus nachvollziehbar dargestellt werden und dass, (Achtung, Spoiler!) das Ende des Films fast schon erschreckend versöhnlich ausgefallen ist.

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Mother’s Day

In seinem letzten Film macht der am 19. Juli 2016 verstorbene Regisseur Garry Marshall noch einmal das, was er am besten kann. Indem er für gute Stimmung am Set sorgte, gelang es ihm auch oft den Zuschauer bestens zu amüsieren. Nach dem etwas besseren “Valentinstag“ (2010) und dem sehr viel schlechteren “Happy New Year“ (2011), setzte er sein Feiertags-Konzept fort.

Mother's Day

Mit großem Ensemble erzählt Garry Marshall kleine Geschichten rund um einen “unreligiösen“ Feiertag. Doch ganz so wild wuchernd wie in den beiden vor Verwicklungen nur so strotzenden Vorgänger-Filmen geht es diesmal nicht zu. Im Zentrum der in Atlanta angesiedelten Handlung um Menschen, deren Leben sich am Muttertag entscheidend ändert, stehen diesmal genau genommen nur zwei recht geschickt verzahnte Episoden, die beide auch als eigenständige Spielfilme funktioniert hätten.

Mother's Day

Da wäre Jesse (Kate Hudson), die ihren texanischen Redneck-Eltern verschwiegen hat, dass sie einen Mann indischer Abstammung geheiratet hat (während ihre mit einer Frau zusammenlebende Schwester nicht daran denkt, sich zu outen). Als die Eltern überraschend und unangemeldet am Muttertag zu Besuch kommen, bricht ein passables Chaos aus. Im Zentrum von Episode II steht Sandy (Jennifer Aniston), deren Ex-Mann Henry (Timothy Olyphant) heimlich eine sehr viel jüngere Frau geheiratet hat. Bei ihren Versuchen mit der Situation fertig zu werden, trifft sie in besonders peinlichen Momenten immer wieder auf den verwitweten Bradley (Jason Sudeikis)…

Mother's Day

Als Bindeglieder zwischen diesen Geschichten fungieren kürzere Episoden, wobei Julia Roberts (die für nur vier Drehtage eine Gage von 3 Millionen Dollar erhielt) in einer recht lustigen Nebenrolle als Star eines Homeshopping-Senders den Film dominiert. Ganz großes Kino ist eine kurze mit Roberts und Héctor Elizondo, der in allen 18 Spielfilmen von Marshall dabei war (und daher im Nachspann den Credit “as always“ erhält). Wenn Julia Roberts kurz ihre Gabel hebt, um zu zeigen, dass sie jetzt mit Besteck klar kommt, ist dies eine hübsche Anspielung auf Garry Marshalls Mega-Erfolg “Pretty Woman“.

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Findet Dorie

Mit Toy Story 2 und Toy Story 3 bewies Pixar, dass Fortsetzungen durchaus an das Original heranreichen können. Mit Cars 2 und Die Monster Uni trat das Animationsstudio danach allerdings den Gegenbeweis an. Daher erschien es etwas fraglich, ob sich ein weiterer Besuch in der Unterwasserwelt von Findet Nemo lohnt. Doch Findet Dorie ist nur bedingt eine Fortsetzung, sondern der Film steht auf eigenen Flossen.

Findet Dorie
© 2017 Disney / Pixar

Durch die Konzentration auf das Schicksal einer beliebten Nebenfigur bekommt der Film seinen ganz eigenen Drall. Die vergessliche blaue Paletten-Doktorfisch-Dame Dorie erinnert sich plötzlich daran, einmal Eltern gehabt zu haben. Sie bricht daher, begleitet von den Clownfischen Nemo und Marlin, zu einer abenteuerlichen Such-Expedition auf. Die Spur der vermissten Eltern führt in ein “Marine Life Institute“ und hier kommt es zur Begegnung mit einer der verrücktesten Figuren, die Pixar bisher auf die Zuschauer losgelassen hat.

Findet Dorie
© 2017 Disney / Pixar

Der Krake Hank hat zwar (hauptsächlich aus animations-technischen Gründen) nur sieben statt acht Tentakel, ist aber dennoch höchst leistungsfähig. So kann der Tintenfisch unsichtbar mit seiner Umgebung verschmelzen und (Achtung Spoiler!) sogar einen Lastwagen fahren.

Findet Dorie
© 2017 Disney / Pixar

Die Vorgeschichte, in der sich Dories Eltern immer um ihr an Gedächtnisschwund leidendes Kind sorgen mussten, wird sehr rührend (aber nie schmalzig) erzählt und setzt sich durchaus ernsthaft mit dem Thema “Behinderung“ auseinander. Dieses Grundmotiv klingt auch in der zunehmend turbulenter werdenden Handlung immer wieder an. Der Film überzeugt nicht nur durch seine brillante Tricktechnik, mit der zahlreiche neue maritime Charaktere zum Leben erweckt wurden, sondern erzählt auch eine Geschichte, die wirklich zu Herzen geht.

Findet Dorie
© 2017 Disney / Pixar

Die Blu-ray von Disney enthält neben dem 97-minütigen Hauptfilm noch einen Audiokommentar von den Regisseuren Andrew Stanton und Angus MacLane, sowie der Produzentin Lindsey Collins (wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln). Als Bonusmaterial gibt es noch den Kurzfilm “Piper“(6:05 min), animierte “Interviews im Meeresbiologischen Insitut“ (2:04 min, deutsch synchronisiert), die Berichte “Ein Oktopus mischt Pixar auf“ (9:05 min), “Dories Gedächtnislücken“ (4:31 min), “Fahrgemeinschaft“ (3:47 min), “Animation und Darstellung“ (6:57 min), “Im Monterey Bay Aquarium“ (3:20 min), sowie “Meeresbewohner und ihre Besonderheiten“ (3:02 min)

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Suicide Squad

Batman v Superman: Dawn of Justice spielte weltweit zwar 870 Millionen ein, doch Warner war enttäuscht, dass die Marke von einer Milliarde Dollar nicht geknackt wurde und auch die Kritiken enttäuschend ausfielen. Daher wurde der beliebte Comicautor Geoff Jones (Flashpoint) verpflichtet, der sicherstellen soll, dass zukünftige DC-Superhelden-Filme den Comicvorlagen gerecht werden und im Kino erfolgreich ein DC Extended Universe etabliert werden kann.

Suicide Squad

Wie groß der Einfluss von Geoff Jones bei Suicide Squad war, ist schwer abzuschätzen. In der ersten Hälfte wirkt auch dieser Film wieder wie ein typisches Produkt von Batman v Superman-Regisseur Zack Snyder, der als Produzent fungierte. Manchmal scheint Snyders nicht sonderlich gelungenes Werk Sucker Punch stärker als die DC-Comics als Vorlage gedient zu haben. Viele Szenen wurden penetrant musikalisch untermalt und sind knallig bunt, plump und nervig in Szene gesetzt. Doch nach und nach findet Regisseur und Drehbuchautor David Ayer (Herz aus Stahl) doch einen eigenen Stil und gegen Ende kann er mit guten Charakter-Momenten, zynischem Humor und einem fesselnden Finale punkten.

Suicide Squad

Die Story um eine Truppe von besonders begabten Knastinsassen, die nach dem Tod von Superman die Erde beschützen sollen, wirkt nicht sonderlich gut durchdacht. Doch zum Glück reißt der Cast eine ganze Menge raus. Will Smith hat als Deadshot zwar ein paar der besten Szenen und Sprüche, dominiert den Ensemble-Film jedoch keineswegs. Eine Traumbesetzung ist Margot Robbie (Legend of Tarzan) als Jokers durchgeknallte Freundin Harley Quinn und auch die weiteren weiblichen Hauptrollen sind in sehr guten Händen. Cara Delevingne ist als Enchantess ebenso attraktiv wie bedrohlich, während Viola Davis (The Help) als Suicide Squad–Chefin Amanda Waller nur so vor Autorität strotzt.

Suicide Squad

Sehr viel wenig bleibenden Eindruck als erwartet, hinterlässt ausgerechnet jener Charakter auf den sich die Webemaschinerie am meisten eingeschossen hat. Jared Leto sieht als androgyner Joker zwar recht cool aus, agiert jedoch eher am Rande der Handlung da er kein Mitglied der Suicide Squad ist. Zum Ausgleich gibt es jedoch einige zwar kurze, aber nicht ganz unwichtige Gastauftritte von Ben Affleck als Batman und Ezra Miller als Flash, die Hoffnung darauf machen, dass irgendwann vielleicht doch noch einmal richtig gute DC-Spielfilme ins Kino kommen.

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Elliot, der Drache

1977 drehten die Disney Studios mit Elliot, das Schmunzelmonster einen Realflm, in dem ein von den Animatoren des Studios gezeichneter großer etwas ungeschickter Drache die Hauptrolle spielte und den Darstelern Mickey Rooney, Red Buttons oder Shelley Winters die Show stahl.

Elliot der Drache
© 2017 Disney

Der Film war zugleich auch ein Musical und die von Helen Reddy gesungene rührende Nummer Candle on the Water wurde seinerzeit für den Oscar nominiert. In die deutschen Kinos kam seinerzeit nur eine um 20 Minuten gekürzte Fassung. Wer den kompletten Film sehen möchte, ist auf DVDs und Blu-rays aus dem Ausland angewiesen.

Elliot der Drache
© 2017 Disney

Der Film hatte seinerzeit moderaten Erfolg im Kino und wurde – vor allem dank des netten Drachen Elliot – zu einem kleinen Disney-Klassiker. Daher wurde 2013 beschlossen eine Art Remake zu drehen. Elliot, der Drache entstand in Neuseeland, ist kein Musical und der Drache wurde diesmal natürlich am Computer animiert und nicht von Hand gezeichnet.

Elliot der Drache
© 2017 Disney

Geblieben ist die Geschichte vom Jungen Pete, der sich mit dem Drachen Elliot anfreundet. Doch Pete ist diesmal kein Waisenkind, sondern ein kleiner Junge, der bei einem Autounfall in der Wildnis seine Eltern verloren hat und fortan in den Wäldern lebt. Jahre nach dem Unfall trifft Pete auf die Rangerin Grace, die versucht ihn wieder in die Zivilisation zurückzuführen. Dies klappt zunächst ganz gut, doch als Elliots Waldheimat abgeholzt werden soll, setzen sich der Junge und sein Drache zur Wehr…

Elliot. der Drache
© 2017 Disney

Während der Film von 1977 in Neuengland zu Beginn des letzten Jahrhunderts spielt, ist die Neuverfilmung in der Gegenwart angesiedelt. Die Besetzung ist auch diesmal prominent. Neben Bryce Dallas Howard, die bereits in Jurassic World mit Riesenechsen zu tun hatte, sind noch West Bentley (Interstellar), Karl Urban (Star Trek Beyond) und Robert Redford mit an Bord.

Elliot der Drache
© 2017 Disney

Entstanden ist ein – im besten Sinne des Wortes – “Film für die ganze Familie“, der seine dezent ökologisch abgeschmeckte Geschichte spannend und auch lustig (aber nie albern) erzählt.

Elliot, der Drache
© 2017 Disney

Extras der Blu-ray: Audiokommentar von Regisseur/Autor David Lowery, Co-Autor Toby Halbrooks, sowie den jungen Darstellern Oakes Fegley und Oona Laurence (wie ale Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln), “Notiz an mich: Das Tagebuch des Regisseurs“ (7:31 min), “Magie entsteht“ (2:12 min), Deleted Scenes und Outtakes mit Regisseur-Intro (9:12 min), Pannen vom Dreh (1:55 min), Musikvideo “Nobody Knows“ von The Lumineers (3:12 min) und “Something Wild“‘ von Lindsey Stirling (3:45 min) und “Willkommen in Neuseeland“ (1:56 min)

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Legend of Tarzan

Mit dem Schweden Alexander Skarsgård wurde ein neuer Kino-Tarzan gekrönt, der die Liane von Johnny Weissmüller, Lex Barker und Christopher Lambert übernahm. Bei seinem ersten Leinwand-Auftritt trägt er im neuen Film jedoch keinen Lendenschurz, sondern stellt sich in London voll bekleidet als John Clayton III, Lord Greystoke vor. Das ist ganz im Sinne vom Tarzan-Schöpfer Edgar Rice Burroughs, der den Herrn des Dschungels als jemanden beschrieb, der sich auch in der englischen Oberschicht behauptet, denn wahrer Adel setzt sich auch durch, wenn Affen als Eltern-Ersatz dienten.

Legend of Tarzan

So weit, so werkgetreu, doch das Drehbuch zum neuen, vom “Harry Potter“-Regisseur David Yeates inszenierten Film, lässt Tarzan in einer Zeit agieren, als Edgar Rice Burroughs noch ein kleiner Junge war. Während dessen Tarzan seine ersten literarischen Abenteuer kurz vor dem Ersten Weltkrieg erlebte, ist der neue Kino-Dschungelfürst bereits knapp 30 Jahre früher aktiv und engagiert sich handgreiflich gegen belgische Kolonisten, die in seiner alten afrikanischen Heimat die Sklaverei wieder eingeführt haben. Nicht ungern verlässt er seinen englischen Adelssitz, ist aber nicht eben froh darüber, dass ihn seine eigensinnig Gemahlin Jane (Margot Robbie, die Harley Quinn aus der DC-Comicverfilmung “Suicide Squad“ zu sehen) mit in den Dschungel begleitet…

Legend of Tarzan

Bemerkenswert an “Legend of Tarzan“ ist, dass zwei tatsächlich existierende Charaktere eine wichtige Rolle spielen und beiden von Quentin-Tarantino-Stammschauspieler verkörpert werden. Samuel L. Jackson ist als US-Politiker George Williams Washington zu sehen, der Tarzan bittet ihn in den Kongo zu begleiten. Dort bekommen sie es mit dem belgischen Offizier Léon Rom zu tun, den Christoph Walz mit geballter Bösartigkeit auf die Leinwand zaubert.

Legend of Tarzan

Trotz seines Budgets von 180 Millionen Dollar ist “Legend of Tarzan“ immer wieder anzusehen, dass hier häufiger Computeranimationen als echte Landschaften und Tiere zum Einsatz kamen. Die halbwegs ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus will nicht immer so recht zu der naiven (aber werkgetreuen) Abenteuerlichkeit der Geschichte passen. Doch die durch die Bank guten Darsteller reißen eine Menge raus und manchen den Film zu einer insgesamt recht erfreulichen Wiederbegegnung mit Tarzan.

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