Archiv der Kategorie: SERIE

Die beste Serien im TV oder online.

Der Name der Rose

1986 – sechs Jahre nachdem Umberto Ecos Roman erschienen ist – verfilmte Jean-Jacques Annaud (Am Anfang war das Feuer) den wuchtigen Mittelalter-Thriller über Morde in einem italienischen Benediktiner-Kloster. Da es gelungen war Sean Connery für die Hauptrolle des Franziskaner-Profilers William von Baskerville zu verpflichten wurde die Verfilmung zu einem Welterfolg.

Der Name der Rose

Viele Kritiker bemängelten jedoch zurecht, dass sich der Film hauptsächlich auf die Klärung des Kriminalfalls konzentrierte und Ecos historische, philosophische oder religiöse Exkurse fast komplett ignorierte. Daher erschien es eine gute Idee zu sein, den knapp 700-seitigen Roman als 8-teilige Serie neu zu verfilmen. Den Baskerville spielte jetzt John Turturro (Das geheime Fenster), der sich auch als Drehbuchautor betätigte.

Der Name der Rose

Der erste Eindruck ist durchaus überwältigend. Der Vorspann beschwört eine geheimnisvolle vergangene Welt und die Ausstattung scheint nicht weniger detailreich ausgefallen zu sein, als Anno 86. Doch die Schauwerte nutzen sich schnell ab, die Versuche die Geschichte in einen historischen Kontext zu setzen fallen halbherzig aus, die Handlung schleppt sich lahm dahin und (wahrscheinlich das entscheidende KO-Argument) dem bewährten Nebendarsteller Turturro fehlt gänzlich Sean Connerys Charisma.

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Castle Rock

Seitdem er bereits 1973 für seine Kurzgeschichte It grows on you (Es wächst einem über den Kopf) als Handlungsort die fiktive Stadt Castle Rock in Maine auswählte, taucht das Örtchen in den Büchern von Stephen King, wie Dead Zone, Cujo oder Needfull Things immer wieder auf.

Castle Rock

Daher hielten es J. J. Abrahms und sein Team für eine gute Idee eine Serie namens Castle Rock zu starten. Ein besonderer Casting-Clou ist dabei die Besetzung einer der Hauptrolle mit Bill Skarsgård, der gerade als Clown Pennywise im Stephen-King-Zweiteiler Es brillierte. In diesem Zusammenhang ist es auch eine gute Idee eine wichtige Nebenrolle mit “Carrie“ Sissy Spacek zu besetzen und eine junge Frau namens Jackie Torrance auftreten zu lassen.

Castle Rock

King-Fans werden auch aufhorchen, wenn sie hören, dass Scott Glenn, den mittlerweile pensionierten Sheriff Alan Pangborn spielt und sich unweit von Castle Rock die berüchtigte Strafanstalt Shawshank befindet. Diese ist Schauplatz des Kultfilms Die Verurteilten, dessen Hauptdarsteller Tim Robbins in der gerade gestarteten zweiten Staffel von Castle Rock dabei ist.

Castle Rock

Doch das alles wäre nur die halbe Miete, wenn die Serie nicht auch eine spannende Geschichte erzählen würde, die auch Menschen ohne “King-Abitur“ verstehen können. Das ist bei den 10 Episode um Henry Deaver (André Holland), der widerwillig in seine Heimatstadt zurückkehrt durchaus der Fall und Freunde von gruseliger Unterhaltung dürften hier voll auf ihre Kosten kommen.

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Modern Love

Basierend auf einer wöchentlich in der New York Times erscheinenden Kolumne, in der Leser über alle möglichen (oder unmöglichen) Facetten ihres Liebeslebens berichten, entstand eine höchst bemerkenswerte Serie, die auf AMAZON PRIME zu bewundern ist.

Modern Love

Der irische Regisseur John Carney, der bisher hauptsächlich durch Can A Song Save Your Life? mit Kira Knightley aufgefallen war, produzierte aus zehn Stories der Rubrik Modern Love höchst bemerkenswerte jeweils 30-minütige Kurzfilme. An dekorativen Original-Schauplätzen in New York agierte ein namhaftes Ensemble (u. a. Tina Fey, Dev Patel, Andy Garcia, John Slattery, Jane Alexander und Catherine Keener).

Modern Love

Neben der ersten Episode When the Doorman Is Your Main Man über eine junge Frau (Christin Miloti), die ihr Liebesleben mit dem Portier ihres Apartmenthauses diskutiert, ragt vor allem die phantastische Geschichte Take Me as I Am, Whoever I Am heraus. Die zunächst als erschreckend kitschiges Musical erzählte Episode, mündet schließlich in der tragischen Geschichte einer jungen Frau (ganz großartig: Anne Hathaway!), die unter bipolaren Störungen leidet.

Modern Love

Der Vorspann zu Modern Love verheißt zwar, dass hier alle Spielarten der Liebe thematisiert werden, doch – abgesehen von der Geschichte eines schwulen Paares, das das Kind einer jungen Obdachlosen adoptieren will – geht es in der Serie ziemlich heterosexuell zu, was sich in den hoffentlich noch folgenden nächsten Staffel ja noch ändern kann.

Modern Love

Wer bisher glaubte, dass die große Stärke von Serien gegenüber dem Kino darin besteht, dass hier – verteilt auf viele Episoden – epische Geschichten erzählt werden können, dem beweist Modern Love das dies nicht die ganze Wahrheit ist.

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Jerks.

Die beiden spätestens durch ihre Tatort-Auftritte zu einiger Prominenz gekommenen Schauspieler Christian Ulmen (Macho Man) und Fahri Yardım (Irre sind männlich) agieren auch in der dritten Staffel von Jerks. ohne Pseudonym und ohne Rücksicht auf Verluste als Karikaturen ihrer selbst. Sie spielen die halbwegs populären und einigermaßen beliebten Darsteller Christian Ulmen und Fahri Yardım, die recht pompös in den Wohlstandsgebieten von Potsdam leben und dort kein Fettnäpfchen auslassen.

Jerks.

Wenn die in den einzelnen Episoden im Laufe von knapp 20 Minuten die nah an der Wirklichkeit konstruierten Peinlichkeiten schließlich erstaunlich heftig eskalieren, fühlt sich der Betrachter wie jemand der nicht aufhören kann, auf einen Autounfall oder Aufnahmen von Naturkatastrophen zu glotzen. Wie die Faust aufs Auge passt dazu, der lässig dahingetrommelte Soundtrack von Tobias Jundt (Birdman lässt grüssen).

Jerks.

Christian Ulmen fungiert bei diesem mittlerweile in die dritte Staffel gehenden Serien-Experiment souverän – aber möglicherweise auch mit einer gesunden Prise Selbsthass – als Regisseur und Schnittmeister. Diesmal müssen u. a. ein Ortsverband der Grünen, eine jüdische Familienfeier und ein trockener Alkoholiker unter dem Chaos-Duo leiden. Hoffentlich geht der böse Spaß noch lange weiter!

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Downton Abbey

Seit Generationen ist das idyllische Anwesen Downton Abbey das Zuhause der adeligen Familie Crawley. Doch ihre heile Welt gerät aus den Fugen, als durch einen Todesfall ein entfernter Verwandter der zukünftige Erbe des Familienbesitzes wird: Der junge Anwalt Matthew kann mit dem herrschaftlichen Landsitz voller Bediensteter überhaupt nichts anfangen. Doch nicht nur den Bewohnern Downton Abbeys stehen tiefgreifende Änderungen bevor, denn ganz England befindet sich in einer Phase des politischen Umbruchs…

Downton Abbey

Auch wenn es nicht so wirkt, diese britische TV-Serie basiert auf keiner literarischen Vorlage, sondern alle Episoden stammen aus der Feder des auf nostalgische Dramen spezialisierten adligen Drehbuchautoren Julian Fellowes (Gosford Park, Vanity Fair, Young Victoria). Zeitlich sind die Erlebnisse der Bewohner des gewaltigen Herrenhauses Downton Abbey in der ersten Staffel angesiedelt zwischen zwei katastrophalen Ereignissen: Dem Untergang der Titanic und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Die nachfolgenden Staffeln schreiben die Schicksale der Herrschaften ihrer Bediensteten bis in Jahr 1926 fort.

Downton Abbey

Inspiration für Downton Abbey war auf alle Fälle der englische Serien-Dauerbrenner Das Haus am Eaton Place (auch hier spielt der Untergang der Titanic eine Rolle) und der Kinofilm Was vom Tage übrigbleibt. Die Serie zeigt sich mindestens genauso stark wie am Schicksal der Adelsfamilie an der Situation der streng hierarchisch organisierten Dienerschaft. Ausstattung, Besetzung (allen voran die unverwüstliche Maggie Smith) und die Dosierung der Schicksalsschläge lassen auch bei einer Nonstop-Sichtung aller sechs Staffeln keine Langeweile aufkommen.

Downton Abbey

Julian Fellowes gelang es 2019 für einen Kinofilm die Schicksale der liebgewonnenen Bewohner von Downton Abbey so spannend fortzuschreiben, dass auf Fortsetzungen gehofft werden darf.

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Stranger Things

Robert Kirkman und das Team, das aus seinem Comic The Walking Dead eine erfolgreiche Serie machte, erzählen eine (möglicherweise) nie enden wollende Zombie-Geschichte. Die Zwillinge Matt und Russ Duffer hingegen starteten 2016 auf Netflix eine Art unendliche Hommage an jene wundervollen Filme, die Steven Spielberg in den 80er-Jahren inszenierte und produzierte.

Stranger Things

Der rote Faden der noch recht düster gehaltenen ersten Staffel orientierte sich ohne Zweifel an E. T. – Der Außerirdische. Die Handlung spielt 1983 in der Kleinstadt Hawkins in Indiana. Dort verschwindet der 12-jährige Willy Byers. Seine Freunde Mike, Dustin und Lucas machen sich auf die Suche. Im Wald finden sie ein Mädchen mit kurzgeschorenen, Haare, das über paranormale Fähigkeiten verfügt. Da die Kleine auf dem Arm die Tätowierung 011 trägt, nennt das Trio sie “Elfie“ (Im Original: El) und versteckt sie vor den Erwachsenen…

Stranger Things

Geschickter noch als J. J. Abrams in Super 8  verarbeiten die Duffer-Brothers hier Elemente aus Filmen wie Poltergeist, Die Goonies oder John Carpenters Das Ding aus einer anderen Welt, die ungefähr genauso alt wie sie selber sind. Mit Winona Ryder in der Rolle von Royce Byers, der Mutter des verschollenen Jungen, wurde eine Darstellerin verpflichtet, deren Karriere Ende der 80er-Jahre mit Tim Burtons Beetlejuice startete. Als zweitwichtigster Erwachsener fungiert David Harbour (Hellboy: Call of Darkness) als Chief Hooper, wobei die Duffers hier die Namen von zwei Hauptfiguren aus Der weiße Hai kombinierten.

Stranger Things

Doch in erster Linie wird die Geschichte aus der Sicht eines von Staffel zu Staffel umfangreicher werdenden Ensemble von irrsinnig sympathischen Heranwachsenden erzählt. Diese werden nicht nur mit immer gigantischeren Monstern und Geheimlaboratorien konfrontiert, sondern auch mit den Wundern der zwischenmenschlichen Gefühle. Das alles ist so rasant, witzig, clever und zu Herzen gehend erzählt, dass der in der dritten Staffel an einer wichtigen Stelle geschmetterte Song The Neverending Story die Hoffnung weckt, dass die Duffers uns noch so lange wie möglich von seltsamen Dingen erzählen werden.

Stranger Things

Ein seltsames Ding ist, dass es bei uns noch keine DVD-Veröffentlichung von Stranger Things gibt, während in den USA bereits toll gestaltete Editionen der ersten drei Staffeln, teilweise in Form von Videocassetten, erschienen sind.

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The Dead Zone

Johnny Smith hat einen netten Job als Lehrer und eine ebenso nette Verlobte namens Sarah. Doch nach einem Autounfall fällt er in ein Koma aus dem er erst nach sechs Jahren wieder erwacht. Sarah ist mittlerweile mit Sheriff Bannerman verheiratet, hat jedoch einen Sohn der nicht nur Johnnys Namen trägt, sondern auch von diesem stammt. Durch Unfall und Koma wurden Johnnys zuvor schon leicht vorhandene hellseherische Fähigkeiten so stark gesteigert, dass er Visionen hat sobald er eine Person oder einen Gegenstand berührt.

The Dead Zone

The Dead Zone ist einer der besten Romane aus der Feder Stephen Kings und wurde zuvor bereits sehr gut von David Cronenberg mit Christopher Walken verfilmt. Doch auch die 2002 vom Star Trek-Produzenten Michael Piller angeschobene TV-Serie ist eine äußerst interessante Variation des Themas und hat mit dem ehemaligen Teeniestar Anthony Michael Hall (L.I.S.A. – Der helle Wahnsinn) einen überzeugenden Hauptdarsteller. Der Stoff des Romans wird in den beiden ersten Episoden der Serie abgehandelt, während die Sache mit dem gemeingefährlichen Politiker Greg Stillson (Young Indiana Jones Sean Patrick Flanery überzeugt in Martin Sheens Rolle) später nachgeschoben wird.

The Dead Zone

The Dead Zone ist eine wahrhaft überraschende Serie. Mal wird eine Geiselnahme, mal ein ländlicher Kriminalfall, mal eine Lovestory während des Zweiten Weltkrieges, mal von indianischen Schamanentum und mal eine ironisch gebrochene Romanze erzählt, doch The Dead Zone bleibt sich und ihren Figuren dabei immer treu. Es lohnt sich die Episoden in der korrekten Reihenfolge zu gucken, denn neben den in sich abgeschlossenen (und meist höchst gelungenen) Geschichten entwickelt sich auch das Verhältnis der Figuren kontinuierlich weiter.

The Dead Zone

Nach sechs Staffeln mit insgesamt 80 Episoden war leider Schluss mit The Dead Zone, womit die Serie genauso lange andauerte wie Johnny Smiths Koma. Die letzte Staffel bietet einige echte Überraschung sowie am Ende einen Gastauftritt von Tom Skerritt, der seinerzeit auch in Cronenbergs Dead Zone mitspielte. Zwar wird die Serie mit einem äußerst gelungenen Finale zum Abschluss gebracht (wobei eine Fortsetzung durchaus möglich gewesen wäre), doch der Abschied von Johnny Smith fällt nicht eben leicht.

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Unit 42

Mittlerweile wirkt es fast schon innovativ, wenn eine Serie in sich abgeschlossene Geschichten erzählt. In den zehn Episoden der ersten Staffel der belgischen Crime-Serie versucht die neu gegründete Unit 42 (42 wegen Douglas Adams Per Anhalter durch die Galaxis) im Keller der Brüsseler Polizeizentrale zehn recht unterschiedlich gelagerte Fälle zu klären.

Unit 42

Die einzige Gemeinsamkeit zwischen den Delikten ist, dass ein Teil der Aufklärung aus Online-Recherche besteht. Daher ist Billie Webber (Constance Gay) ein wichtiges Team-Mitglied. Die junge Frau war einst als Hackerin eher illegal unterwegs und ihr wird als Vorgesetzter der erfahrene Ermittler Sam Leroy (Patrick Ridremont) zugeteilt.

Unit 42

Da der alleinerziehende Vater auf konservative Polizeiarbeit setzt, während Billie gerne unorthodox vorgeht, verläuft die Zusammenarbeit nicht immer harmonisch. Doch nach und nach entsteht ein auf gegenseitigen Respekt beruhendes Vertrauensverhältnis.

Unit 42

Im Laufe der Serie sind immer mehr Details aus der Vergangenheit von Billie und Sam zu erfahren, was neben den spannenden oft auch gesellschaftskritischen Geschichten – sowie der sich langsam zwischen Sam und der taubstummen Pathologin Alice (Danitza Athanassiadis) entwickelnden Romanze –  zum Reiz von Unit 42 beiträgt. Daher ist es erfreulich, dass die Serie fortgesetzt wird.

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The Boys (TV-Serie)

Mit der Serie Preacher hatte der Darsteller Seth Rogen zusammen mit dem Produzenten Evan Goldberg bereits 2016 eine Comic-Reihe von Garth Ennis adaptiert, bzw. dies versucht. Da hier ganz offensichtlich gar nicht beabsichtigt war, der Vorlage auch nur halbwegs gerecht zu werden, klang es nicht gerade wie eine sehr gute Idee, wenn sich das selbe Team mit The Boys an einer weiteren Comic-Serie von Ennis versucht.

The Boys (TV-Serie)

Doch – oh Wunder! – diesmal ist es gut gegangen. Auf Amazon Prime ist jetzt tatsächlich in 8 Episoden zu erleben, wie wenig erstrebenswert es wäre, in einer Welt voller Superhelden zu leben. Genau wie im Comic gibt es eine Gruppe von Individualisten, die alles dransetzt um zu verhindern, dass kostümierte Gestalten die Geschicke der Menschheit lenken.

The Boys (TV-Serie)

Als er achtlos durch die Straßen von New York düst, rennt A-Train, der Mitglied im Superhelden-Team The Seven ist, mit Hochgeschwindigkeit mitten durch ein junges Mädchen. Dabei handelt es sich um Robin, die Freundin von Hughie Campbell. Dieser kommt nur schwer über diesen sinnlosen Tod hinweg. Hughie erhält Besuch von einigen Anwälten, die ihm eine Unterschrift abtricksen wollen, damit er gerichtlich nicht gegen A-Train vorgeht.

The Boys (TV-Serie)

Anschließend trifft er auf einen gewissen Billy Butcher, der ihm ein noch viel besseres Angebot macht. Hughie soll Mitglied einer Gruppe werden, die mit Tolerierung des CIA und ohne Rücksicht auf Verluste Superhelden in ihre Schranken verweist. Hughie lernt die Boys kennen, aber auch die naive Superheldin Annie alias Starlight. Nach und nach kommen die Boys hinter das ziemlich finstere Geheimnis der im Solde der Firma Vought International stehenden Superhelden.

The Boys (TV-Serie)

Als Garth Ennis zusammen mit dem Zeichner Darick Robertson die 2006 die Comic-Serie startete, schwebte ihnen der Darsteller Simon Pegg (Shaun of the Dead, Star Trek) als Idealbesetzung für die Rolle des Hughie in einer eventuellen Verfilmung vor. Da Pegg mittlerweile etwas zu alt für den naiven Helden ist, gelang den TV-Produzenten der Coup Pegg als Hughies Vater zu besetzten. Die Hauptrolle bekam Jack Quaid, der in einer kleinen Rolle in Die Tribute von Panem zu sehen war.

The Boys (TV-Serie)

In der Serie ist Hughie jetzt kein Schotte mehr, sondern ein durchschnittlicher New Yorker, der in einem Elektroladen schuftet und sich eher schlecht als recht durchs Leben schlägt. Scheinbar direkt aus dem Comic entsprungen zu sein, scheint hingegen der Neuseeländer Karl Urban (Dredd, Star Trek). Dieser sondert als Billy Butcher herrlich derbe Flüche ab, legt großartige Wutausbrüche hin und lässt auch immer wieder einen seelisch schwer verletzten Menschen durchschimmern.

The Boys (TV-Serie)

Eine Galavorstellung gibt auch Anthony Starr als patriotischer Superhelden-Chef Homelander. Sein arrogantes Lächeln wirkt erschreckend echt und fast so bedrohlich, wie die Abgründe die dahinter lauern. Auch die restliche Besetzung – allen voran Elisabeth Shue als eiskalte Konzernchefin von Vought International – wurde recht passend ausgewählt und erstaunlich viele Grundideen des Comics flossen in die Geschichte ein.

The Boys (TV-Serie)

Wer möchte kann bemängeln, dass die Serie pfleglicher mit den “bösen“ Charakteren umgeht und diese etwas differenzierter darstellt als Ennis dies im Comic macht. Doch die satirischen und gesellschaftskritischen Elemente fallen dadurch nicht unter den Tisch, zumal sich die Serie auch über die aufwändigen Superhelden-Kinofilme lustig macht. Episode 8 von The Boys endet mit einer recht originellen Schlusspointe, die so nicht im Comic vorkommt und gespannt auf eine zweite Staffel macht.

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About a Boy (TV-Serie)

1998 erzählte Nick Hornby (High Fidelity, Juliet, Naked) in seinem dritten Roman  About a Boy vom 36-jährigen Will Freeman, der nicht arbeiten muss, weil sein Vater einst einen Weihnachts-Hit komponierte. Von den Tantiemen dieses Songs führt Will ein sorgloses Leben in London. Das ändert sich nachdem er den 12-jährigen Marcus kennenlernt, dessen Hippie-Mutter selbstmordgefährdet ist und für den die Schule ein einziges Spießrutenlaufen ist. Dadurch, dass Will behauptet Marcus wäre sein Sohn, erweckt er das Interesse der attraktiven Rachel…

About a Boy (TV-Serie)

2004 wurde About a Boy mit Hugh Grant in der Hauptrolle recht kongenial verfilmt. Daher schien die Idee, zehn Jahre später eine in San Francisco spielende TV-Serie auf der Grundlage von Buch und Film zu machen, nicht besonders vielversprechend. Den Pilotfilm inszenierte immerhin Iron-Man-Regisseur Jon Favreau, der in wenig mehr als 20 Minuten etwas hektisch den groben Inhalt des Films nacherzählte.

About a Boy (TV-Serie)

Recht sympathisch war, dass die britische Vorlage nicht völlig amerikanisiert wurde, sondern die von der in London geborene Minnie Driver (Good Will Hunting) als Fiona eine Engländerin spielt, die versucht ihren Sohn Marcus vor den Gefahren der US-Kultur zu schützen. Fiona ist jetzt keine selbstmordgefährdete Vertreterin der Gegenkultur mehr, sondern eine nicht völlig weltfremde alleinerziehende Mutter, die vieles – wie z. B. ihr Sexualleben – zugunsten der Erziehung aber auch der Begluckung ihres Sohnes aufgeben hat.

About a Boy (TV-Serie)

Ein totaler Kontrast hierzu ist natürlich auch im US-TV der diesmal direkt nebenan wohnende Will Freeman. Dieser hast in der Serien-Version selbst den Weihnachtshit komponiert und ist sehr viel agiler als sein zumeist daheim bleibendes britisches Gegenstück. David Walton spielt Will Freeman oft wie die wild zappelnde Wiederauferstehung des jungen Jim Carrey. Er hat aber auch leisere Töne drauf und die Chemie zwischen ihm und dem herrlich schräg aufspielenden jungen Benjamin Stockham als Marcus ist perfekt. Köstlich sind aber auch die Streitereien zwischen Will und Fiona.

About a Boy (TV-Serie)

Produziert wurde About a Boy von Jason Katims, der bereits mit Parenthood erfolgreich einen Kinofilm (Eine Wahnsinnsfamilie von Ron Howard) als TV-Serie adaptierte. Mit Dax Shepard als Crosby Braverman absolvierte eine Hauptfigur aus Parenthood sogar Gastauftritte in About a Boy. Die aus 13 Episoden bestehende erste Staffel von About a Boy überzeugte mit einem leicht derben Humor, der jedoch durch eine glaubhafte Charakterisierung der Hauptfiguren gut ausgeglichen wurde.

About a Boy (TV-Serie)

Im Oktober 2014 wurde eine zweite Staffel gestartet, die sich darum bemühte auch das dramatische Potential der Serie auszuschöpfen. Während Marcus jetzt eine Freundin hat, zweifeln Will und Fiona daran, ob ihre Art zu leben wirklich optimal ist. Der Humor ist etwas leiser und die aufeinander aufbauenden Geschichten landen dazu ein, die Serie in einem Stück zu gucken.

About a Boy (TV-Serie)

Dies war im US-Fernsehen jedoch nur bedingt möglich, denn von den produzierten 20 Episoden kamen nur 14 zur Ausstrahlung. Auf der US-DVD oder als Prime Video bei Amazon USA ist jedoch die komplette zweite Staffel zu sehen, während Amazon bei uns gegen Bezahlung nur die ersten 14 Episoden ohne deutsche Untertitel (es existiert eine deutsche Synchro!) bereitstellt.

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