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Die beste Serien im TV oder online.

Swamp Thing – Die Serie

Abgesehen von Batman und Superman ist Swamp Thing der DC-Charakter, der in Kino und TV bisher am präsentesten war. Dabei ist er nicht einmal ein kostümierter Superheld und hat die Comic-Bühne erst 1971 betreten. Seinerzeit erzählten der Autor Len Wein und der Zeichner Bernie Wrightson die tragische Geschichte des Biologen Alec Holland.

Swamp Thing – Die Serie

Dieser wurde von einem eifersüchtigen Kollegen, der es auf dessen Frau abgesehen hatte, umgebracht. Anschließend wurde Alec “zum stinkenden Sumpf getragen und dort vergraben“. Alec ging eine Metamorphose mit den wilden Sumpfblüten ein, wurde zum mächtigen Swamp Thing und rächte sich an seinem Mörder. Doch das entfremdete ihn von seiner Frau und traurig ging das Ding zurück in den Sumpf…

Swamp Thing – Die Serie

Diese auf nur acht Comic-Seiten im DC-Heft House of Secrets # 92 erzählte Geschichte wurde zu einem gewaltigen Erfolg. Nach anfänglichem Zögern machten sich Wein und Wrightson daran, aus Swamp Thing einen Serien-Helden zu machen. Sie ließen ihr tragisches Ungetüm auf das Monster von Frankenstein aber auch auf Batman treffen. Nach 10 Heften verließ Wrightson die Serie und drei Ausgaben später ging Len Wein von Bord. 1976 war dann erst einmal Schluss mit Swamp Thing.

Swamp Thing – Die Serie

Mehr als 10 Jahre bevor Alan Moore (Watchmen) der Comic-Serie zu neuem Glanz verhalf, drehte Wes Craven 1982 eine gar nicht einmal so gute Verfilmung von Swamp Thing. Trotzdem folgte sieben Jahre später eine etwas amüsantere Fortsetzung, die Jim Wynorski (Vampirella) in Szene setzte. Beide Filme liegen mittlerweile auf Blu-ray vor, wobei Wynorskis Das grüne Ding aus dem Sumpf eine erstaunlich stark kalauernde deutsche Synchro verpasst bekam.

Swamp Thing – Die Serie

Doch auch im TV ist Swamp Thing erstaunlich präsent. Eine 1990 gestartete Serie, in der genau wie in den beiden Filmen Dick Durock die Titelrolle spielte, brachte es auf drei Staffeln mit 72 Episoden. Weniger erfolgreich war 1991 eine Animationsserie, die lediglich aus fünf Episoden besteht. Dabei ist der nach der Melodie von Wild Thing gesungene Titelsong Swamp Thing … you are Amazing! ein ziemlicher Knaller.

Swamp Thing – Die Serie

2019 entstand eine weitere TV-Serie, die sehr ambitioniert angegangen wurde. Die ersten beiden Folgen inszenierte der Kino-Regisseur Len Wiseman (Underworld, Stirb Langsam 4.0), der bereits den ähnlich gut gelungenen Pilotfilm zu Sleepy Hollow drehte. Das Resultat ist atmosphärischer Mystery-Horror mit einem beeindruckend realisierten Swamp Thing.

Swamp Thing – Die Serie

Auch der phantasievolle Vorspann und die Ausstattung können sich sehen lassen. Eine Kneipe wie das mitten im Sumpf gelegene Delroy’s Roadhouse hätte wohl jeder gerne in seiner Nachbarschaft.

Swamp Thing – Die Serie

Die Besetzung kann überzeugen. Die Hauptrolle der Abby Arcane spielt Crystal Reed (Teen Wolf) nicht – wie ihre Vorgänger – als hilflose Frau, die immer wieder von Swamp Thing gerettet werden muss, sondern als fähige Biologin greift sie immer wieder aktiv ins Geschehen ein.

Swamp Thing – Die Serie

Die aus diversen Kinofilmen bekannten Darsteller Virginia Madsen (Dune, Sideways), Jennifer Beals (Flashdance) und Will Patton (Armageddon, The Punisher) spielen interessante Charaktere irgendwo zwischen Gut und Böse.

Swamp Thing – Die Serie

Obwohl die Serie gut ankam und auch – durch einen kurzen Gastauftritt von Swamp Thing im TV-Crossover Crisis on Infinite Earths – versucht wurde sie zum Bestandteil der DC-Welt des “Arrowverse“zu machen, war nach zehn manchmal etwas auf der Stelle tretenden Episoden leider Schluss. Da konnte auch ein Gastauftritt von Adrienne Barbeau, die die Hauptrolle in Wes Cravens Swamp Thing spielte, nichts mehr retten.

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Die Libelle

1983 schrieb John le Carré, der britischen Experten für Spionage-Geschichten wie Das Russlandhaus oder Dame, König, As, Spion, seinen Roman Die Libelle (Originaltitel The Little Drummer Girl) über die junge britische Schauspielerin Charlie, die vom israelischen Geheimdienst angeworben wird, um eine palästinensische Terror-Organisation zu unterwandern. Charlie entwickelt dabei Verständnis für die Motive der Palästinenser, fühlt sich aber zugleich zu ihrem israelischen Kontaktmann hingezogen.

Die Libelle

John le Carré erzählt in seiner teilweise in Deutschland spielenden Geschichte von einer Spirale der Gewalt, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint. Bereits 1984 wurde der Roman von George Roy Hill (Der Clou) verfilmt, wurde aber kein Erfolg. Dies lag möglicherweise an der eher originellen als passenden Besetzung. Klaus Kinski überzeugt nur bedingt als durchtriebener israelischer Geheimdienst-Chef, während die damals 38-jährige Diane Keaton etwas zu alt für die Rolle der Charlie ist.

Die Libelle

Daher war es eine gute Idee Die Libelle 2018 neu zu verfilmen. Bereits die zwei Jahre zuvor entstandene Miniserie The Night Manager mit Tom Hiddleston und Hugh Laurie adaptierte erfolgreich ein schon etwas betagtes Buch von le Carré. Die selbe Produktionsfirma konnte den Koreaner Park Chan-wook (Sympathy for Mr. Vengeance, Oldboy, Lady Vengeance) als Regisseur verpflichten. Dieser sorgt für 6 Stunden Hochspannung und setzt die knallbunten Klamotten der 70er-Jahre Zeit sehr stilsicher ein.

Die Libelle

Doch, genau wie zuvor schon in The Night Manager, war das ganz große Plus die gut ausgewählte Besetzung. Michael Shannon (Shape of Water) überzeugt als besessener israelischer Geheimdienst-Chef Martin Kurtz, während Alexander Skarsgård (Legend of Tarzan) als sein Mitarbeiter Gadi Becker ebenso attraktiv wie undurchsichtig ist. Das ganz große Plus ist jedoch Florence Pugh (Fighting with My Family), die als Charlie sowohl die eitle Freude am (Schau-) Spiel mit dem Feuer, wie auch die zunehmenden Bedenken am Sinn ihres Tun glaubhaft an den Zuschauer bringt.

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Hammer House of Mystery and Suspense

Drei Jahre nach der Serie Hammer House of Horror (Gefierschocker) entstand 1984 als Fortsetzung  Hammer House of Mystery and Suspense (Vorsicht, Hochspannung). Diesmal arbeiteten die britischen Hammer Film Productions mit 20th Century Fox zusammen, was dazu führte, dass viele US-Darsteller wie David Carradine, Peter Graves oder Shirley Knight als Gaststars auftraten. Die Episoden waren jetzt kleine Spielfilme mit einer Länge von 70 Minuten.

Hammer House of Mystery and Suspense

Es ging zwar deutlich weniger blutig zu als in Hammer House of Horror, doch auch hier gab es einige wirklich gute Episoden. Ein Höhepunkt der Serie ist Mark of the Devil (Gebrandmarkt). Erzählt wird vom kleinen Gangster Frank (Dirk Benedict aus Kampfstern Galactica und The A-Team), der einen Hehler (Burt Kwouk aus Inspector Clouseau) umgebracht hat, der eine Tätowierladen betreibt. Plötzlich hat Frank ein Tattoo auf seiner Brust, das ständig größer wird…

Nicht schlecht ist auch David McCallum als besessener Sicherheitsexperte in The Corvini Inheritance (Das Erbe der Corvini), die Episode Black Carrion (Das Geheimnis von Briars Court) über ein in den 60er-Jahren verschollenes Pop-Duo, sowie die Satanisten-Geschichte And The Walls Came Tumbling Down (Die Satansvision) mit Jason King Peter Wyngarde.

Ein absolutes Highlight ist die an eine Episode aus The Twilight Zone erinnernde Geschichte Child’s Play (Ein Kinderspiel), die erzählt wie eine Familie ihr Eigenheim plötzlich nicht mehr verlassen kann, da es von einer undurchdringlichen Stahlwand umgeben ist. Regie führte hier (sowie bei Mark of the Devil und In Possession) Val Guest, der für Hammer die legendären Quartermass-Filme drehte.

Hammer House of Horror

Bei uns liegen die 13 Episoden der Serie bei Pidax auf DVD vor. Die Bildqualität ist mittelprächtig. Zu „Czech Mate“ sowie zu „Last Video And Testament“ fehlen die deutschen Tonspuren, obwohl beide Folgen 1989 von SAT.1 als „Schach der Dame“ und „Die elektronische Falle“ ausgestrahlt wurden. Es wäre schön, wenn die Serie eines Tages, genau wie „Hammer House of Horror“,  gut restauriert auf Blu-ray als Mediabook erscheinen würde.

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Crisis on Infinite Earths

1985 wurden die bei DC veröffentlichten Comics zu unübersichtlich für Neueinsteiger und verkauften sich daher sehr viel schlechter als die Produkte des Mitbewerbers Marvel. Abhilfe schaffte ein gewaltiges Crossover, das gleichzeitig in vielen DC-Serien stattfand.

Crisis on Infinite Earths

Marv Wolfman schrieb die 12-teilige Serie Crisis on Infinite Earths, die George Pérez in detailreichen Wimmelbildern in Szene setzte. Dabei waren einige dramatische Todesfälle (u. a. Flash und Supergirl) zu vermelden, aber auch ganze Paralleluniversen verschwanden. Doch danach war es eine Weile wieder möglich, DC-Comics ohne Vorkenntnisse zu verstehen.

Crisis on Infinite Earths

Ganz so unübersichtlich wie seinerzeit die DC-Comics ist es nicht im Arrowverse, das sich Anno 2012 nach dem Start der TV-Serie Arrow entwickelte. Es begann damit, dass Barry Allen (Grant Gustin) alias The Flash in einigen Episoden auf Oliver Queen (Stephen Amell) alias Green Arrow traf und 2014 eine eigene Serie bekam. 2016 startete auch noch Legends of Tomorrow. Hier erlebten allerlei Nebenfiguren aus Arrow und Flash gemeinsame Abenteuer.

Crisis on Infinite Earths

Ein Jahr zuvor debütierte Melissa Benoist als Supergirl, allerdings auf einem anderen Sender. Die Serie sollte eigentlich eigenständig sein. Doch später war zu erfahren, dass sich Supergirls Heimatstadt National City in einem Paralleluniversum befand, das Earth-38 genannt wurde. Durch etwas Science-Fiction-Hokuspokus konnte Supergirl zusammen mit den auf Earth-1 beheimateten Superherlden Green Arrow und Flash das Böse bekämpfen.Crisis on Infinite Earths

Dabei entstanden Crossovers, die sich durch mehrere Serien zogen. Während Supergirl 2016 bei Invasion! nur gastierte, war sie bei Crisis on Earth X (2017) und Elseworlds (2018) fest eingebunden. Doch so richtig bunt wurde es erst, als Ende 2019 das Mega-Crossover Crisis on Infinite Earths startete.

Crisis on Infinite Earths

Dieses zog sich gleich durch fünf Serien, da auch noch der ebenfalls zum Arrowverse gehörende Neuzugang Batwoman – gespielt von Ruby Rose (mittlerweile ersetzt durch Javicia Leslie) – mit eingebunden wurde. Das Resultat ist ein sympathisches Kuddelmuddel, dessen wirre Story sich manchmal an der Comic-Vorlage von Marv Wolfman orientiert.

Crisis on Infinite Earths: Paragons Rising

Der Autor hat in der letzten Episode des Crossovers sogar einen netten Gastauftritt.  Er trift auf die von ihm im Comic „getöteten“ Charaktere Flash und Supergirl. Gemeinsam mit Marc Guggenheim, dem Showrunner des Crossovers, schrieb Wolfman mit  Crisis on Infinite Earths: Paragons Rising auch noch einen Comic zum TV-Ereignis.

Crisis on Infinite Earths

Die Miniserie punktet in erster Linie durch interessante Momente, in denen Figuren aus DC-Filmen und Serien nochmal ihre alten Rollen spielen. Recht kurz sind Burt Ward, der Robin aus der Batman-Serie mit Adam West, Robert Wuhl als Reporter Alexander Knox aus Tim Burtons Batman von 1989 und Ashley Scott als Huntress aus Birds of Prey zu sehen.

Crisis on Infinite Earths

Sehr viel beeindruckender ist der Gastauftritt von Kevin Conroy. Dieser war einst der Sprecher des dunklen Ritters in Batman: The Animated Series. Conroy durfte aus rechtlichen Gründen nicht das Batman-Kostüm tragen und trat daher in jenem Outfit auf, das Bruce Wayne im Comic—Klassiker Kingdom Come von Alex Ross und Mark Waid trägt.

Crisis on Infinite Earths

Auch das Outfit, das eine alternative Version von Superman in Crisis on Infinite Earths trägt, stammt aus Kingdom Come. Brandon Routh, der auch noch als Arrowverse-Charakter Ray Palmer alias Atom mitspielt, ist als Superman von Earth-96zu sehen. Den Mann aus Stahl spielte er bereits 2006 in Superman Returns, doch diesmal ist  Routh eine leicht ergraute, alternative Version der Figur, die von das von Alex Ross designte Kostüm aus Kingdom Come trägt.

Crisis on Infinite Earths

Kürzer aber viel beeindruckender, ist der Auftritt eines weiteren Superman-Darstellers. Ein deutlich gereifter Tom Welling ist fast ein Jahrzehnt nach dem Ende der Serie Smallville noch einmal als Clark Kent zu sehen. Hier trifft er auf Lex Luthor, und es kommt die Frage auf, warum Welling bei Warners DC-Kinofilmen nicht als Superman zum Einsatz kam.

Crisis on Infinite Earths

Bemerkenswert ist auch die Besetzung von Lex Luthor durch Jon Cryer (Two and a Half Man), der sich 1987 im unsäglichen Superman IV – Die Welt am Abgrund als Lex Luthors‘ Neffe Lenny blamierte. Die Scharte hat Cryer durch seine beeindruckende Darstellung von Supermans Erzfeind bereits in der vierten Staffel von Supergirl ausgewetzt. Durch Cryers Interpretation der Schurkenrolle erscheint Jesse Eisenbergs Besetzung als Lex Luthor in Batman v Superman: Dawn of Justice noch blödsinniger als ohnehin schon.

Crisis on Infinite Earths

Das Sammelsurium von originellen Gastauftritten ist zugleich die das Arrowverse vereinfachende TV-Adaption eines Comic-Meilensteins. Doch in erster Linie ist Crisis on Infinite Earths – ähnlich wie der Animationsfilm Justice League Dark: Apokolips War – der achtbare Versuch ein DC-Gegenstück zum großen Marvel-Finale Avengers: Endgame zu schaffen. Dazu gehört auch das pathetisch in Szene gesetzte Ableben einer im Zentrum des Geschehens stehenden Heldenfigur. Nuff Said!

Crisis on Infinite Earths

Die Arrowverse-Crossovers sind in den Heimkino-Veröffentlichungen der Serien einzeln oder teilweise auch komplett enthalten. In Großbritannien gibt es schön aufgemachte DVD-Veröffentlichungen zu “Invasion!“, “Crisis on Earth X“ und “Elseworlds“. Dies ist auch bei der zeitnah zur TV-Ausstrahlung erschienenen DVD zu “Crisis on Infinite Earths“ der Fall, die noch mit diesen interessanten Extras garniert wurde: „Crisis Past and Present: Kevin Conroy Bat Legend“ (3:09 min), „Crisis on Infinite Earths: The Architects Return“ (11:26 min), „Crisis Past and Present – Superman vs. Superman“ (4:27 min), „Characters in Crisis: Pariah“ (4:09 min), „Crisis Management“ (12:36 min) und „Character in Crisis: The Anti-Monitor“ (4:43 min)

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The Frankenstein Chronicles

Die beiden Klassiker der englischen Schauer-Literatur sind genauso unsterblich, wie ihre Hauptfiguren. Das Kreativ-Team Steven Moffat und Mark Gatiss von Sherlock produzierte eine neue Mini-Serie über Bram Stokers Dracula und ebenfalls auf Netflix ist eine interessante Version von Mary Shelleys Frankenstein zu sehen. The Frankenstein Chronicles beginnt im Jahre 1827 und in der ersten Staffel tritt auch Mary Shelley (Anna Maxwell Martin) auf, deren Buch sehr viel mehr als ein Produkt ihrer Fantasie ist.

The Frankenstein Chronicles

Als Double für das London des vorletzten Jahrhunderts diente Belfast und der mit natürlichem Licht eingefangene Schmuddel-Look bietet eine schon lange fällige Alternative zu den cleanen Bildern der BBC-Literatur-Adaptionen. Hauptattraktion ist jedoch Sean Bean, der als von den Geistern seiner Vergangenheit und einer Geschlechtskrankheit gequälter Inspektor John Marlott eine der besten Leistungen seiner ohnehin schon beeindruckenden Karriere erbringt.

The Frankenstein Chronicles

Bean ist auch bekannt dafür, dass viele seiner Charaktere, wie Boromir in Der Herr der Ringe oder Eddard Stark in der ersten Staffel von Game of Thrones, spektakulär aus dem Leben scheiden. Zu diesem Thema möchte ich jedoch nicht spoilern, es sei nur angemerkt, dass The Frankenstein Chronicles nach den ersten sechs Folgen eine andere Richtung einschlagen. Die abschließende zweite Staffel erweitert das ohnehin schon etwas unübersichtliche Ensemble noch um weitere eher uninteressante neue Charaktere.

The Frankenstein Chronicles

Der erste Teil der Serie ist jedoch eine in großartigen Bildern eingefangene Mischung aus Fiktion und historischen Tatsachen, die Horror-Klischees meidet. Thematisch passend handelt die Serie auch von den seinerzeit tatsächlich begangenen Leichendiebstählen, die im Auftrag von zweifelhaften Wissenschaftlern verübt wurden. Doch viele der interessanten realitätsnahen Ansätze wurden leider in der zweiten Staffel nicht mehr aufgegriffen.

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Hammer House of Horror

Fünf Jahre nachdem 1975 mit Die Braut des Satans der letzte Gruselthriller der legendären englischen Hammer Film Productions (Frankensteins Fluch, Dracula mit Christopher Lee) in die Kinos kam, setzte die Traditionsfirma ihre Horror-Tätigkeiten im Fernsehen fort. Rund um ein ehemaliges Mädcheninternat in Buckinghamshire, das der Produktion als Standort diente (und immer im Vorspann zu sehen war), entstanden 13 Episoden der Serie Hammer House of Horror.

Hammer House of Horror

Im Gegensatz zu den besten Hammer-Filmen waren die Geschichten zwar immer in der Gegenwart angesiedelt, doch es wurde trotzdem ein breites Spektrum des Unheimlichen abgedeckt. So gab es Werwölfe, Hexen, Kannibalen, Untote, Besessenheit, Afrikanischen Fetischhokuspokus, Schwarze Messen, Spukhäuser und viele weitere geschickt variierte traditionelle Horror-Elemente.

Hammer House of Horror

Diese Versatzstücke wurden manchmal in Form von etwas breitgetretenen Kurzgeschichten, aber meist als richtige kleine unheimliche Spielfilme umgesetzt.

Hammer House of Horror

Unter den Episoden gibt es jedoch zwei absolute Highlights, die zum Besten gehören, was Hammer je produziert hat. Beide stammen von Alan Gibson, der die letzten beiden Dracula-Filme mit Christopher Lee inszenierte. In The Silent Scream (Das Experiment des Mr. Blueck) liefert sich die Hammer-Legende Peter Cushing als mysteriöser Besitzer einer Tierhandlung ein Duell mit einem von Brian Cox (Das etruskische Lächeln) verkörperten gerade entlassenen Häftling.

Hammer House of Horror

Ganz schön gruselig ist auch die Episode The Two Faces of Evil (Die zwei Gesichter des Bösen), in eine Familie einen seltsamen Anhalter mitnimmt. Es kommt zu einem Autounfall und der Vater ist danach nicht mehr derselbe. Martin Lewis ist in dieser Rolle nicht minder gruselig als andere Hammer-Monster.

Hammer House of Horror

Nicht ohne ist auch die Geschichte mit der Voodoo-Puppe Charlie Boy. Unter den Darstellern befindet sich neben Patricia Quinn (Magenta aus der Rocky Horror Picture Show), Denholm Elliott (Indiana Jones) oder Lucy Gutteridge („Waltraud, die sich im Wald traut“ aus Top Secret!) auch 007 Pierce Brosnan in einer sehr kleinen Opferrolle.

Hammer House of Horror

In Deutschland lief die Serie 1989 unter dem Titel Gefrier-Schocker auf SAT.1 und wurde recht anständig synchronisiert. Gelegentlich fehlten allerdings kurze besonders gorige oder auch schwarzhumorige Momente, die dank einer schön gestalteter Box von Koch Media auf DVD nachgereicht wurden.

Hammer House of Horror

Noch schöner ist jedoch das Mediabook Edition von Wicked Vision. Auf drei Blu-rays gibt es die 13 Episoden in einer erstaunlich guten Bildqualität zu bestaunen. Die Episode Rude Awakening (Alptraum ohne Erwachen) ist als Bonus sogar im Format 16 : 9 dabei und hinzu kommt noch die 156-minütige Doku Flesh & Blood – The Hammer Heritage of Horror!

Hammer House of Horror

Drei Jahre später entstand als Fortsetzung die Serie Hammer House of Mystery and Suspense (Vorsicht, Hochspannung), die bei uns bei Pidax auf DVD vorliegt.

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Hollywood

Der Vorspann ist ziemlich großartig. Sechs junge Menschen versuchen die riesigen Buchstaben des in den Hügel bei Los Angeles gelegenen Hollywood-Zeichen zu erklimmen. Sie drohen abzustürzen, helfen sich gegenseitig und schaffen es schließlich.

Hollywood

Dies ist eine schöne Zusammenfassung des Konzepts einer Netflix-Serie, in der es um die Produktion eines Hollywood-Films geht, der die wahre Geschichte der Schauspielerin Peg Entwistle erzählt, die 1932 am Buchstaben H des Hollywood-Zeichens hochkletterte und in den Tod sprang.

Hollywood

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen sechs junge Menschen, darunter ein homosexueller Darsteller, dem der Künstlername Rock Hudson verpasst wurde. Abgesehen vom Werdegang der sehr mitreißend von Laura Harrier (Spider-Man: Homecoming) verkörperten schwarzen Schauspielerin Camille Washington, fesseln die Schicksale und Liebschaften des Sextetts kaum.

Hollywood

Etwas Ausgleich bieten prominent besetzte Nebenrollen, wie Regisseur Rob Reiner (Harry & Sally) als Studiochef, Jim Parsons (Sheldon aus The Big Bang Theory) als intriganter Agent Henry Wilson oder Queen Latifa (Chicago) als Darstellerin Hattie McDaniel, die einen Oscar für ihre Nebenrolle in Vom Winde verweht erhalten hatte, aber bei der Verleihungs-Zeremonie nicht zusammen mit den weißen Gästen am selben Tisch sitzen durfte.

Hollywood

Eine Gala-Vorstellung liefert Dylan McDermott (Jersey Girl) als Ernie West, der getarnt als Tankstelle, einen Kontakthof für geschlechtliche Dienstleistungen aller Art betreibt und sich dadurch als Darsteller für den Hollywood-Mogul David O. Selznick im Film Peg qualifiziert. Unterbrochen von einigen kleinen Glanzlichtern schleppt sich Hollywood dahin, um schließlich in der siebten und letzten Episode ein völlig idiotisches “filmreifes Ende“ zu präsentieren.

Hollywood

Hier wird mit großem Aufwand und noch größerem Druck auf die Tränendrüsen (Achtung: Spoiler!) ein alternativer Verlauf der Oscar-Verleihung des Jahres 1948 gezeigt. Der unter großen Schwierigkeiten produzierte fiktive Film Peg schneidet dabei erstaunlich gut ab und alle zuvor geschilderten Probleme im prüden und rassistischen US-Amerika der Nachkriegszeit spielen plötzlich keine Rolle mehr. Das nicht unumstrittene Ignorieren der Realität im Finale von Quentin Tarantinos Once Upon a Time … in Hollywood ist dagegen eine Bagatelle.

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Lost

Der Linienflug 815 der Oceanic Airline von Sydney nach Los Angeles kommt vom Kurs ab und stürzt über einer einsamen Insel ab. Wie durch ein Wunder überleben 48 Passagiere, die sich im hinteren Teil der Maschine befanden. Sie hoffen auf eine baldige Rettung. Doch die Insel befindet sich anscheinend in einem Funkloch und ist auch längst nicht so paradiesisch, wie anfangs vermutet.

Lost

Dass aus dieser nicht allzu vielversprechenden Ausgangssituation, die an ein Update von Jules Vernes Die geheimnisvolle Insel erinnert, viel mehr als ein abendfüllender Spielfilm herauszuholen wäre, ist eigentlich kaum zu vermuten. Doch die erste Staffel der 2004 gestartete TV-Serie Lost ist, dank sorgfältiger Machart und der komplexen Rückblendenstruktur (die andeutet, dass die überlebenden Fluggäste nicht zufällig auf der Insel sind), über die komplette Laufzeit von über 1000 Minuten unerhört spannend.

Lost

Die erste Season hinterlässt einen atemlosen Zuschauer, der kaum erwarten kann, wie sich die Situation und die Beziehungen der Charaktere weiterentwickeln. Der Serienschöpfer J. J. Abrams machte zuvor Jennifer Garner durch Alias zum Star und qualifizierte sich anschließend als Regisseur für Filme der Serie Misson: Impossible, Star Trek und Star Wars. Ebenfalls an der Entwicklung beteiligt war Damon Lindelof, der die Drehbücher zu Filmen wie Star Trek Into Darkness geschrieben hat und Creator der Serie Watchmen ist.

Lost

Im weiteren Verlauf von Lost ist mehr über die Figuren zu erfahren und es wird immer klarer, dass diese nicht ohne Grund an Bord der Unglücksmaschine waren. Die folgenden Seasons enthüllten einige kleinere Geheimnisse, warfen aber auch immer mehr zusätzliche Fragen auf. Die Insel beherbergte neben zusätzlichen Überlebenden noch eine Forschungsstation, aus den Rückblenden wurden Vorausschauen auf Dinge die kommen werden. Danach (Vorsicht Spoiler!) wurde es dann völlig abgefahren, denn nicht nur die Drehbücher waren voller Zeitsprünge, sondern die Überlebenden sprangen gleich mit.

Lost

Dies sorgte dafür, dass Lost für Gelegenheitsseher im TV kaum noch geeignet ist. Die komplexe (aber auch ganz schön wirre) Geschichte erschloss sich nur noch einem hochkonzentrierten Zuschauer und ist somit optimal für das Medium DVD/Blu-ray oder zum Streamen geeignet.

Lost

Es ist nicht einfach über das Ende von Lost zu schreiben, ohne zum Spielverderber zu werden. Wer schon zu viel weiß, büßt zweifelsohne einiges am nicht unbeträchtlichen Spaß an der sorgfältig produzierten abenteuerlichen Verwirr-Serie ein. Für mich war in der zweiten Season bereits die Luft raus, da sehr viel mehr Rätselfragen gestellt als gelöst wurden. Doch die sympathischen Darsteller, die aufwändige Machart und die weiterhin interessante Erzählstruktur mit Rückblenden (und später auch Blicken in die Zukunft) hielten mich trotzdem bei der Stange.

Lost

Am Ende der fünften Staffel explodierte eine Bombe auf der Insel, was darin resultierte, dass die finale sechste Season zwei in verschiedenen Paralleluniversen angesiedelte Geschichten erzählt. Zum einen geht es um die Überlebenden des Absturzes, die weiterhin mit ihrer geheimnisvollen Insel konfrontiert sind. Der zweite Erzählstrang beschäftigt sich damit, wie das Leben der Passagiere weitergegangen wäre, wenn ihr Flug sicher Los Angeles erreicht hätte (wobei es sich allerdings nicht exakt um jene Welt handelt in der die Rückblenden von Season 1 spielten).

Lost

Durch den Wechsel zwischen diesen beiden Erzählsträngen ergibt sich ein fast so spannendes Serien-Erlebnis, wie in der ersten Staffel. Eine ganze Weile sieht es so aus als wenn die Serie ein – wenn auch nicht allzu logisches, aber immerhin emotional – befriedigendes Ende finden würde. Doch – meiner Meinung nach – verbocken J. J. & Co. die Sache dann doch noch auf der Zielgrade. Die letzten 10 Minuten waren mir to much, auch wenn die letzte Einstellung das Ganze trotzdem noch recht schön abrundet.

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Watchmen Serie

Der 1987 erschienene DC-Comic Watchmen der Briten Alan Moore und Dave Gibbons ist zweifelsohne einer der Meilensteine des Genres. In einer detailfreudigen Erzählstruktur werden die Fragen aufgewogen, ob unsere Welt besser wäre, wenn es Superhelden gäbe und wer die maskierten Wächter überwacht. Wer diesen auch bei uns in zahlreichen verschiedenen Editionen verfügbaren Comic noch nicht gelesen hat, sollte dies unbedingt nachholen, selbst wenn er sonst nichts mit Superhelden-Comics anfangen kann.

Watchmen Serie

2009 verfilmte Zack Snyder den Comic und setzte ihn fast Panel für Panel sehr werkgetreu in bewegte Bilder um. Dennoch nahm er sich die Freiheit ein anderes Ende zu erfinden. Ebenfalls gegen den Film spricht, dass die schillernden Figuren nicht wirklich zu plastischen Charakteren werden, auch nicht im längeren Director´s Cut oder im sehr viel längeren 215-minütigen Ultimate Cut.

Watchmen Serie

Obwohl Alan Moore sich hoffnungslos mit DC verkracht hat, hat der Superhelden-Verlag bereits zweimal versucht an den Erfolg von Watchmen anzuknüpfen. 2012 erzählten in Before Watchmen prominente Autoren und -Zeichnern mal mehr, mal weniger gelungen die Vorgeschichten von diversen Charakteren aus dem Comic. Das Resultat ist deutlich weniger peinlich als die 2017 gestartete Miniserie Doomsday Clock, in der der gefeierte Comic-Autor Geoff Jones den großartigen Zeichner Gary Frank dazu verdonnerte, die Watchmen gen DC-Heroen wie Batman oder Superman anzutreten.

Watchmen Serie

Als zu hören war, dass HBO eine Art Fortsetzung zu Watchmen als Mini-Serie produzieren wollte, war ich sehr skeptisch. Doch der Ansatz von Damon Lindelof, der Co-Schöpfer der Serie Lost war und die Drehbücher zu Filmen wie Star Trek Into Darkness geschrieben hat, ist ebenso interessant wie ergiebig. Er bezeichnet seine Serie als Fan-Fiction und holt noch weiter aus als der Comic. Die Serie beginnt 1921 in Tulsa, Oklahoma. Dort kam es zu schrecklichen Ausschreitungen gegen die farbige Bevölkerung, die als Black Wall Street Massacre in die Geschichte eingegangen sind.

Watchmen Serie

Doch die Haupthandlung der Serie spielt in Tulsa des Jahres 2019 in einer alternativen Version unserer Welt, die versucht darzustellen, wie es nach dem im Comic erzählten Ereignissen weitergegangen wäre. Dabei ist tatsächlich Alan Moores Geschichte die Grundlage, was sich schon dadurch manifestiert, dass Robert Redford (der nur zweimal kurz auf Fotos zu sehen ist) seit 1993 durchgehend US-Präsident ist und es immer wieder kleine Alien-Tintenfisch regnet…

Watchmen Serie

Die Hauptfigur der Serie ist die Polizistin Angela Abar, deren Ur-Großeltern beim Black Wall Street Massacre umgebracht wurden. Die Beamten der Polizei in Tulsa verrichten ihren Dienst maskiert, um im Privatleben unbehelligt von Angriffen durch militante Rassisten zu bleiben, die meist eine Rohrschach-Maske tragen. Während die meisten Polizisten gelbe Halstücher über Mund und Nase verkleidet sich Angela im Dienst als “Kampf-Nonne“ Sister Night.

Watchmen Serie

Dieses Konzept klingt etwas albern, doch Regina King als Angela Abar, Don Johnson als ihr Vorgesetzter Judd Crawford und alle anderen Darsteller spielen ihre Figuren so realistisch, dass Lindelofs gar nicht so weit von unserer Realität entfernte Welt glaubhaft wird. Zur Vertiefung der Utopie tragen zudem noch die vielen oft episodenlangen Rückblenden bei, die nachvollziehbare Vorgeschichten der Figuren erzählen.

Watchmen Serie

Zunächst wirkt es so, als wenn vor allem die auf einem englischen Schloss spielenden Szenen mit Jeremy Irons Fremdkörper innerhalb der Handlung wären.

Watchmen Serie

Doch in der letzten Episode fügen sich alle Puzzle-Steine zu einem faszinierenden und funktionierenden Ganzen zusammen, das sehr viel mehr mit der Comic-Vorlage zu tun hat, als zunächst anzunehmen war. Das zudem noch das leider immer noch brandaktuelle Thema Rassismus als roter Faden dient, verankert das Ganze noch stärker in unserer Realität.

Watchmen Serie

Ob sich Alan Moore die Serie ansehen wird, erscheint zweifelhaft. Doch der Watchman-Zeichner Dave Gibbons war eingebunden. Im Bonusmaterial der Blu-ray-Veröffentlichung ist zu sehen, wie er sich positiv über die Figur der Sister Night äußert und diese auch zeichnet. Gibbons hält die Serie eher für “eine Verstärkung als eine Abschwächung“ der Comic-Vorlage. Dies liegt auch daran, dass Damon Lindelof Watchmen nicht im Hinblick auf weitere Staffeln geplant hat, sondern die neun Episoden zu einer genauso runden und überzeugenden Geschichten wie den Comic machen wollte. Dies ist ihm zweifelsohne gelungen.

Watchmen Serie

Die Blu-ray-Edition von Warner enthält auf drei Scheiben alle 9 Episoden der Serie. Hinzu kommen noch diese Extras: “Charakter-Trailer“ zu Sister Night, Looking Glass und “Blond Man“ alias Adrian Veidt, alias Ozymandias (insgesamt 3:06 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertitel), It’s Raining Squids (1:58 min), Watchmen: Masked and Dangerous (2:20 min), Cast & Crew 2019 auf dem New York Comic Con (36:49 min), Watchmen: Alternate History (2:04 min), Watchmen: Unmasked (16:33 min), Andrij Parekh on Directing (1:03 min), Anatomy of a fight scene (3:32 min), Hooded Justice (11:47 min), Adrian Veit – The Collosal King (12:36 min), Notes from Watchmen-artist Dave Gibbons (1:49 min), Rorschach Featurette (1:40 min), Glimpses – The Visual Effects (3:04 min), Sadiqua Bynum runs, jumps and falls for Sister Night (1:03 min)

Watchmen Serie

In Großbritannien gibt es die Serie exklusiv bei Amazon als schön Blu-ray-Edition im Steelbook und mit deutscher Tonspur.

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Nummer 6 – The Prisoner

Schon der Auftakt ist der schiere Wahnsinn. In knapp zwei Minuten wird erzählt, wie ein Geheimagent (Patrick McGoohan) mit seinem Rennwagen in die Londoner Secret-Service-Zentrale rast, dort äußerst wütend (unterlegt mit Donnerhall) kündigt, daheim seine Koffer packt, mit Giftgas betäubt wird, in einem seltsamen Ort aufwacht.

Nummer 6 - The Prisoner

Dort wird er mit einer gewissen Nummer 2 konfrontiert wird, die ihm mitteilt, das er Nummer 6 ist und gefälligst “Informationen“ rausrücken soll. In insgesamt 17 Episoden (von denen vier bisher nicht in Deutschland liefen) schildert Nummer 6 – The Prisoner, wie der namenlose Ex-Spion versucht zu entkommen.

Nummer 6 - The Prisoner

Doch oberflächlich betrachtet hat der neue Aufenthaltsort von “Nummer 6“ wenig von einem Gefängnis. Bei “The Village“ handelt sich um einen malerischen Küstenort bestehend aus einer bunten Ansammlung mediterraner Architektur (als idealer Drehort wurde das walisische Portmeiron gefunden), bevölkert mit bunt bekleideten freundlichen Menschen, die den ganzen Tag in lustigen Gefährten durch die Gegend fahren und Blasmusik hören. Auch die großen weißen Ballons, die als Wächter fungieren, sehen zunächst nicht sonderlich abschreckend aus.

Nummer 6 - The Prisoner

Innerhalb dieses eher freundlichen Outfits erzählt die 1967 und 1968 gezeigte Serie äußerst böse Geschichten, die meist zugleich surreal, ironisch und gesellschaftskritisch sind und auch schon einmal im Wilden Westen oder einer 007-Welt spielen können. Abgesehen von der ersten und den letzten beiden Episoden (Nummer 16 + 17) kann die Serie in beliebiger Reihenfolge geguckt werden und zusätzlicher Reiz besteht dadurch, dass der Gegenspieler Nummer 2 immer wieder von anderen Darstellern verkörpert wird.

Nummer 6 - The Prisoner
Treibende Kraft bei Nummer 6 war der Darsteller Patrick McGoohan, der bei uns hauptsächlich als König Eduard I. aus Mel Gibsons Braveheart bekannt sein dürfte. Er war es leid andauernd im englischen Fernsehen den Danger Man (Geheimauftrag für John Drake) zu spielen und suchte nach neuen Herausforderungen. McGoohan war es wichtig Nummer 6 keinesfalls als Fortsetzung zu Danger Man machen und er mischte sich im Laufe der Serie immer stärker in die Produktion ein. Er schrieb und inszenierte schließlich eine ebenso verwirrende wie faszinierende Abschlussepisode, die genau wie nahezu alle Folgen der Serie auch heute kein bisschen antiquiert wirkt.

Nummer 6 - The Prisoner

2009 entstand in Namibia als Remake die sechsteilige TV-Serie The Prisoner mit Ian McKellen und James Caviezel, die ebenfalls bei Koch Media auf DVD und Blu-ray erschienen ist.

Nummer 6 - The Prisoner

Extras der DVD-Edition: 36-seitiges Booklet mit sehr interessanten Texten von Uwe Huber; Alternative Versionen in mäßiger Bildqualität von „Die Ankunft“ und „Die Glocken von Big Ben“ (je 50 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Englischer Trailer zu jeder Episode (je 1 min); Interview mit Bernard Williams (25:51 min); Featurette „For the Love of: Fans of the Prisoner“ (6:25 min); Textless Intro und Outtro (4:02 min); Der Aktenschrank aus dem Vorspann in verschiedenen Sprachen (1:46 min);Deutscher Vorspann (2:08 min); Werbe-Bumpers (0:14 min); Bildergalerie mit 71 Motiven von den Dreharbeiten

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