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Doctor Who – Staffel 11

Nachdem die diversen Inkanationen von Doctor Who sehr oft weibliche Begleiter hatten, war die Zeit mehr als reif dafür, dass die britische Science-Fiction-Ikone von einer Frau gespielt wird. Zuvor war es schon eine Überraschung, dass nach den eher jugendlich anmutenden Darstellern Christopher Eccleston, David Tennant und Matt Smith als 12. Doktor der 56-jährige Darsteller Peter Capaldi zum Zuge kam.

Doctor Who – Staffel 11

In seinem letzten Auftritt im recht gelungenen Spezial Aus der Zeit gefallen war zu sehen, wie sich Capaldi in eine Frau verwandelt. Mit Jodie Whittaker wurde eine interessante Schauspielerin gefunden, die zuvor in der Serie Broadchurch als tapfere Mutter eines ermordeten kleinen Jungen überzeugte. Wenn Whittaker in ihrer ersten Doctor-Who-Episode in Capaldis Herrenanzug mitten hinein ins Geschehen purzelt, dann ist das wie ein frischer Wind in einer zuvor etwas auf der Stelle tretenden Traditions- Serie.

Doctor Who – Staffel 11

Nicht nur Jodie Whittaker ist neu bei Doctor Who, es wurde auch das komplette kreative Team ausgetauscht, was sich darin niederschlägt, dass auf allzu vertraute Elemente, wie die Blechbüchen-Armee der Daleks, die Cybermen und (leider auch) die weinenden Engel verzichtet wurde. Jodie Whittaker ist in ihrer spontan-fröhlichen Art etwas gewöhnungsbedürftig, wird aber gut geerdet durch ihre drei Begleiter Ryan Sinclair (Tosin Cole), Yasmin Khan (Mandip Gill) und Graham O’Brien (Bradley Walsh), die sich auch mit ganz profanen Problemen wie Krankheit, Trauer und Rassismus beschäftigen müssen.

Doctor Who – Staffel 11

Im Team Tardis besteht eine “flache Hierarchie“, die Lichtjahre entfernt ist von dem Meister-und-Zauberlehrlings-Verhältnis, dass ansonsten zwischen Timelord und Companion herrscht. Zwar ist nicht jeder der 10 neuen Episoden ein absoluter Knaller, doch einige Geschichte sind herausragend. Großartig ist die Amazon-Parodie Frei Haus und sensationell die Episode Rosa.

Doctor Who – Staffel 11

Hier trifft das Team Tardis auf die Afroamerikanerin Rosa Parks, die sich 1955 in einer Kleinstadt in Alabama im Bus weigerte, ihren Sitzplatz einem weißen Fahrgast zu überlassen. In dieser Episode stimmen Geschichte und Atmosphäre, was auch daran liegen kann, dass in der ehemaligen Apartheits-Hochburg Südafrika gedreht wurde. Es darf sich auf weitere (hoffentlich ähnlich starke) Geschichten mit Jodie Whittaker gefreut werden.

Doctor Who – Staffel 11

Die Blu-ray-Box von Polyband enthält neben den 10 Episoden noch umfangreiches Bonusmaterial (Audiokommentare, Closer Look, Video Diaries u.v.m.), alles wahlweise mit deutschen Untertiteln. Dazu gibt es noch ein informatives Booklet.

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Boston Legal

Die Anwälte der Bostoner Kanzlei Crane, Poole & Schmidt scheinen hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt zu sein. Während der (sein Herz am rechten bzw. linken Fleck gut versteckende) Zyniker Alan Shore (James Spader) jungen Kolleginnen nachstellt, versucht der ultrakonservative Staranwalt Denny Crane (William Shatner) seine zunehmende Senilität als Exzentrik zu tarnen und sagt ständig seinen Namen auf. Die ungleichen Kollegen verbindet jedoch eine fragile Freundschaft und gemeinsam versuchen sie der nicht minder gewieften Kollegin Shirley Schmidt (Candice Bergen) Paroli zu bieten.

Boston Legal

Es ist wahrhaft erstaunlich was der Serien-Profi David E. Kelley (Ally McBeal) hier angerührt hat. Er übernahm aus der achten und letzten Staffel seiner Serie The Practice (Die Anwälte) einige der schillerndsten Charaktere und ließ diese aufeinander los. Besonders das Trio Spader, Shatner und Bergen erfreut durch temperamentvolles Abfeuern von teilweise ganz schönen bösen Pointen. Etwas schade ist es, dass die süße Monica Potter nach der ersten Season nicht mehr dabei war. Ihr um moralische Integrität bemühter Charakter Lori Colson war ein hübscher Gegenpol zum ansonsten in der Kanzlei vorherrschenden Zynismus.

Boston Legal

Doch auch als Gerichtsdrama überzeugt Boston Legal und schildert durchaus ernsthaft brisante Fälle, die u. a. die Todesstrafe, das Versagen der US-Außenpolitik, Diskriminierung oder religiöse Eiferei auf erstaunlich hohem Niveau reflektieren. Das i-Tüpfelchen sind passend ausgewählte Gaststars wie Carl Reiner, Shirley Long, Rupert Everett oder Freddie Prinze jr., die ebenfalls mit viel Spielfreude dabei sind. Durch die ausgewogene Mischung aus Spaß und Ernst nimmt Boston Legal unter den Anwalts-Serien eine Top-Position ein und bereitet auch bei zweiten Betrachten auf DVD (in 16:9!) großes Vergnügen.

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Merz gegen Merz

Anne und Erik Merz kommt plötzlich die Liebe abhanden. Doch eine Trennung ist nicht einfach, denn nach vielen Jahren Ehe haben sich Abhängigkeiten ergeben, die nicht so einfach abzuschütteln sind. So steckt der halbwüchsige Sohn Leon mitten in der Pubertät, während bei Annes Vater Ludwig Demenz festgestellt wurde. Da sowohl Anne als auch Erik in Ludwigs Firma arbeiten und sich nicht so einfach aus dem Weg gehen können, probieren sie es mit einer Eheberatung.

Merz gegen Merz

Die aus acht 20-minütigen Episoden bestehende Serie wurde von Ralf Husmann konzipiert, der mit Christoph Maria Herbst bereits bei Stromberg zusammenarbeitete. Annette Frier hingegen brillierte in der Sat.1- Serie Danni Lowinski als unorthodoxe Anwältin. Wenn Herbst und Frier aufeinander losgehen, stimmen die Dialoge, aber auch das Timing. Ein weiterer Pluspunkt ist Michael Wittenborn (Toni Erdmann), dem als Ludwig Reichert das anrührende Porträt eines Menschen gelingt, der versucht seine Demenz-Erkrankung mit Humor zu bewältigen.

Merz gegen Merz

So böse wie in Stromberg geht es bei Merz gegen Merz nicht zu, was vielleicht auch daran liegt, dass die Serie vom ZDF produziert wird. Christoph Maria Herbst ist als Erik Merz gelegentlich flapsig-arrogant wie als Bernd Stromberg, doch er spielt zugleich auch einen verletzlichen Menschen, der nur über sehr begrenzte Nehmer-Qualität verügt. Die letzten Episoden der Serie haben nicht mehr ganz die Wucht des mitreißenden Auftakts, denn (Vorsicht Spoiler!) das Paar betreibt Schadensbegrenzung. Doch eine zweite Staffel ist bereits beschlossene Sache und da geht das Duo garantiert wieder mit voller Wucht aufeinander los.

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Stromberg

Ein Filmteam dreht aus seltsamen Gründen ausgerechnet über einen gewissen Herrn Stromberg einen Bericht. Dieser ist Abteilungsleiter bei der Capitol-Versicherung und hält sich für einen lockeren Typen, der immer für gute Stimmung in seiner Abteilung sorgt. Doch seine Mitarbeiter sind da ganz anderer Meinung und haben große Schwierigkeiten mit Strombergs dummen Witzen, die sich meist über Minderheiten lustig machen, sowie mit seiner völligen Unfähigkeit als Führungskraft.

Stromberg

Stromberg basiert auf der englischen Serie The Office, die noch ein paar Ecken subtiler und boshafter ist. Doch auch die deutsche Version kann überzeugen. Christoph Maria Herbst ist absolut glaubhaft als Stromberg, vor allem wenn er sich bei seinen selbstgerechten Statements (in denen er sich nicht selten mit Jesus vergleicht) völlig verhaspelt. Doch manchmal möchte man dem Mann schon zustimmen, etwa wenn er gegen angebliche Spezialisten wettert und gleich ein schlagkräftiges Beispiel anführt: “Die Titanic wurde von Spezialisten gebaut und die Arche Noah von Laien…“ Unschlagbar auch seine Anmachsprüche in der Kantine: “Wenn Sie sich Hühnerbrust bestellen würden, ist das ja fast so als wenn ich mir Ochsenschwanzsuppe bestelle.“

Stromberg

Die zweite Staffel zeigt den langsamen Abstieg von Stromberg, der mit einem äußerst fähigen und menschlich integren neuen Vorgesetzten konfrontiert wird und plötzlich nur noch bestenfalls stellvertretender Leiter seiner Schadensersatzabteilung ist. Gleichzeitig geht Strombergs Ehe in die Brüche und bald ist er bei der Capitol nur noch als Archivar-Assistent tragbar. Doch ein Stromberg lässt sich nicht unterkriegen und verteilt munter Ratschläge und Autogrammkarten, denn auch Jesus ist ja wieder auferstanden.

Stromberg

In der vierten Staffel von Stromberg gibt es gewaltige ja fast erdrutschartige Änderungen. Bernd Stromberg wird von der Capitol-Versicherung in die popelige Filiale des öden Kaffs Finsdorf strafversetzt, während die Leitung seiner Schadensersatzabteilung von Tanja Seifert (bzw. von Tanja Steinert, da sie kurz darauf Ulf heiratet) übernommen wird. Etwas Linderung verschafft dem umtriebigen Stromberg die seltsame Tatsache, dass die attraktive Jennifer Schirrmann (ganz hervorragend: Milena Dreißig) ihn nicht völlig unsympathisch findet (“Er ist so etwas wie der Gollum der Capitol-Versicherung“). Eine ganze Weile sieht es so aus als wenn Stromberg – ähnlich wie in The Office der von Ricky Gervais verkörperte Alptraum-Chef David Brent – eine Läuterung durchmacht und zum besseren Menschen wird. Doch dann kommt es ganz anders.

Stromberg

Die Frage ob das eigentlich noch Comedy ist, drängt sich auch bei der fünften Staffel von Stromberg immer wieder auf. Der Büroalltag bei der Capitol Versicherung wird in aller Härte im Stil einer Dokumentation geschildert und immer wieder von Interviews unterbrochen in denen sich die Hauptfiguren um Kopf und Kragen reden.

Stromberg

Tanja Steinke, geborene Seifert, möchte unbedingt schwanger werden, doch das geht nicht, da die Zeugungsfähigkeit von Ulf Steinke, der es nicht so eilig mit der Vaterschaft hat, arg eingeschränkt ist. Jennifer Schirrmann hingegen ist ohnehin schon alleinerziehende Mutter und alles andere als erfreut als sie erneut Mutter wird. Berthold Heisterkamp alias Ernie ist aus purer Verzweiflung plötzlich religiös geworden und bringt sich etwas zu stark bei der Sexualaufklärung einer kirchlichen Jugendgruppe ein.

Stromberg

Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, spinnt auch noch Bernd Stromberg permanent seine Intrigen. Der Aufstieg zum Bereichsleiter Schadensregulierung rückt in greifbare Nähe, doch Stromberg stolpert immer wieder über die eigenen Fallstricke, kommt gelegentlich aber auch mit den dämlichsten Tricks ans Ziel. Christoph Maria Herbst spielt dieses eigentliche Totalarschloch von einem Chef so lebensnah, dass der Zuschauer immer sich immer wieder selbst erschrickt, wenn er feststellen muss, dass er bei Strombergs finsteren Machenschaften mitfiebert und nur selten auf der Seite seiner Opfer steht. Ein Gutes hat diese ganz schön finstere fünfte Staffel jedoch, denn nach der Sichtung (was garantiert in Windeseile geschehen ist) freut sich jeder, dass es bei ihm doch nicht ganz so schlimm zugeht wie in der Capitol.

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Danni Lowinski

Danni Lowinski ist eine nicht mehr ganz junge Kölner Ex-Friseurin, die auf dem zweiten Bildungsweg Jura studiert hat und mangels Jobangebot in einer Einkaufspassage einen Klapptisch aufbaut und von dort aus für 1 Euro pro Minute praktiziert. Böse Zungen verglichen die Sat.1-Serie Danni Lowinski mit jenen unsäglichen Gerichts-Shows die nachmittags auf dem gleichen Privat-Sender gezeigt werden. Doch das ist mehr als ungerecht, denn die Serie ist eine derart originelle Mischung aus Comedy, Drama und Romanze, dass bereits (bisher vergeblich) versucht wurde das Format für das US-Fernsehen zu adaptieren.

Danni Lowinski

In der fünften Staffel seiner Serie Pastewka versucht Bastian Pastewka vergeblich eine Rolle in der Erfolgsserie Danni Lowinski zu ergattern. “In Wirklichkeit“ ist ihm dies doch noch gelungen, denn gleich in der ersten Episode der dritten Staffel spielt Pastewka den staubtrockenen Steuerprüfer Schüttke, der Dannis Geschäftsunterlagen prüft. Das Resultat: mit fast 20.000 Euro Steuerschuld steht Danni vor dem finanziellen Ruin. Ex-Lover und Rechtsanwalts-Kollege Oliver Schmidt (Jan Sosniok aus Berlin Berlin) hilft ihr trotz allem aus der Patsche – dafür muss sie mit ihm in seiner Kanzlei zusammenarbeiten.

Danni Lowinski

Für Danni Lowinski spricht auch, dass hier nicht in Sachen Mord und Todschlag ermittelt, sondern wie sich wie einst bei Manfred Krug in Liebling Kreuzberg mit ganz alltägliche Dingen wie Arbeitsrecht, Abschiebung oder Verschuldung beschäftigt wird. Die Fälle haben Pfiff aber auch Bodenhaftung und als roter Faden kommt noch Dannis chaotisches Privatleben hinzu. Es bleibt zu hoffen, dass noch viele Staffeln dieser am besten im Stück auf DVD zu genießenden sympathischen Serie produziert werden.

Danni Lowinski

Ein Schritt rückwärts in dieser Hinsicht ist die Veröffentlichung der vierten Staffel von Danni Lowinski, denn diese wird in zwei Portionen verabreicht. Die erste Box enthält sechs Episoden und die restlichen sechs Folgen folgen einige Wochen später. Ebenfalls nicht so prickelnd ist, dass auf Bonusmaterial verzichtet werden Mit der Qualität der Serie hat dies jedoch wenig zu tun, denn diese ist weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.

Danni Lowinski

Diesmal hat Danni die amoröse Wahl der Wahl zwischen dem Staatsanwalt August von Grün (René Steinke) und der Kölschen Unterweltgröße Anton „Pit“ Rothold (Dirk Borchardt). Herausragend ist die sechste Episode Halloween und Halleluja, die sich auf einem erstaunlich sensibel aber natürlich auch mit viel Humor mit dem Fall einer Kindergärtnerin beschäftigt, die von einer katholischen Tagesstätte gekündigt wird, weil sie mit den Kindern Halloween feiern wollte.

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After Life

Ricky Gervais hat zwar auch einige Spielfilme wie z. B. Lügen macht erfinderisch gedreht, doch seine größten Erfolge feierte er im Fernsehen. Nachdem er als David Brent in der britischen Serie The Office Fernsehgeschichte schrieb – in den USA entstand ein Remake mit Steve Carell und bei uns wurden die Geschichten um den unfähigen Vorgesetzten unter dem Titel Stromberg adaptiert – beendete er die Sache nach zwei Staffeln mit insgesamt nur 12 Episoden.

After Life

Auch seine nächste Serie Extras, die er wieder gemeinsam mit Stephen Merchant schrieb, fiel mitv ebenfalls 12 Episoden nicht gerade episch aus. Die Besetzung war mit Gastauftritten von Ben Stiller, Kate Winslet, Orlando Bloom oder Samuel L. Jackson jedoch bombastisch. Alle diese Stars traf Gervais als Statist Andy Millman. Diese wollte ebenfalls erfolgreich werden, wurde jedoch zu allem Überfluss auch noch mit einem Spottlied von David Bowie veralbert.

After Life

Es folgten weitere Gervais-Projekte, wie die Serie Life’s Too Short, in der der kleinwüchsige Warwick Davis sich selbst spielt spielte, oder die menschlich anrührenden Altersheim-Geschichten in Derek. Bei After Life erfand sich Ricky Gervais wieder neu. Er spielte hier nicht nur die Hauptrolle, sondern schrieb und inszenierte alle sechs Episoden der ersten Staffel im Alleingang.

After Life

Gervais spielt den Kleinstadt-Journalisten Tony Johnson, der sich nach dem Tode seiner geliebten Frau Lisa das Recht herausnimmt, seine Mitmenschen wie den letzten Dreck zu behandeln. Egal ob der Briefträger, sein Psychiate oder die Kollegen beim Gratisblatt Tambury Gazette, alle bekommen von Tony ihr Fett weg. Doch nach und nach schließt er neue Freundschaften und findet zurück ins Leben.

After Life

Gervais brilliert in der Hauptrolle und auch die restliche Besetzung ist großartig. Die Dialoge sind pointiert, geistreich und gelegentlich auch tiefsinnig. Eigentlich scheint die Serie in sich abgeschlossen, dennoch hat Netflix bereits eine zweite Staffel von After Life in Auftrag gegeben und  Ricky Gervais werden die Ideen ganz sicher nicht ausgehen.

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Extras

Andy Millman (Ricky Gervais) hält sich für einen begnadeten Schauspieler. Doch da er einfach keine Angebote bekommt – was auch an seinem völlig unfähigen Agenten Darren (Stephen Merchant) liegen könnte, schlägt er sich zusammen mit Maggie (Ashley Jensen) als Komparse (= „Extra“) auf diversen Filmsets durch. Dort versucht er eine Sprechrolle zu ergattern oder zumindest aufzufallen.

Extras

Nachdem Ricky Gervais (After Life) als David Brent in der britischen Serie The Office Fernsehgeschichte schrieb – in den USA entstand ein Remake mit Steve Carell und bei uns wurden die Geschichten um den unfähigen Vorgesetzten unter dem Titel Stromberg adaptiert – versuchte er gemeinsam mit seinem Co-Autor Stephen Merchant etwas völlig anderes. Die Besonderheit bei der Serie Extras sind die namhaften Gaststars, die sich selbst verkörpern und dabei erstaunlich uneitel sind. Ben Stiller schikaniert als Regisseur die Statisten, Patrick Stewart wundert sich, dass ein unverheirateter Mann ohne Freundin kein Star Trek-Fan ist, Kate Winslet hofft durch “diesen dämlichen Holocaust-Film“ endlich einen Oscar zu bekommen und gibt Tipps für Telefonsex-Spielchen.

Extras

Doch in erster Linie überzeugt Extras durch das sympathische Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller Ricky Gervais und Ashley Jensen, die ihre lebensnah angelegten Rollen mit sehr viel Gespür für menschliche Schwächen verkörpern. Bei ihren Versuchen Erfolg im Job oder in der Liebe zu haben, versuchen Andy und Maggie bloß nichts Falsches zu sagen und dumme Bemerkungen über Religion, Hautfarbe oder sexuelle Orientierung zu vermeiden. Doch gerade durch das verkrampfte Bemühen alles richtig zu machen, entstehen die allerpeinlichsten aber auch die allerkomischsten Situationen.

Extras

Extras der DVD zur ersten Staffel: Ein sehr launiges Gespräch zwischen Ricky Gervais und Stephen Merchant (20:08 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Deleted Scenes (11:29 min); Outtakes (19:27 min); Finding Leo (9:50 min), Ricky Gervais treibt üble Spielchen mit dem Cutter Nigel (7:56 min)

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The Office

Wer hat nicht schon einmal entgegen dem eigenen Humorverständnis über den lausigen Witz einer Autoritätsperson im wahrsten Sinne des Wortes “lachen müssen“. Doch in der Papiervertriebsfirma Wernham Hogg im Londoner Vorort Slough ist dies Dauerzustand. David Brent (Co-Autor Ricky Gervais, After Life) ist dort Regional-Manager. Er hält sich aber zugleich auch noch für einen begnadeten Entertainer und nervt seine Untergebenen mit flauen Witzen. Gelegentlich nutzt David die Abhängigkeit seiner Mitarbeiter noch stärker aus, greift zur Gitarre und trägt selbstkomponierte Lieder vor.

The Office

Für weitere Verwirrungen sorgen der verklemmte Gareth, der sich für Davids Stellvertreter hält, sowie die amourösen Irrungen und Wirrungen von Tim (Martin Freeman aus Sherlock), der sich zur Kollegin Dawn hingezogen fühlt. The Office ist im Stil einer Dokumentation in Szene gesetzt und wird immer wieder unterbrochen von aufschlussreichen Interviewstatements. Pro 7 verarbeitete dies Konzept zur insgesamt zwar etwas oberflächlicheren aber immer noch höchst vergnüglichen Serie Stromberg, während in der sehr erfolgreichen US-Version Steve Carell (Die letzte amerikanische Jungfrau) den unfähigen Chef spielt.

The Office

The Office bietet bei aller Situationskomik auch einen authentischen Eindruck in den (britischen) Büroalltag und ist gleichzeitig eine ebenso bissige wie bittere Satire darauf. Auch die Binsenweisheit, dass mit etwas Humor das Leben leichter zu ertragen ist, wird durch David Brents Holzhammerpointen reichlich erschüttert.

The Office

Die zweite Staffel der insgesamt 14-teiligen Serie schildert wie Brent einen sehr fähigen und bei allen Mitarbeitern äußerst beliebten neuen Chef vor die Nase gesetzt bekommt. Der daraus resultierende langsame Abstieg des sich selbst immer wieder völlig überschätzenden Brent nimmt dabei – trotz zahlloser schreiend komischer Szenen – auch durchaus tragische Dimensionen an. Im 2003 entstandenen zweiteiligen Weihnachts-Special heißt es dann leider auch schon Abschied nehmen von der The Office– Belegschaft, doch auch in Extras – dem Nachfolgeprojekt von Ricky Gervais und Stephen Merchant – kommen Freunde des britischen Humors voll auf ihre Kosten.

The Office

Extras: Zwei Dokumentationen (je 20 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen oder englischen Untertiteln); Deleted Scenes (13:08 min); Outtakes (7:48 min); Das zweiteilige Christmas-Special von 2003 (43 min + 53 min)

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Roots

Der schwarze Autor Alex Haley betrieb etliche Jahre intensiv Ahnenforschung und es gelang ihm die Wurzeln (englisch: Roots) seiner Familie bis zurück nach Afrika verfolgen. Dort wurde sein Urahne Kunta Kinte von Sklavenhändlern gefangen und in die Südstaaten der USA verschleppt. Dessen Enkel Chicken George gelang es durch seine Fähigkeiten als Trainer von Kampfhähnen ein kleines Vermögen anzuhäufen, durch das er sich schließlich freikaufen konnte.

Roots

Chicken George ist der Ur-Ur-Opa von Alex Haley, der das Schicksal seiner Vorfahren zum Bestseller Roots verarbeitete aus dem 1977 eine sehr erfolgreiche TV-Serie entstand, die Warner komplett als preiswerte DVD-Box anbietet. Die TV-Serie hat auch heute nichts von ihrer Wirkung eingebüßt und schildert sehr emotional das Schicksal einiger Sklaven (darunter LeVar Burton aus Star Trek – Next Generation als junger Kunta Kinte) von der Gefangennahme bis zur immer noch nicht rosigen Zukunft nach dem Sezessionskrieg der die Sklaverei beendete.

Roots

Die Serie hatte natürlich Folgen. So entstand die Fortsetzung 7-teilige Roots – Die nächsten Generationen“, die die Geschichte bis von Haley und seinen Vorfahren bis in die Gegenwart weiter erzählte und u. a. Marlon Brando in einem unvergesslichen Kurzauftritt als US-Nazi George Lincoln präsentierte. Doch auch die zwei Jahre nach Roots entstandene TV-Serie Holocaust über das Schicksal der jüdischen Familie Weiss während des Dritten Reiches wäre ohne die erfolgreiche Verfilmung von Haleys Bestseller nicht entstanden.

Roots

Extras der DVD: “Remembering Roots“, eine 19-minütige sehr interessante Zusammenstellung von Interviews, die während der Aufnahme des Audiokommentars entstand, wahlweise mit deutschen Untertiteln; Eine Tafel mit Roots-Familienstammbaum; Durchgehende Extratonspur mit Audiokommentaren von Regisseuren und Darstellern, nicht untertitelt

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Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss

Berlin, 1935: Karl Weiss (James Woods) und Inga Helms (Meryl Streep) feiern ihre Hochzeit. Beide sind deutsche Staatsbürger, aber Karl ist Sohn einer jüdischen Familie. Wenig später werden die Nürnberger Gesetze erlassen, die sogenannte „Mischehen“ als „Rassenschande“ unter Strafe stellen. Dennoch bleibt die Familie Weiss in Deutschland. Noch ist der Schrecken, mit dem die Nazis ihre jüdischen Mitbürger überziehen werden, real nicht vorstellbar. Doch dann beginnt mit der Kristallnacht am 9. November 1938 die grausame Verfolgung der Juden…

Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss

Ein Jahr nachdem sich 1977 die TV-Serie Roots ebenso plakativ wie erfolgreich mit dem Thema „Sklaverei in den USA“ beschäftigte, folgte mit Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss eine ähnlich aufgemachte vierteilige Miniserie über die Judenverfolgung im Dritten Reich. Die Serie spielte in den Jahren 1935 bis 1945. Mit den Kinostars James Woods und Meryl Streep waren die Hauptrollen äußerst prominent besetzt, doch ihre “Opfer“-Charaktere gerieten arg klischeehaft. Das Thema vertiefte jedoch die beeindruckende Darstellung von Michael Moriarty, der in der Rolle des arbeitslosen Juristen Erik Dorf langsam aber sicher zum “Täter“ wurde, und – ganz im Gegensatz zu den etwas knallchargig als Heydrich und Himmler auftretenden Briten David Warner und Ian Holm – dem Grauen ein erschreckend normales Gesicht verlieh.

Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss

Trotz aller Schwächen war die Serie eine äußerst ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema “Holocaust“ zu einem Zeitpunkt als es nichts Vergleichbares gab. Sicher auch aus Scham darüber, dass die westdeutschen öffentlich rechtlichen TV-Programme keine auch nur annähernd ähnlich umfassende und fassbare Aufarbeitung des Themas zustande gebracht hatten, wurde die US-Serie 1979 in die Dritten Programme verbannt. Dort erreichte sie trotzdem Traumquoten und regte zu heftigen Diskussionen an. Leider wurde Holocaust – Die Geschichte der Familie Weiss damals leicht gekürzt, vor allen um einen Epilog, der einen der Überlebenden bei der Gründung des Staates Israels dabei sein lässt. Seltsamer- und ärgerlicherweise fehlt diese Sequenz auch bei der DVD-Edition, obwohl diese über eine englische Tonspur verfügt.

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