Die drei Musketiere

Der Regisseur Richard Lester („Superman III„) brachte es vor allem durch seine Beatles-Filme „A Hard Day’s Night“ und “Help“ zu Weltruhm. Er hatte mit den Fab Four noch große Dinge vor und wollte sie in Verfilmungen von Meisterwerken der Weltliteratur einsetzen. Neben „Der Herr der Ringe“ (George als Gandalf, John als Gollum, Paul als Frodo und Ringo als Sam) war auch eine Verfilmung von „Die drei Musketiere“ geplant.

Die drei Musketiere

Das klappte dann zwar nicht, doch auch ohne die Beatles kann sich Richard Lesters 1973 entstandene Verfilmung von Alexandre Dumas‘ Weltbestseller sehen lassen. Die Besetzung der Hauptrollen ist großartig: Michael York verfügt über die nötige Naivität für die Rolle des D’Artagnan. Nie war ein großartigeres Trio als Oliver Reed, Richard Chamberlain und Frank Finlay in Rolle der Musketiere zu sehen. Raquel Welch ist als die von D’Artagnan angebetete Hofdame Constance sehr sexy aber auch komisch, während Christopher Lee, Faye Dunaway und Charlton Heston fast alle Facetten der Bösartigkeit abdecken.

Die drei Musketiere

Das große Plus dieses Films ist, neben der unsterblichen Geschichte von Dumas, zweifelsohne der Inszenierungsstil von Richard Lester. Dieser wechselt mühelos von satirischer Komödie zu herzergreifender Romanze oder turbulenter Action. Der Film ist bis ins kleinste Detail perfekt ausgestattet und nicht unerwähnt bleiben soll auch der großartige Soundtrack von Michael Legrand. Niemals zuvor (und auch danach nie wieder) wurden die Musketiere besser verfilmt.

Die drei Musketiere

Großteils aus den zuvor nicht verwendeten Szenen bastelte Lester 1974 die (trotz kalauernder deutscher Synchronisation) sehr viel düstere Fortsetzung “Die vier Musketiere – Die Rache der Mylady“ zusammen. Hier geht es sehr viel dramatischer aber auch weniger spaßig zu.

Die drei Musketiere

Eine interessante Fußnote ist schließlich noch der 1989 entstandene Film “Die Rückkehr der Musketiere“, der auf der Grundlage von Alexandre Dumas‘ Roman “20 Jahre danach“ entstand. In der Tat gelang es Richard Lester hier “16 Jahre danach“ einen Großteil der alten Besetzung zusammen zu trommeln. Doch leider ereignete sich bei den Dreharbeiten ein tragischer Unfall. Roy Kinnear, der wieder die Rolle von D’Artagnans Diener vom Pferd fiel, erlag seinen Verletzungen, woraufhin Richard Lester beschloss keine Spielfilme mehr zu drehen.

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