Die Kunst von Hergé

An Sekundär-Materialien zu Hergé und seinen “Tim und Struppi“-Comics herrscht ganz gewiss kein Mangel. Das Leben von Georges Remi wurde unter dem Titel “Die Abenteuer von Hergé“ auch in Comicform nacherzählt und unter dem Titel “Auf den Spuren von Tim und Struppi“ erschien ein umfangreicher Bildband sowie eine fünfteilige arte-TV-Dokumentation. Doch Philippe Goddins dreibändige Reihe “Die Kunst von Hergé“ bietet einen anderen Blick auf den Künstler und sein ebenso umfangreiches wie vielfältiges Werk.

Die Kunst von Hergé

Der erste Band handelt den Zeitraum von 1907 – 1937 ab und dabei werden natürlich auch die in diesem Zeitraum entstandenen Comics, von “Tim im Lande der Sowjets“ über “Der blaue Lotus“ bis hin zum “Arumbaya-Fetisch“, gewürdigt. Doch Goddins Buch zeigt darüberhinaus noch chronologisch zusammengestellt eine Fülle von teilweise bisher unveröffentlichten Zeichnungen, angefangen mit einem Buntstift-Bild des vierjährigen Hergés aus dem Jahre 1911. Beim Blättern im Buch wird sofort klar, dass Georges Remi ein ebenso manischer wie talentierter Zeichner war. Bereits mit 15 Jahren erschienen erste Zeichnungen von ihm in Zeitschriften. Auch während er an den ersten “Tim und Struppi“-Geschichten arbeitete, war Hergé ein vielbeschäftigter (aber auch vielseitiger) Illustrator, Gebrauchsgraphiker und Künstler, der es auch ohne seine Comics zu Wohlstand gebracht hätte.

Die Kunst von Hergé

Das Hauptaugenmerk beim Buch liegt zweifelsohne auf den Künstler Hergé, wobei es dem Text zuweilen etwas an Distanz mangelt. Wenn Goddin zu “Tim im Lande der Sowjets“ schreibt: “Der Ton war geschaffen, er würde sich nicht mehr ändern“, dann war dies zum Glück nicht der Fall, denn die Geschichte war alles andere als “gut dokumentiert“. Dennoch ist in Goddins knappen Texten auch einiges über den Menschen Georges Remi zu erfahren. So verewigte dieser seine unglücklich endende Jugendliebe zu Marie-Louise Van Cutsem, indem er “Milou“ (so heißt der Hund Struppi im Original) nach ihr benannte. Auch das sich über einen langen Zeitraum hinziehende Werben Hergés um seine erste Ehefrau Germaine wird dokumentiert, zumal es sich in einigen sehr stimmungsvollen Porträts niederschlug. Es ist zu hoffen, dass die weiteren Bände recht bald erscheinen, denn “Die Kunst von Hergé“ ist die optimale Begleitlektüre beim Lesen von “Tim und Struppi“.

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