Ein Quantum Trost

Erstmals ist ein James-Bond-Film die direkte Fortsetzung seines Vorgängers. “Ein Quantum Trost“ beginnt wenige Minuten nach dem Ende von “Casino Royale“. 007 transportiert jenen Mister White, dem er zuvor ins Bein geschossen hatte, sehr rabiat und verfolgt von Widersachern zu einem geheimen Verhörraum. Dort muss er ebenso schnell wie schmerzlich feststellen, dass für die Ermordung von seiner geliebten Vesper Lynd eine Organisation verantwortlich war, die sehr viel mächtiger als der britische Geheimdienst MI5 ist.

Ein Quantum Trost
© United Artists / Twentieth Century Fox

Erstmals sind die Schurken in einem James-Bond-Film mehr als nur Bilderbuch-Bösewichte und ihre Pläne ebenso wirklichkeitsnah wie bedrohlich. Dominic Green tritt nach außen als Naturschützer auf, zettelt jedoch in Wirklichkeit mit Unterstützung des CIAs oder des britischen Außenministeriums Staatsstreiche an um Dumpinglöhne zu erhalten und auch allerlei eigne Süppchen zu kochen. Mathieu Amalric (“München“) spielt diesen etwas zu kurz geratenen Global Players mit einem erschreckend bösen Funkeln in den Augen.

Ein Quantum Trost
© United Artists / Twentieth Century Fox

Erstmals wurde ein James-Bond-Film von einem Regisseur inszeniert, der eher aus der Arthouse-Ecke als vom konventionellen Blockbuster-Kino kommt. Der in Deutschland geborene Marc Forster hatte großen Erfolg mit höchst individuellen Filmwerken wie “Monster´s Ball“ und “Wenn Träume fliegen lernen“. Bei seiner hektischen Inszenierung der Actionszenen kommt fast der Verdacht auf er versuche die erstaunlich kurze Spieldauer durch Stakkato-Schnitte zu kompensieren. Doch wenn ebenso makaber wie treffend die Schlüsselszene aus “Goldfinger“ zitiert wird oder wenn bei einer Schießerei während einer Opernaufführung in Bregenz auf dem Soundtrack nur die Musik aus “Tosca“ zu hören ist, gelingt Forster ganz großes Kino.

Ein Quantum Trost
© United Artists / Twentieth Century Fox

Wie immer bei den James-Bond-Filmen steht und fällt das Werk mit dem Hauptdarsteller. Daniel Craig, bleibt auch diesmal noch 007-Novize und greift eher zu rohen Methoden als zu Wunderwaffen. Seine (äußerst erfolgreiche) Suche nach einem eigenen Stil macht “Ein Quantum Trost“ zu sehr viel mehr als zu einem weiteren James-Bond-Film.

Ein Quantum Trost
© United Artists / Twentieth Century Fox

Auf DVD erscheint “Ein Quantum Trost“ als Single-DVD, die als Extra nur das Musikvideo zum Titelsong von Jack White und Alicia Keys sowie zwei Trailer enthält. Die Special Edition enthält neben einem interessanten 25-minütigen Making Of noch fünf kurze aber gehaltvolle Dokus zu verschiedenen Aspekten der Produktion, sowie eine insgesamt 46-minütige Sammlung von für das Internet produzierten aufschlussreiche Berichten über 32 Crewmitglieder in meist eher untergeordneten Positionen (Ausnahmen wie Alicia Keys oder Komponist Davis Arnold bestätigen die Regel). Das Bonusmaterial ist somit deutlich reichlicher ausgefallen als bei der Erstveröffentlichung von “Casino Royale“.

Ein Quantum Trost
© United Artists / Twentieth Century Fox

Extras der DVD-Edition: „Another Way to Die”-Musikvideo (4:30 min); Kinoteaser (1:50 min) & Kinotrailer (4:30 min); Zusätzliche Extras der Special Editon: „Bond am Set“ (24:47 min), ein interessantes Making Of, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Beginn der Dreharbeiten (2:56 min); Am Set (3:14 min); Olga Kurylenko und die Bootsjagd-Sequenz (2:15 min); Regisseur Marc Forster (2:46 min); Die Musik (2:37 min); Die Filmcrew (46:10 min)

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