Paul Jenkins, Humberto Ramos: Fairy Quest

Der 1973 in Mexiko geborene Humberto Ramos ist einer der ganz wenigen Zeichner von US-Heften (eigentlich gibt es da sonst nur noch John Romita Jr.), der über einen wirklich eigenen Stil verfügt. Es ist äußerst spannend zu verfolgen wie er z. B. allgemein bekannten Figuren wie Peter Parker oder J. J. Jameson bei “Spider-Man“ seinen unverkennbar knuffigen Look verpasst.

Paul Jenkins, Humberto Ramos: Fairy Quest

Doch Ramos ist nicht nur im Superhelden-Genre tätig, sondern hat auch allerlei eigene Serien am Start. Recht erfolgreich war seine Vampir-Serie “Crimson“, während er sich bei “Out There“ an Horror-Unterhaltung im Stile von Stephen King versuchte. Bei beiden Comic-Reihen arbeitete Ramos mit Brian Augustyn zusammen, während die Texte der sechsteiligen Mystery-Serie “Offenbarungen“ vom Briten Paul Jenkins (“Wolverine – Origin„) stammten. Dieser orientierte sich dabei ganz offensichtlich an den Thrillern von Dan Brown (“Sakrileg“). Auch bei “Fairy Quest“ fungiert Jenkins als Autor.

Paul Jenkins, Humberto Ramos: Fairy Quest

Die Comic-Serie spielt in einer Welt, die mit Märchenfiguren bevölkert ist. Doch märchenhaft geht es dort nicht zu, denn Herr Grimm passt auf, dass seine Kreaturen jeden Tag streng nach seinen Vorgaben agieren. Dies istt Rotkäppchen überhaupt nicht recht, denn sie hat sich mit dem gar nicht so bösen Wolf angefreundet. Als Rotkäppchen deshalb Gehirnwäsche durch Grimms Gedankenpolizei droht, flüchtet sie zusammen mit dem Wolf. Dabei trifft sie auf einen gewissen Peter, der zusammen mit einigen wilden Jungs und einer kleinen Fee im Sumpf lebt…

Paul Jenkins, Humberto Ramos: Fairy Quest
Fairy Quest Pin-up von J. Scott Campbell

Die Geschichte von Paul Jenkins ist nicht wirklich originell oder gar konsequent erzählt. Einige der Figuren, wie etwa eine alte Frau, die in einem großen Schuh wohnt, kommt bei den Brüdern Grimm nicht vor, dennoch leben sie in der Märchenwelt von “Fairy Quest“. Doch immerhin taugt die Story dazu Humberto Ramos einmal mehr zu graphischen Höchstleistungen anzuspornen. Unterstützt durch die schöne Kolorierung von Leonardo Olea, sind die Bilder des Comics ein Augenschmaus und kommen sehr gut in der Hardcover-Edition von Popcom zur Geltung. Diese wird noch abgerundet durch Variant-Cover von Ramos und beeindruckende Pin-ups der Märchenfiguren von Zeichnern wie J. Scott Campbell oder Skottie Young.

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