Gibrat: Der Aufschub

„Cambeyrac, 1943, Ein Land im Krieg, ein Dorf in dem der Krieg weit weg ist.“
Der junge Julien Sarlat sollte aus seinem kleinen französischen Dörfchen nach Deutschland zur Zwangsarbeit deportiert werden. Bei einem Zugunglück kann er fliehen. Als er zu seiner Tante zurückkehrt, erfährt er, dass er als tot gilt, weil eine Leiche mit seinen Papieren gefunden wurde. Er versteckt sich im leeren Schulhaus des Dorfes, beobachtet seine eigene Beerdigung und vor allem höchst eifersüchtig seine geliebte Cécile.

Gibrat: Der Aufschub

„Der Aufschub“ wurde vom zuvor eher für softpornographische Comics bekannten Jean-Pierre Gibrat („Mattéo„) spannend erzählt und in sehr stimmungsvoll aquarellierte Bilder umgesetzt. Die Kritiker des Fachmagazins „RRAAH!“ kürten den ersten Band von „Der Aufschub“ zum „Comic des Jahres“ und entsprechend hoch waren die Erwartungen danach beim abschließenden zweiten Teil.

Gibrat: Der Aufschub

Doch Gibrat enttäuschte auch hier nicht und erzählt weiterhin scheinbar idyllisch vom Zweiten Weltkrieg in der französischen Provinz. Zwar gab es auch 1944 immer mal wieder unangenehme Zwischenfälle mit der Miliz und der immer stärker werdenden Resistance, aber Julien interessiert sich eigentlich nur für seine Cécile, der er endlich gezeigt hat, dass er noch lebt. Er darf nun zwar in ihrem Zimmer schlafen, aber so richtig auf seine Kosten kommt er doch nicht, angeblich weil die Großmutter nebenan schläft.

Gibrat: Der Aufschub

Julien hat in seinem Versteck auch Waffen für den Widerstand gebunkert. Von den Resistance-Kämpfern wird er ziemlich rüde behandelt, als diese ihr Material abholen. Dies öffnet ihm die Augen und er bricht nach Paris auf um dort für den Widerstand arbeiten…

Gibrat: Der Aufschub

Mittlerweile liegt auch eine sehr schöne Hardcovergesamtausgabe von “Der Aufschub“ vor, die als Bonusmaterial noch 16 Seiten mit Skizzen und zusätzlichen Illustrationen enthält. Weitere wunderschöne Aquarelle von Gibrat enthält das Artbook “Jeanne und Cécile“. In Laufe der Geschichte, die Gibrat in seinem Comic “Von Dieben und Denunzianten“ erzählte, eröffnet er dem Leser, dass es sich bei der Hauptfigur Jeanne um die Schwester von Cécile handelt.

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