James Bond: Liebesgrüße aus Moskau

Ian Flemings fünfter 007-Roman ist möglicherweise sein bester. Dies sah auch John F. Kennedy so, der „Liebesgrüße aus Moskau“ als eins seiner Lieblingsbücher bezeichnete und dadurch der Figur des James Bonds einen großen Popularitätsschub verschaffte und für das Fortbestehen der Serie sorgte. Am Ende des Romans blieb offen, ob der britische Top-Agent einen tückischen Mordanschlag überlebt, denn Ian Fleming war sich 1956 nicht sicher, ob er weitere 007-Romane schreiben wollte. Ähnlich ging es einst Arthur Conan Doyle, der seinen Sherlock Holmes sterben und dann auf Wunsch seiner Leserschaft wieder auferstehen ließ.

James Bond: Liebesgrüße aus Moskau

Während für die Verfilmungen Flemings sonstige James Bond Romane noch gehörig durch spektakuläre Aktionen und Szenerien aufgemotzt wurden, ist bei „Liebesgrüße aus Moskau“ das Gegenteil der Fall. Flemings wild schillernde Phantasien wurden entschärft als Terence Young das Buch 1963 recht werkgetreu verfilmte. Die markanteste Änderung ist, dass im Kino nicht die Russen die Bösewichte sind. Hinter dem mörderischen Komplett steckte anstelle der real existierenden sowjetischen Killer-Behörde SMERSCH, die frei erfundene internationale Terror-Organisation S.P.E.C.T.R.E. (SPecial Executive for Counter-intelligence, Terrorism, Revenge and Extortion), die vom Katzen-Streichler Ernst Stavro Blofeld geleitet wird und von Fleming erst im später erschienenen Roman „Feuerball“ eingeführt wurde.

Liebesgrüsse aus Moskau
Originalausgabe von 1956

Das ging ja noch in Ordnung, da die Filmproduzenten das Klischee der “bösen Russen“ vermeiden wollten, was in der Hochzeit des Kalten Krieges nicht eben selbstverständlich war. Schade ist aber, dass die Figur des obersten SMERSH-Henkers Donovan Grant im Kino (sehr markant von Robert Shaw aus “Der weiße Hai“) um einige herrlich durchgeknallte Charakterzüge – wie unkontrollierte Anfälle von Mordlust bei Vollmond – beraubt wurde. Im Buch geht es außerdem sehr viel weniger prüde zu als auf der Leinwand. Auch der mitreißende Zweikampf zweier Zigeunerin, die den selben Mann begehren, beschreibt Fleming um einiges mitreißender (und sehr viel freizügiger) als Terence Young.

James Bond: Liebesgrüße aus Moskau

Daher ist es sehr zu begrüßen, dass Flemings wohl wildester Roman endlich neu und erstmals komplett übersetzt vorliegt!

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