JLA: ERDE 2

Im Jahr 2000 war die Welt noch in Ordnung – es galt die „Post-Crisis-Universe“-Zeitrechnung und andere Welten gab es nicht. Das änderte sich nun, als der Tausendsassa Grant Morrison das Antimaterie-Universum für DC einführte. Hier ist alles anders: Hier regiert das Crime Syndicate of America (Ultraman, Owlman, Superwoman, Johnny Quick, Power Ring). Hier ist „gut“ „böse“, das Herz der Menschen auf der anderen Seite und Alexander Luthor ist der einzige, der das CSA bekämpft.

JLA Erde 2

Ein verworrenes, geniales Spiel beginnt, als Luthor die Barriere von seiner Erde zur Erde 2 (so nennt er die bekannte Erde mit Superman, Batman Wonder Woman und Co.) überschreitet. Er bittet die JLA um Hilfe im Kampf gegen die CSA – ein Kampf, von dem alle viel zu spät erkennen, dass ihn keiner gewinnen kann. Seitdem Jerry Siegel und Joe Shuster die ersten waren, die für SUPERMAN sich im Jahre 1938 zusammengetan hatten, wurden die besten Comics geschaffen, wenn Künstler zusammenarbeiteten und gemeinsam Werke schufen von atemberaubender Spannung und Schönheit. Ein solches Dream-Team sind schon seit Jahren Grant Morrison und Frank Quitely. Beide arbeiteten schon mit vielen anderen Künstlern zusammen, aber wenn sie zusammen etwas schufen, dann schien jedes Mal eine bestimmte Form von Chemie ins Spiel zu kommen.

Der richtige Name von Frank Quitely ist Vincent Deighan. Er ist 1968 in Glasgow, Schottland geboren, wo er auch noch heute zusammen mit seiner Frau und drei Kindern lebt. Seine ersten Arbeiten fertigte er für einen schottischen Underground Comic („Electric Soup“) an, eine Sammlung diverser Comicgeschichten. Mit 22 Jahren schreibt und zeichnet er hierfür seinen eigenen Comic Strip („The Greens“). Da er fürchtet, dass seine Familie mit dem Inhalt nicht einverstanden sein könnte, nimmt er ein Pseudonym an – eben Frank Quitely. Der Name entsteht durch die absichtliche Vertauschung der Buchstaben in „quite frankly“. Es folgen kleinere Arbeiten für das Jugde Dredd Magazine, bevor er 1996 schließlich zusammen mit seinem Freund aus Glasgow – Frank Morrison – den großen Durchbruch mit „Flex Mentallo“ für ein DC Comics Imprint in Amerika feiert. „Batman: Scottish Connection“ wird 1998 seine erste Graphik Novel für DC, Autor ist der Engländer Alan Grant. Hier haben seine von ihm geschaffenen „Greens“ einen Gastauftritt .

Seine weitere Zusammenarbeit mit Superhirn Grant Morrison wird legendär. Mit ihm zusammen schafft er Meilensteine der Comicgeschichte: „JLA: Earth 2“ (DC Comics, 2000), „New X-Men“ (Marvel, 2001–2003), „We3“ (Vertigo, 2004–2005), „Batman and Robin“ (DC Comics, 2009). Am bekanntesten aber dürfte die zwölfteilige Miniserie „All-Star Superman“ (ebenfalls mit Grant Morrison, DC Comics, 2005–2008) sein, für die er mit Preisen überschüttet wurde: Eisner Award in 2006, 2007 und 2009; Harvey Award in 2007, 2008, 2009. Morrison ist das Superhelden-Superhirn: Versiert, magisch, intelligent, meta. Grant Morrison ist „Member of the Order oft he British Empire (MBE)“. Historisch gesehen – noch Jahre vor der Krise – hatten die bösen JLA-Gegenspieler ihren ersten Auftritt in Justice League of America #29 (August 1964) – siehe hier Die Neuauflage dieses Klassikers erscheint bei Panini im Rahmen des Mega-Events „FOREVER EVIL“!

Norbert Elbers

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