Lars von Trier: Hospital der Geister

Im Kopenhagener königlichen Reichskrankenhaus geschehen die seltsamsten Dinge. Geister, Zombies und Missgeburten gehören schon fast zur Tagesordnung. Der arrogante und skrupellose Stig G. Helmer (Ernst Hugo Järegard) aus Schweden tritt dort eine neue Stelle als Neurochirurg an und verzweifelt langsam aber sicher an seinen Kollegen, die er allesamt für “dänischen Abschaum“ hält.

Lars von Trier: Hospital der Geister

Lars von Trier (“Breaking the Waves“, “Dancer in the Dark“) schuf mit der TV-Serie “Hospital der Geister“ sein bisher monumentalstes, wohl aber auch zugänglichstes, Werk. 1994 und 1997 entstanden zwei Staffeln mit 11 Episoden und über 9 Stunden Laufzeit vor. Im deutschen Fernsehen wurden daraus 6 Episoden. Eine dritte abschließende Staffel war lange im Gespräch, kam aber nie zustande. Stephen King schrieb 2004 für das US-Fernsehen unter dem Titel “Kingdom Hospital“ ein Remake.

Lars von Trier: Hospital der Geister

In “Hospital der Geister“ experimentiert von Trier bereits mit seinem Dogma-Stil. Er verwendet kein Stativ und die scheinbar wahllos zusammengefügten Szenen wirken wie ein Dokumentarfilm. Die simplen aber wirkungsvollen Geistertricks fügen sich nahtlos in diesen Schein-Realismus ein und haben einen sehr viel stärkeren Gruseleffekt als die aufwändigen Computertricks von US-Produktionen. Doch das ganz große Plus der Serie sind die Schauspieler, die scheinbar mühelos die seltsamsten Typen darstellen und den Zuschauer schon nach wenigen Minuten gefesselt haben. Noch heute fasziniert „Geister“ stärker als viele der nachfolgenden Fälle von „Dogma-Wackelkino“.

Lars von Trier: Hospital der Geister

Die neue DVD-Edition von Koch Media enthält die ungekürzte Fassung erstmals komplett deutsch synchronisiert. Als Extras gibt es: Audio-Kommentar mit Lars von Trier, Niels Vorsel und Molly Stensgard zu bestimmten Szenen, wie alle Extras wahlweise mit Untertiteln; Behind-the-Scenes Dokumentation mit Darsteller-Interviews (24:20 min); Acht Werbespots von Lars von Trier mit Ernst Hugo Järegard; Dänischer Trailer (1:29 min); Ein sehr interessantes Portrait von Lars von Trier (39:53 min); Musikvideo mit Lars von Trier „The Shiver“ (1:54 min); Musikvideo-Outtakes mit Lars von Trier (1:59 min); Udo-Kier-Special (8:12 min);  Wendecover

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