Lizenz zum Töten

Timothy Dalton bringt in diesem Film zwar eine merklich schwächere Leistung als in seinem Bond-Debüt „Der Hauch des Todes„. Trotzdem ist sein zweiter Auftritt als 007 ein gelungener Beitrag zur Reihe, denn es wird sich auf längst verloren geglaubte Werte der Serie besonnen. Von Anfang an herrscht eine Atmosphäre der Bedrohung und Rache, wie sie zuletzt in „Liebesgrüße aus Moskau“ zu sehen war.

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© United Artists / Twentieth Century Fox

Es steht nicht so sehr technischer Schnickschnack im Vordergrund, sondern vielmehr die Menschen. Passend hierzu hat Waffenmeister Q (Desmond Llewelyn) hier auch seinen ersten größeren Auftritt innerhalb der Reihe und führt nicht nur kurz irgendwelche Geräte vor. Der Film beginnt mit der Ermordung der Braut von Bonds CIA-Freund Felix Leiter (hier wurde seltsamerweise der selbe Darsteller verwendet, wie im 16 Jahre zurückliegenden „Leben und sterben lassen“, während in „Der Hauch des Todes“ ein anderer Schauspieler diese Rolle spielte). Dadurch wird gleich zu Beginn des Filmes signalisiert, dass diesmal jeder sterben kann. Dies schafft eine spürbare Bedrohung, die im permanenten Augengezwinker eines Roger Moore keine Chance gehabt hätte.

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© United Artists / Twentieth Century Fox

Wie schon in „Der Hauch des Todes“ ist die Handlung diesmal auch deutlich realistischer, denn es muss nicht ständig die ganze Welt gerettet werden, sondern es geht „nur“ um die Zerschlagung eines (wenn auch gewaltigen) Rauschgiftringes. Leider führte der relative Misserfolg in den USA (an der Kinokasse musste „Lizenz zum Töten“ gegen „Batman“, „Indiana Jones III“ und „Lethal Weapon II“ antreten) dazu, dass es eine ganze (Timothy Dalton zermürbende) Weile dauern sollte, bis ein weiterer Bondfilm gedreht werden sollte.

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© United Artists / Twentieth Century Fox

Extras der DVD-Edition: Zwei verschiedene Audio-Kommentare von John Glen und den Schauspielern sowie von Michael G. Wilson und Mitgliedern der Crew, wie alle Extras wahlweise mit deutschen und englischen Untertiteln; “Inside Licence to Kill“, ein umfassender 32-minütiger Einblick in die Entstehung des Filmes; eine 5-minütige “Production Featurette“; Dokumentation “Kenworth Truck“ (9:30 min); Auf Motivsuche mit Production-Designer Peter Lamont (5:20 min); Am Set mit John Glen (9:26 min); Bodencheck mit Pilot Corkey Fornot (4:46 min); Diverse Interviews von 1989 (11:42 min); 9 nicht verwendete Szenen, anmoderiert von John Glen (insgesamt 10:11 min); „Missionskontrolle“: Thematisch gegliederte Zusammenstellung einiger besonders markanter Szenen, hervorzuheben ist die Möglichkeit die Titelsequenz ohne den Text bzw. die Credits zu betrachten; Musikvideo “ Licence to Kill“ von Gladys Knight (4:26 min, 2,35 : 1, nicht anamorph, Dolby 2.0); Musikvideo “ If You Ask Me To“ von Patti LaBelle (4:00 min, Vollbild, Dolby 2.0); Galerie mit 106 thematisch geordneten Fotos und Plakaten aus aller Welt; 2 englische Kinotrailer (1:16 min und 1:50 min, jeweils 2,35 : 1, anamorph, Dolby 2.0); 8-seitiges farbiges Booklet

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