Lex Barker – Unsterblicher Old Shatterhand: Bilder seines Lebens

Der Franzose Pierre Brice war einst ein beeindruckender Apachen-Häuptling der in hauptsächlich mit westdeutschen Geldern produzierten Euro-Western über die jugoslawische Prärie galoppierte. Später dann hat er einiges seiner Winnetou-Würde eingebüßt, etwa als er 1998 im albernen ZDF-Zweiteiler „Winnetous Rückkehr“ Karl Mays legendären Indianer unsynchronisiert mit französischer Zunge sprechen ließ. Heute ist er in erster Linie dafür bekannt, zu den wenigen Menschen zu gehören, die nicht über Bullys “Der Schuh des Manitu“ lachen konnten.

LEX BARKER - UNSTERBLICHER OLD SHATTERHAND

Lex Barker hingegen wird für immer Old Shatterhand bleiben, auch wenn er zuvor bereits Tarzan war oder in Fellinis “La Dolce Vita“ auftrat. Der US-Amerikaner kam durch die westdeutschen Karl-May-Filme zu jenem Ruhm und den damit verbundenen Gagen von denen er in Hollywood nur träumen konnte. Nachdem die Karl-May-Reihe 1968 mit “Winnetou und Shatterhand im Tal des Todes“ beendet war, stagnierte auch die Karriere von Lex Barker.

LEX BARKER - UNSTERBLICHER OLD SHATTERHAND

Als dieser dann kurz nach seinem 54. Geburtstag am 11. Mai 1973 mitten in New York an einem Herzinfarkt starb, war dies für Michael Petzel ein ähnlicher Moment wie etwa die Ermordung Kennedys, also ein Ereignis bei dem man sich sein Leben lang noch genau daran erinnert, wo man war als es sich zutrug. Petzel hat schon einige beachtliche nicht nur für absolute Fans interessante Sachbücher über die Karl-May-Filme geschrieben, wie etwa “Karl-May-Stars“, “Das große Karl-May-Lexikon“ oder „50 Jahre Winnetou-Film“.

LEX BARKER - UNSTERBLICHER OLD SHATTERHAND

Pretzels “Lex Barker – Unsterblicher Old Shatterhand“ orientiert sich von der Aufmachung her an jenen breitformatigen textarmen Film-Bildbücher, die es den Fans lange vor der Erfindung des Video-Recorders erlaubte, daheim in den farbprächtigen Welten der Winnetou-Filme zu schwelgen. Der Karl May Verlag hatte bereits einige seinerzeit nicht erschienene Film-Bildbücher etwa zu “Winnetou und das Halbblut Apanatschi“ oder zu “Old Shatterhand“ aber auch zu „Der Schatz im Silbersee“ nachgelegt. Zu dieser Reihe passt auch Petzels prägnant geschriebener, sinnvoll gegliederter und mit viel exklusiven Fotos versehene Bildband zu Lex Barker.

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Die Tunisreise 1914: Paul Klee, August Macke, Louis Moilliet

“Studienreise nach Tunesien“ so überschrieb Paul Klee jenen Teil seiner Tagebücher der später so legendär gewordenen Reise, die er mit seinen Malerfreunden August Macke und Louis Moilliet im April 1914 unternommen hat. Sie verbrachten dort zwei sorglose Wochen, in der sie aber auch sehr intensiv zeichneten und aquarellierten. Gleich nach der Anreise, über Marseille und der überwundenen Seekrankheit von Klee, stellten sie fest, dass sie dort gut arbeiten konnten.

Die Tunisreise 1914: Paul Klee, August Macke, Louis Moilliet

„Den Kopf voll von den nächtlichen Eindrücken… Kunst – Natur – Ich… Man hat hier tausende Motive“ schrieb Klee. Später: „Die Farbe hat mich, ich brauche nicht mehr danach zu haschen.. Ich bin Maler.“ Anlässlich des 100. Jubiläums dieses Ereignisses ist jetzt in dem Paul-Klee-Zentrum in Bern eine sehr wichtige und großartige Ausstellung zu bewundern, die auf der Reise entstandene oder von ihr inspirierte Werke wieder vereint zeigen kann.

Die Tunisreise 1914: Paul Klee, August Macke, Louis Moilliet

Die dazu gehörige Publikation ist bei dem Verlag Hatje Cantz erschienen. Liebevoll sind die Aquarelle, Ölbilder und Zeichnungen abgebildet und dokumentiert. Ergänzt durch die Tagebuchseiten von Klee und Postkarten an Familie und Freunden. Das Fotoalbum von Macke zeigt uns die Maler und deren Motive. So das man ihren künstlerischen Weg gut nach verfolgen kann. Sorglos war diese Reise im April 1914, denn schon im August sollte der Erste Weltkrieg ausbrechen und schon im September fiel Macke in der Champagne. So gehören Mackes hier beschriebene Arbeiten heute zu seinem „Spätwerk“. Sie lassen erahnen, gerade im Vergleich mit Klee, wie er sich wohl hätte weiter entwickeln können.

Jason Schramm

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Karl der Kleine bei den Karolingern

Viel ist passiert, seit Neufred alias Alfred Neuwald („Die Weltenbummler„) seine Comicfigur “Karl der Kleine“ erfunden hat. Die wirklich lustigen Gagstrips, die sich oft mit historischen aber auch aktuellen Ereignissen in Aachen beschäftigen, sind ein Hit auf Facebook, werden in lokalen Zeitungen veröffentlicht und es liegt unter dem Titel “Karl der Kleine – Die Stadt der Printen“ auch ein erster gebundener Sammelband im Querformat mit ausgewählten Strips vor.

KARL DER KLEINE

Doch damit nicht genug. Der Aachener Karnevalsverein hat zwar bereits ein Maskottchen namens Barki, wollte aber trotzdem nicht auf eine Zusammenarbeit mit Karl dem Kleinen verzichten. Das Resultat ist ein farbiges Comicalbum im klassischen 48-Seiten-Format in dem Barki gemeinsam mit Karl den Kleinen auf eine Zeitreise durch die Aachener Geschichte geschickt werden. Ausgelöst hat diesen Zeitsprung eine allzu gut funktionierende App, die Karl und Barki fragt, “ob sie wirklich mehr Informationen“ zu einem Fresko im Krönungssaal des Aachener Rathaus möchten. Ein Klick und das Duo erfährt mehr über die ehemalige Kaiserstadt als es je wissen wollte, denn es landet im Jahre 772.

KARL DER KLEINE BEI DEN KAROLINGERN

Dabei kommt es zu einem Zeitparadoxon, denn der eher freundliche Karl der Kleine trifft auf seinen etwas zweifelhafteren Namensvetter Karl der Große. Dieser machtbewusste Herrscher setzte sich einerseits “mit aller Kraft für Reformen zum Wohle seines Volkes ein“, doch andererseits klaut er Karl und Barki ihre letzte Printe. Ganz langsam und soweit es die Energie ihres Tablets erlaubt, arbeitet sich das Duo in der Zeit vor und der Leser wird mit weiteren bemerkenswerten Ereignissen aus der Aachener Geschichte konfrontiert.

Das Konzept des Comics humorvoll mit historischen Ereignissen zu spielen, funktioniert bestens und trägt erstaunlich Blüten. Am 1. April 2014 wurde in Aachen bei Ausgrabungen gar eine alte Münze mit dem Konterfei von Karl dem Kleinen gefunden. Außerdem konnte Alfred Neuwald auf dem Aachener Festival Comiciade bei seinen Signieraktionen alle von ihm angebotenen Ausgaben von “Karl der Kleine bei den Karolingern“ an die begeisterten Fans der Figur bringen, was kein Aprilscherz ist!

KARL DER KLEINE

Mittlerweile liegt “Karl der Kleine bei den Karolingern“ auch als Hörspiel-CD mit viel Musik vor und ein zweites (bzw. drittes) Comicalbum liegt auch schon vor. In “Karl der Kleine und der Talisman“ wird wieder von einer Zeitreise erzählt. Diesmal reisen Karl der Kleine und Barki ins Jahr 1804. Dort kommt es u. a. zu einer Begegnung mit Napoleon Bonaparte.

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Umpah-Pah Gesamtausgabe

Acht Jahre bevor sie ihre Erfolgserie “Asterix“ starteten, erzählten René Goscinny und Albert Uderzo von einem anderen unbeugsamen Helden. “Oompah Pah – The Indian“ erlebte seine ersten Abenteuer in Strip-Form. Die Geschichte spielte in den damaligen Vereinigten Staaten und sollte auch dort erscheinen.

UMPAH-PAH GESAMTAUSGABE

Goscinny gelang es durch seine guten Comic-Kontakte zur New Yorker MAD-Redaktion die englisch übersetzten Texte vom Letterer von Milton Caniff (“Terry and the Pirates“) in Uderzos Zeichnungen platzieren zu lassen (Diese Version ist auch in diesem Sammelband enthalten). Doch leider wollte niemand die Serie veröffentlichen. Erst als Goscinny und Uderzo die weiteren Abenteuer von Oumpah-Pah le Peau-Rouge oder Umpah-Pah (wie er in Deutschland genannt wurde) ins späte 18. Jahrhundert verlegten und der muskelbepackten Rothaut den dürren und tollpatschigen Hubert de la Pâte Feuilletée (auf deutsch: Hubert von Täne oder auch Hubert von Kremfresch) zur Seite stellten, kamen schließlich ab 1958 fünf albenlange Geschichten im Comicmagazin Tintin zum Abdruck.

UMPAH-PAH GESAMTAUSGABE
Doch nachdem Asterix zu einem gewaltigen Erfolg wurde, verloren Goscinny und Uderzo das Interesse an der zwar mit einem ähnlichen Humor gesegneten aber längst nicht so populären Serie. Bei uns erschient Umpah-Pah zunächst in Zack, danach als Umpah-Pah und Doppelskalp in Rolf Kaukas Lupo und seine Freunde, dann bei Comicplus+ und schließlich bei Ehapa, der verlegerischen Heimat von Asterix. Dort gab es zunächst eine Gesamtausgabe in drei Bänden. Hierfür schuf Uderzo neue Titelbilder. Diese und auch die ursprünglichen Cover fehlen jetzt leider in dieser Gesamtausgabe, die in einer zweiten noch um einige Seiten mit interessanten Hintergrundinformationen ergänzten Auflage vorliegt.

UMPAH-PAH GESAMTAUSGABE

Wer “Umpah-Pah“ in den Siebziger oder Achtziger Jahren gelesen hat, wird mit der neueren Übersetzung, die erstmals bei der Gesamtausgabe von Comicplus+ zum Einsatz kam, etwas fremdeln, doch ansonsten ist diese Edition äußerst gelungen.

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Michael Kichka: Zweite Generation

Ein Comic über einen Sohn dessen Jugend davon überschattet wurde, dass sein Vater ein Holocaust-Überlebender ist, steht zweifelsohne im Schatten von Art Spiegelmans Meisterwerk “Maus“. Doch Michael Kichka geht die Sache offensiv an. Er lässt Spiegelmans mit dem Pulitzerpreis prämierten Comic gleich zweimal innerhalb seiner autobiographischen Geschichte auftauchen und benennt das Werk auch eindeutig als Inspiration.

Michael Kichka: Zweite Generation

Zudem setzt Kichka andere Akzente als Spiegelman. “Zweite Generation“ ist kein Comic über den Holocaust, was auch daran liegt, dass Kichkas Vater Henri so gut wie nie mit seinen Kindern über seine Zeit in Auschwitz und Buchenwald gesprochen hat. Kichka erzählt wie das Thema Holocaust dennoch die Kindheit von ihm und seinen drei Geschwistern überschattet hat. Dies führte schließlich dazu, dass Kichkas jüngerer Bruder Charly Selbstmord beging. Die wohl ergreifendste Szene ist, wenn Michael Kichka beschreibt, wie er nach dem völlig unerwarteten Tode von Charly zunächst völlig ratlos ist, dann jedoch mit einer Verspätung von einem Monat doch noch einen Abschiedsbrief erhält. Charly schreibt darin, dass er sich unfähig fühlte seine geliebten Kinder im Leben anzuleiten, denn “das Vorbild des Lebens von Papa und Mama hat letztlich nicht ausgereicht“.

Michael Kichka: Zweite Generation

Kichka schildert wie er sich danach weiterhin davor drückt seinen Vater, der mittlerweile ein prominenter und viel beschäftigter Zeitzeuge geworden ist, auf eine seiner zahlreichen Bildungsreisen nach Auschwitz zu begleiten und auch wie es im Laufe der Zeit dennoch gelingt etwas Normalität ins Familienleben zu bringen. Kichkas schwarzweißer Zeichenstil – irgendwo zwischen Robert Crumb und André Franquin – passt durchaus zum sperrigen Thema, das er mit großer Offenheit und menschlich sehr anrührend erzählt hat. Gut dazu passt auch der Epilog, in dem Kichka schildert, dass es ihm nicht eben leicht fiel mit der Arbeit an “Zweite Generation“ zu beginnen, doch nachdem er einmal damit angefangen hatte, spürte er “in dem Masse in dem die Seiten Gestalt annahmen“ das Leben in ihm aufsteigen.

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Beziehungsweise New York

Der 2002 in die Kinos gekommene französische Film “L´Auberge Espagnole – Barcelona für ein Jahr“ hat sich zu einem erstaunlichen Langzeit-Experiment entwickelt. Cédric Klapisch („So ist Paris„, „Mein Stück vom Kuchen„) erzählte seinerzeit wie der 25-jährige Wirtschafts-Student Xavier (Romain Duris) seine letzten beiden Semester (aber vor allem etliche amouröse Verwicklungen) als Auslandsstudent in Barcelona innitten einer buntgemischten WG mit Bewohnern aus England, Dänemark, Belgien und Deutschland erlebte. Vor allem in der vielsprachigen Originalfassung aber auch durch einige unaufdringlich verspielte inszenatorische Einlagen geriet der Film zu einem einzigen Vergnügen voller sympathischer unvergesslicher Figuren.

Beziehungsweise New York

Umso größer war schließlich die Freude als es drei Jahre später zu einem “Wiedersehen in St. Petersburg“ kam. Der Film spielte zwar großteils in Paris, doch es waren vor allem die lebendig eingefangenen Szenen in Russland und London, die die Wiederbegegnung mit Xavier und seinen internationalen Freunden zu einem so großen Vergnügen machte. Als kaum noch damit zu rechnen war, schob Cédric Klapisch über ein Jahrzehnt nach “Barcelona für ein Jahr“ noch einen Film mit den selben Hauptfiguren nach. Xavier verschlägt es jetzt nach New York, da dort seine beiden Kinder bei seiner geschiedenen Frau Wendy (Kelly Reilly) aber auch seine lesbische Freundin Isabelle (Cécile de France) leben. Um eine Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten heiratet Xavier eine junge Asiatin, doch richtig kompliziert wird es als auch noch seine alte Flamme Martine (Audrey Tautou) auftaucht…

Beziehungsweise New York

Zwar sind nur noch vier Ensemble-Mitglieder aus dem Erstling dabei, doch Klapisch fängt mitreißend die New Yorker Atmosphäre ein. Als Xavier dort schließlich einen Job als Fahrrad-Kurier gefunden hat, zeigt der Film die Vielfältigkeit der Stadt mit ihren zernarbten Straßen-Landschaften und den bewachten hochpreisigen Wohnanlagen in Manhattan. Wenn Xavier verzweifelt versucht sich mit dem neuen Lebensgefährten seiner Ex-Frau auf englisch verständigt, schneidet Klapisch zum Spaß einfach mal eine Einstellung dazwischen in der der Franzose in mittelalterlicher Bekleidung als Vertreter der “Alten Europas“ zu sehen ist. Sehr sanft wird sich über den American Way of Life amüsiert, doch in erster Linie geht es um Herzensdinge. Wenn zwischendrin Xavier von Wendy, Isabelle und Martine gemeinsam veralbert wird und sich dabei nach einer Kombination dieser drei Frauen sehnt, dann ist das ein großartiger Moment, auch weil der Zuschauer diese Menschen bereits seit über einem Jahrzehnt kennt.

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The Amazing Spider-Man 2

2012 wagte Sony einen Neustart der Spider-Man-Filmreihe, ganz sicher auch, weil Tobey Maguire und Kirsten Dunst mittlerweile zu alt für ihre Teenager-Rollen waren, aber auch weil Sam Raimis “Spider-Man 3“ 2007 zwar an der Kinokasse mit einem Einspielergebnis von knapp 900 Millionen Dollar mächtig abräumte, aber eigentlich niemandem wirklich gefallen hatte. Was für ein guter Film Marc Webb mit dem Reload “The Amazing Spider-Man“ gelang, zeigt die Fortsetzung, die einige Grundideen zwar dankbar aufgreift, aber insgesamt sehr viel weniger homogen ausfiel.

The Amazing Spider-Man 2

Andrew Garfield ist als Peter Parker/Spider-Man diesmal (durchaus vorlagengetreu) ein unermüdlich Sprüche klopfender fröhlicher Superheld, doch dabei nur bedingt witzig und insgesamt eher albern. Noch schwerer zu ertragen ist Jamie Foxx, dem es überhaupt nicht gelingt Mitgefühl zu wecken, für den schüchternen einsamen Max Dillon, der durch ganz schön blödsinnige Umstände zum blaugesichtigen Power-Fritzen Electro wird. Schmerzhaft fehlen diesmal interessant ausbalancierte Respektpersonen wie es Martin Sheen als Onkel Ben oder Denis Leary als Polizisten-Vater George Stacy in “The Amazing Spider-Man“ waren. Sally Field als besorgte Tante May kämpft zwar wacker an der Emotionsfront, droht aber oft an ihren klischeehaften Monologen zu ersticken.

The Amazing Spider-Man 2

Ein schlechter Film ist “The Amazing Spider-Man 2“ deshalb aber keineswegs. Emma Stones großäugigem Charme als Gwen Stacy wird sich kaum ein Zuschauer entziehen können und der hochtalentierte charismatische Jungdarsteller Dane DeHaan hätte als tragischer Konzern-Erbe (Batman, ich höre Dich trapsen) Harry Osborn fast schon einen eigenen Film verdient.

The Amazing Spider-Man 2

Die fast komplett vor Ort in New York City in Szene gesetzte 3D-Action kann sich sehen lassen und das Ende des überlangen Filmes macht mehr als gespannt auf die weitere Ausrichtung der Spider-Man-Reihe.

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Walt Disney: Die Kühe sind los

Die arme Kuh Maggie hat es schon einmal erlebt: Plötzlich über Nacht sind alle ihre Artgenossen von der Farm verschwunden und ihr Viehzüchter kann nur noch Konkurs anmelden. Maggie wird von der Rancherin Pearl gekauft und auf deren Farm scheint alles in bester Ordnung zu sein. Doch plötzlich taucht der Sheriff auf und fordert Pearl auf ihre Schulden von 750 Dollar zu begleichen, sonst droht auch ihrer Farm die Zwangsversteigerung. Maggie stiftet ihre Mitkühe, die etwas einfältige Grace und die würdevolle Mrs. Caloway an, gemeinsam den berüchtigten Viehdieb Alameda Slim zu fangen, denn auf dessen Kopf ist eine Belohnung von 750 Dollar ausgesetzt.

Walt Disney: Die Kühe sind losWenn dann herauskommt, was der ruchlose Alameda Slim beim Viehdiebstahl für gemeine Tricks verwendet, so ist dies nicht nur der stärkste Moment des Filmes, sondern möglicherweise sogar die beste Szene in einem nach Walt Disneys Tod entstandenen Disney-Zeichentrickfilm. Alameda Slim ist ein begnadeter Jodel-Sänger und mit seinem Lied “Yodel-Adle-Eedle-Idle-Oh“ hypnotisiert er ganze Viehherden. Die Regisseure Finn und Sanford wollten aus dieser Sequenz “die farbenprächtigste Szene in einem Disney-Film überhaupt“ machen und bei der “Rosa Elefanten-Parade“ aus “Dumbo“ mithalten. Das ist ihnen zweifelsohne gelungen.

Walt Disney: Die Kühe sind los

Auch ansonsten ist der Film sehr viel entspannter als so mancher zuvor entstandener “großer“ Disney-Zeichentrickfilm wie etwa “Der Schatzplanet“ oder “Bärenbrüder“, in denen entweder optisch überwältigt oder hemmungslos Sentimentalitäten herausgeschunden werden sollte. Somit steht der Film in der Tradition von den etwas leichtfüßigeren Disney Filmen wie “Ein Königreich für ein Lama“ oder “Lilo & Stitch“. Doch dank der kräftigen Farben, des cartoonhaften Stylings von Figuren und Hintergründen und des oft etwas anarchistischen Humors fließen auch die Traditionen der unberechenbaren Trickfilme von Chuck Jones und Tex Avery mit ein. Es bleibt zu hoffen, dass Disney uns künftig auch weiterhin mit sympathisch-unangestrengte Zeichentrickfilme wie diesen hier überrascht.

Walt Disney: Die Kühe sind los

Mittlerweile liegt der Film auch auf Blu-ray vor, als Bonus gibt es; Zusätzliche Szenen kommentiert von den Regisseuren (14:57 min) und ein Making Of (16:40 min).

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Walt Disney: Die Eiskönigin – Völlig unverfroren

Es ist sehr erfreulich, dass es nicht nur bei Pixar, sondern mittlerweile auch bei Disney wieder Tradition ist, dem großen abendfüllenden Trickfilm einen kurzen Cartoon voranzustellen.

Walt Disney: Die Eiskönigin - Völlig unverfroren

Zum 85. Geburtstag von Disneys Wappentier kehrt Micky Maus an seinen Geburtsort – die große Leinwand – zurück. Der köstliche 7-minütige Micky Maus Film “Get a Horse!“ beginnt wie ein schwarzweißer Disney-Trickfilm aus den 20er Jahren, was sich auch dadurch bemerkbar macht, dass Kater Karlo hier noch ein Holzbein hat. Doch schon recht bald wird die Leinwand gesprengt, einige plötzlich farbige Figuren hüpfen dem Zuschauer plastisch entgegen und der Film wird zu einer ebenso wilden wie traditionsbewussten Geburtstagsparty.

Get a Horse!
Get a Horse!

Der Hauptfilm ist eine nicht ungeschickte Variante von Hans Christian Andersens Märchen “Die Schneekönigin“. Dieses war bereits 1959 die Grundlage für einen von Lev Atamanov inszenierten aufwändig animierten russischen Zeichentrickfilm, der sich nicht hinter den Disney-Klassikern verstecken muss. Wohl auch daher wurden für Disneys 53. Animationsfilm nur Fragmente aus Andersens ganz schön finsterer Geschichte übernommen.

Walt Disney: Die Eiskönigin - Völlig unverfroren
Zentrale Figuren sind jetzt nicht mehr die Geschwister Kay und Gerda, sondern die Prinzessin Anna und ihre drei Jahre ältere Schwester Elsa. Letztere verfügt über Zauberkräfte und verletzte die kleine Anna beim spielerischen Umgang damit. Als dann auch noch die Eltern bei einem Schiffsuntergang ums Leben kommen ist Elsa gänzlich traumatisiert und kapselt sich völlig ab. Auf ihrer Krönungszeremonie kommt es zur Katastrophe und Elsa, die alles bei Berührung in Eis verwandelt, flüchtet in die verschneite Wildnis. Daraufhin herrscht ewiger Winter im Königreich Arendell. Anna macht sich auf die Suche nach ihrer Schwester. Hilfe findet sie beim eigenwilligen Naturburschen Kristoff, seinem Rentier Sven und dem (in der deutschen Fassung von Harpe Kerkeling gesprochenen) Schneemann Olaf, dem noch nicht restlos klar ist, was ihm blüht, wenn endlich wieder Sommer ist…

Walt Disney: Die Eiskönigin - Völlig unverfroren

Die eisige norwegische Landschaft ist ein prachtvoller Hintergrund für eine romantisch-spannende Geschichte, die durch gute Gageinlagen aufgelockert wird und im großen Finale noch einige Überraschungen zu bieten hat. Inszeniert wurde der Film vom erfahrenen Trickfilmer Chris Buck (“Tarzan“, “Könige der Wellen“) gemeinsam mit Jennifer Lee, die bereits bei “Ralph reichts“ als Autorin an Bord war und das Drehbuch zu “Die Eiskönigin“ schrieb. Durch die etwas arg kompliziert zusammengebastelte Geschichte sowie einige eher entbehrliche Gesangseinlagen wird nicht ganz die Klasse des nahezu perfekt in Szene gesetzten Disney-Märchenfilm “Rapunzel – Neu verföhnt“ erreicht. Doch dafür schlägt “Die Eiskönigin“ Pixars nicht unähnliches Mädchen-Fantasy “Merida – Legende der Highlands“ um Längen.

Walt Disney: Die Eiskönigin - Völlig unverfroren

Mittlerweile liegt der Film auch auf Blu-ray vor, als Bonus gibt es: Den Micky Maus Kurzfilm “Get a Horse!“ (6:00 min), eine recht lustige gesungene Einleitung zum Making Of (3:18 min), Walt Disney & Hans Christian Andersen (7:28 min), zusätzliche Szenen als Storyboard-Zeichnungen (6:51 min), Musikvideo “Let it go“ in verschiedenen Sprachen (15:42 min) und US-Trailer (1:32 min)

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Karl May Shatterhand Box

Der erste Karl May-Western „Der Schatz im Silbersee“ entwickelte sich zu einem gewaltigen Kassenknüller und begründete die erfolgreiche Winnetou-Filmserie. Dies wurmte den Produzenten Arthur Brauner ein wenig, denn eigentlich war Horst Wendland, der Produzent dieser Filme, ja ein ehemaliger Lehrling und Mitarbeiter von ihm. Daher beschloß Brauner sich an den Erfolg dieser Reihe zu hängen, genau wie er es zuvor schon bei Wendlands Edgar Wallace-Filmen mit „Der Fluch der gelben Schlange“ getan hatte.

Karl May Shatterhand Box

Brauner sicherte sich den Titel „Old Shatterhand“, konnte Lex Barkers für die Titelrolle verpflichten und steckte schon wenige Tage nach dem Start von „Der Schatz im Silbersee“ mitten in den Vorbereitungen für einen eigenen Karl May-Western. Nachdem Wendland den Film nicht mehr bremsen konnte ließ er zur Schadensbegrenzung zu, dass weitere Darsteller und die Kostüme seiner Erfolgsserie übernommen werden durften. Brauner wiederum konzentrierte sich anschließend daraufhin Karl May-Abenteuer wie „Der Schut“, die nicht im Wilden Westen spielen zu verfilmen, doch 1968 war er es, der die Reihe mit „Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten“ beendete.

Karl May Shatterhand Box

Old Shatterhand“ kam 1964 als dritter Karl May-Western in die Kinos und war ein voller Erfolg. Mit Produktionskosten von 5 Millionen Mark handelte es sich um den mit Abstand aufwendigsten Film der Reihe. Zwar vermissten viele May-Fans Motive aus den Romanen ihres Lieblingsautors, doch gerade die Tatsache, dass der Film einen „realistischeren“ Look als die anderen „Winnetou„-Filme hat und es deutlich härter zur Sache geht, sprechen für den Film. Auch der gelungene Soundtrack von Riz Ortolani hebt sich deutlich von Martin Böttchers romantischer Musik ab und liefert den passenden Hintergrund für eine Tanzszene bei der Rast eines Wagen-Trecks, die mehr als deutlich an die Western von John Ford erinnert.

Karl May Shatterhand Box

Mittlerweile liegt „Old Shatterhand“ gemeinsam mit „Winnetou und Old Shatterhand im Tal der Toten“ in einer „Shatterhand-Box“ auch auf Blu-ray vor. Hierfür wurde auf den Dolby 5.1 Remix, die deutschen Untertitel und so manches Extra wie die Trailer zu “Old Shatterhand“ verzichtet. Doch die gute Bildqualität – “Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten“ wurde zuvor auf DVD nicht in voller Breite und auch nicht anamorph präsentiert – sowie die interessante neu Doku sprechen für diese Neuauflage.

Karl May Shatterhand Box

Extras der Shatterhand-Blu-ray-Box: Ein neu produziertes interessantes Making Of (17:41 min); Wochenschaubericht über Daliah Lavi (2:24 min); Trailer zu „Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten“ (4:05 min) in sehr mäßiger Bildqualität

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