Sissi

Der erste der drei ab 1955 im Jahrestakt entstandenen „Sissi“-Filme ist zweifelsohne einer der perfektesten deutschsprachigen Unterhaltungsfilme der Nachkriegszeit.

Sissi

Wohl kaum ein Betrachter wird sich nicht vom naiven Charme dieses sich nur entfernt an tatsächlichen Ereignissen orientierenden Märchens einfangen lassen. Es ist völlig klar, dass die junge Sissi – und nicht etwa ihre sehr viel steifere Schwester Helene – die richtige Frau für den Kaiser Franz Josef ist. Daher kommt es schließlich genauso so, wie es kommen muss und zum Schluss wird dann ganz ausführlich geheiratet.

Sissi

Einen Großteil seiner Wirkung verdankt dieser Film natürlich der jugendlichen Romy Schneider und ihrem Zusammenspiel mit dem wie immer großartigen Gustav Knuth. Dieser spielt Sissis Vater als einen sehr hemdsärmligen und sympathischen Herzog Max von Bayern. Doch auch Karlheinz Böhm ist ein glaubhafter Märchenprinz, der sich schon einmal weigert ganz auf die Schnelle einige Todesurteile zu unterschreiben.

Sissi

Die Fortsetzungen „Sissi – Die junge Kaiserin“ und „Sissi – Schicksalsjahre einer Kaiserin“ fallen dagegen leider ganz schön ab, obwohl sich auch dort wieder die gesamte Originalbesetzung versammelt. In sprunghaften Episoden werden die Schwierigkeiten der jungen Kaiserin mit ihrer Schwiegermutter, dem spanischen Hofzeremoniell, einer schweren Erkrankung, sowie mit aufmüpfigen Ungarn und Italienern geschildert. Unter dem Titel „Forever my Love“ kam 1962  ein 140-minütiger Zusammenschnitt aller drei „Sissi“-Filme in die US-Kinos.

Sissi

Fürs Heimkino wurde die “Sissi“-Trilogie immer wieder neu aufgelegt. Dennoch lohnt es sich die Anschaffung der 2016 erschienenen Blu-ray-Edition. Die Bildqualität ist exquisit und wer mag kann sich die Filme (ohne spürbaren Bildverlust) im 16:9-Breitwandformat ansehen. Auch in Sachen Bonusmaterial wurde noch einmal nachgelegt. Besonders interessant sind ein aufschlussreiches Gespräch mit Karlheinz Böhm, sowie die erste “Sissi“-Verfilmung von 1931 mit Lil Dagover in der Hauptrolle.

Sissi

Extras der Blu-ray-Edition: Interview mit Karlheinz Böhm (19:00 min); Trailer der Stiftung Menschen für Menschen (10:11); Trailer zum Musical „Elisabeth“ (0:48 min); Making of zu „Sissi – die junge Kaiserin“ (18:26 min), hier wurden anscheinend Schwarz-Weiß-Aufnahmen vom Set nachträglich um farbige Ausschnitte aus dem ersten Film ergänzt; „Ach, die Sissi! Wie Romy lernte, nein zu sagen“ (9:57 min), ein eher oberflächiger Bericht mit Renate Seydel; “Legende Romy Schneider“ (25:16), eine sehr informative Dokumentation, die sich hauptsächlich mit Romy Schneiders Zeit nach „Sissi“ beschäftigt; “Elisabeth von Österreich“ (77:32), Spielfilm von 1931 mit Lil Dagover in der Titelrolle; Auf jeder der drei Scheiben sind außerdem noch die deutschen Kinotrailer zu allen drei „Sissi“-Filmen enthalten, Länge insgesamt 11 min. Besonders lustig hierbei ist die nicht allzu überzeugende Stimme des Sprechers, der verzweifelt versucht die Filme anzupreisen. Außerdem gibt es noch einen kurzen Trailer zur Heimkino-Veröffentlichung der Trilogie (1:05 min); Wendecover

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