Snowpiercer

Der koreanische Regisseur Bong Joon-ho dürfte international vor allem durch seinen Monsterfilm The Host und aktuell durch den Erfolgsfilm Parasite bekannt sein. 2006 entdeckte er in einem Comicladen in Seoul die 1983 gestartete schwarzweiße französischen Comicserie La Transperceneige, die bei uns mit einiger Verspätung unter dem Titel Schneekreuzer als schön aufgemachte Gesamtausgabe bei Jacoby & Stuart erschienen ist.

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Die Serie spielt in einem Hochgeschwindigkeits-Zug, der durch eine zur unbewohnbaren Eiswüste gewordene Erde braust. An Bord befinden sich die letzten Menschen, denen der Tod durch Erfrieren droht, wenn der Zug zum Stillstand kommt. Bong Joon-ho zeigte großes Interesse an dieser Ausgangssituation, jedoch nicht an dem Figuren-Ensemble des Comics. Gemeinsam mit dem US-Drehbuchautor Kelly Masterson dachte er sich eine völlig neue Geschichte aus.

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Für den in den tschechischen Barrandov Studios entstandenen Film konnte eine interessante Besetzung verpflichtet werden. Die Hauptrolle übernahm der comicfilm-erfahrene Chris Evans (Captain America) ihm zur Seite stehen der koreanische Star “Mr. Vengeance“ Song Kang-ho sowie John Hurt und Jamie Bell. Tilda Swinton gibt Vollgas in einer Schurkenrolle, die an das von Lotte Lenya verkörperte Russen-Luder Rosa Kleb aus Liebesgrüße aus Moskau denken lässt. Über allem thront Ed Harris als geheimnisvoller Lokführer Wilford.

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Der Film braucht etwas bis er in Fahrt kommt, weshalb der US-Produzent Harvey Weinstein zunächst überlegte zur Schere zu greifen, dann jedoch den ungekürzten Film nur in die US-Kunstkinos brachte. Wenn Snowpiercer nach den ersten etwas zähen 30 Minuten schließlich richtig in Schwung kommt, ist diese faszinierende Mischung aus frankobelgischer Comic-Fantasy und rasanter Eastern-Action kaum noch zu bremsen.

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TNT hat mittlerweile eine auf dem Kinofilm basierende Serie mit Jennifer Connelly (Rocketeer, Hulk) produziert, die bei uns auf Netflix gezeigt wird.

Snowpiercer

Bonusmaterial der Blu-ray: Making Of (15:09 min), wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; Kurzer Bericht von den Dreharbeiten (1:03 min); Sehr schöne Bildergalerie (2:36 min); Animated Clip mit einem Prolog zum Film (1:02 min); Zwei deutsche Trailer (je 1:50 min); Englischsprachiger Trailer (1:04 min); Wendecover

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