Star Trek Beyond

Diesmal hat es keine vier Jahre, sondern nur drei Jahre gedauert, bis die 2009 von J. J. Abrams erstmals auf die Reise geschickte radikal verjüngte Crew des Raumschiff Enterprise zu einer neuen Mission aufbricht. Flankiert wird der Kinostart von “Star Trek Beyond“ mit der überraschenden Meldung, dass im Frühjahr 2017 auf Netflix nach 12-jähriger Pause wieder eine neue Star Trek TV-Serie startet.

Star Trek Beyond

Dem neuen Kinofilm fehlt ein wenig das gewisse Etwas, das die letzten beiden Kinofilme ausmachte. “Star Trek – Die Zukunft hat begonnen“ (2009) lud mit viel Elan und Tempo in ein Paralleluniversum ein, in dem sowohl Platz war für Zachary Quinto (“Heroes“) als junger Mr. Spock, wie auch für Leonard Nimoy in seiner klassischen Rolle. Ein guter Griff war auch Chris Pine als jugendlicher Heißsporn James T. Kirk. “Star Trek Into Darkness“ (2013) war eine nicht minder erfreuliche Fortsetzung mit einem wie immer beeindruckenden Sherlock Benedict Cumberbatch, dessen Schurkenrolle clever an den zweiten “Star Trek“-Kinofilm “Der Zorn des Khan“ von 1982 angelehnt war.

Star Trek Beyond

Nachdem sich J. J. Abrams bei seinem Relaunch Star Trek in Richtung von Star Wars neu interpretierte, bekam er ein interessantes Job-Angebot. Er durfte “Star Wars: Das Erwachen der Macht“ inszenieren und gemeinsam mit Lawrence Kasdan schreiben. Für “Star Trek Beyond“ stand er daher nur noch als Produzent zur Verfügung, aber nicht mehr als Regisseur. Dies war zu spüren und der neue Film wirkt wie eine mit Kino-Budget gedrehte Star-Trek-TV-Folge. Dies hat allerdings nicht nur Nachteile, denn die Streitgespräche des Dreigestirns Kirk, Spock und McCoy sind diesmal ähnlich amüsant, wie vor 50 Jahren in der klassischen Fernsehserie.

Star Trek Beyond
Jaylah (Sofia Boutella)

Am Drehbuch schrieb diesmal Simon Pegg („Es ist kompliziert„) mit, der auch zum dritten Mal den Bordingenieur Montgomery Scott spielt. Wohl auch daher hat “Scotty“ diesmal sogar eine kleine Romanze mit der Außerirdischen Jaylah (Sofia Boutella). Im Finale des Films wird zwar das schauspielerische Potential von Idris Elba in der Schurkenrolle nicht voll ausgeschöpft, doch dafür der Song “Sabotage“ von den Beastie Boys recht originell eingesetzt. Gewidmet ist dieser eher traditionsbewusste als innovative Film den 2015 verstorbenen Darstellern Leonard Nimoy und Anton Yelchin, der in “Star Trek Beyond“ noch ein letztes Mal als Pavel Chekov zu sehen war.

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