Star Trek Into Darkness

Ganze vier Jahre hat es gedauert, bis J. J. Abrams (“Lost“, “Mission: Impossible 3“) seine alternative Timeline des Star Trek Universums fortführt. Dass er bei seinem zweiten Star Trek Film einige recht pfiffige Anleihen bei “Star Trek II: Der Zorn des Khan“ von 1982 macht, dürfte den einen oder anderen der bisher mit Abrams Version noch etwas fremdelnden Trekkies (oder Trekker) erfreuen.

Star Trek Into Darkness

Anders als der Titel “Star Trek Into Darkness“ vermuten lässt, handelt es sich dabei um keine finstere Endzeitversion. Trotz einiger durchaus beängstigender Momente, erzählt der Film eine insgesamt optimistische Geschichte aus einer Welt in der einzelne Menschen, Aliens oder Mutanten eine Menge erreichen können, im Guten wie im Bösen. Chris Pine als Captain Kirk scheint dabei weniger aus der Zukunft zu stammen, sondern wirkt eher wie der etwas prahlerische aber durchaus sympathische Held aus einem Flash Gordon Serial der 30er Jahre. Es wird aber immer wieder klar, dass dieser Bruder Leichtfuß nur im Leben und Job klar kommt, weil er sich auf seine Crew verlassen kann und gelegentlich sogar mal Ratschläge annimmt.

Star Trek Into Darkness

Zachary Quinto als Spock verblüfft diesmal noch stärker als jugendliche Variante von Leonard Nimoy. Karl Urban als Dr. “Pille” McCoy hingegen ist ein etwas weniger wichtiger Charakter als in der TV-Serie oder den Filmen. Das Drehbuch räumt ihm längst nicht so viele erinnerungswürdige Momente ein, wie dem diesmal etwas arg zappeligen Simon Pegg als Scotty oder der sehr aktiven Zoe Saldana als Uhura, die mit der attraktiven Alice Eve noch etwas weibliche Verstärkung zur Seite gestellt bekam. Die recht vielschichtig angelegte Schurkenrolle ist bei “Sherlock“ Benedict Cumberbatch in den besten Händen.

Star Trek Into Darkness

Der Film lässt das Raumschiff Enterprise abrupt aus der Lichtgeschwindigkeit abbremsen und wechselt auch ansonsten immer wieder sein Tempo. Intime Momente oder hochinteressante Moraldebatten gehen ebenso überraschend wie nahtlos in ganz große Actionszenen über. Der visuelle Reichtum des Films passt bestens zu einer sehr spannenden Geschichte, wobei bereits die ersten 5 Minuten eine prima Star Trek TV-Episode abgegeben hätten. Da J. J. Abrams für Disney mit „Das Erwachen der Macht“ die siebte Star Wars Episode inszeniert hat, stand er bei „Star Trek Beyond“ nur noch als Produzent zur Verfügung.

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