Superman – Der Film

1966 scheiterte ein Superman-Broadway-Musical namens „It´s a Bird, it´s a Plane, it´s Superman“ trotz guter Kritiken nach immerhin 128 Vorstellungen. Der Komponist Charles Strouse versorgte später das ebenfalls auf einem Comic basierende und erfolgreich verfilmte Musical Annie mit eingängigen Songs und die Autoren des Stückes, David Newman und Robert Benton, wurden zu erfolgreichen Drehbuch-Autoren, die sich 1978 erneut (gemeinsam mit Leslie Newman, Tom Mankiewicz und Mario Puzo, den Autor von „Der Pate“) dem Stählernen widmen durften.

Superman
© DC / Warner Bros. Entertainment

Nach dem Riesenerfolg von „Star Wars“ erschien auch eine großaufgezogene Superman-Verfilmung als recht lukrativ. Vater und Sohn Salkind hatten angeblich alles schon lange vorher geplant, aber erst als George Lucas Sternenkrieg wie blöd absahnte, konnten Geldgeber gewonnen werden. Die Salkinds hatten durchaus Erfahrungen mit Projekten dieser Größenordnung. Für ihre aufwendige Neuverfilmung der „Die drei Musketiere“ wollten sie zunächst die Beatles wieder vereinen. Als dies nicht klappte verpflichteten sie ein beeindruckendes Staraufgebot (u. a. Faye Dunaway, Charlton Heston, Christopher Lee, Rachel Welch, Richard Chamberlain, Michael York, Oliver Reed) und ließen Regisseur Richard Lester soviel Material drehen, daß noch ein zweiter Teil („Die vier Musketiere“) hinterher geschoben werden konnte.

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Auch bei „Superman – The Movie“ waren es Stars, durch deren Verpflichtung die ganze Chose so richtig in Gang kam. Marlon Brando akzeptierte 1978 für seinen 10-minütigen Auftritt als Supermans Vater Jor El die damals unglaublich hohe Gage von 3,7 Millionen Dollar. Durch diesen Betrag und weil es ungewöhnlich war, daß Superstars in einem Comicfilm auftraten, brachte Brando das Projekt in die Schlagzeilen und es interessierten sich weitere bekannte Darsteller für gutbezahlte Auftritte.

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Gene Hackman (Lex Luthor), Glenn Ford (Papa Kent) und Trevor Howard, aber auch Maria Schell konnten so verpflichtet werden. Diese prominente Besetzung hatte nun den großen Vorteil, daß die Titelrolle nicht mehr mit einem Star besetzt werden mußte. Als der bisher nur im TV und im Theater (immerhin in Londons „Old Vic“ und der „Comédie Francais“) aufgetretene Christopher Reeve endlich gefunden war, konnte es losgehen.

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Marlon Brando „erfreute“ die Crew erst einmal mit dem genialen Vorschlag Jor El könnte ja auch ein grüner Koffer sein, der mit seiner Stimme spricht. Auch sonst lief nicht alles glatt und der damals noch recht unerfahrene Regisseur Richard Donner („Lethal Weapon“), der ziemlich kurzfristig für den James Bond-Regisseur Guy Hamilton eingesprungen war, mußte kurz vor Beendigung der Dreharbeiten noch durch Richard Lester ersetzt werden.

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Obwohl der Film ein großer Erfolg wurde, ist er dennoch eine Riesenenttäuschung. So gab es zwar exzellente Trickeffekte (schon der Vorspann mit den durch das Weltall fliegenden Credits zu John Williams mehr als angemessener Musik ist ziemlich genial), aber auch holperige Trickaufnahmen (Supie hängt vor Leinwand), die in einer Produktion dieser Größenordnung nichts verloren haben. (Trotzdem erhielten die Effekte einen Oscar.)

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Es gab gute schauspielerische Leistungen. Glenn Ford wirkt authentisch als US-Farmer und Margot Kidder ist eine überzeugend forsche Lois Lane, die schon viel von Teri Hatchers späterer Gestaltung dieser Rolle in der TV-Serie „Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark“ vorwegnimmt. Doch Christoper Reeves wirkt im leuchtend blauen Turnerdress und in seinen Plastikstiefeln, trotz solider darstellerischer Leistung, eher lächerlich. Der Film schafft in seiner zweistündigen Laufzeit nicht viel mehr, als zu zeigen, daß Superman fliegen kann und daher wurde er auch meist nur mit dem Satz „You´ll believe a man can fly“ beworben.

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Extras auf DVD und Blu-ray: Audiokommentar von Ilya Salkind und Pierre Spenger zur Kinofassung, ohne Untertitel; Audiokommentar von Richard Donner und kreativen Berater Tom Mankiewicz zur erweiterten Fassung, ohne Untertitel, Tonspur nur mit Soundtrack zur erweiterten Fassung in Dolby 5.1; „Die Entwicklung von Superman“ (30:12 min), wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; „Making Superman: Die Verfilmung einer Legende – TV Special“ (30:40 min); „Der Zauber unter dem Umhang“ (22:48 min); Probeaufnahmen: Superman, Lois Lane, Ursa (21:32 min); Zusätzliche Szenen (14:25 min); Acht zusätzliche Musikstücke als Audiotracks (35:24 min); Making of (TV-Special von 1979, 51:47 min); „Superman and The Mole-Men“ mit George Reeves (schwarzweißer Film von 1951, 58:04 min); Alle neun „Superman“-Cartoons aus den Fleischer Studios: „Superman“, „The Mechanical Monsters“, „Billion Dollar Limited“, „The Arctic Giant“, „The Bulleteers“, „The Magnetic Telescope“, „Electric Earthquake“, „Volcano“ und „Terror on the Midway“ (insgesamt 76:12 min)

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