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I saw a film today, oh boy!: Enzyklopädie der Beatlesfilme

Nicht eben wenige Bücher wurden bereits über die Beatles geschrieben, doch ihr Einfluss auf das Kino blieb darin bisher meist nur ein Randgebiet. Jörg Helbig hat diese Lücke jetzt geschlossen. In seinem im Schüren Verlag erschienenen Buch I saw a film today, oh boy! – das ist ein Zitat aus dem Song A Day in the Life – hat Helbig eine beeindruckende Menge von Fakten zu über 200 Filmen “von, mit und über die Beatles“ zusammengetragen.

I saw a film today, oh boy!: Enzyklopädie der Beatlesfilme

Dabei beschäftigt sich der Autor nicht nur mit den fünf “offiziellen“ Beatles-Filmen A Hard Day‘s Night (1964), Help! (1965), Magical Mystery Tour (1967), Yellow Submarine (1968) und Let it be (1970), an denen alle Fab Four mitwirkten. Auch Dokumentationen wie Martin Scorseses George Harrison: Living in a Material World oder All you need is Klaus (Voormann), sowie Film-Biografien wie Backbeat und Nowhere Boy, werden ausführlich besprochen.

I saw a film today, oh boy!: Enzyklopädie der Beatlesfilme
Berücksichtigung finden aber auch Filme, in denen nur ein Beatle auftrat, wie etwa Caveman oder How I won the War, sowie Werke, in denen Kompostionen von John, Paul, George oder/und Ringo eine wichtige Rolle spielten, wie etwa Leben und Sterbel lassen, I am Sam, Vanilla Sky oder Across the Universe. Hinzu kommen nicht realisierte Filme, wie Stanley Kubricks Realverfilmung von Der Herr der Ringe mit Paul als Frodo, Ringo als Sam, George als Gandalf und John als Gollum, oder Filme die noch nicht fertiggestellt wurden, wie etwa eine geplante Adaption des Comics Der fünfte Beatle: Die Brian Epstein Story.

I saw a film today, oh boy!: Enzyklopädie der Beatlesfilme

Jörg Helbig legt den Titel seines Buchs sehr großzügig aus und nimmt auch Musikvideos oder TV-Sendungen mit in seine Enzyklopädie der Beatlesfilme auf. So werden auch die Auftritte der Beatles in der Ed Sullivan Show akribisch beschrieben. Auch Simpsons-Folgen, in denen Beatles als Trickfilm Figuren auftraten, werden gelistet und analysiert. Interessant ist das Buch aber durch die Beschreibung von absoluten Raritäten wie Bravo-Beatles-Blitztournee, einem 34-minütigen Film des Filmtrupp des Kommandos der Schutzpolizei Hamburg von 1966.

I saw a film today, oh boy!: Enzyklopädie der Beatlesfilme

Auf eine Bebilderung wurde aus linzenztechnischen Gründen verzichtet, doch dafür gibt es als Anhang noch eine Chronologie der Filmveröffentlichungen, eine Zuordnung der biographischen Spielfilme zum behandelten Zeitraum, sowie eine Übersicht der manchmal mehrmals eingesetzten Darsteller, die einen der Beatles verkörperten. Ein Lexikon wie dieses hat auch im Zeitalter von Google absolute Berechtigung!

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The Beatles – A Hard Day´s Night

Der erste Spielfilm mit den Beatles entstand 1964 noch ganz kurz vor dem Beginn ihrer Weltkarriere. Angeblich wollte die Filmfirma United Artist gerne auch eine Beatles-Platte veröffentlichen, was dann mit dem zugehörigen Soundtrack-Album geschah.

The Beatles - A Hard Day´s Night

Anstatt wie ansonsten, etwa in den Elvis-Filmen üblich, wurde nicht versucht die Songs und ihre Sänger in eine konventionelle Komödienhandlung zu quetschen. Dem herrlich entspannten und eigentlich gänzlich handlungslosen Film gelingt es tatsächlich, den Kult um die Beatles nachvollziehbar zu machen. Die Jungs schockieren heute natürlich nicht mehr durch ihre Frisuren und durch die weißen Hemden und schwarzen Schlipse schon dreimal nicht. Doch sie haben eine ungezwungene Lockerheit drauf und zeigen es dadurch den Spießern, ohne dabei bösartig zu werden.

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Die Wahl des Regisseurs Richard Lesters war ideal, denn er setzte die Beatles optimal in Szene. Lester und Drehbuchautor Alun Owen versorgten die Fab Four mit eingängigen Charakterzügen und legte ihnen genau die richtigen Sprüche in den Mund.

The Beatles - A Hard Day´s Night
Im recht aufschlussreichen Interview auf der DVD zum Film beteuert Lester aber dennoch, dass er den Beatles sehr viel mehr verdankte (er drehte danach humoristische Meisterwerke wie seine Musketier-Filme und „Superman III„) als diese ihm.

Im recht aufschlussreichen Interview auf der DVD zum Film beteuert Lester aber dennoch, dass er den Beatles sehr viel mehr verdankte (er drehte danach humoristische Meisterwerke wie seine Musketier-Filme und "Superman III") als diese ihm.

Genau wie „Yellow Submarine“ oder “Help!“ kam „A Hard Days Night“ später noch einmal, veredelt mit digitaler Nachbearbeitung in Bild und Ton, in unsere Kinos. Ein nicht unwesentlicher Faktor fehlte jedoch und wird erst auf DVD und Blu-ray nachgeliefert. In den Kinos lief eine untertitelte Fassung, auf der DVD gibt es auch die Möglichkeit zur deutschen Synchronisation zu greifen. Diese kalauert zwar was die Balken biegen (Rainer Brand spricht John Lennon!), doch sie wird ausnahmsweise tatsächlich dem Original gerecht.

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