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Karl der Kleine: Die Printe des Teufels

Es ist erstaunlich als wie langlebig sich die Aachener Comic-Figur Karl der Kleine erwiesen hat. Vier Jahre nachdem mit Stadt der Printen das erste Comic-Buch mit Gag-Strips rund um Aachens Geschichte und Gegenwart veröffentlicht wurde, folgt im selben nahezu quadratischen Hardcover-Format ein Album mit einer durchgehenden Geschichte.

Karl der Kleine: Die Printe des Todes

Wie gut die Figur auch im Zentrum von Abenteuer-Stories funktioniert, haben bereits die beiden zuvor im “Asterix-Format“ erschienenen Alben Karl der Kleine bei den Karolingern und Karl der Kleine und der Talisman bewiesen. Diese entstanden in Zusammenarbeit mit dem Aachener Karnevalsverein und Karl ging beide Male mit dessen närrischen Maskottchen Barki auf Zeitreise.

Karl der Kleine: Die Printe des Todes

Die Printe des Teufels hat der Zeichner und Autor Alfred Neuwald alias Neufred in seinem eigenen Granus Verlag herausgebracht. Granus ist “ein freundlicher Wassergott“, der früher in Aachen kultisch verehrt wurde und noch heute dort lebt. Anstelle von Barki fungiert dieser bei Die Printe des Teufels als Sidekick und steht Karl dem Kleinen gegen den Teufel bei.

Karl der Kleine: Die Printe des Teufels

Der Herr der Hölle nutzt gnadenlos aus, dass der kleine Karl alle drei Stunden eine Printe vertilgen muss, sonst geht es mit ihm zu Ende. Der Teufel bietet dem kleinen Monarchen an seine Seele gegen eine riesige Printe zu tauschen. Karl der Kleine lässt sich darauf ein und die aus dem Pakt resultierende Printe ist so groß wie King Kong und läuft genau wie dieser in New York in Aachen Amok. Doch das ist nur der Auftakt einer neuen ebenso humorvollen wie lehrreichen Zeitreise, durch die Karl der Kleine versucht sowohl das Printen-Rezept als auch seine Seele zurückzubekommen…

Karl der Kleine: Die Printe des Todes

Wie erfolgreich Karl der Kleine mittlerweile in Aachen ist, belegt die Tatsache, dass Die Printe des Teufels dort in beiden Tagezeitungen komplett vorabgedruckt wurde. Bemerkenswert ist auch, dass Aachens Bürgermeister Marcel Philipp, der im Comic einen Gastauftritt mit Amtskette hat, sich nicht nur als Fan von Karl der Kleine outete, sondern das Buch auf der Premiere auch höchstpersönlich der Presse vorstellte. Von Karl der Kleine wird ganz sicher noch viel zu hören sein.

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COMICIADE 2016

COMICIADE 2016Vom 9. bis 11. September fand im Aachener Ludwig Forum zum zweiten Mal die COMICIADE statt.

COMICIADE 2016

Ein gewaltiges Wandgemälde mit Charlie Brown und seinen Freunden wurde exklusiv für die Comiciade von der in Aachen anwesenden Peanuts Zeichnerin Vicki Scott entworfen und wird auch weiterhin das Stadtbild der Kaiserstadt beleben.

ICIADE

Auch viele der anwesenden Zeichner erwiesen den Peanuts ihren Tribut!

COMICIADE 2016

Besonders gut gefallen hat mir der Beitrag von Timo Wuerz (Aaron und Baruch).

COMICIADE

Viele der Motive gab es auch als Klebe-Bilder zum Sammeln.

COMICIADE 2016

Haupt-Austragungsort war wieder das Ludwig Forum.

COMICIADE 2016

Bereits  bei der Eröffnung herrschte gute Stimmung bei den Gästen und beim COMICIADE-Team.

COMICIADE 2016

Eine Ausstellung war dem neuen Vater und Sohn Team Ulf K. und Marc Lizano gewidmet.

Ein weiterer Schwerpunkt waren Kinderbücher.

COMICIADE 2016

Anwesend waren Jörg Hilbert der Schöpfer von Ritter Rost

COMICIADE

… und Silvio Neuendorf, der Erfinder von Käpt’n Sharky.

COMICIADE

Zu Gast war auch YPS-Zeichner Oliver Gerke.

Ein weiterer Veranstaltungsort war die ehemalige St. Elisabeth Kirche.

COMICIADE

Dort fand Cosplay statt.  Hier im Bild: Lani von Riddle Costumes.

COMICIADE

Die Kirche ist jetzt ein Hotel und dort wo früher der Altar war, ist nun ein Altar.

COMICIADE

Natürlich war auch Spider-Man anwesend.

COMICIADE

Einer der vielen Höhepunkte war der mitreißende Auftritt von Kai Havaii & Stefan Kleinkrieg. Die beiden EXTRABREIT-Musiker begeisterten mit einer konzertanten Lesung.

COMICIADE

Kein Besucher musste hungern, denn es gab jede Menge Karl-der- Kleine-Printen.

2018 geht es weiter mit der COMICIADE!

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Willi Blöß: Künstler-Biografien als Comics

Der Aachener Zeichner Willi Blöß leistete schon als Herausgeber des Comicmagazins „Outside“ Beachtliches. Das Heft enthielt nicht nur irre komische Onepager mit seiner Figur „Pastor Zipfel“ sondern auch zahlreiche Erstveröffentlichungen internationaler Zeichner. Seit 2002 hat Blöß mehr als 25 Comic-Biografien von Künstlern herausgebracht.

Willi Blöß: Künstler-Biografien als Comics

Diese erscheinen zum Preis von 3,- Euro als Heftchen mit 24 Comicseiten. Sie sind etwas kleiner als eine Postkarte. Für die Präsentation hat Blöß ein Verkaufsdisplay entwickelt und die Reihe ist in immer mehr Museen und Galerien erhältlich.

Willi Blöß: Künstler-Biografien als Comics
Romantik: Caspar David Friedrich, William Turner

Blöß schrieb die gut recherchierten und sehr aufschlussreichen Texte dieser Serie immer selbst, war von Anfang an bei den Comic-Biografien auch als Zeichner tätig. So brachte er das Leben von Vincent van Gogh selbst in seinem lockeren und unverwechselbaren Cartoon-Stil zu Papier. Die Biographie von Andy Warhol erzählte Annette Schulze-Kremer in Bildern, die an die immer treffenden Karikaturen des MAD-Zeichners Mort Drucker erinnern. Auch Bernd Jünger fand für das unter dem Titel „Der lächelnde Schamane“ erschienene Comic über Joseph Beuys einen passenden Strich und hat dabei die unverwechselbaren Gesichtszüge des „Fett und Filz“-Künstlers sehr gut im Griff.

Willi Blöß: Künstler-Biografien als Comics
Joseph Beuys

Weitere Höhepunkt waren die beiden von Thomas Thiesen gezeichneten Comics. Während seine Pablo Picasso-Biographie im Stil eines verspielten Kinderbuches gehalten ist, setzte er das Leben von Hieronymus Bosch in einem harten und kontrastreichen Strich um. Beide Comics sind auf ihre Art sehr eigen und gelungen, wobei kaum zu glauben ist, dass sie vom selben Künstler stammen.
Die weiteren Künstler-Biografien hat Willi Blöß fast komplett im Alleingang als Autor und Zeichner in verschiedenen Stilen realisiert. Die Kolorierung stammt von seiner Lebensgefährtin Beatriz López-Caparrós, die für das kurze aber bewegte Leben des Graffiti-Künstlers Keith Haring natürlich auf poppige Kontraste setzte.

Willi Blöß: Künstler-Biografien als Comics
Keith Haring

Die Comic-Biographie von Frida Kahlo ist eine optimale Ergänzung zum erfolgreichen Kinofilm, da sie andere Akzente setzt und etwas mehr auf die politische Entwicklung der Künstlerin eingeht.

Willi Blöß: Künstler-Biografien als Comics
Frida Kahlo

Ein weiterer Höhepunkt ist der Band zu Niki de Saint Phalle. Hier bringt Blöß erstaunlich sensibel (auch in Anbetracht das ihm lediglich 24 kleinformatige Seiten zur Verfügung standen) nicht nur das Werk, sondern auch die tragische Kindheit der von ihrem Vater vergewaltigten Künstlerin zu Papier.

Willi Blöß: Künstler-Biografien als Comics
Niki de Saint Phalle

Auch zum Leben von Salvador Dali hat Willi Blöß einen Band in gewohnter Qualität gezeichnet und veröffentlicht. Unter dem Titel “Die Paranoia-Methode“ wird zugleich Biografie, Interpretation und kritische Würdigung zu Leben und Werk des nicht unumstrittenen spanischen Surrealisten und Franco-Anhänger geboten.

Willi Blöß: Künstler-Biografien als Comics
Egon Schiele

Den Comic “In Wien ist Schatten“ über Egon Schiele setzte Stefan F. in bräunlich kolorierte Zeichnungen um. Hier ist in kompakter aber nicht oberflächlicher Erzählweise auch zugleich einiges über Schieles Zeitgenossen Gustav Klimt und Oskar Kokoschka zu erfahren.

Willi Blöß: Künstler-Biografien als Comics

Danach erschienen Comic-Biografien zu Otmar Alt, Horst Janssen, Nam June Paik und Der Blaue Reiter, die Willi Blöß im Alleingang realisierte. Ein weiterer Band beschäftigt sich mit George Grosz, der Anfang des letzten Jahrhunderts in seinen Gemälden das deutsche Spießbürgertum, den Militarismus und den aufkommenden Faschismus ebenso bissig wie treffsicher attackierte.

Willi Blöß: Künstler-Biografien als Comics
George Grosz

Für diesen Band war ursprünglich Ulf K. (“Neue Geschichten von Vater und Sohn“) vorgesehen, der auch schon einige Seiten anfertigte. Doch dessen eher unverbindlich-harmloser Stil wollte nicht so recht zum Thema passen. Thomas Thiesen sprang ein und illustrierte Leben und Werk von Grosz in einem kunstvoll holzschnittartigen Stil, der gelegentlich an Mike Mignola (“Hellboy“) denken lässt.

Willi Blöß: Künstler-Biografien als Comics

Genau wie George Grosz steht auch bei Klaus Staeck satirische Überzeichnung im Zentrum des künstlerischen und auf politische Aufklärung setzenden Wirkens. Inspiriert von den politischen Collagen John Heartfields hat der als Jurist ausgebildete Staeck auf seinen Plakaten ebenfalls immer wieder über die “Stützen der Gesellschaft“ gespottet. Diese provozierte er u. a. durch gefakte CDU-Plakate mit Slogans wie “Die Reichen müssen noch reicher werden“ oder “Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen in Tessin wegnehmen.“

Willi Blöß: Künstler-Biografien als Comics
Klaus Staeck

Die von Willi Blöß getextete und gezeichnete Biografie sollte Klaus Staeck eigentlich als Geburtsgeschenk überreicht werden von der Berliner Akademie der Künste, deren Präsident er ist. Doch dann kam es anders und die Comic-Biografie entstand – ein Novum innerhalb der Reihe – in sehr enger Zusammenarbeit mit Staeck. Willi Blöß übernahm in die Veröffentlichung sogar Staecks handschriftlichen Freigabevermerk “gut zum Druck“. Dieser Expertise aus erster Hand kann nur beigepflichtet werden.

Willi Blöß: Künstler-Biografien als Comics

Auf Nummer sicher ging Blöß innerhalb der Reihe nicht. Anstatt im achtzehnten Band (nach “Romantik: Caspar David Friedrich, William Turner„) aus den Leben von mehrheitsfähigen (und eigentlich längst überfälligen) Künstlern wie Monet oder Chagall zu erzählen, kommt er uns mit Paula Modersohn-Becker. Diese dürfte etwas weniger bekannt als Lena Meyer-Landshut sein, doch auf dem Cover ist als Orientierungshilfe noch der Reim “und von Worpswede sei die Rede“ zu lesen.

Willi Blöß: Künstler-Biografien als Comics
Paula Modersohn-Becker

In eine Reihe mit Vincent van Gogh gehört Modersohn-Becker schon dadurch, dass sie zu Lebzeiten fast gänzlich unbekannt und unausgestellt blieb. Erst nach ihrem Tod im Jahre 1907 – sie wurde nur 31 – entdeckte man in ihrem Atelier eine Unzahl höchst bemerkenswerter Gemälde und Zeichnungen. Diese wurden z. T. von ihrem Ehemann Otto Modersohn, einem Mitbegründer der Künstlerkolonie Worpswede, nachsigniert und danach erfolgreich ausgestellt.

Willi Blöß: Künstler-Biografien als Comics

Wer die Comic-Biografie über Paula Modersohn-Becker liest, dem wird sehr schnell klar warum Willi Blöß diese bemerkenswerte Persönlichkeit porträtiert hat. Zwar vermittelt er wie immer auch eine Unmenge von sauber recherchierten Fakten, erzählt aber auch die zeitlos-moderne Geschichte einer selbstbewussten Frau, die gegen den Zeitgeist anschwimmt und alles dransetzt um sich ihre (künstlerische) Freiheit zu bewahren. Wenn Willi Blöß demnächst wieder einen unbekannten Prominenten porträtiert, werde ich mich nicht mehr wundern, sondern mich vertrauensvoll auf das Büchlein stürzen.

Willi Blöß: Künstler-Biografien als Comics
Blauer Reiter

Es folgten ebenso lesenswerte von Blöß gezeichnete und geschriebene Biografien über Hundertwasser, Gustav Klimt, David Hockney, Robert Capa, Peter Paul Rubens, Magritte, Camille Claudel und Wilhelm Busch. Einige der Comic-Biografien liegen mittlerweile auch im größeren Format von 17 x 24 cm als Hardcover-Ausgaben zum Preis von 10,- Euro  vor.

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Karl der Kleine und der Talisman

Der gebürtige Hamburger Neufred alias Alfred Neuwald („Die Weltenbummler„) setzte seine Figur “Karl der Kleine“ zunächst in Gagstrips ein, die sich mit historischen aber auch aktuellen Ereignissen seiner Wahlheimatstadt Aachen beschäftigten und als Sammelband veröffentlicht wurden. Doch mit Karl lassen sich auch längere Geschichten erzählen. In dem im klassischen 48-seitigen Format veröffentlichten Comicalbum “Karl der Kleine bei den Karolingern“ bricht der kleine Monarch zusammen mit Barki, dem Maskottchen des Aachener Karnevalsvereins, zu einer Zeitreise auf. Dabei kommt es zu einer Begegnung zwischen Karl dem Kleinen mit Karl dem Großen.

Karl der Kleine und der Talisman

Der Comic verkaufte sich so gut, dass bereits eine zweite Auflage veröffentlicht und eine Hörspiel-CD mit viel Musik zu “Karl der Kleine bei den Karolingern“ produziert wurde. Neufred hat mittlerweile weitere Comicalben fertiggestellt. In “Karl der Kleine und der Talisman“ wird wieder von durch eine allzu gut funktionierende App, die Karl und Barki fragt, “ob sie wirklich mehr Informationen“ haben möchten, eine Zeitreise ausgelöst. Diesmal landet das Duo im Jahr 1804. Dort treffen Karl und Barki auf Napoleon Bonaparte und müssen sich mit dem Diebstahl eines Talismans von Karl dem Großen beschäftigen, der Kaiserin Joséphine geschenkt werden soll.

img892Im Rahmen einer spannenden und lustigen Geschichte gelingt es Neufred unaufdringlich viel Wissenswertes über die Aachener Historie zu vermitteln. In klaren oft sehr detailreichen wird gezeigt wie die Stadt vor 200 Jahren ausgesehen hat und wie es sich damals dort leben ließ. Das Album verfügt noch über einen netten Bonus. Wer mag kann sich eine “Karl der Kleine“-App herunterladen. Diese ermöglicht zwar leider keine Zeitreise, aber immerhin erscheinen auf einer Doppelseite des Comics Karl und Barki als 3D-Animationen und machen auf Kommando allerlei Faxen.

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Karl der Kleine – Die Stadt der Printen

Die besten Ideen sind oft die simpelsten, aber man muss sie erst einmal haben. Der gebürtige Hamburger Alfred Neuwald alias Neufred ist nach seinem Studium in Aachen geblieben und sieht die dort typischen Dinge vielleicht mit einem klareren Blick als so mancher Öcher Ureinwohner. Aus zwei markanten Aachener Persönlichkeiten bzw. Spezialitäten bastelte er einen erstaunlich abwechslungsreichen und sehr komischen Comic Strip zusammen.

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Aachen steht als ehemalige Kaiserstadt für Karl den Großen und es wird dort heute alljährlich der Karlspreis für Verdienste in Sachen Europa vergeben. Was für Nürnberg die Lebkuchen bedeuten, sind in Aachen die Printen. Diese gibt es dort allerdings nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern als “Ganzjahresgebäck“. Neufreds “simple“ Idee war es eine Figur namens Karl der Kleine zu schaffen und diesen als so “Printen-süchtig“ darzustellen, dass er eine Selbsthilfegruppe aufsuchen muss: “Guten Tag, mein Name ist Karl und ich liebe Printen.“

Karl der Kleine

Diese Grundidee trägt durchaus, zumal Neufred allerlei weitere skurrile Figuren auftreten lässt, wie etwa den Wassergott Granus (nur echt mit Dauerwelle), den Elefanten Abdul, den StromGasWasser-Superhelden Stawakus (allerdings nur ein einziges Mal) oder den Teufel höchstpersönlich, der ins Quellwasser von Bad Aachen gepupst haben soll. Der Strip-Serie ist es deutlich anzumerken, dass es dem in letzter Zeit hauptsächlich als Illustrator (u. a. von Pixi-Büchern der Serie Kapitän Sternhagel) tätigen Neufred richtig Spaß macht wieder einen Comic zu zeichnen, wie einst Die Weltenbummler oder Al Potato.

Karl der Kleine - Die Stadt der Printen

Bereits ein halbes Jahr nachdem Karl der Kleine als wöchentlicher Strip in der Aachener Woche/Super Mittwoch gestartet wurde, liegt ein schön aufgemachter Hardcover-Sammelband vor, der knapp 100 Strips enthält, die auch Lesern außerhalb von Aachen viel Freude bereiten dürften. Mitterweile liegen unter dem Titeln „Karl der Kleine bei den Karolingern„,  „Karl der Kleine und der Talisman“ und „Die Printe des Teufels  48-seitige Farbalben mit einer ebenso abenteuerlichen wie lustigen Zeitreise-Geschichten vor.

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Karl der Kleine bei den Karolingern

Viel ist passiert, seit Neufred alias Alfred Neuwald („Die Weltenbummler„) seine Comicfigur “Karl der Kleine“ erfunden hat. Die wirklich lustigen Gagstrips, die sich oft mit historischen aber auch aktuellen Ereignissen in Aachen beschäftigen, sind ein Hit auf Facebook, werden in lokalen Zeitungen veröffentlicht und es liegt unter dem Titel “Karl der Kleine – Die Stadt der Printen“ auch ein erster gebundener Sammelband im Querformat mit ausgewählten Strips vor.

KARL DER KLEINE

Doch damit nicht genug. Der Aachener Karnevalsverein hat zwar bereits ein Maskottchen namens Barki, wollte aber trotzdem nicht auf eine Zusammenarbeit mit Karl dem Kleinen verzichten. Das Resultat ist ein farbiges Comicalbum im klassischen 48-Seiten-Format in dem Barki gemeinsam mit Karl den Kleinen auf eine Zeitreise durch die Aachener Geschichte geschickt werden. Ausgelöst hat diesen Zeitsprung eine allzu gut funktionierende App, die Karl und Barki fragt, “ob sie wirklich mehr Informationen“ zu einem Fresko im Krönungssaal des Aachener Rathaus möchten. Ein Klick und das Duo erfährt mehr über die ehemalige Kaiserstadt als es je wissen wollte, denn es landet im Jahre 772.

KARL DER KLEINE BEI DEN KAROLINGERN

Dabei kommt es zu einem Zeitparadoxon, denn der eher freundliche Karl der Kleine trifft auf seinen etwas zweifelhafteren Namensvetter Karl der Große. Dieser machtbewusste Herrscher setzte sich einerseits “mit aller Kraft für Reformen zum Wohle seines Volkes ein“, doch andererseits klaut er Karl und Barki ihre letzte Printe. Ganz langsam und soweit es die Energie ihres Tablets erlaubt, arbeitet sich das Duo in der Zeit vor und der Leser wird mit weiteren bemerkenswerten Ereignissen aus der Aachener Geschichte konfrontiert.

Karl der Kleine bei den Karolingern

Das Konzept des Comics humorvoll mit historischen Ereignissen zu spielen, funktioniert bestens und trägt erstaunlich Blüten. Am 1. April 2014 wurde in Aachen bei Ausgrabungen gar eine alte Münze mit dem Konterfei von Karl dem Kleinen gefunden. Außerdem konnte Alfred Neuwald auf dem Aachener Festival Comiciade bei seinen Signieraktionen alle von ihm angebotenen Ausgaben von “Karl der Kleine bei den Karolingern“ an die begeisterten Fans der Figur bringen, was kein Aprilscherz ist!

Karl der Kleine bei den Karolingern

Mittlerweile liegt “Karl der Kleine bei den Karolingern“ auch als Hörspiel-CD mit viel Musik vor und weitere Comicalben liegt auch schon vor. In “Karl der Kleine und der Talisman“ und „Die Printe des Teufels wird von weiteren  Zeitreisen erzählt.

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