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64 Minutes – Wettlauf gegen die Zeit

Obwohl er in allerlei erfolgreichen Filmen dabei war, hat es Aaron Eckhart (bisher?) noch nicht ganz in die Top-Liga Hollywoods geschafft. Wer erinnert sich schon noch daran, dass  er 2000 in Erin Brokovitch neben Julia Roberts und Albert Finney die dritte Hauptrolle spielte oder in Roland Emmerichs Midway dabei war. Selbst seine großartige Leistung in Christopher Nolans The Dark Knight als Harvey Dent / Two-Face fiel neben dem überragenden Heth Ledger als Joker nicht weiter auf.

64 Minutes - Wettlauf gegen die Zeit

Doch wenn Aaron Eckhart in einem Film dabei ist, dann ist dies durchaus ein Grund mal reinzuschauen, Ausnahmen wie I, Frankenstein bestätigen die Regel. So ist dies auch bei 64 Minutes – Wettlauf gegen die Zeit, der im Original den etwas griffigeren, weil konsequent englischen, Titel Line of Duty trägt und sich nicht ganz sicher ist, ob er eine Buddy-Komödie oder ein knallharter Cop-Thriller sein möchte.

64 Minutes - Wettlauf gegen die Zeit

Eckhart spielt den nicht mehr ganz jungen Cop Frank Penny, der bei einer Verfolgungsjagd einen Straftäter erschießt. Doch dabei handelt es sich um den Entführer der 11-jährige Tochter von Polizeichef Volk (etwas verschenkt: Giancarlo Esposito, der “Hühnchenmann“ aus Breaking Bad). Nun bleiben nur noch 64 Minuten um das in ein Wasserbassin gesperrte Mädchen vor dem Ertrinkungstod zu retten…

64 Minutes - Wettlauf gegen die Zeit

So weit, so konventionell. Doch etwas Drive bekommt der Film dadurch, dass Penny an die sehr junge Möchtegern-Online- Reporterin Ava Brooks (Courtney Eaton) gerät, die sich nicht abschütteln lässt. Durch ihren Livestream verfolgt die ganze Stadt die bleihaltigen Ermittlungen.

64 Minutes - Wettlauf gegen die Zeit

Das in der Geschichte steckende Potential wird in Sachen Generationskonflikt halbwegs lustig angezapft. Doch die ebenfalls in der Story schlummernden Möglichkeiten zur Satire auf den – oder Kritik am – auf schnelle Sensationen setzenden Online-“Journalismus“ wird leider kaum angetastet. Doch für den spannenden und amüsanten Konsum zwischendrin reicht es allemal.

64 Minutes - Wettlauf gegen die Zeit

Die Blu-ray von Koch Media enthält neben dem 99-minütigen Hauptfilm, wahlweise mit Audiokommentar von Regisseur Steven C. Miller (ohne deutsche Untertitel) noch diese Extras: Making Of (16:49 min, wahlweise mit deutschen Untertitel), Bildergalerie (2:22 min) und den deutschen Trailer (2:14 min)  

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Midway – Für die Freiheit

Roland Emmerich (Independent Day, White House Down) plante bereits seit über 20 Jahren einen Film über die für den Ausgang des Zweiten Weltkriegs entscheidende Schlacht um Midway. Im Gegensatz zu Michael Bay, der 2001 mit Pearl Harbor vor dem Hintergrund des ersten japanischen Angriffs auf die USA ein Melodram drehte, wollte Emmerich sich an tatsächlichen Ereignissen orientieren.

Midway - Für die Freiheit

Doch bereits 1976 entstand mit Schlacht um Midway ein beeindruckender Film über die Kämpfe im Pazifik, der sogar in Japan zum Hit wurde. Beeindruckend war nicht nur die Star-Besetzung mit Henry Fonda, Charlton Heston, James Coburn, Robert Mitchum, Robert Wagner und Glenn Ford, die teilweise noch selbst an den Fronten des Zweiten Weltkriegs gedient hatten. Mit der Zwangsinternierung von aus Japan stammenden US-Bürgern wurde ein düsteres Kapitel des Krieges angesprochen und anstelle von Trickeffekten kamen oft echte Aufnahmen aus dem Krieg zum Einsatz, was erstaunlich gut funktionierte.

Midway - Für die Freiheit

Auch Emmerichs Film ist mit Dennis Quaid, Aaron Eckhart und Woody Harrelson auf der Kommando-Ebene recht prominent besetzt. Doch die Darsteller der Frontkämpfer verblassen dagegen und schaffen es kaum Interesse am Schicksal ihrer Charaktere zu erwecken. Hinzu kommen noch Spezialeffekte, die allzu künstlich wirken und nicht wirklich vermitteln, was es bedeutet im Kampfeinsatz zu sein.

Midway - Für die Freiheit

Doch genau wie der Midway-Film von 1976 geht auch Emmerich respektvoll mit den japanischen Militärs um. Außerdem bemüht er sich – vor allem am Ende des Films – über die Handlung hinaus Fakten und Zusammenhänge zu vermitteln. Das Resultat ist alles andere als ein weiterer dummer Kriegsfilm, doch anders als bei seinen eskapistischen Katastrophen-Spektakeln gelingt es Emmerich diesmal leider kaum den Zuschauer mitten hinein ins Geschehen zu versetzen.

Midway - Für die Freiheit

Die Blu-ray von Universum Film enthält neben dem 139-minütigen Hauptfilm, wahlweise mit Audiokommentar von Roland Emmerich (wie alle Extras ohne deutsche Untertitel) noch diese Extras: Getting it Right: The Making of MIDWAY (14:15), The Men of MIDWAY (12:23 min), Roland Emmerich: Man on a Mission (4:56 min), Turning Point: The Legacy of Midway (14:59 min), Joe Rochefort: Breaking the Japanese Code (6:13 min), We Met at Midway: Two Survivors Remember (9:28 min) und zwei deutsche Trailer

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The Dark Knight

Der Titel The Dark Knight bezieht sich zwar auf Batman (und die bahnbrechende Erfolgscomicserie von Frank Miller), doch im Mittelpunkt des Films steht ganz sicher nicht Batman (und Frank Millers The Dark Knight Returns diente nicht als Inspirationsquelle). Den Film überstrahlt ohne Zweifel Heath Ledger, der den Joker so verstörend und erschreckend spielt, dass dagegen Jack Nicholsons Darstellung in Tim Burtons Batman eher an Caesar Romeros Kaspereien aus der albernen Batman-TV-Serie mit Adam West erinnern.

The Dark Knight

Zwar bekommt Ledgers Leistung einen leicht morbiden Beigeschmack, durch dessen seltsamen viel zu frühen Tod, und der Regisseur Christopher Nolan (der gemeinsam mit seinem Bruder Jonathan das Drehbuch schrieb und auch das Batmobil höchstpersönlich zusammenschraubte) packte den überlangen Film so voll, dass manche Komponenten (aber nicht Ledger!) sich zu neutralisieren drohen.

The Dark Knight

So ist Ledgers Joker längst nicht der einzige Schurke des Filmes, sehr ausführlich wird auch noch erzählt wie sich Aaron Eckhart als Staatsanwalt Harvey Dent in den janusköpfigen Two-Face verwandelt, Cillian Murphy hat einen überflüssigen Gastauftritt als Psycho-Vogelscheuche Scarecrow und die Idee mit den Batman-Nachahmern, die dem echten Fledermausmann das Leben schwer machen, spielt zumindest am Anfang des – wie gesagt überlangen – Filmes noch eine gewisse Rolle.

The Dark Knight

Ein schlechter Film ist The Dark Knight nun gewiss nicht (und ein erfolgloser ganz sicher auch nicht). Doch die Nolans packen das Ding so voll mit Nebenhandlungen, endlosen Verfolgungsjagden und ach so interessanten mühsam in den Film gequetschten Einfällen, dass zumindest ich mir gegen Ende des Filmes das Ende des Filmes sehnlichst herbeiwünschte. Doch all dies schmälert in keinster Weise Heath Ledgers beeindruckende Performance. Noch nie war ein Blockbuster-Schurke so spürbar bedrohlich.

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