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Watching The Watchmen

Bereits die US-Ausgabe dieses dicken Bandes erregte einiges an Aufsehen. Es hieß, dass wohl noch nie so umfassend die Entstehungsgeschichte eines Comics – und noch dazu eines bahnbrechenden Meisterwerkes wie Watchmen – dokumentiert wurde. Umso größer war die Freude, als zu erfahren war, dass Panini pünktlich zu Zack Snyders Watchmen-Verfilmung eine deutsche Ausgabe des opulenten Bildbandes Watching The Watchmen herausbringen wird.

Watching The Watchmen

Die kurzen aber sehr informativen Textteile stammen alle vom Zeichner Dave Gibbons, Anmerkungen vom Autor Alan Moore (dessen Name im offiziellen Pressematerial zum Watchmen-Film niemals genannt wird) fehlen leider komplett. Das ist jedoch auch schon der einzige Makel des Bandes, denn auch Gibbons hat einiges zu erzählen und trug wohl auch einen nicht unbeträchtlichen Teil zum Erfolg der 12-teiligen Comicreihe bei. Nach seinen eigenen Worten stammen von ihm z. B. sowohl die starre 9-Panel-Bildaufteilung als auch die Idee den Smiley-Botton des Comedians als durchgehendes Leitmotiv zu verwenden.

Watchmen Absolute Edition

Dave Gibbons spricht auch sein Bedauern darüber aus, dass sich in seinem Besitz keine einzige “Watchmen“-Originalseite mehr befindet (die Originalseiten zu Heft 12 hatten sogar bereits einen Käufer gefunden, bevor sie gezeichnet waren). Doch Watching The Watchmen verwöhnt den Leser (bzw. Blätterer) durch eine unglaubliche Menge von Entwurfszeichnungen, die hübsch chronologisch geordnet und versehen mit interessanten Anmerkungen einen faszinierenden Einblick in den kreativen Prozess bieten. Hinter diesem Making-Of-Band stecken auch praktische Erwägungen, denn Dave Gibbons war es ein Anliegen “all meinen Watchcrap (so steht es auf meiner Schachtel) wegzuräumen oder vielleicht bei ebay zu versteigern.

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Watchmen – Tales Of The Black Freighter

Der Autor Alan Moore und der Zeichner Dave Gibbons versuchten in ihrer 12-teiligen Comic-Miniserie Watchmen herauszufinden ob unsere Welt tatsächlich besser wäre, wenn es Superhelden gäbe. Sie entwarfen einen komplett neuen Superhelden-Kosmos. Die erste Generation dieser kostümierten Kämpfer für Gerechtigkeit wurde durch das Erscheinen von Superman-Comics im Jahre 1938 zu ihren Tätigkeiten inspiriert. Zu diesem Zeitpunkt verabschiedete sich das Watchmen-Paralleluniversum von unserer Realität.

Watchmen - Tales Of The Black Freighter

Moore und Gibbons waren der Meinung, dass es in einer Welt voller tatsächlicher Superhelden und keinen Bedarf für Superhelden-Comics gibt. Stattdessen erfreuen sich Piraten-Comics großer Beliebtheit und die fiktive bei EC-Comics erschienene Geschichte vom Schwarzen Kreuzer ist ein Glanzstück des Genres. In kleinen Portionen floss diese von Bert Brechts Song der Seeräuber Jenny (“Und ein Schiff mit acht Segeln und mit fünfzig Kanonen“) inspirierte Geschichte mit in die Handlung des Comics ein.

Watchmen - Tales Of The Black Freighter

Im Kinofilm Watchmen (aber auch im über dreistündigen Director´s Cut) war leider kein Platz für diesen Bestandteil der Handlung. Erst im 215-minütiger “Ultimate Cut“ wurde der Trickfilm eingefügt. Zack Snyder adaptierte die Piraten-Geschichte Tales Of The Black Freighter und ließ daraus in Südkorea einen von Hand animierten 24-minütigen Animationsfilm anfertigen. Als Sprecher fungierte Gerard Butler (300). Dieser kunstvoll animierte Film zeigt, dass die recht blutige Geschichte mit böser Schlusspointe auch ohne das Watchmen-Umfeld bestens funktioniert.

Watchmen - Tales Of The Black Freighter
Der 24-minütige Trickfilm Tales Of The Black Freighter erschien in den USA und in England bereits kurz nach dem Kinostart. Die DVD ist mit beachtlichem Bonusmaterial versehen. So gibt es außerdem noch die fiktive TV-Dokumentation Under The Hood zu sehen, die einige der Watchmen-Prosa-Anhänge aufgreift und Hollis Mason in Interviewform erzählen lässt wie er zum Superhelden Nite Owl wurde.

Watchmen - Tales Of The Black Freighter

Das interessant zusammengestellte Making Of Story Within A Story – The Books of Watchmen informiert über die Entstehung von Tales Of The Black Freighter und Under The Hood. Ferner ist noch das erste Kapitel des in enger Zusammenarbeit mit Dave Gibbons entstandenen und sehr werkgetreuen Watchmen Motion Comic enthalten, das durch seine dezent eingesetzten Animationen überzeugt (jedoch dadurch verwirrt, dass der Sprecher Tom Stechschulte auch den weiblichen Charakteren seine Stimme leiht). Insgesamt bietet die DVD eine äußerst anregende Mischung.

Watchmen - Tales Of The Black Freighter

Extras der DVD: Under The Hood“ (35:55 min, wahlweise in deutscher, englischer oder französischer Sprache); „Watchmen Motion Comic – Chapter One“ (24:26 min), in englischer Sprache wahlweise mit deutschen Untertiteln; „Story Within A Story – The Books of Watchmen“ (23:59 min), wahlweise mit deutschen Untertiteln

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Watchmen – Die Wächter

Mit der 12 Comichefte umfassende Serie Watchmen gelang es den Briten Alan Moore und Dave Gibbons 1986 – gemeinsam mit Frank Millers Batman-Version Der dunkle Ritter kehrt zurück – die amerikanische Comicszene zu revolutionieren. Auf dem ersten Blick erschien eine derart komplexe mehrere Jahrzehnte umfassende Erzählung überhaupt nicht zum Superhelden-Genre zu passen.

Watchmen Absolute Edition

Watchmen wirft die Frage auf, ob unsere Welt besser wäre, wenn es seit Ende der Dreißiger Jahre kostümierte Helden und Rächer nicht nur in Comicheften, sondern auch in der Realität gegeben hätte. Das Jahr 1985, von dem Autor Moore und Zeichner Gibbons erzählten, ist noch um einiges schlimmer als die damalige Realität, denn die Welt stand eher wegen als trotz der Superhelden kurz vor dem atomaren Holocaust.

Watchmen - Die Wächter

Es gab etliche Anläufe aus dem Comic Watchmen einen Film zum machen, doch sowohl Terry Gilliam als auch Darren Aronofsky scheiterten. Erst nachdem Zack Snyder (Dawn of the Dead) mit einer (in erster Linie optisch) erstaunlich werkgetreuen Verfilmung von Frank Millers Spartaner-Comic 300 einen Blockbuster hinlegte, kam die Sache richtig in Bewegung.

Watchmen - Die Wächter

Während Snyder bei 300 Millers Comicstory noch um einiges andicken musste um sie zur Grundlage für einen abendfüllenden Film zu machen, war bei Watchmen das genaue Gegenteil der Fall. Hier musste aus einer 342-seitigen Comicerzählung, die zudem noch mit allerlei ganz schön in die Tiefe gehenden Prosa-Anhängen garniert war, ein Film gemacht werden, der nicht mehr als einen Abend füllt. Snyder legte erst einmal eine knapp vierstündige Version vor, die er dann auf 163 Minuten eindampfte und die wie fast jede Literaturverfilmung ein Destillat der Vorlage ist.

Watchmen - Die Wächter

Es mag nicht immer einleuchten, warum Zack Snyder diesen Comic-Moment in den Film hinein nahm und jenen wegließ. Der Film Watchmen ist jedoch auf keinen Fall ein abgehetzter Durchmarsch, sondern wenn Snyder eine Szene des Comics adaptiert, macht er das behutsam und mit sehr viel Respekt vor den brillanten Dialogen Alan Moores und raffinierten Bildkompositionen von Gibbons. Eigene Akzente gibt es durchaus, doch das hat mehr Vorteile (das etwas gestraffte Finale funktioniert bestens und der toll aufgemachte Vorspann verankert die Watchmen noch stärker in der Historie der 40er- bis 80er- Jahre als der Comic) als Nachteile (der teilweise arg forcierte Einsatz von Splatter-Effekten, die auch in der ungekürzten deutschen FSK-16-Fassung enthalten sind, ist nicht wirklich im Sinne der Comicvorlage).

Watchmen - Die Wächter

Snyder traf die weise Entscheidung die Hauptrollen mit guten aber eher unbekannten Darstellern zu besetzten, so dass kein Egotrip eines Stars die Balance zwischen den sieben gleichberechtigten Watchmen gefährden konnte. Überraschenderweise sind es gerade jene Figuren die am seltensten zu sehen sind, die den stärksten Eindruck hinterlassen.

Watchmen - Die Wächter

Jeffrey Dean Morgan, der als zynischer, egoistischer und reaktionärer Comedian gleich am Anfang des Filmes ermordet wird, überzeugt in jeder dann folgenden Szene, die als Rückblende von seinen Missetaten erzählt. Morgans starke Leistung lässt an Robert Downeys furiosen Auftritt als Iron Man denken. Wesentlich präsenter als der Comedian ist die Figur des Rorschachs, doch Jackie Earle Haley steckt meist unter einer Maske, deren schwarzweiße Struktur sich ständig verändert. Wenn dann jedoch eine Demaskierung erfolgt, legt der zuvor schon durch seine markante Stimme sehr überzeugende Haley eine Glanzleistung hin.

Watchmen - Die Wächter

Etwas schwächer sind der blasse Patrick Wilson als Night Owl II und Billy Crudup (M:I 3) als Dr. Manhattan, der einzige Watchmen mit wirklichen Superkräften. Bei Crudup liegt dies jedoch eher an einer unbefriedigenden Mischtechnik aus Realaufnahmen und Computertechnik, durch die es so erscheint als wenn Dr. Manhattan schlechter geschminkt ist als die von Malin Akerman (Nach 7 Tagen – Ausgeflittert) sehr sexy dargebotene Silk Spectre II.

Watchmen - Die Wächter

In den USA erschien kurz nach dem Kinostart von Watchmen eine DVD, die den Piraten-Comic Tales of the Black Freighter als Animationsfilm enthält. Dieser war als “Comic im Comic“ Bestandteil von Moores und Gibbons´Watchmen, da diese der Meinung waren, dass in einer Welt voller Superhelden eher Bedarf nach Piraten-Comics besteht. Der Trickfilm wird anschließend allerdings doch nicht in den um 24 Minuten verlängerten Director´s Cut integriert, sondern erst später in den 215-minütigen “Ultimate Cut“.

Watchmen

Doch bereits im Director´s Cut sind neue Szenen enthalten, wie etwa der beeindruckend visualisierte Tod von Nite Owl 1. Snyder hat auch das arg gewalttätig ausgefallene Zusammenknüppeln einer Straßenbande durch zwei Watchmen entschärft, hauptsächlich dadurch, dass er jetzt statt übertriebener Soundeffekte das TV-Interview mit Dr. Manhattan auf die Tonspur packte. Die verlängerte Version ist noch näher an der Comicvorlage und erscheint bei uns Ende 2019 auf Blu-ray.

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Batman/Flash: Der Button

Anfang der 1980er Jahre ging es mit dem Verkauf von Comics stark bergab. In USA verkauften sich die Hefte schlechter als seinerzeit die Superman/Batman-Hefte bei Ehapa. So schlecht sogar, dass der Redakteur bei DC Comics, Julie Schwartz auf die Idee kam, extra eigene Geschichte für den deutschen Markt zu schaffen, der immer noch nicht gesättigt schien. Einige wurde davon später in USA veröffentlicht, einige gar nicht. In Amerika ist diese Tatsache und sind die Geschichten weitestgehend unbekannt.

Batman/Flash: Der Button

Um den negativen Trend der Verkaufszahlen – eine Krise im wörtlichen Sinne – herumzureißen, erdachte man sich eine gewaltige Story, die alles wieder in Ordung bringen sollte und neue Käuferschichten zu generieren: Crisis on Infinite Earths (1985/1986).

Batman/Flash: Der Button

Die Rechnung ging auf: Danach kam für Superman das Byrne’sche Totalneuanfang (The Man of Steel; 1986) und die Geschichten wurden realistischer (was immer das sein mag) und vor allem dunkler. Zeitgleich erschien Frank Millers The Dark Knight Returns (1986) und von September 1986 – Oktober 1987 Watchmen von Alan Moore und Dave Gibbons.

Batman/Flash: Der Button

Comics waren wieder in Mode. Immer mehr Autoren versuchten den Ton von Moore zu kopieren und es wurde immer dunkler. Es scheint im wörtlichen Sinne ziemlich clever zu sein, Dr. Manhattan verantwortlich für diese Verschiebung zu machen. Er ist ein Metawesen mit gottähnlichen Fähigkeiten. Andererseits ist WATCHMEN ein solch wichtiges und außergewöhnliches Werk, dass eine Fortsetzung die Gefahr birgt, dass diese dessen Platz in der Comic-Geschichte mindert.

Batman/Flash: Der Button

Am Ende von DC Universe: Rebirth #1 (2016) fand Batman in seiner Höhle einen sehr bekannten und ikonenhaften Button: Den Smiley-Button auf dem sich das Blut des Comedian von den Watchmen befindet. Hier erfahren wir, wie es weitergeht: Alles beginnt, als durch Zufall der Button mit der Medusamaske des Psycho-Piraten reagiert und der totgeglaubte Reverse-Flash (Eobard Thawne) in der Höhle steht. Als dieser den Button berührt, verschwindet er in einem Blitz, um wenig später wieder zurück zu sein, noch um schnell “Ich sah Gott..!“ zu sagen und dann abermals zu sterben. Und so machen sich der weltgrößte Detektiv Batman und der Forensiker Flash auf, das Geheimnis zu lüften. Eine furiose Reise durch Zeit und unendliche Realitäten und Universen. Es gibt ein rührendes Wiedersehen zwischen Batman/Bruce Wayne und seinem toten Vater Dr. Thomas Wayne aus der Flashpoint-Continuity, in welcher er Batman ist.

Batman/Flash: Der Button

In der Story bekommen wir auch die Bestätigung, dass Dr. Manhattan die DC-Geschichte verändert hat und zum Beispiel eine ganze Generation von DC-Helden (Jay Garrick und die JSA) aus der Existenz entfernte. Seit den ersten Andeutungen, dass die beiden Universen DC/Watchmen in Verbindung stehen könnten, ist dies nun der vierteilige Storybogen, der als Prelude zu dem noch größeren 12-monatigen Event Doomsday Clock zu verstehen ist.

Norbert Elbers

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Constantine: City of Demons

John Constantine wurde erstmals von Alan Moore in der Serie Swamp Thing eingeführt. Bereits 1984 im US-Heft 25 zeichnete Steve Bissette einen Charakter, der ein wenig wie Sting aussah und da ihm diese Figur gefiel, machte Alan Moore ein Jahr später im Heft 37 John Constantine daraus.

DC Constantine: City of Demons

Der manipulative und scheinbar allwissende Dämonenjäger wurde so populär, dass ihn Neil Gaiman (Sandman) 1990 im ersten Band seiner Bücher der Magie, als einen der vier manteltragenden Fremden einsetzte, die den etwas an Harry Potter erinnernden Tim magisch ausbilden. Ab 1988 erhielt John Constantine schließlich seine eigene Comic-Serie Hellblazer, die zunächst von Jamie Delano getextet wurde. 1991 gab es eine bemerkenswerte Entwicklung, denn Hellblazer wurde zum ersten US-Comic von Garth Ennis. Dieser startete danach gemeinsam mit dem Hellblazer-Zeichner Steve Dillon mit Preacher und Punisher voll durch.

DC Constantine: City of Demons

2005 entstand ein Kinofilm in dem aus dem kettenrauchenden Briten John Constantine ein alkoholsüchtiger von Keanu Reeves verkörperter US-Amerikaner wurde. Der Erfolg blieb aus, was auch für eine 2014 gestartete TV-Serie mit Matt Ryan galt, die bereits nach 13 Episoden eingestellt wurde. Doch der Waliser Ryan hat durchaus seine Fans, was zu Gastauftritten in den Serien Arrow und The Flash führte. Auch am Zeichentrickfilm Justice League Dark des DC Animated Movie Universe war Matt Ryan beteiligt und lieh dem hier u. a. zusammen mit Batman und Swamp Thing agierenden John Constantine seine Stimme.

DC Constantine: City of Demons

In dieser Funktion war Matt Ryan auch beim Animationsfilm Constantine: City of Demons tätig, der zunächst als fünfteilige Web-Serie gezeigt wurde. Erzählt wird, wie John Constantine versucht seinem Freund Chas Chandler zu helfen, dessen Tochter (in der Comic-Vorlage war es die Enkelin) Trish in ein übernatürliches Koma gefallen ist. Constantine und Chas reisen nach Los Angeles um es mit dem aztekischen Gott Mictlantecuhtli aufzunehmen, während daheim in London eine seltsame Nightmare Nurse auf Trish aufpasst…

DC Constantine: City of Demons

Das Resultat, das auch eine wichtige Episode aus John Constantines Jugend erzählt, ist die bisher werkgetreueste Adaption des Comics, was auch daran liegen kann, das mit Hellblazer: All His Engines ein Comic von Mike Carey und Leonardo Manco als Vorlage diente. Erfreulich ist auch, dass kein Kinderkram entstanden ist, sondern ganz schön abgefahrenes Zeug, das bei uns eine FSK16-Freigabe bekam und in Großbritannien sogar nur für volljährige Zuschauer empfohlen wird!

DC Constantine: City of Demons

Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 90-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentation “The Socerer’s Occulist – Understanding John Constantine“ (13:38 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln) und einen Bericht über ein Panel zum Film auf dem WonderCon (20:50 min)

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Garth Ennis: Crossed

Avatar Press startete Crossed im August 2008 mit der Nummer 0 und Anfang 2010 endete die Serie nach neun weiteren Ausgaben. Doch das war nur der Anfang, denn Garth Ennis (Preacher, The Boys) hatte zusammen mit dem Zeichner Jacen Burrows etwas Außergewöhnliches geschaffen.

Garth Ennis: Crossed

Auf den ersten Blick scheint es sich um eine Variante von The Walking Dead zu handeln, die auf einer Erde spielt, deren Bewohner sich nicht in Zombies, sondern in mordlustige und sexsüchtige Wilde mit einem blutigen Kreuz auf dem Gesicht, verwandelt haben. Ennis erzählt von einigen der letzten Menschen, die in einem verzweifelten Kampf nahezu vergeblich versuchen in einer plötzlich barbarisch gewordenen Welt zu überleben.

Garth Ennis: Crossed

Fast noch erschreckender als die Brutalitäten der “Gekreuzigten“, die detailreich und voller kranker Fantasie in großformatigen Panels dargestellt werden, ist die rasche Verrohung der Überlebenden. Selbst die eigentlich sympathischen menschlichen Hauptcharaktere Stan und Cindy begehen um am Leben zu bleiben einige eigentlich unverzeihbare Gewalttaten. Ennis und Burrows zeigen auch dies in aller Drastik. Der Comic glorifiziert Waffengewalt nicht, lädt aber den Leser zum Nachdenken darüber ein, ob er in einer Extremsituation nicht ähnlich gehandelt hätte.

Garth Ennis: Crossed

Garth Ennis hielt Crossed nach 10 Comicheften für abgeschlossen. Er wollte keine Endlosserie (wie The Walking Dead) daraus machen. Ennis hatte jedoch nichts dagegen, dass andere Autoren und Zeichner Geschichten erzählen, die im Crossed-Universum angesiedelt sind. Er wollte jedoch nicht, dass die von ihm geschaffenen Figuren darin auftauchen. Im Laufe der Jahre haben daher Autoren wie Kieron Gillen (Über) oder Alan Moore (Watchmen) die fast menschenleere Erde am Leben erhalten und auch Ennis hat weitere Crossed-Stories geschrieben.

Garth Ennis: Crossed

Daher ist es erfreulich, dass Panini eine gebundene Gesamtausgabe im leichten Überformat (19 x 29 cm) gestartet hat. Der erste Band dieser Monster Edition enthält auf 420 Seiten neben der ersten Crossed-Serie von Ennis und Burrows auch noch die im Anschluss erschienene in die selber Kerbe hauende Miniserie Family Values, die von David Lapham (Stray Bullets) geschrieben und von Javier Barreno gezeichnet wurde. Die Monster Edition ist günstiger als Paninis teilweise schon vergriffene Softcover-Ausgabe!

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Garth Ennis: Crossed

Superman: Was wurde aus dem Mann von Morgen?

1986 war es für DC an der Zeit Superman behutsam zu modernisieren. Diese Aufgabe übernahm der Zeichner und Autor John Byrne. In der sechsteiligen Reihe „Superman – The Man of Steel“ eliminierte er allerlei Dinge, die sich im Laufe der Jahrzehnte rund um den Mann aus Stahl formiert hatten, wie den Superhund Krypto oder den als Superboy tätigen jugendlichen Clark Kent. Ferner machte Byrne aus dem meist als verrückter Wissenschaftler auftretenden Schurken Lex Luthor einen Konzernchef, der dadurch noch sehr viel mehr Möglichkeiten hatte Böses zu tun.

SUPERMAN Was wurde aus dem Mann von Morgen
Softcover-Cover

Kurz bevor Byrnes Superman-Relaunch in die Comicshops kam, wurde in den US-Heften “Superman # 23“ und “Action Comics # 583“ die Geschichte des “alten“ Supermans zu Ende erzählt. Für diese Aufgabe war eigentlich Superman-Erfinder Jerry Siegel vorgesehen. Als sich dies zerschlug kam Alan Moore zum Zuge. Der Schöpfer der “Watchmen“, der heute gar nicht mehr gut auf DC zu sprechen ist, ist ein glühender Fan von Superman und er erledigte – unterstützt vom Zeichner Curt Swain – die Aufgabe mit Bravour. Obwohl in seiner zweiteiligen Story “Superman: Was wurde aus dem Mann von Morgen?“ allerlei liebgewonnene Figuren zu Tode kamen, gibt es für Clark Kent dennoch ein Happy End, schon dadurch, dass er sich komplett ins Privatleben zurückziehen kann.

SUPERMAN Was wurde aus dem Mann von Morgen
Hardcover-Cover

Panini veröffentlicht „Superman: Was wurde aus dem Mann von Morgen?“ in einem schön aufgemachten Sammelband, der mit “Die Grenze des Dschungels“ (hier trifft der Stählerne auf Swamp Thing) und “Das Geschenk“ (von “Watchmen“-Zeichner Dave Gibbons) noch zwei weitere von Alan Moore geschriebene Superman-Storys enthält.

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Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

1986 war es für DC an der Zeit Superman behutsam zu modernisieren. Diese Aufgabe übernahm der Zeichner und Autor John Byrne. In der sechsteiligen Reihe Superman – The Man of Steel eliminierte er allerlei Dinge, die sich im Laufe der Jahrzehnte rund um den Mann aus Stahl formiert hatten, wie den Superhund Krypto oder den als Superboy tätigen jugendlichen Clark Kent. Ferner machte Byrne aus dem meist als verrückter Wissenschaftler auftretenden Schurken Lex Luthor einen Konzernchef, der dadurch noch sehr viel mehr Möglichkeiten hatte Böses zu tun.

SUPERMAN Was wurde aus dem Mann von Morgen
Softcover-Cover

Kurz bevor Byrnes Superman-Relaunch in die Comicshops kam, wurde in den US-Heften Superman # 23 und Action Comics # 583 die Geschichte des “alten“ Supermans zu Ende erzählt. Für diese Aufgabe war eigentlich Superman-Erfinder Jerry Siegel vorgesehen. Als sich dies zerschlug kam Alan Moore zum Zuge. Der Schöpfer der Watchmen, der heute gar nicht mehr gut auf DC zu sprechen ist, ist ein glühender Fan von Superman und er erledigte – unterstützt vom Zeichner Curt Swain – die Aufgabe mit Bravour. Obwohl in seiner zweiteiligen Story Superman: Was wurde aus dem Mann von Morgen? allerlei liebgewonnene Figuren zu Tode kamen, gibt es für Clark Kent dennoch ein Happy End, schon dadurch, dass er sich komplett ins Privatleben zurückziehen kann.

SUPERMAN Was wurde aus dem Mann von Morgen

Panini veröffentlicht Superman: Was wurde aus dem Mann von Morgen? in einem schön aufgemachten Sammelband, der mit Die Grenze des Dschungels (hier trifft der Stählerne auf Swamp Thing) und Das Geschenk (von Watchmen-Zeichner Dave Gibbons) noch zwei weitere von Alan Moore geschriebene Superman-Storys enthält.

Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

Auch bei Batman standen (mal wieder) allerlei Veränderungen an und zum neuen Mann unter der Fledermaus-Maske wurde Ende 2009 der alte Robin. Dieser Unfug war nicht von Dauer, doch war immerhin ein prima Vorwand um – genau wie einst 1986 den Briten Alan Moore . nun dessen Landsmann Neil Gaiman zu bitten eine finale Geschichte zum DC-Heroen zu erzählen.

Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

Der Autor, der sich weitestgehend als Comictexter verabschiedet hat, konnte nicht widerstehen, denn er war schon immer ein glühender Fan von Batman. Gaiman erzählt in Was wurde aus dem Dunklen Ritter? gleich ein knappes Dutzend völlig verschiedene Geschichten von Batmans Tod. Egal ob Catwoman, Robin, Superman, der Joker oder der Butler Alfred (der enthüllt, dass er eigentlich der Joker ist), alle erzählen ureigene sich widersprechende Geschichten von Batmans Tod.

Passend dazu variiert der Zeichner Andy Kubert auch die äußere Erscheinung von Batman. Dieser sieht mal wie einst bei Bob Kane aus und kurz danach wie bei Neal Adams, Frank Miller oder Kelley Jones.

Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

Das Ende von Neil Gaimans Geschichte ist zugleich auch wieder ein Anfang, was gut dazu passt, dass jede Änderung am Batman-Mythos unweigerlich dazu führen wird, dass danach der Status Quo wieder hergestellt wird.

Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter?

Auch die Veröffentlichung von Batman: Was wurde aus dem Dunklen Ritter? hat Panini noch um weitere thematisch passende Geschichten vom selben Autor ergänzt. Besonders schön ist “Eine schwarzweiße Welt“ in der Gaiman und der Zeichner Simon Bisley eine Backstage-Welt zeigen in der Batman und der Joker sich hinter der Comic-Bühne in der Garderobe darüber streiten wer die besseren Auftritte und Texte hat.


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Alan Moore: America´s Best Comics

Alan Moore hat zwar Einreiseverbot in die USA, doch das hinderte ihn nicht daran, ab 1999 von einem kleinen Ort in England aus nichts geringeres als Amerikas Beste Comics zu erschaffen. So nennt sich zumindest das Label, das ausschließlich von Moores getextete Comics veröffentlicht. Im Gegensatz zu seinem hochambitionierten Werken “Watchmen“, “V – wie Vendetta“ oder „From Hell“ sollten diese Geschichten den mit Moore befreundeten Zeichnern ein solides tägliches Brot bringen und dabei in erster Linie Spaß machen.

Alan Moore: America´s Best Comics

Dies Ziel gelang ihm am besten mit den Geschichten um „Tom Strong“, die Chris Sprouse in einem ansprechend realistischen Stil gestaltet. Strong ist ein Abenteurer im Stile von Pulphelden der 40er und 50er Jahre wie etwa „Doc Savage“ oder „Captain Future“. Daher wird er nicht nur von seiner attraktiven Frau und seiner hübschen Tochter begleitet, sondern auch noch von einem Roboter- und einem Gorilla-Sidekick. Auch die Story mit Tom Strongs Entstehungsgeschichte ist recht originell.

Alan Moore: America´s Best Comics
Alex Ross

Der Qualität der restlichen „America´s Best Comics“ ist leider etwas durchwachsen. Wer will kann sich in „Top 10“ in das Polizeirevier einer nur von Superhelden bevölkerten Stadt begeben oder darauf hoffen, dass die wirre Geschichte um die Heldin „Promethea“ vielleicht doch noch in Fahrt kommt. Auch die kurzen „Tomorrow Stories“ wollen nur selten zünden. Oft waren die Cover von Alex Ross die Highlights,

Alan Moore: America´s Best Comics

Trotzdem sind auch die etwas schwächere Storys von Alan Moore, die bei uns bis 2002 in sieben Zusammenstellungen bei Speed erschienen sind,  immer noch anregender als die meisten US-Comics. Der wohl beste “America´s Best Comic“ erscheint jedoch weiterhin: “League of Extraordinary Gentlemen“ wird in Sonderbänden nachgereicht.


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Batman: The Killing Joke

Als 26. Beitrag der Reihe DC Universe Animated Original Movies entstand nach The Dark Knight Returns und Year One eine weitere Zeichentrick-Adaption eines absoluten Batman-Klassikers.

Batman: The Killing Joke

1987 zeigte Alan Moore mit seinem von Dave Gibbons gezeichneten Comic Watchmen, das Superhelden-Geschichten kein Kinderkram sein müssen. Ein Jahr später widmete er sich dem Dunklen Ritter und auch Batman: The Killing Joke hinterließ bleibende Eindrücke. Die Geschichte beschäftigte sich mit dem komplizierten Verhältnis zwischen Batman und seinem Widersacher, dem Joker. Eine äußerst extreme Szene zeigte, wie letzterer das ehemalige Batgirl Barbara Gordon durch einen Revolverschuss für immer an den Rollstuhl fesselt.

Batman: The Killing Joke

Mehr als bemerkenswert ist auch das unglaublich detailreich ausgeführte Artwork des Briten Brian Bolland, das sich nur bedingt (und vor allem nicht mit einem moderaten Budget) in animierte Bilder umsetzen lässt. Daher orientierten sich die Trickfilmer des Produzenten Bruce Timm (Batman – The Animated Series) an den etwas einfacher gestrickten Comic-Zeichnungen von Kevin Nowlan, der wiederum von Bolland beeinflusst ist.

Batman: The Killing Joke

Das gelingt recht gut und abgesehen von der (in der Originalfassung von Mark Hamill gesungenen) Musical-Einlage I Go Looney des Jokers, sowie ein paar zusätzlich in die Handlung eingefügten Zirkus-Freaks, ist das Kernstück des Zeichentrickfilm eine sehr werkgetreue und ziemlich intelligente Adaption der Comic-Vorlage.

Batman: The Killing Joke

Dies kann allerdings nicht von den ersten 30 Minuten behauptet werden. Um auf eine Spieldauer von 76 Minuten zu kommen, wurde Moores kompakte auf nur 48 Seiten erzählte Geschichte für die Verfilmung noch um einen Prolog, sowie einen sehr kurzen Epilog, ergänzt. Dies erledigte der vielbeschäftigte Comic-Autor Brian Azzarello (The Dark Knight III, 100 Bullets) zum Missvergnügen von so manchem Fan der Comic-Vorlage. Mir persönlich hat die Vorgeschichte gefallen.

Batman: The Killing Joke

Hier wird erzählt, wie sich die als Batgirl tätige Barbara Gordon von dem an den Joker erinnernden Ganoven Paris Franz fasziniert zeigte und deswegen schließlich ihr Kostüm ablegte. Zugleich wird eine Liebesgeschichte zwischen ihr und Batman mehr als nur angedeutet. Der Epilog erzählt aber auch davon, wie in den 80er Jahren durch das Erscheinen von ganz schön finsteren Comic wie The Killing Joke die fröhlich-naiven Jahre der DC-Superhelden beendet wurden.

Batman: The Killing Joke

Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 76-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentationen “Batman: The Killing Joke: The Many Shades of The Joker“ (17:43 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertitel); “ Madness Set to Music“ (11:54 min); Zwei thematisch passende Cartoons der klassischen “Batman – The Animated Series“: „Christmas with the Joker“ und „Old Wounds“; sowie eine Vorschau auf den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum: “Justice League Dark“ (8:14 min) und kurze Berichte über die weiteren DC-Animationsfilme “The Dark Knight Returns“ und “Batman: Assault on Arkham“ Leider fehlt das 10-minütige sehr informative Making Of zu „The Killing Joke“, das auf Blu-ray von “Justice League vs. Teen Titans“ enthalten ist.

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