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Die Techno-Väter

In Der schwarze Incal, dem ersten Band der vom Filmemacher Alejandro Jodorowsky getexteten und vom großen Moebius gezeichneten unendlichen Serie rund um den Privatdetektiv John Difool der Klasse R und seinen Betonpapagei Dipo wird der Präsident einer zukünftigen Welt regelmäßig geklont. Hierzu bedient man sich der Techno-Technik und des Techno-Papstes.

Die Techno-Väter

Genau wie schon bei den Meta-Baronen entlieh sich Jodorowsky Grundideen aus seiner Hauptserie und koppelte eine zusätzliche Comic-Serie aus. Gemeinsam mit Fred Beltran und dem jugoslawische Zeichner Zoran Janjetov, der auch schon die Alben der John Difool vor dem Incal-Serie gezeichnet hatte, erzählt er weitere Abenteuer aus der Welt der Techno-Technologen.

Die Techno-Väter

Im ersten Album beginnt der schon recht alte Techno-Vater Albino damit seinem Maskottchen Tinigrifi seine Lebensgeschichte zu erzählt. Albinos Mutter Panépha wurde angeblich von sechzig Weltraum-Piraten vergewaltigt und brachte anschließend neben dem weißhäutigen Albino zwei weitere höchst unterschiedliche Kinder zur Welt: Den grauhäutigen Almagro und die vierarmige gänzlich rote Onyx. Panépha versucht sich nun an ihren Peinigern zu rächen.

Die Techno-Väter

Die Struktur der insgesamt acht Alben, die auch in einer Gesamtausgabe veröffentlicht wurden, ähnelt sich recht stark. Anfangs erlebt der Leser ein Abenteuer mit dem älteren Albino, dann folgt ein Kapitel aus der Techno-Ausbildung des jungen Albinos und der jeweils interessanteste Teil folgt Panépha bei ihren Racheplänen. Jodorowsky bietet auch hier wieder die bewährte Mischung aus bombastischen Science Fiction- Kulissen, esoterischen Einschüben, die sich dem Leser nicht voll erschließen (aber faszinierend anzusehen sind), und Humor, der hier allerdings hauptsächlich daraus besteht, das in Ungnade gefallene Figuren die teilweise überdimensionalen Kloaken reinigen müssen.

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John Difool nach dem Incal

So langsam aber sicher droht der willige Leser die Übersicht zu verlieren bei den zahlreichen Comicreihen rund um das vom gebürtigen Chilenen Alejandro Jodorowsky ers(p)onnene Incal-Universum. In den Comics geht es hauptsächlich um John Difool, dem Privatdetektiv der Klasse R, der immer wieder aus den höchsten Höhen stürzt und von einem Betonpapagei namens Dipo begleitet wird. Die Ursprungsserie besteht aus sechs Alben, die von der Comiclegende Moebius in ungewöhnlich schönen Bildern umgesetzt wurde.

John Difool nach dem Incal

Danach schuf der jugoslawische Zeichner Zoran Janjetov – ebenfalls nach Texten von Jodorowsky –  unter dem Titel John Difool vor dem Incal die Vorgeschichte zum von Moebius geschaffenen Zyklus. Janjetovs Zeichnungen waren zwar ebenfalls recht gelungen und wurden sogar innerhalb dieses ebenfalls sechsbändigen Zyklus immer besser, aber gegen ein Genie wie Moebius muss er zwangsläufig verblassen.

John Difool nach dem Incal

Jodorowsky startete weitere teilweise sehr epische Serien um Figuren aus dem Incal-Universum. So ließ er vom Spanier Juan Gimenez die Chronik der Meta-Barone in Bilder umsetzen und Zoran Janjetov zeichnete, verstärkt durch einen gewissen Fred Beltran, die Abenteuer der Techno-Väter. Beltran stand 2000 auch Moebius auch bei der geplanten neuen Serie John Difool nach dem Incal zur Seite. Nach der Katharsis wirkt so, als wenn Moebius ganz alleine Hand angelegt und wieder ein Album geschaffen hat, bei dem die atemberaubenden Zeichnungen die etwas wirre Geschichte mühelos vergessen lassen.

John Difool nach dem Incal

Weiter ging es mit dem dreiteiligen von José Ladrönn (Die Söhne von El Topo) gezeichneten dreibändigen Zyklus Der letzte Incal.

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Der letzte Incal

Nach John Difool: Der Incal, dem Prequel John Difool vor dem Incal und John Difool nach dem Incal: Nach der Katharsis war noch lange nicht Schluss. Der Privatdetektiv der Klasse R kehrt zurück in einem Album, das zwar den Titel Der letzte Incal trägt, zugleich aber auch als Band 1 der Auftakt eines neuen Zyklus ist.

Im ersten ganzseitigen Panel stürzt John Difool einmal mehr aus höchsten Höhen in tiefste Tiefen ab und es stellt sich die Frage, ob dies wirklich sein letzter Fall ist. Am Ende der Geschichte gibt es ihn schließlich gleich vierfach, einmal in der altbekannten Form, einmal als Adonis, einmal als Guru und einmal gar mit Engelsflügeln und Heiligenschein.

Der letzte Incal

Wie es dazu kam, da (aber nicht nur da!) lässt der Autor Alejandro Jodorowsky den Leser einmal mehr völlig im Dunkel tappen. Doch immerhin liefert seine gewohnt wirre Story dem mexikanischen Zeichner José Ladrönn genügend Vorwände für atemberaubende Bilder. Diese erinnern sowohl an die klaren Zeichnungen von Moebius wie auch an die Gemälde eines Juan Gimenez in Die Kaste der Meta-Barone, sind aber eigenständig genug um aus Der letzte Incal (zumindest optisch) mehr als den x-ten Aufguss einer Erfolgsserie zu machen.

Der letzte Incal

Zwei Jahre nach der deutschen Erstausgabe bei Ehapa veröffentlicht Splitter – hier erscheint auch eine Neuauflage in alter Kolorierung der klassischen Incal-Serie – eine deutlich bessere Edition des selben Albums und der beiden Fortsetzungen Louz de Garra und Gorgo-le-Sale.

Der letzte Incal

In der Hardcoverausgabe von Die vier John Difool kommen die Farben besser zur Geltung und seltsamerweise sind die Sprechblasen teilweise anders platziert als bei der Edition von Ehapa. Ein besonderes Bonbon ist die als Zugabe beigefügte bitterböse 10-seitige Story Die goldenen Tränen von 2004. Hierbei handelt es sich um die erste Zusammenarbeit von Jodorowsky und Ladrönn, die später auch bei Die Söhne von El Topo harmonierten.

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Lust & Glaube

Alain Mangel mangelt es eigentlich an nichts. Der gerne in lila Klamotten auftretende Philosophie-Professor kommt an der Pariser Sorbonne vor allem bei seinen Studentinnen sehr gut an. Als seine Frau ihm zum Sechzigsten Geburtstag die Scheidung schenkt und danach auch noch die Wohnung leerräumt, muss Alain umdenken.

Lust & Glaube

Ob es wirklich eine so gute Idee war sich mit seinem getreusten Fan, der wunderschönen immer lila tragenden Studentin Elisabeth, einzulassen wird sich noch zeigen. Als diese vom sich eigentlich für impotent haltenden Alain schwanger wird, glaubt Elisabeth sie trage den Messias in sich und findet zudem auch noch einige sehr seltsame Gleichgesinnte…

Lust & Glaube

Lust & Glaube überrascht zunächst dadurch, dass das Erolgsteam von John DiFool: Der Incal  hier recht realistisch die linksliberale Realität an der Pariser Uni wiedergibt. Doch Moebius und Alejandro Jodorowsky wären nicht sie selbst, wenn sie nicht doch nach und nach immer mehr esoterische Zutaten in ihr Süppchen einrühren würden. Während der erste Eröffnungsband Die Irre von Sacré Coeur noch fast wie eine Boulevardkomödie um einen alten Narren wirkt, der noch einmal jung sein möchte, endet der zweite Teil Gefangen im Irrationalen als groteskes Action-Abenteuer.

Lust & Glaube

Das letzte Album Der Irre von der Sorbonne erschien erst fünf Jahre nach Band 2. Hier ist Moebius’ Zeichenstil cartooniger geworden und seine Bilder sind – bei oftmals fünf Panelreihen pro Seite – sehr viel kleinformatiger. Jodorowskys Geschichte nimmt jetzt keinerlei Rücksicht mehr auf Realität oder Logik, sondern ist ähnlich wild entfesselt wie beim Incal.

Lust & Glaube

Die ersten beiden Bände von Lust & Glaube erschienen bei uns zuerst bei Ehapa und Schreiber & Leser veröffentlichte danach den Abschlussband. Dort erschien auch eine Gesamtausgabe im handlichen “Graphic Novel Format“.

Lust & Glaube

Leider wurde das am wenigsten ansprechende Cover für diese Komplettedition ausgewählt und die beiden anderen Titelbilder (von Band 1 und 3) leider nicht mitveröffentlicht. Doch ansonsten ist eins der schönsten Werke des Dreamteams Moebius und Jodorowsky endlich wieder lieferbar. Das Format der Comiczeichnungen ist dabei nur geringfügig kleiner als in der alten Edition, die herrlich grellen Farben sind jetzt noch etwas knalliger und außerdem gibt es noch ein Lesebändchen, natürlich in lila!

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Bouncer

Eigentlich sollte François Boucq (Teufelsmaul, Die Frau des Magiers) eine Comicgeschichte mit dem schon reichlich gealterten Westernhelden Blueberry gestalten. Doch der Sohn von Jean-Michel Charlier, dem bereits verstorbenen Schöpfer dieser erfolgreichen Figur, hatte Bedenken, dass es dabei ein wenig zu esoterisch zugehen könnte. Daher stoppte er das vom Blueberry-Zeichner Jean Giraud alias Moebius angeschobene Projekt.

Bouncer Gesamtausgabe

Doch Boucq setzte trotzdem ab 2001 eine Western-Serie in Szene. Als Verbündeten fand er den gebürtigen Chilenen Alejandro Jodorowsky (El Topo), der nicht nur als Filmemacher tätig ist. Jodrowsky hat für Moebius schon die durchgeknallten Abenteuer geschrieben, die der Privatdetektiv John Difool gemeinsam mit seinem Betonpapagei Dipo erlebt. Boucq schuf gemeinsam mit Jodorowsky bereits die Serie Mondgesicht.

Bouncer

Der Western Bouncer bedient auf den ersten Blick die Klischees des Genres. Dabei kommt die knapp nach dem Ende des Sezessionskrieges angesiedelte Geschichte nicht ohne Härten aus, denn es muss ja schließlich erklärt werden, warum der Held nur noch über einen Arm verfügt. Dies steht im Zusammenhang mit einer ganz schön abgefahrenen Familiengeschichte.

Bouncer

Bouncers Mutter “Aunty Lola“ war eine der “wildesten Huren des ganzen Westen“ und sie brachte im Laufe ihrer “Karriere“ drei Söhne zur Welt, ohne sich dafür zu interessieren, wer die jeweiligen Väter waren. Bouncer war der jüngste der Brüder und verlor seinen linken Arm, als er mit seinen Brüdern Blake und Ralton im Clinch um einen gemeinsam in einem grausamen Beutezug erbeuteten riesigen Diamanten lag.

Bouncer

In den beiden ersten Bänden Ein Diamant fürs Jenseits und Die Gnade der Henker wird die tragisch endende Geschichte der Brüder erzählt. Schreiber & Leser startet seine neue Gesamtausgabe mit einem gebundenen Doppelband dieser beiden Abenteuer, der auch noch über einen sehr schön zusammengestellten Anhang mit Einzelillustrationen (teilweise sogar auf Klapptafeln) verfügt. Der ungewöhnliche Western lebt nicht nur von Jodorowkys deftiger Geschichte, sondern auch von Francois Boucqs Fähigkeit durch verzerrte Gesichter und ungewöhnliche Landschaftsbilder für Stimmung zu sorgen.

Bouncer

Der zweite Band der Gesamtausgabe enthält mit Die Gerechtigkeit der Schlangen, Die Rache des Einarmigen und Die Beute der Wölfinnen gleich drei Alben, die eine durchgehende Geschichte erzählen. Anfangs sieht es gut aus für den Bouncer, denn er heiratet die ehemalige Prostituierte Noémie und arbeitet als Henker in Barro City. Doch obwohl seine Mitbürger darauf bestehen, dass er diese Tätigkeit ausübt, verachten sie ihn dafür. Doch sozialer Aufstieg ist in Sicht, denn der mysteriöse immer eine Maske tragende Lord Diabolo will ihm seinen Saloon vererben…

Bouncer

Doch das Glück ist nicht von Dauer, Noémie verlässt ihn und Bouncer flüchtet sich in die Opium-Höhle von Yin Li, die ihn liebt. Seinen Job als Henker wird der einarmige Revolverheld so schnell nicht los und zudem erfährt er auch noch, wer sein Vater ist. Alle Handlungsfäden laufen in einem furiosen Finale zusammen und wecken Vorfreude auf weitere Abenteuer des Bouncers.

Bouncer

Boucq setzt Bouncer mittlerweile ab Band 10 Der Fluch des Goldes im Alleingang fort und Schreiber & Leser bringt auch diese neuen bisher bei uns noch nicht erschienenen Abenteuer in Einzelbänden heraus.

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Die Söhne von El Topo

Lange bevor Alejandro Jodorowsky mit seinen epischen Fantasy-Comicreihen um den Incal und die Meta-Barone Furore machte, erregte durch sein Kinofilme viel Aufsehen. Sein 1970 entstandener surreale Western El Topo entwickelte sich durch Spätvorstellungen als “Midnight Movie“ zum Kultfilm.

Die Söhne von El Topo

El Topo (Der Maulwurf) wirkt so, als wenn Sergio Leone ein Drehbuch von Salvador Dali verfilmt hätte. Jodorowsky, der auch die unvergessliche Filmmusik komponiert hat, spielt die Titelrolle, einen in schwarz gekleideten Revolverhelden, der mit seinem nackten Sohn durch die Wüste reitet und die wüstesten Abenteuer besteht.

Die Söhne von El Topo

Jodorowsky schrieb anschließend das Drehbuch für eine Fortsetzung zu El Topo, fand jedoch keine Finanziers. Fast ein halbes Jahrhundert später fand er jedoch mit José Ladrönn einen Zeichner. Der gebürtige Mexikaner hatte bereits die von Jodorowsky geschriebene Comic-Reihe Der letzte Incal in Szene gesetzt. Seine Zeichnungen zu Die Söhne von El Topo weisen eine große Nähe zu Jodorowskis Kultfilm auf.

Die Söhne von El Topo

In der Fortsetzung heißt der Sohn von El Topo nicht wie im Film Miquel, sondern Kain und sein Bruder natürlich Abel. Auch ansonsten wimmelt es in Jodorowskys Geschichte nur so von religiösen Anspielungen. Kain wurde durch ein Zeichen, das ihm sein Vater auf die Stirn gebrannt hat, für nicht vorhanden erklärt. Fortan achtet niemand mehr auf den Mann in schwarz, egal wie auffällig und brutal sich Kain auch verhält…

Die Söhne von El Topo

Die Söhne von El Topo ist wie ein Italo-Western inszeniert und wie alle Geschichten von Jodorowsky voller großartiger und unerwarteter Momente, deren tiefer Sinn sich nicht wirklich erschließt (was jedoch nicht weiter stört). Zusätzlichen Reiz gewinnt der Comic, dem weitere Bände folgen werden, noch durch seine große Nähe zum Kultfilm-Klassiker.

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Die Filme von Alejandro Jodorowsky

Nachdem sich von ihm getexteten Comics wie Der Incal, Meta-Barone oder Lust & Glaube großer Beliebtheit erfreuen und bei uns in immer wieder neuen Auflagen herausgebracht werden, ist es sehr erfreulich, dass auch endlich das filmische Frühwerk von Alejandro Jodorowsky in vorbildlich aufgemachten DVD- und Blu-ray-Editionen herausgekommen ist.

Die Filme von Alejandro Jodorowsky

Die reich mit Bonusmaterial ausgestattete Box enthält neben dem in Frankreich nach Thomas Manns Die vertauschten Köpfe entstandenen Kurzfilm La Cravate und Jodorowskys ersten Spielfilm Fando y Lis die beiden wohl interessanten und verrücktesten Werke des 1929 in Chile geborenen Multitalents.

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El Topo (Der Maulwurf) entstand 1970 in Mexiko und wirkt so, als wenn Sergio Leone ein Drehbuch von Salvador Dali verfilmt hätte. Jodorowsky, der auch die unvergessliche Filmmusik komponierte, spielt die Titelrolle, einen in schwarz gekleideten Revolverhelden, der mit seinem nackten Sohn durch die Wüste reitet und die wüstesten Abenteuer besteht.

Die Filme von Alejandro Jodorowsky

Zunächst muss er einige Meister besiegen, um danach komplett umzusatteln und Pantomime zu werden (Jodorowsky erarbeitete zuvor in Frankreich auch ein Bühnenprogramm für Marcel Marceau) und sich im großen blutigen Finale mit einem religiösen Kult anzulegen. El Topo ist ein völlig wirrer aber auch schwer faszinierender Filmtripp, der immer wieder in den Mitternachts-Vorstellungen von Szene-Kinos lief, in Deutschland aber auch lange Zeit indiziert war.

Die Filme von Alejandro Jodorowsky

2017 startete unter dem Titel Die Söhne von El Topo eine von Jodorowsky geschriebene als Comic-Fortsetzungs-Serie zum Kultfilm.

Die Filme von Alejandro Jodorowsky

In Sachen abgefahrener Ausstattung und wirrer irgendwie esoterischer Geschichte kann der 1973 ebenfalls in Mexiko (diesmal allerdings in englischer Sprache) gedrehte La Montaña Sagrada (lief bei uns als Montana Sacra – Der Heilige Berg) locker bei El Topo mithalten. Die scheinbar in der Gegenwart spielende Geschichte, soweit eine auszumachen ist, handelt von einigen sehr unterschiedlichen erfolgreichen Kriminellen, die auf Anraten eines von Jodorowsky verkörperten Alchemisten ihre Egos aufgeben und zu bescheidenen Bergsteigern werden.

Die Filme von Alejandro Jodorowsky

Doch La Montaña Sagrada hat sehr viel mehr zu bieten als einen Hermann-Hesse-Plot. Seinerzeit war es der aufwändigste Film, der je in Mexiko gedreht wurde, was sich in unvergesslichen Bildern niederschlägt. So gibt es eine Unmenge von lebensgroßen Christus-Figuren zu bestaunen oder der Untergang der Azteken wird durch kostümierte Echsen und Kröten dargestellt. Dank einer sorgfältigen Restaurierung können El Topo und La Montaña Sagrada in voller Pracht genossen werden.

Weitere Infos zu Filmen und Bonusmaterial der Jodorowsky-Box:

Die Filme von Alejandro Jodorowsky

„FANDO Y LIS“ (1968, schwarzweiß, 97 min, Vollbild, nur spanische Originalfassung, deutsche Untertitel, nur DVD): Audiokommentar von Regisseur Alejandro Jodorowsky in englischer Sprache, wahlweise mit deutschen Untertiteln, Fotos und Presseberichte (2:36 min), „LA CRAVATE“ Kurzfilm von Alejandro Jodorowsky (1957, Farbe, 20:28 min, Vollbild)

Die Filme von Alejandro Jodorowsky

EL TOPO (1970, Farbe, 125 min, Vollbild, Deutsch (Dolby 2.0), Spanisch (DTS-HD 5.1), Audiokommentar von Jodorowsky in spanischer Sprache, wahlweise mit deutschen Untertiteln); Auf einer Bonus-CD liegt der von Jodorowsky komponierte Soundtrack bei; Auf der Bonus-DVD: Fotogalerie (3:42 min), Aushangfotos (2:16 min), Deutscher Trailer (2:34 min), US-Trailer (3:55 min), Jodorowsky über EL TOPO (6:57 min)

Die Filme von Alejandro Jodorowsky

LA MONTAÑA SAGRADA (1973, Farbe, 115 min, 2,35 :1, Deutsch (Dolby 2.0), Englisch (DTS-HD 5.1), Audiokommentar von Jodorowsky in spanischer Sprache, wahlweise mit deutschen Untertiteln); Auf einer Bonus-CD liegt der von Jodorowsky mit komponierte Soundtrack bei: Auf der Bonus-DVD: Deleted Scenes mit Audiokommentar von Alejandro Jodorowsky (5:37 min), Fotogalerie (3:56 min), Aushangfotos (1:53 min), US-Trailer (2:22 min), Jodorowsky über Tarot (7:53 min), Die Restaurierung (5:31 min)

Die Filme von Alejandro Jodorowsky

Bonus-DVD mit „La Constellation Jodorowsky“, einem 86-minütiger Dokumentarfilm über Alejandro Jodorowsky (1994, in französischer Sprache, wahlweise mit deutschen Untertiteln), Die Filme (4:32 min) ein kommentierter Zusammenschnitt, Auf dem Filmfest München 2013: Ein Gespräch mit Jodorowsky (19:34 min), Ein Gespräch mit Jodorowsky und Nicolas Winding Refn (20:39 min)

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Alejandro Jodorowsky & Arno: Alef-Thau

Als zweite Comicserie nach bzw. dann parallel zu der von Moebius gestalteten Reihe John Difool texte der umtriebige Alejandro Jodorowsky ab 1983 Alef-Thau. Während Arnos stark von Moebius beeinflussten Zeichnungen eine Fantasy-Serie in der Tradition von Tolkien vermuten lassen, drückt der unberechenbare Autor Jodorowsky der Geschichte seinen ganz eigenen Stempel auf.

Alejandro Jodorowsky & Arno: Alef-Thau

Der Titelheld Alef-Thau kommt ganz ohne Gliedmaßen auf die Welt, der ein Volk von schurkischen Weltraum-Piraten seiner Mutter während der Schwangerschaft mit außerirdischer Technologie einen Großteil der Lebensenergie entzog und die junge Frau in eine Greisin verwandelte. Doch Alef-Thau wird prophezeit, dass er der Retter seines umkämpften Planeten ist. Im Verlaufe der rasant erzählten Handlung erlangt Alef-Thau in den Besitz einiger (aber nie aller) Gliedmaßen und erlebt actionreiche gelegentlich arg spiritistisch aufgeladene Abenteuer.

Alejandro Jodorowsky & Arno: Alef-Thau

Bei uns erschienen bei Carlsen nur die ersten sechs Bände der Reihe. Ehapa präsentiert in etwas kleineren “Graphic-Novel-Format“ eine zweibändige Gesamtausgabe von Alef-Thau. Erstmals liegen somit bei uns auch die beiden letzten Alben vor, die von Al Covial gestaltete wurden, der die Serie übernahm nachdem Arno 1996 im Alter von nur 35 Jahren verstarb. Im immer wilder wuchernden Ouevre von Jodorowsky ist Alef-Thau möglicherweise die zugänglichste und menschlich berührendste Serie und es ist sehr erfreulich, dass sie endlich komplett vorliegt.


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John Difool: Der Incal

Mitte der Siebziger Jahren plante der chilenische Regisseur Alejandro Jodorowsky eine Verfilmung von Frank Herberts Roman Dune – Der Wüstenplanet, lange bevor schließlich David Lynch diesen Job erledigte. Jodorowsky hatte eine illustre Crew versammelt, den Herrscher des Universums sollte Salvador Dali spielen, für den Soundtrack war Pink Floyd eingeplant.

Der schwarze Incal

Für das Designer wurde neben Christopher Foss und H. R. Giger auch Jean Giraud (Blueberry) alias Moebius verpflichtet. Dieser fertigte für das Filmprojekt 3000 Zeichnungen an, die laut Jodrowsky “alle hervorragend“ waren.

John Difool: Der Incal
Auf dieses „Dune“-Storyboard griff Moebius im vierten „Incal“-Band zurück.

Das Filmprojekt kam leider nicht zustande, doch als eine Art “Abfallprodukt“ starteten Jodrowsky und Moebius 1981 die Comicserie Der Incal. Hauptfigur ist John Difool, ein Privatdetektiv der Klasse R, der immer wieder aus den höchsten Höhen stürzt und von einem Betonpapageien namens Dipo begleitet wird. Die Ursprungs-Serie besteht aus sechs Alben an denen Moebius bis 1988 arbeitete.

Der schwarze Incal
Die ursprüngliche Kolorierung von Yves Chanland

Bereits kurz nachdem Der schwarze Incal in Frankreich erschienen war, folgte eine Veröffentlichung als Fortsetzung im deutschen Comic-Magazin Schwermetall des Volksverlags. Ab 1983 übernahm Carlsen die Reihe und Mitte der Neunziger Jahre dann Ehapa. Mittlerweile gibt es zahllose Prequels, Fortsetzungen und Nebenserien. 2007 erschien bei Ehapa unter den Titeln John Difool: Der Incal eine auf 1.600 Exemplare limitierte Gesamtausgabe der sechs Alben des Ur-Incals, die von Valèrie Beltran mit allerlei plastischen Farbverläufen neu koloriert wurde.

Der schwarze Incal
Die neue Kolorierung von Valèrie Beltran

Als der Splitter Verlag den Incal 2011 neu startete,  kam wieder die klassische flächige Farbgebung zum Einsatz, wobei der erste Band von Yves Chaland koloriert wurde. Die Fortsetzungen wurden von Isabelle Beaumeney-Joannet (Band 2 bis 4) und Zoran Janjetov (Band 5 und 6) eingefärbt. Als Cover wurden bei Splitter jedoch neue Motive verwendet, die auch in der Ehapa-Gesamtausgabe zum Abdruck kamen. Als netter Bonus liegt jeweils ein Druck mit den Titelbildern der Erstausgabe bei und außerdem kommen – verteilt auf alle sechs Bände in Fortsetzungen – die Texte und Illustrationen aus Jean Annestays Sachbuch Die Geheimnisse des Incal (bei uns 1991 bei Carlsen erschienen) zum Abdruck.

Der schwarze Incal

Insgesamt ist die Hardcover-Edition von Splitter für Incal-Novizen ein schöner Einstieg in ein faszinierendes Comic-Universum (zu dem auch die Meta-Barone und die Techno-Väter gehören) und für Moebius-Komplettisten sowieso unverzichtbar.

Der letzte Incal

Weiter ging es mit John Difool vor dem Incal, John Difool nach dem Incal: Nach der Katharsis und Der letzte Incal.

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Die Meta-Barone

Der einstige Weltraumpirat Othon führt kein sonderlich glückliches Leben. Bei einem Scharmützel verliert er seine geliebte Frau, später erschießt er versehentlich seinen nicht minder geliebten Sohn, dem er zuvor – um ihn vor der eigenen Courage zu schützen – beide Beine brach. Um zum Superkrieger zu werden, opferte Othon gar seine Geschlechtsteile und der Kastrat wird zum Urahnen der mächtigen Kaste der Meta-Barone.

Die Meta-Barone

Im zweiten Band seiner Serie John Difool: Der Incal ließ der Autor Alejandro Jodorowsky 1981 zum ersten Mal einen gewissen Meta-Baron auftreten und er spürte, dass diese Figur Potential hat. Daher schrieb Jodorowsky zunächst für Moebius, dem Zeichner der Incal-Serie, eine achtseitige Geschichte über die Jugend des Meta-Barons, die in Jean Annestays reichg bebilderten Sachbuch Die Geheimnisse des Incal (Carlsen) enthalten ist.

Die Meta-Barone

Hier wird von einem Verstümmlungsritual erzählt, das jeder heranwachsende Meta-Baron möglichst ohne Gefühlsregung über sich ergehen lassen muss. Um zu erklären, wie es zu diesem brutalen Brauch kam, holt Jodorowsky sehr weit aus und startete seine Saga mit den Erlebnissen von Othon, dem Urgroßvater jenes Meta-Barons von dem bereits im Inkal-Zyklus die Rede ist. Auf dieser Basis entstand ab 1992 ein gewaltiges mitreißendes achtteiliges Epos voller Blut und Stahl.

Die Meta-Barone

Die Kaste der Meta-Barone zeichnete dann jedoch nicht Moebius, sondern der gebürtige Argentinier Juan Gimenez (Die vierte Macht), der auch die zuvor von Moebius in Szene gesetzte achtseitige Story noch einmal neu zeichnete.

Die Meta-Barone

Die Zeichnungen von Gimenez unterscheiden sich durch die direkt aufgetragene erdige Kolorierung sehr von Moebius´ cleanen Stil und passen gut zur wild entfesselten Geschichte von Jodorowsky.

Die Meta-Barone

Doch Jodorowskys ungebremste Fabulierfreude führte zu einem Problem: Im Vor dem Incal-Zyklus, der nicht von Moebius sondern vom jugoslawischen Zeichner Zoran Janjetov gestaltetet, wurde war zu erfahren, dass John Difool große Teile seiner Abenteuer nur geträumt hatte. Daher haben auch jene zunächst von Moebius und dann von Gimenez gezeichneten Seiten – die zuvor die Schnittmenge zwischen Incal– und Meta-Baron-Saga waren – nicht “wirklich“ stattgefunden. Folglich wurde in der sehr schön aufgemachten vierbändigen Meta-Barone-Gesamtausgabe des Splitter Verlages dieser Teil aus der Geschichte entfernt. Im Anhang von Band 1 sind Juan Gimenez‘ Seiten jedoch zusammen mit weiterem Bonusmaterial enthalten.

Die Meta-Barone

Schon recht bald nachdem er die Reihe Die Kaste der Meta-Barone mit einem furiosen Finale beendete, kehrte der Autor Alejandro Jodorowsky zur Saga zurück. Die zweiteiligen Serie Castaka spielt lange Zeit vor Die Kaste der Meta-Barone. In der Rahmenhandlung des Comics erfährt Othon, der Urgroßvater jenes Meta-Barons, von dem bereits im Inkal-Zyklus die Rede war, von seinen ebenso machthungrigen wie brutalen Vorfahren.

Die Meta-Barone

Zentrale Figur der Geschichte Dayal von Castaka, der Großvater von Othons Gattin Edna, dem es gelingt Ahour, den kleinsten Planeten zu verlassen und es zu großem Reichtum zu bringen. Da ihm seine danach zeugungsunfähige Frau Antigrea “nur“ zwei Zwillingstöchter gebar, sieht es mit dem Fortbestand der Sippe eher mau aus. Doch das Schicksal und die ungebremste Phantasie von Jodorowsky ermöglicht – zumindest in dieser Hinsicht – noch ein reichlich schräges Happy End.

Die Meta-Barone

Zeichner bei Castaka war der Spanier Das Pastoras, der auch für Marvel tätig ist und den Job ebenso opulent erledigte wie zuvor Juan Gimenez bei Die Kaste der Meta-Barone. Die 2007 gestartete Comic-Reihe wurde erst 2013 beendete. Splitter veröffentlichte die zunächst bei Ehapa gestartete Serie in einer seiner Double-Reihe als schön aufgemachte Hardcover-Gesamtausgabe.

Die Meta-Barone

Zur selben Zeit schrieb Jodorowsky auch das Comic-Album Die Waffen der Meta-Barone. Hier erzählte er einmal mehr vom letzten Meta-Baron Namenslos und davon wie dieser zum mächtigsten Vertreter seiner nach strengen Ritualen erzogenen Kaste wurde.

Die Meta-Barone

Als Nachfolger für Juan Gimenez war zunächst der kanadische Zeichner Travis Charest vorgesehen, der durch seine Arbeiten für Jim Lees WildC.A.T.s-Reihe bekannt wurde. Im hochinteressanten Nachwort zu diesem Band ist zu erfahren, dass Charest sich sehr geschmeichelt fühlte als Jodorowsky ihn als Meta-Baron-Zeichner auswählte und er zur Realisierung des Comics sogar nach Paris zog. Doch Charest kam mit dem Comic (und wohl auch mit der neuen Umgebung) überhaupt nicht klar.

Die Meta-Barone

Die Waffen der Meta-Barone wurde schließlich von Zoran Janjetov fertig gestellt. Der gebürtige Serbe trat bereits mit John Difool vor dem Incal das Erbe von Moebius an. Während Jodorowskys etwas wirre Geschichte nur selten die Klasse seiner früheren Meta-Baron-Arbeiten erreichte, wirken die teilweise sehr plastischen Zeichnungen wie aus einem Guss und kommen in der schön aufgemachten Ausgabe von Splitter bestens zur Geltung.

Die Meta-Barone

Doch damit ist noch lange nicht Schluss, denn mit Wilhelm 100, der Techno-Admiral startet eine genau wie Die Kaste der Meta-Barone wieder aus acht Alben bestehende Reihe. Die Serie trägt den schlichten Namen Meta-Baron und von Jodorowsky stammt zwar das Konzept, doch geschrieben werden die Comics vom in Los Angeles lebenden Belgier Jerry Frissen (Als die Zombies die Welt auffraßen).

Die Meta-Barone

Die Serie wird von vier verschiedenen Künstlern gestaltet, die jeweils zwei Alben zeichnen sollen. Den Start der Serie übernahm der Franzose Valentin Sécher (Khaal). Für Band 3 und 4 ist der Kanadier Niko Henrichon vorgesehen, der  nach einem Szenario von Brian K. Vaughan (Saga) den viel gelobten Vertigo-Comic Die Löwen von Bagdad zeichnete. Man darf gespannt sein, wie sich diese Serie und die Geschichte der Meta-Barone weiter entwickelt.

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