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Batman: Schwarz-Weiss Collection

Batman ist in den Augen seiner vielen Fans der vielschichtigste Comic-Charakter, der je das Licht der Welt erblickt hat. Und dafür, dass Künstler und Autoren aus aller Welt sich geradezu darum reißen diesem Helden immer wieder neue Aspekte abzugewinnen und Nuancen geben zu können, ist dieses Werk der beste Beweis. Hier geben sich die Besten des Comic-Biz ein Stelldichein und liefern sowohl zeichnerisch wie auch erzählerisch kleine Meisterwerke rund um den Mitternachtsdetektiv ab.

Batman: Schwarz-Weiss Collection

Die Geschichten sind losgelöst von der monatlichen Kontinuität und durchleuchten Batman in allen seinen Facetten. Diese Minimierung auf das Wesentliche ist ein Lesegenuss – ein besonderes Highlight in dem Zyklus ist sicherlich direkt die erste Geschichte Der Werdegang von Warren Ellis und Jim Lee. Hier wird beschrieben, wie akribisch sich Bruce Wayne auf seine Aufgabe vorbereitet hat und wie zielstrebig er seine Bestimmung verfolgt. Keine Mittel sind ihm zu abwegig und zu absurd: So sieht man den jungen Bruce, wie er in einer Leichenhalle mit einem Revolver steht und die Wunden im menschlichen Fleisch untersucht, die er selbst mit verschiedenen Schusswaffen verursacht hat. Dieses Wissen muss er haben, in seinem immerwährenden Kampf für die Gerechtigkeit.

Batman: Schwarz-Weiss Collection

Diese Darbietungen in Schwarzweiß lassen eben viel Platz für unkonventionelle aber gute Ideen, sowohl vom Inhalt, als auch beim manchmal experimentellen Zeichenstil – und das ist zweifelsohne eine Bereicherung, sowohl für die Comic-Schaffenden, als auch für die Leser. Wieder einmal können wir erleben, was man mit Batman so alles machen kann. Dieser Charakter ist vielseitig verwendbar. Die Kost reicht von einfach bis gehaltvoll, aber nie dünn oder gar schlecht. Hier wird Batman von allen Seiten beleuchtet und man kann ihm sogar neue Nuancen abgewinnen. Was nicht ganz einfach ist, da der dunkle Ritter immerhin schon über 80 Jahre alt ist. Aber in diesen 104(!) Geschichten erleben wir Batman von seinen besten und spannendsten Seiten.

Batman: Schwarz-Weiss Collection

Hier kommt jeder auf seine Kosten: Wer realistische Zeichnungen mag, dem wird Der Ruf – illustriert von Claudio Castellini – gefallen, jene Geschichte von Mark Schultz über die bedingungslose Freundschaft zwischen dem Mitternachtsdetektiven und dem Mann aus Stahl. Wem es eher schräg gefällt, für den wird Fette Stadt von Mick McMahon was sein: Die fetteste Frau von Gotham City muss die Stadt retten, wo Batman allein nichts ausrichten kann.

Batman: Schwarz-Weiss CollectionWem es eher schräg gefällt, für den wird Bruce Wayne ist Batman! von Cyrus Voris (Story) und Chris Bachalo (Pencil, Inks) was sein: Eine namenlose Insassin beschwört die Geister, um zu erfahren, wer in Wirklichkeit Batman ist. Und als dann tatsächlich einer erscheint (mal wieder) und das Geheimnis lüftet, so interessiert das keinen. Schließlich hatte der Geist schon alle möglichen Kandidaten genannt: Bill Clinton, Mick Jagger und sogar George Clooney. Batman – verkleidet als putzender Matches Malone, weiß, dass sein Geheimnis nie wirklich in Gefahr ist.

Batman: Schwarz-Weiss Collection

Eine sehr liebevolle und überraschende Geschichte ist zweifelsohne Der Wahn des Alfred Pennyworth. Hier taucht Jason Todd auf! Zwar nur als Geist, aber dennoch greift er in die Handlung ein und hilft Batman bei seiner Jagd nach Verbrechern. Ab und zu trifft er sich sogar mit Alfred zum Teetrinken. Und wer wissen möchte, wie Poison Ivy ihren Farn wässert, wenn sie ganz alleine in ihrer Zelle im Arkham Asylum so einsitzt, der erfährt es in der Geschichte Die Wette von keinem geringeren als Paul Dini.

Batman: Schwarz-Weiss Collection

Und dass selbst Batman doch Sinn für Humor hat, das lernen wir in Falschgeld von Harlan Ellison. Schweizer stehen sehr auf Melodram – eine Schwäche, die Batman gekonnt ausnutzt, um vom  Eidgenossen Kaes Poppinger das zu bekommen , was er möchte. Böse Buben haben jede Menge Originalpapier zum Erstellen von US-Banknoten geklaut und brauchen jetzt nur noch diese perfekt zu bedrucken und schon haben sie jede Menge echtes Geld. Dazu brauchen sie die Fähigkeiten eines Graveurs – und Poppinger ist der beste in seinem Metier. Eigens hierfür wird er eingeflogen, aber durch einen Tipp von Interpol schon am Flughafen abgefangen und in Gewahrsam genommen. Und damit das Versteck der Fälscher auch noch ausgehoben werden kann und diese keinen Verdacht schöpfen, wenn Poppinger am vereinbarten Treffpunkt nicht erscheint, muss sich Batman dieses Falles auf Drängen der Bundesschatzbehörde annehmen.

Batman: Schwarz-Weiss Collection

Er spielt dabei alle seine detektivischen und psychologischen Trümpfe aus, die er zu bieten hat und erweist sogar am Ende noch eine gehörige Portion Humor! Die Dialoge vom Altmeister Ellison sind pointiert und geschliffen, die Illustration von Gene Ha gekonnt und sein Seitenlayout trickreich und mitunter so filigran, wie die Striche auf Geldscheinen – echten oder falschen. Wieso der Batman-Lehrer Max Dodge immer einen Ausweg als Entfesselungskünstler kannte, der erfährt es in der Geschichte Kein Ausweg von keinem geringeren als Paul Kupperberg.

Batman: Schwarz-Weiss Collection

Aber auch komische Episoden kann man mit diesen Kurzgeschichten erzählen – einen Batman mit einer gebrochenen Nase, der in seinem Badezimmer im Spiegel sein Gesicht betrachtet, und später dem Verursacher – einem ziemlichen Stümper von größenwahnsinnigem Verbrecher – Gleiches mit Gleichem vergilt, wird man in den monatlichen Heften wohl vergeblich suchen. Das zwar mit Recht, aber in dieser Erzählform einfach gut. Die Dialoge zwischen Alfred, der ihn wieder mal verarztet, und Batman sind geschliffen und scharf. Alfred vergleicht die Situation Batmans mit der ersten gebrochenen Nase mit dem Verlust der Unschuld und dem ersten Beischlaf – treffend und witzig in dieser Situation.

Batman: Schwarz-Weiss Collection

Die Themen sind so vielseitig, wie eben das Leben selbst: Angst und Mut, Zweifel und Entschlusskraft, Qual und Befreiung. Zum Glück haben ebenfalls die diversen Cover Einzug in dieses Werk gefunden: Unter anderem von Marc Silvestri, Frank Miller, Moebius und Vieles mehr.

Batman: Schwarz-Weiss Collection

Aufgrund des großen Erfolgs legte DC ab 2005 auch eine Figuren-Serie von Schwarzweiß-Statuen (in Resin) auf. Die erste Figur ist von Eduardo Risso. Auch hier war der Erfolg so groß, dass die Serie bis heute läuft.

Batman: Schwarz-Weiss Collection

In Kürze erscheint die 100. Figur von Todd McFarlane. Die Figur ist an sein berühmtes Cover von Batman #423 (September 1988) angelehnt. Die Figur ist eine Neuauflage seiner vorherigen Figur (mit leicht anderer Tönung). Mittlerweile sind viele Figuren – wegen der großen Nachfrage – in einer 2nd Edition erschienen. Hier im Band sind (leider nur) zwölf Figuren abgebildet.

Batman: Schwarz-Weiss Collection

Das überaus lesenswerte Vorwort von Mark Chiarello gibt einen Einblick in die Entstehungsgeschichte dieser 912-seitigen Anthologien und erzählt von den Anfangsschwierigkeiten und Bedenken bei DC. Zu lesen ist auch von der Geschichte eines Comic-Genies, die „urkomisch aber bösartig war“ und deshalb nie gedruckt wurde.

Batman: Schwarz-Weiss Collection

Chiarello meint die Geschichte von keinem Geringeren als Moebius, die 1998 in Penthouse Comix #3 leicht verändert und unter dem Namen Ratman erschien, allerdings in Farbe!

Norbert Elbers

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Crisis on Infinite Earths

1985 wurden die bei DC veröffentlichten Comics zu unübersichtlich für Neueinsteiger und verkauften sich daher sehr viel schlechter als die Produkte des Mitbewerbers Marvel. Abhilfe schaffte ein gewaltiges Crossover, das gleichzeitig in vielen DC-Serien stattfand.

Crisis on Infinite Earths

Marv Wolfman schrieb die 12-teilige Serie Crisis on Infinite Earths, die George Pérez in detailreichen Wimmelbildern in Szene setzte. Dabei waren einige dramatische Todesfälle (u. a. Flash und Supergirl) zu vermelden, aber auch ganze Paralleluniversen verschwanden. Doch danach war es eine Weile wieder möglich, DC-Comics ohne Vorkenntnisse zu verstehen.

Crisis on Infinite Earths

Ganz so unübersichtlich wie seinerzeit die DC-Comics ist es nicht im Arrowverse, das sich Anno 2012 nach dem Start der TV-Serie Arrow entwickelte. Es begann damit, dass Barry Allen (Grant Gustin) alias The Flash in einigen Episoden auf Oliver Queen (Stephen Amell) alias Green Arrow traf und 2014 eine eigene Serie bekam. 2016 startete auch noch Legends of Tomorrow. Hier erlebten allerlei Nebenfiguren aus Arrow und Flash gemeinsame Abenteuer.

Crisis on Infinite Earths

Ein Jahr zuvor debütierte Melissa Benoist als Supergirl, allerdings auf einem anderen Sender. Die Serie sollte eigentlich eigenständig sein. Doch später war zu erfahren, dass sich Supergirls Heimatstadt National City in einem Paralleluniversum befand, das Earth-38 genannt wurde. Durch etwas Science-Fiction-Hokuspokus konnte Supergirl zusammen mit den auf Earth-1 beheimateten Superherlden Green Arrow und Flash das Böse bekämpfen.Crisis on Infinite Earths

Dabei entstanden Crossovers, die sich durch mehrere Serien zogen. Während Supergirl 2016 bei Invasion! nur gastierte, war sie bei Crisis on Earth X (2017) und Elseworlds (2018) fest eingebunden. Doch so richtig bunt wurde es erst, als Ende 2019 das Mega-Crossover Crisis on Infinite Earths startete.

Crisis on Infinite Earths

Dieses zog sich gleich durch fünf Serien, da auch noch der ebenfalls zum Arrowverse gehörende Neuzugang Batwoman – gespielt von Ruby Rose (mittlerweile ersetzt durch Javicia Leslie) – mit eingebunden wurde. Das Resultat ist ein sympathisches Kuddelmuddel, dessen wirre Story sich manchmal an der Comic-Vorlage von Marv Wolfman orientiert.

Crisis on Infinite Earths: Paragons Rising

Der Autor hat in der letzten Episode des Crossovers sogar einen netten Gastauftritt.  Er trifft auf die von ihm im Comic „getöteten“ Charaktere Flash und Supergirl. Gemeinsam mit Marc Guggenheim, dem Showrunner des Crossovers, schrieb Wolfman mit  Crisis on Infinite Earths: Paragons Rising auch noch einen Comic zum TV-Ereignis.

Crisis on Infinite Earths

Die Miniserie punktet in erster Linie durch interessante Momente, in denen Figuren aus DC-Filmen und Serien nochmal ihre alten Rollen spielen. Recht kurz sind Burt Ward, der Robin aus der Batman-Serie mit Adam West, Robert Wuhl als Reporter Alexander Knox aus Tim Burtons Batman von 1989 und Ashley Scott als Huntress aus Birds of Prey zu sehen.

Crisis on Infinite Earths

Sehr viel beeindruckender ist der Gastauftritt von Kevin Conroy. Dieser war einst der Sprecher des dunklen Ritters in Batman: The Animated Series. Conroy durfte aus rechtlichen Gründen nicht das Batman-Kostüm tragen und trat daher in jenem Outfit auf, das Bruce Wayne im Comic—Klassiker Kingdom Come von Alex Ross und Mark Waid trägt.

Crisis on Infinite Earths

Auch das Outfit, das eine alternative Version von Superman in Crisis on Infinite Earths trägt, stammt aus Kingdom Come. Brandon Routh, der auch noch als Arrowverse-Charakter Ray Palmer alias Atom mitspielt, ist als Superman von Earth-96zu sehen. Den Mann aus Stahl spielte er bereits 2006 in Superman Returns, doch diesmal ist  Routh eine leicht ergraute, alternative Version der Figur, die von das von Alex Ross designte Kostüm aus Kingdom Come trägt.

Crisis on Infinite Earths

Kürzer aber viel beeindruckender, ist der Auftritt eines weiteren Superman-Darstellers. Ein deutlich gereifter Tom Welling ist fast ein Jahrzehnt nach dem Ende der Serie Smallville noch einmal als Clark Kent zu sehen. Hier trifft er auf Lex Luthor, und es kommt die Frage auf, warum Welling bei Warners DC-Kinofilmen nicht als Superman zum Einsatz kam.

Crisis on Infinite Earths

Bemerkenswert ist auch die Besetzung von Lex Luthor durch Jon Cryer (Two and a Half Man), der sich 1987 im unsäglichen Superman IV – Die Welt am Abgrund als Lex Luthors‘ Neffe Lenny blamierte. Die Scharte hat Cryer durch seine beeindruckende Darstellung von Supermans Erzfeind bereits in der vierten Staffel von Supergirl ausgewetzt. Durch Cryers Interpretation der Schurkenrolle erscheint Jesse Eisenbergs Besetzung als Lex Luthor in Batman v Superman: Dawn of Justice noch blödsinniger als ohnehin schon.

Crisis on Infinite Earths

Das Sammelsurium von originellen Gastauftritten ist zugleich die das Arrowverse vereinfachende TV-Adaption eines Comic-Meilensteins. Doch in erster Linie ist Crisis on Infinite Earths – ähnlich wie der Animationsfilm Justice League Dark: Apokolips War – der achtbare Versuch ein DC-Gegenstück zum großen Marvel-Finale Avengers: Endgame zu schaffen. Dazu gehört auch das pathetisch in Szene gesetzte Ableben einer im Zentrum des Geschehens stehenden Heldenfigur. Nuff Said!

Crisis on Infinite Earths

Die Arrowverse-Crossovers sind in den Heimkino-Veröffentlichungen der Serien einzeln oder teilweise auch komplett enthalten. In Großbritannien gibt es schön aufgemachte DVD-Veröffentlichungen zu “Invasion!“, “Crisis on Earth X“ und “Elseworlds“. Dies ist auch bei der zeitnah zur TV-Ausstrahlung erschienenen DVD zu “Crisis on Infinite Earths“ der Fall, die noch mit diesen interessanten Extras garniert wurde: „Crisis Past and Present: Kevin Conroy Bat Legend“ (3:09 min), „Crisis on Infinite Earths: The Architects Return“ (11:26 min), „Crisis Past and Present – Superman vs. Superman“ (4:27 min), „Characters in Crisis: Pariah“ (4:09 min), „Crisis Management“ (12:36 min) und „Character in Crisis: The Anti-Monitor“ (4:43 min)

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Die Geschichte des Marvel-Universums

Der hyperrealistische Comic-Künstler Alex Ross brachte 1994 mit Marvels eine faszinierende Geschichte von Kurt Busiek (Astro City) in großartigen Gemälden zu Papier. Er verknüpfte dabei die Historie der Marvel-Comics mit der tatsächlichen Zeitgeschichte. Zwei Jahre später nahm sich Ross in Kingdom Come im selben Stile die kostümierten Helden aus dem Hause DC vor. Die etwas überambitionierte Geschichte über die Zukunft von Superman, Batman & Co stammte aus der Feder von Mark Waid und erreichte nicht den selben Klassiker-Status wie Marvels.

Die Geschichte des Marvel-Universums

Vielleicht war dies ein Grund für Waid sich in einer sechsteiligen Reihe der Geschichte des Marvel-Universums zu widmen. Dabei holt er sehr weit aus und das erste Kapitel liest sich ein wenig so, als wenn L. Ron Hubbert im Auftrag der Zeugen Jehovas die Geschichte der Schöpfung neu geschrieben hätte: “Materie reicherte sich an und der M’Kraan-Kristall formte den ersten Planeten.“ Seltsam, aber so erzählt es – laut Waid – der große Weltenverschlinger Galactus Franklin Richards, dem Sohn der phantastischen Zwei Mr. Fantastic und der Unsichtbaren.

Die Geschichte des Marvel-Universums

In Szene gesetzt wurde das Marvel-Silmarillion vom Spanier Javier Rodríguez in durchaus faszinierenden Kollagen aus großformatigen Panels, die sich meist über Doppelseiten hinziehen. Noch beeindruckender sind jedoch die von Steve McNiven gezeichneten Wimmelbild-Cover. Der Auftakt der Universums-Geschichte macht einen arg esoterischen Eindruck, doch in einem ausführlichen ansprechend bebilderten Anhang – der alleine schon den Kauf des Bands rechtfertigt – werden die Fakten (mit Marvel-Literaturangaben) für Waids Geschichtsschreibung geliefert.

Die Geschichte des Marvel-Universums

Nicht berücksichtigt wurde hierbei Neil Gaimans Marvel 1602, in dem sich bereits im Elisabethanischen Zeitalter die Superhelden tummelt. Doch bereits am Ende des ersten Kapitels taucht der junge Wolverine aus Origin auf. Von da an entwickelt sich der nur im Prolog und im Epilog Sprechblasen einsetzende Comic zu einer faszinierenden Zeitreise durch die Geschichten und Geschichte des Marvel-Universums.

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Superman Anthologie

Lange hat es gedauert. Nach den voluminösen Büchern über Batman, Joker, Harley Quinn, Flash, Wonder Woman und Justice League folgt ein Sammelband über den ersten und wichtigsten Helden des DC-Universums. Rechtzeitig zum 80. Geburtstag von Superman werden auf 388 Seiten 19 Comics aus 9 Jahrzehnten präsentiert.

Superman Anthologie

Da aus dem Vollen geschöpft werden konnte, ist die Auswahl sehr abwechslungsreich. Den Auftakt bildet natürlich die erste Superman-Geschichte, die 1938 in Action Comics # 1 erschienen ist. Bemerkenswerterweise konzipierten Autor Jerry Siegel und vom Zeichner Joe Shuster ihren Mann aus Stahl für eine Veröffentlichung als Zeitungsstrip (daher das starre Layout), doch durch den Erfolg von Superman wurden Comic-Hefte zu einem ganz großen Geschäft.

Superman Anthologie

Interessant ist auch, die in dieser Anthologie abgedruckte Fortsetzung der ersten Superman-Geschichte aus Action Comics # 2. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs löste Superman hier einen drohenden kriegerischen Konflikt in Europa, indem er sich die Kommandanten zweier gegnerischen Armeen schnappte und sie aufforderte im fairen Zweikampf anzutreten. Als sie den Stählernen fragten, warum sie denn gegeneinander kämpfen sollten, obwohl sie doch nichts gegeneinander haben, sorgte Superman für Frieden indem er sagte: “Meine Herren, dieser Krieg hat nur dem Verkauf von Waffen gedient… Wieso reichen Sie sich nicht einfach die Hände?“

Superman Anthologie

So einfach war es in der Realität natürlich nicht, doch auch in der in diesem Buch enthaltenen zweiseitigen (neu kolorieren) Geschichte aus dem Look Magazine hatte Superman eine simple Lösung für den mittlerweile tatsächlich ausgebrochenen Krieg in Europa. 1940 brachte ihn gewaltige Sprünge (fliegen lernte er erst ein Jahr später in den Zeichentrickfilmen aus dem Hause Fleischer) nach Deutschland und Russland. Dort schnappte er sich sowohl Hitler wie auch Stalin und diese wurden vom Völkerbund bestraft.

Superman Anthologie

Weiter geht es mit einer Story von 1948, in der Bill Finger, der Autor der ersten Batman-Comics, Superman eine neue Herkunftsgeschichte andichtete. Zu diesem Zeitpunkt waren Siegel und Shuster nicht mehr an Bord, denn DC hatte ihnen 1939 für 135 Dollar alle Rechte an ihrer Schöpfung abgekauft. Erst als Ende der 70er Jahre ein aufwändiger Kinofilm anstand, gewährte DC – nach Protesten von Comic-Schaffenden wie Neal Adams – den beiden Vätern von Superman eine bescheidene Rente in Höhe von 20.000 Dollar im Jahr. Diese tragische Geschichte haben Julian Voloj und Thomas Campi zu ihrem höchst empfehlenswerten Comic Joe Shuster – Vater der Superhelden (Carlsen) inspiriert.

Superman Anthologie

Paninis Superman Anthologie dokumentiert Supermans nicht immer gradlinigen Weg durch die Jahrzehnte. So reagierte er kurzzeitig nicht mehr allergisch auf Kryptonit, was trotz eines ikonischen Covers von Neal Adams nicht von Dauer blieb.

Superman Anthologie

Neben Arbeiten von Frank Miller, Grant Morrison und einer Hymne von Ray Bradbury ist auch die Geschichte What’s So Funny About Truth, Justice & the American Way?  von Joe Kelly (I kill Giants) enthalten, aus der der Animationsfilm Superman vs. The Elite wurde.

Superman Anthologie

Mit der sehr speziellen Freundschaft zwischen Batman und Superman beschäftigt sich eine Story von Chipp Kidd, die Alex Ross (Marvels, Kingdom Come, von ihm stammt auch das Cover dieser Anthologie)  virtuos zu Papier brachte, sowie ein Auszug aus jenem Relaunch, mit dem John Byrne der etwas müde gewordenen “Man of Steel“ 1986 neues Leben einhauchte.

Superman Anthologie

Äußerst bemerkenswert ist auch ein Comic von 2011, in dem Hollywood-Größe David S. Goyer den „Arabischen Frühling“ thematisierte. Er lässt Superman nach Teheran fliegen und an einer Demonstration auf dem Azadi-Platz teilnehmen. Dort beschloss er seine amerikanische Staatsbürgerschaft aufzugeben und künftig als Weltbürger zu agieren. Diese Entwicklung war jedoch genauso temporär, wie Supermans Verzicht auf seine Über-Unterhose im Rahmen des DC-Neustarts von 2011.  Der erste und größte Superheld wird sich auch weiterhin den Zeitströmungen anpassen, dabei aber auch immer er selbst bleiben.

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Marvels

1994 unternahm der Comicautor Kurt Busiek (Astro City) ein höchst interessantes Experiment. Er verknüpfte die Geschichte der Marvel-Comics mit der tatsächlichen Geschichte.

Marvels

In seiner Story diskutieren die Bürger New Yorks im Jahre 1939 nicht nur über den aufziehenden Zweiten Weltkrieg, sondern auch über einen brennenden Superhelden namens The Human Torch. Kurz darauf steigt ein Unterwassermensch namens Namor aus dem Hudson River und Captain America sowie weitere bunt kostümierte Helden ziehen gegen die Nazis in den Krieg.

Marvels

In den 60er Jahren erleben die Bürger New Yorks dann wie sich die Fantastic Four formieren, zwei Mitglieder des Superhelden-Teams glamourös heiraten und das Quartett anschließend die Menschheit vor dem riesigen Weltenverschlinger Galactus rettet. Diese Ereignisse erlebt der Leser scheinbar hautnah durch die Augen des Fotoreporters Phil Sheldon, also quasi aus der Froschperspektive. Sheldon wird aber auch mit der panischen Angst seiner New Yorker Mitbürger konfrontiert, die in Lynchjustiz-Stimmung ausartet und erlebt schließlich hautnah den Tod von Spider-Mans Freundin Gwen Stacy.

Marvels

Ohne die ebenso hyperrealistischen wie kunstvollen plastischen Bilder von Alex Ross (der danach mit Kingdom Come ein ähnlich ambitioniertes Projekt für DC gestaltete) wäre die vierteilige Miniserie Marvels ganz gewiss nicht jener Klassiker geworden, der er heute zweifelsohne und verdientermaßen auch ist.

Marvels

Zum 10-jährigen Geburtstag von Marvels erschien in den USA ein prachtvoll ausgestatteter Jubiläumsband, der u. a. auch über viele kleine Anspielungen in den Bildern von Ross informiert. So hat dieser nicht nur Figuren aus Alan Moores Klassiker Watchmen  sondern auch die Reporter Lois Lane und Clark Kent sowie sogar Stan Lee und Jack Kirby in seinen Zeichnungen versteckt.

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Kingdom Come

Nachdem er 1994 in Marvels die Comicfans mit seinen plastisch dargestellten “realistischen“ Superheldengemälden von Spider-Man & Co. begeisterte, nahm sich Alex Ross zwei Jahre später die kostümierten Helden aus dem Hause DC vor.

Kingdom Come

Während die von Kurt Busiek (Astro City) geschriebene Miniserie Marvels noch eine recht interessante Angelegenheit war, die der Frage nachging, wie es sich aus der Froschperspektive eines normalen Bürgers “anfühlen“ würde, wenn es tatsächlich Superhelden gäbe, drohte Kingdom Come an der überambitionierten Story von Mark Waid zu ersticken.

Kingdom Come

Erzählt wird, wie sich Superman und seine Heldenkollegen vom Welten-Retten zurückgezogen haben und dem Nachwuchs eine Chance geben. Lediglich der schon leicht angegreiste Batman kann nicht loslassen. Er hat den Playboy-Smoking von Bruce Wayne komplett an den Nagel gehängt und kontrolliert Gotham City mit Erschreckungs-Robotern. Zugleich arbeitet er auch noch daran, dieses Konzept zu exportieren. Die neue junge Helden-Generation hingegen verrichtet ihre Tätigkeit so rücksichtslos, dass sich die alten Recken wieder in ihre (leicht modifizierten) Kostüme zwängen und einmal mehr für Recht und Ordnung (und den “American Way“) sorgen.

Kingdom Come

Doch Alex Ross übererfüllte in Kingdom Come die in ihn gesetzten Erwartungen und bietet eine Unmenge von detailverliebten Wimmelbildern. Besonders gelungen ist das Superhelden-Themenrestaurant Planet Krypton. Diesen Schauplatz hat Ross so liebevoll ausgestaltet (“Ich nehme amerikanische Werte mit Mayo“), dass es verwundert, dass Warner-DC diese Vision noch nicht verwirklicht hat.

Kingdom Come

Insgesamt jedoch richtet sich Waids unnötig kompliziert erzählte Geschichte eher an Insider und erst bei seinen späteren Team-Ups mit Paul Dini wie wie Batman – Krieg dem Verbrechen oder JLA – Freiheit und Gerechtigkeit schuf Alex Ross Superhelden-Comics die auch Menschen ohne DC-Abitur verstehen.

Kingdom Come

Ein Comic-Meilenstein ist Kingdom Come trotz aller inhaltlicher Schwächen aber allemal und daher ist eine Neuauflage dieses Klassikers, der 1997 erstmals mit dem Untertitel Die Apocalypse bei Carlsen erschien, immer willkommen. Vor allem wenn diese Ausgabe neben den vier zusätzlichen Comicseiten, die Ross und Waid nachträglich eingefügt haben, auch noch “über 130 Seiten mit unveröffentlichten Bonus-Material“ enthält (und auf das entbehrliche Vorwort von Elliot S. Maggin verzichtet, der eine Romanversion zu Kingdom Come schrieb und durch die Hintertür Mitautorenschaft am Comic anmeldet).

Kingdom Come

In der fetten Neuausgabe von Panini erklärt Alex Ross nicht nur noch ausführlicher die Modifizierungen, die er an DC-Ikonen wie Superman, Batman oder Wonder Woman vorgenommen hat, sondern liefert auch Informationen zu weniger bekannten Figuren wie Bloodlust, Demon Damsel oder Black Mongul. Außerdem bietet ein Index noch zusätzliche Anmerkungen zu Anspielungen auf Momente aus der reichhaltigen DC-Historie, die Waid und Ross auf fast jeder Seite von Kingdom Come platziert haben.

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Batman: Krieg dem Verbrechen

Was ist ein Comic? Jeder glaubt es zu wissen, aber keiner kann es beantworten. Eine Definition steht noch aus. Die Forschung befasst sich nicht mit dieser Problematik. Comics überschreiten die Grenzen des akademisch Erlaubten! Ob das auch Paul Dini (Dark Knight: Eine wahre Batman-Geschichte) und Alex Ross (Marvels, Kingdom Come) so sehen oder was haben sie sich dabei gedacht, als sie Batman: War On Crime schufen?

Batman: Krieg dem Verbrechen

Einen Superhelden-Comic im bekannten Stil haben sie jedenfalls nicht abgeliefert. So sucht der Leser die guten alten Sprechblasen vergebens. Ross und Dini haben eher eine Bildergeschichte komponiert; aber was für eine! Alex Ross schafft Bilder mit einer Ausdruckskraft, wie es sie nur selten gibt. Seine Technik erinnert eher an Fotos als an Zeichnungen. Dini liefert dazu eine Geschichte, die eine Realität beschreibt.

Batman: Krieg dem Verbrechen

Batman ist vom Schicksal geprüft, geht aber daran nicht zu Grunde. Er zerbricht nicht an seinem Unglück, sondern findet die Kraft, sein Leben selber in die Hand zu nehmen. Das macht den Unterschied zwischen einem Verlierer und einem Held. Er bekämpft das Verbrechen. Es gibt kleine Siege, die ihn ermutigen weiter zu kämpfen. Wenn er ein Kind zurückgewinnen kann, besteht auch für andere Hoffnung. Mit einer Person fängt es an, gefolgt von einem ganzen Viertel. Irgendwann wird die ganze Stadt erlöst sein und schließlich er selber.

Batman: Krieg dem Verbrechen

Dennis O´Neil wurde einmal gefragt, welche der drei folgenden Aussagen falsch seien: 1. Batman existiert nicht. 2. Batman ist nicht mehr als Tinte und Papier 3. Batman ist nur die reine Erfindung von Autoren. O´Neil antwortete, dass alle drei Aussagen falsch sind. Jetzt darf es geglaubt werden!

Fazit: Kaufen, kaufen kaufen!

Norbert Elbers


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Astro City: Der gefallene Engel

In seiner Serie „Astro City“ stellt sich Autor Kurt Busiek, genau wie schon bei seiner Serie „Marvels“ die Frage, wie unsere Welt wohl aussehen würde, wenn es tatsächlich Superhelden gäbe. Seine Geschichten sind oft aus der „Froschperspektive“ der Bürger von Astro City beschrieben, die über keine Superkräfte haben. Busiek findet dabei immer wieder einen neuen Zugang zu seiner Thematik.

Astro City: Der gefallene Engel

Eine der beste „Astro City“-Geschichten ist gleich im ersten Heft enthalten. Hier wird aus der Sicht eines stark an Superman angelehnten Heldens namens „Samaritan“ erzählt. Dieser fliegt für sein Leben gern, ist jedoch so stark damit beschäftigt Leben zu retten, dass ihm auch an einem guten Tage nur 56 Sekunden bleiben in dem er sich zwischen den Einsätzen dem Vergnügen des Fliegens hingeben kann. Daher fliegt er zumindest in seinen Träumen.

Astro City: Der gefallene Engel

„Astro City“ erschien zunächst bei Speed und wird nun bei Panini fortgeführt. Den Auftakt des Neustarts macht die Storyline “Der gefallene Engel“, die sich durch sieben US-Hefte (14 – 20) zog. Panini druckt im Sammelband zum Glück auch sämtliche Cover von Alex Ross (Marvels, Kingdom Come) in Originalgröße ab. Diesmal stehen die Schurken des “Astro City“-Universums im Mittelpunkt der Geschichte und auch hier findet Busiek einen originellen Blickwinkel.

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Die wenig erfolgreichen Vertreter der Gattung Superbösewicht fristen ein trostloses Dasein im Stadtteil Kiefer Square und dort geht zudem auch noch ein Mörder um. Der frisch aus dem Knast entlassene nahezu rostfreie Steeljack versucht der Sache auf den Grund zu gehen und entdeckt schlimme Dinge. Im Vorwort zu “Der gefallene Engel“ schreibt Frank Miller völlig zu Recht: “Eine sehr gute Gangster-Story. Und eine noch viel bessere Superhelden-Story.“


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Alan Moore: America´s Best Comics

Alan Moore hat zwar Einreiseverbot in die USA, doch das hinderte ihn nicht daran, ab 1999 von einem kleinen Ort in England aus nichts geringeres als Amerikas Beste Comics zu erschaffen. So nennt sich zumindest das Label, das ausschließlich von Moores getextete Comics veröffentlicht. Im Gegensatz zu seinem hochambitionierten Werken Watchmen, V – wie Vendetta oder From Hell sollten diese Geschichten den mit Moore befreundeten Zeichnern ein solides tägliches Brot bringen und dabei in erster Linie Spaß machen.

Alan Moore: America´s Best Comics

Dies Ziel gelang ihm am besten mit den Geschichten um Tom Strong, die Chris Sprouse in einem ansprechend realistischen Stil gestaltet. Strong ist ein Abenteurer im Stile von Pulphelden der 40er und 50er Jahre wie etwa Doc Savage oder Captain Future. Daher wird er nicht nur von seiner attraktiven Frau und seiner hübschen Tochter begleitet, sondern auch noch von einem Roboter- und einem Gorilla-Sidekick. Auch die Story mit Tom Strongs Entstehungsgeschichte ist recht originell.

Alan Moore: America´s Best Comics
Alex Ross

Der Qualität der restlichen America´s Best Comics ist leider etwas durchwachsen. Wer will kann sich in Top 10 in das Polizeirevier einer nur von Superhelden bevölkerten Stadt begeben oder darauf hoffen, dass die wirre Geschichte um die Heldin Promethea vielleicht doch noch in Fahrt kommt. Auch die kurzen Tomorrow Stories wollen nur selten zünden. Oft waren die Cover von Alex Ross die Highlights,

Alan Moore: America´s Best Comics

Trotzdem sind auch die etwas schwächere Storys von Alan Moore, die bei uns bis 2002 in sieben Zusammenstellungen bei Speed erschienen sind,  immer noch anregender als die meisten US-Comics. Der wohl beste America´s Best Comic erscheint jedoch weiterhin: Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen.


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Brian Azzarello & Eduardo Risso: 100 Bullets

Nachdem Garth Ennis‘ Kultserie „Preacher“ nach 66 US-Heften planmäßig beendet wurde, erhofften sich in den USA das DC-Label Vertigo, bzw. bei uns zunächst Speed und danach  Panini von „100 Bullets“ einen ähnlichen Erfolg. Wenn es nach dem auf Seite 3 verteilten Vorschußlorbeeren geht, dann handelt es sich um einen massiven Knaller. Neben Ennis („100 Bullets trifft jedes Mal ins Schwarze.“) loben u. a. Alex Ross (Marvels, Kingdom Come), Paul Dini (Dark Knight: Eine wahre Batman-Geschichte) und Jim Steranko „100 Bullets“ über den grünen Klee und Warren Ellis („Transmetropolitan“) behauptet sogar die Serie zu kaufen!

Brian Azzarello & Eduardo Risso: 100 Bullets

Ein Blick in den ersten Sammelband kann danach nur ernüchternd sein. Im Gegensatz zu den tollen Covern von Dave Johnson ist das Artwork etwas enttäuschend. Eduardo Risso geht zwar sehr großzügig mit kühnen Layouts und Schwarzflächen um, kann aber nicht immer vertuschen, dass seine höchst konventionell colorierten Zeichnungen oft eher ungelenk und grob wirken.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: 100 Bullets

Auch die Story von Brian Azzarello („The Dark Knight III: The Master Race„) will (noch?) nicht restlos begeistern: Eine gewisse Dizzy wird aus dem Knast entlassen und erhält von dem Vertreter einer obskuren Regierungsorganisation nicht nur Informationen über die Mörder ihres Mannes und ihres Sohnes, sondern auch noch ein sehr verlockende Angebot.

Brian Azzarello & Eduardo Risso: 100 Bullets

Sollte sie die Mörder ihrer Familie umbringen, wird sie gänzlich straffrei ausgehen. So weit so (halbwegs) originell, doch die darauf folgenden familiären Verwickelungen der armen Dizzy und der erste Showdown sind noch nicht so ganz das Gelbe vom Ei. Naja, immerhin hat der Mann von der Regierung am Ende des Comics noch einiges mit Dizzy zu besprechen, was vielleicht Anlass zu Hoffnung gibt.

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