Schlagwort-Archive: Alexandra Maria Lara

Rubbeldiekatz

Mit Rubbeldiekatz kehrt Detlef Buck (Männerpension) nach Knallhart und Same Same But Different zurück zur Komödie. Er wildert fröhlich bei Billy Wilders Manche mögen’ s heiß. Beim mittelprächtig erfolgreichen Schauspieler Alexander Honk (Matthias Schweighöfer) sind es zwar keine ihn verfolgende Gangster, die ihn dazu zwingen Frauenfummel anzuziehen.

Rubbeldiekatz

Vielmehr ist es sein ehrgeiziger Bruder Jürgen (Detlef Buck himself dreht hier gut auf und castete sich selbst in dieser Nebenrolle, weil ja Sydney Pollack schließlich in Tootsie auch den Manager von Dustin Hoffman spielte), der ihn dazu bringt sich als “Darstellerin“ für eine in Babelsberg gedrehte Hollywood-Produktion zu bewerben. Natürlich bekommt Alexander die Rolle und genauso natürlich verliebt er sich in die Hauptdarstellerin Sarah Voss (Alexandra Maria Lara).

Rubbeldiekatz

Wenn das schon alles wäre, bliebe immerhin die Freude am auch hier prächtig aufspielenden Matthias Schweighöfer und an einigen nett gegen den Strich gebürsteten Buck-Momenten, wie etwa dem winterliche Grill-Fest, einem Jungesellinnen-Abschied auf der Reeperbahn oder dieser seltsame Vier-Mann-WG in der die Honks hausen.

Rubbeldiekatz

Doch das Salz in der Suppe ist die Idee, die nur bedingt originelle Geschichte vor dem Hintergrund der Produktion eines Hollywood-Filmes über Nazi-Deutschland (natürlich inklusive eines Hitler-Darstellers) zu erzählen. Bei so viel Munition dauert es dann doch ganz schön lange bis der sympathisch-turbulente Film kurz vor Ende doch noch zur klischeehaften romantischen Komödie wird.

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Vertraute Fremde

Als er von einer Geschäftsreise zurückkehrt steigt der Comiczeichner und Familienvater Thomas scheinbar zufällig in den falschen Zug und landet in einem Dorf in den französischen Bergen. Hierbei handelt es sich um seinen Geburtsort. Thomas sucht dort erstmals seit Jahren wieder das Grab seiner Mutter auf und fällt in Ohnmacht. Als er wieder erwacht, ist er plötzlich 14 Jahre alt und befindet sich plötzlich in den 60er Jahren. Er trifft auf seine Mutter und seinen Vater, der kurz darauf die Familie verlassen hat. Thomas setzt alles daran dies zu verhindern…

Vertraute Fremde

Als erster japanischer Comic überhaupt wurde Jiro Taniguchis “Vertraute Fremde“ 2003 auf dem französischen Comicfestival in Angouleme mit einem Preis für das beste Szenario ausgezeichnet. Noch erstaunlicher ist jedoch, dass sechs Jahre später der belgische Regisseur Sam Garbarski (“Irina Palm“) den Manga mit Alexandra Maria Lara in einer der Hauptrollen verfilmte und die Handlung nach Frankreich verlegte. Darüber hinaus machte er aus der Hauptfigur, die in Taniguchis Manga Architekt war, auch noch einen Comiczeichner und heuerte den populären Comickünstler Frank Pé (“Jonas Valentin“, „Zoo“) an um hierfür das nötige Artwork anzufertigen. Außerdem hatte Jiro Taniguchi noch einen Gastauftritt in Garbarskis Film.

Vertraute Fremde
Das Resultat ist jedoch weniger das Wunschprojekt eines Comic-Nerds, sondern transportiert erstaunlich gut ebenso kompakt wie sensibel Inhalt und Grundaussage von Taniguchis Manga. Auch vor europäischen Hintergrund funktioniert die Geschichte vom Mann, der noch einmal seine Jugend durchlebt, und vom Vater, der das Recht auf ein zweites Leben einfordert.

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