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Science Fiction Kultfilme

Der Begriff „Kultfilm“ ist sehr dehnbar. Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um Filme, die bei ihrem Kinostart vom Publikum zumeist ignoriert wurden, doch dann nach und nach zu Klassikern geworden sind. In diesem Sinne passt die in diesem Buch besprochene “Rocky Horror Picture Show“ bestens in meine Schublade, auch “The War Game“ und “Blade Runner“ würde ich gelten lassen.

Science Fiction Kultfilme

Doch “2001: Odyssee im Weltraum“, “Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“, “Die phantastische Reise“, “Total Recall – Die totale Erinnerung“, “Matrix“ oder “Inception“ sind Filme, die bereits unmittelbar nach ihrer Premiere viel Aufmerksamkeit erfahren haben und in jede gut sortierte Science-Fiction-Film-Bibliothek gehören.

Science Fiction Kultfilme

Auf die ganz sicher sehr kultige TV-Serie “Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion“ trifft die Bezeichnung “Science Fiction Kultfilm“ garantiert nicht zu, während “Dune – Der Wüstenplanet“ trotz diverser verlängerter Neuauflagen eine Enttäuschung geblieben ist. Eher in die Rubrik “Geheim gebliebene Geheimtipps“ gehören hingegen Andrzej Żuławskis “Der silberne Planet“ (Polen 1988) und Gabriele Salvatores‘ “Nirvana – Jagd im Cyberspace“ (Italien 1997).

Nirvana – Jagd im Cyberspace

Doch als ein Buch in dem 13 Autoren ihre ganz persönlichen Science-Fiction-Film-und-TV-Favoriten vorstellen, funktioniert das Werk bestens. Es ist zwar etwas albern, dass der Text zu “Dune- Der Wüstenplanet“ in englischer Sprache zum Abdruck kam, doch ansonsten laden die im Rahmen einer Vorlesungsreihe entstandenen Film-Analysen durchaus dazu ein, sich manches der besprochenen Werke endlich einmal (wieder) anzusehen.

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Alien – Das Archiv: Der ultimative Guide zu den klassischen Filmen

Gleichzeitig mit der Veröffentlichung von Archie Goodwins und Walter Simonsons gelungener Comic-Adaption von Ridley Scotts ALIEN erscheint bei Cross Cult ein opulenter Bildband als “Guide zu den klassischen Filmen“.

Alien - Das Archiv: Der ultimative Guide zu den klassischen Filmen

Das Buch lässt kaum Wünsche offen. Bei mir wären diese Wünsche gewesen, noch etwas mehr darüber zu erfahren, inwieweit der 2014 verstorbene Schweizer Künstler H. R. Giger, dem das Buch gewidmet ist, tatsächlich an der Realisierung von Scotts Film beteiligt war und warum vermieden wurde ihn an den drei Fortsetzungen maßgeblich mitarbeiten zu lassen. Im sehr empfehlenswerten Buch “HR Giger Filmdesign“ ist zu lesen, dass es 1986 dem Regisseur von “Poltergeist II“ erfolgreich gelungen war, zu verhindern, dass Giger davon erfuhr, dass James Cameron die Fortsetzung “Aliens“ drehte. Stattdessen hat der Schweizer Künstler sein Talent in die misslungene “Poltergeist“-Fortsetzung eingebracht.

Alien - Das Archiv: Der ultimative Guide zu den klassischen Filmen

Das Buch “HR Giger Filmdesign“ enthält zahlreiche leider nicht verwendete Giger-Entwürfe zu David Finchers “Alien 3“, die eigentlich auch in “Alien – Das Archiv“ abgebildet sein müssten. Stattdessen wurden dort etliche (sicher auch interessante) Entwürfe des ursprünglich für “Alien 3“ vorgesehenen neuseeländischen Regisseurs Vincent Ward (“Der Navigator“) abgedruckt. Dieser wollte den Film auf einem nur aus klösterlichen Holzbauten bestehenden Planeten ansiedeln, war aber anscheinend auf dem Holzweg. Ward wurde ausgetauscht und David Fincher lieferte mit “Alien 3“ sein ziemlich verstörendes Spielfilm-Debüt ab.

Alien - Das Archiv: Der ultimative Guide zu den klassischen Filmen

“Alien – Das Archiv“ überzeugt durch eine abwechslungsreiche Zusammenstellung von Fotos und Entwurfszeichnungen aus allen vier Filmen. Darunter befinden sich Bilder vom Comiczeichner Jean Giraud alias Moebius, der die Raumanzüge für den ersten Film entwarf, sowie von den futuristischen Designern Chris Foss, Ron Cobb und Syd Mead. Doch auch die durchaus kritischen Texte sind interessant. Anscheinende wurde ausgiebig mit Sigourney Weaver kommuniziert, die sich im Falle eines guten Drehbuchs durchaus vorstellen könnte, ein fünftes (und letztes) Mal die Rolle der Ellen Ripley zu spielen. Auch die Texte und Bilder zu den drei „Alien“-Fortsetzungen haben mir so gut gefallen, dass ich mir die Filme gleich wieder im Heimkino ansehen musste.