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Alien: Die Urfassung

Kurz bevor der Verlag Dark Horse die Comic-Rechte an Star Wars abtreten musste, wurde dort ein interessantes Experiment gewagt. Im September 2013 startete unter dem Titel The Star Wars eine 8-teilige Serie, die auf der Grundlage der ersten Drehbuchfassungen und Entwurfszeichnungen spekulativ visualisierte, was möglicherweise geschehen wäre, wenn George Lucas 1974 gleich nach dem Ende der Dreharbeiten von American Graffiti grünes Licht zur Realisierung seiner damals noch Adventures oft the Starkiller, Episode I: The Star Wars betitelten Space-Opera bekommen hätte.

Alien: Die Urfassung

Mit einem ähnlichen Konzept versuchte Dark Horse 2020 mit der fünfteiligen Miniserie Alien: The Original Screenplay einen neuen Blick auf den Film-Klassiker Alien zu werfen. In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass der US-Verlag demnächst auch die Rechte an den Serien Alien und Predator verlieren könnte, da der Rechteinhaber 20th Century Fox mittlerweile 20th Century Studios heißt und – genau wie Marvel – zu Disney gehört. Wollen wir hoffen, dass Alien bei Dark Horse bleibt.

Alien: Die Urfassung

Dort erscheinen seit 1988 mit großem Erfolg Alien-Comics. Anders als bei Star Wars muss hierbei nicht jeder Zeichenstrich mit dem Lizenzgeber abgestimmt werden. Dies ermöglichte sehr eigenständige Alien-Comics von prominenten Comickünstlern wie David Lloyd (V wie Vendetta), John Byrne (Superman: Der Mann aus Stahl), Dave Gibbons (Watchmen), Mike Mignola (Hellboy), Eduardo Risso (100 Bullets), Richard Corben (Creepy) oder Kelley Jones (Batman & Dracula).  Alle diese bemerkenswerten Geschichten wurden bei Cross Cult veröffentlicht, Nicht unerwähnt bleiben soll auch noch James Stokoes ebenfalls dort erschienener Comic Aliens: Dark Orbit.

Alien: Die Urfassung

Auch Alien: Die Urfassung ist bei Cross Cult in einer prächtigen Hardcover-Ausgabe erschienen, die auf 999 Exemplare limitiert wurde und bereits kurze Zeit nach der Veröffentlichung verlagsvergriffen war. Grundlage des Comics ist das ursprüngliche Alien-Drehbuch von Dan O’Bannon, das von der mehr als unheimlichen Begegnung der dritten Art der Besatzung des Raumschiffs Snark erzählt. Die Handlung unterscheidet sich kaum, von dem was Ridley Scott auf die Leinwand zauberte…

Alien: Die Urfassung

Herausgeber Randy Stradley hat die brasilianischen Künstler Cristiano Seixas (Text) und Guilherme Balbi (Bilder) dazu verdonnert, das geniale Filmdesign von HR Giger, Moebius und Ron Cobb zu vergessen. Die alternative Optik des Comics ist – trotz beeindruckender Bilder – zwangsläufig dem Original unterlegen.

Alien: Die Urfassung
Variant-Cover von Walter Simonson

Einen Mehrwert für Fans hat diese möglicherweise einmal zum gesuchten Sammlerstück werdende Edition durch die ebenfalls enthaltenen Titelbilder. Diese stammen vom Zeichner Walter Simonson und vom Koloristen Dave Steward, die 1979 die gefeierte Comic-Adaption von Alien schufen, die ebenfalls bei Cross Cult erschienen ist.

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Aliens: Dead Orbit

Comics zu Filmen sind fast immer von bestenfalls durchschnittlicher Qualität. Eine der wenigen Ausnahmen ist die von Archie Goodwin geschriebene und von Walter Simonson gezeichnete Adaption von Ridley Scotts Alien. Frank Miller hält diesen in Heavy Metal veröffentlichten und bei uns bei Cross Cult erschienenen Comic für „wahrlich überwältigend“ und die „womöglich einzige wirklich gelungene Adaption eines Films ins Medium Comic“.

Aliens: Dead Orbit

Das ist alles richtig, doch was der Kanadier James Stokoe, der bereits Comics für Marvel oder mit Godzilla gezeichnet hat, mit den vom HR Giger geschaffenen Außerirdischen veranstaltet, ist eine Klasse für sich. Die unnötig kompliziert verschachtelt in zwei Zeitebenen erzählte Story reist nicht unbedingt Bäume aus: Eine Raumschiff-Crew trifft auf eine andere Crew, die bereits auf Aliens traf und im Weltraum hört niemand ihre Schreie…

Aliens: Dead Orbit

Doch die Inszenierung ist das Gegenstück zu einem rasanten Action-Film mit großartigen Kulissen und beeindruckenden Spezialeffekten. James Stokoe hat bereits als Fanboy davon geträumt, einen Alien-Comic zu zeichnen. Ursprünglich sollte ihm James Camerons rasante Fortsetzung Aliens als Inspiration dienen, doch Dead Orbit steht mit seinen exakt dargestellten futuristischen Kulissen und den überforderten menschlichen Charakteren stärker in der Tradition von Ridley Scotts Klassiker.

Aliens: Dead Orbit

Stilistisch benennt Stokoe den Japaner Masamune Shirow (Ghost in the Shell) als eins seiner Vorbilder. Es schimmert aber auch Moebius durch, der die Raumanzüge für Ridley Scotts Film entworfen hatte, und ebenso das Matrix-Design von Geof Darrow (Hard Boiled).

Aliens: Dead Orbit

Darrow hat ein Variant-Cover zur Serie beigesteuert. Dieses Titelbild ist zusammen mit weiteren Illustrationen, Skizzen und Entwürfen in der schön aufgemachten Ausgabe von Cross Cult enthalten.

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Sputnik

Mit Attraction gelang dem russischen Kino ein imposanter Science-Fiction-Film, der geschickt Elemente aus dem Werken von Steven Spielberg und Roland Emmerich übernahm und diese zu einem tricktechnisch imposanten, aber auch zu Herzen gehenden, Spektakel verarbeitete. An der Produktion wirkte Egor Abramenko mit, der dadurch motiviert wurde, sein eigenes Science-Fiction-Ding zu machen.

Sputnik

Abramenko leugnet nicht, dass Ridley Scotts Alien ein großer Einfluss war. Doch Sputnik bekommt einen sehr eigenen Touch dadurch, dass die Handlung 1983 zur Zeit des Kalten Kriegs in der Sowjetunion spielt. Eine Raummission endet in einer Katastrophe, bei der einer der beiden Kosmonauten stirbt, während Kommandant Weschnjakow mit schweren Verletzungen in eine abgelegene Forschungsanstalt eingewiesen wird.

Sputnik

Dort erholt sich Weschnjakow zwar recht schnell, doch ohne Zweifel hat er sich verändert. Die für ihre unorthodoxen Methoden bekannte Psychologin Tatjana Juriewna soll den Kosmonauten untersuchen. Der jungen Frau wird sehr schnell klar, dass sich im Körper von Weschnjakow ein außerirdisches Wesen befindet. Der Kommandant der Forschungsstätte hofft, den Alien für militärische Zwecke nutzen zu können…

Sputnik

Sputnik wirkt schon durch seine liebevoll-akribische Rekonstruktion des russischen “Low-Tech“ sehr stimmungsvoll. Hinzu kommt das gelungene, angemessen fremdartige Design des Außerirdischen, der trotz eher geringer Körpergröße äußerst bedrohlich wirkt. Schauspielerisch ist der Film ebenfalls auf höchstem Niveau, was dazu beiträgt, dass über die Bedeutung der letzten Szenen noch eine ganze Weile nachgedacht werden kann…

Sputnik

Capelight Pictures hat “Sputnik“ auch als 2-Disc Limited Collector’s Mediabook. Die Edition präsentiert den Film auf DVD und Blu-ray und bietet genau wie die Einzel-Veröffentlichungen als einziges Extra den deutschen Trailer (2:22 min). Das eingebundene Buch ist sehr schön mit Fotos und Entwurfszeichnungen bebildert und enthält ein interessantes Interview mit dem Regisseur Egor Abramenko.

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Masterpieces of Fantasy Art

Es ist erstaunlich, dass Taschen schon kurze Zeit nach The History of EC Comics einen weiteren bildgewaltigen Prachtband im Riesenformat von 29 x 39 cm über Trivial-Mythen herausbringt. Bei dem Begriff „Fantasy Art“ wird fast jeder zuerst an farbenfrohe Gemälde von muskelbepackten Barbaren denken, die wunderschöne Frauen gegen gewaltige Drachen denken.

Masterpieces of Fantasy Art

Das Vorwort zu diesem knapp 7 Kilo schweren Buch stammt dann auch von Boris Vallejo, dem amtierenden Champion der Heroic Fantasy. Doch die für Erotik-Bücher wie Sex to Sexty bekannte Herausgeberin Dian Hanson überrascht mit der Auswahl der übrigen in diesem Band vertretenden Künstler.

Masterpieces of Fantasy Art

Die in drei Sprachen veröffentlichten kurzen aber sehr kenntnisreichen Texte führen nachvollziehbare Argumente dafür an, die Grenzen zwischen Fantasy und Science-Fiction fallen zu lassen. Genau genommen wirkt so manches zur Illustration einer utopischen Geschichten geschaffenes Raumschiff-Design weniger glaubhaft, als die Orks oder Elfen auf den Titelbildern von Fantasy-Romanen.

Masterpieces of Fantasy Art

Neben Frank Frazetta, dem Vorbild von Boris Vallejo und dessen in einem ähnlichen Stil arbeitender Ehefrau Julie Bell, fanden auch die eher selten die Erotik-Schiene beackernden Comic-Ikonen Moebius und Philippe Druillet Aufnahme ins Buch. Hinzu kommen der meist ganz schön unangenehme Werke produzierende Alien-Schöpfer HR Giger, sowie als totaler Gegensatz das fast schon kitschig bunte Tolkien-Artwork der Gebrüder Hildebrandt.

Masterpieces of Fantasy Art

Nicht ganz in derselben Klasse spielen die ebenfalls in diesem Buch abgefeierten Künstler Rowena Morrill, Sanjulian, Rodney Matthews, Michael Whelan und Jeffrey Catherine Jones. Diese insgesamt 12 Schöpfer von Fantasy-Kunst werden gewürdigt durch aussagekräftige Biografien, sowie durch umfangreiche Bildstrecken, die auch Filmplakate oder LP-Cover berücksichtigen. Wobei die Kapitel mit Seiten aus mattem Buntpapier und einem ausgewählten eingeklebten Motiv des jeweiligen Künstlers eingeleitet werden.

Masterpieces of Fantasy Art

Da es natürlich sehr subjektiv ist, den Kreis der Masters of Fantasy Art auf 12 Mitglieder einzudampfen, finden weitere 99 Künstler zusätzlich noch Aufnahme in den reich bebilderten Anhang des Buchs. Darunter befinden sich mit Simon Bisley, Richard Corben, Al Williamson und Wally Wood auch weitere Comic-Künstler.

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The Thing

1938 schrieb John W. Campbell die Kurzgeschichte Who goes There? über eine Gruppe von Wissenschaftlern, die in einer Forschungsstation in der Antarktis mit einem außerirdischen Raumschiff und einem Alien konfrontiert wurden.

The Thing

1951 entstand daraus unter der Oberaufsicht von Howard Hawks (als Regisseur war jedoch der Cutter und spätere TV-Regisseur Christian Nyby angegeben) Das Ding aus einer anderen Welt eine recht lose Film-Adaption von Campbells Story, die sich eher mit Kompetenz-Gerangel zwischen Militär und Wissenschaftlern sowie einer Love Story beschäftigte als mit der Bedrohung durch den Alien. Diesen verkörperte übrigens James Arness, der spätere Hauptdarsteller aus der Western-Serie Rauchende Colts.

The Thing

1982 nahm sich John Carpenter (Christine) des Stoffes und nannten seinen Film schlicht The Thing. Carpenter ist ein großer Fan der Filme von Howard Hawks, die er gerne in seinen Werken zitierte. In seiner Version von Das Ding aus einer anderen Welt bezog er sich jedoch stärker auf die literarische Vorlage als auf den Film und zeigte ein Alien, das sich in menschliche Wesen verwandeln kann. Dies nahm er jedoch weniger zum Vorwand für spannende “Wer ist hier der Alien?“- Paranoia“, sondern als Vorwand für ganz schon blutrünstigen Spezialeffekt-Orgien, die das “normale“ Publikum verschreckten, aber einen starken Eindruck bei vielen jungen Filmemachern hinterließen.

The Thing

Die Produzenten Marc Abraham und Eric Newman, die mit dem Zombie-Remake Dawn of the Dead große Erfolge feierten sind Fans von Carpenters The Thing. Sie hatten wenig Interesse an einem Remake, sondern bastelten ein Prequel zusammen. In Carpenters Film ist von seltsamen Vorkommnissen auf einer norwegischen Forschungsstation die Rede. Ihre 2011 entstandene Version spielt im “Carpenter-Jahr“ 1982 und liefert eine eigenständige Vorgeschichte, die am Ende (unbedingt Nachspann ansehen!) nahtlos in den 82er-Film übergeht.

The Thing

Die Hauptrolle spielt Mary Elizabeth Winstead (Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt, Birds of Prey) als Wissenschaftlerin, die sich gut in einer Männerwelt behaupten kann, was Erinnerungen an Sigourney Weaver in den Alien-Filmen wachruft. Ekeleffekte gibt es auch wieder reichlich, wobei es effektmäßig sowohl digital als (in Anlehnung ans Original) auch mechanisch zugeht. Doch zwischendrin gibt es hochspannende Momente, etwa wenn Zahnfüllungen entscheidend sind um herauszufinden ob der Kollege ein Mensch oder ein Alien ist.

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Alien

Zu Alien muss sicherlich nicht mehr viel gesagt werden. Die siebenköpfige Besatzung eines Raumfrachters wird aus ihrem Tiefschlaf geweckt und muss einen fremden Planeten erforschen. Dort gibt es seltsame Eier aus denen ein seltsame Kreatur hüpft und sich am Raumhelm eines Besatzungsmitgliedes festklammert.

Alien

Unvergessen und beim ersten Betrachten völlig verstörend ist der Moment, wenn ein Alien-Würmchen aus John Hurts Bauch springt. Auch ansonsten verläuft dieser atmosphärische Film, dessen sorgfältig gestaltete Sets auch heute noch nicht (im Gegensatz etwa zu Star Wars veraltet wirken) nicht so gradlinig wie der Betrachter es erwartet.

Alien

Alien und seine ersten drei Fortsetzungen sind 2005 in einer DVD-Box erschienen. Dafür wurden alle Filme nicht nur mit Extras bis zum Abwinken ausgestattet, sondern noch einmal sorgsam überarbeitet. Alien lief ja bereits recht kurz in einer schneller geschnittenen (und nicht unbedingt besseren) neuen Version von Ridley Scott in den Kinos und James Camerons Director´s Cut zu Aliens dürfte bekannt sein. Zu David Finchers unterschätzten dritten Teil enthält die Box eine restaurierte Rohfassung, die eine halbe Stunde länger ist und einen sehr guten Eindruck hinterlässt.

Alien

Der Franzose Jean-Pierre Jeunet war mit der Kinofassung von Alien – Die Wiedergeburt zwar vollauf zufrieden, doch alternativ enthält die Box jetzt noch eine Version, die vor allem durch markante Änderungen am Anfang und zum Schluss hin gefällt. Irgendwie ist all dies nach der ersten schon recht gelungenen Box zwar Geldschneiderei, aber in dieser Form macht ein erneutes Wiedersehen mit allen vier Filmen, die jeweils in zwei unterschiedlichen Versionen gesehen werden können, ganz großen Spaß.

Alien

Die Alien-Quadrilogy-Edition: DVD 1: “Alien“ in Kinoversion (112 min) und Director´s Cut von 2003 (111 min), Audiokommentar zur Kinoversion von Ridley Scott und Cast & Crew-Mitgliedern (wahlweise mit deutschen Untertiteln), Einführung von Ridley Scott (0:58 min); DVD 2 Specials zu “Alien“: Infos von Ridley Scott zur Director‘s Cut-Version, Kommentare, Pre-Production-Featurettes, Produktions-Dokumentation, Post-Production-Featurettes, unveröffentlichte Szenen, Bildergalerien

Alien

DVD 3: “Aliens“ in Kinoversion (132 min) und Director´s Cut von 1991 (148 min), Audiokommentar zur Kinoversion von James Cameron und Cast & Crew-Mitgliedern (wahlweise mit deutschen Untertiteln), Einführung von James Cameron (0:32 min); DVD 4 Specials zu “Aliens“: Infos von James Cameron zur Extended Version, Kommentare, Pre-Production- Featurettes, Multi-Angle-Animatics, Produktions-Dokumentationen, Post-Production-Featurettes, Bildergalerien

Alien

DVD 5: “Alien 3“ in Kinoversion (110 min) und einer früheren restaurierten Rohfassung (139 min), Audiokommentar zur Kinoversion von Kameramann Alex Thomson und Cast & Crew-Mitgliedern (wahlweise mit deutschen Untertiteln); DVD 6: Specials zu “Alien 3“: Pre-Production-Featurettes, Multi-Angle-Segmente, Produktions-Dokumentationen, Post-Production-Featurettes, Bildergalerien

Alien

DVD 7: “Alien – Die Wiedergeburt“ in Kinoversion (104 min) und in einer Special Edition (111 min), Audiokommentar zur Kinoversion von Jean-Pierre Jeunet und Cast & Crew-Mitgliedern (wahlweise mit deutschen Untertiteln), Einführung von Jean-Pierre Jeunet (0:47 min); DVD 8: Specials zu “Alien – Die Wiedergeburt“: Pre- Production-Featurettes, Multi- Angle-Segmente, Produktions- Dokumentationen, Post- Production-Featurettes, Bildergalerien

Alien

DVD 9 Bonusmaterial: Featurettes und Produktionsinfos zu allen 4 Filmen, Pre-Production, Interviews u. a. mit H. R. Giger, Casting, Drehorte, Produktion-Infos zu Dreharbeiten, Ausstattung, Aliens, Special Effects. Nachbearbeitung Schnitt & Musik, Filmpromotion, Trailer, TV-Spots, Dark Horse – Comic-Cover-Galerie

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Alien vs. Predator

Der schwerreiche Industrielle Charles Weyland (der mit zweiten Namen Bishop heißt und von Lance Henriksen gespielt wird, der auch den gleichnamigen Androiden in Aliens und Alien 3 verkörperte) stellt ohne Rücksicht ein Expertenteam für eine Antarktis-Expedition zusammen. Dort unter dem ewigen Eis befindet sich eine gewaltige unterirdische Pyramide, die sowohl aztekische als auch ägyptische Symbole enthält und ein schreckliches Geheimnis beherbergt.

Aliens vs. Predator

Dies ist nicht das erste Aufeinandertreffen der außerirdischen Monster aus den Alien-Filmen und der Predator-Reihe. Bereits in Predator 2 befindet sich an Bord eines Raumschiffes der außerirdischen Jäger ein Alien-Schädel als Jagdtrophäe. In zahllosen Comics aus dem Hause Dark Horse traten die Aliens bereits gegen die Predatoren (aber auch gegen Superman oder Batman an).

Aliens vs. Predator

Da beide Filmreihen bei der Fox beheimatet sind und zuvor schon Freddie Krueger (aus Nightmare on Elmstreet) recht erfolgreich gegen Jason (aus Freitag der 13.) antrat, lag der Gedanke an eine (schon sehr lange geplante) Film-Konfrontation der profitabelsten außerirdischen Monster natürlich recht nahe.

Aliens vs. Predator

Im Gegensatz zur Alien-Reihe spielt der Film in der Gegenwart (oder ganz nahen Zukunft) und die Predatoren werden als ehrenvolle Jäger dargestellt, während die Aliens (obwohl eigentlich bedauernswerte wenn auch sehr wehrhafte Zuchtopfer) wenig mehr als Schlachtvieh sind. Der erfolgreiche Videospiel-Verfilmer Michael W. S. Anderson (Event Horizon, Mortal Kombat, Resident Evil) setzt stärker auf Action und Tempo als auf Atmosphäre. Insgesamt wird hier also eher Predator 3 als Alien 5 geboten.

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Science Fiction Kultfilme

Der Begriff „Kultfilm“ ist sehr dehnbar. Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um Filme, die bei ihrem Kinostart vom Publikum zumeist ignoriert wurden, doch dann nach und nach zu Klassikern geworden sind. In diesem Sinne passt die in diesem Buch besprochene Rocky Horror Picture Show bestens in meine Schublade, auch The War Game und Blade Runner würde ich gelten lassen.

Science Fiction Kultfilme

Doch 2001: Odyssee im Weltraum, Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt, Die phantastische Reise, Total Recall – Die totale Erinnerung, Matrix oder Inception sind Filme, die bereits unmittelbar nach ihrer Premiere viel Aufmerksamkeit erfahren haben und in jede gut sortierte Science-Fiction-Film-Bibliothek gehören.

Science Fiction Kultfilme

Auf die ganz sicher sehr kultige TV-Serie Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion trifft die Bezeichnung “Science Fiction Kultfilm“ garantiert nicht zu, während Dune – Der Wüstenplanet trotz diverser verlängerter Neuauflagen eine Enttäuschung geblieben ist. Eher in die Rubrik “Geheim gebliebene Geheimtipps“ gehören hingegen Andrzej Żuławskis Der silberne Planet (Polen 1988) und Gabriele Salvatores‘ Nirvana – Jagd im Cyberspace (Italien 1997).

Nirvana – Jagd im Cyberspace

Doch als ein Buch, in dem 13 Autoren ihre ganz persönlichen Science-Fiction-Film-und-TV-Favoriten vorstellen, funktioniert das Werk bestens. Es ist zwar etwas albern, dass der Text zu Dune – Der Wüstenplanet in englischer Sprache zum Abdruck kam, doch ansonsten laden die im Rahmen einer Vorlesungsreihe entstandenen Film-Analysen durchaus dazu ein, sich manches der besprochenen Werke endlich einmal (wieder) anzusehen.

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Aliens

Lange bevor im zweiten Predator-Film ein Schädel des Monsters aus Alien zu sehen war und sehr, sehr lange bevor in Alien vs. Predator die beiden populären Kino-Ungeheuer schließlich auch auf der Leinwand aufeinander trafen, waren derartige Begegnungen in den Comic aus dem Hause Dark Horse bereits etwas Alltägliches. Sogar auf die DC-Heroen Superman und Batman trafen die einst von H. R. Giger entworfenen Aliens.

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Seit 1988 erscheinen bei Dark Horse mit großem Erfolg Alien-Comics. Da hier nicht jeder Zeichenstrich mit dem Lizenzgeber abgestimmt werden muss – wie dies bei den ebenfalls bei Dark Horse erscheinenden Star Wars-Comics der Fall ist – arbeiteten auch prominente Comickünstler gerne für die Reihe.

Aliens

Cross Cult präsentiert in der bewährten kleinformatigen Hardcover-Aufmachung vier schwarzweiße Alien-Highlights aus den Neunziger Jahren, die von bekannten Zeichnern und Autoren wie David Lloyd (V wie Vendetta), John Byrne (Superman), Dave Gibbons (Watchmen) und Mike Mignola (Hellboy) stammen.

Aliens

Abgerundet wird der Band durch Texte von Peter Osteried, die sich kurz aber äußerst fundiert mit den Filmen und Comics beschäftigen. Insgesamt macht der Band Appetit auf weitere ähnlich gelungene Comicvarianten zu beliebten Filmen.


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Dark Star – HR Gigers Welt

Diese Dokumentation ist erschreckend nah dran am Schweizer Künstler Hansruedi Giger, der durch sein Design des Monsters in Alien zum Weltstar wurde. Der Film entstand 2014 kurz vor dem Tod von Giger. In einer erschütternden Szene erzählt dieser, dass er hofft, dass es kein Leben nach dem Tode gibt, da er alles was er sich vorgenommen erreicht hat, dies aber so anstrengend gewesen ist, dass er es nicht noch einmal erleben möchte.

Dark Star - HR Gigers Welt

Diese Anstrengung ist Giger in fast jeder Sekunde der Dokumentation deutlich anzusehen. Regisseurin Belinda Sallin liefert zwar auch Bilder von den Dreharbeiten zu Alien, ist aber nicht daran interessiert den Künstler zu glorifizieren. Ein Thema sind auch Gigers nicht eben unproblematischen Beziehungsgeschichten. Seine Freundin und Muse, die Schweizer Schauspielerin Li Tobler, beging Selbstmord, Giger kommentiert dies damit, dass ausgerechnet er ganz sicher nicht der Richtige ist um jemanden mit Depressionen beizustehen. Von einer späteren Freundin trennte sich Giger nachdem diese erkrankte und ihn dadurch möglicherweise zu stark von seiner Kunst ablenken würde.

Dark Star - HR Gigers Welt

Seine letzten Jahre verbrachte Giger anscheinend recht glücklich an der Seite von Carmen Maria Scheifele und deren sich um seine Korrespondenz kümmernden Mutter. Seine Ehefrau ist auch die Direktorin des Giger-Museums in Gruyères. Doch stärker noch als in siesem edlen Räumlichkeiten hat sich Giger in dem wild um sein Haus wuchernden Garten künstlerisch ausgetobt. Hier wimmelt es von Skulpturen und ältere Aufnahmen zeigen, wie Giger mit einer in seinem unverwechselbaren Stil gestalteten Eisenbahn durch sein privates finsteres Disneyland braust. Die DVD enthält neben dem Film nur den Trailer, doch immerhin deutsche Untertitel zu den oft in schweizerdeutsch geführten Interviews.

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