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A Quiet Place II

2018 entstand ein Horror-Thriller, bei dem sich der Synchronisations-Aufwand in Grenzen hielt. Die Geschichte spielt auf einer Erde, die drei Monate zuvor von Aliens erobert wurde. Um zu überleben, bewegt sich die fünfköpfige Familie Abbott so lautlos wie möglich durch zerstörte Städte…

A Quiet Place II

John Krasinski (John Ryan) gelang mit A Quiet Place ein hochspannendes Kammerspiel, das fast ohne Dialoge auskommt und die Außerirdischen erst am Ende deutlicher in Erscheinung treten lässt. Krasinski übernahm gemeinsam mit seiner Ehefrau Emily Blunt (Mary Poppins‘ Rückkehr, Jungle Cruise) die Hauptrollen und der Film spielte das 20-fache seines  Budgets von 17 Millionen Dollar ein.

A Quiet Place II

Zwar plante John Krasinski seinen Science-Fiction-Thriller nicht als Auftakt eines Franchises, dennoch hatte er einige sehr gute Ideen für A Quiet Place II. Vor dem Hintergrund einer Kleinstadt zeigen die ersten 20 Minuten in spektakulären Bildern den Beginn der Invasion.

A Quiet Place II

Der restliche Film beginnt 474 Tage später. Zentrale Figur ist Regan, die gehörlose Tochter der Abbotts, die wieder von der auch im wirklichen Leben tauben Millicent Simmonds verkörpert wird. Regan hat einen Plan. um von ihrer Hörprothese erzeugte Geräusche gegen die Aliens einzusetzen. Das junge Mädchen macht sich alleine auf den Weg…

A Quiet Place II

Eine wichtige Rolle spielt diesmal auch noch Cillian Murphy, der durch seine Hauptrolle in 28 Days Later bereits Erfahrung im Endzeit-Genre sammeln konnte. Der Film mündet in ein gleichzeitig an mehreren Orten stattfindendes Finale und ist eine der wenigen Fortsetzungen, die ihrem Vorgänger nicht nur ebenbürtig ist, sondern diese – was natürlich auch dem sehr viel höheren Budget geschuldet ist – in einigen Sequenzen sogar übertrifft.

A Quiet Place II

Die DVD von Paramount enthält neben dem 93-minütigen Hauptfilm noch die Dokus “Tagebuch des Regisseurs: Der Dreh mit John Krasinski“ (9:15 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln) und “Wahrnehmbare Störung: Visuelle Effekte und Tongestaltung“ (8:05 min). Die Blu-ray präsentiert mit “Pulling back the Curtain“, “Regan’s Journey“ und “Überleben im Yachthafen“ noch drei weitere Berichte.

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Lewis Trondheim: A. L. I. E. E. N.

Dieser Lewis Trondheim ist schon höchst erstaunlich und als hyperproduktiver Autor und Zeichner in unglaublich vielen Serie wie der unendlichen Saga Donjon oder auch bei Mickey’s Craziest Adventures unterwegs. Dieser Band liefert jetzt eine Erklärung für seinen gewaltigen Output: Trondheim erfindet nicht nur Comics, sondern er findet sie auch.

Lewis Trondheim: A. L. I. E. E. N.

So begab es sich Mitte 2003 als Trondheim mit Frau und Kindern eine Picknick-Stelle suchte. Dabei fand er ein arg zerschundenes Comicheft. Dieses war in einer aus seltsamen Symbolen bestehenden Sprache getextet. Ganz in der Nähe des Fundortes war das Gras in der Form eines perfekten Kreises verbrannt. Trondheim war sofort klar, dass er in den Besitz eines Comics für außerirdische Kinder gekommen war.

Lewis Trondheim: A. L. I. E. E. N.

Unter dem passenden Titel “Anthologie lustig illustrierter eigentümlicher extraterrestrischer Novellen“ (abgekürzt “A. L. I. E. E. N.“) veröffentlichte er das hochinteressante Material. Eine erstaunliche Welt mit recht schlicht gezeichneten Wesen, die seltsame Dinge erleben, eröffnet sich dem Leser.

Lewis Trondheim: A. L. I. E. E. N.

Vorsicht ist geboten, denn die recht putzigen Figuren erleiden teilweise höchst grausige Schicksale schon fast im Stile der Happy Tree Friends. Doch insgesamt ist A. L. I. E. E. N. ein großer Spaß und ein Beweis für die universelle Beliebtheit des Mediums Comic.

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Filme – Das waren unsere Kinojahre

Mit einem etwas holperig auf Deutsch übersetzten Titel präsentiert Netflix die zweite Staffel der Dokureihe The Movies that made us. Nach Ghostbusters, Stirb LangsamKevin – Allein zu Haus und Dirty Dancing geht es jetzt um vier weitere Filme, die Ende des letzten Jahrhunderts nicht nur zu Blockbustern wurden, sondern auch angenehm in Erinnerung geblieben sind.

Filme – Das waren unsere Kinojahre

In der ersten Staffel erzählen Hauptdarsteller Dan Aykroyd und Regisseur Ivan Reitman von den chaotischen Dreharbeiten zu Ghostbusters. Doch der Reiz bei der Serie besteht darin, dass zumeist nicht im Rampenlicht stehende Crewmitglieder wie Drehbuchautoren, Produzenten oder Tricktechniker zu Wort kommen. Diese erzählen erstaunlich offen, was zunächst alles schief lief und wie trotzdem moderne Klassiker entstanden sind.

Filme – Das waren unsere Kinojahre

Daher ist es auch nicht weiter schlimm, dass es in der Jurassic Park gewidmeten Episode kein Interview mit Steven Spielberg gibt. Stattdessen wird – vielleicht etwas pathetisch überhöht – die spannende Geschichte des Tricktechnikers Steven „Spaz“ Williams erzählt. Eigentlich sollte  der T-Rex als Hauptfigur des Films in einer Kombination aus Stan Winstons in Originalgröße gebauten mechanischen Dinosaurier und Phil Tippetts Stop-Motion-Animation in der Tradition von Ray Harryhausen realsiert werden. Doch  „Spaz“ Williams arbeitete heimlich an einer Computeranimation des Urviechs, die alle Beteiligten überzeugte und ein neues Spezialeffekt-Zeitalter einläutete. 

Filme – Das waren unsere Kinojahre

Nicht minder interessant sind die restlichen drei Dokus der zweiten Staffel. Drehbuchautor J. F. Lawton erzählt von seiner Zeit im Rotlicht-Viertel von Hollywood, die ihn zum Drehbuch des Dramas 3000 inspirierte, aus dem schließlich der Megaerfolg Pretty Woman wurde. Robert Zemeckis konnte für die Episoden zu Zurück in die Zukunft und Forrest Gump nicht interviewt werden. Die Aussagen seiner Weggefährten belegen jedoch, dass die beiden Klassiker ohne die Hartnäckigkeit des Regisseurs gar nicht oder in ganz anderer Form zustande gekommen wären.

Filme – Das waren unsere Kinojahre

Gut versteckt, gibt es auf Netflix auch noch die vom selben Team produzierte Reihe The Holiday Movies That Made Us zu entdecken. Die ersten beiden Episoden beschäftigen sich mit den Filmen Buddy – Der Weihnachtself und Nightmare before Christmas. Auch hier ist der deutsche Titel Weihnachtsfilme – Das waren unsere Festtage nicht gerade ideal, denn die Serie wird mit Berichten zu Horrorfilm-Klassikern fortgeführt.

Filme – Das waren unsere Kinojahre

Die dritte Staffel beschäftigt sich in ab 18 Jahren freigegebenen Episoden mit John Carpenters Halloween, Freitag der 13, A Nightmare on Elm Street, James Camerons Aliens und Robocop. Hinzu kommt eine Episode über die Dreharbeiten von Der Prinz aus Zamunda, die in einer Prügelei zwischen Regisseur John Landis und Hauptdarsteller Eddie Murphy gipfelten.

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Aliens: Dead Orbit

Comics zu Filmen sind fast immer von bestenfalls durchschnittlicher Qualität. Eine der wenigen Ausnahmen ist die von Archie Goodwin geschriebene und von Walter Simonson gezeichnete Adaption von Ridley Scotts Alien. Frank Miller hält diesen in Heavy Metal veröffentlichten und bei uns bei Cross Cult erschienenen Comic für „wahrlich überwältigend“ und die „womöglich einzige wirklich gelungene Adaption eines Films ins Medium Comic“.

Aliens: Dead Orbit

Das ist alles richtig, doch was der Kanadier James Stokoe, der bereits Comics für Marvel oder mit Godzilla gezeichnet hat, mit den vom HR Giger geschaffenen Außerirdischen veranstaltet, ist eine Klasse für sich. Die unnötig kompliziert verschachtelt in zwei Zeitebenen erzählte Story reist nicht unbedingt Bäume aus: Eine Raumschiff-Crew trifft auf eine andere Crew, die bereits auf Aliens traf und im Weltraum hört niemand ihre Schreie…

Aliens: Dead Orbit

Doch die Inszenierung ist das Gegenstück zu einem rasanten Action-Film mit großartigen Kulissen und beeindruckenden Spezialeffekten. James Stokoe hat bereits als Fanboy davon geträumt, einen Alien-Comic zu zeichnen. Ursprünglich sollte ihm James Camerons rasante Fortsetzung Aliens als Inspiration dienen, doch Dead Orbit steht mit seinen exakt dargestellten futuristischen Kulissen und den überforderten menschlichen Charakteren stärker in der Tradition von Ridley Scotts Klassiker.

Aliens: Dead Orbit

Stilistisch benennt Stokoe den Japaner Masamune Shirow (Ghost in the Shell) als eins seiner Vorbilder. Es schimmert aber auch Moebius durch, der die Raumanzüge für Ridley Scotts Film entworfen hatte, und ebenso das Matrix-Design von Geof Darrow (Hard Boiled).

Aliens: Dead Orbit

Darrow hat ein Variant-Cover zur Serie beigesteuert. Dieses Titelbild ist zusammen mit weiteren Illustrationen, Skizzen und Entwürfen in der schön aufgemachten Ausgabe von Cross Cult enthalten.

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Signs – Zeichen

Wenn nach The Sixth Sense und Unbreakable ein weiterer Film von M. Night Shyamalan angekündigt wird, so ist hierbei der Name des Hauptdarstellers sekundär, selbst wenn dieser mal nicht Bruce Willis sondern Mel Gibson lautet. Mit seinen beiden ersten Filmen hat sich Shyamalan als Großmeister des mysteriösen Thrillers mit wirklich überraschenden Wendungen qualifiziert.

Signs – Zeichen

Das Plakat und die Thematik von Signs lassen jedoch erste Zweifel am Film aufkommen. Es geht also um diese kreisrunden Muster in Kornfeldern, die ab 1978 alle UFO-Gläubigen entzückten, 1991 aber als Schwindel aufflogen. Wenn M. Night Shyamalan zehn Jahre später mit diesen ollen Kamellen und zudem auch noch mit Außerirdischen im patentierten Akte X– und Roswell-Look aufkreuzt, braucht er dafür schon eine sehr gute Entschuldigung bzw. eine höllisch spannende Geschichte. Doch dem ist leider nicht so.

Signs – Zeichen

Mel Gibson spielt den Pastoren Graham Hess, der seinen Glauben verlor, nachdem seine Frau bei einem Autounfall ums Leben kam. Gemeinsam mit seinem Bruder Merrill (Joaquin Phoenix) und seinen beiden Kindern Morgan und Bo lebt er auf einer Farm. Plötzlich tauchen diese Kreiszeichen auf und eine zunehmend schwachsinniger werdende Handlung nimmt ihren Lauf. Ganz wichtig sind dabei zahlreiche Wassergläser und ein magischer Baseballschläger, noch wichtiger wären jedoch einige wirklich überraschende Wendungen gewesen.

Signs – Zeichen

Extras der DVD: “Making of“, eine ausführliche 59-minütige sehr interessante Dokumentation über die komplette Entstehungsgeschichte und die Dreharbeiten, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln; 5 zusätzliche Szenen (7:42 min); Ein Ausschnitt aus M. Night Shyamalans ersten Alien-Kurzfilm „“Picture“ mit Anmoderation; Multi-Angle-Demonstration (zwei visuelle und drei akustische Wahlmöglichkeiten) der ersten Begegnung der Dritten Art (2:58 min)

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Roswell

Roswell, New Mexico: Die junge Liz Parker wird beim Kellnern im Crashdown Café ihres Vaters niedergeschossen. Tödlich getroffen bricht sie zusammen, doch ihr Klassenkamerad Max Evans rettet ihr auf mysteriöse Weise das Leben – allein durch das Auflegen seiner Hand. Als Liz erfährt, dass Max, seine Schwester Isabel und sein Freund Michael Nachkommen der Aliens sind, die bei dem berühmten Ufo-Absturz 1947 auf die Erde kamen, geraten die drei Außerirdischen in große Gefahr. Doch auch das Leben von Liz und ihrer Freundin Maria ändert sich für immer…

Roswell

Im Vergleich zu ähnlich gelagerten Serien wie Smallville oder Buffy schlägt die 1999 gestartete erste Staffel von Roswell ein eher gemächliches Tempo an und dreht erst zum Ende hin etwas auf. Doch ansonsten zündet die sympathische Mischung aus SciFi und Teenie-Romanze durchaus. Das Hauptthema, die “Romeo und Julia“-Romanze zwischen dem Alien Max (etwas blass: Jason Behr) und der irdischen Liz (himmlisch: Shiri Appleby) wird dabei durchaus ernst genommen. Für Humor sind Co-Stars wie Colin, der Sohn von Tom Hanks oder Katherine Heigl als Isabel zuständig. Eine sehr gute Wahl ist auch William Sadler, der Schurke aus Stirb Langsam 2 als misstrauischer Sheriff.

Roswell

Doch da der Ort der Handlung Roswell ist, kann sich über Science-Fiction-Klischees und deren Vermarktung auch schon einmal ausgiebig lustig gemacht werden. So tritt etwa Jonathan Frakes aus Star Trek: The Next Generation (der gelegentlich auch Regie führte) als er selbst auf bzw. als eine nicht sonderlich sympathische Version davon. Auch Handlungsorte wie das kunterbunt mit Außerirdischen dekorierte Crashdown Café oder das herrlich trashige Alien-Museum sind äußerst einladende Schauplätze.

Roswell

Auch in der zweiten Staffel von Roswell wird einiges geboten. Ein Max aus der Zukunft warnt Liz sich bloß nicht mit seinem gegenwärtigen Ich einzulassen (weil sonst Weltuntergang). Außerdem erfahren wir, dass es auch noch New Yorker Punk-Klone der Aliens gibt und Max gelegentlich Sixth-Sense-mäßig Tote sehen kann. Zur Entspannung geht es aber auch schon mal nach Vegas oder auf den Abschlussball.

Roswell

Die sympathischen Darsteller und die immer wieder gern gesehene Geschichte von der ebenso unmöglichen wie großen Liebe helfen auch weiterhin schwächere Einfälle (und Episoden) zu verkraften. Außerdem gelang wieder ein äußerst knalliges Finale, das äußerst gespannt auf die dritte (und leider letzte) Staffel von Roswell macht.

Roswell

Bevor es in der 61. Episode zum großen Finale kommt, gibt es noch einige recht gelungene Einzelepisoden, darunter mal wieder eine herzergreifende Weihnachtsgeschichte, sowie einen Besuch in Hollywood. Herausragend ist die Episode Verliebt in ein Alien, die teilweise im Stile einer billige produzierten Sitcom (inklusive eingespielter Lacher) gedreht wurde und zugleich auch eine hübsche Hommage an die TV-Serie Verliebt in eine Hexe ist.

Roswell

Auch William Sadler bekommt als einziger erwachsener Hauptdarsteller zwischen lauter Teenies ein paar gelungene Szenen zugestanden. So ist der von ihm verkörperte ehemalige Sheriff Jim Valenti jetzt als Frontmann der Country-Band Kit Shickers tätig und lässt keine Gelegenheit – ob Polterabend oder Silvesterparty – für einen Auftritt aus.

Roswell

Die Serie endet mit einem Ende, das durchaus als offen angesehen werden kann, und mit der leisen Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Roswell.

Roswell, New Mexico

2019 kam es unter dem Titel Roswell, New Mexico dann tatsächlich zu einer Neuauflage, allerdings mit komplett erneuerter Besetzung.

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Lake of Fire

One-Shots haben es oft schwer: Sie gehen in der Menge der Serien und Graphic-Novels unter. So ähnlich ging und geht es auch Lake of Fire. Zu Unrecht.

Lake of Fire

Im Jahr 1220 in den französischen Pyrenäen, mitten im Albigenser-Kreuzzug. Die beiden jungen Edelmänner Theobald von Champagne und Hugh von Blois geraten durch ihren ungestümen Tatendrang in die Häretiker-Kriege. Sie werden mit einer bunten Truppe in das Dorf Montaillou geschickt. Zu dieser Patrouille gehört u.a. der fanatische Inquisitor Bruder Arnaud.

Lake of Fire

Als sie in dem Dorf ankommen, finden sie es leer vor. Die wenigen übriggebliebenen Bewohner haben sich im Burgfried verschanzt. Sie erzählen von teuflischen Kreaturen, die die Hälfte der Bewohner attackiert und verschleppt oder umgebracht hat. Aus einer Sequenz zu Anfang des Buches weiß man, dass ein Raumschiff in der Nähe des Dorfes abgestürzt ist.

Lake of Fire

Die Vermutung, dass es nun nur um Ritter gegen Außerirdische geht, trifft den Kern nicht. Es geht um menschliches Verhalten in Krisenzeiten und das nicht aus unserer heutigen Sicht, sondern eben wie es wohl vor knapp 900 Jahren gewesen sein könnte. Es entsteht eine vielschichtige Geschichte mit starken Frauen-Charakteren (die Chatelaine von Moncaillou oder die Perfecta Bernadette, eine zum engsten Kreis der katharischen Kirche gehörende junge Frau), spannenden Gefechten (hervorragend in Szene gesetzt von Matt Smith) und eben dank des akribisch recherchierten Texts von Nathan Fairbairn historischen Gegebenheiten des Albigenser-Krieges.

Lake of Fire

Der Kanadier Nathan Fairbairn, der sich seit Jahren in der Comcszene einen Namen als Kolorist gemacht hat (z.B. Batman: Incorporated, Scott Pilgrim, Wonder Woman: Earth One und erst seit kurzem Die!Die!Die! von Robert Kirkman) legt mit Lake of Fire seine erste Comic-Story als Texter vor. Der US-amerikanische Zeichner Matt Smith hat einen sehr europäischen, an die „Ligne Claire“ angelehnten Stil., der sehr gut zu der durchaus blutigen Story passt. Sein Hauptwerk vor Lake of Fire war der Band Barbarian Lord,  der viele Elemente der nordischen Sagen enthält, einem Bereich, der Matt sehr interessiert. Leider gibt es Barbarian Lord nicht auf Deutsch.

Lake of Fire

Cross Cult hatte die gute Idee, die französische Version als Vorlage zu benutzen, die 5 Seiten mehr umfasst als die amerikanische Ausgabe. Wie immer bei Cross Cult ist diese Gesamtausgabe im Format allerdings eine Spur kleiner als die US-Ausgabe von Image. Als Bonus gibt es alle Cover der 4 Hefte umfassenden Image Mini-Serie sowie die Variant-Cover von Zeichnern wie Bryan Lee O’Malley (Scott Pilgrim), Yannick Paquette (Wonder Woman: Earth One), Jean-Paul Leon u.a. sowie einige vorbereitende Charakterskizzen von Matt Smith.

Gerd Ruprecht

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Alien

Zu Alien muss sicherlich nicht mehr viel gesagt werden. Die siebenköpfige Besatzung eines Raumfrachters wird aus ihrem Tiefschlaf geweckt und muss einen fremden Planeten erforschen. Dort gibt es seltsame Eier aus denen ein seltsame Kreatur hüpft und sich am Raumhelm eines Besatzungsmitgliedes festklammert.

Alien

Unvergessen und beim ersten Betrachten völlig verstörend ist der Moment, wenn ein Alien-Würmchen aus John Hurts Bauch springt. Auch ansonsten verläuft dieser atmosphärische Film, dessen sorgfältig gestaltete Sets auch heute noch nicht (im Gegensatz etwa zu Star Wars veraltet wirken) nicht so gradlinig wie der Betrachter es erwartet.

Alien

Alien und seine ersten drei Fortsetzungen sind 2005 in einer DVD-Box erschienen. Dafür wurden alle Filme nicht nur mit Extras bis zum Abwinken ausgestattet, sondern noch einmal sorgsam überarbeitet. Alien lief ja bereits recht kurz in einer schneller geschnittenen (und nicht unbedingt besseren) neuen Version von Ridley Scott in den Kinos und James Camerons Director´s Cut zu Aliens dürfte bekannt sein. Zu David Finchers unterschätzten dritten Teil enthält die Box eine restaurierte Rohfassung, die eine halbe Stunde länger ist und einen sehr guten Eindruck hinterlässt.

Alien

Der Franzose Jean-Pierre Jeunet war mit der Kinofassung von Alien – Die Wiedergeburt zwar vollauf zufrieden, doch alternativ enthält die Box jetzt noch eine Version, die vor allem durch markante Änderungen am Anfang und zum Schluss hin gefällt. Irgendwie ist all dies nach der ersten schon recht gelungenen Box zwar Geldschneiderei, aber in dieser Form macht ein erneutes Wiedersehen mit allen vier Filmen, die jeweils in zwei unterschiedlichen Versionen gesehen werden können, ganz großen Spaß.

Alien

Die Alien-Quadrilogy-Edition: DVD 1: “Alien“ in Kinoversion (112 min) und Director´s Cut von 2003 (111 min), Audiokommentar zur Kinoversion von Ridley Scott und Cast & Crew-Mitgliedern (wahlweise mit deutschen Untertiteln), Einführung von Ridley Scott (0:58 min); DVD 2 Specials zu “Alien“: Infos von Ridley Scott zur Director‘s Cut-Version, Kommentare, Pre-Production-Featurettes, Produktions-Dokumentation, Post-Production-Featurettes, unveröffentlichte Szenen, Bildergalerien

Alien

DVD 3: “Aliens“ in Kinoversion (132 min) und Director´s Cut von 1991 (148 min), Audiokommentar zur Kinoversion von James Cameron und Cast & Crew-Mitgliedern (wahlweise mit deutschen Untertiteln), Einführung von James Cameron (0:32 min); DVD 4 Specials zu “Aliens“: Infos von James Cameron zur Extended Version, Kommentare, Pre-Production- Featurettes, Multi-Angle-Animatics, Produktions-Dokumentationen, Post-Production-Featurettes, Bildergalerien

Alien

DVD 5: “Alien 3“ in Kinoversion (110 min) und einer früheren restaurierten Rohfassung (139 min), Audiokommentar zur Kinoversion von Kameramann Alex Thomson und Cast & Crew-Mitgliedern (wahlweise mit deutschen Untertiteln); DVD 6: Specials zu “Alien 3“: Pre-Production-Featurettes, Multi-Angle-Segmente, Produktions-Dokumentationen, Post-Production-Featurettes, Bildergalerien

Alien

DVD 7: “Alien – Die Wiedergeburt“ in Kinoversion (104 min) und in einer Special Edition (111 min), Audiokommentar zur Kinoversion von Jean-Pierre Jeunet und Cast & Crew-Mitgliedern (wahlweise mit deutschen Untertiteln), Einführung von Jean-Pierre Jeunet (0:47 min); DVD 8: Specials zu “Alien – Die Wiedergeburt“: Pre- Production-Featurettes, Multi- Angle-Segmente, Produktions- Dokumentationen, Post- Production-Featurettes, Bildergalerien

Alien

DVD 9 Bonusmaterial: Featurettes und Produktionsinfos zu allen 4 Filmen, Pre-Production, Interviews u. a. mit H. R. Giger, Casting, Drehorte, Produktion-Infos zu Dreharbeiten, Ausstattung, Aliens, Special Effects. Nachbearbeitung Schnitt & Musik, Filmpromotion, Trailer, TV-Spots, Dark Horse – Comic-Cover-Galerie

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Alien vs. Predator

Der schwerreiche Industrielle Charles Weyland (der mit zweiten Namen Bishop heißt und von Lance Henriksen gespielt wird, der auch den gleichnamigen Androiden in Aliens und Alien 3 verkörperte) stellt ohne Rücksicht ein Expertenteam für eine Antarktis-Expedition zusammen. Dort unter dem ewigen Eis befindet sich eine gewaltige unterirdische Pyramide, die sowohl aztekische als auch ägyptische Symbole enthält und ein schreckliches Geheimnis beherbergt.

Aliens vs. Predator

Dies ist nicht das erste Aufeinandertreffen der außerirdischen Monster aus den Alien-Filmen und der Predator-Reihe. Bereits in Predator 2 befindet sich an Bord eines Raumschiffes der außerirdischen Jäger ein Alien-Schädel als Jagdtrophäe. In zahllosen Comics aus dem Hause Dark Horse traten die Aliens bereits gegen die Predatoren (aber auch gegen Superman oder Batman an).

Aliens vs. Predator

Da beide Filmreihen bei der Fox beheimatet sind und zuvor schon Freddie Krueger (aus Nightmare on Elmstreet) recht erfolgreich gegen Jason (aus Freitag der 13.) antrat, lag der Gedanke an eine (schon sehr lange geplante) Film-Konfrontation der profitabelsten außerirdischen Monster natürlich recht nahe.

Aliens vs. Predator

Im Gegensatz zur Alien-Reihe spielt der Film in der Gegenwart (oder ganz nahen Zukunft) und die Predatoren werden als ehrenvolle Jäger dargestellt, während die Aliens (obwohl eigentlich bedauernswerte wenn auch sehr wehrhafte Zuchtopfer) wenig mehr als Schlachtvieh sind. Der erfolgreiche Videospiel-Verfilmer Michael W. S. Anderson (Event Horizon, Mortal Kombat, Resident Evil) setzt stärker auf Action und Tempo als auf Atmosphäre. Insgesamt wird hier also eher Predator 3 als Alien 5 geboten.

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Batman vs. Aliens

Sie sind wirklich nicht tot zu kriegen, diese Monster aus dem Weltall, die statt Blut Säure in ihren Adern haben und deren einziger Daseinsgrund die hemmungslose Vermehrung ist. Nichts und niemand kann sie lange aufhalten. Daher ist es kein Wunder, dass es auf kurz oder lang jeder mit ihnen zu tun bekommt.

Batman vs. Aliens
Softcover

Manche auch mehrmals: Und so traf auch Batman einige Male auf die aus dem Kino bekannten Aliens. Das erste Mal 1997 unter der Feder von Ron Marz und dem Pinsel von keinem geringeren als Bernie Wrightson. In dieser von DC gemeinsam mit Dark Horse (dort liegen die Comic-Rechte an den Aliens) veröffentlichten Geschichte treibt sich der Dunkle Ritter in ungewöhnlicher Umgebung herum. Irgendwo “in der grünen Hölle zwischen Mexiko und Guatemala“ traf Batman zunächst auf eine Söldnertruppe und dann auf die von HR Giger so markant designten Weltraum-Monster.

Batman vs. Aliens

Zuerst erschienen ist der Comic in der Ehapa Comic Collection und anschließend bei Panini als Kernstück einer fetten Ausgabe mit allerlei Begegnungen zwischen Batman und den Aliens. Das 360 -seitige Buch gibt es als Soft- und Hardcover-Ausgabe.

Batman vs. Aliens
Hardcover

2002 schließlich erschien eine direkte Fortsetzung, die diesmal allerdings vom Briten Ian Edgington (Sherlock Holmes: Eine Studie in Scharlachrot) geschrieben und von Mark Schultz (Cadillacs und Dinosaurier) gezeichnet wurde. Bei Baggerarbeiten wird in Gotham City ein hermetisch abgeriegelter Bunker gefunden. Der klamme Bauherr hat für Verzögerungen jeder Art kein Geld und keine Zeit und so wird kurzer Hand versucht, das Problem mit jeder Menge Sprengstoff zu lösen.

Batman vs. Aliens

Aber das gewaltsame Eindringen in diese Festung endet für alle Beteiligten in einem blutigen Fiasko und so muss auch Commissioner James Gordon wenig später feststellen, dass es so aussieht, als ob hier mit Kettensägen gearbeitet wurde. Aber Batman weiß es besser – verrät aber dem ratlosen Polizeichef nichts. Batman findet im Bunker das Tagebuch eines besessenen Wissenschaftlers, der vor siebzig Jahren Alien-Eier nach Gotham City brachte…

Batman vs. Aliens

Den Abschluss des Bandes bildet ein Comic von 2007, den Mark Schulz nicht zeichnete, sondern textete. Schultz verfasste auch teilweise die Geschichten für die von Gary Gianni gezeichneten Prinz-Eisenherz-Seiten.  In seiner in diesen Band enthaltenen Story erhalten beide Parteien Verstärkung. An der Seite von Batman steht jetzt Superman und als zusätzliche Bedrohung zu den Aliens kommen noch die ebenfalls recht beliebten Predator-Filmmonster hinzu. Die Story ist recht spannend und das Artwork vom Argentinier Ariel Olivetti kommt ebenso knallbunt wie plastisch rüber.

Batman vs. Aliens

Künstlerischer Höhepunkt dieses abwechslungsreich zusammengestellten Monster von einem Buch sind aber zweifelsohne, die wirklich bedrohlichen Alien-Kreaturen von Bernie Wrightson.


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