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Shi # 2: Der Dämonenkönig

Was bei (Comic-) Serien keineswegs üblich ist, hat hier geklappt. Das Niveau des ersten Bandes Am Anfang war die Wut konnte gehalten werden. Dass der belgische Autor Benoît Drousie alias Zidrou (Lydie, Wundervolle Sommer), dem erstaunliche Dinge bei seiner Fortführung des Comic-Klassikers Rick Master gelangen, genau weiß, wo es lang geht, war schon beim Serien-Auftakt zu spüren.

Shi # 2: Der Dämonenkönig

Daher ist es umso erfreulicher, dass auch der spanische Zeichner José Homs (Millennium-Trilogie) keinerlei Ermüdungserscheinungen zeigt und es auch im zweiten Band optisch richtig krachen lässt. Seine oft sehr weiblichen Protagonisten machen zwar zumeist einen recht niedlichen Eindruck, doch um Frauen, die sich mit ihrer Opferrolle abgefunden haben handelt es sich keineswegs.

Shi # 2: Der Dämonenkönig

Vor einem opulent in Szene gesetzen London des vorletzten Jahrhunderts erzählen Zidrou und Homs eine hochdramatische Geschichte, die zugleich auch eine flammende Anklage gegen Unterdrücker und Kriegsgewinnler ist.

Shi # 2: Der Dämonenkönig

Eingestreut sind erzählerische Mosaiksteine, die grünlich koloriert wurden, in unserer Gegenwart spielen und zeigen, dass die Erlebnisse der jungen rebellischen Adeligen Jay und der geheimnisvollen Asiatin Kita noch weitreichende Folgen haben werden.

Shi # 2: Der Dämonenkönig

Der erste Zyklus von Shi ist auf vier Bände angelegt und ich bin sehr gespannt, wie sich diese großartige Serie weiter entwickeln wird.

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Shi

Hier hat sich ein interessantes Team formiert. Der belgische Autor Benoît Drousie alias Zidrou hat in den letzten Jahren viele Traditions-Serien wie Percy Pickwick oder Rick Master fortgeführt, aber auch interessante preisgekrönte Comics wie Lydie geschrieben. Der spanische Zeichner José Homs lieferte beeindruckende Beiträge zu einer Comic-Adaption von Stieg Larsson Millennium-Trilogie.

Shi

Hier überzeugte Homs auch dadurch, dass er sich darum bemühte eine “eigene“ Lisbeth Salander zu erschaffen und nicht (wie dies bei einer US-Adaption von Larssons Romanen der Fall war) aus der schwedischen Darstellerin Noomi Rapace eine Comicfigur zu machen. Die Lisbeth von Homs hat eine gewisse “Niedlichkeit“, was die Identifikation erleichtert, aber seltsamerweise der Geschichte  bei den zahlreichen extremeren Momenten nicht im Wege steht.

Shi

In die selbe Kerbe haut auch Shi, denn die Story von Zidrou geizt nicht mit extremen Momenten und schont die Hauptfiguren nicht. Hierbei handelt es sich um zwei sehr attraktive Frauen, die Homs in plastische Comic-Charaktere verwandelt hat, deren Schicksal dem Leser nicht egal sein dürfte.

Shi

Um die auf zwei Zeitebenen spielende Geschichte in Szene zu setzen findet Homs durch unterschiedliche Kolorierung eine interessante Lösung.

Shi

Zidrou erzählt zunächst von einem in der Gegenwart spielenden brutalen Anschlag auf die Familie des schwerreichen britischen Waffenfabrikanten Barrington. Jemand hat in dessen Garten Hightech-Landminen vergraben, denen Barringtons schwangere Frau und sein Sohn zum Opfer fallen.

Shi

Das Attentat steht im Zusammenhang mit einer Geheimorganisation, die sich 1851 im Zusammenhang mit der Londoner Weltausstellung formierte.

Shi

Das japanische Schriftzeichen Shi steht für Tod und ist auch das Symbol jener “wütenden Mütter“, die sich an der herrschenden Klasse für den Tod ihrer Kinder rächen. Vom Entstehen dieser Organisation, sowie der Freundschaft zweier Frauen von höchst unterschiedlicher Herkunft, erzählt der vielversprechende Auftakt einer (auch in der Fortsetzung) spannend erzählten und großartig in Szene gesetzten Comic-Serie.

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