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Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Die eher ungelenken Zeichnungen waren es gewiss nicht, die die Comic-Serie Scott Pilgrim (die bei uns bei Panini erschienen ist) zum Hit werden ließen. Vielmehr dürfte es die Selbstverständlichkeit sein, mit der Autor und Zeichner Bryan Lee O’Malley die anfangs noch sehr realistische und sensible Schilderung der Lebensumstände einiger Heranwachsender in Toronto urplötzlich ins Spektakuläre umkippen lässt.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Wenn sich der 23-jährige Titelheld und Hobbymusiker, der zuvor ein minderjähriges Schulmädchen datete, auf einmal handfeste Prügelorgien mit den sieben mit Superkräften ausgestatteten Ex-Lovern seiner neuen Flamme Ramona Flowers liefern muss, erinnert dies an jenen Moment in dem From Dusk till Dawn völlig überraschend vom Krimi zum Horrorfilm mutierte. Gerade die seltsame Mischung aus erzählerischer Raffinesse, zeichnerischem Unvermögen, Underground-Comic, Manga, Kung Fu, Garagen-Rockmusik und Videogame-Elementen machten Scott Pilgrim zu etwas ganz besonderem.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Dies beeindruckte auch den britischen Regisseur Edgar Wright (Shaun of the Dead, Hot Fuzz, The World’s End, Baby Driver), der die wilden Action-Elemente des Comics als “überaktive Vorstellungskraft“ eines jungen Mannes interpretiert, der nicht mit Schlafliedern und Märchen sondern mit Videogames groß geworden ist. Wright, dessen wilde und temporeiche Komödien auch durchaus spannend gerieten, erwies sich 2010 als der ideale Regisseur für Scott Pilgrim.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Im Gegensatz zum Comic spickt Wright den Film von Anfang an mit allerlei Merkwürdigkeiten. Er platziert immer wieder lustige erläuternde Texteinblendungen im Bild und wenn es schließlich zu den furios in Szene gesetzten Action-Szenen kommt, dann fügen sich diese harmonisch in das konsequent schräge Gesamtbild ein.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Doch nicht nur visuell und erzählerisch kann der “vor Ort“ in Toronto gedrehte Film überzeugen, auch die Besetzung ist exquisit. Michael Cera (Superbad, Juno) und Mary Elizabeth Winstead (Stirb Langsam 4.0, Birds of Prey) sind ein Traumpaar, Newcomerin Ellen Wong eine süße Versuchung.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

Während Superman Brandon Routh und  Captain America Chris Evans ihre Rollen garantiert nicht grundlos bekamen, mutet es fast schon prophetisch an, dass auch Brie Larson zum Cast gehörte, denn sie trat erst neun Jahre später als Captain Marvel auf.

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The Voices

Mit Persepolis gelang Marjane Satrapi 2000 ein beeindruckender Comic über ihr Heimatland, der als nachfühlbare Schilderung einer Kindheit und Jugend in einer instabilen und bedrohlichen Umwelt funktioniert. Zusammen mit dem auch als Comiczeichner tätigen Vincent Paronnaud alias Winshluss machte Marjane Satrapi 2007 aus Persepolis einen ebenso gelungenen wie erfolgreichen Kinofilm. Während dies komplett als Trickfilm geschah, adaptiere das Team anschließend Satrapis Comic Huhn mit Pflaume als Realfilm mit teilweise gemalten Hintergründen und animierten Einschüben. Der in den Babelsberger Studios entstandene Film geriet ganz schön kitschig. Auch die weiteren Comics von Satrapi verblassten gegen die Strahlkraft ihres Meisterwerks Persepolis.

The Voices

Anschließend probierte Marjane Satrapi etwas völlig Neues. Ebenfalls in Babelsberg und Berlin verfilmte sie mit The Voices ein Drehbuch des TV-Autors Michael R. Perry. Der daraus resultierende Film erzählt die ziemlich abgefahrene Geschichte eines schizophrenen Mannes namens Jerry Hickfang. Dieser spricht mit seinen Haustieren dem gutmütigen Hund Bosco und der intriganten Katze Mr. Whiskers. Dies wäre nicht der Rede wert, wenn sich Jerry nicht  auch noch mit den in seinem Kühlschrank aufbewahrten Köpfen einiger von ihm ermordeter Mitmenschen unterhalten würde.

The Voices

Satrapi als Regisseurin ist nicht der einzige Comic-Bezug bei The Voices.  Auch Gemma Arterton ist durch die beiden äußerst empfehlenswerten Posy Simmonds-Verfilmungen Immer Drama um Tamara und Gemma Bovery im Genre daheim. Während Anna Kendrick in Scott Pilgrim vs. the World mitspielte, floppten beim Hauptdarsteller Ryan Reynolds mit Green Lantern und R.I.P.D. – Rest in Peace Department gleich zwei hoch budgetierte Comic-Verfilmungen bevor er als Deadpool große Erfolge feierte. An dessen schauspielerischen Fähigkeiten lag dies ganz gewiss nicht, wobei Reynolds in The Voices die möglicherweise beste Leistung seiner bisherigen Karriere erbringt und zudem in der Originalfassung die auch noch Jerrys Haustiere spricht sowie im Nachspann singt und tanzt.

The Voices

Wohl noch nie war im Kino ein derart rührender Serial-Killer zu sehen. Satrapi kontrastiert äußerst effektvoll, aber auch einfühlsam, den Unterschied zwischen den Wahrnehmungen von Jerry und von dessen Mitmenschen. The Voices ist trotz einiger blutiger Momente kein Splatter-Movie sondern ein Film mit schrillen Bildern aber auch seltsamen und immer wieder rührenden Momenten. In den USA hat der Film nicht so richtig abgehoben, was auch daran liegen könnte, dass er nur an einem Tag in den Kinos lief. Es ist zu hoffen, dass The Voices bei uns die Aufmerksamkeit bekommt die der Fim verdient, zumal die USA an den ostdeutschen Drehorten perfekt simuliert wurde.

The Voices

Die Blu-ray von Acot Elite enthält neben dem 105-minütigen Hauptfilm, wahlweise mit Audiodeskription für Sehbehinderte, noch Interviews (insgesamt 21:25, wahlweise mit deutschen Untertiteln), 4 Featurettes (insgesamt 7:53, wahlweise mit deutschen Untertiteln), B-Roll (9:48 min, ohne Untertitel), den Originaltrailer (2:06 min) den deutschen Trailer (2:01 min) und vier deutsche Teaser

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