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Asterix der Gallier – Ultimative Edition

Am 29. Oktober 1959 erschien in Frankreich nicht nur die erste Ausgabe von Pilote, sondern innerhalb dieses Comic-Magazins hatte auch Asterix der Gallier seinen ersten Auftritt. Diese vom René Goscinny und Albert Uderzo kreierte Serie wurde zu einem beispiellosen Erfolg und immer wieder neu aufgelegt.

Asterix der Gallier

Die neuste Asterix-Ausgabe trägt den schlichten Titel Die ultimative Edition und dies könnte tatsächlich zutreffen. Wer bisher die auch schon recht voluminöse gebundene Asterix Gesamtausgabe (mit je drei Abenteuern pro Band) in seinem Bücherschrank hatte, wird sich wohl ernsthaft überlegen müssen, ob er den Abenteuern des listigen Galliers nicht noch etwas mehr Platz einräumen sollte, denn die ultimative Edition ist länger, höher und breiter. Die Frage ob sie besser ist, kann angesichts des ersten Bandes nur bejaht werden.

Asterix der Gallier -  Ultimative Edition

Die erste Asterix-Geschichte wurde nochmals sorgfältig neu koloriert, so dass Uderzos Zeichenstil (auch dank des größeren Formats) sehr viel deutlicher rüberkommt. Für das neue Lettering wurde (im Gegensatz zur Druckschrift in der Gesamtausgabe) die gleiche Schriftart wie im französischen Original verwendet. Den Buchrücken der Ultimativen Edition ziert eine Panoramaansicht des gallischen Dorfs und Uderzo hat das Titelbild von Asterix der Gallier noch einmal in seinem aktuellen Zeichenstil neu interpretiert.

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Auch die redaktionellen Seiten können gefallen und zeigen Skizzen und die Cover von internationalen Ausgaben (darunter auch von Rolf Kaukas Lupo Modern). Einzig die fundierten Begleittexte aus der alten Asterix Gesamtausgabe fehlen ein wenig. Doch ansonsten bereitet in dieser wirklich ultimativen Form die Wiederbegegnung mit einem Comic-Klassiker große Freude.

Asterix der Gallier -  Ultimative Edition

Teilweise mit neuen Titelbildern sowie in der neuen Kolorierung und gelettert in der Schrift von Albert Uderzo liegen mittlerweile auch alle 34 Asterix-Bände der Normalausgabe (Softcover: 6,50 Euro, Hardcover: 12 Euro) vor. Laut Ehapa ist der Comic-Klassiker im “Jahre 45 nach der ersten Veröffentlichung in Deutschland“ wo er 115 Millionen mal verkauft wurde jetzt “fit für ein neues Jahrhundert und darf sich auf eine glorreiche Zukunft freuen!“

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Asterix im Kino

Mit Asterix im Land der Götter entstand bereits der dreizehnte Kinofilm mit den schlagfertigen Galliern. Grund genug einmal einen Blick auf die wechselvolle Geschichte der Asterix-Verfilmungen zu werfen.

Asterix der Gallier

Am 14. Oktober 1967 war es endlich auch bei uns soweit: Die in Frankreich bereits irrsinnig erfolgreichen Asterix-Comics debütierten mit achtjähriger Verspätung (wenn einmal von Rolf Kaukas (Fix & Foxi) zwei Jahre zuvor unter dem Titel Siggi und Barbaras erfolgten Verschandelung der Serie abgesehen wird) in MV-Comics. Zu dieser Zeit lief in den französischen Kinos bereits ein erster Asterix-Zeichentrickfilm, der bei uns erst 1971 unter dem Titel des ersten Comics Asterix der Gallier gestartet wurde. Dieser recht schlichte Film war ursprünglich fürs Fernsehen geplant und entstand hinter dem Rücken von Goscinny und Uderzo. Diese waren von der Qualität des Filmes entsetzt und stoppten eine schon fast fertig gestellte Verfilmung des zweiten Asterix-Albums Die goldene Sichel.

Asterix im Kino

Trotz seiner schlichten Machart war der Film in den deutschen Kinos der erfolgreichste ausländische Film des Jahres 1971 und Asterix der Gallier erhielt die Goldene Leinwand für mehr als drei Millionen Zuschauer (der erfolgreichste deutsche Film war im selben Jahr übrigens der erste Teil der dreizehnteiligen Reihe Schulmädchen-Report – Was Eltern nicht für möglich halten). Asterix der Gallier kam 1985 mit einer verbesserten Synchronisation in der Frank Zander die Hauptfigur spricht erneut in die Kinos.

Asterix und Kleopatra

Als zweiter Zeichentrickfilm folgte 1968 eine sehr gelungene Adaption des Albums Asterix und Kleopatra. (Seltsamerweise erschien der Comic Asterix und Kleopatra innerhalb der unchronologisch veröffentlichten deutschen Asterix-Comicreihe auch an zweiter Stelle.) Die kunstvoll ausgeführte Animation dieses Filmes, bei dem Goscinny und Uderzo auch Regie führten, weiß auch heute noch zu gefallen und auch die eingefügten Musical-Szenen im Disney-Stil nerven nicht allzu sehr. In die deutschen Kinos kam der Film bereits 1970, also ein Jahr vor Asterix der Gallier.

Studios Idéfix

1975 gründeten Goscinny und Uderzo gemeinsam mit Georges Dargaud die Studios Idéfix und wollten dort ihrem großen Vorbild Walt Disney nacheifern. Sie starteten ihre Zeichentrick-Produktion mit Asterix erobert Rom. Dieser Film unterscheidet sich nicht nur durch einen sehr viel lockeren Zeichenstil von seinen beiden Vorgängern, sondern vor allem dadurch, dass nicht auf ein bereits existierendes Comicalbum zurückgegriffen wurde. René Goscinny dachte sich eigens für den Film eine neue Geschichte aus.

Asterix im Kino

Die Story handelt von zwölf Aufgaben, die Asterix und Obelix von Julius Cäsar gestellt bekommen. Wenn sie diese, genau wie die großen Helden der Antike lösen, sollen sie die Herrschaft über Rom erhalten. Es versteht sich von selbst, dass es dabei nicht allzu heroisch zugeht, sondern reichlich Alltagssatire einfließt. Die beiden Helden müssen auch schon einmal gegen gnadenlose Bürokraten ankämpfen oder entscheiden welcher Wäschehaufen blütenweißer gewaschen wurde.

Asterix erobert Rom

René Goscinnys Geschichte wurde seinerzeit in Frankreich nicht nur – wie bei uns –  als Bildband, sondern auch als ein von Uderos Bruder Marcel (Mathias erzählt) gezeichnetes Comic-Album adaptiert. Bei uns ist dieser Comic in schwarzweiß als Fortsetzung in den Ausgaben 24 bis 29 der Fachzeitschrift Comixene.

Asterix erobert Rom
Comic zum Film

2017 erschien zum 40. Geburtstag des erfolgreichsten Asterix-Film ein Bildband mit neuen Illustrationen.

Asterix erobert Rom
© 2016 LES ÉDITIONS ALBERT RENÉ

Obwohl Asterix erobert Rom sehr erfolgreich war, entstand in den Studios Idéfix nur noch Lucky Luke – Sein größter Trick und bereits 1978 schlossen die Trickfilmstudios ihre Pforten. Die laufenden Betriebskosten waren einfach zu hoch um das Studio nach Goscinnys plötzlichen Tod noch am Leben zu erhalten.

Asterix Sieg über Cäsar

So sollte es 10 Jahre dauern, bis mit Asterix – Sieg über Cäsar wieder ein gallischer Zeichentrickfilm in die Kinos kam. Der gar nicht einmal so übel animierte Film verknüpft recht geschickt die beiden Alben Asterix als Gladiator und Asterix als Legionär. Dies ist ein wenig schade, denn gerade das Leginärs-Album wäre eine ideale Grundlage für einen tollen abendfüllenden Film.

Asterix im Kino

In dieser Hinsicht überzeugte dann der 1986 entstandene Film Asterix bei den Briten vollauf, denn hier wurde erfolgreich versucht eine der besten Goscinny-Geschichten so optimal wie möglich auf die Leinwand zu bringen.

Asterix im Kino

Doch schon 1989 wurden erneut zwei Comicbände (diesmal Kampf der Häuptlinge und Der Seher) zu einem Film namens Asterix – Operation Hinkelstein verwurstet.  Hierbei handelte es sich, bedingt durch den riesigen Erfolg den die Comics auch bei uns hatten, erstmals um eine deutsch-französisch Koproduktion. Das Drehbuch verfasste gemeinsam mit Yannik Voigt der deutsche Asterix-Verleger Adolf Kabatek, der auch die Comicreihe Abenteuer aus Onkel Dagoberts Schatztruhe getextet hatte.

Asterix in Amerika

Mit Asterix in Amerika kam 1994 eine rein deutsche Produktion in die Kinos. Regisseur Gerhard Hahn und Produzent Jürgen Wohlrabe hätten gut daran getan, sich stärker am zugrunde liegenden Album Die große Überfahrt zu orientieren und nicht andauernd nutzlose Kapriolen einzubauen. Ferner ist es mehr als fraglich ob Ottfried Fischer wirklich die optimale deutsche Stimme für Obelix ist.

Asterix im Kino

Noch krasser wurde es allerdings als der Film 2003 unter dem Titel Asterix in Amerika – Die checken aus die Indianer noch einmal mit den Stimmen von Erkan und Stefan als Asterix und Obelix in die Kinos kam. Wer will kann schon drüber lachen, wenn aus Wildschweinen Döner werden und die Frau von Majestix plötzlich Krassemine heißt. (Die ersten sechs Asterix-Filme bekamen übrigens von Kinowelt bei der DVD-Veröffentlichung zusätzlich jeweils eine sächsische, hessische, bayrische, berlinerische, schwäbische oder kölsche Dialekttonspur spendiert).

Asterix im Kino

Tricktechnisch jedenfalls ist Asterix in Amerika wohl der bis dahin gelungenste Asterix-Zeichentrickfilm. Besonders die Szenen mit der Ozeanüberquerung der Gallier bei sehr rauher computeranimierter See wissen zu überzeugen.

Asterix und Obelix gegen Cäsar

Dann war (erstmal) Schluß mit Zeichentrick und als deutsch-französisch-italienische Coproduktion kam 1999 Asterix & Obelix gegen Caesar in die Kinos. Nachdem Steven Spielberg zuvor erfolgreich aus der Familie Feuerstein einen Realfilm gemacht hatte, wurde dies auch mit den Galliern probiert und mit Gérard Depardieu die Idealbesetzung für die Rolle des Obelix gefunden. Inszeniert wurde der Film vom erfahrenen Komödienspezialisten Claude Zidi, der das Drehbuch gemeinsam mit dem auch als Regisseur erfahrenen Comickünstler Gerard Lauzier verfasste. Leider erzählt auch dieser Film keine der genialen Goscinny-Geschichten komplett nach, sondern ist eher eine Art “Best of“-Sampler. Da gibt es den Seher, die schöne Falbala (Laetitia Casta spielte später auch die Bardot), das Treffen der Druiden im Kanutenwald, eine Fischschlacht, Zirkusspiele und Machtintrigen gegen Cäsar. Also Handlung genug um zu verhindern, das lediglich protzig die durchaus vorhandenen Schauwerte und die guten Spezialeffekte (vom späteren Catwoman-Regisseur Pitof) “vorgeführt werden.

Asterix im Kino

Die meisten Darsteller fügten sich auch sehr gut in das Gesamtgefüge ein. Zwar reißen Christian Clavier (Die Zeitritter) und Depardieu ihre Augen immer ganz weit auf, um auch wirklich wie die Comicvorlagen auszusehen, aber es wirkt und man nimmt ihnen die Rollen ab. Gut gewählt ist auch Louis de Funés alter Chef-Gendarm Michel Galabru als Majestix und Marianne Sägebrecht als seine Frau. Nur Gottfried John als Cäsar nervt etwas. Rein optisch ist er zwar eine gute Wahl. Er sieht sich jedoch gezwungen einen Grimassenwettbewerb mit Roberto Benigni (Das Leben ist schön) anzutreten und ist diesem natürlich hoffnungslos unterlegen. Überhaupt ist Benigni als intriganter Römer Destructivus eine sehr gute Wahl. Goscinny hätte garantiert seine Freude dieser Figur gehabt und ihn vielleicht sogar in ein Comic-Album eingebaut.

Asterix Mission Kleopatra

Bezeichnenderweise wurde nach dem Erfolg von Asterix & Obelix gegen Caesar als zweites Abenteuer für einen Realfilm wieder zu Asterix und Kleopatra gegriffen, dem optisch wohl ansprechendsten Comic der Serie. Ursprünglich war Isabelle Adjani für die Rolle der Kleopatra im Gespräch, doch Monica Bellucci war sicherlich auch keine schlechte Wahl. Von der Besetzung des ersten Filmes waren bei Asterix und Obelix: Mission Kleopatra nur noch Clavier und Depardieu dabei, während der glücklose Architekt Numerobis von James Debbouze, dem einarmigen Darsteller aus Die fabelhafte Welt der Amélie gespielt wurde.

Asterix im Kino

Nachdem der erste Realfilm teilweise auch in den Münchener Bavaria-Studios gedreht wurde (woraus mittlerweile eine kleine Touristenattraktion geworden ist), war Mission Cleopatra eine rein französische Angelegenheit. Insgesamt kann der Film sehr viel stärker überzeugen als sein Vorgänger. Das Comicalbum wird recht werkgetreu und tricktechnisch gelungen umgesetzt. Die Piraten z. B. ähneln erstaunlich exakt ihren gezeichneten Vorbildern. Wenn der Comic-Erzählung im Film neue Gags hinzugefügt wurden, sind diese oft erstaunlich gelungen. Etwas Punktabzug gibt es für den unmotivierten Einbau einiger Musiknummern aus den 70er Jahren. Doch ansonsten bietet Asterix & Obelix: Mission Kleopatra beste Unterhaltung, ohne die zugrunde liegende Comicvorlage allzu sehr zu verwässern.

Asterix und die Wikinger

Da der Film jedoch nur in Frankreich wirklich gut lief entstand 2006 als nächstes wieder ein Zeichentrickfilm. Als Vorlage wurde das Album Asterix und die Normannen gewählt. Dieser neunte Band der Reihe erschien erstmals 1966 und zeigt Goscinny und Uderzo auf der Höhe ihrer Kunst. Der Filmtitel lautet jedoch Asterix und die Wikinger, weil der Begriff “Wikinger“ den Produzenten als international etwas bekannter erschien. Passenderweise entstand der Film großteils in Dänemark. Dort gibt es eine leistungsfähige Trickfilmindustrie wie spätestens die auch international erfolgreichen Filme Hilfe, ich bin ein Fisch und Terkel in Trouble belegen, die beide ebenfalls von Stefan Fjeldmark inszeniert wurden.

Asterix im Kino
Der Film beginnt bei den wilden und furchtlosen Wikingern. Diese und ihr Anführer Maulaf wissen nicht, was es bedeutet, Angst zu verspüren. Angeblich soll dieser Zustand ja Flügel verleihen. Daher starten sie eine Expedition um den “Angst-Champion“ zu finden. In Gallien treffen sie treffen auf Grautvornix. Asterix (zu dem die deutsche Stimme von Christian Tramitz nicht so recht passen will) und Obelix sollen aus diesem verweichlichten Majestix-Neffen einen gallischen Krieger machen. Doch die Wikinger sehen in dem ängstlichen Jüngling ihren Champion.

Asterix im Kino

Asterix und die Wikinger kann sich sehen lassen und ist technisch der bisher gelungenste Asterix-Trickfilm. Die Hauptfiguren glichen auf der Leinwand noch nie so stark ihren Comic-Vorlagen. Inhaltlich wurde die Geschichte etwas gestreckt und ergänzt. So entführen die Nordmänner Grautvornix jetzt in ihr eisiges Heimatdorf, damit er ihnen dort das Fürchten und Fliegen beibringt. Dies ist optisch natürlich reizvoller als wenn – wie im Comic – nahezu die komplette Geschichte in Gallien spielt. Auch das Personal des Comics wurde aufgestockt. Über SMS, die Brieftaube von Grautvornix wollen wir mal besser schweigen. Deutlich besser kommt da schon der intrigante Wikinger-Seher Kryptograf (auch durch die deutsche Stimme von Dieter Hallervorden) und recht allerliebst ist der Neuzugang Abba. Dass Grautvornix sein Herz an diese aufmüpfige rotzöpfige Häuptlingstochter verliert erscheint völlig nachvollziehbar und ist eine hübsche Ergänzung des Albums, das insgesamt angemessen und ansprechend verfilmt wurde.

Alain Delon als Cäsar

Nach dem liebevoll umgesetzten, aber leider nicht allzu erfolgreichen, Zeichentrickfilm folgte ein Jahr später mit Asterix bei den Olympischen Spielen wieder ein Realfilm mit Gérard Depardieu. Asterix hingegen wurde neu besetzt, statt Christian Clavier tritt jetzt Clovis Cornillac an, der bereits im Film Sky Fighters eine Comicfigur verkörperte. Doch das ist nicht allzu wichtig, denn im Zentrum des Geschehens steht ein ganz anderer Gallier. Dieser heißt Romantix und begehrt ganz doll eine griechische Prinzessin namens Irina (Alice-Aushängeschild Vanessa Hessler). Da auch Cäsars machthungriger Ziehsohn Brutus ein Auge auf Irina geworfen hat, soll die Sache bei den Olympischen Spielen ausgetragen werden. Natürlich wird Romantix dabei von Asterix und Obelix unterstützt…

Asterix im Kino

Leider wurde das Comic-Album Asterix bei den Olympischen Spielen nicht nur um diese noch halbwegs passende romantische Rahmenhandlung ergänzt, sondern die vier Drehbuchautoren haben Réne Goscinnys meisterliche Erzählung auch noch mit zahllosem weiteren Gerümpel vollgestopft. So hat der ohnehin schon äußerst zappelig vom Belgier Benoit Poelvoorde (Mann beisst Hund) gespielte Brutus zusätzlich auch noch allerlei nervige Sidekicks, darunter auch Michael “Bully“ Herbig (Der Schuh des Manitu) als stummer Legionär Redkeinstus. Eine gewisse Größe bekommt der Film durch Alain Delon, der recht selbstironisch als Cäsar auftritt und durch den kurz nach den Dreharbeiten verstorbenen Jean-Pierre Cassel (Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten), für den Mircaculix seine letzte Kinorolle war.

Asterix im Kino

Auch in Sachen Ausstattung kann Asterix bei den Olympischen Spielen durchaus punkten und die computeranimierten historischen Großbauten haben Hollywood-Niveau. Außerdem wurde in Südspanien eine 265 Meter lange Rennstrecke errichtet, die für ein durchaus spannend inszeniertes Wagenrennen im Ben-Hur-Stil genutzt wurde. Hierbei fuhr für Germanien übrigens ein aus Kerpen stammender Lenker einen ferrarifarbenen Streitwagen. Wenn zum Schluss dann allerdings noch etliche weitere bekannte Sportler unnötige Gastauftritte absolvieren (ohne dass dabei schon der Abspann läuft) zieht sich der ohnehin schon zweistündige Film wie Kaugummi in die Länge. Insgesamt erscheint es bei all dem betriebenen Aufwand unverständlich, warum so wenig von Goscinnys Geschichte in den Film übernommen wurde. Wirklich komisch ist Asterix bei den Olympischen Spielen eigentlich immer nur dann wenn der Film nahe bei der Comic-Vorlage bleibt.

Catherine Deneuve

Der vierte Auftritt von Gérard Depardieu als Obelix fiel dann in Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät sehr viel weniger peinlich als erwartet aus. Es wurde sich hierbei leider nicht wie im äußerst gelungenen Zeichentrickfilm von 1986 ausschließlich auf das schöne Comicalbum Asterix bei den Briten konzentriert, sondern noch Elemente aus dem zuvor schon als Trickfilm abgefertigten Comic Asterix und die Normannen hinzugefügt.
Nachdem Alain Delon im vorherigen Realfilm als Julius Cäsar für einige wenige Glanzlichter sorgte, wurde auch diesmal wieder eine französische Kinolegende verpflichtet. Historisch alles andere als korrekt spielt Catherine Deneuve die englische Queen des Jahres 50 vor Christi. Doch sie macht dies so souverän, dass man es ihr durchgehen lässt.

Asterix im Kino

Auch der neue Asterix-Darsteller Edouard Baer hat einen lässigen entspannten Charme der seinen beiden Vorgängern Christian Clavier und Clovis Cornillac abging. Etwas schade ist, dass auch die Briten von Franzosen gespielt werden, die in der Originalfassung nicht sehr überzeugend versuchen mit einem englischen Akzent zu sprechen. Wie viel Spaß hätten hier Auftritte von britischen Darstellern wie Simon Pegg oder Hugh Grant machen können.
Die Love Storys die Asterix und Obelix im Kino diesmal ziemlich ausführlich angedichtet werden, scheinen nicht so recht im Sinne der Comic-Vorlage zu sein. An manchen Gags hingegen – wie einem schönen optisches Zitat aus der Verfilmung von Frank Millers Comic 300 oder wenn Julius Cäsar (diesmal nicht Delon sondern Fabrice Luchini) schwer atmend sagt “Asterix, ich bin Dein Vater“ – hätte René Goscinny bestimmt seinen Spaß gehabt.

Asterix im Kino

So wie es aussieht ist mit Asterix & Obelix – Im Auftrag ihrer Majestät die Geschichte der Real-Verfilmungen mit Gérard Depardieu beendet und die Zukunft gehört der Computer-Animation. 2014 entstand auf der Grundlage des 17. Asterix-Album Die Trabantenstadt der Animationsfilm Asterix im Land der Götter und einmal mehr ist der Comic der Verfilmung haushoch überlegen.

Asterix im Land der Götter

Der Film ist dort recht gut, wo er nah bei Goscinnys und Uderzos Geschichte bleibt. Der Auftakt in dem der Imperator Cäsar das gewaltige Bauprojekt, durch das er das kleine gallische Dorf endlich zu einem Teil des römischen Imperiums machen möchte , als Modell vorstellt, funktioniert auch im Kino bestens. Doch immer wenn versucht wird, die clever ausgeklügelte Geschichte um neue Ideen zu ergänzen, geht dies ganz schön in die Hose. Ziemlich viel Raum in der Geschichte wird dem Römer Keinbonus eingeräumt, der mit seiner Frau und dem ach so niedlichen Söhnchen eher widerwillig in die Trabantenstadt zieht. Ganz blödsinnig wird es, wenn sich Obelix gegen Ende des Films in eine Art wütenden King Kong verwandelt.

Asterix im Land der Götter

Die Computeranimation ist auf einem halbwegs soliden Niveau, sieht allerdings eher nach Videogame als nach Pixar aus. Wenn ein Römer oder ein Gallier gerade keinen Text aufzusagen hat, steht er unbeweglich im Hintergrund herum. Während die digitalisierten Versionen von fast allen liebgewonnenen Bewohner des Dörfchens im Kino dabei sind, fehlt leider die attraktive Frau des Greises Methusalix, anscheinend wäre es zu aufwendig geworden dieses auch noch zusammenzupixeln.

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Es ist schon sehr schade, dass auch diesmal das Potential der Comicvorlage nur ansatzweise ausgeschöpft wurde. Dies ist jedoch nicht wirklich verwunderlich, denn Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und auch die ersten Asterix-Comics wie etwa Die goldene Sichel hatten noch nicht die Qualität der späteren Alben. Im Laufe der Jahre haben sich Goscinny und Uderzo sowohl inhaltlich wie auch zeichnerisch gegenseitig auf ein danach im Comicbereich nie wieder erreichtes Niveau hochgeschaukelt. Dabei haben sie auch immer wieder mit den Möglichkeiten des Mediums Comic gespielt und dessen Vokabular um originelle Ideen wie ewa Sprechblasen in Form eines Formulars oder gefüllt mit ägyptischen Hieroglyphen, die zugleich auch Bilderrätel sind.  An den Kinofilmen hingegen arbeiteten immer wieder andere Teams und dadurch war es hier bisher leider nicht möglich hier sich im Laufe der Zeit etwas wirklich einzigartiges zu erarbeiten, das der Comicvorlage gerecht wird.

asterix und das geheimnis des zaubertranks

Auch der aktuelle Film Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks ist wieder computeranimiert. Erstmals seit Asterix erobert Rom von 1976 kommt wieder eine Geschichte ins Kino, die nicht auf einer (oder mehreren) Comic-Vorlagen basiert. Trotz guter Ansätze ist das Resultat eher albern ausgefallen. Mit der in Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks aufgebotenen Tricktechnik wäre es jedoch möglich erstmals eine rundum gelungene Adaption der klassischen Asterix-Comic zu realisieren. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.

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Asterix im Land der Götter

Nach acht Zeichentrick- und vier Realfilmen mit Gérard Depardieu folgt jetzt der erste computeranimierte Asterix-Kinofilm. Vorlage ist diesmal das 17. Album “Die Trabantenstadt“ und einmal mehr ist der Comic der Verfilmung haushoch überlegen.

Asterix im Land der Götter

nDer Film ist dort recht gut, wo er nah bei Goscinnys und Uderzos Geschichte bleibt. Der Auftakt in dem der Imperator Cäsar das gewaltige Bauprojekt, durch das er das kleine gallische Dorf endlich zu einem Teil des römischen Imperiums machen möchte , als Modell vorstellt, funktioniert auch im Kino bestens. Doch immer wenn versucht wird, die clever ausgeklügelte Geschichte um neue Ideen zu ergänzen, geht dies ganz schön in die Hose. Ziemlich viel Raum in der Geschichte wird dem Römer Keinbonus eingeräumt, der mit seiner Frau und dem ach so niedlichen Söhnchen eher widerwillig in die Trabantenstadt zieht. Ganz blödsinnig wird es, wenn sich Obelix gegen Ende des Films in eine Art wütenden King Kong verwandelt.

Asterix im Land der Götter

Die Computeranimation ist auf einem halbwegs soliden Niveau, sieht allerdings eher nach Videogame als nach Pixar aus. Wenn ein Römer oder ein Gallier gerade keinen Text aufzusagen hat, steht er unbeweglich im Hintergrund herum. Während die digitalisierten Versionen von fast allen liebgewonnenen Bewohner des Dörfchens im Kino dabei sind, fehlt leider die attraktive Frau des Greises Methusalix, anscheinend wäre es zu aufwendig geworden dieses auch noch zusammenzupixeln.

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Es ist schon sehr schade, dass auch diesmal das Potential der Comicvorlage nur ansatzweise ausgeschöpft wurde. Dies ist jedoch nicht wirklich verwunderlich, denn Rom wurde nicht an einem Tag erbaut und auch die ersten Asterix-Comics wie etwa “Die goldene Sichel“ hatten noch nicht die Qualität der späteren Alben. Im Laufe der Jahre haben sich Goscinny und Uderzo sowohl inhaltlich wie auch zeichnerisch gegenseitig auf ein danach im Comicbereich nie wieder erreichtes Niveau hochgeschaukelt. Dabei haben sie auch immer wieder mit den Möglichkeiten des Mediums Comic gespielt und dessen Vokabular um originelle Ideen wie ewa Sprechblasen in Form eines Formulars oder gefüllt mit ägyptischen Hieroglyphen, die zugleich auch Bilderrätel sind.  An den Kinofilmen hingegen arbeiteten immer wieder andere Teams und dadurch war es hier bisher leider nicht möglich hier sich im Laufe der Zeit etwas wirklich Einzigartiges zu erarbeiten, das der Comicvorlage gerecht wird.

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Asterix bei den Belgiern – Ultimative Edition

Das 24. Asterix-Album erschien 1979 in Frankreich und auch in Deutschland, hier erstmals direkt als Album, ohne Vorabdruck im mittlerweile eingestellten Heft MV Comics. Der am 5. November 1977 verstorbene René Goscinny konnte die Vollendung seiner letzten Asterix-Geschichte nicht mehr erleben. Auch ansonsten stand die Entstehungsgeschichte von „Asterix bei den Belgiern“ unter keinem guten Stern, denn der um seinen Freund Goscinny trauernde Uderzo wurde vom damaligen Verleger Dargaud per Gerichtsurteil gezwungen, das Album zu vollenden. Das von Uderzo danach im Alleingang realisierte Asterix-Album „Der große Graben“ erschien dann bei der neu gegründeten Les Editions Albert René.

Asterix bei den Belgiern

Dem Comic sind die negativen Begleitumstände jedoch nicht anzumerken. Der Aufhänger der Geschichte ist einmal mehr wieder äußerst originell. Julius Cäsar hat in seinem Buch über den gallischen Krieg die Belgier bzw. das Volk der Bellovaker als besonders tapfer bezeichnet. Im Comic nun lässt Goscinny den römischen Feldherren behaupten, dass „von allen gallischen Stämmen, die Belgier am tapfersten sind“. Das ist natürlich ein prima Vorwand um sich über das von allerlei Eifersüchteleien geprägte Verhältnis zwischen Franzosen und Belgiern lustig zu machen.

Asterix, Obelix und ihr Häuptling Majestix, der beweisen möchte, dass „er der mächtigste Gallierstamm ist“, brechen nach Belgien auf und fordern die dortigen Stämme zu einem Wettstreit heraus. Wer am meisten Römerlager zerstört hat gewonnen und Cäsar soll als Schiedsrichter fungieren. Dies artet natürlich in haufenweise Prügeleien aus, doch die Geschichte funktioniert nicht nur im Groben. Es gibt allerlei Spötteleien über die belgische Küche, sowie über die Konflikte zwischen Flamen und Wallonen. Ein Gedicht von Vicor Hugo über die Schlacht von Waterloo wird zitiert und ein Gemälde von Pieter Brueghel dem Älteren auf einer ganzen Seite nachgestellt. Die vielen Anspielungen erschließen sich dem deutschen Leser nur bedingt, doch die Übersetzerin Gudrun Penndorf macht auch hier wieder einen wahnsinnig guten Job.

Mit „Asterix bei den Belgiern“ liegen jetzt endlich alle wichtigen klassischen Asterix-Alben in der optimalen Form der großformatigen „Ultimativen Edition“ vor und das durchgehende Buchrückenmotiv mit dem gallischen Dorf ist komplett. Wenn es noch etwas dauert bis als „Ultimativen Edition“ auch noch „Das goldene Buch“ und „Gallien in Gefahr“ folgen, läßt sich dies gut verkraften.

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Asterix: Die Trabantenstadt – Sonderausgabe

Das 17. Asterix-Album beginnt ganz besonders erinnerungswürdig. Dem kleinen gallischen Dorf droht diesmal kein Angriff von römischen Legionen, sondern die Verstädterung. Zwar ist das eingangs gezeigte Bild auf dem das Dörfchen von römischen Monumentalbauten umgeben ist, (zunächst) noch ein Modell, doch Gaius Julius Cäsar setzt alles daran um diesen Zustand Wirklichkeit werden zu lassen.

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Da er die unbeugsamen Gallier militärisch nicht besiegen konnte, versucht er es diesmal architektonisch und schickt seinen jungen Baumeister Quadratus. Dieser versucht zunächst den Wald in der Nähe des kleinen Dörfchens durch Sklaven roden zu lassen. Doch wie durch Zauberkraft – bzw. tatsächlich durch die Zauberkraft des Druiden Miraculix – wachsen die Bäume zur Freude des Hündchens Idefix sofort wieder nach.

Die Geschichte entwickelt sich sehr spannend und äußerst komisch weiter. Wie in vielleicht keinem anderen Album gelang es René Goscinny in “Die Trabantenstadt“ völlig selbstverständlich Probleme der Moderne leicht überzeichnet ins Altertum verlagern. Die Sklaven und später auch die Legionäre beginnen zu streiken und fordern humanere Arbeitsbedingungen. Die zunächst den direkt neben ihrem Dorf angesiedelten Römern gegenüber skeptischen Gallier lassen sofort alle Bedenken fallen, nachdem sie durch diese gut verdienen können. Eine von Albert Uderzo grandios als Prospekt ausgemalte Doppelseite macht sich pointiert über moderne Werbekampagnen lustig.

Anlässlich des Filmstarts des computeranimierten Films “Asterix im Land der Götter” erscheint die Vorlage “Asterix – Die Trabantenstadt” als Sonderausgabe. Diese schmückt ein schickes, neues Cover und sie enthält als zusätzlichen Bonus 16 redaktionelle Seiten mit ausführlichen Hintergrundinformationen zur Entstehungsgeschichte des Albums.

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Asterix: Die große Überfahrt – Ultimative Edition

Mit Die große Überfahrt traten Asterix und Obelix im Jahre 1977 n. Chr. ihre vielleicht spektakulärste Reise an. Schuld daran war der Fischhändler Verleihnix, der seine verderbliche Ware lieber aus dem fernen Lutetia kommen lässt, anstatt im nahen Meere zu fischen. Doch ein “einigermaßen frisches Stück Fisch“ ist eine unverzichtbare Zutat des Zaubertrankes und daher stechen unsere beiden Gallier in See.

ASTERIX: DIE GROSSE ÜBERFAHRT - UTIMATIVE EDITION

Dass Obelix auf Befehl von Asterix mitten im stärksten Sturm ordnungsgemäß das Netz auswirft ohne es jedoch zuvor am Boot zu vertäuen ist, noch das geringste Problem bei dieser Reise. Nach einer stürmischen Seefahrt bei der sie natürlich auf die Piraten treffen und eine merkwürdige nächtliche Begegnung haben (auf zwei Seiten dieses Comics ist wegen Nacht und Nebel gar nicht zu erkennen), landen sie auf einer seltsamen Insel. Hier treffen sie auf Truthähne, einen Bären und Eingeborene mit Federschmuck, die Obelix für getarnte Römer hält…

ASTERIX: DIE GROSSE ÜBERFAHRT - UTIMATIVE EDITION
Die große Überfahrt ist zwar erschreckend schnell durchgelesen, da viele Sequenzen ohne große Worte auskommen, doch optisch ganz gewiß eins der schönsten Alben der Reihe. Goscinny und Uderzo versuchen so viele US-amerikanische Nationalsymbole wie möglich in ihrer Geschichte unterzubringen. So stellt sich Asterix als menschlicher Leuchtturm in der selben Pose (und möglicherweise sogar an der selben Stelle) wie später die Freiheitsstatue auf. Ein zu Boden gehender Indianer sieht weiße Sterne auf blauen Grund genau wie auf der US-Flagge und nachdem die Gallier die Neue Welt verlassen haben, werden sie durch einen wunderschönen Marterpfahl verewigt.

Asterix: Gallien in Gefahr

In der Ultimativen Edition kommt die Pracht von Uderzos Bildern erst richtig zur Geltung und langsam aber sicher liegen zum Glück alle Bände der Reihe in dieser optimalen Form vor.

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Obelix GmbH & Co. KG – Ultimative Edition

Fast möchte man meinen René Goscinny wurde zu diesem Asterix-Album von Heinrich Bölls Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral inspiriert, genau wie Émile Bravo zu seinem Comic-Bilderbuch Der kluge Fischer. Böll erzählt in seiner Kurzgeschichte von einem Touristen, der einem Fischer, der in seinem Boot vor sich hindöst, eine Lektion in Sachen Geschäftstüchtigkeit erteilen möchte. Doch dem Fischer leuchtet nicht ein, warum er eine große Fischerei-Firma gründen soll, obwohl er ist ja bereits genau dort wo er sein möchte und frei über seine Arbeitszeit verfügen kann.

OBELIX GMBH & CO. KG - UTIMATIVE EDITION

Im 23. Asterix-Album, das 1976 in Frankreich erschien (und erst zwei Jahre danach bei uns), schmieden die Römer einen besonders perfiden Plan um das militärisch nicht zu bezwingende kleine gallische Dörfchen doch noch zu unterjochen. Ein junger Römer namens Technokratus greift mit den Gesetzten der angeblich freien Marktwirtschaft an. Ausgestattet mit unbegrenzten finanziellen Mitteln kauft er Obelix zu ständig steigende Preisen seine Hinkelsteine ab. Daraufhin beginnt fast das ganze Dorf mit der Produktion von Hinkelsteinen und durch den plötzlichen Reichtum breitet sich frühgallische Dekadenz aus…

Obelix GmbH & Co. KG - Ultimative Edition

Erstmals schafft es Obelix in diesem Album zum Titelhelden zu werden und er ist die zentrale Figur dieser köstlichen Parodie auf kapitalistische Mechanismen. Bis heute weiß kein Mensch wozu Hinkelsteine eigentlich gut waren, doch durch eine ausgeklügelte Werbekampagne von Technokratus möchte für eine kurze Weile jeder Römer mindestens einen besitzen, bevor schließlich die Preise purzeln, es beim Kauf eines Sklaven zwei Hinkelsteine gratis gibt und der nächste Quatsch auf den Markt kommt.

OBELIX GMBH & CO. KG - UTIMATIVE EDITION

Auch in dieser Ausgabe der Ultimativen Edition kommt die Pracht von Uderzos Bildern besonders gut zur Geltung und jetzt liegen zum Glück nahezu alle Asterix-Bände der Reihe in dieser optimalen Form vor.

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Umpah-Pah Gesamtausgabe

Acht Jahre bevor sie ihre Erfolgserie Asterix starteten, erzählten René Goscinny und Albert Uderzo von einem anderen unbeugsamen Helden. Oompah Pah – The Indian erlebte seine ersten Abenteuer in Strip-Form. Die Geschichte spielte in den damaligen Vereinigten Staaten und sollte auch dort erscheinen.

UMPAH-PAH GESAMTAUSGABE

Goscinny gelang es durch seine guten Comic-Kontakte zur New Yorker MAD-Redaktion die englisch übersetzten Texte vom Letterer von Milton Caniff (Terry and the Pirates) in Uderzos Zeichnungen platzieren zu lassen (Diese Version ist auch in diesem Sammelband enthalten). Doch leider wollte niemand die Serie veröffentlichen. Erst als Goscinny und Uderzo die weiteren Abenteuer von Oumpah-Pah le Peau-Rouge oder Umpah-Pah (wie er in Deutschland genannt wurde) ins späte 18. Jahrhundert verlegten und der muskelbepackten Rothaut den dürren und tollpatschigen Hubert de la Pâte Feuilletée (auf deutsch: Hubert von Täne oder auch Hubert von Kremfresch) zur Seite stellten, kamen schließlich ab 1958 fünf albenlange Geschichten im Comicmagazin Tintin zum Abdruck.

UMPAH-PAH GESAMTAUSGABE
Doch nachdem Asterix zu einem gewaltigen Erfolg wurde, verloren Goscinny und Uderzo das Interesse an der zwar mit einem ähnlichen Humor gesegneten aber längst nicht so populären Serie. Bei uns erschien Umpah-Pah zunächst in Zack, danach als Umpah-Pah und Doppelskalp in Rolf Kaukas Lupo und seine Freunde, dann bei Comicplus+ und schließlich bei Ehapa, der verlegerischen Heimat von Asterix. Dort gab es zunächst eine Gesamtausgabe in drei Bänden. Hierfür schuf Uderzo neue Titelbilder. Diese und auch die ursprünglichen Cover fehlen jetzt leider in dieser Gesamtausgabe, die in einer zweiten noch um einige Seiten mit interessanten Hintergrundinformationen ergänzten Auflage vorliegt.

UMPAH-PAH GESAMTAUSGABE

Wer Umpah-Pah in den Siebziger oder Achtziger Jahren gelesen hat, wird mit der neueren Übersetzung, die erstmals bei der Gesamtausgabe von Comicplus+ zum Einsatz kam, etwas fremdeln, doch ansonsten ist diese Edition äußerst gelungen.

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ASTERIX: DAS GESCHENK CÄSARS – ULTIMATIVE EDITION

Die 1974 zuerst in der französischen Zeitung Le Monde als Fortsetzung vorabgedruckte 21. Asterix-Geschichte spielt fast ausschließlich in der näheren Umgebung des kleinen Dörfchens. Dieses hat Cäsar dem nicht sonderlich diensteifrigen Legionär Keinentschluss zu seiner Pensionierung “geschenkt“, doch dieser besäuft sich gleich nach der Entlassung aus der römischen Legion und bezahlt die Zeche mit dem gallischen Dorf.

Asterix Das Geschenk Cäsars

Der Gastwirt Orthopädix bricht daher mit Gattin Gelatine und Tochter Zechine nach Gallien auf, um sein Besitztum zu übernehmen. Doch bei den Bewohnern des Dorfes erntet er nur Gelächter als er mit seiner in Stein gemeißelten und von Cäsar unterschriebenen Besitzurkunde herumfuchtelt. Häuptling Majestix meint nur: “Man kann gar nicht verschenken, was einem nicht gehört! Julius Cäsar ist im Besitz ganz Galliens mit Ausnahme dieses Dorfes!“.

Dennoch bietet Majestix dem Gastronomen an sich niederzulassen, da es im Dorf noch keine Taverne gibt. Das Haus, das Orthopädix mit seiner Familie bezieht, liegt neben der Hütte des Fischhändlers Verleihnix und daher riecht es dort etwas streng. Dies aber auch das arrogante Verhalten der Häuptlingsgattin Gutemine bewirkt bei Gelatine, dass sie ihren Gatten Orthopädix bedrängt doch Häuptling anstelle des Häuptlings zu werden. Bei dem daraus resultierenden Wahlkampf-Getümmel wird fast übersehen, dass die Römer sich mit neuen Kriegsgeräten zum Angriff auf das Dorf rüsten…

Rene Goscinny schickt unsere Gallier hier nicht auf eine Reise sondern erzählt die an allen Ecken humorvoll menschelnde Geschichte eines gut nachvollziehbaren Konfliktes, der gegen Ende (nicht völlig unerwartet) in eine turbulente Prügelei und ein großes Festbankett unter freiem Himmel mündet. Uderzos detailreich ausgeführten Bilder kommen in der großformatigen prachtvoll neu kolorierten Ultimativen Edition bestens zur Geltung. Diese nun fast komplett vorliegende Asterix-Gesamtausgabe ist ideal zur Erst- oder Wiederbegegnung mit dem Comic-Klassiker.

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