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Avengers vs. X-Men

Innerhalb des Marvel-Universums existieren zwei unterschiedliche Gruppen von kostümierten mehr oder minder hochbegabten Charakteren…

Avengers vs. X-Men
Softcoverausgabe

Zum einen wären da die diversen Superhelden, die oftmals eine Geheimidentität haben, zumeist einzeln wie SPIDER-MAN oder DAREDEVIL agieren, sich gerne aber auch in Teams wie den FANTASTIC FOUR oder AVENGERS zusammenfinden. Eine Klasse für sich sind die Mutanten, die entweder in Professors Xaviers Schule für Hochbegabte Pläne für eine gemeinsame Zukunft mit der Menschheit schmieden oder unter der Leitung des durchaus tragischen Antihelden MAGNETO die Herrschaft über unseren Planeten für sich beanspruchen.

Die Frage welcher Superheld am stärksten ist, hat die Fanboys schon immer brennend interessiert und die Verlage Marvel oder DC immer wieder dazu angespornt Ideen zu entwickeln, um ihre beliebtesten Figuren nicht mit Superschurken sondern gegeneinander kämpfen zu lassen. Der Klassiker dürfte die erste Begegnung zwischen SUPERMAN und SPIDER-MAN gewesen sein, die 1976 unentschieden endete. Als es 20 Jahre später zu einer Konfrontation zwischen Marvel und DC kam, durften die Fans den Ausgang von einigen der Kämpfe per Abstimmung selbst entscheiden. Daher konnten seinerzeit die Marvel-Helden mehr Siege für sich verbuchen, was auch daran liegt, dass DC abgesehen von SUPERMAN und BATMAN nicht allzu viel wirklich populäre Figuren in seinem Ensemble hat. Marvel hingegen kann ohne Probleme ein gewaltiges Epos wie komplett mit eigenen Superhelden in Szene setzen, wie der vorliegende Band belegt.

AVENGERS vs. X-MEN war bei Marvel 2012 das große Mega-Event, das simultan in etlichen Heft-Serien stattfand. Dem Team aus Star-Textern und -Zeichnern wie Brian M. Bendis, Ed Brubaker, John Romita Jr., Olivier Coipel oder Adam Kubert gelang das Kunststück eine Story zu erzählen, die mehr als nur ein Vorwand für diverse Zweikämpfe war.

Avengers vs. X-Men
Hardcoverausgabe

Hauptmotiv der Geschichte ist jene allmächtige Phoenix-Kraft, der einst die Mutantin Jean Grey zum Opfer fiel (siehe auch den dritten X-Men-Kinofilm). Diese hat bereits andere Planetensysteme zerstört und bewegt sich auf die Erde zu. Die junge Mutantin Hope Summers droht der neue Phoenix-Wirt zu werden, was sie für etliche Mutanten als neuer Messias erscheinen lässt, den meisten Avengers hingegen große Angst macht, während sich wiederum andere wie etwa der nur bedingt team-fähige WOLVERINE nicht von einer der beiden Seiten vereinnahmen lassen wollen. Die Konfrontation beginnt mit einer Schlägerei zwischen dem X-Man CYCLOPS und CAPTAIN AMERICA, ufert dann aber immer weiter aus…

Speziell die ersten fünf von John Romita Jr. gezeichneten und von Brian Michael Bendis getexteten AVENGERS vs. X-MEN sind mitreißend erzähltes ganz großes Superhelden-Kino. In den restlichen sieben ebenfalls in diesem über 400-seitigen Sammelband enthaltenen US-Hefte hingegen werden die Geschichte – aber auch die mit Unmengen von Superhelden bevölkerten Wimmelbilder – immer unübersichtlicher.

Dennoch ist es sehr erfreulich, dass dieses Stück Marvel-History komplett in einem mit reichlich Bonusmaterial wie Variantcover und Statements der Zeichner versehenen fetten Sampler erschienen ist.


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Jessica Jones

Am 20. November 2015 stellte Netflix mit “Jessica Jones“ nach Daredevil seine zweite Marvel-Serie online. Diese besteht aus 13 Episoden, die eine durchgehende, unerhört spannende Geschichte erzählen. Im Zentrum steht eine Privatdetektivin, die zwar über Superkräfte verfügt, diese jedoch eher spärlich einsetzt.

Jessica Jones - Alias

Krysten Ritter (Breaking Bad) überzeugt als ebenso taffe wie verletzliche Jessica Jones,  die einen scheinbar übermächtigen Gegner zu bekämpfen hat. Kilgrave wird angemessen diabolisch vom zehnten Doctor Who David Tennant gespielt und kann jeden Menschen zu einer willenlosen Marionette machen. Einst hatte er auch Jessica in seiner Gewalt, und diese ist davon immer noch traumatisiert.

Jessica Jones - Alias

Jessica Jones ist fest im Marvel Cinematic Universe verwurzelt, es wird Bezug genommen auf die Avengers-Kinofilme und die Daredevil-Serie. Es sind jedoch weniger die gelungenen Spezialeffekte oder die rasanten Action-Szenen, die faszinieren, sondern richtig spannend wird Jessica Jones dadurch, dass sich das Beziehungsgeflecht der Hauptfiguren ständig verändert. Eine wichtige Rolle spielt zudem noch Luke Cage (Mike Colter), der auf Netflix ebenfalls eine eigene Serie bekommt.

Jessica Jones

Ein Jahr nach dem Start auf Netflix erscheint Jessica Jones auf DVD und Blu-ray. Die erste Staffel steckt zwar in einem hübschen Schuber (wobei der FSK16-Vermerk nicht zu entfernen ist), doch auf Bonusmaterial wurde leider komplett verzichtet.

Jessica Jones - Alias

Der Erfolg der durchgehend positiv rezensierten Serie kommt nicht von ungefähr. Bereits 2001, schon lange vor der TV-Serie, führte der Autor Brian Michael Bendis (“Powers“) Jessica Jones ins Marvel-Universum ein. In der 28-teiligen Serie “Alias“ ließ er sie  erstmals auftreten.

Jessica Jones - Alias

Jessica war zuvor bereits als Superheldin Jewel im Umfeld der Avengers tätig. Dies tat sie allerdings so unauffällig, dass sie vor 2001 in keinem einzigen Marvel-Comicheft zu sehen war. Jessica wurde der Superhelden-Tätigkeit jedoch schnell müde und versuchte sich in New York als Privatdetektivin durchzuschlagen.

Jessica Jones - Alias

In den Geschichten, die Bendis mit Jessica Jones erzählt, tauchen zwar Superhelden wie Captain America, Daredevil oder Ant Man auf. Doch Actionsequenzen sind Mangelware, denn in erster Linie geht es um das Schicksal ganz normaler Menschen. Da die Serie in Marvels Label MAX für reifere Leser erschienen ist, gab es in den Comics kaum Tabus.

Jessica Jones - Alias

Sehr gelungen ist etwa die in den Alias-Heften 11 bis 14 erzählte Geschichte eines plötzlich verschwundenen Kleinstadt-Mädchens. Bei ihren Ermittlungen findet Jessica heraus, dass die hochtalentierte Rebecca für eine Mutantin gehalten wurde und daher von ihren Mitschülern ausgestoßen wurde. Mit Unterstützung des nüchternen Artworks von Michael Gayos beschwört Bendis eine anfangs idyllische Welt unter deren Oberfläche Abgründe von religiösen Wahnsinn und Intoleranz lauern.

Jessica Jones - Alias

Die Bilder von Michael Gayos mögen auf ihre grobe Art etwas gewöhnungsbedürftig sein, doch sie gewinnen durch das originelle oft über zwei Seiten gehende Layout und eignen sich bestens um zähflüssige Verhöre oder unangenehme Gespräche in Szene zu setzen. Wer es gerne etwas dekorativer mag, dem hat die Serie mit ihren kunstvollen Covern von David Mack, sowie einigen ganzseitigen Illustrationen vom Maler-Meistern Bill Sienkiewicz, ebenfalls einiges zu bieten.

Jessica Jones - Alias

Panini veröffentlicht den ersten Run von “Jessica Jones“ in zwei fetten Tradepaperbacks, inklusive der Cover und einigen zusätzlichen Illustrationen von Gayos. Wer die Netflix-Serie mochte, sollte hier unbedingt zuschlagen!

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Superhelden Lexika

Die Firma Disney hat mit Ant-Man die aus sechs Filmen bestehende Phase 2 des Marvel Cinematic Universe mit einem Gesamteinspielergebnis von über 5 Milliarden Dollar sehr erfolgreich abgeschlossen. Für Phase 3 hat Disney bereits 10 Filme fest terminiert. Warner möchte natürlich nicht hintenan stehen und hat daher das DC Extended Universe ins Leben gerufen. Aufbauend auf dem halbwegs erfolgreichen letzten Superman-Film Man of Steel, folgt ebenfalls unter der Regie von Zack Snyder Batman v Superman: Dawn of Justice und bis 2020 sollen mindestens  zehn Kinofilme mit DC-Heroen in die Kinos kommen.

0000Um da noch durchzublicken braucht es schon ein Lexikon bzw. ein Lexikon für Marvel und eins für DC. Letzteres hat der Fischer Verlag unter dem Titel “Lexikon der Superhelden und Schurken“ in seiner Reihe “Nur für Jungs“ herausgebracht. Das Buch stellt – alphabetisch geordnet von Abin Sur (jene Green Lantern, die ihren Ring an Hal Jordan übergab) bis hin zu Wonder Woman – achtzig der wichtigsten Charaktere aus dem DC Universum vor. Neben Größe, Gewicht, Haar- und Augenfarbe ist noch jeweils zu erfahren, wie der richtige Name lautet, wo sich der Arbeitsplatz befindet und welcher Beruf (Schurke, Zauberer, Butler, Verbrechensbekämpfer oder magischer Kobold) ausgeübt wird.

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Weitere Backgroundinformationen, etwa wann und in welchem Comicheft der erste Auftritt erfolgte, sind in diesem sich an ein jüngeres Publikum richtenden Buch nicht zu finden. Doch das Layout und die im Stil der Batman Animated TV-Serien gehaltene Auswahl der Abbildungen sind stylisch und dürften auch reiferen Superhelden-Fans Freude bereiten.

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Der für seine opulenten Bildbände bekannte britische Verlag Dorling Kindersley („Star Trek – Die visuelle Enzyklopädie„) hat sich in einem ähnlich aufgebauten Buch des Marvel Universums angenommen. Doch obwohl über 225 Helden und Schurken enthalten sind, beschäftigt sich das Buch nur mit einem Teilbereich der Marvel-Comics (und -Filme), so sind weder der Silver Surfer noch die Fantastic Four vertreten. Wie der Titel “Marvel Avengers Lexikon der Superhelden“ bereits andeutet, geht es um jene Comicfiguren, die Mitglied der Rächer waren oder gegen diese gekämpft haben. Größe, Gewicht, Haar- und Augenfarbe, Beruf sowie der Klarname der Helden oder Schurken sind auch in diesem Buch zu erfahren. Zusätzlich gibt es noch Angaben über Freunde und Feinde sowie zu den Superkräften in den Bereichen Energielevel, Stärke, Ausdauer, Kampfkunst, Intelligenz und Tempo.

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Auch hier fehlen Comic-Background-Infos und die Auswahl der Abbildungen ist weniger harmonisch als im “DC-Lexikon der Superhelden und Schurken“. Doch die gut ausgewählten Zeichnungen dokumentieren sehr schön wie sich Aussehen und Outfit der Figuren im Laufe der Zeit verändert hat, was den Gebrauchswert des Buchs steigert.

Superhelden Lexika

Mittlerweile hat Dorling Kindersley übrigens auch ein Lexikon zu den DC-Superhelden veröffentlicht.

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Avengers – Age of Ultron

Nach vier mit dem Marvel Cinematic Universe verknüpften Kinofilmen folgt der zweite große Leinwand-Auftritt der Avengers. Dieser ist der Höhepunkt von Marvels “Phase 2“ und wieder ist es Buffy-Schöpfer Joss Whedon, dem es obliegt einen großen Superhelden-Ensemble-Film mit Schauspielern und Charakteren zu drehen, die fast alle bereits bewiesen haben, dass sie auch im Alleingang einen Blockbuster stemmen können.

Avengers – Age of Ultron
Dies sollte im Kino bedacht werden, wenn der eine oder andere Zuschauer die ungebremste Downey- Jr.-Star-Power aus Iron Man 3, den unbeschwerten Fantasy-Humor aus Thor – The Dark Kingdom, die gesellschaftskritischen Ansätze aus The Return of the First Avenger und den Outsider-Charme aus Guardians of the Galaxis vermisst. Avengers – Age of Ultron ist sehr viel mehr eine Bestandsaufnahme und Neuausrichtung als ein gradlinig erzählter Superhelden-Actionfilm. Die Rächer sammeln sich in Anbetracht einer gewaltigen neuen scheinbar unüberwindbaren Bedrohung zum gemeinsamen Wundenlecken. Dies geschieht in der Mitte des Films – genau wie schon in Iron Man 3 – etwas arg plakativ  im ländlichen US-Heartland. Zum Ausgleich operiert das Marvel-Heldenteam diesmal jedoch nicht hauptsächlich im Großraum New York (sowie kurz in Stuttgart), sondern rettet weltweit die weite Welt.

Avengers – Age of Ultron

Im Gegensatz zum ersten Avengers Film findet die Action diesmal nicht hauptsächlich im großen, aber auch auf Dauer etwas ermüdenden Finale statt, sondern ist sehr viel besser über den ganzen Film verteilt. Dank seiner beträchtlichen TV- und Kino-Erfahrung mixt Joss Whedon sehr routiniert lustige, tragische, rührende sowie einige wirklich unvergessliche Momente zu einem bekömmlichen Marvel-Cocktail. Er fährt dabei die den ersten Film alles überstrahlende Star-Power von Robert Downey Jr. etwas zurück. Am Ende des Filmes erscheinen – genau wie im Comic – Avengers-Geschichten ohne die (irgendwann unbezahlbaren Darsteller der) ganz großen Marvel-Helden nicht nur denkbar, sondern als innovativer Ansatz fast schon wünschenswert.

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Marvel´s The Avengers

Nachdem die Marvel-Comicfiguren Iron Man, Thor und Captain America sowie die Charaktere Nick Fury, Hawkeye, Black Widow sowie vor allem der charismatisch von Clark Gregg verkörperte Agent Coulson dem Publikum in einigen mehr oder weniger gelungenen Filmen vorgestellt wurden, kommt es zum großen Mega-Crosover.

Marvel´s The Avengers

Mit von der Partie ist auch noch der grüne Koloss “Hulk“, der zuvor in zwei nur bedingt überzeugenden Filmen von Eric Bana und Edward Norton verkörpert wurde. In “The Avengers“ kommt jetzt der sympathische Mark Ruffalo als Bruce Banner alias Hulk zum Zuge und fügt sich sehr viel besser als das muskelbepackte schauspielerische Leichtgewicht Chris Hemsworth als Thor ins Ensemble ein.

Marvel´s The Avengers

Mit derart vielen Helden-Charakteren auch noch eine halbwegs spannende in sich abgeschlossene Geschichte zu erzählen ist kein leichtes Unterfangen. Wer dies bedenkt, muss zugeben, dass “Buffy“-Mastermind und Comic-Autor Joss Whedon als Regisseur und Drehbuchautor einen verdammt guten Job gemacht hat. In der ersten Hälfte des Filmes räumt er allen Helden ihre mehr oder weniger beeindruckenden ersten Auftritte ein.

Marvel´s The Avengers

Zentrale Figur ist zweifelsohne Robert Downey Jr. als Iron Man, dem auch noch Gwyneth Paltrow, seine kongeniale Partnerin aus den beiden Kinofilmen, in einigen kurzen aber wichtigen Szenen assistiert (während Natalie Portman, die weibliche Hauptdarstellerund aus “Thor“, nicht mit von der Partie ist). Die höchst unterschiedlichen Lebensauffassungen des moralisch sehr elastischen Tony Stark alias Iron Man und des gradlinigen Soldaten Steve Rogers alias Captain America nutzt Whedon zu einigen amüsanten Wortgefechten.

Marvel´s The Avengers

Während es in “The Avengers“ von Helden naturgemäß nur so wimmelt, sieht es auf der Schurkenseite eher mau aus. Der unscheinbare Tom Middleston ist wie schon im “Thor“-Kinofilm wieder als Loki dabei und hat sich mit einer Horde Außerirdischer verbündet, die er zum großen Finale in New York auf die Menschheit loslässt, nachdem er zuvor im Alleingang vergeblich versuchte die Wutbürger in Stuttgart zu unterjochen. Der Kampf gegen Loki und die Aliens ist zwar angemessen spektakulär in Szene gesetzt, doch spannender ist “The Avengers“ wenn Whedon die mit nicht unbeträchtlichen Egos ausgestatteten Superhelden aufeinander loslässt.

Marvel´s The Avengers

Ähnlich wie so manches sich über etliche Comichefte hinziehende Superhelden-Crossover überzeugt der Film weniger als großes ja fast schon übergroßes Ganzes, sondern durch seine zahlreichen unvergesslichen Momente, wie den sich aus dem Wasser in Luft erhebenden S.H.I.E.L.D.-Helicarrier oder wenn die an einen Stuhl gefesselte Scarlett Johansson sich in einer virtuos in Szene gesetzten Kampfszene im besten James-Bond-Stil spektakulär befreit.

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Marvel Origins – Die Sechziger Jahre

Als treuer Abonnent der “Offiziellen Marvel-Comic-Sammlung“ kam ich mir schon ein kleines bisschen veralbert vor, als abstelle des vorvorletzten Bandes von Hachettes Buchreihe ein Hardcoverband mit der Rückennummer “Classic 1“ ins Haus geliefert wurde.

Marvel Origins

Gestartet wurde die Reihe als ein angeblich 60-bändiger Querschnitt durch Marvels Superhelden-Universum. Ein Anreiz für den Sammler war das durchgehende sehr plastisch kolorierte Buchrücken-Bild des italienischen Comic-Künstlers Gabriele Dell´Otto, auf dem Marvel-Heroen wie Hulk, Spider-Man oder Wolverine zu sehen sind.

Buchruecken

Jetzt wird nicht nur die Reihe, sondern auch Dell´Ottos Gemälde in beide Richtungen fortgeführt. Auf der rechten Seite der Edition muss (bzw. müßte) im Bücherregal Platz geschaffen werden, für 20 Bücher mit neueren Marvel-Titeln wie die gerade zu Kino-Ehren kommende Geschichte “Avengers – Die Geburt von Ultron“ sowie der Buchrücken-Abbildung des Silver Surfers. Auf der linken Seite kommt es mit 40 Marvel Classic Bänden und Gabriele Dell´Otto The Thing sogar noch dicker, genau genommen doppelt so dick! Jeder Abonnent muss selbst entscheiden, ob er sich weitere knapp 3 Jahre monatlich mit 2 Bänden der “Offiziellen Marvel-Comic-Sammlung“ beglücken bzw. beliefern lassen möchte.

Fantastic Four 1

Unabhängig davon dürfte der Band “Classic #1 “ historisch interessierten Freunden der Marvel Comics viel Freude bereiten. Denn „Marvel Origins – Die Sechziger Jahre“ enthält mit Titelbildern, kompletten Heften und Auszügen aus Marvel-Serien, die ersten Auftritte von einigen noch heute sehr aktiven Superhelden. Chronologisch angeordnet handelt es sich dabei um “Fantastic Four # 1” (November 1961, Beginn des modernen Marvel-Zeitalters), “Tales to Astonish # 27“ (Januar 1962, erster Auftritt von Ant-Man), “The Incredible Hulk # 1“ (Juni 1962, der grüne Gigant war zuerst grau, die Serie wurde nach sechs Ausgaben erst einmal eingestellt), “Amazing Fantasy # 15“ (August 1962, Premiere von Spider-Man), “Tales of Suspense # 39“ (März 1963, auch Iron Man war zuerst grau), “Tales to Astonish # 27“ (Juni 1963, Ant-Man hat eine Freundin: The Wasp), “X-Men # 1“ (September 1963, auch diese Serie schlug zunächst nicht ein und wurde 1970 nach 66 Ausgaben erst einmal eingestellt), “The Avengers # 1“ (September 1963, die Rächer sammeln sich), “The Avengers # 4“ (März 1964, Captain America taut auf und wird Avenger) sowie “Daredevil # 1“ (April 1964). Fast alle dieser legendären Comics stammen von Team Stan Lee und Jack Kirby.

Im Vorwort des Buches weist Herausgeber Marco M. Lupol vorsorglich darauf hin, dass die ersten Auftritte von Thor (April 1962 in “Journey into Mystery # 88) und Doctor Strange (Juli 1963 in “Stranges Tales # 110) “keineswegs vergessen“ wurde, sondern “in zukünftigen Bänden dieser Reihe“ erscheinen werden. Um diese Bücher wird wohl kaum ein deutscher Marvel-Fan herumkommen.

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