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Poirot – Mord im Orient-Express

Bereits 1934 gelang Agatha Christie mit ihrem 14. Kriminalroman eine besonders originelle Variante der Mörder-Jagd. Im Orient-Express von Istanbul geschieht ein Mord und zwölf Fahrgäste sind im gleichen Maße verdächtig, denn alle haben ein Motiv. Doch der sich an Bord des Zugs befindliche belgische Kriminalist Hercules Poirot klärt nicht nur den Fall, sondern stellt auch zur Diskussion, wer für den Mord büßen soll…

Poirot - Mord im Orient-Express

Das Buch mit seiner exotischen Umgebung und dem großen Ensemble bietet sich für eine Verfilmung geradezu an. Doch erst 1974 sollte sich Sidney Lumet der Sache annehmen und setzte Mord im Orient-Express mit einer absoluten Star-Besetzung in Szene. An der Seite von Albert Finney als Poirot waren u. a. Ingrid Bergman, Richard Widmark, Sean Connery, Lauren Bacall, Anthony Perkins, John Gielgud, Michael York und Vanessa Redgrave zu sehen.

Poirot - Mord im Orient-Express

Aktuell hat sich der ehrgeizige Kenneth Branagh an einer Neuverfilmung versucht. Er fungiert neben Ridley Scott nicht nur als Produzent, sondern inszenierte und ist zudem auch noch – garniert mit einem (nicht werkgetreuen) Backenbart – als Hercules Poirot zu sehen. Die restliche Besetzung mit Penélope Cruz, Willem Dafoe, Judi Dench, Johnny Depp, Michelle Pfeiffer und Daisy Ridley kann sich ebenfalls sehen lassen.

Poirot - Mord im Orient-Express

Polyband erinnert mit einer DVD-Veröffentlichung daran, dass zwischen diesen beiden Kinofilmen auch noch eine sehenswerte TV-Version entstanden ist. Innerhalb der vom britischen Sender ITV produzierten 70-teiligen Serie Agatha Christie’s Poirot entstand 2010 eine recht eigenständige Adaption von Mord im Orient-Express in Spielfilmlänge. Auch hier ist die Besetzung mit Hugh Bonneville, Jessica Chastain, Barbara Hershey, Toby Jones, David Morrissey und Susanne Lothar recht bemerkenswert.

Poirot - Mord im Orient-Express

Doch diesmal ist es David Suchet, der als Hercule Poirot den übrigen Darstellern die Schau stiehlt. Agatha Christie hat in ihren Büchern nur angedeutet, dass der kleine rundliche Detektiv Katholik ist. Im TV-Film schwingt Suchet jedoch als Poirot immer wieder den Rosenkranz und ringt mit sich bezüglich Schuld und Sühne. Auch dank seiner düsteren Atmosphäre – der Film beginnt mit einer Steinigung in Istanbul – kann sich die auf Malta, in der verschneiten Schweiz, sowie in den britischen Pinewood Studios, entstandene Verfilmung sehen lassen.

Poirot - Mord im Orient-Express

Die DVD von Polyband enthält neben dem 89-minütigen Film und einem Faltblatt mit einem sehr informativen Text noch zwei wahlweise deutsch untertitelte Berichte: “Hinter den Kulissen“ (14:16 min) sowie die sehenswerte Dokumentation “David Suchet an Bord des Orientexpresses“, die sich auch mit der Historie des legendären Luxus-Zugs beschäftigt.

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Stephen King: Riding the Bullet

Halloween 1969 erfährt der 21-jährige Alan Parker (Jonathan Jackson), dass seine Mutter Jean ( Barbara Hershey) einen Schlaganfall erlitten hat und dem Tode näher ist als dem Leben. Er trampt zum Krankenhaus. Nach einigen unerfreulichen Zwischenfällen landet er im wild rasenden Wagen von George Staub (David Arquette) und der finsterste Trip seines Lebens beginnt. George konfrontiert Alan mit seinen Jugendängsten, die mit der Achterbahn The Bullet zusammenhängen…

Stephen King: Riding the Bullet

Mick Garris dürfte der Regisseur sein, der die meisten Stephen-King-Verfilmungen inszeniert hat. Nachdem er 1992 den Kinofilm Sleepwalkers nach einem Originaldrehbuch von King inszenierte, verlegte er sich auf TV-Miniserien von meist respektabler Qualität: Er setzte das Monumentalwerk The Stand ziemlich gelungen um und seine TV-Version von The Shining braucht sich nicht vor dem Kinofilm von Stanley Kubrick verstecken.

Stephen King: Riding the Bullet

Riding the Bullet ist eher ein Kinofilm, dürfte aber in den meisten Ländern seine Premiere direkt auf DVD erleben. Basierend auf einer sehr kurzen Story hat Garris versucht die Geschichte mit möglichst vielen King-typischen Elementen zu strecken und produziert dabei manchmal etwas Leerlauf. Doch insgesamt funktioniert die leicht nostalgische Horror-Achterbahn ganz ordentlich, und wer sich auf den Trip einlässt wird dies nicht bereuen.

Stephen King: Riding the Bullet

Die neue Edition von Studio Hamburg Enterprises kommt im Gegensatz zur alten Veröffentlichung von mc-one leider ganz ohne Extras wie Audiokommentaren und Making-Of aus.

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