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Wer ist Batgirl?

Offiziell hat Bruce Wayne zwar Cassandra Cain adoptiert (siehe „Batman Sonderband #22„) – über ihre augenblickliche Situation ist sie aber dennoch nicht ganz zufrieden. Kein Wunder, da genau eben jener (nach den Ereignissen von BATMAN R.I.P. und FINAL CRISIS) tot zu sein scheint. Und so gibt sie desillusioniert die vakante Stelle von Batgirl symbolisch durch die Übergabe ihres Kostüms an Stephanie Brown an diese weiter.

Wer ist Batgirl?

Wir erinnern uns: Stephanie Brown ist die Tochter vom Cluemaster und gleichzeitig die langjährige Freundin von Tim Drake. Nachdem Tims Vater herausgefunden hatte, dass sein Sohn des Nachts in seiner zweiten Identität als Robin auf Verbrecherjagd geht, verlangte er von ihm, seine zweite – geheime – Karriere an den Nagel zu hängen.

Wer ist Batgirl?

Stephanie übernahm kurzer Hand an der Seite von Batman die Rolle des Robin. Aber leider wenig erfolgreich. Um zu zeigen, was dennoch in ihr steckt, versuchte sie die Unterwelt von Gotham City aufzumischen – aber leider ging ihr Plan nicht auf: Stattdessen zettelte sie einen unkontrollierten Bandenkrieg in BATMAN: WAR GAMES an, an dessen Ende ihr eigenes Ableben durch die Hand von Black Mask stand. So schien es – aber es kam noch schlimmer: In Wirklichkeit war es Dr. Leslie Thompkins (!). Eine Handlung so völlig “out of character“; einfach unverzeihlich.

Der enorme und völlig unerwartete Druck seitens der Fangemeinde auf die, von den Editoren veranlasste Entscheidung, Steph hinscheiden zu lassen, ließ DC noch einmal einlenken, und so kam sie wieder. Und so steht sie bereit, um neue Aufgaben zu erfüllen und eine neue Rolle im DC-Universum auszufüllen.

Aber in Gotham City passiert nichts, ohne dass es Batman – in diesem Fall ja Dick Grayson – bemerken würde. Ein neues Batgirl, das auf Verbrecherjagd geht, muss Batman auf den Plan rufen! Dick informiert ein anderes früheres Batgirl: Barbara Gordon. Sie soll mal nach dem Rechten schauen. Barbara versucht Steph von ihren Plänen, als Vigilantin zu agieren, abzuhalten – aber vergebens. Eine neue Droge macht in Gotham die Runde und so arbeiten Steph und Barbara zusammen um den Giftmischern Scarecrow und Black Mask gemeinsam das Handwerk zu legen. Am Ende ist Barbara tief beeindruckt von den Leistungen von Steph und so “erlaubt“ sie, dieser als Batgirl – unter ihrer Aufsicht! – weiter unterwegs zu sein. Steph bekommt ein schickes und technisch aufgepepptes neues Kostüm und wird fortan in ihrer neuen Aufgabe als Batgirl die Reihen der Batman-Familie verstärken.

Die neue Batgirl-Serie ist neben BATMAN AND ROBIN, BATMAN: STREETS OF GOTHAM, RED ROBIN, GOTHAM CITY SIRENS und AZRAEL eine von den neuen Serien, die nach den schon erwähnten Großereignissen BATMAN R.I.P. und FINAL CRISIS und dem neuen Status Quo in den USA starteten.

Der Autor Bryan Q. Miller entwickelt eine flotte Geschichte, die sich flüssig und fesselnd liest, er beweist viel Gefühl für die Gedanken und Probleme von heranwachsenden Jugendlichen. Es macht unglaublich viel Spaß Steph dabei zu begleiten, wie sie versucht ihre neue Rolle zu finden, sich damit auseinandersetzt und wie überaus geschickt und hartnäckig – aber auch mit Zweifel – sie ihre Ziele verfolgt. Eine erfrischende, fesselnde Story.

Stephanie Brown – über Spoiler und Robin zum neuen Batgirl – nie war sie besser, als in dieser Rolle!

Norbert Elbers


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Batman: The Killing Joke

Als 26. Beitrag der Reihe “DC Universe Animated Original Movies“ entstand nach “The Dark Knight Returns“ und “Year One“ eine weitere Zeichentrick-Adaption eines absoluten Batman-Klassikers.

Batman: The Killing Joke

1987 zeigte Alan Moore mit seinem von Dave Gibbons gezeichneten Comic “Watchmen“, das Superhelden-Geschichten kein Kinderkram sein müssen. Ein Jahr später widmete er sich dem Dunklen Ritter und auch “Batman: The Killing Joke“ hinterließ bleibende Eindrücke. Die Geschichte beschäftigte sich mit dem komplizierten Verhältnis zwischen Batman und seinem Widersacher, dem Joker. Eine äußerst extreme Szene zeigte, wie letzterer das ehemalige Batgirl Barbara Gordon durch einen Revolverschuss für immer an den Rollstuhl fesselt.

Batman: The Killing Joke

Mehr als bemerkenswert ist auch das unglaublich detailreich ausgeführte Artwork des Briten Brian Bolland, das sich nur bedingt (und vor allem nicht mit einem moderaten Budget) in animierte Bilder umsetzen lässt. Daher orientierten sich die Trickfilmer des Produzenten Bruce Timm (“Batman – The Animated Series“) an den etwas einfacher gestrickten Comic-Zeichnungen von Kevin Nowlan, der wiederum von Bolland beeinflusst ist. Das gelingt recht gut und abgesehen von der (in der Originalfassung von Mark Hamill gesungenen) Musical-Einlage “I Go Looney“ des Jokers, sowie ein paar zusätzlich in die Handlung eingefügten Zirkus-Freaks, ist das Kernstück des Zeichentrickfilm eine sehr werkgetreue und ziemlich intelligente Adaption der Comic-Vorlage.

Batman: The Killing Joke

Dies kann allerdings nicht von den ersten 30 Minuten behauptet werden. Um auf eine Spieldauer von 76 Minuten zu kommen, wurde Moores kompakte auf nur 48 Seiten erzählte Geschichte für die Verfilmung noch um einen Prolog, sowie einen sehr kurzen Epilog, ergänzt. Dies erledigte der vielbeschäftigte Comic-Autor Brian Azzarello (“The Dark Knight III“, “100 Bullets“) zum Missvergnügen von so manchem Fan der Comic-Vorlage. Mir persönlich hat die Vorgeschichte gefallen. Hier wird erzählt, wie sich die als Batgirl tätige Barbara Gordon von dem an den Joker erinnernden Ganoven Paris Franz fasziniert zeigte und deswegen schließlich ihr Kostüm ablegte. Zugleich wird eine Liebesgeschichte zwischen ihr und Batman mehr als nur angedeutet. Der Epilog erzählt aber auch davon, wie in den 80er Jahren durch das Erscheinen von ganz schön finsteren Comic wie “The Killing Joke“ die fröhlich-naiven Jahre der DC-Superhelden beendet wurden.

Batman: The Killing Joke

Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 76-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentationen “Batman: The Killing Joke: The Many Shades of The Joker“ (17:43 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertitel); “ Madness Set to Music“ (11:54 min); Zwei thematisch passende Cartoons der klassischen “Batman – The Animated Series“: „Christmas with the Joker“ und „Old Wounds“; sowie eine Vorschau auf den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum: “Justice League Dark“ (8:14 min) und kurze Berichte über die weiteren DC-Animationsfilme “The Dark Knight Returns“ und “Batman: Assault on Arkham“ Leider fehlt das 10-minütige sehr informative Making Of zu „The Killing Joke“, das auf Blu-ray von “Justice League vs. Teen Titans“ enthalten ist.

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