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The Young Americans

Die Brutalität einiger Straftaten in London verschreckt sogar die alteingesessenen Unterweltgrößen. Jugendliche Gangs die sich als „Young Americans“ fühlen, pumpen sich mit Drogen voll und anschließend ihre Opfer mit Blei. Die englische Polizei beschließt einen Spezialisten des Drogendezernates aus Los Angeles anzufordern.

The Young Americans

Als John Harris (Harvey Keitel) in London ankommt, ahnt er ziemlich schnell, dass der US-Drogendealer Carl Frazer (Viggo Mortensen) hinter den brutalen Jugendbanden steckt. Harris gewinnt das Vertrauen des Kleinkriminellen Chris (Craig Kelly), dessen Vater von Gangstern ermordet wurde und instrumentalisiert diesen gegen Frazer.

The Young Americans

„Ich will Filme machen, für diejenigen, die keine Peter-Greenaway-Filme mehr ertragen.“ Dieses Versprechen hielt der britische Regisseur Danny Cannon („Judge Dredd“, „Ich weiß immer noch was Du im letzten Sommer getan hast“) 1993 mit seinem zweiten Kinofilm „The Young Americans“ ein.

The Young Americans

Cannon gelang ein zupackender und realistisch anmutender Großstadt-Thriller, der vor allem durch einen (wie eigentlich immer) großartig aufspielenden Harvey Keitel in der Hauptrolle punkten kann. Wenn dieser als vereinsamter US-Cop John Harris von London aus bei seiner Ex-Frau in New York anruft, ist dies so sensibel gespielt, dass es beim Betrachter einen sehr viel stärkeren Eindruck hinterlässt, als so manche brutale Actionszene.

The Young Americans

Danny Cannon, der das Drehbuch gemeinsam mit David Hilton schrieb, nahm in „The Young Americans“ bereits einige Motive vorweg, die er später auch als Autor und Regisseur in die Pre-Batman-Serie “Gotham“ einbrachte. Die Story unterscheidet zwischen schlechten und “guten“ Kriminellen, wobei unterstellt wird, dass letztere als Gegengewicht zur Polizei zur Stabilität der Gesellschaft beitragen können.

The Young Americans

Bisher lag der Film nur als sehr mäßige DVD-Edition von Eurovideo vor. Doch Koch Media präsentiert den Film auf DVD und Blu-ray in 1:2,35 anamorphen Widescreen und auch die Originalfassung fehlt diesmal nicht. Es gibt sogar eine “isolierte Musik & Effekt-Tonspur“ auf der der Soundtrack vom späteren 007-Komponisten David Arnold und Björks Song “Play Dead“ besonders gut zur Geltung kommen. Außerdem ist noch der Vorspann ohne Text-Einblendungen (3:45 min), ein englischer Trailer (2:18 min) sowie eine Galerie mit 60 Fotos und Werbematerialien enthalten. Es bleibt also kaum ein Wunsch offen.

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Gotham Academy

Im Rahmen von DC YOU wurde in Amerika eine Reihe von neuen Serien gestartet, die neue Leser generieren und einen attraktiven Zugang ohne viel Vorwissen zu altbekannten Charakteren bieten oder einen unverbrauchten Neueinstieg zu komplett neuen Figuren ermöglichen sollten. Eine dieser neuen Serien ist Gotham Acadamy.

GOTHAM ACADEMY 1

Im Rahmen der vielen neuen und erfolgreichen TV-Serien (Arrow, The Flash, Supergirl) und besonders von Gotham bot sich die Möglichkeit, auch eben aus der Geschichte von Batmans Stadt zu erzählen.

Gotham Academy

Die Academy wird geschildert als alte ehrwürdige Lehranstalt. Sie hat Professoren, die man noch nicht richtig einschätzen kann, sie hat Studenten, die eben all die Probleme von Heranwachsenden haben inklusive Beziehungsstress – und die auch so ihre Geheimnisse hat. Protagonistin ist Olive Silverlock, die zusammen mit ihren Kommilitonen alten Rätseln aus der Vergangenheit der Stadt, aber auch aus ihrem eigenen Leben auf der Spur sind. Olives Mutter saß im Arkham Asylum – und tatsächlich gibt es einen unterirdischen Verbindungsweg von dort bis zur Schule.

Gotham Academy

Und da gibt es noch das geheime Tagebuch von Millie Jane Cobblepot – einer Vorfahrin von Oswald Cobblepot, besser bekannt als der Pinguin. Millie soll als Geist in der Academy umherwandeln.

Gotham Academy

Das Ganze ist im Batman-Universum angesiedelt und bietet die Möglichkeit dem Batman-Mythos neue Aspekte zu geben.

Norbert Elbers

Enthält: Gotham Academy  #1 bis #6 (Dezember 2014 bis Mai 2015): Text: Becky Cloonan; Brenden Fletcher; Zeichnungen: Karl Kerschl; Mingjue Helen Chen; Inking: Karl Kerschl, Farben: Geyser; Dave McCaig; John Rauch; aus dem Amerikanischen von Josef Rother; Softcover: 16,99 €;  132 Seiten; farbig;  Panini/DC Comics

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Justice League vs. Teen Titans

Im Zentrum vom 25. Film aus der Reihe “DC Universe Animated Movies“ steht wie zuvor schon bei “Son of Batman“, “Batman vs. Robin“ und “Batman: Bad Blood“ Damian, der Sohn von Bruce Wayne und Ra‘s al Ghuls Tochter Talia. Dieser steckt im Kostüm von Robin und er hat große Probleme damit Befehle seines Vaters Batman entgegenzunehmen.

Justice League vs. Teen Titans
© DC / Warner Bros. Entertainment

Am Anfang der Geschichte von “Justice League vs. Teen Titans“ agiert Robin bei einem Einsatz der aus Batman, Superman, Wonder Woman, Flash und Cyborg bestehenden Justice League eigenmächtig. Dies sorgt für Verärgerung und Robin wird zu den Teen Titans geschickt, um dort Teamwork zu lernen. Es fällt ihm nicht leicht mit Individuen wie Beast Boy, Blue Beetle und Starfire klar zu kommen.

Justice League vs. Teen Titans
© DC / Warner Bros. Entertainment

Doch nachdem er sich mit dem Team-Mitglied Raven anfreundet, deren Vater Trigon im wahrsten Sinne des Wortes ein Teufel ist und die Erde zerstören will, erscheinen Damian seine Probleme mit Batman doch nicht mehr ganz so unüberwindbar. Dennoch kommt es zu einem Konflikt zwischen den Teen Titans und der Justice League, der ausgetragen werden muss, bevor gegen Trigon vorgegangen werden kann.

Justice League vs. Teen Titans
© DC / Warner Bros. Entertainment

Die Teen Titans gastierten bisher noch nicht in den DC Universe Animated Movies, doch das 1964 erstmals im Comic aufgetretene Team von jugendlichen Superhelden-Sidekicks steht im Zentrum einer bis heute erfolgreich laufenden Zeichentrickserie. “Justice League vs. Teen Titans“ lässt sich jedoch etwas mehr Zeit als die Serie “Teen Titans Go!“ um recht sensibel von den gar nicht so außergewöhnlichen Problemen einiger heranwachsender Superhelden zu erzählen. Natürlich kommt dabei auch die Action nicht zu kurz.

Justice League vs. Teen Titans
© DC / Warner Bros. Entertainment

Es ist zu hoffen, dass es Warners Realfilmen mit DC-Superhelden gelingt, das Niveau dieser Reihe von Zeichentrickfilmen zu erreichen, innerhalb der demnächst eine Adaption des Comic-Klassikers “Batman: The Killing Joke“ von Alan Moore und Brian Bolland erscheint.

Justice League vs. Teen Titans
© DC / Warner Bros. Entertainment

In Großbritannien wird die (eine deutsche Tonspur enthaltende) Blu-ray von “Justice League vs. Teen Titans“ auch mit einer exklusiven Robin-Figur von Schleich angeboten. Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 79-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentationen “Heranwachsen zum Titan“ (23:46 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertitel); “Helden und Schurken: Raven“ (6:05 min); “Helden und Schurken: Trigon“ (5:17 min); “Aus dem DC-Comics-Archiv“: Zwei thematisch passende Cartoons: “Batman: The Brave and the Bold: Sidekicks Assemble!“ und “Teen Titans: The Prophecy“; sowie eine Vorschau auf den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum: “Batman – The Killing Joke“ (10:15 min)

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Batman: Bad Blood

Beim 24. Film aus der Reihe “DC Universe Animated Movies“ handelt es sich um eine Fortsetzung von “Son of Batman“ und “Batman vs. Robin“. Auch hier steckt Damian, der Sohn von Bruce Wayne und Ra‘s al Ghuls Tochter Talia, im Kostüm von Robin. Er wird mit dem Verschwinden seines Vaters konfrontiert und hat große Schwierigkeiten zu akzeptieren, dass jetzt sein Robin-Vorgänger Dick Grayson alias Nightwing das Batman-Kostüm trägt.

Batman: Bad Blood
© DC / Warner Bros. Entertainment

Doch damit nicht genug, denn an der Suche nach Bruce Wayne beteiligen sich auch noch Luke, der Sohn von Lucius Fox, der die Hightech-Rüstung von Batwing trägt, sowie Kate Kane alias Batwoman. Einmal mehr zeigt sich hier, dass die Serie von DC-Zeichentrickfilmen nicht nur für die ganz kleinen Zuschauer konzipiert ist, denn ein Thema innerhalb der vor Familien-Konflikten nur so strotzenden Handlung von “Batman: Bad Blood“ ist die Homosexualität von Kate Kane, die in einer Szene mit der Polizistin Renee Montoya anbändelt. Letztere hatte ihr Coming Out innerhalb der sehr empfehlenswerten Comic-Reihe “Gotham Central“.

Batman: Bad Blood
© DC / Warner Bros. Entertainment

“Batman: Bad Blood“ gehört vielleicht nicht zu den absoluten Höhepunkten unter den “DC Universe Animated Movies“, was auch daran liegen kann, dass diesmal keine zuvor im Comic erschienene Geschichte adaptiert wurde. Doch auch für diesen Film spricht, mit welcher Ernsthaftigkeit und technischen Raffinesse hier im klassischen Zeichentrick-Stil eine vielschichtige Story aus dem mit zahllosen interessanten Charakteren bevölkerten DC-Universum erzählt wird. Es ist zu hoffen, dass die DC-Realfilm-Reihe auch einmal das Niveau der Zeichentrick-Reihe erreicht.

Batman: Bad Blood
© DC / Warner Bros. Entertainment

Bei Amazon wird die Blu-ray von “Batman: Bad Blood“ auch mit einer exklusiven Nightwing-Figur von Schleich angeboten. Demnächst stehen bei den “DC Universe Animated Movies“ mit der neu konzipierten Geschichte „Justice League vs. Teen Titans“ und mit „Batman: The Killing Joke“ die Adaption eines Comic-Klassikers von Alan Moore und Brian Bolland an!

Batman: Bad Blood
© DC / Warner Bros. Entertainment

Die Blu-ray von Warner enthält neben dem 73-minütigen Hauptfilm noch die Dokumentationen “Die Entstehung des Kampfes in Gotham“ (26:26 min, wie alle übrigen Extras wahlweise mit deutschen Untertitel), “Die Verbündeten von Batman“ (14:03 min), „Aus dem DC-Comics-Archiv“: Zwei thematisch passende Cartoons: “Batman: The Brave and the Bold: The Knights of Tomorrow“ und “Batman: The Brave and the Bold: The Criss Cross Conspiracy“, sowie eine Vorschau auf den nächsten Animationsfilm aus dem DC-Universum: “Justice League vs. Teen Titans“ (11:31 min)

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DC Comics – Das große Superhelden-Lexikon

Der für seine opulenten Bildbände bekannte britische Verlag Dorling Kindersley („Star Trek – Die visuelle Enzyklopädie„) hat sich bereits in einem ähnlich aufgebauten Buch des Marvel Universums angenommen. Im “Marvel Avengers Lexikon der Superhelden“ waren über 225 Helden und Schurken enthalten. Da nach dem Kinofilm „Batman v Superman: Dawn of Justice“ bis 2020 mindestens zehn Kinofilme mit DC-Heroen in die Kinos kommen sollen, ist es an der Zeit einen lexikalischen Überblick zu den entsprechenden Supeherhelden, Schurken und Teams zu bieten.

DC Comics – Das große Superhelden-Lexikon

“DC Comics – Das große Superhelden-Lexikon“ liegt bereits in der zweiten Auflage vor und hat mehr als 200 Einträge zu verzeichnen. Auf jeweils einer Seite wird sich nicht nur mit den bekannten DC-Helden wie Batman oder Wonder Woman beschäftigt, sondern es ist auch Raum für abstruse Charaktere wie Supermans Hund Krypto, den affigen Detective Chimp oder den riesigen außerirdischen Seestern Starro. Doch auch Menschen wie Du, ich oder Lois Lane, Jimmy Olsen und James Gordon finden Aufnahme ins Lexikon.

DC Comics – Das große Superhelden-Lexikon

Im Vergleich zu Dorling Kindersleys Marvel-Lexikon sind die Angaben zu den einzelnen Figuren etwas spärlich. So ist zwar die jeweilige Größe, das Gewicht sowie der Beruf zu erfahren. Doch zu Haar- und Augenfarbe schweigt sich das Lexikon aus und statt einer zahlenmäßigen Erfassung werden die jeweiligen Superkräfte und Fähigkeiten beschrieben.

DC Comics – Das große Superhelden-Lexikon

Aufgelistet wird der Status Quo von 2011 (seinerzeit erschien die englische Originalausgabe dieses „Ultimate Character Guide“). Batgirl ist mittlerweile Stephanie Brown, während ihre Vorgängerin Barbara Gordon, nachdem sie der Joker schwer verletzte, als Computer-Spezialistin Orakel im Einsatz ist. Dass in den Kostümen von Flash und Green Lantern nicht immer Barry Allen und Hal Jordan steckten, sondern zuvor auch einmal Jay Garrick oder Alan Scott, findet keine Berücksichtigung. Witzig ist, dass Captain Marvel hier zwar Shazam genannt wird, sein Eintrag jedoch trotzdem unter dem Buchstaben C zu finden ist.

DC Comics – Das große Superhelden-Lexikon

Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, dem wird hier zumindest ein erster Einblick in das faszinierende DC-Universum geboten. Wie immer bei Dorling Kindersley sind Bildauswahl und Layout exquisit.

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Batman v Superman: Dawn of Justice

Nachdem die Firma Disney ihr Marvel Cinematic Universe weiterhin erfolgreich ausbaut, möchte Warner nicht hintenan stehen. Dort wurde daher das DC Extended Universe ins Leben gerufen. Aufbauend auf dem halbwegs erfolgreichen letzten Superman-Film Man of Steel, folgt ebenfalls unter der Regie von Zack Snyder Batman v Superman: Dawn of Justice. Doch Man of Steel ist ein sehr viel weniger solider Grundstein für ein Kino-Superhelden-Universum als dies 2008 der erste Iron Man-Film mit Robert Downey Jr.  für das Marvel Cinematic Universe war.

Batman V Superman: Dawn of Justice

Während des Vorspanns zitiert Batman v Superman: Dawn of Justice zwei Schlüsselmomente aus dem wohl einflussreichsten Batman-Comic. Wie in Frank Millers The Dark Knight Returns  wird beim Mord an den Eltern von Bruce Wayne gezeigt, wie die Kette seiner Mutter beschädigt wird, und die Perlen herunter fallen. Kurz darauf ist zu sehen, wie auf dem Begräbnis der Waynes der kleine Bruce in einen Wald flüchtet und dort in ein Loch fällt. Genau wie in Frank Millers Comic landet Bruce in einer verborgenen Höhle, in der von Fledermäusen nur so wimmelt. Diese ängstigen ihn zunächst, werden dann jedoch zum Symbol für Batman. Doch damit hat es sich auch schon mit den Einflüssen aus Millers Comic.

Batman V Superman: Dawn of Justice

Der Film zitiert gegen Ende noch mehr schlecht als recht einen einflussreichen Superman-Comic, doch insgesamt ist die im Kino erzählte Geschichte uninteressanter als sehr viele DC-Comics, wie etwa Public Enemies / Freunde und Feinde in denen der Stählerne auf den Dunklen Ritter trifft. An den Darstellern liegt es noch am wenigsten.

Batman v Superman: Dawn of Justice

Der zynisch-finstere Batman, aber auch der nicht mehr ganz junge Bruce Wayne, wird recht gut von Ben Affleck verkörpert. Henry Cavill hingegen hätte durchaus das Zeug, als Gegenpol einen naiv-optimistischen Superman, aber auch den idealistischen Reporter Clark Kent, zu spielen. Doch im Kinofilm Man of Steel war Cavill gezwungen die Titelrolle eher finster zu spielen und es auch sein Grundsatz niemals zu töten wurde nicht ernst genommen. Ähnlich sieht es jetzt auch mit Batman aus, der es in den Comic-Geschichten ablehnt Schusswaffen zu benutzen, da hierdurch seine Eltern getötet wurden. Ben Affleck hingegen greift im Kino schon mal zur Knarren und das nicht nur in einer völlig wirren, absolut überflüssigen apokalyptischen Traumsequenz.

Batman V Superman: Dawn of Justice

Batman v Superman: Dawn of Justice ist kein schlechter Film. Zack Snyder inszenierte etwas weniger überdreht und splattrig, als von ihm zu erwarten war.  Zum Glück ignoriert er nicht komplett die Vorarbeit, die Christopher Nolan in seinen drei Batman-Filmen geleistet hat, was sich im Soundtrack und Design des Batmobiles deutlich bemerkbar machte. Auch in  Batman v Superman wimmelt es von guten Momenten und interessanten Darstellern.

Batman v Superman: Dawn of Justice

Jesse Eisenberg spielt Lex Luthor diesmal als neunmalklugen Computer-Geek mit langer Kopfbehaarung. Er wirkt auf seine unberechenbare Art durchaus bedrohlich, doch seine witzigen Sprüche sind selten witzig und für seinen Hass auf Superman wird keine nachvollziehbare Begründung geliefert. Auch Holly Hunter ist als aufrechte und die richtigen Fragen stellende Senatorin eine interessante Figur, deren Potential genauso, wie bei Jeremy Irons (Alfred Pennyworth), Diane Lane (Martha Kent), Lawrence Fisburne (Perry White) sowie beim überflüssigen Gastauftritt eines Hollywood-Stars fast komplett verschenkt wird.

Batman V Superman: Dawn of Justice

Den Irrglauben, dass es nicht ausreicht lediglich zwei Superhelden in einer Geschichte auftreten zu lassen, haben nicht nur Drehbuch- sondern auch viele Comic-Autoren. Daher sind nicht nur recht kurz Aquaman (Jason Momoa), The Flash (Ezra Miller) und Cyborg (Ray Fisher) zu sehen, sondern mit Wonder Woman erlebt auch noch eine weitere DC-Ikone ihren ersten Kinoauftritt  Die aus der Fast & Furious-Filmreihe bekannte Gal Gadot ist als Diana Prince, auch dank ihrer eleganten Kostüme, ein echter Blickfang. Doch auch die Wonder Woman Rüstung trägt das ehemalige Model mit Fassung. 

Batman v Superman: Dawn of Justice

„Batman v Superman: Dawn of Justice“ ist nicht so gut, wie er als Summe seiner interessanten Momente und Figuren eigentlich hätte sein müssen. Etwas an Potential gewinnt der 150-minütige Film jedoch, wenn er als „Ultimate Edition“ auf Blu-ray in der um 30 Minuten längeren Fassung betrachtet wird. Hier ist zwar auch der alberne Alptraum von Bruce Wayne länger und es wird klar, dass Zack Snyder den fest zum Superman-Ensemble gehörenden Foto-Reporter Jimmy Olsen hat erschießen lassen, da er für diesen keinen Platz im “DC Extended Universe“ sah.

Batman v Superman: Dawn of Justice

Doch insgesamt macht der Film in der längeren Version mehr Sinn, denn Henry Cavill wird gezeigt, wie er als Reporter Clark Kent recherchiert und sich als Superman um die Opfer des Anschlags im Kapitol kümmert. Durch zusätzliche Szenen wie diese, wird Cavill zum gleichberechtigten Gegenpart zu Ben Affleck, der als Bruce Wayne und Batman die Kinofassung dominierte.

Batman v Superman: Dawn of Justice

Die Box enthält eine Blu-ray mit der Extended Version (182:33 min) und eine zweite Blu-ray mit der Kinofassung (150:41 min) und diesen zumeist recht sehenswerten Extras: “Uniting The World’s Finest“ (15:05 min, wie alle Extras wahlweise mit deutschen Untertiteln); „Gods and Men: A Meeting of Giants“ (12:28 min); Ein sehr interessanter Bericht über Wonder Woman (21:26 min); „The New Batmobile“ (22:46 min); Superman-Design (7:08 min); Batman-Design (8:15 min); The Batcave (7:12 min); „The Power Of A Punch“ (5:15 min); „The Empire Of Luthor“ (12:33 min) und „Save The Bats“ (4:37 min).

Batman v Superman: Dawn of Justice

Es bleibt abzuwarten wie sich das DC Extended Universe nach dem etwas holperigen Start von „Batman v Superman: Dawn of Justice“ und „Suicide Squad“ weiter entwickelt und ob bis 2020 tatsächlich noch mindestens weitere zehn Kinofilme mit DC-Heroen in die Kinos kommen.

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Gotham Central # 2: Doppeltes Spiel

Obwohl die Serie in seiner Heimatstadt spielt, kommt Batman nicht im Titel von Gotham Central vor. Die Comic-Reihe schildert den Kampf des Gotham City Police Departments gegen das Verbrechen. Dabei bekommen es die Cops natürlich auch mit Superschurken zu tun. Gleich im ersten Heft der 2002 gestarteten Serie taucht etwa Mr. Freeze auf, sehr viel später ist auch immer mal wieder kurz Batman zu sehen. Doch in erster Linie wird der ganz normale, gerade dadurch sehr spannende, Alltag einiger Menschen geschildert, die versuchen in einer Stadt mit hoher Kriminalität ihren Job zu erledigen und dabei ehrlich zu bleiben.

Gotham Central # 2: Doppeltes Spiel

Paninis zweiter Gotham Central-Band enthält die in den US-Heften 6 bis 10 erzählte Storyline Doppeltes Spiel, die einer der absoluten Höhepunkte der leider nach 40 Heften eingestellten Serie ist. Das Cover ziert zwar Two-Face, doch die ersten vier Hefte erzählen einen hochspannenden Krimi ohne Superschurken und maskierte Rächer. Im Zentrum des Geschehens steht die Polizistin Renee Montoya, die 1992 aus der Batman-Zeichentrickserie ins Comic-Universum übernommen wurde. Jemand hat es auf Montoya abgesehen und verschickt an ihre Familie und Kollegen Fotos, auf denen sie eine Frau küsst.

Gotham Central # 2: Doppeltes Spiel

Doch es kommt noch schlimmer, denn mit fingierten Beweisen wird versucht, Montoya einen Mord unterzuschieben und sie muss erleben, wie kaum ein Kollege zu ihr hält. Während Greg Rucka die ersten fünf Hefte von Gotham Central gemeinsam mit Ed Brubaker verfasste, schrieb er Doppeltes Spiel im Alleingang. Dankenswerterweise enthält Paninis Sammelband zusätzlich noch zwei weitere von Rucka geschriebene Comic-Geschichten, die vor dem Start von Gotham Central entstanden und sehr hilfreich zum Verständnis von Doppeltes Spiel sind.

Gotham Central # 2: Doppeltes Spiel

Beide Augen zu (aus Batman Chronicles # 16) spielt zu einer Zeit als in Gotham nach einem Erdbeben chaotische Verhältnisse herrschten. Innerhalb dieser sich durch viele DC-Serien ziehenden Storyline Niemandsland trifft Montoya auf Two-Face. Dieser wirft vor jeder Entscheidung eine Münze. Da diese scheinbar immer auf der richtigen Seite landet, ist Two-Face eine große Hilfe dabei, in Gotham wieder für Recht und Ordnung zu sorgen. Die Story Doppelte Glückwünsche (aus Detective Comics # 747) nimmt Bezug auf diese Ereignisse und thematisiert das besondere Verhältnis zwischen Montoya und Two-Face. Es wird aber auch schon angedeutet, dass die Polizistin – sehr zum Ärger ihrer erzkatholischen Eltern – kein Interesse hat, sich an einen Mann zu binden.

Gotham Central # 2: Doppeltes Spiel

Diese beiden von Greg Rucka sehr interessant erzählten Geschichten, zeigen aber auch worin einer der Hauptreize von Gotham Central besteht, denn diese Storys wurden nicht von Michael Lark gezeichnet. Dessen auf den ersten Blick sehr unspektakulärer Stil scheint (genau wie David Mazzucchellis Artwork zu Frank Millers Batman: Year One) so gar nicht zu einer Comic-Serie aus dem Hause DC zu passen. Doch gerade Michael Larks sachliche und nüchterne Darstellung der ohne große Superhelden-Action auskommenden Geschichten, passt optimal zu Brubakers und Ruckas realistischen Blick auf Batmans Welt.

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MADs Meisterwerke: Superhelden

MAD startete 1952 als Comicheft. Die ersten 23 Ausgaben textete Harvey Kurtzman im Alleingang, während die Zeichnungen von Jack Davis, Will Elder und Wally Wood stammten.

MADs Meisterwerke: Superhelden

Bereits die vierte Ausgabe von MAD schrieb Satire-Geschichte. Hierfür zeichnete Wally Wood in beeindruckenden Wimmelbildern unter dem Titel “Superduperman!“ die erste direkte Parodie auf eine populäre Comic-Reihe (wenn die Tarzan-Verarsche “Melvin!“ aus Heft 2 ignoriert wird).

MADs Meisterwerke: Superhelden

Der MAD-Herausgeber William M. Gaines war zunächst skeptisch, denn er beschäftigte für seine Rechtsangelegenheiten den selben Anwalt wie DC, der Verlag bei dem Superman erscheint. Daher riet der Jurist Gaines in MAD auf eindeutige Parodien populärer Figuren zu verzichten, um sich dadurch lästige Schadensersatzklagen vom Hals zu halten. Kurtzman blieb jedoch stur, denn ohne die Möglichkeit sich über andere Comic-Reihen lustig machen zu dürfen, sah er keine Zukunft für MAD. Er fand einen Anwalt, der empfahl ganz einfach mit dem Parodieren weiterzumachen. Zum Glück für die gesamte westliche Kulturlandschaft hat sich Gaines im Sinne von Kurtzman entschieden und MAD verulkte zukünftig alles was populär war.

MADs Meisterwerke: Superhelden

Dieser Sammelband von Panini enthält Superhelden-Parodien, die zwischen 1953 und 2004 in MAD erschienen sind und startet logischerweise mit “Superduperman!“ Dieser Comic liegt hiermit zum ersten Mal in deutscher Übersetzung vor. Das gebundene Buch orientiert sich zwar an der US-Edition “Mad about Superheroes“, wurde jedoch um Beiträge deutscher Zeichner wie I. Astalos, Matthias Kringe oder Guido Neukamm ergänzt. Außerdem ist die deutsche Edition gebunden, streng chronologisch geordnet, sowie großformatiger, farbiger und mit 276 Seiten sehr viel umfangreicher als die US-Ausgabe.

MADs Meisterwerke: Superhelden

Das Vorwort stammt von keinem Geringeren als von Adam West, der in den sechziger Jahren im TV als Batman zu sehen war. Für West war es eine große Ehre, dass seine Serie 1966 im mittlerweile als schwarzweißes Magazin erscheinenden MAD gekonnt veralbert wurde. Die Zeichnungen voller treffsicherer Karikaturen stammten von Mort Drucker, MADs Experten für Filmparodien, der sich natürlich auch an Kinofilmen mit Superhelden abgearbeitet hat. Druckers Verarschungen der Superman- und Batman-Filme der siebziger, achtziger und neunziger Jahre sind alle enthalten (mit Ausnahme von “Buttman Verschlugginer“, der auch in “Mad about Superheroes“ fehlenden Parodie zu “Batman Forever“ aus dem US-MAD # 337) . Auch TV-Serien wie “Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark“ oder “Smallville“ bekamen dabei natürlich ihr Fett ab.

MADs Meisterwerke: Superhelden

Hinzu kommen Beiträge von “echten“ Superhelden-Zeichnern wie Frank Miller („The Dark Knight Returns„), Jim Lee, Dave Gibbons („Watchmen„) oder John Romita Jr., sowie natürlich von MAD-Veteranen wie Sergio Aragones, Al Jaffee oder Don Martin.

MADs Meisterwerke: Superhelden

„MADs Meisterwerke: Superhelden“ lädt ein zu einer Zeitreise durch fünf Jahrzehnte und zeigt, wie präsent die Strumpfhosenträger in allen Medien sind. Diese vergnügliche Exkursion wird in einem zweiten Band bis in die Gegenwart fortgeführt.

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Batman / Superman: Freunde und Feinde

Da der lang ersehnte Kinofilm „Batman v Superman: Dawn of Justice“ in die deutschen Lichtspielhäuser kommt, passt es zum Aufeinandertreffens dieser DC-Helden auf der Leinwand, dass auch im Comic Geschichten mit Batman und Superman nicht fehlen dürfen.

BATMAN SUPERMAN FREUNDE UND FEINDE SOFTCOVER

Im Oktober 2003 bekamen die beiden Zugpferde des Hauses DC wieder ein gemeinsames Heft, nachdem 1986 mit der Nummer #323 die Serie WORLD’S FINEST COMICS nach fünfundvierzig Jahren – von denen sie sich immerhin die letzten zweiunddreißig Jahre diesen Titel allmonatlich geteilt hatten – eingestellt worden war. Die gemeinsamen Geschichten von Batman und Superman werfen also große Schatten und eine lange Tradition voraus.

0001Batman / Superman:

Und furios beginnt auch deren erstes gemeinsames Abenteuer: Batman findet einen neuen Hinweis auf den möglichen Mörder seiner Eltern und ein riesiger Asteroid aus den Überresten von Krypton rast auf die Erde zu und droht sie zu vernichten. Und ein Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika – in Person des Überschurken des DC-Universums, Lex Luthor – verhält sich intrigant und selbstherrlich, betreibt Ränke- und Machtspiele ohnegleichen und fühlt sich keiner Verantwortung verpflichtet. Seine Argumente für einen Krieg gegen Superman ähneln (bewusst oder ungewollt?) genau der verlogenen Argumentation der amerikanischen Regierung als diese die eigene Bevölkerung und den Rest der Welt davon zu überzeugen versuchte, gegen den Irak in den Krieg zu ziehen. Im Jahr 2003 des Erscheinens des Comic also ein aktuelles innenpolitisches Thema in den USA.

Batman / Superman: Freunde und Feinde

Der sehr eigener Sinn für Humor des Autors Jeph Loeb (“Superman for all Seasons“) ist überall anzutreffen. Er charakterisiert die beiden Hauptfiguren des DC Universums sehr präzise, aber auch mit einem sehr persönlichen Anstrich. Überhaupt legt er sehr viel Wert darauf, den Lesern die beiden Hauptprotagonisten sehr prägnant und mit sehr eigenen Profilen näher zu bringen. Aber ebenso auch deren tiefe und bedingungslose Freundschaft untereinander ist Bestandteil der Geschichte. Seine Technik mit den farblich hinterlegten Gedanken-Textboxen ist genial.

Batman / Superman: Freunde und Feinde

Und er lässt diverse Charaktere scharenweise aufmarschieren: Er bedient sich aus dem Fundus der Guten und der Bösen, der Verbündeten und ewigen Widersacher. Die Handlungen schlagen Kapriolen und die unzähligen Charaktere, die aufmarschieren, machen durchaus Sinn, aber vor allem Spaß.

Superman/Batman: Public Enemies

Es macht viel Freude, den Gedanken und Erlebnissen der handelnden Personen zu folgen. Der Plot ist sowohl leicht als auch tiefsinnig zugleich, er ist logisch und in sich geschlossen und nachvollziehbar. Der Zeichner Ed McGuinness liefert dazu beeindruckende Bilder ab, die durch ihren ganz eigenen Stil überzeugen können.

Auf der Grundlage dieses Comic-Meilensteins enstand bereits 2010 innerhalb der Reihe “DC Universe Animated Original Movies“ der sehr werkgetreue Zeichentrickfilm „Superman/Batman: Public Enemies„.

Norbert Elbers

Enthält: Superman/Batman #1 bis #6 (Oktober 2003 bis März 2004); Text: Jeph Loeb; Zeichnungen: Ed McGuinness; Inking: Dexter Vines; Farben: Lee Loughridge; aus dem Amerikanischen von Christian Heiss; Softcover: 14,99 €, auf 333 Exemplare lim. Hardcover: 25,00 €; 148 Seiten; farbig; Panini/DC Comics

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Joker Anthologie

Mit der “Batman Anthologie“ erschien bei Panini ein interessant zusammengestellter Sammelband mit einigen der schönen und markantesten Geschichten des Dunklen Ritter. So mancher Leser wird sich jedoch gefragt haben, warum der Joker, als schillerndster Gegner von Batman, in diesem dicken Buch kaum auftritt. Des Rätsels Lösung ist, dass kurz darauf zum 75. Geburtstag des Clownprinzen des Verbrechens eine ebenso gut gelungene “Joker Anthologie“ erschienen ist (anschließend folgten eine „Harley Quinn Anthologie„, eine „Flash Anthologie“ und eine „Wonder Woman Anthologie„).

Joker Anthologie

Das Titelbild stammt auch hier von Alex Ross (Marvels, Kingdom Come). In achtzehn chronologisch geordneten in sich abgeschlossenen Geschichten erzählt das Buch wie der mit Abstand interessanteste Comic-Bösewicht 1940 in Batman # 1 seinen ersten großen Auftritt hatte und sich danach in mehr als sieben Jahrzehnten zu einem Charakter entwickelte, der auch außerhalb der Comics Karriere machte.

Joker Anthologie

Bemerkenswerterweise war es die aus heutiger Sicht erschreckend trashige “Batman“-TV-Serie, die 1966 den seit mehr als 10 Jahren aus den Comics verbannten Joker aus der Versenkung hervor holte. Durch politischen Druck hatte sich die Comic-Industrie ab 1954 mit dem Comics Code eine Selbstzensur auferlegt, um dadurch nicht mehr als “jugendgefährdend“ zu gelten. Diesem Diktat fiel auch der oft sehr verstörend agierende Joker zum Opfer. Erst nachdem ihn Cesar Romero so markant im Fernsehen verkörperte, trat der Joker auch wieder in den Comics auf.

Joker Anthologie

Eine Art Gegenbewegung zur TV-Serie waren die von Dennis O’Neil geschriebenen und von Neal Adams gezeichneten Batman-Comics. Diese machten Anfang der Siebziger Jahre aus Batman einen halbwegs realistischen oft auch als Detektiv tätigen Helden. Zu diesem Konzept passte der Joker nur bedingt. Er sollte erst 1973 in der letzten Story von O’Neil und Adams erzählten Batman-Story “Jokers fünffache Rache“ auftreten, die in dieser Anthologie auch enthalten ist.

Joker Anthologie

Einen großen Einfluss hatte auch ab 1992 die Zeichentrick-Episoden der TV-Reihe “Batman: The Animated Series“. Hier trat erstmals Jokers Komplizin Harley Quinn auf und der prägnante cartoonige Look schlug sich auch im Comic nieder. Die “Joker Anthologie“ enthält ein interessantes Beispiel dafür. Die in diesem Buch enthaltene Short Story “Nächtliches Gelächter“ wurde geschrieben von Paul Dini, dem wohl wichtigsten Autor der “Animated Series“, während es John Byrne sehr gut gelingt den Trickfilm-Stil zu treffen, aber auch eigene Akzente zu setzten.

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Das Kernstück des 370-seitigen Buchs dürfte der erstmals auf Deutsch veröffentlichte 65-seitige Comic “Der Mann, der lachte“ von Ed Brubaker (“Gotham Central“) und Doug Mahnke sein. Der Titel wurde vom Stummfilm “The Man, who laughs“ übernommen, dessen von Conrad Veidt gespielte tragische Titelfigur eine der Inspirationsquellen für den Joker war.

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Brubaker und Mahnke orientieren sich bei ihrer abwechselt von Commissioner Gordon und Batman erzählten Geschichte aber auch an einem weiteren Klassiker: “Batman: Year One“ von Frank Miller und David Mazzucchelli.

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Auch ansonsten enthält das Buch so manches Kabbinettstückchen, wie etwa die von Brian Bolland (“The Killing Joke“) auf 2 Seiten brillant gestalteten Seiten erzählte Origin des Jokers.

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Der Joker dürfte auch weiterhin eine der interessantesten Comicfiguren überhaupt bleiben, was sich auch dadurch zeigt, dass sich Hollywood-Stars wie Jack Nicholson, Heath Ledger, Jared Leto („Suicide Squad„) oder Mark Hamill (als Sprecher bei “Batman – The Animated Series“) erfolgreich um die Rolle bemüht haben.

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